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  • Dieses Thema hat 133 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 16 Jahren, 2 Monaten von DonArcturus aktualisiert.
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  • 18. April 2009 um 13:28 Uhr #101286
    bruninho
    Gast

    gday everbody!
    als ich angefangen habe zu lesen und gemerkt habe um was es in diesem thema geht, musste ich mich doch glatt schnell registrieren und was zu dem thema beitragen. Beim lesen wurde ich nochmal zum denken angeregt was ich eigentlich mit meinem leben anfangen will….

    ich bin im moment zwar erst 17 jahre alt, aber das heisst nicht das ich mir keine gedanken ueber meine zukunft mache.

    zur zeit habe ich es surftechnisch gesehen richig gut.
    Ich mache grade ein high school- austauschjahr hier in australien an der sunnshine coast und lebe nur knappe 15 minuten mim rad vom strand weg.
    in den 9 monaten die ich jetzt schon hier bin, ist mir klar geworden wie wichtig surfen doch eigentlich fuer mich ist, und mich gefragt wie ich im wellenlosen koeln auskommen soll…. zugegeben, das bier und karneval in koeln ist atmberaubend, aber surfen?!
    surfen kann einem in so vielen situationen helfen und das lerne ich hier zur zeit echt zu schaetzen.
    heute zum beispiel hatte ich mal einen richtigen scheisstag. vorhin hat meine freundin mit mir schluss gemacht (ok ich bin erst 17 und das war so oder so eher eine romanze als was festes, aber trotzdem) und naaaja, find ich net so super. 😕
    aber wenn ich jetzt daran denke, dass ich morgen frueh schoen um 5 uhr aufstehe… board schnappe… anen strand radel… noch verschlafen ins leere lineup paddel… vom meer aus, die sonne aufgehen sehe… und dann in perfekten glassy conditions eine schoen 3-4 foot welle runterglide… dann ist mir das weibliche geschlecht doch eigentlich ziemlich egal.

    was meine zukunft betrifft bin ich im moment noch am raetseln…
    klar ist, dass ich erstmal schule+abi feddich machen will.
    weiterhin weiss ich jetzt schon, dass mich irgendson schreibtischjob, meilen von wellen entfernt, nicht gluecklich machen wird, und ich hoffe das ich etwas finden kann, was ich bestmoeglich mit surfen und den dazugehoerigen lifestyle kombinieren kann…

    gruesse an alle deutschen ripper aus dem sonnigen OZ! 😀

    18. April 2009 um 13:52 Uhr #101287
    DerTim
    Gast

    hi5, gehe noch zur schule.

    aber danach will ich auch weg von hier.
    erst mal ein jahr rumreisen und die welt erforschen anschließend würde ich vielleicht noch hier studieren.
    mein ziel ist aufjedenfall australien, das land hat mich einfach so aus den socken gehauen. wenn ich mir die bilder von der reise angucken bekomme ich so ein ziehen im herz … **schon komisch**

    aber die frage mit den jobs ist gut, man kann aufjedenfall mit genug petenzial in surfcamps und shops arbeiten oder als kelner iner beachbar…

    für ein paar jahre ghet das alle mal aber das leben lang?

    ich habe vor in köln sport zu studieren und vielleicht noch was anderes.
    aber ich habe absoulut keine ahnung als was ich in australien arbeiten sollte.

    hier in deutschland würde ich vielleicht als sportlehrer arbeiten wollen aber da ich ja hier weg will …

    naja australien hat ganztags schulen… da ist dann nicht mehr soviel mit surfen.

    aber das mit der ganzen planung ist mir viel zuviel mainstream.
    wer weiß schon was in zwei jahren ist irgent wo werde ich landen und garantiert ist surfen der rote faden in meinem leben.

    lg tim

    18. April 2009 um 13:57 Uhr #101289
    bruninho
    Gast

    naja australien hat ganztags schulen… da ist dann nicht mehr soviel mit surfen.

    nene, die meisten high schools hier sind net ganztag. viele schulen, an der gold coast haben zum beispiel auch nur 4 mal die woche schule.
    Lehrer aner australischen schule… hatte ich auch schon dran gedacht, vor allem weil des schulniveau hier in aust riiichtig schlecht ist, und der unterricht richtig gechillt!
    ich habe hier auch schon n paar mal, als ich morgens vor der schule, bzw. waehrend der schulzeit, einen meiner lehrer im line up getrofffen. 😀 hat schon was

    18. April 2009 um 14:40 Uhr #101290
    TheFury
    Gast

    hi5, gehe noch zur schule.

    aber danach will ich auch weg von hier.
    erst mal ein jahr rumreisen und die welt erforschen anschließend würde ich vielleicht noch hier studieren.
    mein ziel ist aufjedenfall australien, das land hat mich einfach so aus den socken gehauen. wenn ich mir die bilder von der reise angucken bekomme ich so ein ziehen im herz … **schon komisch**

    aber die frage mit den jobs ist gut, man kann aufjedenfall mit genug petenzial in surfcamps und shops arbeiten oder als kelner iner beachbar…

    für ein paar jahre ghet das alle mal aber das leben lang?

    ich habe vor in köln sport zu studieren und vielleicht noch was anderes.
    aber ich habe absoulut keine ahnung als was ich in australien arbeiten sollte.

    hier in deutschland würde ich vielleicht als sportlehrer arbeiten wollen aber da ich ja hier weg will …

    naja australien hat ganztags schulen… da ist dann nicht mehr soviel mit surfen.

    aber das mit der ganzen planung ist mir viel zuviel mainstream.
    wer weiß schon was in zwei jahren ist irgent wo werde ich landen und garantiert ist surfen der rote faden in meinem leben.

    lg tim

    digga planung ist dir zu „mainstream“ ? werd dir mal klar, dass ohne planung NICHTS geht. und wieso denken alle man könnte nicht surfen wenn man nen normalen job hat? denkt ihr die menschen in australien surfen nicht, weil sie arbeiten müssen? ws ist denn das für ein schwachsinn, wenn man um 9 im büro sein muss, dann kann man wunderbar von 6 bis 8 surfen und hat dann noch locker ne stunde zum umziehen und zur arbeit fahren.

    dasselbe gilt für abends und wochenenden erst recht.

    und wenn du dir wirklich sicher bist, dass du nach australien willst, dann studier was vernünftiges, einen technischen oder naturwissenschaftlichen studiengang oder medizin, damit ist man internation einsetzbar und begehrt.

    die zulassung als lehrer in OZ oder NZ ist ähnlich kompliziert wie die als anwalt, immerhin sit die schule eine staatliche einrichtung und die schauen da ganz genau drauf wen sie auf ihre kinder loslassen. deswegen ist imho der unkomplizierteste weg ein technisch naturwissenschaftlicher studiengang bis zum bachelor in deutschland und den master dann in OZ oder NZ.

    18. April 2009 um 14:51 Uhr #101291
    T.R.
    Gast

    *** bye ***

    18. April 2009 um 16:45 Uhr #101293
    Holsten Edel
    Gast

    Blödsinn!
    Wenn du relativ nah am Surf lebst und arbeitest, dann lässt sich beides super verbinden – a la Fury’s Geschichte von dem Typen, der nach der morning session entspannt zur Arbeit fährt!
    Wenn du natürlich 500km vom nächsten Surf entfernt wohnst, hat sich das Thema „häufiger Surfen“ sowieso erledigt. Bedingung ist schon eine gewisse Nähe und schnelle Erreichbarkeit vom Meer, des Wohnortes UND der Arbeitsstelle…

    kannst du meinetwegen halten wie ein dachdecker, aber mich wuerde das wuschig machen, wenn nach 1,5 stunden in der pfuetze der surf immer besser wird, du aber raus musst weil chefchen sonst sauer wird. oder weil so ein oberwichtiges meeting wieder laenger als versprochen dauert, dein sms speicher aber schon voll mit nachrichten a la ‚lass alles stehen und liegen‘ ist.

    naja, ausserdem bin ich viel zu muede nach einer ausgiebigen session um dann arbeiten zu gehen. nebenbei wuerde arbeit den gediegenen stoke auch wieder kaputt machen. 8)

    18. April 2009 um 19:45 Uhr #101296
    roots1976
    Gast

    Nö, sehe ich komplett anders! Wenn ich morgens schon schön gechillt ein, zwei Stunden Surfen hinter mir hätte, dann wäre ich nicht nur total entspannt und weniger genervt davon, zur Arbeit zu müssen, sondern wäre auch noch richtig wach und damit bereit für den Stress des Alltags – immer ’ne Abendsession oder den nächsten Morgen als positiven Ansporn im Kopf ! Und da du ja weißt, das du am nächsten Morgen oder spätestens innerhalb der nächsten Tage auf’s Wasser kommt, hätte ich auch kein Problem damit, nach zwei Stunden Session das Wasser zu verlassen, obwohl’s grade erst so richtig anfängt zu ballern – paddelt man halt am Abend oder so wieder raus! Kein Stress mehr von wegen Sparen, Sparen, Sparen, um sooft wie möglich im Jahr weiter weg zum Surfen in anständigen Wellen zu kommen, keinen Turkey mehr schieben – sondern alles ganz entspannt im Wissen, daß das Meer ruckzuck erreicht ist und man sich seine nötige Dosis Surf holen kann, wann immer man Feierabend, Wochenende,etc hat… Geil!

    18. April 2009 um 20:20 Uhr #101298
    Sebaschtian
    Gast

    keinen Turkey mehr schieben

    hehe, seh ich ganz genauso, denke aber auch das Holsten nicht ganz unrecht hat. Aber hey, das sollte einem dann, wie roots schon schrieb, echt egal sein, wenn man bedenkt das man sonst soo oft nicht zum Surfen kommt.

    Aber wie sieht denn aus, mit den Leuten die hier am Meer wohnen (mir fallen gerade die Namen nicht ein) ???

    18. April 2009 um 20:49 Uhr #101299
    Dr. Surf
    Gast

    @the Fury
    vor Menschen wie deinem Vater habe ich allergrößten Respekt! Eine klare Vision vom eigenen Leben zu haben, Soll- und Ist-Zustand überhaupt erst erkennen zu können und dann mit unbedingtem Willen an der Verwirklichung des persönlichen Traums zu arbeiten… Hut ab!!
    Offenbar hat er dir ja einiges an Werten und Zielstrebigkeit vermitteln können. Gut so. Solche Menschen scheinen leider immer seltener zu werden, wenn ich mir die ganzen blutleeren, gleichgeschalteten Lutscher ansehe, die mir täglich übern Weg laufen.

    Unglaublich. Ein Thread über 7 Seiten mit durchaus Tiefgang und es ist immer noch nicht in Beschimpfen ausgeartet! 😉 😆

    18. April 2009 um 21:12 Uhr #101300
    Dr. Surf
    Gast

    Ach ja, ne kleine Geschichte habe ich auch.
    Mein Vater hat jahrelang in verschiedenen Banken gearbeitet und ganz passabel verdient. Aus meiner Kindheit kenne ich ihn nur im dunklen Anzug mit Aktenkoffer und immer in Hetze. Seine Kollegen und er haben ständig das „wir sägen alle gegenseitig an unseren Stühlen, mal sehen, wer als letzter noch sitzt“ Spiel gespielt. Meistens hat mein Vater gewonnen, manchmal nicht. Dann sind wir wieder mal umgezogen, weil er sich einen neuen Job suchen mußte. 1993 hat er den Bogen mächtig überspannt und sich im Alleingang und ohne Rückendeckung mit allen übrigen Vorstandskollegen gleichzeitig angelegt. Es kam wie es kommen mußte: wir mußten wieder mal umziehen…
    Mein Vater aber hat in den Wochen nachdem er seinen Job los war mal endlich die Ruhe gehabt, um über sich und seine Ziele im Leben nachzudenken. Und siehe da: plötzlich fand er unliebsame Kollegen mobben und durch Vasallen ersetzen gar nicht mehr so cool. Stattdessen hat er sich mit 48 zur Ruhe gesetzt und einen alten Gutshof in Istrien / Kroatien gekauft. Der ist aus dem 17. Jahrhundert, hat bis zu 70cm dicke Natursteinmauern, aus dem vollen Stein gehauene Dachrinnen und ist einfach wunderschön. Inzwischen lebt er 6 Monate im Jahr in den Allgäuer Alpen, geht dort manchmal tagelang mit seinen Hunden in den Bergen wandern und übernachtet in irgendwelchen Schutzhütten. Die anderen 6 Monate lebt er auf seinem Bauernhof in Kroatien, wo er abends mit seinen Nachbarn Wein trinkt und von seiner Terasse aus das Meer glitzern sehen kann. Einen Anzug besitzt er glaube ich gar nicht mehr stattdessen ruht er vollkommen in sich und macht nicht den Eindruck, als ob irgendein Ereignis auf der Welt ihn aus seiner Ruhe bringen könnte. Auch habe ich den Eindruck, dass er jetzt mit 64 körperlich fitter ist, als zu seinen Streßzeiten im Job. Jedesmal wenn ich ihn sehe freue ich mich für ihn, weil er ganz offensichtlich sein vollkommenes Glück gefunden hat.

    Das ganze hat zwar nix mit surfen zu tun, aber vielleicht regts ja den ein oder anderen an, sich die Frage der Fragen zu stellen: wo komme ich her und wo will ich hin im Leben. Amen

    Schönes Wochenende allen, bei mir hinterm Haus blühen die Kirschbäume und Magnolien, sieht wunderschön aus – Deutschland ist gar nicht so übel, wenn man nur etwas genauer hinsieht!
    Jan

    18. April 2009 um 21:28 Uhr #101302
    roots1976
    Gast

    Jan, thanks for sharing !

    18. April 2009 um 21:52 Uhr #101304
    TheFury
    Gast

    Nö, sehe ich komplett anders! Wenn ich morgens schon schön gechillt ein, zwei Stunden Surfen hinter mir hätte, dann wäre ich nicht nur total entspannt und weniger genervt davon, zur Arbeit zu müssen, sondern wäre auch noch richtig wach und damit bereit für den Stress des Alltags – immer ’ne Abendsession oder den nächsten Morgen als positiven Ansporn im Kopf ! Und da du ja weißt, das du am nächsten Morgen oder spätestens innerhalb der nächsten Tage auf’s Wasser kommt, hätte ich auch kein Problem damit, nach zwei Stunden Session das Wasser zu verlassen, obwohl’s grade erst so richtig anfängt zu ballern – paddelt man halt am Abend oder so wieder raus! Kein Stress mehr von wegen Sparen, Sparen, Sparen, um sooft wie möglich im Jahr weiter weg zum Surfen in anständigen Wellen zu kommen, keinen Turkey mehr schieben – sondern alles ganz entspannt im Wissen, daß das Meer ruckzuck erreicht ist und man sich seine nötige Dosis Surf holen kann, wann immer man Feierabend, Wochenende,etc hat… Geil!

    ganz genauso ist es! ich hab zB noch nie so entspannt eine klausur geschrieben wie in meinem auslandsjahr, nach dem surfen geht einfach alles leichter von der hand. ich würde mich außerdem auch ziemlich unwohl fühlen wenn das surfen der einzige teil meines lebens wäre. klar, surfen ist EIN teil meines lebens, aber imho ist es ziemlich eindimensional sich nur aufs surfen zu reduzieren. ich für meinen teil mag meinen beruf und möchte in zukunft auf jeden fall als jurist arbeiten, aber alt auch surfen und meinen kindern (wenn ich denn mal welche haben sollte 😀 ) die möglichkeit zu geben am meer aufzuwachsen und mit dem surfen groß zu werden.

    @ dr. surf
    die geschichte kommt mir bekannt vor. ich kenne so viele ausgebrannte typen aus großkanzleien oder banken die jahr für jahr schufften wie bekloppt und sich anscheinend niemals fragen „warum“? das geht soweit, dass kommilitonen von mir sich reihenweise drogen wie ritalin oder kokain schmeissen nur um bessere noten und damit eine bessere karriere zu erreichen. die haben keine liebe für das was sie tun, sie sehen es nur als mittel zum zweck: karriere, geld, soziales ansehen. ich finde es traurig und finde es umso bewundernswerter wenn dein vater es geschafft hat aus so einem hamsterrad auszubrechen, denn aus erfahrung weiß ich, dass es mit jedem jahr schwerer wird. geld ist eine droge und je mehr man kriegt, desto mehr will man. ich versuche jedenfalls gar nicht erst in diesen teufelskreis zu geraten und auch das ist am ehesten außerhalb deutschlands möglich.

    18. April 2009 um 22:08 Uhr #101306
    Soulfly
    Gast

    Jau sehr interressantes Thema 🙂 und Holsten yeah du hast wieder ein Argument gefunden um die Idee etwas unangenehmer darzustellen 😀 aber Hand und Fuß hat das nich ganz oder 😉

    Mich würde Interessieren wo Mr. djungelistic gerade so unterwegs ist oder ob er immer noch träumt 😯

    18. April 2009 um 23:51 Uhr #101308
    shakin_roga
    Gast

    und so was muss ich lesen, nachdem ich für die Woche schon bei Std. 80 bin. Ich ich denke ja auch weiter 😛

    19. April 2009 um 13:35 Uhr #101312
    Zombiekarotte
    Gast

    Zum Thema Stunde 80 und vorsorgen für später und so:

    http://www.uni-flensburg.de/asta/pol_kultur_anekdote.htm

    19. April 2009 um 13:43 Uhr #101314
    roots1976
    Gast

    Schöne Anekdote! 💡

    19. April 2009 um 14:09 Uhr #101317
    TheFury
    Gast

    muss man aber natürlich mit der nötigen distanz sehen. 100% ernstnehmen kann man das selbstverständlich nicht, denn wenn der fischer nicht vorsorgt und nur am hafen chillt und genug für den jetzigen tag fängt, dann hat er eines tages nicht genug, nämlich wenn er zu alt ist um noch fischen zu fahren und dann muss er verhungern und sterben. siehe dazu die fabel vom grashüpfer und der fleißigen ameise.

    es muss immer einen mittelweg geben, man darf sich nicht von aussteigerromantik blenden lassen, ohne harte arbeit wird man es nirgendswo auf der welt zu etwas bringen, aber man darf sich natürlich auch nicht totarbeiten, sodass man keine freude mehr am leben hat und mit 40 nen herzinfarkt kriegt.

    die gesunde mitte sollte es sein und abgesehen davon sollte es das ziel sein einer arbeit nachzugehen, die einem freude bereitet und die man gerne macht, dann ist es auch halb so schlimm.

    19. April 2009 um 14:49 Uhr #101320
    surfingdudeibk
    Gast

    @thefury das mag vielleicht für dich zutrffen aber hör doch auf alle menschen in die selbe schublade zu stecken. dein weg ist auch nicht der allgemein gültige. was du da rauslässt ist teilweise einfach nur arrogant gegenüber leuten denen es nicht so gut geht, die nicht so viel glück gehabt haben wie du es hattest.

    19. April 2009 um 15:03 Uhr #101321
    TheFury
    Gast

    glück? jau, ich hatte total viel glück, hab alles in den arsch gesteckt bekommen 😀
    hey ich arbeite seit ich 11 bin, alles was ich habe verdanke ich entweder meinem fleiß oder dem meiner eltern, glück hätte ich gehabt wenn ich in wohlhabende verhältnisse reingeboren wäre.

    ich erhebe auch keinen anspruch auf die allgemeine richtigkeit meines weges, allerdings denke ich schon, dass es allgemeingültig richtig ist eine balance im leben zu finden zwischen arbeit, freizeit und hobby. sich nur der freizeit zu widmen können sich halt wirklich nur die wenigsten leisten und nur zu arbeiten ist ebenso nur für die wenigsten menschen der richtige weg.

    19. April 2009 um 15:21 Uhr #101323
    Dr. Surf
    Gast

    @thefury was du da rauslässt ist teilweise einfach nur arrogant gegenüber leuten denen es nicht so gut geht, die nicht so viel glück gehabt haben wie du es hattest.

    Versteh ich nicht. Was meinst du konkret? Hatte er jetzt Glück, weil sein Vater Pizzen ausfahren mußte um die Familie über Wasser zu halten? Eigentlich hat er’s doch eher viel schwerer gehabt, als die meisten hier?! Und der Hinweis dass man einen Mittelweg zwischen Arbeit, Hobby und Freizeit finden sollte ist eigentlich so platt, dass er jedem einleuchten müßte. Oder was meinst du?

    19. April 2009 um 15:29 Uhr #101324
    TheFury
    Gast

    Und der Hinweis dass man einen Mittelweg zwischen Arbeit, Hobby und Freizeit finden sollte ist eigentlich so platt, dass er jedem einleuchten müßte.

    platt, aber dadurch nicht minder richtig 😛

    19. April 2009 um 15:34 Uhr #101325
    surfingdudeibk
    Gast

    also ich glaub der gute herr fury der behauptet, dass für jedermann der arbeiten will genug arbeit da wäre, und nur die arbeitseinstellung nicht stimmt, kann sich bei seinem vater bedanken, dass er jetzt so große ignorante töne spucken kann.

    und nur weil es für euch der richtige weg ist, das mittel zwischen arbeit und freizeit zu finden, ist es trotzdem nicht für jeden so. es gibt genug leute die eine andere ansicht dazu haben, sowohl in die eine wie in die andere richtung. diese lebenseinstellung als falsch zu deklarieren ist genauso stupide wie jegliches andere schubladendenken.

    und gut geht es ihm sonst wär er wohl kaum in der lage zu surfen, zu reisen, jus zu studieren und einen master in NZ anzustreben. klar wenn man arbeitet ist das schon gut und recht, trotzdem gibts in deutschland genug leute die sich trotz arbeit so etwas nicht leisten können und das liegt nicht an ihrer arbeitsmoral.

    19. April 2009 um 15:42 Uhr #101327
    TheFury
    Gast

    und woran liegt es deiner meinung nach? bist du etwa auch der meinung, dass es in deutschland keine chancengleichheit gibt? die these musste ich mir in letzter zeit öfter mal anhören und dachte mir dann immer „komisch, wenn es die nicht gibt, was mache ich dann hier?“

    vielleicht ist es mittlerweile anders, aber als ich schüler war wurde man nicht beteiligt weil man ausländischer herkunft war oder weil papi keinen benz fuhr.
    vielleicht war ich auch einfach nur auf einer ganz tollen schule, aber ich zumindest habe keine benachteiligung zu spüren bekommen, eher noch förderung.

    daher bin ich auch nach wie vor überzeugt, dass man in deutschland noch relativ viel erreichen kann, auch ohne riesige finanzielle reserven im rücken, ganz anders als zB. in den USA oder england.

    und zum thema lebenseinstellung: ich bin kein großer fan von relativismus. klar gibt es nicht den einen oder den anderen komplett richtigen lebensweg, aber ich denke schon, dass es falsche wege gibt, zB. sich totzuschuften um dann mit 40 ausgebrannt in ruhestand gehen zu müssen. ich wüsste nicht unter welchen bedingungen sowas gut und richtig sein könnte, genausowenig wie mir einleuchtet wie es richtig sein kann von staatshilfe zu leben wenn man zwei gesunde hände hat und zur not aufm bau zementsäcke schleppen könnte. ( hab ich auch schon gemacht ^^ )

    19. April 2009 um 15:59 Uhr #101331
    roots1976
    Gast

    Nochmal zur Anekdote…

    http://www.uni-flensburg.de/asta/download/boell_anekdote.pdf

    19. April 2009 um 17:30 Uhr #101334
    Dr. Surf
    Gast

    und nur weil es für euch der richtige weg ist, das mittel zwischen arbeit und freizeit zu finden, ist es trotzdem nicht für jeden so.

    Doch. Denn fury hat nicht festgelegt, wie man die Anteile von Arbeit und Freizeit für sich persönlich verteilt. Der eine ist zufrieden, wenn er 60 Stunden die Woche arbeitet und nur den Sonntag frei hat, der andere legt seine Priorität auf Freizeit und sucht sich vielleicht deshalb einen Job ohne viel Streß mit 35h Woche. Wirtschaftskrise und Firmenpleiten mal außen vor gelassen: das ist eine grundsätzliche Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muß. Daher ist die Aussage uneingeschränkt richtig, weil sie jedem die Möglichkeit gibt, diese Balance ganz individuell auf sich abzustimmen.

    und gut geht es ihm sonst wär er wohl kaum in der lage zu surfen, zu reisen, jus zu studieren und einen master in NZ anzustreben

    Studieren kann jeder, der es möchte und Abitur hat. Für Leute ohne Geld gibts in Deutschland Bafög um gerade auch finanziell schlechter gestellten Familien die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder auf die Uni zu schicken. Natürlich hat es jemand leichter, wenn ihm die Eltern sein Studium, Wohnung und Auto finanzieren, aber wer wirklich etwas aus sich machen will, hat diese Möglichkeit in Deutschland, auch wenn der Start vielleicht etwas beschwerlicher ist.

    trotzdem gibts in deutschland genug leute die sich trotz arbeit so etwas nicht leisten können und das liegt nicht an ihrer arbeitsmoral.

    Und woran liegts deiner Meinung nach? Wirtschaftskrise zählt nicht, die ist erst seit letztem Sommer aktuell – auch wenn durch sie bestimmt einige unverschuldet für eine Zeit lang ohne Job sind. Aber eben nur eine Zeit lang und nicht ein Leben lang.



    @zombiekarotte
    & roots
    danke für die links! sehr aufschlußreich und hintersinnig. Böll halt.

    19. April 2009 um 22:08 Uhr #101341
    DerTim
    Gast

    hi, also ich meine mit der planung, da es immoment noch alles offen ist für mich mit dem sportstudieren habe ich mir fest in den kopf gesetzt, aber wenn ich studiere kann ich natürlich 2-3 studien gänge belgen…

    wo ein wille ist ist auch ein weg und hey immoment komme ich höchstens alle zwei weochen ans mehr und muss mir sone nordseesuppe im die ohren hauen. selbst wenn man mit nem fulltime job in oz sitzt und nur abends oder morgens mal rein sbringt, also ich fänds immer noch besser als im unfreundlichen versagerland deutschland zubleiben :), wenn ich da bin gibts übrigens immer nen freies zimmer für deutsche surfer die mal ne pause brauchen 😉

    lg tim

    19. April 2009 um 22:39 Uhr #101343
    Garuda
    Gast

    noch besser als im unfreundlichen versagerland deutschland zubleiben 🙂

    Ich verstehe ja vollkommen deine Meinung, aber dennoch muss ich anmerken:

    Die meisten Menschen beneiden uns wegen unserer Einstellung. Du wirst kein Land finden in dem die Leute soviel wert legen auf die Fußgängerampeln oder das Rechts-stehen-Links-gehen auf der Rolltreppe. Natürlich nervt es manchmal und Deutschland hat nicht nur Vorteile, aber wenn du erstmal Lange genug von Zuhause weg bist, wirst du feststellen das es doch ganz gut ist wie es ist.

    Ausserdem gibt es einfach viele Zustände ausserhalb von Deutschland die man sich gar nicht vorstellen kann, wenn man von hier kommt.Soziale Gerechtigkeit, Sicherheit und generelle Ordnung und Organisation zB.

    Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Deutschland Fanatiker, und weit davon entfernt zu behaupten unser Land sei perfekt, aber ich bin im meinem Leben viel rumgekommen und war auch immer wieder erstaunt wie froh ich doch war über eigentliche Selbstverständlichkeiten. Aber wenn wir in München am Meer wären, wäre ein schwierig eine Stadt auf dieser Erde zu finden in dem die Lebensqualität meiner Meinung nach höher wäre. Und da stimmt mir auch die ganze Welt zu.

    19. April 2009 um 22:44 Uhr #101344
    TheFury
    Gast

    also ich mag münchen nicht so sehr 😛
    ist aber geschmackssache, bin halt n nordlicht und für mich geht nichts über mein geliebtes hamburch ( deutschlandtechnisch )

    aber grundsätzlich gebe ich dir recht, dertim hört sich doch arg naiv und grün hinter den ohren an. tim, ich würde dir dringend empfehlen erstmal ein halbes oder auch n ganzes jahr in einem anderen land zu leben, dann kannst du dir immernoch überlegen ob deutschland SO schlecht ist.

    19. April 2009 um 22:48 Uhr #101345
    dark_dog
    Gast

    …na gebe ich doch auch mal meinen Senf dazu.
    Ich selbst bin auch nicht der große Deutschland-Fan, bin aber trotzdem glücklich und stolz hier auswachsen zu können. Wenn man mal im „Ausland“ gelebt oder Freunde hat die eine Weile nicht in Deutschland gelebt haben realisiert man erst was ein Deutsches Abitur oder gar ein Deutsches Studuim wert ist! Gerade wenn man in den Osten blickt.
    Bei fury war es genau anders herum (vermute ich zumindest). Vater kam aus der Ukraine nach Deutschland und sein Doktor war hier nichts mehr wert. Und genau diesen Wertverlust im umgekehrten bringt einem das Deutsche Abitur/Studium.
    Hut ab vor dir Fury und deinem Vater!

    19. April 2009 um 23:37 Uhr #101346
    TheFury
    Gast

    naja nichts mehr wert kann man nicht sagen, der dr. wurde problemlos anerkannt und umgeschrieben, die sovjetischen inginieure sind und waren sehr angesehen in der ganzen welt, wenn die sovjets was konnten, dann technik bauen.

    das problem war eher, dass man nahe der 40 ohne sprachkenntnisse eher begrenzt eine stelle in der wissenschaft findet, also in einem berufszweig in dem andere seit ihrem studium kontakte schöpfen und sich vom doktoranten zum habilitierten prof hocharbeiten. aber immerhin hat er das ganze im zeitraffer auch geschafft und kann uA auch wieder an der uni unterrichten.

    aber den punkt mit dem wertverlust deutscher abschlüsse verstehe ich nicht so recht, deutsche akademiker sind durchaus angesehen und begehrt, es kommt halt aufs fach an. als machinenbauer oder elektroinginieur zB. hat man im moment überhaupt keine probleme nach NZ auszuwandern. auch die doktortitel uÄ werden problemlos anerkannt. ja es ist sogar als deutscher rechtswissenschaftler möglich in übersee fuß zu fassen, gerade WEIL die ausbildung in deutschland so hervorragend ist ( und im gegensatz zum schrecklichen angloamerikanischen case law auch rechtsdogmatische kenntnisse vermittelt die internationale gültigkeit besitzen )

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