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25. Januar 2010 um 0:26 Uhr #110609
UK1974GastMoin,
jetzt habe ich alle vier Seiten des Threads gelesen, viel Kontoverses dabei. Thread ist ja auch schon älter, fand ich aber spannend, weil mich das Thema Autodidakt/ Brettwahl/ Lernerfolg selbst beschäftigt.
Ich erzähle mal, wo ich surfmässig herkomme. Bin 179 cm groß, 73 kg schwer, nicht unfit, habe ein ziemlich gutes Balancegefühl.
2005 im Sommer einen 3 1/2 h-Kurs bei einer entzückenden Surflehrerin in Cornwall gemacht. Beim ersten Versuch aufgestanden, dickes Grinsen im Gesicht, Sport entdeckt. Dann 4 Monate später ein Bic 7’3″ gekauft, in Dänemark und TDS unterwegs gewesen, kurze Wellen im Weisswasser, den meisten Spaß gehabt, alles schön. 1 Jahr später eine alte schwere und an x Stellen geflickte 9′ Single-Fin-Planke gekauft, Egay machts möglich mich von dem Typen übers Ohr hauen lassen und 8 Stellen geflickt (ich hoffe der Typ liest hier mit – jaaaaaa, das alte rot-weiss-gelbe Backyard-Board…wenn ich nicht so ein friedlicher Mensch wäre und Wespen aus dem Bier rettetetetete, würde ich Dir das Ding vielleicht mal auf den Kopf kloppen!). Egal, viele schöne Wellen gehabt, aber primär im Weisswasser. Paar Grüne dabei, aber von Koordination nicht viel zu sehen. Zäh, quasi. Dann ein gebrauchtes Bic Nat Young 9’4″, weil ich eigentlich keinen Bock auf hektische SB-Action habe, sondern geht es mir ums Gleiten, der eleganteste Weg, sich über das Wasser zu bewegen. Paar Mal in Portugal gewesen …letzten Sommer sagt mir ein Surflehrer dort, das es klar ist, dass man darauf als Anfänger kaum besser wird, ist ja auch superschwer zu drehen. Andere sagen, das lässt sich schön drehen. Und nun…Es gibt 2566 Meinungen, was für einen selbst das Beste ist, man selber hat keine richtige Ahnung als Anfänger.
Ich mach auf jeden Fall einen Kurs im Oktober auf Fuerte. Und jetzt kommen wieder 2566, die sagen, gehe doch nach Portugal, Bochum oder Clausthal-Zellerfeld, da geht das doch viel besser.Also, mein Weg ist weit weg von nem Shortboard-Wunsch, ist aber auch zäh, zumal ich nur begrenzt ins Wasser komme. Der Job macht es möglich…We und keine Welle in Sicht, Woche, 11h Arbeit in der Woche und das Meer brüllt.
Ich will also kein Shortboard, sondern ein Board, das mir Erfolgserlebnisse verschafft. Mit einem Surfshop gesprochen…der sagt, kauf doch am Besten ein Buster Egg. Ein Anderer sagt, ein dicker Fish wäre geeignet…Das zeigt mir – es bleibt auch ein wenig die Bauchentscheidung. faktisch ist fast immer alles an Für und Wider richtig, aber wenn man sich dabei nicht wohl fühlt, wird es auch nischt.
Was meint Ihr?
Viele Grüße
Ulf25. Januar 2010 um 13:19 Uhr #110616
miriGastCheck ich nicht. Wenn du beim Longboarden bleiben willst, warum bleibst du dann nicht erstmal beim Minimal? Oder nimmst dir was in der 8.0 Ecke, da gibt es einige Shapes, die dem eines Longboards gleichen, aber halt für einen Anfänger aufgrund der geringeren Länge nicht ganz so „klobig“. Wer hat dir denn bitte einen Fish empfohlen?
25. Januar 2010 um 16:43 Uhr #110621
matthiasGastHey,
ein Fisch ist glaub ich für deine Zwecke noch nicht das Ideale.
Und wenn du in der Longboardecke bleiben möchtest macht ein Funboard/Hybrid auch wenig Sinn. Ansonsten würde ich sagen das ein Egg
oder klassischer Funshape (schon das richtige wären.Mein Rat wäre aber, anstatt jetz das 3 oder 4 Board gebraucht oder von der Stange zu kaufen, mal ein Custom Shape in Angriff zu nehmen und in Abstimmung mit dem Shaper, angepasst an deinen jetzigen Könnensstand und Boardwunsch
ein eigenes Board fertigen zu lassen.26. Januar 2010 um 11:05 Uhr #110634
GFFGastHabe die bisherigen Beiträge nur überflogen, sorry also, falls ich hier nicht wirklich am Thema sein sollte. Meine Erfahrungen:
Ein richtiges Shortboard, also dergestalt, dass man im Sitzen fast bis zu den Schulter einsinkt, ist glaube ich nur was für Meeresanwohner. Ansonsten ist es einfach zu viel K(r)ampf, überhaupt auf die Welle zu kommen geschweige denn, anständige Ritte hinzukriegen.
Die Lernkurve beim Surfen ist nun einmal so ziemlich das undankbarste, was man sich vorstellen kann. Ich kenne keinen Sport, bei dem es so lange dauert, bis man die ersten echten Erfolgserlebnisse hat. Falls es irgend geht, sollte man es als absoluter Anfänger einrichten, eine längere Periode am Meer zu verbringen, um nicht so riesige Pausen zwischen den Sessions zu haben.
Ich hatte das Glück, 1998 für vier Monate zu einem Praktikum auf Maui zu sein. Habe einen 2h-Kurs bei einem recht unmotivierten Windsurfer-Halb-Pro gemacht, und dann ging es täglich ins Wasser. Auf nem 8-Fuss-Mini-Malibu. So kam man schon mal ein bisschen in die Sache rein.
Heute, nach einem weiteren 10-Monats-Non-Stop-Surf-Trip und ungezählten Europa-Kurztrips (NL, F, E, PORT)würde ich mir noch immer kein richtiges Shortboard zutrauen. Bin heute auf nem Fatum-Fish unterweges und find ihn prima. Bestimmt bin ich auch nicht der allertalentierteste Surfer, aber ich denke, dass sich niemand einen Gefallen damit tut, mit einem zu kurzen Board mit zu wenig Auftrieb herumzukämpfen.
Viele Grüße
26. Januar 2010 um 23:15 Uhr #110642
peterleeGastEin richtiges Shortboard, also dergestalt, dass man im Sitzen fast bis zu den Schulter einsinkt, ist glaube ich nur was für Meeresanwohner. Ansonsten ist es einfach zu viel K(r)ampf, überhaupt auf die Welle zu kommen geschweige denn, anständige Ritte hinzukriegen.
Heute, nach einem weiteren 10-Monats-Non-Stop-Surf-Trip und ungezählten Europa-Kurztrips (NL, F, E, PORT)würde ich mir noch immer kein richtiges Shortboard zutrauen. Bin heute auf nem Fatum-Fish unterweges und find ihn prima.
Das ist für mich irgendwie widersprüchlich, da ein Fish in der Regel und traditionell gesehen, kürzer als das Shortboard im Quiver gefahren wird und genauso schwer zu fahren ist, wie ein „Shortboard“ und absolut nichts für absolute Anfänger ist. Das Einsatzgebiet und die Charakteristik eines Swallow Tail Surfboard wird meiner Ansicht nach oft falsch verstanden. 😆
an GFF: Was für einen Fish hast du denn? Ein Surfboard, das die ungefähre Form eines Swallow Tails hat, ist noch lang kein Fish und wenn du jetzt einen Classic Fish hast, zwischen 5’0 und 6’2 ist da kein wirklicher Unterschied zu einem „Shortboard“ weil ein Fish eben auch ein Shortboard ist. 😉
Viele Grüße, PL
27. Januar 2010 um 0:16 Uhr #110644
meister-gGastunabhängig von dem genauen shape den gff hat:
natürlich existiert ein unterschied zwischen einem kleinen performance-shortboard und nem ich sag mal durschnittlichen fish.
natürlich hat pl recht und ein ein ist fish kein board für anfänger (häufig geht es ja in die richtung und evtl klang für pl der post auch so). aber für einen regelmäßigen nicht am meer lebenden surfer ist der wavecount einfach viel höher und das ist sehr entscheidend. volumen und gleitfläche ist auch bei einem kleineren fish größer. und ich glaube nicht, dass wir von einem 5,0 fish in diesem fall reden.27. Januar 2010 um 8:34 Uhr #110645
GFFGastan GFF: Was für einen Fish hast du denn? Ein Surfboard, das die ungefähre Form eines Swallow Tails hat, ist noch lang kein Fish und wenn du jetzt einen Classic Fish hast, zwischen 5’0 und 6’2 ist da kein wirklicher Unterschied zu einem „Shortboard“ weil ein Fish eben auch ein Shortboard ist. 😉
Viele Grüße, PL
Hast schon recht, ein reinrassiger Fish ist mein Fatum auch nicht. Es ist auf dieser Seite
http://www.fatumsurfboards.com/fish/
das Board ganz unten, in der 6′ 4“er Länge. Jedenfalls hat das Brett genug Volumen, um gut in die Welle zu kommen, trotzdem man kann es noch sehr gut Duckdiven (übrigens für mich ein ganz großes Argument bei der Brettwahl) und es fährt sich sehr angenehm. Den Namen ‚Fish‘ hat es bei Fatum wahrscheinlich nur wegen der Tailform bekommen.
Um ehrlich zu sein ist mir der Einfluß des Swallowtails aufs Fahrverhalten nie so ganz klar geworden, weiß da jemand mehr?
Ich bin jedenfalls happy mit dem Brett, super auch zum Reisen, aber einem absoluten Anfänger würde ich es auch nicht empfehlen.
Viele Grüße und nen schönen Tag!
27. Januar 2010 um 10:39 Uhr #110647
UK1974Gast@Miri und Matthias:
Genau, ihr habt beide Recht – deshalb werde ich erstmal auch bei meinem Longboard bleiben und es solange nutzen, bis ich es kann. Dann kann ich immer noch dauerhaft umsteigen, wenn ich es denn möchte.
Ich habe zwar jetzt auch noch einen Fish im Keller, weil ich den in nem super Zustand zum Spottpreis bekommen habe – aber ich sehe den eher als Experiment. Wenn ich damit gar nichts hinbekommen, dann steht er im Keller, bis das auch klappt. Aber ausprobieren werde ich es, vielleicht werden wir ja auch gute Freunde dabei.Mein Beispiel oben ist ja auch nur exemplarisch – es erzählt einem eben jeder etwas anderes und es ist schwer, herauszufiltern, was gut passt und was nicht. Aber letztlich kann man ja auch Einiges ausprobieren.
Dennoch vielen Dank für die Tips, spätestens im Oktober auf Fuerte kann ich das mal ausprobieren, vorher mit Longie in die Nord- und Ostsee.
Viele Grüße
Ulf28. Januar 2010 um 0:24 Uhr #110656
peterleeGastUm ehrlich zu sein ist mir der Einfluß des Swallowtails aufs Fahrverhalten nie so ganz klar geworden, weiß da jemand mehr?
@ gff: Fish: „Auch wenn die Fische zwischen 5’2 und 5’8 mit einer Breite von 21 inch ihrer Outline nach eher wie behäbige Pummelchen aussehen, fliegen sie wie Raketen down the line. Ein Flat Rocker und ein gut ausgearbeitetes Concave sind dafür verantwortlich. Gleichzeitig sorgt das große Volumen unter der Brust für starke Paddelpower und die Breite für sichere Takeoffs und stabiles Stehen. Die Twin Fins machen das Brett loose und drehfreudig in der Pocket, wobei die langen und geraden Rails rassiges Carving ermöglichen. / Das Split Tail hat einen gespaltenen Schwanz wie eine Schwalbe. Dabei ist es jedoch extrem breit und hat die größte Heckfläche von allen Tail Designs. Der damit verbundene lange Hebel erlaubt ordentlichen Druck auf das Tail. / Fish Surfboards und Single Fins haben in der Regel viel Breite, viel Volumen und wenig Rocker. Daraus resultiert eine höhere Gleitgeschwindigkeit, aber weniger Drehfreudigkeit (Anm.: Wobei diese fehlende Drehfeudigkeit nur wirklich gute Surfer erkennen werden im Vgl. zum Thruster) / Der Twin Fish stammt aus den Siebzigern und wurde ursprünglich als Kneeboard entwickelt (George Greenough, Steve Lis), wobei die eigentlichen Vorreiter Bob Simmons und Tom Blake waren. Der heute bekannte Fish geht auf die Arbeit von Mark Richards zurück.“ (vgl. Tide Ausgabe August-September (2006): 66ff.)
Ein kleiner Überblick 🙄
LG PL 😆
28. Januar 2010 um 8:14 Uhr #110660
GFFGastDanke für die Erklärung!
28. Januar 2010 um 12:28 Uhr #110663
peterleeGastwar nicht meine weisheit 😀
28. Januar 2010 um 20:52 Uhr #110670
n400GastHier sind doch auch schon mal die Maße vom Lis-Fish aus „Surfbord Design and Constuction“ von 1978 unterwegs gewesen.
@peterlee
Hast Du die Tide Ausgabe August-September (2006): 66ff.? Über nen Scan würden sich sicher auch viele andere freuen.29. Januar 2010 um 18:02 Uhr #18442
peterleeGast@ n 400 & alle: kann die seiten auf jeden fall scannen.schickt mit eine pn und ich maile euch ein pdf. finde den artikel aber nicht so spektakulär, eher ein schneller abrissm aber kein problem ❗
lgpl
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