Paulsen Surf Garage

Paulsen Surf Garage

von Soul-Surfers

Mit Paulsen Surf Garage, haben wir den ersten österreichischen Vertreter in Unserer Kategorie “6 Fragen an” lokale Shaper. Lest was Paul bewogen hat sein Projekt zu gründen und auf welche Technologie er setzt.

Seit wann gibt es Paulsen Surf Garage?
Aloha, ich bin Paul und habe 2018 die Paulsen Surf Garage in Tulln bei Wien gegründet. In den letzten Jahren hat sich viel getan und einstweilen verbringe ich einen Großteil meiner Zeit in der Garage beim Shapen.

Warum hast Du Paulsen Surf Garage gegründet?
Als ich vor 6 Jahren das erste Mal in Fuerteventura surfen war, kam ich so stoked zurück, dass ich am liebsten gleich im Flieger sitzen geblieben wäre, um wieder zurück nach Fuerte zu fliegen. Zurück in Österreich, wusste ich, dass ich eine Alternative zum Wellenreiten finden will, die es mir möglich macht diesem Gefühl von Surfen auch in Österreich möglichst nahe zu kommen. Eine Dokumentation über den Eisbach in München hat mich damals aufs Riversurfen aufmerksam gemacht. Nachdem ich das Internet nach Surfboards durchsucht habe, stolperte ich über ein DIY Projekt und war total hooked. Ich beschloss mir also mein eigenes Board zu bauen. Ich habe immer schon gerne handwerklich gearbeitet und am liebsten alles selbst gebaut. In meinem früheren Beruf als Flugzeugtechniker, habe ich da auch einige Erfahrungen sammeln können. Als ich dann alle Materialen zusammen hatte und unzählige Stunden vor Büchern und Blogs verbracht habe, war das erste Surfboard geboren.
Und ja, es macht richtig Spaß als Landlocked Shaper zu arbeiten =)

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Mit welcher Technologie baust Du Boards?
Meine Surfboards haben einen EPS (Styropor) Kern und ich freu mich sehr diese lokal einkaufen zu können. Die Kerne sind besonders druckfest und wasserresistent. Das heißt, bei einem Ding zieht es nur Wasser rund um die Beschädigung und dringt nicht tiefer in das Board ein. Weiters haben meine Boards keinen Stringer. Daher lege ich ein großes Augenmerk auf die Verarbeitung hochwertiger Verstärkungsmaterialien (Carbon, Basalt, Kunststofffasern etc.). Besonders bei den Boards für schnelle, kräftige Flusswellen, lieben meine Kunden den Pop der aus der Bauweise entsteht.
Die Boards sind alle Eco-Board Level 1 zertifiziert. Das liegt vor allem an der Verarbeitung von hochwertigen Epoxidharzen mit recycelten und biologischen Bestandteilen. Es ist mir wichtig, trotz des negativen Impacts bei der Entsorgung eines Surfboards, so nachhaltig wie möglich zu arbeiten.

Welches Board Model ist Dein Bestseller?
Das kann man allgemein so nicht sagen. Jedes Board ist customized und unique im Design.
Dieses Jahr haben wir jedoch viele Boards für die Citywave und zum Wakesurfen produziert. Daraus haben sich zwei Besteller herauskristallisiert.
Das Citypro Modell für die Citywave, das auch bei der ÖM im September dabei war und mit Kathi Hörhan den 3. Platz der Open Women belegt hat. Dieses Board ist ziemlich aggro und sehr agil.

board


Und unser Skim-Pro Modell zum Wakesurfen. Drehfreudig, schnell und super kontrollierbar.

Mittlerweile bin ich sehr stolz ein Quiver für Meer, Fluss und zum Wakesurfen entwickelt zu haben, welches sehr viel Spaß macht und auch richtig Performance liefert. Das wäre natürlich nicht ohne dem Feedback meiner Teamrider und Freunde möglich gewesen. Aktuell sind wir auch dabei am Neusiedlersee Prototypen für Directional-Kiteboards zu entwickeln da wird sich im nächsten Jahr bestimmt auch einiges tun.

Kann man bei Dir Custom shapes bekommen?
Ausschließlich. Jeder Shape ist customized und jedes Design einzigartig. Es gibt zwar das Quiver. Dieses soll jedoch nur ein Anhaltspunkt und Hilfestellung, zur Wahl des richtigen Surfboards sein.
Jedes Board bekommt ein einzigartiges Custom-Design. Kein Design wird doppelt produziert. Welches Design, ist dabei der Surferin/Surfer frei überlassen. Entweder ein eigenes oder ich arbeite auch gern eines zusammen aus.
Mittlerweile haben sich, durch die langjährige Erfahrung, ein paar Shapes rauskristallisiert die besonders gut gehen und diese werden wir in Zukunft sicher auch stärker in den Vordergrund stellen. Bis jetzt war allerdings jedes Board ein Custom Shape und das ist auch meine Leidenschaft.

Was sollte man sonst noch über Paulsen Surf Garage wissen?
Neben dem Shapen neuer Surfboards, reparieren wir auch Dings jeglicher Art. Vor allem wird jedem Board ein Chance gegeben und mittlerweile wurden einige Boards schon refurbished.
Aufgrund der Einzigartigkeit der Surfboards betragen die Lieferzeiten 5-7 Wochen. Im Sommer, aufgrund der hohen Auslastung, bei 6-8 Wochen. Daher sollte man sich schon im Winter Gedanken über ein neues Surfboard machen. Nächstes Jahr wird es limitierte Auflagen bestimmter Shapes geben, um der Auftragslage gerecht zu werden.
Nicht zu vergessen ist das Paulsen Apparel. Hoodies, Pullis, Shirts aus Bio-Baumwolle und vieles mehr ist im Webshop erhältlich.

apparel
Alle Fotos: Sabine M. Probst

Aja eins noch, seht euch die Doku „landlocked shaper“ von Sabine M. Probst über Paulsen Surf Garage an.
Daher stay tuned und stay stoked!

www.paulsensurfgarage.com

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