Start › Foren › Surfer Geschichten › Bitte aussteigen..sofort!
- Dieses Thema hat 133 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 16 Jahren, 2 Monaten von
DonArcturus aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
20. April 2009 um 1:51 Uhr #101348
GarudaGastnaja nichts mehr wert kann man nicht sagen, der dr. wurde problemlos anerkannt und umgeschrieben, die sovjetischen inginieure sind und waren sehr angesehen in der ganzen welt, wenn die sovjets was konnten, dann technik bauen.
das problem war eher, dass man nahe der 40 ohne sprachkenntnisse eher begrenzt eine stelle in der wissenschaft findet, also in einem berufszweig in dem andere seit ihrem studium kontakte schöpfen und sich vom doktoranten zum habilitierten prof hocharbeiten. aber immerhin hat er das ganze im zeitraffer auch geschafft und kann uA auch wieder an der uni unterrichten.
aber den punkt mit dem wertverlust deutscher abschlüsse verstehe ich nicht so recht, deutsche akademiker sind durchaus angesehen und begehrt, es kommt halt aufs fach an. als machinenbauer oder elektroinginieur zB. hat man im moment überhaupt keine probleme nach NZ auszuwandern. auch die doktortitel uÄ werden problemlos anerkannt. ja es ist sogar als deutscher rechtswissenschaftler möglich in übersee fuß zu fassen, gerade WEIL die ausbildung in deutschland so hervorragend ist ( und im gegensatz zum schrecklichen angloamerikanischen case law auch rechtsdogmatische kenntnisse vermittelt die internationale gültigkeit besitzen )
Haben sie denn in NZ nicht genauso Common Law wie in OZ? Na gut, es ist definitiv nicht unmöglich umzusteigen, aber einfach ist es nicht, oder? ich studiere auch Jura, kenne mich aber zu wenig aus mit dem Common Law um da was zu sagen zu können.
Ich werd nächstes Jahr in Sydney ein Praktikum machen und mir das ganze Mal ansehen um möglichst früh einen weiten Überblick über alle Formen der Juristerei zu bekommen um später möglichst leicht umsteigen zu können in andere Gebiete.
20. April 2009 um 2:31 Uhr #101350
T.R.Gast** bye **
20. April 2009 um 16:07 Uhr #101355
TheFuryGastes ist sehr schwierig gerechtigkeit zu definieren.
wäre es denn gerecht, wenn diejenigen, die klüger und fleißiger sind als andere nicht mehr erreichen könnten? wohl auch nicht.
klar sind die fähigkeiten nicht gleich verteilt und manche haben halt das „glück“ die richtigen gene und vor allem das richtige soziale umfeld bzw. familiere umfeld zu haben welches sie im endeffekt befähigt abitur zu machen und zu studieren.
aber diese „ungerechtigkeiten“ gehören zum leben dazu, es können nunmal nicht alle menschen gleich klug, gleich schön, gleich gesund sein usw. usf.
trotzdem finde ich nicht, dass man deswegen die leistung deren, die es zu etwas bringen dadurch schmälern sollte, dass man einfach sagt „tjo die hatten halt einfach glück und gute gene“
selbst der höchste IQ bewahrt dich nicht davor hart arbeiten zu müssen um ein anspruchsvolles studium zu schaffen, daher finde ich schon, dass das respekt verdient und man ruhig stolz darauf sein kann, jeder halt im rahmen seiner möglichkeiten.
für andere ist es vielleicht eine leistung einen qualifizierten realschulabschluss zu erreichen, auch darauf können die menschen doch stolz sein. es ist immer eine frage der fähigkeiten, ich hab mich zB. in der schule über eine 2 geärgert, für andere war es eine traumnote, was eine leistung ist und was nicht ist individuell vom menschen abhängig.Haben sie denn in NZ nicht genauso Common Law wie in OZ? Na gut, es ist definitiv nicht unmöglich umzusteigen, aber einfach ist es nicht, oder? ich studiere auch Jura, kenne mich aber zu wenig aus mit dem Common Law um da was zu sagen zu können.
Ich werd nächstes Jahr in Sydney ein Praktikum machen und mir das ganze Mal ansehen um möglichst früh einen weiten Überblick über alle Formen der Juristerei zu bekommen um später möglichst leicht umsteigen zu können in andere Gebiete.
jau, die haben sowohl in OZ als auch in NZ, den USA oder UK common law. und „umsteigen“ geht natürlich nicht, weder einfach, noch schwer. also als deutscher jurist einfach in NZ arbeiten, geht leider nur in den seltensten fällen ( nämlich in einer deutschen großkanzlei die dort einen sitz hat, zB. clifford change in sydney imho ). man ist dann aber trotzdem deutscher jurist und an das deutsche rechtsfeld gebunden, was auch zur folge hat, dass man in der regel nicht dauerhaft dort bleiben kann. deswegen war das für mich keine option.
will man tatsächlich in einem common law rechtsgebiet als jurist tätig sein, so gibt es nur 2 wege: entweder man zieht das ganze studium dort durch, oder man geht den langen und steinigen weg den ich jetzt gehen muss, das erste staatsexamen in deutschland absolvieren, dannach einen LLM ( master of law ) in NZ, OZ oder USA machen und dannach viel geld investieren um eine PLSC ( Professional Law Scool ) zu besuchen ( im falle von OZ und NZ ) oder das barexamen abzulegen ( im falle der USA; das ist mit dem LLm allerdings nur in den bundesstaaten new york und californien möglich ). das ist dann in etwa vergleichbar mit unerem zweiten staatsexamen und gibt einem die möglichkeit von der jeweiligen rechtsanwaltskammer des landes als neuseeländischer/australischer/amerikanischer anwalt zugelassen zu werden und frei in diesen ländern praktizieren zu dürfen.
aber auch dann ist man an strenge auflagen gebunden, so muss man in NZ zB. mind. 45000 NZ$ im jahr verdienen um einen permanent stay permit zu erlangen, das ist für einen berufsanfänger durchaus nicht einfach, neuseeland hat eine höhere anwaltsdichte als deutschland! denn grundsätzlich gilt für uns juristen: wir sind dort eigentlich nciht wirklich gesucht, sondern müssen durch hervorragende noten und gute arbeit in der praktischen zeit beweisen, dass wir eine bereicherung für einen arbeitgeber in NZ wären und zwar auf eine weise, die ein kiwi nicht darstellen kann. ( denn ansonsten ist der arbeitgeber gezwungen den kiwi einzustellen )ist also ein sehr beschwerlicher und teurer weg, aber wo ein wille…
20. April 2009 um 16:10 Uhr #101357
Dr. SurfGast@T.R.
ich gebe ja zu, dass es etwas optimistisch formuliert ist, wenn ich schreibe, dass JEDER ALLES erreichen kann, wenn man nur will. In der Praxis siehts natürlich schon etwas anders aus. Trotzdem denke ich, dass es wenige Länder gibt, in denen das soziale Netz so engmaschig ist wie in Deutschland. Wenn du in Thailand als Bauer vom Land kommst, hast du mit Sicherheit ganz andere Chancen (wenn man überhaupt von Chancen sprechen kann), als wenn du dich in Deutschland aus ärmlichen Verhältnissen hocharbeiten möchtest. Hier hält der Staat eine Fülle von Angeboten bereit, um denen zu helfen, die es wirklich möchten.Aber es stimmt natürlich auch, dass wenn man 50 Stunden die Woche in einem Pflegeberuf arbeitet immer noch nicht das gleiche Geld zur Verfügung hat, wie jemand, der die gleiche Zeit als Ingenieur irgendwo steht. Dafür mußte der Ingenieur allerdings auch als Student jahrelang von der Hand im Mund leben, während die, die eine Ausbildung gemacht haben, schon Geld verdienen konnten. Dass ein Friseur allerdings nicht die gleiche Kohle zur Verfügung hat, wie z.B. eben ein Ingenieur empfinde ich aber nicht unbedingt als ungerecht: seine Arbeit ist eben auch nicht so anspruchsvoll.
Dass es überall zu 100% gerecht zugeht ist leider Wunschdenken. Ich denke aber schon, dass wir in Deutschland da schon relativ weit sind. Jedenfalls im Vergleich zu den meisten anderen Ländern.
20. April 2009 um 17:03 Uhr #101359
DerTimGasthabe auch schon die verschiedensten länder kennen gelernt und ich will ja nicht behaupten, dass wir es in deutschland nicht gut haben und unsere gesellschaft ist auch auf dem wege der sozialenbesserung.
aber ich fühle mich hier nicht wohl, die ständige unruhe der leute, den streß morgens in den öfentlichen verkehrs mitteln und die unfreundlich keit der einzelnen.
es gibt durchaus länder wo es noch schlimmer ist, aber zB Australien hat mir gezeigt, dass es auch besser geht, dass die menschen nicht umbedingt drum kämpfen um jemand zusein, sonder sie sind was sie sind und meißt sind damit zufrieden.
selbst obdachlose fragten mich wie mein surf war und waren den ganzen tag mutter am lächeln… (in deutschland sagen sie nicht mals danke wenn man ihnen sein kelin geld gibt).also deutschland ist schön und gut, aber man kann einiges an der menschlichkeit ändern und sich auch mall was an anderen kulturen abgucken besonders auch von ärmeren länder.
hier geht es nur noch um konsum, das große geld, seine eigenen prioritäten zuvertreten und wenn es daurf ankommt lassen hier viel auch ihre freunde dafür fallen.
die menschlichkeit zu einander wird vergessen, das stört mich an deutschland.
dann gibts noch das problem mit dem swell hier in düsseldorf xD.
und über den Staat will ich erst garnicht reden.
wir brauchen mal ne maximal picmentierte kanzlerrin xDlg tim
20. April 2009 um 17:06 Uhr #101360
maatGastSehr schön passt hier übrigens eine Studie, die ich neulich in einer online-Ausgabe einer Zeitung las (entweder Spiegel oder TAZ), in der beschrieben wurde, dass Gesellschaften, in denen großes finanzielles Ungleichgewicht herrscht (beispielsweise USA, GB) insgesamt unzufriedener und bei schlechterer Gesundheit sind, als Länder, in denen das Gefälle arm – reich nicht so groß ist (als Beispiele wurde hier Skandinavien und Japan genannt).
Dabei sind von der Unzufriedenheit und der schlechteren Gesundheit alle Menschen dieser Gesellschaft betroffen, also die Reichen ebenso wie die Armen.Und ich glaube, es war der Herr Aristoteles, der gesagt hat, dass eine Gesellschaft stabil und gesund ist, wenn der Reichste darin ungefair viermal soviel verdient, wie der Ärmste. Selbst bei uns in Deutschland verdient der Reichste allerdings weit mehr als zweihundert mal so viel wie ein Harz IVer…
Was garantiert nicht gut ist!20. April 2009 um 19:06 Uhr #101367
WuschelGastGott, da will einer Weg und ans Meer und hier wird diskutiert was gerecht ist… Naja, so ist das halt. Also ich will ans Meer und gerecht ist mir egal. Übrigens langweile ich mich gerade. Ihr auch?
21. April 2009 um 1:06 Uhr #101390
DerTimGastjups echt langweilig, lass mal nen neues thema starten.
wie wärs mit „ich will auswandern und am meer leben“
lg tim
21. April 2009 um 1:33 Uhr #101393
GarudaGastjau, die haben sowohl in OZ als auch in NZ, den USA oder UK common law. und „umsteigen“ geht natürlich nicht, weder einfach, noch schwer. also als deutscher jurist einfach in NZ arbeiten, geht leider nur in den seltensten fällen ( nämlich in einer deutschen großkanzlei die dort einen sitz hat, zB. clifford change in sydney imho ). man ist dann aber trotzdem deutscher jurist und an das deutsche rechtsfeld gebunden, was auch zur folge hat, dass man in der regel nicht dauerhaft dort bleiben kann. deswegen war das für mich keine option.
will man tatsächlich in einem common law rechtsgebiet als jurist tätig sein, so gibt es nur 2 wege: entweder man zieht das ganze studium dort durch, oder man geht den langen und steinigen weg den ich jetzt gehen muss, das erste staatsexamen in deutschland absolvieren, dannach einen LLM ( master of law ) in NZ, OZ oder USA machen und dannach viel geld investieren um eine PLSC ( Professional Law Scool ) zu besuchen ( im falle von OZ und NZ ) oder das barexamen abzulegen ( im falle der USA; das ist mit dem LLm allerdings nur in den bundesstaaten new york und californien möglich ). das ist dann in etwa vergleichbar mit unerem zweiten staatsexamen und gibt einem die möglichkeit von der jeweiligen rechtsanwaltskammer des landes als neuseeländischer/australischer/amerikanischer anwalt zugelassen zu werden und frei in diesen ländern praktizieren zu dürfen.
aber auch dann ist man an strenge auflagen gebunden, so muss man in NZ zB. mind. 45000 NZ$ im jahr verdienen um einen permanent stay permit zu erlangen, das ist für einen berufsanfänger durchaus nicht einfach, neuseeland hat eine höhere anwaltsdichte als deutschland! denn grundsätzlich gilt für uns juristen: wir sind dort eigentlich nciht wirklich gesucht, sondern müssen durch hervorragende noten und gute arbeit in der praktischen zeit beweisen, dass wir eine bereicherung für einen arbeitgeber in NZ wären und zwar auf eine weise, die ein kiwi nicht darstellen kann. ( denn ansonsten ist der arbeitgeber gezwungen den kiwi einzustellen )ist also ein sehr beschwerlicher und teurer weg, aber wo ein wille…
Wunderbar, Danke für die Infos. So hatte ich mir das auch ungefähr schon gedacht. Im Endeffekt kannst du mit dem dt. Abschluss nur in einer Großkanzelei arbeiten, wo man trotzdem dt. Recht macht bzw., wenn man den entsprechenden LLM hat, internationales Recht machen kann.
Eine tatsächliche Zulassung zu bekommen ist auch nicht wirklich mein Ziel muss ich dazu sagen, dafür gefällt es mir in Europa doch zu gut und der Code civile ist meiner Meinung nach einfacher zu verstehen und die Bindung zwischen Deutschland und Frankreich ist auch sehr hoch, dh es werden auch in Frankreich dt. Anwält gebraucht, und dort kann man auch surfen.
Naja, das ist sowieso noch ein weiter Weg bis zum Examen und wenn die Noten entsprechend gut sind kann man vermutlich sowieso überall Arbeit finden.
21. April 2009 um 1:38 Uhr #101394
T.R.Gast** bye **
21. April 2009 um 5:08 Uhr #101396
bruninhoGastzu dem thema faellt mir doch spontan ein zitat aus einem lied von unserem Samy deluxe ein
“
Ich arbeite hart um zu leben
doch leb nich um hart zu arbeiten
“ich finde das fasst vieles, was in den vorherigen seiten gesagt wurde gut zusammen.
21. April 2009 um 10:45 Uhr #101402
maatGastHm – was ist denn mit dem ersten „arbeite hart“ gemeint?
Wenn damit gemeint sein soll: „Sieh mal zu, dass Du Deine Arbeit so einigermaßen durchziehst, um dann gemütlich am Strand zu chillen – so wie der Fischer in Heinrich Bölls Annekdote zur Senkung der Arbeitsmoral – dann würde ich dem zustimmen.Sollte damit gemeint sein, dass man in einem Kackjob voll reinknüppeln muss, damit man am Wochenende, im Urlaub oder „später“ gut leben kann – dann gibbet dafür von mir leider nur ein NO WAY!
23. April 2009 um 19:24 Uhr #101536
DonArcturusGastIn der Arbeit programmiere ich meine Muskeln sowieso nur auf die Bewegungen und bin mit meinem Kopf ganz woanders 😆
Wenns dann mal soweit ist, folge ich mit dem Körper 😉
28. April 2010 um 19:44 Uhr #4476
djungelisticGastServus!!! na aus dem thema ist ja was geworden!!! 😀 .. die ersten sonenstrahlen und schon kramt man sein snowboard in keller und holt das surfbrett wieder rauf!!!
Ich bin heut erst auf den film „the drifter“ gestossen.. den muss ich mir gleichma besorgen.. ein satz kommt im trailer vor.. der scheint mir ganz juut zu passen:
‘We dream of the perfect wave, the perfect job, the perfect house … and when we get there… we dream of something else‘
So siehts wohl aus.. man will immer das, was man grad nicht hat.. ich für meinen teil zieh in 3 tagen nach berlin.. is sicher schon mal n stück richtung meer.. 😉
in 3 monaten werd ich mit dem studium rum sein..!!! wer lust hat seine aussteigerpläne in berlin bei nem bierchen zu beträumen.. PM..soweit cheers!
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
