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  • 13. Juni 2019 um 8:47 Uhr als Antwort auf: Auf der Suche nach dem ersten Surfboard #314402
    MiWi
    Teilnehmer

    Achso….Volumen.

    Auch hier habe ich wieder eine Meinung, die nicht mehrheitsfähig ist und sicher äußerst kontrovers dikutiert wird.
    Also auch das bitte nur mit Vorsicht genießen.

    Ich hole kurz aus…
    Ich habe nichts gegen ein bisschen extra Volumen, surfe ich selber sehr gerne. Ich kann auch mit normalen standard potato-chip shortboards nix anfangen und stehe mehr auf retro inspirierte shapes für mein surfing.
    Will sagen: Auch wenn es sich gleich vielleicht so anhört, ich bin keiner, der immer sofort „kleiner ! kleiner !“ schreit.

    Jetzt das „aber“:
    Bei den von dir genannten Bretter haben meines Erachtens je nach Talent und Ehrgeiz auch die kleineren von dir erwähnten Varianten genug Volumen. Es müssen nicht zwingend die ganz großen sein meiner Ansicht nach bzw. würde ich die kleineren deiner Varianten bevorzugen.
    Es gibt zig Volumenrechner, die sind je nach persönlicher Situation auch nicht immer aussagekräftig. Z.t. auch einfach auf performance surfing ausgelegt, also für einen großteil deutscher Urlaubssurfer eh nicht so geeignet.
    Zudem versteht ein Californier, Australier oder ein baskischer local auch was ganz anderes unter „Intermediate“ als ein deutscher Urlaubssurfer. (wenn ein deutscher Urlaubssurfer das in den charts mit „intermediate“ gemeinte level erreicht, ist er schon richtig gut, haut floater und roundhouses ganz easy raus usw.)

    Aber es gibt ein paar charts, bei denen sich die Werte gut mit meinen Erfahrungen im Bekanntenkreis und bei mir selber decken.
    Beispiel firewire:
    https://firewiresurfboards.com/surfboard-volume-calculator

    Da bist du mit 77kg als Beginner bei 54l. Das passt also zu vielen der von dir genannten boards. Ich finde sogar mit 50l machst du vermutlich nichts verkehrt.
    Ich finde 60l für einen 77kg Beginner ganz schön viel Brett. Manchmal ist das mehr Kampf als Segen dann. Aber wie gesagt, rein persönliche Meinung.

    Bei meinen 88kg passt die Tabelle sehr gut, wenn ich die mit meinem quiver vergleiche.
    Ich fahre gerne entspanntes Volumen. Kleiner geht auch gut. Aber ich bin idR zu faul, will auch einfach hohen Wellencount, wenn ich mal ins Wasser komme und ich steh drauf, mit komfortablem Volumen frü in Wellen reinzukommen.
    Meine „souligen“ shortboards sind um 38l, groveler um 40-42l. (Meine miniguns und minilogs haben etwas mehr, diese in so charts einzustufen macht aber eh keinen Sinn, da werden andere Kriterien angelegt.)
    Deckt sich nach der Tabelle mit einem 88kg surfer, der ein bisschen schlechter als intermediate ist. Kommt also meines Erachtens hin, wenn ich meine surfskillz richtig einschätze (also ohne Gewähr).

    So, und zum Schluss noch nen ganz doofer Rat:
    Wenn es irgendwie geht, so viele Bretter wie möglich probieren.  Sei es vom Verleih, von den Kumpels oder Leuten, die man im Wasser kennenlernt. Immer immer wieder über den Tellerrand hinausschauen. Jeder ist anders, jeder mag ne andere Art von Brett.
    Und da du am Anfang stehst, wird sich das was du gut findest auch noch stark ändern im Laufe der Zeit vermutlich.
    Wir können hier viel schreiben, vielleicht trifft das alles bei dir gar nicht zu. Nur wenn man viel ausprobiert, findet man Bretter, die zu einem passen und die einem Spaß machen. Verlass dich da nicht auf irgendwelche Typen aus dem Netz (mich eingeschlossen).

    Gruß, Michael

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 4 Monaten von MiWi geändert.
    13. Juni 2019 um 8:15 Uhr als Antwort auf: Auf der Suche nach dem ersten Surfboard #314401
    MiWi
    Teilnehmer

    [quote quote=314396]@miwi: Ich habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass du das Light Minilog hast. Was hältst du davon bzw. von diesem als Anfängerboard für mich? Würdest du mir (1,88cm, 77 kg, 2 Wochen Surferahrung, kann grüne Wellen recht sicher geradeaus abfahren) eher das 7.0er oder das 7.4er Minilog empfehlen?[/quote]

    Hi Tobi.
    Ich habe nicht ein Light Minilog, aber viele selbst gebaute Minilogs.
    Ich habe mich hier bewusst zurück gehalten, weil meine Meinung und meine Erfahrung hier nicht repräsentativ sind und nicht auf die meisten Anfänger übertragbar ist.

    Als ich vor ein paar Jahren in der Situation war, an der du gerade stehst, habe ich es so gemacht:
    !Achtung – die meisten werden jetzt „bullshit“ schreien und deswegen ist das auch nicht als Rat an dich gedacht, sondern nur als Beschreibung meiner Erfahrung !

    Ich bin 191cm. Als ich angefangen habe zu surfen hatte ich 107kg (jetzt 87kg).
    Ich konnte grüne Wellen abfahren, aber von turns konnte man nicht reden.
    Habe mir ein 6.7 x 23 Brett geshaped, 57l.
    2 mal gesurft, es als viel zu groß und mit zu viel Auftrieb empfunden.
    Dann sofort ein 6.2 x 22.5 mit 52l geshaped. Ich habe das Brett geliebt und ca. 1 Jahr gesurft, bevor ich auf andere Bretter umgestiegen bin. Ich habe auf dem 6.2er Brett erste bottomturns und topturns gelernt und Anfänge von cutbacks. Ich habe mit dem Brett von 30cm Hollandgeschwabbel bis zu 1-2ft overhead Algarve Wintersurf gesurft (in größeren Wellen reichte meine Technik damals dann noch nicht aus, so ein Breites board sauber zu kontrollieren und dafür war das Brett schlicht auch nicht optimal).

    Jemandem, den ich nicht kenn (d.h. noch nicht im Wasser gesehen habe) würde ich sowas aber nicht einfach so raten.
    Die Gefahr für Frust ist nicht unerheblich.
    Bei Kumpels, wo ich im Wasser sehe, wie die klarkommen, habe ich das schon so gemacht mit großvolumigen 6.3er bis 6.6er Stubbies / Minilogs.  Die waren auch sehr begeistert und kamen gut klar.
    Solche Bretter werden dann, wenn die Leute fortgeschrittener sind gerne als Brett für klein/mushy im quiver behalten und mit einem zweiten Brett mit weniger Volumen und mehr performance für bessere Bedingungen ergänzt.

    Da ich dich nicht persönlich kenne und eine Einschätzung daher nahezu unmöglich ist, würde ich aber sagen:
    Von den von dir genannten kann man als Anfänger mit allen gut zurechtkommen. Das Indio mal ausgenommen, sieht für mich nach Schrott aus.

    Gruß, Michael

    13. Juni 2019 um 7:41 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314399
    MiWi
    Teilnehmer

    Durchatmen…..alles wird gut. 😉

    Ist aus meiner Erfahrung gar kein Problem.
    Ich habe grundsätzlich mind. 24h zwischen bottom und decklaminat.
    Ich schleife also immer an. Gleiches gilt bei mir für fillcoat und auch glosscoat.
    (der Fall, dass ich tacky die nächste lage legen kann ist bei mir selten, alles andere immer mit Zwischenschliff dann)

    Worauf man achten muss:
    – Board sauber und staubfrei lagern (das heißt auch nicht im Raum neben der Küche wo evtl gekocht wird bei offener Tür lagern usw.)
    – Nicht mit nackten Fingern anfassen
    – Nicht im Rack mit den restlichen boards des quivers zwischenlagern. Da ist todsicher immer irgendwo Wachs.
    – Am besten nicht zu lange rumliegen lassen, Kontaminationsgefahr steigt mit der Dauer. Weil alleine schond er Hausstaub in der offenen Laminatstruktur vor dem fillcoat am Ende unschön ist. (paar Tage ok, mehr versuche ich zu vermeiden)

    Für den Anschliff 80er , 100er oder 120er. Nur vorsichtig „ganz leicht abwischen“. Die Oberfläche muss mechanisch binden können, aber das Gewebe darf nicht verletzt werden. Da das Laminat ja eine rauhe Oberfläche hat, sauge ich nach dem anrauhen mit Schleifpapier immer mit einem (seperat und sauber gelagerten) Bürstenaufsatz das Laminat vor dem weiterarbeiten ab.

    Ich versuche die Arbeitsschritte Laminat und fillcoat zügig durchzuziehen. Weil bis dahin eine hohe Gefahr an Kontamination besteht und ab dem fillcoat nicht mehr viel anbrennt (den kann man notfalls vor dem Schliff waschen und dann wird ja eh sehr grob geschliffen und alles ist clean für einen evtl. später folgenden glosscoat)
    Da ich aber abends nach der Arbeit immer nur Zeit für einen Arbeitsschritt habe, erstreckt sich so ein glassing + fillcoat gerne mal über 4-6 Tage bei mir (für aufwändige eingefärbte glassings, Bottom, Deck, Tailpatch, Deckpatch, fillcoat bottom, fillcoat deck).
    Alles was älter ist als 8h wird mit Zwischenschliff versehen.
    (Im Datenblatt des Harzsystem steht idR die Zeit, wie lange es chemisch bindet. Nach meiner Erfahrung bindet alles, was nicht mehr tacky nur noch schlecht. Es ist dann besser, zu warten und aushärten zu lassen und anzuschleifen.)
    Ich habe bis jetzt 30 Bretter im Einsatz / Umlauf, die ältesten an die 4 Jahre alt. Nicht ein Schaden, keine delamination, keine abgeplatzten glosscoats oder sonstwas.

    Ich habe einen Kumpel der alle 1-2 Wochen mal vorbeikommt und sich in meinen Räumlichkeiten selber Bretter baut.
    Da sind dann auch mal 2 Wochen zwischen denLaminatschritten oder dem fillcoat bei ihm. Das ist nicht so gut, geht aber auch.
    Penibel sauber lagern halt. Und wir saugen das Laminat vor dem weiterarbeiten ab (s.o.). Macht man das nicht, hat man gerne mal Staub im Gewebe und schließt dass dann mit dem fillcoat ein.
    Und halt immer anschleifen.

    Gruß, Michael

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 4 Monaten von MiWi geändert.
    6. Juni 2019 um 15:45 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314376
    MiWi
    Teilnehmer

    Genau richtig.
    Es wird das Laminierharz eingefärbt.
    Mehr glaslagen = dunkler (deswegen sieht man die deck und tailpatches).

    Zusätzlich arbeite ich manchmal mit foamstains (einfärben des blank mit farbigem Harz) oder airbrush auf den blanks.
    Und mit resinpanels (und resin pinlines).
    Auf dem orangenen Brett die eierschalfarbenen Streifen, das sind zB resinpanels.
    Die werden nach dem Schliff des fillcoat mit stark farbgesättigtem Harz angelegt. Dann etwas eingeschliffen, dann abschließend glosscoat drauf.

    Dein Konzept hört sich so an, als würde das gut funktionieren.
    Poscas o.ä. gut und lange ablüften lassen und auf verträglichkeit mit Lösemittelhaltigem Lack prüfen.
    (unter Epoxy Glosscoat habe ich mit Posca keine Probleme)

    Gruß, Michael

    6. Juni 2019 um 7:24 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314368
    MiWi
    Teilnehmer

    Hi Chris.
    Ich habe diverse Farbpasten, Pulverpigmente und auch tints / transparente Einfärbungen hier. (Breddermann hat zB sehr günstige und gute transparente Einfärbungen)
    Ich mische das je nach gewünschter Wirkung. Und ja, oft sind es geringe Zugaben von Pigmenten oder dekcenden Pasten, die dann so leicht deckende/halb durchscheinende Farben ergeben.
    Ich nutze EPS blanks und finde das dabei gut, weil EPS trotz abspachteln bei richtigen tints nciht die selbe Wirkung ergibt wie ein PU blank. Dieses leicht deckende sieht bei meinen bescheidenen glassing skills idR cleaner aus, als wenn ich einen richtigen tint versuche.

    Die nachfolgendes Fotos sind Pulver-Pigmente in geringer Dosierung.
    (Harz nach dem anmichen nochmal durch ein Farbsieb laufen lassen, sonst hat man Klümpchen, die auf dem Brett dann aufplatzen beim verstreichen)

    [attachment file=“314369″]
    [attachment file=“314370″]
    [attachment file=“314371″]
    [attachment file=“314372″]
    [attachment file=“314373″]

    3. Juni 2019 um 8:39 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314358
    MiWi
    Teilnehmer

    [quote quote=314344]Wenn ich die Teile fertig habe schicke ich mal paar Bilder hier rein[/quote]

    Sehr gerne, freue mich drauf.

    Falls du bei facebook unterwegs bist… Da gibt es eine deutschsprachige DIY shaping Gruppe.
    Vielleicht hast du Lust mal reinzuschauen.
    https://www.facebook.com/groups/629192403939369/

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 5 Monaten von MiWi geändert.
    29. Mai 2019 um 7:48 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314339
    MiWi
    Teilnehmer

    [quote quote=314330]die Asymetrie erscheint recht extrem, mag aber auch an der Perspektive liegen[/quote]

    Gutes Auge.
    Das ist ein sehr kurzes/sehr breites Brett (ein Stubbie 5’4) und es hat recht viel Asymmetrie.
    (siehe rechtes Brett unten im Bild, Achsversatz der Spitze zur Längsachse sind 6cm).

    Die Asymmetrie lege ich u.a. in Bezug zur Gesamtbreite des Brettes , der Tailbreite und der Krümmung im rail aus.
    Ich prüfe auch immer, was für ein Board sich bei Spiegelung des frontside- und des backside- rails ergeben würden. Und ob das „passend“ aussieht.
    Die beiden oben gezeigten Bonzer5 Bretter sind quasi backside ein winged pintail und frontside ein swallow tail.
    winged pintails -> stark eingezogen, kurze railline, gute kontrolle auf der ferse, der hook gibt zudem noch einen drehpunkt der turns verstärkt
    swallowtails -> schön lange rail line, viel drive, mit toeside problemlos zu kontrollieren

    Anbei mal die Outline von dem orang braunen 6.5er Stepup (lang/schmal, weniger Asymmetrie weil das pintail eh schon schlank ist) und dem mint-/lind-grünen 5.4er Stubbie (kurzen/breiten) von dem Foto der Singlefinbox weiter oben.
    Und mal die Spiegelungen frontside/Backside dazu.

    [attachment file=“314340″]

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 5 Monaten von MiWi geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 5 Monaten von MiWi geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 5 Monaten von MiWi geändert.
    29. Mai 2019 um 7:14 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314331
    MiWi
    Teilnehmer

    Hallo.
    Nein, das ist nicht meins. Das ist eins von mehreren Asyms für Freunde.
    Meins fahre ich seit letztem Jahr, 2 Trips nach Cornwall und mehrmals in Holland.
    Hatte noch kein kurzes breites Brett, welches sich so normal und ausgewogen anfühlte, wie das Asym.

    Selbiges berichtet ein Freund, der mit einem von mir gebauten Asym jetzt 2 Monate in Kantabrien und dem Baskenland unterwegs war.
    (das braun/orangene auf den nachfolgenden Bildern)

    Das „ungewohnte“ / „unausgewogene“ ist nen rein optisches Ding , weil man den Anblick einfach nicht gewöhnt ist.
    Im Wasser beim surfen ist genau das Gegenteil der Fall. Es fühlt sich so normal und natürlich wie nur irgendwas an.
    Da denkt man nicht ein einziges mal „oh das fühlte sich jetzt speziell oder asymmetrisch an“.
    Was ja auch Sinn und Zweck der Asym Idee ist.

    [attachment file=“314332″]

    [attachment file=“314333″]

    [attachment file=“314334″]

    [attachment file=“314335″]

    [attachment file=“314336″]

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 5 Monaten von MiWi geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 5 Monaten von MiWi geändert.
    28. Mai 2019 um 14:38 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314329
    MiWi
    Teilnehmer

    Ergänzung zu freelaps vs cutlaps:

    Die Kumpels haben bei ihren Brettern freelaps gemacht. Und prompt alle beim schleifen des bottom freelaps Macken in den Schaum geschliffen.
    Alleine aus dem Grund solche Arbeitsschritte mit „fuck up“ Gefahr zu vermeiden, kann ich aus meinen Erfahrungen cutlaps empfehlen.
    Gerade mit nem klarem Glassing gibt es ja nix einfacheres.
    Es kann keine Farbe das tape unterwandern, nen leicht welligen Schnittverlauf sieht man in klarem glas auch eh nicht.

    Bei klarem glas dauert das abkleben eines cutlap vielleicht 10-15 Minuten. Das schneiden dauert höchstens 5 Minuten.
    Macht einen Aufwand von 15-20 Minuten für einen cutlap.

    Schneller schleift ein Hobby boardbauer nen freelap auch nicht ein. Und meist steht entweder noch glas hoch / es wird zu wenig geschliffen, oder zu viel und man verletzt den Schaum. Oder vorzugsweise beides, verteilt über die Länge des Brettes.

    Meiner Meinung nach (die nicht richtig sein muss für deinen Arbeitsprozess) ist ein cutlap sauberer und mind genauso schnell wie ein freelap. Wenn man es beim Schleifen des freelap verhaut und nachbessern muss, ist ein cutlap sogar schneller.

    Gruß, Michael

    28. Mai 2019 um 13:50 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314328
    MiWi
    Teilnehmer

    [quote quote=314314]Würdet Ihr die FCS Finnboxen direkt nach dem Laminieren Freischleifen und dann dem Hot-Coat drauf? Oder würdet ihr die Freischleifen wenn der Hotcoat komplett über mehrere Tage ausgehärtet ist, schleifen? Was hält ihr von Cutlaps auf einer Farblosen Laminierschicht?[/quote]

    Freischleifen der Finplugs (Fusion/FCSII): Es geht beides und hat beides Vor- wie Nachteile.

    – Freischleifen vor dem Fillcoat:
    Vorteil: Sollte man kleinere Lufteinschlüsse oder Blasen um die Erhebungen der Plugs haben, kann man diese schön mit dem fillcoat füllen.
    Nachteil: Man muss beim Schleifen mehr aufpassen, das Gewebe ist noch nicht durch eine coat Schicht geschützt. Ein Abrutschen mit dem Schleifer wirkt sich schnell in einer Schwächung des Gewebes aus.
    Zudem mehr Arbeit, man muss fürs coaten nochmal die Öffnungen zukleben.

    – Freischleifen nach dem Fillcoat:
    Vorteil: Weniger Arbeit, man schleift den coat je eh. Und man hat beim coaten die Abklebungen vom glassen noch drauf.
    Nachteil: Sollten jetzt doch Blasen aufgehen/sichtbar werden, muss man dann jetzt nacharbeiten / ein bisschen füllen.

    Schliff allgemein:
    Das Freischleifen der plugs ist hinsichtlich der Härtungszeit des coats nicht so ganz kritisch. Das geht super nach einem Tag.
    Ist ja nur ne kleine Fläche.
    Das gesamt Brett schleift sich in der Regel nach 2-3 Tagen einfach etwas schöner. Staubt dann richtig schön und verklebt das Pad viel weniger. Kanten am tail usw. lassen sich schneller und auch schärfer bearbeiten. Zeitraum hängt auch etwas von der Reaktionszeit des Harzes und der Aushärtetemperatur ab.

    Freelaps vs Cutlaps:
    Ich mache nur wenige klare Laminate. Aber nutze dann auch cutlaps.
    Ich finde das für mich zum einen sauberer, zum anderen ist es für mich auch weniger Arbeit.
    Ich schleife cutlaps des bottomglassings nicht, die werden ruck zuck mit einem Roller plan in den Schaum gedrückt und gut.

    Andere bevorzugen freelaps bei klarem glassing. Da hilft am Ende nur beides ausprobieren und eine Arbeitsweise und einen Arbeitsablauf finden, den man für sich optimiert und bei dem man dann am besten auch bleibt.

    Gilt genauso für die Anmerkungen zu den Finboxen.
    Es gibt kein richtig/falsch.
    Die Methode von Olddude vermeidet viele / alle Risiken. Das sind genau die Arbeitsabläufe, wo Anfänger es gerne mal „verkacken“. (Ich mache manchmal mit Kumpels so „Bau dein eigenes Brett sessions“ und es sind immer die selben Abläufe, wo sich die Leute schwertun. Boxen freischleifen/einschleifen ohne was anderes zu beschädigen ist so ein Punkt.)

    Ich komme mit meiner Methode gut klar. Habe aber von anderen Hobbies glaube ich auch eine recht gut geübte Hand/Auge Koordination und eine recht feine Kontrolle über Schleifer/Flex und Co.

    Gruß, Michael

    28. Mai 2019 um 10:06 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314323
    MiWi
    Teilnehmer

    Unabhängig von den plugs, um die es hier geht…

    Ich baue finboxen (US Boxen , Bahne / FU ) klassisch ein.
    Das heißt diese werden ins Brett geklebt und dann im eingeklebten Zustand der überstehende Rand plan geschliffen.
    Wenn man eine ruhig Hand hat, geht das easy.
    Typischerweise werden US Boxen nach dem fillcoat eingesetzt. Da schützt eh der fillcoat das glassing. Da besteht die geringste Gefahr neben der Box ins Brett zu schleifen.
    Da ich meine US Boxen gerne bombensicher unter dem glassing habe, setze ich diese schon ins blank. Also zum selben Zeitpunkt, wie finplugs.
    Das bedingt dann, den Box-Rand im geshapten blank einzuschleifen.
    Braucht ne sehr ruhige Hand, geht aber. Ich mache das mit der großen Maschine und 180mm Schleifteller mit 80er Papier drauf.
    Wenn man ne ruhig eHand hat, kann man damit auch Nagelmaniküre durchführen.

    [attachment file=“314324″]
    [attachment file=“314325″]
    [attachment file=“314326″]

    28. Mai 2019 um 9:57 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314322
    MiWi
    Teilnehmer

    Olddude es geht um FCS Fusion finboxen (aka finPLUGS). NICHT Bahne/US Boxen.

    Futures/Fusion/FCSII kommen idr vor dem glassing ins blank.
    Wahlweise nach dem glassing oder nach dem fillcoat (hat jeder andere Vorlieben), werden die Öfnnungen, welche erhaben sind, freigeschliffen.
    Deine für die US Box beschriebene Methode ist nicht praktikabel für Finplugs

    28. Mai 2019 um 7:26 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314319
    MiWi
    Teilnehmer

    Hi Chris.
    Also mit so Produkten wie RR Quick Kick oder Sicomin Surfclear Evo könnte sich das schon ausgehen mit einem Tag. Bei einem einfachen klaren glassing.

    Da habe ich halt keine Erfahrungen mit. Ich arbeite immer mit tints/Einfärbungen, oftmals noch mit in weiteren Arbeitsschritten aufgebrachten deck- und tailpatches (auch alles cutlaps, ich mag die scharfen Ränder). Die Farbkanten und eingefärbten glassings stellen an die laps und die Qualität der Schleifvorgänge anderem Anforderungen, als ein klares glassing.

    Tape spielt bei klarem glassing fast keine Rolle. Markenware nehmen, die billigen hinterlassen gerne mal Rückstände vom Kleber und dann gibts beim nächsten coating Schritt evtl. Probleme.
    KFZ Lackiertape funktioniert idR sehr gut und hält dem Epoxy lange stand.

    Ich nutze meist Tape von 4CR. In den meisten Fällen/fast immer das grüne 90°. Das ist gut bezahlbar (Frogtape zB ist mir zu teuer).
    Das 4cr gibt es bei ebay oder in diversen lackiershops – 4CR Abdeckband 90° WP 1131
    Das helle 80° 4CR geht auch gut, wie auch das helle tape von Viral (ist glaube ich ein scotch oder 3m, weiß ich gerade nicht mehr auswendig). Habe aber auch diverse andere Tapes. Manche funktionieren ebenfalls sehr gut, anderen zicken rum (Rückstände oder lösen sich ab nach ner Stunde epoxy Einwirkung oder sonstwas)

    Bei EPS blanks wird tape immer  ein wenig unterwandert, das kriecht zwischen die Poren. Da hilft das beste tape nichts. Bei klarem glassing macht das nichts. Bei meinen farbigen glassings tape ich ab, versiegele ganz dünn mit der Fingerspitze mit klarem Harz die Tapekante und laminiere dann 2h später erst das farbige glassing.
    Gibt idR recht gute Kanten.
    Nicht ganz PU/PE Niveau, aber für Hobbyzwecke reicht es mir.

    Viel Spaß beim Bau.

    Michael

    27. Mai 2019 um 12:13 Uhr als Antwort auf: Surfboardbau step by step #314317
    MiWi
    Teilnehmer

    Ja, sehe ich genauso wie olddude.
    Ich kann zu dem von dir angestrebten Zeitplan nicht viel sagen, weil ich komplett anders arbeite.
    Ich schleife nie eher als 20h, klebt nur alles zu. Und wenn man an Entlastungscuts oder freelaps einebnet, sieht man auch später unschöne Spuren durch das gummieren. Mehr arbeit, unsauberes Ergebnis. Deshalb immer im 1 Tages-Rhytmus bei mir.

    Und ich arbeite grundsätzlich nur mit cutlaps. Auch dafür muss das bottom glassing klebfrei sein, bis ich den deck cutlap auf dem bottom sauber abkleben kann.

    Bei cutlaps muss ich nichts schleifen, nur tacky schneiden nach 8h.
    Später, wenn es nicht mehr tacky ist (frühestens 16h, meist halt nach 20h) mit nem Roller die Kante in den Schaum drücken. Ist sofort glatt und bereit füs deck glassing.
    An bottom und deck glassing ziehe ich immer nur kurz die Überlappungen der Entlastungscuts an nose und tail über mit grobem Schleifpapier. Mehr muss ich da nicht schleifen.
    Alle Flächen wo neues epoxy auf altes Epoxy kommt, schleife ich selbstverständlich an.
    Glassing mit Gefühl vorsichtig mit 80er, um das Glas nicht zu verletzen.
    Fillcoat idR auch 80er (vor glosscoat).

    Was nicht heißt, das man nicht in einem komplett anderem Rhytmus arbeiten kann.
    Musst du für dich herausfinden.
    Ich bastel eh nur für mich, ohne Zeitdruck und ich hab auch erst 30 Bretter gebaut.
    Ist also nur eine Art es zu machen, die für mich aber bislang gut funktioniert.

    Glassing und coating an einem Tag hört sich für mich nach nem klaren Fall für PE oder gar UV-PE an.
    Aber wie gesagt, ich hab nicht wirklich Ahnung und bin nur nen landlocked kook.
    Also dies bitte nur als sehr subjektive Meinung und nicht als allgemein gültige Aussage sehen.

    Gruß, Michael

    7. Mai 2019 um 12:38 Uhr als Antwort auf: Neopren für größere Leute #314262
    MiWi
    Teilnehmer

    191cm / 87kg
    Meist passt mir LT ganz gut.
    Wie die anderen schon schrieben, je nach Hersteller und Modelljahr fallen die Passformen aber anders aus.

    7. Mai 2019 um 12:36 Uhr als Antwort auf: Meine letzte surfsession…………. #314255
    MiWi
    Teilnehmer

    Wir waren über Ostern für 2 Wochen in Cornwall.
    Die erste Wochen Bombenwetter und Bombenswell.
    20 Grad, strahlend blauer Himmel, windstille oder leichter bis mittelstarker offshore, immer je nach spot zwischen hh und doh.
    Die zweite Woche etwas bedeckter, etwas unbeständiger vom Wind und swell. Bei Sturm Hannah hat´s gut gerappelt, waren geile Sessions. Die letzten Tage dann nur noch schulter- bis kopfhoch, aber zT auch sehr schöne sessions. Zwar nicht so genial, wie die erste Woche, aber immer noch echt nett.

    Das Minilog hab ich nur 2 mal gesurft.
    Den Rest der Zeit das Duo (mein „shortboard“) und das Widowmaker (relaxte „Minigun“)  im Wechsel.

    Fotos habe ich leider fast nur aus der zweiten Woche mit dem bedeckten Wetter und weniger swell.
    In der ersten Woche war auf Grund des geilen swells außer surf, sleep, repeat an nichts anderes zu denken. 😉

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 6 Monaten von MiWi geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 6 Monaten von MiWi geändert.
    8. März 2019 um 7:25 Uhr als Antwort auf: Jugendtraum ;-) #314101
    MiWi
    Teilnehmer

    Ja, das ist natürlich einfach so bei uns, die wir nur eher selten ins Wasser kommen. Die Gelegenheiten sind begrenz dafür.

    Wenn es im Urlaub zB mal etwas mehr swell hat und / oder das rauspaddeln weiter oder anstrengender ist, dann nehme ich ein setup (Brett / Finnen), welches ich kenne. Da experimentier ich auch nicht groß rum.

    Aber es gibt bei mir auch mal diese Tage, wo es chillig bauch- oder brusthoch reinperlt, man nicht weit rauspaddeln muss und rauskommen eh easy ist. An solchen Tagen probiere ich gerne aus. Entweder ich stecke mir einen Inbusschlüssel in den wetsuit und schiebe im Wassser einfach mal nach ner Zeit die Single nen cm vor oder zurück. (gibt auch handknebel Schrauben, dann braucht man nichtmal einen Schlüssel)
    Oder ich fahre nach ner Stunde mal ne Welle bis zum Strand, gehe kurz raus, stecke nen anderes setup ein und paddel fix wieder raus.

    Das geht bei mir nicht um performance, ist weder mein Ziel beim surfen noch könnte ich da was reißen mit meinen spärlichen skillz.
    Aber zum einen macht das ausprobieren Spaß. Zum anderen merke selbst ich, dass sowas den Charakter des Brettes ändert und manche Sache mir mit dem einen Setup besser gelingen, andere mit dem anderen setup. Und auch das macht mir dann einfach Spaß. Und darum geht´s ja am Ende.

     

    5. März 2019 um 7:21 Uhr als Antwort auf: Jugendtraum ;-) #314094
    MiWi
    Teilnehmer

    Das ist nen normales 4+1 Setup.
    D.h. entweder quad oder single oder 2+1.

    (quad und single gemeinsam surft kein Mensch in so einem setup, das ist ja kein bonzer)

    Es funktioniert alles, surft sich halt vom feeling und den lines die es zieht anders.
    Sidebites (kleine Finnen, kleiner als Quad rears) zur Single bewahren dir das single feeling weitgehend, erleichtern aber engere Drehradien und geben vielen Leuten etwas mehr halt.
    Quad surft sich ganz anders in diesen Minilogs. Nicht besser oder schlechter, nur anders.
    Da hilft nur alles selber ausprobieren und Erfahrungen sammeln, was einem in welchen Bedingungen am besten gefällt.
    Ausprobieren gilt auch für die Position der Singlefin. Da macht oftmals 1cm Verschieben erheblich mehr aus, als Sidebites.
    (weiter vorne -> mehr Drehfreudigkeit. weiter hinten -> mehr drive und projektion)
    Selbiges gilt für die Singlefinne an sich. Die Unterschiede zwischen diversen singlefins sind riesig. Im Zusammenspiel mit dem Brett und insbesondere den Rails kann das im Extremfall von „bäh“ bis hin zu „magic board“ allein durch die Finne variieren.

    Ich surfe meine ganzen Minilogs in soften Wellen und „rollers / crumblers“ sehr gerne mit einer Single (groß, schlank, einigermaßen viel rake, 8.0-9.0er je nach Brett). Und wenn ich Lust drauf habe, das Brett aus der Mitte / aus der Hüfte zu surfen oder mal ein wenig nach vorne zu gehen.
    In etwas schnelleren Wellen oder wenn ich Lust auf mehr Wendigkeit habe, dann meist Twin (früher Quad, hab aber an den Minilogs auf Twin gewchselt mittlerweile, ist ähnlich aber irgendwie lustiger für mich). Quad und Twin surfe ich idR deutlich stärker übers Tail, im Vergleich zur Single im selben Brett.
    Single + sidebites nutze ich selten bis nie. Bringt mir zur Single keine nennenswerten Vorteile und das Singlefeeling gefällt mir dann besser.
    Einfach ausprobieren. Kostet nix und bringt Erfahrung.

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 8 Monaten von MiWi geändert.
    18. Februar 2019 um 8:39 Uhr als Antwort auf: Surfbrett Reparatur #314040
    MiWi
    Teilnehmer

    Sieht mir fast so aus, als wäre es nur der Lack/Topcoat. Also nicht undicht und glassing nicht beschädigt. Sieht fast so aus, als könnte man das unbesorgt so lassen. Ist aber an Hand von Bilder schwer zus agen und somit unter Vorbehalt !

    Reparaturmaterial kannst du m.E. kaufen was du willst oder was du günstig findest. (epoxy, weil EPS Kern)
    Das funktioniert alles und taugt alles für die gezeigte Art von Schaden.
    Für die kleine Stelle reicht so ein einfaches 10-15€ Rep-Set mit Doppelspritze oder degleichen völlig aus.

    12. Februar 2019 um 7:50 Uhr als Antwort auf: Surfbrett Reparatur #314012
    MiWi
    Teilnehmer

    Falls du zufällig in der Nähe von Dortmund wohnen solltest, kannst du auch einfach bei mir an der Kellertür klopfen. Dann fülle ich dir Harz ab und schneide dir ein bisschen Glasfaser von meinen 100m Rollen ab. Hab immer genug da.

    12. Februar 2019 um 7:44 Uhr als Antwort auf: Surfbrett Reparatur #314006
    MiWi
    Teilnehmer

    Es gibt natürlich viele Shops. R+G ist zB auch eine gute Adresse.

    Oder mal bei Breddermann gucken. Scheint mir günstiger.
    Das E25L (Lamineren) und das E25KL (coating) gibt es zB. für jeweils ca. 10€ in der 400gr. Packung.
    https://shop.breddermann-kunstharze.de/mehrzwecksysteme/
    Diese harze sind nicht besonders gegen Vergilbung stabilisiert.
    Dürfte bei dir aber evtl. egal sein, du wirst die Reparaturstelle evtl. eh farblich verstecken wollen. Also Am Ende überlackieren oder zB das Endbeschichtungsharz farblich einfärben.

    Dazu das GF 160L Gewebe
    https://shop.breddermann-kunstharze.de/glasfasergewebe-leinwand-gf160l.html
    4.28€

    Ich würde eher 2m² Gewebe kaufen.
    Du wirst grob geschätzt deck und bottom jeweils einen Streifen 60breit / 50cm hoch und jeweils einen Streifen 60 breit / 40cm hoch brauchen.
    (man schlägt immer 5-10cm um die rails herum jeweils vom deck und bottom, also brettbreite + 15cm kalkulieren)

    Man rechnet in etwa benötigtes Harzgewicht = Gewebegewicht.
    D.h. mit dem 400gr Laminierharz bekommst du ca. 2.5m² Gewebe von dem 160gr. gesättigt.
    Das Harz reicht also.
    Deckschicht wirst du eher nur so 70gr fillcoat pro bottom und deck brauchen, finishcoat kann man auch einfach dünn aufrollen am Ende (20gr). Auch da reicht also 400gr.

    Gruß, Michael

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 8 Monaten von MiWi geändert.
    12. Februar 2019 um 7:34 Uhr als Antwort auf: Surfbrett Reparatur #314003
    MiWi
    Teilnehmer

    Hallo Emil.
    Hört sich gut an soweit.

    In kleinen Menge ist Epoxy und Kleber natürlich immer etwas teurer.
    Aber der PU Kleber ist sehr teuer.

    Ich nutze gerne Soudal Pro 45P (5 Min Fügezeit) oder 40P (15 Min Fügezeit).
    Die kosten so um 6-8 Euro für die große 750ml Flasche (um 11€ incl. Versand immer). Nutze ich für EPS und auch für Holz.
    Der 40P lässt dir etwas mehr Zeit, beim 45P muss alles gut vorbereitet sein.

    Als Becher nutze ich zB fast ausschließlich ausgespülte 500gr Joghurtbecher. Da muss man wirklich nichts kaufen. Vorsicht bei Papp-Kaffeebechern. Manche sind dünn mit Wachs beschichtet, da gibt´s dann zT Probleme mit dem Epoxy.

    Für die Holzverstärkungen des Stringers kannst du im Baumarkt gut zB 4mm Pappelsperrholz kaufen. Gibt es günstig in DinA4 Format meist zum basteln. Lassen sich gut mit dem Teppichmesser zuschneiden. Andere Sperrhölzer in 4mm gehen auch (MPX lässt sich zB aber nicht mehr mit dem Messer schneiden, muss man sägen). Es kommt nicht auf die Sorte drauf an, ist alles stabil genug, wenn du r/l ein Brettchen einsetzt.

    Das Gewebe in Köper Bindung verschiebt sich etwas schneller, als in Leinwand Bindung. Für ganze Bretter arbeitet man daher mit Leinwand Bindung üblicherweise.
    In deinem Fall geht aber beides gleich gut.

    Viel Erfolg bei der Reparatur und wenn Fragen aufkommen, gerne einfach melden.

    6. Februar 2019 um 8:30 Uhr als Antwort auf: Surfbrett Reparatur #313978
    MiWi
    Teilnehmer

    Nur einer von vielen links als Beispiel, aber Frau Hollmann ist eine der erfahrensten und macht technisch sehr gute Arbeit.
    https://boardlady.com/snap.htm

    Kleine Korrektur zu meinem darüber stehenden Beitrag:
    „die Abstufung dann auf dem neuen glas staffeln.“ sollte natürlich „auf dem alten/bestehenden glas staffeln.“ heißen.

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 9 Monaten von MiWi geändert.
    6. Februar 2019 um 8:25 Uhr als Antwort auf: Surfbrett Reparatur #313967
    MiWi
    Teilnehmer

    Rein technisch ist das kein Hexenwerk sowas zu reparieren.
    Es ist halt Zeitaufwand, deswegen ist das bei Beauftrgaung einer Reparatur idR wirtschaftlich nicht attraktiv.
    Wenn man Spaß an sowas hat (und das lernen möchte), ist das ein gutes Projekt.

    Kosten würde ich grob so einschätzen, schwankt je nach Erfahrung beim glassen usw.:
    2qm Gewebe (160gr o.ä.) um 10€
    300gr. Laminierharz, 300gr harz fillcoat/ finishcoat um 10-15€ (kleine Gebinde sind teuer)
    Evtl. Microballons, evtl. Pigment, ne Rolle tape, paar Blätter Schleifpapier, Isopropanol zum reinigen, reichlich Handschuhe, Kleinkram um 15-20€
    Mit Versandkosten können da am Ende so grob 50€ zusammenkommen, bis man alles zusammen hat.

    Es gibt dazu ja auch zig tutorials und videos. Wenn man nicht 2 linke Hände hat ist das gut machber. Man sollte sich halt bewusst sein, dass das Aufwand ist und man da Spaß dran haben muss. Sonst wird es vermutlich nervig/frustrierend.

    Ich würde es grob so machen. Wobei man dazu sagen muss, dass ich immer etwas zu pingelig bin und alles etwas bombroof mache. Viele machen das auch mit weniger Aufwand und es geht auch.

    – Wax gründlichst entfernen und reinigen ( Abschaben, Isoprop, Scotchpads)
    – alles an Glas, was nicht niet- und nagelfest ist wegschneiden (cutter/dremel)
    – Boardhälften mit PU Express Leim (quellend, 5min Offenzeit) fügen. Rocker originalgetreu ausrichten dabei. Das board zb auf eine ebene Fläche legen, an der Fügestelle Backpapier drunter, Nose und Tail unterfüttern um den Rocker entspr. anzupassen. Teile voreinander drücken und gut beschweren. (ich packe diverse Bleigewichte drauf)
    PU Leim quillt und kann dann bei gut beschwertem board die Hälften nicht mehr auseinander drücken.
    IdR reicht das als Anpressdruck und der PU Leim drückt sich bis in die EPS Poren. Solche Fügestellen brechen idr nicht mehr an der Klebestelle sondern daneben, die Klebestelle ist stärker als das Grundmaterial.
    Alle Maßnahmen mit Spanngurten oder dergleichen ANpressdruck auszuüben machen es oftmals sehr schwer, die Rockerline sauber ohne knick zu fügen.
    Man kann auch mit Epoxy/Microballons kleben. Mache ich nicht mehr, weil schlechter zu schleifen, mehr Sauerei, längere Abbindezeit.
    – Zwei 4mm breite Schlitze ca. 15cm lang in beide Richtungen vom Bruch seitlich neben dem Stringer einfräsen (direkt daneben ist schwieriger, 1-2cm daneben geht auch). Auf ganzer Höhe.
    – 4mm Kiefersperrholz Stringerauswechselugnen mit PU Leim einsetzen.
    [attachment file=313972]
    – falls viel EPS fehtl, alles mit Epoxy/Microballons auffülen.
    – Microballons und Stringerverstärkungen glatt schleifen, Oberfläche fürs glassing vorbereiten
    – Glassing rund um die Bruchstelle mind. 10cm (besser 15-20cm) auf das alte glas anschleifen.
    – Bruchstelle neu glassen. Ich würde hier 2 lagig ( 160gr) arbeiten und die Abstufung dann auf dem neuen glas staffeln.
    – fillcoat
    – schleifen
    – finishcoat
    – endschliff

    (Erfahrene glasser könne den fillcoat schon zum Endschliff bringen, unerfahrene glasser werden idr burnthroughs erhalten und tun sich leichter mit nem abschließenden dünnen finishcoat)

    Viel Erfolg beim Basteln.

    Gruß, Michael

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 9 Monaten von MiWi geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 9 Monaten von MiWi geändert.
    7. Januar 2019 um 8:44 Uhr als Antwort auf: Meine letzte surfsession…………. #313795
    MiWi
    Teilnehmer

    Frohes neues.
    Wir waren über die Feiertage in Cornwall.
    Paar mal netten swell dabei gehabt, von bauch/brusthoch bis 1-2ft overhead.
    Um das neue asymmetrische Mini-log auszuprobieren waren es oft genau die richtigen Bedingungen.
    Für die neue Minigun war es immer zu klein, habs aber zum Spaß 3 mal trotzdem in knapp über hopfhohen Bedingungen ausprobiert. Reichte natürlich nur, um nen groben Eindruck vom Brett zu bekommen, aber besser als nix.
    Zwischendurch war es auch mal 2-3 Tage einfach nur ungeordnetes Schwabbelchaos, aber auch da bin ich mit nem Kumpel für 2h rausgepaddelt. Hat trotzdem immmer Spaß gemacht, Hauptsache im Wasser sein.

    19. November 2018 um 8:26 Uhr als Antwort auf: Anfänger über 35 oder so #313707
    MiWi
    Teilnehmer

    [quote quote=313703]OktoberFuerte fand ich eher unangenehm war,[/quote]

    „unangenehm warm“ sollte das natürlich heißen….

    17. November 2018 um 7:45 Uhr als Antwort auf: Anfänger über 35 oder so #313703
    MiWi
    Teilnehmer

    Wir haben meist in Sagres oder Vila do Bispo ne Wohnung.
    Je nach Bedingungen wird dann halt alles zwischen Luz und Arrifana angefahren.

    Da ich aber tendenziell Kaltwasseraffin bin (OktoberFuerte fand ich eher unangenehm war, Bretagne Sylvester wiederum super), geht es Dez/Jan mal nach Cornwall.

    16. November 2018 um 8:11 Uhr als Antwort auf: Anfänger über 35 oder so #313701
    MiWi
    Teilnehmer

    [quote quote=313700]Vielleicht bin ich ja ein Weichei[/quote]

    Bist du wohl….haha. 😉
    Nein, im Ernst, Wärmeempfinden ist wie wir alle Wissen bei jedem unterschiedlich.

    Ich bin regelmäßig im Dezember und Januar an der Algarve zum surfen.
    Immer 3/2, nie booties oder Haube.
    Das Wasser hat dann noch kuschelige 16°.
    Morgens zu Sonnenaufgang bei oft um 0° Luft und passt mir das gut.
    Mittags bei Sonne und 15-18° ist mir das auch schonmal zu warm und ich muss alle paar Minuten „durchfluten“ um abzukühlen.

    24. Oktober 2018 um 12:35 Uhr als Antwort auf: Anfänger über 35 oder so #313651
    MiWi
    Teilnehmer

    Ja, Twingle war auch die Überlegung (die sitzen 2″ auseinander).
    Ich fahre derzeit aber als Lieblingsboard fast ausschließlich das gelbe als twin+trailer und erhoffe mir, dass das Duo ne gute Portion des twin feelings mit drin hat.

    24. Oktober 2018 um 11:31 Uhr als Antwort auf: Anfänger über 35 oder so #313644
    MiWi
    Teilnehmer

    [quote quote=313643]Die sehen ja mal g..l aus. Besonders das Linke gefällt mir super. Singlefin? Zumindest erinnert mich der Shape an kurze Singlefins aus der Mark Richards Ära.
    Vorne einen Tick breiter, damit viel Volumen, hinten eher schmäler… wie ist rocker und die Rails? Wahrscheinlich hast Du auch über die Höhe viel Volumen reingebracht!
    Kannst Du mal die Maße einstellen und vor allem Beschreiben wie es sich für Dich fährt, der Shape wäre durchaus einen Nachbau wert…
    [/quote]

    Alles ziemlich nah dran.
    Die Ära Mitte/Ende 70er liegt mir zeitlich sehr, ja.
    Deswgen auch der klassische elliptische shape.
    Es ist als mein „Soul Step-up“ gedacht.
    Vorne auf frühes reinkommen in die Welle ausgelegt (Volumen unter der Brust großzügig, dazu leichte beaknose). Hinten darauf ausgelegt power zu zähmen, sehr stark gefoilt und dünn das tail.
    Abmessungen sind 6.6x21x2.75 – ca. 38l
    (ich bin nen ziemlicher Klotz, 1.91cm, da schadet Länge und auch bisschen mehr Schaum nicht)

    Finsetup ist neu für mich. Habe mich mal an ein Duo gewagt. Weil ich gerne Twins und Singles und Bonzer fahre und das evtl. sowhl vom Twin als auch von der Single was haben könnte.
    (Als single hätte ich das Tail minimal mehr eingezogen, aber als Duo wird das gut gehen)

    [attachment file=313645]

    Setup von den Daten her zwischem dem was Neal Purchase Jr. beim Duo 1 (0 toe in, 0 cant) und beim Duo2 (0 toe in, 4° cant) macht.
    Ist 0 toe in, 1.5° cant, 7 “ auseinander, 7 “ vom tail.

    Finnen habe ich einen Satz Standard Hexcore 7″.
    Und noch einen Satz Eigenbau Finnen (die weißlichen) mit mehr Dicke und forward foil in Anlehnung an die Finnen von NPJR.
    Die sind auch 7″.

    [attachment file=313646]

    Rocker ist moderat (ich fahre gerne wenig rocker und gehe leiber früh rein in die Welle).
    Ca. 5.25″ vorne, 2″ hinten. Kontinuierliche Kurve, nicht staged.

    Das Brett wird etwas Druck in der Welle brauchen.
    Im Dez./Jan. bin ich in Cornwall, da könnte es was werden.
    Ich nehme das Brett nur mit nach Holland für den ersten Test ob Volumen, Schwerpunktslage und rocker funktionieren.
    (es war bislang noch nicht im Wasser)
    Da ich das immer so mache mit neuen Brettern, kann ich Holland Test mittlerweile halbweghs gut als Vorabschätzung auf „echte“ Wellen übertragen.

    Auf Fuerte kamen meine Skills mit dem gelben board (Mark Richards und Malcolm Campbell – Alpha/Omega und Octafish inspiriert, mit 42l schön viel Volumen) an die Grenzen in der „Derecha de los allemanes“ bei double overhead.
    Dafür war das gelbe Brett eh auch nicht gedacht, also kein Wunder. (Bei 1-2ft overhead war es ein wahres Fest mit dem Brett.)
    Gerade der erste bottom turn hatte bei doh grenzwertig viel Speed für das Brett oder eher für mich. Und auch wenn die leicht schiebenden slides witzig waren, so hätte ich doch gerne etwas mehr Kontrolle und engere Radien gehabt.
    Das sind dann die Bedingungen, wo das rote zum Einsatz kommen wird. Deswegen „soul step up“ oder wie man das nennen will. Ist nicht zum „rippen“ oder „schlitzen“ gedacht bzw. kann ich das eh nicht und will es auch nciht können. Soll fürs Altherren-carven in Wellen mit Druck sein.

    • Diese Antwort wurde vor 8 Jahren von MiWi geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 8 Jahren von MiWi geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 8 Jahren von MiWi geändert.
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