xavier rudd

Xavier Rudd Interview

Xavier Rudd ist in Deutschland noch nicht sonderlich bekannt. Der sympatische Australier hat mit “Food in the belly” gerade sein 6. Album veröffentlicht. Sein besonderer Stil macht es echt schwer ihn zu kategorisieren. Seine Mischung aus Folk und leichtem Rock machen ihn echt einzigartig. Das beste ist Ihr macht Euch selbst ein Bild. Wir haben Xavier zu einem Interview während seiner Tour in Köln getroffen und mal ein paar Fragen zum Surfen und seiner neuen Platte gestellt.

Hallo Xavier, ich habe gerade gehört das Ihr gestern ein Konzert in Holland hattet und auch surfen wart.

Xavier: Ja, wir waren mit ein paar Leuten surfen. Wir haben unsere Boards auf Tour immer dabei. Es war zwar klein, aber es hat Spass gemacht.
Soul-Surfers: Ihr hättet letzte Woche da sein sollen. Da hat es echt ordentlich geschäppert.
Xavier: Ja, ich habe davon gehört. Was mich wirklich überrascht hat war, dass das Wasser doch relativ warm war.

Ok, ein paar Fragen zu Deinem neuen Album. Food in the belly ist Dein 6. Album und Du hast es in Kanada aufgenommen. Zuvor hast Du bereits 2 live Alben in Kanada gemacht. Was gefällt dir an Kanada so?

Xavier: Ich bin jetzt schon seit ein paar Jahren in Kanada unterwegs und ich liebe Kanada, meine Frau kommt dort her. Ich habe halt eine Verbindung zu diesem Land. Ich weiss gar nicht warum ich die Platten alle dort aufgenommen habe. Ich toure 8 Monate im Jahr und habe nicht viel Zeit neue Sachen aufzunehmen. Und ich war halt gerade in Kanada, als ich Zeit hatte Food in the belly aufzunehmen

Lebst Du denn jetzt in Kanada oder Autralien.

Xavier: In Autralien, ich habe nie in Kanada gelebt.

Ich habe das aber mehrfach gelesen.

Xavier: Ja, viele Leute glauben das, ich weiss aber nicht warum.

Warum wurde Food in the belly erst ein Jahr nach Australien in Europa veröffentlicht.

Xavier: Es gab da einige Probleme mit den Plattenfirmen, deshalb hat es leider etwas länger gedauert.

Beim Hören Deiner neuen Platte habe ich ein bisschen das Gefühl das man einen Spiegel vorgehalten bekommt und danach ein bisschen besser entscheidet was einem im Leben wichtig ist und was nicht. War das deine Absicht?

Xavier: Das ist ein nettes Kompliment. Ich freue mich darüber. Ich glaube meine Musik ist ein Abbild von meinem Leben und meiner Reise. Ich mag es mich mit Musik auszudrücken, das habe ich schon immer gemacht seitdem ich ein kleiner Junge war. Manchmal bekommen Leute ihren eigenen Zugang zu meiner Musik auf ihrer eigenen Reise. Das finde ich wirklich toll.

Ich mag den Gitarrensound den du in “the letter” hast. Hört sich ein wenig wie eine Steelguitar an.

Xavier: Ja, es ist eine Weissenborn Gitarre. Ich habe viele von denen. Danke, Mann. Das sind wunderschöne Instrumente. Sie werden Hand gemacht in Autralien aus “blackwood”. Henry Weissenborn, der die Fima gegründet hat, ist sogar ein Deutscher aus den 30ern.

Du hast bei den Aufnahmen zu Deinem neuen Album viele alte Intrumente benutzt. Ist da irgendwas besonderes dabei, was Du gerne erwähnen würdest?

Xavier: Viele intrumente die ich spiele, sind alt. Wir hatten eine Hammond Orgel im Studio, die seit 25 Jahren nicht mehr gespielt wurde. Von vielen “Metall”-Intrumenten mussten wir erst den Rost entfernen, bevor wir sie gebrauchen konnten. Das klingt dann alles ein wenig anders, ich mag das.

Du nimmst deine Platten immer live auf. Magst Du diesen ganzen Digital Schnick Schnack nicht? z.B erst die Drums aufnehmen, dann die anderen Instrumente.

Xavier: Nein, das kann ich nicht. Bei mir arbeitet alles zusammen. Ich muss immer alles gleichzeitig machen. Ich nehme eine Perfermance auf. Es ist einfach, digitale Effekte zu nutzen und alles nachzubearbeiten, aber ich mag das nicht.

Jetzt noch ein paar Fragen übers Surfen. Erstmal, was für ein Board fährst Du? Ein Longboard, Shortboard oder doch eher nen Retro-Fish?

Xavier: Ich fahre alles, ich mag Fishe. Ich habe ein channel Island singelfin 6’1”. Das macht echt Spass, ich habe aber auch ein twinfin. Aber ich habe ganz verschieden Bretter. Ich habe auch einige 6’6”, aber im Prinzip wechsele ich die Boards wie Unterwäsche.

Was ist denn Dein Liebligsspot? Ich habe gelesen Du hast eine tiefe Verbindung zu Bells Beach.

Xavier: Ja, ich bin dort aufgewachsen. Ich bin auch schon an vielen unglaublichen Surfspots gewesen. Zum Beispiel: Mentawai, Malediven, Neuseeland, und eine ganze Menge andere, aber zu Hause in Bells ist immer etwas besonderes für mich.

Gehst Du lieber mit Freunden surfen, oder einem guten Tag alleine in ein leeres lineup?

Xavier: Beides, manchmal mag ich es alleine zu sein, aber ich surfe auch gerne mit Freunden, kommt immer drauf an.

Du schon in Europa surfen.

Xavier: Ich war in Hossegor und natürlich gestern in Holland, das wars bis jetzt.

Warst Du schon in Kanada surfen, wo Du ja so mit dem Land verbunden bist. Vielleicht auf Vancouver Island oder den Great Lakes?

Xavier: Nein, ich habe leider bis jetzt noch nie die Gelegenheit gehabt. Ich habe aber grossartige Bilder von den Great Lakes gesehen. Immer wenn ich auf Vancouver Island an der Küste war, waren die Wellen zeimlich klein, ich würde gerne mal dort surfen. Das Wasser ist zeimlich kalt.

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