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Start › Foren › Surfboards und Zubehör › Surfboards und mehr … › Der "An was plane ich/arbeite gerade"-Thread

  • Dieses Thema hat 125 Antworten sowie 9 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 5 Jahren, 11 Monaten von Olddude aktualisiert.
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  • 27. Februar 2020 um 10:42 Uhr #315032
    Olddude
    Teilnehmer

    http://forums.delphiforums.com/surfersover50/messages/?msg=162.1

    27. Februar 2020 um 13:10 Uhr #315033
    MiWi
    Teilnehmer

    Schade, dass im Forum insgesamt so tote Hose ist.
    Hier mal ein paar Bilder meiner letzten Bretter….

    Meine „fungun“ / mein „gunny-egg“ ist fertig, hat ne versteckte Wandhalterung im Wohnzimmer bekommen und ist auch schon 2 mal gesurft worden, bin sehr zufrieden mit dem Brett.

    fungungloss
    fungun

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    1. fungungloss.jpg

    2. fungun.jpg

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    Marco Manuel, Olddude
    27. Februar 2020 um 13:11 Uhr #315037
    MiWi
    Teilnehmer

    Dann hab ich noch diesen B3 Bonzer gebaut (6.6*20.5)
    Goldenes glassing, bronzefarbener fillcoat:

    gold00
    gold01
    gold03
    gold04
    gold05

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monaten von MiWi geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monaten von MiWi geändert.
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    1. gold00.jpg

    2. gold01.jpg

    3. gold03.jpg

    4. gold04.jpg

    5. gold05.jpg

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    Marco Manuel, Olddude
    27. Februar 2020 um 13:14 Uhr #315044
    MiWi
    Teilnehmer

    Dann hab ich noch diesen Twin+Trailer in 6.2×21 gebaut.
    Epoxy ist eigentlich nicht wirklich gut für swirls geeignet. Und meine Skillz sind für sowas auch nicht gut genug.
    Mein Kumpel hat mich aber ermutigt, es einfach mal zu probieren.
    Das ist dabei rausgekommen.

    swirl1
    swirl2

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    1. swirl1.jpg

    2. swirl2.jpg

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    Marco Manuel, Olddude
    27. Februar 2020 um 13:15 Uhr #315048
    MiWi
    Teilnehmer

    Und aktuell entsteht gerade ein 5.10er Fish.
    Klassisches glassing und klassisch mit leashbridge.

    fish01
    fish02

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monaten von MiWi geändert.
    Anhänge:
    1. fish01.jpg

    2. fish02.jpg

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    Olddude
    28. Februar 2020 um 8:35 Uhr #315053
    Olddude
    Teilnehmer

    Super, auf den Bilder eine Augenweide!
    Langsam musst Du Dir Gedanken machen, ob Du nicht besser irgendwo am Atlantik oder noch besser besser an einer warmen Meeresküste (nein, ich vergas, Dir macht ja kaltes Wasser wenig aus) aufgehoben bist, um dort ein surfendes Leben, finanziert durch Brettbau zu führen 🙂 (Achtung, Ironie, zumindest ich würde die Freude am Brettbau mittelfrsitig verlieren, wenn ich davon leben müsste)

    So ein gunny-egg würde mich auch reizen, aber ich bau jetzt erst mal mein Longboard.

    Wozu ein Fisch gut ist, ist mir relativ klar; eigentlich für ziemlich alles 🙂
    Aber was versteckt sich hinter einem Twin Trailer und letztlich auch hinter einem Bonzer, bzw. welche Eigenschaften sind dort besonders oder für was, repektive wen, sind die gut geeignet?

    28. Februar 2020 um 9:55 Uhr #315061
    MiWi
    Teilnehmer

    Mist, jetzt habe ich gerade mehrfach eine längere Antwort getippt und das Forum verschluckt die beim Absenden einfach…merde. (sowohl firefox, wie auch edge)
    Ich probiere es mit ner Kurzfassung

    Olddude schrieb:

    Achtung, Ironie, zumindest ich würde die Freude am Brettbau mittelfrsitig verlieren, wenn ich davon leben müsste

    Genau. So ist das bei mir auch. Geld/Zwang killt Leidenschaft.
    Deswegen no way. Abgesehen davon bin ich dafür nicht gut genug und nicht schnell genug.<br style=“mso-special-character: line-break;“ /><br style=“mso-special-character: line-break;“ /><u></u>

    28. Februar 2020 um 9:57 Uhr #315062
    MiWi
    Teilnehmer

    Twin:
    Das hier ist nen Brett für Holland. Gutes Volumen, wendig, schnell.
    Ich mag twins insbesondere auch in Verbindung mit round oder pintails sehr, u.a. weil die für mich extrem schnell sind direkt nach dem Start, dabei aber trotzdem einfach voll allround tauglich. Im Dezember habe ich eine Woche Supertubos gesurft und da war es sehr offensichtlich. Habe mehrmals in Sessions zwischen nem pintail twin und nem anderen baord gewechselt (ähnliches Volumen, ähnlcihe outline). Supertubos lief bzgl. Größe und Speed am Limit meiner Fähigkeiten. Mit dem Twin habe ich es nahezu immer in die Welle geschafft, war früh genug dran, schnell genug um unter die Lippe / ins Barrel zu kommen und auch öfter schnell genug, um wieder raus zu kommen. Mit dem anderen board war ich zu spät dran und nach dem takeoff kam ich zu langsam auf speed. Bin dann entweder sofort abgeräumt worden, oder wenn es mal geklappt hat, einfach nicht wieder rausgekommen aus dem barrel.
    <br style=“mso-special-character: line-break;“ /><br style=“mso-special-character: line-break;“ />
    <u></u>

    28. Februar 2020 um 10:01 Uhr #315065
    MiWi
    Teilnehmer

    Bonzer:

    Ich mag das feeling. Single mit Lachgaseinspritzung. Auf dem rail/durch turns hat das nen drive, das hat mich vor Jahren süchtig gemacht und nie losgelassen.
    Die bottomturns von Russel Short sagen denke ich alles.
    Scheinbar zickt das Forum wegen der eingefügten Vimeo links.
    Google mal nach Russ Short Mexico 77

    Der Bonzer wird Ende diesen Jahres 50 Jahre alt.
    Ist nach wie vor ein extrem gutes und zeitgemäßes setup und war seiner Zeit einfach komplett voraus.

    Ich habe gestern ein neues blank für mich geklebt. Wieder ein B5 Bonzer, Russ Short inspiriert. Als travelboard, 7.0 x 21 in etwa.

     

    1 Benutzer dankte dem Autor für diesen Beitrag.
    Olddude
    1. März 2020 um 8:20 Uhr #315066
    Olddude
    Teilnehmer

    Danke für den Russel Short Tip. Sieht wirklich extrem schnell aus. Wüsste ich aber nicht, dass sich darunter ein Bonzer Setup befindet, hätte ich auf Single Fin getippt, zumindest ist der Surfstyle relativ ähnlich.
    Zurück zum blauen Holland Twin, du schriebst oben „Twin and Trailer“;
    Twins kenne ich von MR, was hat es mit dem „Trailer“ auf sich?

    Falls mein Longboard fertig ist, versuche ich mich vielleicht mal and einem Twingle, da dürfte ein Single Fin 70 Outline mit einem etwas breiteren Tail auch gut passen, oder ähnlich Deinem Fun-Gun, Funny Egg

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monaten von Olddude geändert.
    2. März 2020 um 8:44 Uhr #315068
    MiWi
    Teilnehmer
    Olddude schrieb:

    Wüsste ich aber nicht, dass sich darunter ein Bonzer Setup befindet, hätte ich auf Single Fin getippt, zumindest ist der Surfstyle relativ ähnlich.

    Klassischer Surfstyle, klar. Nen Bonzerbottom ist für mich immer sehr leicht von ner single zu Unterscheiden. Sehe ich im lineup immer sofort an den Bottomturns und auch wie das Wasser das abgewandte rail verlässt.

    Olddude schrieb:

    Falls mein Longboard fertig ist, versuche ich mich vielleicht mal and einem Twingle, da dürfte ein Single Fin 70 Outline mit einem etwas breiteren Tail auch gut passen, oder ähnlich Deinem Fun-Gun, Funny Egg

    Ja, twingles oder erst recht Duos mögen etwas breitere Tails, als Singles.

    Olddude schrieb:

    Zurück zum blauen Holland Twin, du schriebst oben “Twin and Trailer”; Twins kenne ich von MR, was hat es mit dem “Trailer” auf sich?

    Ist ne kleine Centerfinne. Surft sich aber nicht wie nen Thruster, hat die Charakteristik eines Twin, eliminiert den manchmal vorhandenen „toten“ spot in der Mitte. Ich surfe die meisten Bretter ohne. Je nach tailform und je nach Welle kann das aber ne nette Option sein.
    Twin+Trailer

    Wenn man z.B. nen unruhigen Beachbreak hat und oft längere „kaputte“ Sektionen mit Weißwasser drin hat, ist son trailer machnaml ganz nett.
    Mein neuer Bonzer wird auch nicht wirklich nen Bonzer, sondern nen Zinger. (ist quasi nen Zwitter, damal von Albert ACE Elliot bei Eaton erdacht) Der bekommt auch nen plug für nen trailer. 90% der Zeit wird es ohne netter sein. Aber ist immer ne schöne Option. (sagt Ace im Übrigen selber auch)

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monaten von MiWi geändert.
    2. März 2020 um 8:56 Uhr #315070
    MiWi
    Teilnehmer

    „Zingerella“ hab ich gestern grob zurechtgehauen. 7’0 x 21 in etwa.

    Zingerella01-1
    Zingerella02
    Zingerella03
    Zingerella04
    Zingerella05

    Zinger sind Bonzer bottoms, die vorderen runner sind auch wie Bonzer runner (also 20° cant), die hinteren sind aber halt Twins statt des zweiten Satz runners eines B5.  Originale Zinger hatten keine Traileroption, Ace hat das später gerne gemacht und ich werde auch nen plug einlassen.

    Ist so nen Gen-Mischmasch aus Bonzer unt Twinzer. Die vorderen runner wirken ähnlich wie canards bei Twinzer. Beeinflussen also den „angle of attack“ bzw. das Anströmungsfenster für die Twinfinne.

    Das alles zusammenhängt und verschmilzt und auch immer wiederkommt, sieht man an den Arbeiten von Tim Stafford (viele asym Bonzer, dabei die Mittelfinne auch in Keels/Twins railnah aufgelöst) und auch Ryan Lovelace mit seinm FM (Twins eingerückt und canards davor).

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monaten von MiWi geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monaten von MiWi geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monaten von MiWi geändert.
    Anhänge:
    1. Zingerella02.jpg

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    1 Benutzer dankte dem Autor für diesen Beitrag.
    Marco Manuel
    2. März 2020 um 15:01 Uhr #315080
    Olddude
    Teilnehmer

    Krass, super und Danke!
    Wenn es einen Mastertitel „Surfbrettdesign und historische Entwicklung“ geben würde, hättest Du ihn verdient!
    Mich würde mal interessieren, ob ich an einem nicht existenten „Standard“-Brett die Unterschiede der verschiedenen Finsetups spüren würde, oder ob das ganze am Schluss doch eher nur eine Art Präferenzsache ist. Andererseits ist schon das Verschieben einer Singlefin um 1 inch spürbar… Am Schluss sind es halt unendlich viele Parameter, Anzahl, Höhe, Winkel, Foil und wer super wirklich surfen kann (ich definitiv nicht), dem langt ein Stück Styropor… (ab ca 1:00)

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    1 Benutzer dankte dem Autor für diesen Beitrag.
    Marco Manuel
    3. März 2020 um 7:12 Uhr #315081
    MiWi
    Teilnehmer

    Ja, Burch auf der Styroplatte ist eh mega. Ich mag eh, wie er in Videos/übers Netz rüberkommt. Wirk extrem sympathisch und mich faszinieren seine Ansätze.

    Ich kann nicht gut surfen. Aber nach Meinung einiger Leute ist zB gerade dann etwas „out of the box“ wie zB ein Asym sinnvoll. Ein Pro kann mit allem surfen, passt sich an alles an. Otto Normal Urlaubssurfer profitiert meiner Meinung nach deutlich mehr davon ein Brett zu haben, was ihn bestmöglich unterstützt. Viele unterscheidliche Bretter helfen mir, bei fast allen Bedingungen ins Wasser zu können und dadurch viel zu lernen.

    Und klar, persönliche Präferenzen sind das eh immer bei Finnensetups. Es funktioniert sehr vieles. Fühlt sich halt anders an.

    Bei mir ist das komisch. Ich merke bei Thrustern und Quads echt sehr wenig Unterschiede, was rake und foil der Finnen angeht. Surfe das aber auch einfach nicht oft genug und nicht gut genug.

    Bei meinen Bonzern ist 1/4″ Hauptfinnenposition für mich wiederum blind spürbar, das ist so die maximal range die man da verschiebt (+-).
    1/4″-1/2″ sind bei Singles und Singles+Sidebites für mich sehr deutlich und so die Range in der ich meist maximal verschiebe.
    1″ sind für mich Welten. Die range brauche ich nie, das sieht beim Hingucken schon falsch aus dann und surft sich dann auch so für mich.
    Alles auf Boards im Bereich 6-8 Fuß bezogen. Longsboards sind da sicher anders, größere range. Kenne ich mich nicht mit aus.

    Bei Twins bin ich auch komischerweise sehr feinfühlig. Habe immer 4 Sätze Finnen dabei. Ich merke da deutlich die Einflüsse von Fläche, base, height, foil, rake, und auch tabs 1/4″ vor oder zurück positioniert am fintemplate. Warum auch immer.

    Am Ende macht mir das ausprobieren und Horizont erweitern Spaß. Und nur darum geht´s mir beim bauen und im Wasser.

    Ich habe zB derzeit viel Vergnügen daran, dass ich Finsetups mittlerweile nicht mehr ausmessen muss beim layout. Das Auge sagt mittlerweile, wo es hin muss. Erst dann messe ich und notiere.
    Habe ich jetzt beim Zinger genauso gemacht. Da sehen 10mm vor/zurück falsch aus und es macht optisch „klick“ an der richtigen Stelle. Habe mit Ace über Instagram kommuniziert. Bei ihm ist das natürlich ne ganz andere Liga (denke er hat mehr als 10000 handshapes auf dem Konto / also er Championsleague, ich maximal Kreisliga), aber er guckte drauf und sagte nur „jau, passt so“
    Das hat mich gefreut.

    3. März 2020 um 7:27 Uhr #315082
    MiWi
    Teilnehmer
    Olddude schrieb:

    ob ich an einem nicht existenten “Standard”-Brett die Unterschiede der verschiedenen Finsetups spüren würde, oder ob das ganze am Schluss doch eher nur eine Art Präferenzsache ist.

    Ich habe es an mehreren Brettern deutlich gemerkt. Das hat mehrmals bei meinen miserablen surfskills den Unterschied zwischen „Welle surfen“ und „Wellen versemmeln“ gemacht.
    Oben die Erfahrung bzgl. Twin in Supertubos ist nur ein Beispiel.
    Ich hatte das vor 1-2 Jahren auf Fuerte schonmal genauso.

    Da lief es für meine damaligen skills recht groß (so 3m face aus der Erinnerung) und ich hatte eine Brett in der Art eines MR Twin bzw. eines Campbell Brothers Octafish dabei.
    Zunächst mehrmals als Bonzer gesurft. Beim takeoff immer etwas spät dran gewesen und mit dem anschließenden bottomturn auch nicht da hin gekommen, wo ich hin wollte (also nicht eng genug den turn gefahren und nicht hoch genug zur Lippe gekommen wieder).
    Das lag natürlich zu 99% an meinem Unvermögen. Das ist mir klar.
    Ich habe dann aber an zwei Tagen jeweils in der Session auf Twin bzw. Twin+Trailer umgebaut und schlagartig waren meine „Problemzonen“ verschwunden und ich hatte sehr viele sehr schöne Wellen.
    (seit dem bin ich auf dem Twin trip, weil das irgendwie einfach immer verdammt gut zu meiner Art zu surfen passt)

    octa

    So bin ich das dann gesurft (das ist ein oben erwähntes Twin+Trailer setup, in kleineren Wellen habe ich den Traielr dann immer rausgenommen)

    twintrailer

    Anhänge:
    1. octa.jpg

    2. twintrailer.jpg

    3. März 2020 um 8:56 Uhr #315086
    Olddude
    Teilnehmer

    Vielleicht sollte ich mich auch mal an einem Twin versuchen…; zumindest ist alles was Du schreibst für mich zu 100% nachvollziehbar.

    Ich denke immer, wenn ich so surfen könnte, wie die Jungs in den 60er oder 70ern, dann wäre das für mich ausserirdisch; und die hatten zunächst auch nur eine Finne. Dazu kommt, dass es schon gar nicht so einfach ist, eine Single Finbox korrekt einzusetzen (andererseits ist ein Fehler schnell korrigiert, und wenn er bleibt, schnell unbemerkt beim Fahren kompensiert), bei einem Quad etc. Setup, gäbe es dann bis zu 5 Fehlerquellen…

    Final müsste man einfach noch schneller lernen, bzw. einfach viel mehr surfen. Das fällt uns als Zentraleuropäer ohne einfachen Wasserzugang natürlich schwer. Letztes Jahr war ich ca. 4,5 Wochen, dabei gab es mind. 25% Tage entweder ohne, oder mit zuviel Wellen, an denen gar nichts ging, weitere 70% der Zeit waren surfbar; wenn es 5% richtig gute Bedingungen gab, war es viel. Und letztlich brauch man die guten Bedingungen, um selber voranzukommen.
    Mein Surfvermögen (immer noch unterstes Niveau) konnte ich bspw. im Senegal deutlich steigern, hüft- bis brusthohe Well(ch)en, aber da Reefbreak, eine wie die andere, alle am gleichen Punkt brechend. Das ist was ganz anderes als ein ständig waberndes Beachbreak. Die Konzentration ging dann von wo und wie krieg ich die nächste Welle hin zu, aha, wenn ich mich so bewege, macht das Brett das und das…

    Zurück zum Thema, mein Longboard macht leichte Fortschritte, das Deck ist vorbereitet und muss mit dem Bottom und Gerippe verklebt werden, wozu ich einen Helfer brauche, da das Auflegen des Decks ziemlich genau gemacht werden muss, um den Kleber (angedicktes Epoxidharz) nicht zu stark zu verwischen.

    1 Benutzer dankte dem Autor für diesen Beitrag.
    NatalieInvers
    5. März 2020 um 7:47 Uhr #315087
    Olddude
    Teilnehmer

    B48D3829-056B-405D-A0E9-3296CF357FBE

    Seit gestern abend ist das Deck drauf 🙂

    Bis jetzt macht es einen guten Eindruck, aber ausgespannt wird erst morgen!

    Anhänge:
    1. B48D3829-056B-405D-A0E9-3296CF357FBE.jpeg

    2 Benutzer dankten dem Autor für diesen Beitrag.
    Marco Manuel, NatalieInvers
    9. März 2020 um 11:29 Uhr #315092
    Marco Manuel
    Teilnehmer
    MiWi schrieb:

    Twin:
    Das hier ist nen Brett für Holland. Gutes Volumen, wendig, schnell.
    Ich mag twins insbesondere auch in Verbindung mit round oder pintails sehr, u.a. weil die für mich extrem schnell sind direkt nach dem Start, dabei aber trotzdem einfach voll allround tauglich. Im Dezember habe ich eine Woche Supertubos gesurft und da war es sehr offensichtlich. Habe mehrmals in Sessions zwischen nem pintail twin und nem anderen baord gewechselt (ähnliches Volumen, ähnlcihe outline). Supertubos lief bzgl. Größe und Speed am Limit meiner Fähigkeiten. Mit dem Twin habe ich es nahezu immer in die Welle geschafft, war früh genug dran, schnell genug um unter die Lippe / ins Barrel zu kommen und auch öfter schnell genug, um wieder raus zu kommen. Mit dem anderen board war ich zu spät dran und nach dem takeoff kam ich zu langsam auf speed. Bin dann entweder sofort abgeräumt worden, oder wenn es mal geklappt hat, einfach nicht wieder rausgekommen aus dem barrel.
    <br style=“mso-special-character: line-break;“ /><br style=“mso-special-character: line-break;“ />
    <u></u>

    Also bei aller Bescheidenheit, aber Supertubos surfen, gebarrelt werden und auch noch
    heile raus zu kommen….und dann immer noch zu behaupten, dass du nicht wirklich gut surfst ahahah. Das bringt mich irgendwie zum schmunzeln. Klar kommt immer drauf an, wie hoch man die Messlatte legt. Aber die Urlaubssurfer die ich so kenne, wurden alle noch nicht gebarrelt;-)

    9. März 2020 um 12:31 Uhr #315093
    MiWi
    Teilnehmer

    Waren auch meine ersten barrels. Und im Grunde lucky punches. Und ich hab dann bei sowas auch keine hohen wavecounts. Wann sich so viel Glück für mich wiederholt ist fraglich. Hab mich natürlich aber gefreut wie bolle.

    Gestern (Sonntag) war ein guter Basteltag.
    Das 7’0er midlength hat einen pearl-blauen fillcoat über das pastellgrüne glassing bekommen. (beim Schleifen des fillcoat kommt wieder mehr Pastellgrün raus demnächst)

    zingerella10
    zingerella11

    Während der fillcoat trocknete bin ich zum See und habe den Paddelmuskeln ein bisschen Feuer gemacht (und allgemein einfach ein bisschen Spaß im Wasser gehabt)

    paddletraining

    Und Nachmittags hab ich dann den gelben 6’1er fish auf Endfinish geschliffen (bis 400er nass). Der ist jetzt fertig.
    fish01
    fish02

    Leider alles kein Ersatz für Surfen. Aber es mindert die Entzugserscheinungen ein wenig.

    Anhänge:
    1. zingerella10.jpg

    2. zingerella11.jpg

    3. paddletraining.jpg

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    Marco Manuel, NatalieInvers
    9. März 2020 um 16:47 Uhr #315100
    Olddude
    Teilnehmer

    Schaut super aus! Sowohl das Midlength als auch der Fisch!

    Ich bin grad beim Aufbauen der Rails, das ist der von mir am wenigsten geliebte Part beim Holzbrettbau, viel Detailarbeit und am Schluß wird die Hälfte sowieso weggehobelt… dazu je nach Raildicke, bzw. Breite einige Lagen, diesmal genau 6! bis die geplanten 3cm Rails erstellt sind. Jede einzelne Lage muss verklebt werden, die Trockenzeit nervt, trotz schnellem PU Holzleim…

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monaten von Olddude geändert.
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    Marco Manuel, MiWi
    9. März 2020 um 20:16 Uhr #315103
    MiWi
    Teilnehmer

    Immer, wenn ich Bilder deiner schönen Holzwerkstatt sehe, bekomme ich auch viel Lust auf Holz / Holzarbeiten.
    Sehr schön !

    Danke für deine Ausführungen zu den rails.

    Ich habe schon mehrmals damit geliebäugelt, Holzrails an einen EPS Kern zu setzen. Vorwiegend aus optischen Gründen (gibt dann auch so eine Art „Rahmen“ / Perimeter stringer oder was auch immer, Bert Burger nannte es damals glaube ich parabolic rails)
    Jedenfalls: Zu diesen vielen Schritten des Anleimens konnte ich mich bislang nicht durchringen. Genau aus den Gründen, die du auch beschreibst.

    Bin gespannt auf weitere Bilder von deinem Brett. Optisch immer wunderschön die Holzboards für mich.

    10. März 2020 um 12:30 Uhr #315104
    Olddude
    Teilnehmer

    Holzrails an EPS stelle ich mir noch schwieriger vor, da teilweise doch heftig gebogen oder fixiert werden muss; lässt sich zwar durch Entlastungschnitte mindern, was aber wieder „visible Gluelines“ ergibt. Die können aber auch bewusst eingesetzt werden.

    Meine Werkstatt ist auch an Ihren Grenzen, 4,25×4,25 und das atuelle Brett ist schon 2,85 lang, die Freiheitsgrade des Arbeiters gegen dramatisch gegen Null 🙂

    Die Railstrips sind fast fertig, maximal noch eines an der Front…

    Anhänge:
    1. 36F79718-7D14-4685-944A-40CC9B34CB6E.jpeg

    10. März 2020 um 14:46 Uhr #315106
    Olddude
    Teilnehmer
    1. 777944C9-7D69-42DD-B6F9-717DFC993A29

      2D350B53-D9AF-46F2-8F44-7ACB616E3884

      6E20F01D-30EB-49B1-A8A3-7080864667AC

      Konnte gerade meine Mittagspause verlängern; Rohbrett ist quasi fertig, die Rails sind dran und dürfen nun geshaped werden.

     

    Anhänge:
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    1 Benutzer dankte dem Autor für diesen Beitrag.
    Marco Manuel
    10. März 2020 um 15:23 Uhr #315111
    MiWi
    Teilnehmer

    Sehr schön, danke für die Bilder.
    Das mittlere Bild gefällt mir besonders. Das sieht nach ner schönen foil aus.
    2,85m ist ne Ansage. Respekt.

    Mein längstes Brett war 2,45m und das hat mich beim hin und her tragen und auch beim „ums Brett krabbeln“ schon gut Nerven gekostet.
    (shapingbay 2m * 3,5m, glassingbay 3mx3,5m)

    10. März 2020 um 19:41 Uhr #315112
    Olddude
    Teilnehmer

    D258503A-278F-4255-8C8D-C009A4C0CBE7

    … nach weiterem Hobeln und Schmirgeln

     

     

    Anhänge:
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    Marco Manuel
    10. März 2020 um 20:06 Uhr #315115
    Olddude
    Teilnehmer

    Bin mal gespannt, ob die die 2,85 im Mai als „grosses Sportgerät“ einchecken lassen; bis dato hat nie jemand gemessen, aber ich war immer unter 2,40..,

    11. März 2020 um 15:15 Uhr #315116
    Marco Manuel
    Teilnehmer

    Ich stelle mir das absolut schwierig vor die Rails gleichmäßig runter zu hobeln. Gehst du da von vorne nach hinten immer in einem durch oder wie sicherst du dich ab, das es alles einigermaßen gleichmäßig wird? Oder ist das alles Erfahrung und Augenmaß?

    12. März 2020 um 7:00 Uhr #315117
    MiWi
    Teilnehmer

    Ich weiß nicht, ob olddude Streiflicht hat.
    Aber normalerweise funktioniert das bei Holz genau wie beim Schaum. Man nutzt Licht auf Höhe des boards und arbeitet mit sogenannten railbands. Das sind quasi erstmal facetten.  Die man von grob nach fein anarbeitet.
    Hier ein Bild aus dem Netz wo die primary railbands liegen.

    Aktuelles Bild von mir, das sind die secondary (also Halbschritte) schon gelegt.
    Zingerella-railbands

    Und deren Verlauf sowohl ind er Höhe, wie in der Breite (und damit auch den Winkel) kann man sehr genau sehen mit bloßem Auge und etwas Übung.
    Ich sehe Abweichungen in der Breite und Höhe von 1mm. Ich merke das immer, wenn Kumpels sich hier Bretter bauen und ich sage „da ist noch etwas viel / etwas wenig“ und die glauben das erst nicht und messen dann nach. Ich habe das auch mal mit ner digitalen Bevelbox kontrolliert, was ich mit dem Auge an Winkelverzug im licht gut sehe. Das sind Bereiche von 0.x grad, die man problemlos bei richtigem Licht sieht.

    Das geht halt nur mit richtigem Licht. Raum dunkel, am besten mit Kontrastfarbe (blau oder grün gehen gut) gestrichen, Licht auf Rack Höhe.
    Ich habe die ersten 4 Bretter in einem Raum mit weißen Wänden und mobilen Neonracks geshaped. Sah in dem Licht gut aus. Betrachtet man das aber in der Beleuichtung der jetzigen Shapingbay, gruselt es einen.

    Anhänge:
    1. Zingerella-railbands.jpg

    12. März 2020 um 7:08 Uhr #315120
    MiWi
    Teilnehmer

    Hier sieht man es noch besser:
    https://www.instagram.com/p/Bv0KJ1qhFFB/?hl=de

    Man überlegt sich halt vorher, wie die railform aussehen soll, wo der apex liegen soll usw. Mit Erfahrung kann man dann visualisieren, wie die cuts dafür liegen müssen.
    Wenn man es sich nicht vorstellen kann, ist es auf nem Blatt Papier schnell aufskizziert und man überträgt eben die Schnittpunkte der Flächen an den board Rohling.
    Greenlight-railbands

    Ich zeichne kaum was an, nur 2 Striche o/u vom geplanten Apex im mittleren Bereich des Boards. Der Rest fließt von alleine mit dem E-Hobel und wird immer wieder mit dem Auge kontrolliert.

    Anhänge:
    1. Greenlight-railbands.jpg

    12. März 2020 um 8:34 Uhr #315123
    Olddude
    Teilnehmer

    Vorneweg, es wird nie gleich, zumindest nicht 100%.
    Ich habs wohl noch ein bisschen einfacher als MiWi, da mein aktuelles Rail aus 4 senkrechten Holzleisten besteht, 2x5mm und 2x10mm Breite, dadurch hat man schon einige Referenzlinien in Form der Klebenähte.
    Ich geh da immer folgendermaßen vor:
    Schritt1: Verlängerung der Bodenkontur über die Rails, also falls Boden absolut waagrecht, wird die waagrechte auf das Rail verlängert, bei V Boden, wird eben das V verlängert.
    Schritt2: Verlängerung der Deckkontur auf das Rail. Dies ist schon etwas schwieriger, aber kann man optisch gut erkennen, wenn man von der Seite schaut, jetzt sind aber schon die Startpunkte der Railkurve oben und unten festgelegt
    Schritt3 Mit meinem „Railgauge“ lege ich die gewünschte Apexhöhe der Rails fest, das Gauge ist letzlich ein rechter Winkel, der oben angesetzt wird und über den Railrand nach unten ragt. Auf der gewünschten Höhe des Rails wird nun eine Mine befestigt. Bewegt man nun das Gauge zur Seite wird eine Linie gezogen. Da die Dicke des Brettes abnimmt und durch die Rocker, läuft die Linie in Railmitte am höchsten gewünschen Punkt und wird nach außen immer geringer, irgendwann geht die Mine, zw. die LInie dann ins Leere. Diese Linie ist die Apexlinie, also der jeweils äusserste Punkt der Rails, diese LInie muss möglichst erhalten bleiben und darf nicht weggehobelt werden. Lediglich ganz zuletzt wird die Bleistiftmarkierung entfernt.
    Schritt4: anhand der Kleberlinien definieren, wieviel nun von außen abgetragen wird. Ich starte immer mit einem Winkel von 45°. IN Brettmitte wird nun festgelegt bis 1,2 oder 3 Klebelinie, oder irgendwo dazwischen und dann wird der Hobel angesetzt… In der Mitte wird die 45° Phase dann bis auf gewünschte Tiefe gehobelt, am Rand lässt man auslaufen. In den folgenden Schritten werden die neu erzeugten Kanten dann wieder mit dem Hobel gebrochen. Dies geht dann von oben bis zur Apexlinie und analog von unten.
    Schritt 4. NAch dem Hobeln werden die letzen Kanten mit Schleifpapier gebrochen

    Damit krieg ich schon relativ gleichmäßige Rails, aber das Problem liegt oft am Anfang. Hobel man die erste 45 Grad Phase nicht tief genug erhält man am Ende keine Apexlinie, sondern eine kleine senkrechte Apexfläche, hobelt man zu tief , ist die Apexlinie weiter innen, da man sie überhobeln muss.
    Noch schlimmer wenn man einige Stellen tiefer als andere hobelt… Zuviel Material lässt sich immer noch abnehmen, weg ist weg…

    Weiteres Problem speziell bei Balsa, ich habe es mit verschiedenen Härten zu tun, jede Balsaleiste ist anders, es gibt härtere und weichere, dazu gibt es die Klebelinien, die sind nochmals deutlich härter. Schleifst Du nun mit einem weichen Schleifpad, schleift sich das weiche Material stärker ab als das harte, es wird ungleich, schleifst Du mit festem Pad, erhälst Du immer eher weitere Kanten. Hier gilt es dann je nach Situation das Material zu wechseln.

    Klingt aber alles schlimmer als es ist! Erstens wird es nie 100%, zweitens fährt jedes Brett, auch wenn die Rails suboptimal sind, wobei sich ein gleichmäßiger „Fehler“, also eine ungewollte Form, sich ja im Nachhinein positiver Auswirken als die ursprünglich gewollte…
    Die wichtigste Railseite ist meines Erachtens die untere, dem Boden zugewandte. Da die in der Regel viel kleiner ist als die obere, ist sie einfacher herzustellen, willst Du hinten bspw. ein hartes Rail, musst Du den ursprünglich rechten Winkel nur leicht brechen, hinten fertig; MItte etwas größer…, done

    Solange die obere Form optisch schön zum Brett passt, ist dann schon vieles gewonnen…

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