Erstellte Forenantworten
-
AutorBeiträge
-
Molengespenst
Teilnehmerok… das grenzt die Optionen natürlich dramatisch ein. Hab gerade mal die verfügbaren Airlines durchforstet. Die einzige Option wäre American Airlines, aber auch nur, wenn man NICHT über GB fliegt. Anstatt komfortabel von HH aus zu fliegen, hätte ich somit gleich zu Beginn einen 670km Roadtrip mit eigenem Auto nach Frankfurt gewonnen – määääp…
Ohne meine Allzweckwaffe und nur mit nem dünnen 9’1er Performer bewaffnet an Spots, die für klassisches Longboarden weltbekannt sind? – määääp…
Ich stelle fest, fliegende Longboarder stellen eine nicht vorgesehene Minderheit dar. Wenn nicht noch jemand mit DER Goldrandlösung kommt, ist der Trip erstmal in weite Ferne gerückt.
Molengespenst
Teilnehmerok… ich glaube, ich kann mir die 2. Frage selbst beantworten: JA, man kann die Sitze zu einer ebenen Liegefläche „verschwinden“ lassen. Platz scheint genug da zu sein. Wäre trotzdem schön zu lesen, falls jemand mal einen Trip mit solch einer Kiste gemacht hat.
Molengespenst
TeilnehmerHier scheinen sich ja etliche Kenner dieser Gegend herumzutreiben.
Kurz die geplanten Eckdaten:
– 6 Wochen Roadtrip (nord-süd, süd-nord, mal schauen)
– 90% Surfen, 10% Sightseeing
– 1 Person (ich)
– Zeitraum: Mitte Oktober – Ende November
– 2 Boards: 9’8, 9’1 + Zubehör + Gepäck
– Mietwagen…… und genau da hab ich mal ein paar Fragen. Da ich aufgrund der Boardwahl mit doch relativ sperrigem Material unterwegs bin, das ich gerne IM Auto unterbringen möchte und im Notfall auch mal im Auto pennen möchte, tendiere ich zu einenm unauffälligen Minivan. In Europa bin ich ausschließlich mit Wohnmobil unterwegs, d.h. auch wenn Familienkombi etwas teurer ist als ein „Fiat Panda“, ein klein wenig Restkomfort wollte ich mir schon antun. Nun hab ich gesehen, dass der Dodge Caravan zur Zeit wohl das „Brot und Butter“-Vehikel in der Größenklasse zu sein scheint.
Hat jemand Erfahrung mit der Nutzung solcher Autos? Kann man die Rücksitze so umklappen, dass eine einigermaßen gerade Liegefläche entsteht und ich morgens nicht RÜCKEN hab? … oder gar ganz ausbauen, und beim Vermieter lassen?? 9’8 sollte ja wohl problemlos reinpassen, oder???
Molengespenst
TeilnehmerIn Deutschland ist es für viele Frauen auch nicht einfach, wirklich gut passende Winterneos zu kriegen. Ich bin zwar keine Frau, aber zur Zeit fahr ich voll auf Xcel ab. Der ist qualitativ so hochwertig, dass ich zum allerersten Mal ernsthaft überlege, den noch eine zweite Wintersaison zu tragen, nachdem die Standardwinterneos von Billabong, O’Neill oder Rip Curl in der Regel nach einer Wintersaison (Anfang Oktober – Ende Mai) für meine Ansprüche nicht mehr wintertauglich waren.
17. April 2012 um 14:49 Uhr als Antwort auf: Longboard Thread (Frage an > Intermediate-Advanced-Surfer #130220Molengespenst
Teilnehmer@ molengespenst: wow ein bing modell gönnst du dir. musst wohl tief in die tasche greifen
Es gibt bestimmt günstigere Boardschmieden mit ebenfalls sehr guten Boards. Warum es gerade ein Bing sein soll? Auf die eierlegende Wollmilchsau bin ich auf jeden Fall nicht mehr scharf. Was Kompromissloses soll her! In meinem Dunstkreis gibt es häufig Bedingungen, in denen es sich gut noseriden lässt. Ich finde Noseriden total toll, und demnach auf der Suche nach dem besten Noserider, den es zur Zeit gibt. Ob der Levitator der ultmiative Noserider für mich ist, wird sich zeigen. Bin gespannt!
Molengespenst
TeilnehmerLetztes Jahr war ich im Vorfeld meiner Irland-Reise für drei Tage auf der rot eingekreisten Halbinsel, auf der sich auch der Fährhafen Cherbourgh befindet.

Das Swellfenster (gelbes Dreieck) an der westlich ausgerichteten Küste dieser Halbinsel ist groß genug, um ungefiltert westliche bis südwestliche Atlantikswells aufzunehmen. Auch Nordwestswells kommen durch. Die Nordküste der Halbinsel hat einige schnuckelige Buchten, die nervigen Westwind einigermaßen blocken und trotzdem Wellen reinlassen.
Das Bild…

… ist am Strand von Souville an einem Tag entstanden, an dem nur Longboard oder SUP ging. Der Tidenhub ist gewaltig, daher ändern sich die Bedingungen nahezu minütlich. Wenn man sich das weithin sichtbare Atomkraftwerk wegdenkt, ist das eine wirklich schöne Gegend da.
12. April 2012 um 18:18 Uhr als Antwort auf: Longboard Thread (Frage an > Intermediate-Advanced-Surfer #130150Molengespenst
TeilnehmerDer Levitator in 9’8 ist seit einiger Zeit bestellt, aber leider immer noch nicht da. Ich werde mal ein Fahrbericht reinstellen, wenn ich ihn ausgiebig eingefahren habe.
Zu den Pigs… ich würde ja gerne mal einen testen, aber bislang habe ich mich gescheut. Ich weiß nicht, in wie weit diese Urshapes, die ja eigentlich für den Pazifikshore hergestellt wurden, in schwabbeligen Randmeerwellen funktionieren.
12. April 2012 um 11:19 Uhr als Antwort auf: Longboard Thread (Frage an > Intermediate-Advanced-Surfer #130147Molengespenst
TeilnehmerKlar, Peterlee… Das hat vier Gründe:
1.) Hab etwas empfindliche Achillessehnen und da ist es schon sehr unangenehm, wenn nach einem Wipeout der 10Kg-Tanker daran zerrt.
2.) Hab mir vor einem halben Jahr das Fußgelenk gebrochen. Ist jetzt gerade wieder verheilt und ich möchte es nicht unnötig mit einer Fußgelenkleash strapazieren.
3.) Beim Crosssteppen hab ich keine Stolperfalle mehr am Fußgelenk.
4.) Bei einem Holddown kann ich mich damit leichter wieder ans Board ziehen.
12. April 2012 um 9:56 Uhr als Antwort auf: Longboard Thread (Frage an > Intermediate-Advanced-Surfer #130142Molengespenst
TeilnehmerAuf Kniepaddeln war ich auch mal richtig scharf. An windlosen Tagen mit seichter Dünung macht es Spaß und auch Sinn. Man hat durch die etwas erhöhte Position einen besseren Überblick. Man kann auf Knien zwar nicht so weit gucken wie stehend auf einem SUP, aber man hat definitiv Vorteile gegenüber Liegendpaddlern. Man kann herannahende Sets früher erkennen und man weiß, wo man sich am besten zu positionieren hat.
Nachteil bei der Sache ist natürlich der erhöhte Materialverschleiß. Neos gehen an den Knien schneller kaputt, und wenn man wie ich ausschließlich Kneeleash surft, dann scheuert mit der Zeit das Neopren an der Kniekehle auf. Als Folge kommt an den Stellen irgendwann Wasser rein. Gerade im Winter bei den teuren Winterneos ist das ziemlich dämlich. Daher mache ich Kniepaddeln eigentlich nur noch, wenn ich ohne Leash bei oben beschriebenen Bedingungen unterwegs bin oder wenn ich einen Neo trage, der an den Knien eh schon kaputt ist. Ein Brett mit ausgewiesenem verstärktem Kniepaddel-Bereich macht ebenfalls Sinn. Andernfalls hast du schnell zwei dicke Beulen drin, über die sich dann nur noch deine Freundin wegen der für sie ergonomisch günstigeren Brettoberfläche freut.
Was du vom Brett her brauchst, ist eine ziemlich einfache Rechnung. Das Brett sollte abzüglich des Eigengewichtes mindestens genausoviel Volumen haben, wie du mit nassem Wetsuit zusammen auf die Waage bringst. Bei meinen 85Kg brauche ich dafür mindestens ein 9’8er LOG. Alles was kleiner ist, geht unter.
Molengespenst
TeilnehmerHatte mir im Dailydose-Shop die ersten beiden DVDs für je 19,90€ bestellt.
Teil I:
– Pre-Surf Session: Warm-Up vor der Surfsession
– Water Session: Übungen, die man im Wasser auf dem Board machen kann
– Post-Surf Session: Streching nach der SurfsessionTeil II:
– Spinal Warm-up: kann man morgens vor der Arbeit ganz gut machen, dauert 10 min
– Vinyasa Flow: ist schon ziemlich anstrengend
– Balancing Poses: soweit komme ich meistens gar nicht mehr, denn ich habe einen Knoten in meinem Körper
– Relaxion: für nachdem man sich wieder entknotet hatMehr Yoga brauch ich wirklich nicht.
Molengespenst
Teilnehmerhttp://www.yogaforsurferstv.com/
Ich bin nicht der Gelenkigste, und ich will gar nicht wissen, wie ungelenkig ich ohne das regelmäßige Praktizieren zumindest von ein paar dieser Übungen wäre.
Molengespenst
TeilnehmerIn Lafitenia war ich schon mal an einem ganz normalen Wochentag mit nicht ganz so schlechten Bedingungen. Resultat: 40 Leute und 2 Wellen in 3 Stunden…
6. März 2012 um 7:03 Uhr als Antwort auf: Wellen wie bei Waikiki – nur halt anderswo. Gibts? #129397Molengespenst
TeilnehmerMundaka oder La Santa würde ich jetzt nicht unbedingt zu den Spots zählen, die für klassisches Longboarden bekannt sind. An einem guten Tag wirst Du dort mit großer Wahrscheinlichkeit der einzige Longboarder sein. Und Guethary… wenn der richtig an ist, geh ich da nicht mehr rein, auch wenn man da easy außen rum paddeln kann. Das sind einfach Wellen, die keine Fehler verzeihen, und man als Longboarder sein Sportgerät unter allen Umständen zu 100% unter Kontrolle haben muss.
Molengespenst
TeilnehmerWarum surft eigentlich nicht jeder mit paddles?
Weil ich auch ohne diese Dinger schnell paddeln kann.
Molengespenst
TeilnehmerInfrastrukur? Naja, ohne dass ich jetzt jemals dort gewesen bin…
Die Bevölkerungsdichte entspricht 0,4% der deutschen Bevölkerungsdichte. Die Hauptstadt hat zwar etwa die Einwohnerzahl von Kiel, außerhalb der Stadtgrenzen sind aber mit Sicherheit nicht nur die Gehwege hochgeklappt. Seit 1990 ist die Region für Touristen zugänglich. Über 50 Jahre lang war sie militärisches Sperrgebiet. Außer Öl und Fisch wird es dort wohl keine weiteren Einnahmequellen geben.
Molengespenst
TeilnehmerMoinsen, mir war ein wenig langweilig, und hab mich daher mal mit den letzten Januaren auf Fuerteventura und in der Region um Agadir befasst. Auch wenn Windguru häufig belächelt wird – das Datenarchiv kann man hervorragend für die Klimarecherche nutzen. Die letzten 30 Jahre (eine Klimaperiode) kriegt man damit zwar nicht zusammen, die letzten 7 Januare reichen meiner Meinung aber völlig aus.
Fuerteventura und Agadir liegen vom Breitengrad her nicht weit auseinander, jedoch ist die Kanareninsel maritim geprägt, während die marokkanische Hafenstadt je nach Windrichtung eine Mischung aus kontinentalem Wüstenklima und maritimem Klima hat.
Das schlägt sich vor allem in den Temperaturen nieder. Die bewegen sich in Agadir auf Meeresniveau in der Regel zwischen 12-13°C am Morgen und 22-23°C am Nachmittag. Tmin von unter 7°C am Morgen und Tmax von mehr 25°C sind im Bereich des Möglichen. Fuerteventura hingegen hat im Januar eigentlich immer Temperaturen zwischen 17°C und 20°C, kälter als 13°C und wärmer als 24°C wird es dort im Januar eher nicht. Die Wassertemperatur im Januar ist mit durchschnittlich 18°C vor Fuerteventura um 1° wärmer als vor Agadir. Bei ablandigem Wind kann vor beiden Küsten aufgrund von hochströmendem Tiefenwasser die Wassertemperatur um bis zu 5° kälter ausfallen.
Der Wind ist auf Fuerteventura eigentlich immer ein Thema. Der Passat kommt auch im Winter nicht vollständig zum Erliegen. Meist kommt er aus Ost bis Nord. Windlose Tage sind selten. In Agadir ist der Wind generell wesentlich schwächer. Windrichtung und –geschwindigkeit werden vorwiegend von der Thermik gesteuert.
Vom Wetter her ansich geben sich die beiden Regionen nicht viel. Wenn es mal zu Niederschlagsereignissen aufgrund von lokalen Tiefdruckgebieten kommt, ist sowohl Agadir als auch Fuerteventura davon betroffen. Meist ist es aber Trocken und gering bewölkt.
So, zum Stöbern die beiden Tabellen, aus denen ich die Daten habe:


Wer das so lesen kann, brauch definitiv keine Brille. Wer die Bilder in „größer“ betrachten möchte, der macht „Rechtsklick“ auf das Bild und öffnet den Link in einem neuen Fenster, Tab oder sonstwo…
Molengespenst
TeilnehmerWenn es im Sommer oder Spätfrühling Wellen geben sollte, würde
ich schon wieder hinfahren, aber über den Winter, wenn Hauptswell-
zeit ist, nicht mehrEigentlich Sünde, während der Hauptswellzeit seinem lokalen Teich fernzubleiben. Versuch doch mal die andere Seite vom Stiefel, das hats Wasser noch 14°C und die Italiener gehen gehen da zum Teil noch barfuß rein.
Molengespenst
TeilnehmerJa, wer sagt, Snowboarden bringe nichts, kanns nicht gut bzw. kam nie an dem Level an, ab dem sehr große Ähnlichkeiten zwischen Surfen und Snowboarden bestehen.
Als Norddeutscher kenne ich einige Leute, die zwar gut surfen, sich aber mit Füßen an einem Board festgetackert nicht so wohl fühlen. Andererseits habe ich im Urlaub schon einige Kontinentaleuropäer kennengelernt, die zwar nicht so gut surfen konnten, aber offenbar auf dem Snowboard ziemlich gut waren. Leute, die sowohl Surfen, als auch Snowboarden, als auch Skaten auf einem gleichmäßigen und hohen Niveau praktizieren, kenne ich eigentlich kaum.
Das beste Training fürs Surfen ist und bleibt das regelmäßige Surfen. Bei 100 Surftagen pro Jahr kann man auch als Bewegungslegastheniker, wie ich einer bin, ganz ordentliche Ergebnisse abliefern. Wenn ich in den Bergen wohnen würde, würde Surfen wohl eher zu dem gehören, was ich gerne können würde.
Molengespenst
TeilnehmerWas ist mit dem, der sich sonst in der Freizeit auf ein Skateboard und/oder Snowboard stellt und gerne nebenbei seinen Bahnen im Hallenbad oder See zieht und dass seit frühester Kindheit?!
Grundsätzlich nicht verkehrt, aber bestimmt kein Garant, um aus dem Stegreif gutes Surfen zu praktizieren. Ich rolle das Feld mal von hinten auf und stelle fest, dass ich trotz regelmäßigen Surfens z.B. auf Snow- und Skateboard der absolute Vollhonk bin. Beim Schwimmen hingegen profitiere ich durch das regelmäßige Paddeltraining und bin nach wie vor „nur“ etwa 10-15 Sekunden langsamer als meine damalige Bestzeit über 100m Freistil von vor 20 Jahren. Im Umkehrschluss sollte regelmäßiges Schwimmen also gut sein, um lange Paddelpausen zu überbrücken, Snow- und Skateboarden hingegen haben mit dem Surfen nicht viel gemein.
Molengespenst
TeilnehmerVielleicht könnt ihr eure „Surfkarriere“ kurz beschreiben mit den jeweiligen Aufenthalten (wie lange und wo) und den erreichten Fortschritten….
Grundvoraussetzung ähnlich wie bei dir: 6 Wochen Urlaub pro Jahr, die selbstverständlich ausschließlich fürs Surfen verplant werden. Entweder 2×3 Wochen oder 3×2 Wochen, oder 1×2 und 1×4 Wochen, … kleiner Unterschied: An den Wochenenden surfe ich auch auf Nord- und Ostsee. Dort kann es manchmal gut sein, der „Daily Surf“ ist aber eher schwabbeliger und druckloser Natur und kann auch mal für ein paar Wochen ausfallen. Wenn ich auf über 100 Surftage im Jahr komme, ist das schon viel. Wenn du wissen willst, wo und wie ich an Wochenenden und im Urlaub gerne surfe und was für Boards ich zur Zeit benutze, dann check mein Profil und meine Bilder.
Das Tudor-Video gefällt mir ausgesprochen gut. Ein hervorragender Improvisateur. Ich tue mich mit Crowds immer schwer und hätte bei den Bedingungen arge Bedenken, jemanden über den Haufen zu semmeln.
Es müssen auch nicht immer große, schnelle Wellen, kurze Bretter und gesurfte Barrels sein, Noserides machen Spaß und sind auch für einen Kontinentaleuropäer drin:
[video]http://www.youtube.com/watch?v=oDEFYQa9Y0M
Molengespenst
TeilnehmerGlückwunsch!!! Dann wohnst du ja jetzt in der deutschen Stadt mit den meisten Surfspots in einem Umkreis von 350km und der größten Surferdichte. Wenn sich da nichts finden lässt…
Molengespenst
TeilnehmerScheint so, als ob Surfbabe eine Menge negativer Erfahrungen mit SUPlern gesammelt hat. Auf jeden Fall kann ich viel Frustration aus dem Beitrag herauslesen. Auch mir ging es mal ähnlich.
Ich weiß, wie das ist, wenn an einem Pointbreak plötzlich nicht nur ein SUPler, sondern gleich fünf oder noch mehr von denen auftauchen. In der Regel ist der Surf dann für alle anderen an dem Spot beendet. Ich sehe dann zu, dass ich zumindest noch eine gute Welle an den Strand kriege. Das ist ein Phänomen, das ich in den letzten Jahren immer häufiger beobachtet habe.
SUP ist ein Trend, der nun auch in unsere Breiten geschwappt ist und sich auch hier nicht mehr aufhalten lässt. Leute fangen aus den unterschiedlichsten Gründen mit SUP an. Für Windsurfer und Kiter, die von Natur aus ja auch ein gutes Gleichgewichtsgefühl mitbringen, ist das relativ schnell zu erlernen und der perfekte Flautenspaß. Für Surfer, die chronische Takeoffprobleme haben, ist das quasi die letzte Möglichkeit, auch stehend an Wellen zu kommen. Surfer, denen es an Übersicht mangelt, werden von weiter oben schnell die Vorteile erkennen und für sich nutzen können. Surfer, deren Homespots vergleichsweise langsame, schlappe aber zumindest saubere Wellen von nicht mehr als 1-2ft haben, werden dort wohl kaum ein Shortboard surfen.
Ich finde, man sollte es zumindest mal selber ausprobiert haben, um mitreden zu können. Meine Erfahrung von der einen Session hatte ich an anderer Stelle mal detailliert zusammengetragen:
Erster Eindruck…
Ganz schön wackelige Angelegenheit und gar nicht so einfach, damit geradeaus zu paddeln. Nach 20 Minuten mehr neben als auf dem Board hatte ich das Stehen und das Paddeln einigermaßen raus.Das erste Set…
Schon sehr früh konnte ich am Horizont ein Dreier-Set ausmachen. Schnell Richtung und Geschwindigkeit der ersten Setwelle extrapoliert und an den mutmaßlichen Peak gerudert stand ich nun da und wartete auf die erste Setwelle. Auf der Stelle kriegt man das Board nur gedreht, wenn man beherzt einen Schritt nach hinten tätigt. Nach erfolgreicher Drehung sollte man beim Anpaddeln natürlich wieder einen Schritt nach vorne wagen. Das vergaß ich natürlich, die Welle schwabbelte unter mir durch und ich landete mal wieder im Wasser. Na toll…Mittlerweile hatte sich schon eine handvoll Schaulustige am Strand eingefunden, um sich von meinen nicht vorhandenen SUP-Skillz bespaßen zu lassen.
Das zweite Set:
Wieder sah ich schon sehr früh, was denn wohl demnächst genau wo anpaddelbar sein würde. Sitzenderweise auf welchem Board auch immer hätte ich das Set nie so schnell erkannt, geschweigedenn wo ich hinzupaddeln hab, um es abzugreifen. Wie dem auch sei, dieses Mal war ich vorgewarnt, wollte mich nicht nochmal zum Horst machen, drehte das Board mit einem beherzten Schritt nach hinten, latschte wieder einen Schritt nach vorne und fing an zu Paddeln. Zwei links, zwei rechts, hinten liftete sich das Heck kurz an und das gesamte System nahm ohne weitere Kraftanstrengung an Fahrt auf. Wie einfach war das denn bitte? Timing ist alles…
Regelmäßiger Abstand der Sets zueinander synchronisiert mit vorausschauendem abwechselndem Paddeln zu den zwei Peaks ließ bei mir danach schnell eine Art Fluss entstehen, der mich ohne größere Pausen rauspaddeln und abwechselnd von dem einen oder anderen Peak aus wieder reinsurfen ließ. Dabei hätte ich fast übersehen, dass mittlerweile ein Stockwerk tiefer zwei weitere Surfer das „Lineup“ geentert hatten und auch surfen wollten.Immer in Bewegung bleiben…
Diese neue Situation erforderte ein Umdenken. Einfach so stehen bleiben und warten gestaltete sich mit dem SUP überaus schwierig. Ich musste irgendwie das Board in Bewegung halten, damit es nicht instabil wird. Also paddelte ich hin und her und letztendlich vorausschauend zum zukünftigen Peak hin, um mir eine Setwelle zu schnappen. Für den sitzenden Longboarder schräg vor mir muss das frustrierend gewesen sein, da er erstens das Set erst erkannte, als ich schon die erste Welle davon anpaddelte, er zweitens in diesem Augenblick erst realisierte, dass er völlig falsch saß und er drittens die Welle von dem Punkt, wo ich sie anstartete, sowieso nie im Leben mit seinem Board bekommen hätte.Ich hatte genug, überließ den anderen die Spielwiese und war mir plötzlich über mehrere Dinge klar…
Die passenden Bedingungen vorausgesetzt ist man mit einem SUP haushoch überlegen gegenüber sämtlichen anderen mit Muskelkraft betriebenen Wellenreitvehikeln. Man hat als Stehender den perfekten Überblick übers Lineup. Man kann Sets vor allen anderen Sitzenden erkennen, kann schnell und gut einschätzen, wo sie mit dem SUP anpaddelbar sind und zum mutmaßlichen Peak irre schnell hinpaddeln, noch bevor man als Sitzender das Set überhaupt wahrgenommen hat. Man hat einen guten Überblick darüber, wer im Lineup richtig und wer falsch sitzt. Man kommt schnell in eine Art Fluss, sucht den Horizont permantent nach Sets ab, identifiziert den möglichen Peak, snaked (da haben wir das böse Wort!!!) dorthin, greift sich vor allen anderen das Filetstück, surft rein, paddelt raus, und surft sich so in eine Art Rausch, in dem man gerne vergisst, dass man nicht alleine im Lineup ist. Man muss mit dem SUP immer in Bewegung bleiben, sonst wird es unentspannt. Das schürt den Hass der Sitzenden auf einen, und man wird schnell als Snaker identifiziert. SUPen ist sehr einfach zu lernen. Wer einigermaßen das Gleichgewicht halten kann, mit Boardsport an sich vertraut ist, und einigermaßen Wellen lesen kann, der wird nach kurzer Eingewöhnungszeit erste Erfolgserlebnisse haben.Wer dem Rausch verfällt, der wird sich in der Surferszene schnell ziemlich unbeliebt machen.
Spaß gemacht hat es, aber es wird nie das Surfen für mich, so wie ich es kenne, ersetzen können. Wie ein Shortboarder, der sein Longboard nur dann aus dem verstaubten Boardbag holt, wenn es mit dem Kurzen ums Verrecken nicht mehr geht, würde ich nur dann aufs SUP steigen, wenn es selbst mit dem Longie keinen Sinn mehr macht.
Molengespenst
TeilnehmerIch hab seit 4 Jahren das Fernglas von Lidl für 18 €uro im Auto. Das reicht völlig aus.
Molengespenst
TeilnehmerTief „Joachim“ im Süden, Tief „Hergen“ im Norden, und wir dazwischen im Sturmsandwich mit schönen Wellen und keinem Wind an der dänischen Westcoast. Wir suchten uns einen Wolf, aber letztlich zeigten uns die Möwen den Weg.
14. Dezember 2011 um 20:14 Uhr als Antwort auf: Sich bildendes Tief vor Neufundland, Eure Einschätzung #29204Molengespenst
TeilnehmerBevor unser kleines Tief in Vergessenheit gerät, die Ir(r)en hatten ein gutes Timing:
Molengespenst
TeilnehmerMit dem Walden Mini Magic hab ich persönlich keine Erfahrung, sieht vom Shape her aber verdächtig nach Mini-Longboard bzw. Magic Carpet oder Egg aus.
Die Beschreibung auf der Seite mal frei nach Google ins Deutsche übersetzt:
Das ist kein Anfängerboard, für Dich sollte der aber ok sein, da Du ja mit einem Minimalibu schon Erfahrung hast.
Molengespenst
TeilnehmerAuch ich muss mich outen, indem ich zugebe, dass ich es zumindest schon mal ausprobiert habe. Letzten Sommer in Dänemark habe ich mir mal ein SUP (Marke leider vergessen) ausgeliehen. Es war 12’6″, auf der gesamten Länge ziemlich breit und in 1 Fuß Restdünung überraschend, ja fast erschreckend einfach zu Handhaben. Die Vorteile (bessere Übersicht, besseres Angleiten, besseres Durchgleiten) konnte ich im Grunde sofort für mich nutzen.
Ich muss zugeben, dass es mir Spaß gemacht hat. Dass man dabei Muskeln benutzt, die man sonst nie beansprucht, habe ich in den darauffolgenden 3 Tagen gemerkt. Eventuell werde ich mir fürs Flachwasser mal eins holen, einfach um noch mehr Zeit auf dem Wasser verbringen zu können, aber komplett umsteigen werde ich mit Sicherheit nicht.
-
AutorBeiträge
