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Anonym aktualisiert.
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16. Februar 2010 um 12:53 Uhr #22431
AnonymInaktivHier ein paar Infos für KollegInnen, die sich für Holz Surfboards interessieren und für künftige Freunde der Holz Surfboards.
Aus gegebenen Anlass (ich bau gerade ein Wood Surfboard) interessiere ich mich für diese alte Bauweise und stoße dabei immer wieder auf geniale KonstrukteurInnen!
Ich frage mich aber auch, warum die Wooden Surfboards Szene eher klein ist und warum so wenige Menschen diese viel umweltfreundlicheren Surfboards (Holz Furnier, Holz, recycled EPS) bevorzugen. Sollten Holz Surfboards wirklich mehr Vorteile gegenüber den herkömmlichen Schaum-Surfboards haben, ist diese Frage auch berechtigt.
Vorteile:
weniger anfällig auf Zerstörungen, liegen besser im Wasser (wie auf Schienen), interessantes Fahrgefühl, werden umweltfreundlicher produziert, … gibt sicher noch welche! 😀Nachteile:
Keine :lol:, OK nicht ganz, Holz Surfboards sind um eine Spur schwerer als herkömmliche Boards.Woran kann das also liegen? Am Preis? Bekanntheitsgrad?
Warum kauft (baut) Ihr Euch keine Wooden Surfboards?
Hier ein paar interessante Links:
Internationales Treffen der Wood Surfboard Freaks an der Gold Coast
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DER MEISTER SHAPER (tolle Finnen)
http://www.johncherrywoodcraft.com/gallery.htmlSehr schöne Paulownia/EPS Konstruktionen
http://www.timberlinesurf.com/Paulownia/Kork/Plywood Boards (herrliche Mavericks Guns)
http://hesssurfboards.com/History
http://www.woodsurfboards.com/Sammlung der besten Shaper weltweit (im BLOG rechts)
http://woodensurfboards.blogspot.com/Diverse Shaper
http://www.grainsurfboards.com/
http://www.hollowsurfboards.com/Boards.htm
http://www.woodsurfboardplans.com/
http://siebertsurfboards.blogspot.com/Viel Vergnügen und Grüße PL 😆
16. Februar 2010 um 14:01 Uhr #111108
maatGastWahrscheinlich ist es dasselbe wie bei Booten: Die sind aus Holz auch schöner als aus GFK. Allerdings auch teurer, arbeitsintensiver, weil man sie dauernd wieder neu anstreichen muss und schwerer. Ist halt mehr was für traditionsbewußte Freaks und Liebhaber und nicht für den Durchschnittsmenschen. So ähnlich wie Oldtimerfahren oder so.
16. Februar 2010 um 15:51 Uhr #111109
spongeGastWoran kann das also liegen? Am Preis? Bekanntheitsgrad?
Hm, also ich hab mir schon überlegt, dass man so ein Hollow-Board ja auch mit gutem Sperrholz in einem Stück beplanken könnte, Balsarails dranmachen und falls das Sperrholz keine gute Optik hergibt noch farbig glasen anstatt transparent. Ich denke mit so einer Bauweise könnten die auf jedem Fall mit BIC und NSP konkurrieren.
Plastik ist wahrscheinlich trotzdem billiger und einfacher und günstiger zu Verarbeiten.Warum kauft (baut) Ihr Euch keine Wooden Surfboards?
Die kosten ja mindestens das doppelte. Ich werd mir eins mit einem Bausatz bauen, als Schreiner eine Frage der Ehre aber bei ca. 1900 € für ein 9er Longboard auch eine Preisfrage.
Allerdings auch teurer, arbeitsintensiver, weil man sie dauernd wieder neu anstreichen muss
Sowohl Balsa als auch Hollow Boards werden am Ende dünn geglast. anstreichen entfällt.
Hier noch ein Link
http://wachtfogelcustomhollowsurfboards.com/16. Februar 2010 um 20:30 Uhr #111113
n400GastNur aus Holz ist sicherlich die absolute Megaarbeit.
Nen Sandwichboard mit Balsabrettchen ist aucgh sehr viel Arbeit.
Was haltet Ihr denn von nem EPS-Board mit 1,2 mm Holzfurnier und Balsarails?16. Februar 2010 um 21:02 Uhr #111114
peterleeGast@ n400: Top Idee, Furnierholz ist relativ günstig und es gibt eine tolle Auswahl beispielsweise bei
http://www.frischeis.at/furniere/holzarten/alphabetisch/
und der EPS Kern ja auch. Eine Alternative zu Balsa (weil sehr teuer) wäre Kork. Korkrollen gibt es in Meterware und sie lassen sich leicht in Streifen aufkleben. Die Rails lassen sich dadurch auch leichter bearbeiten …
16. Februar 2010 um 21:44 Uhr #111115
n400GastDas Balsasandwich kostet meines Wissens deutlich weniger pro Board als das Airex. Auch das Divinycell ist billiger.
Mit ner Furnierschicht oben und unten bei nem 3m-Brett ist man mit ca. 30€ mit dabei. Für die Rails dann noch zwei Schichten Stirnholz mit 4 mm.
Schau mal bei http://www.blasabar.de
Allerdings bei Balsarails und Furnier bist Du fast auf jeden Fall bei den Vakuumpressverfahren.
16. Februar 2010 um 22:15 Uhr #111116
ThyromeGastoder einfach paulownia bei mir einkaufen und keinen schaum benötigen 🙂
dann geht das brett auch aus 99,9 Prozent Holz.
Umweltfreundlicher gehts nicht und der Carbon Footprint unseres Holz ist auch unschlagbar, im verlgeich zu den stoffen die ein normales board verschluckt.16. Februar 2010 um 22:56 Uhr #111117
n400Gast@Thyrome: Was hat das Holz denn für ne Dichte? Lässt dich da so schnell Volumen wegscheifen wie bei Balsa? Die Webseite sieht gut aus, allerdings bei den Preisen lohnt sich ja schon Vakuum-EPS-Paulowniabrettchen, oder? Gibts das auch in 1,5 – 2 mm?
21. Februar 2010 um 23:01 Uhr #111194
surfatollGastes bauen auch noch andere woodies, mehr hier:
Tobi:
http://www.surfatoll.de/phpbb3/viewtopic.php?f=21&t=2462Gunnar
http://www.surfatoll.de/phpbb3/viewtopic.php?f=21&t=2624
http://www.surfatoll.de/phpbb3/viewtopic.php?f=21&t=262422. Februar 2010 um 2:33 Uhr #111202
LizzieGastwuerde persoenlich auch sofort auf holz umsteigen und ein wenig performance verlust dafuer auch gerne in kauf nehmen. nur 2 gruende warum ich bisher noch poly und epoxy bretter surfe:
1.) wood boards sind leider noch ueber meinem budget. in ein paar jahren vielleicht wenn ich mehr geld verdiene oder die preise sinken waer das was
2.) leider mangelt es an handwerklichen faehigkeiten, daher faellt selber bauen raus22. Februar 2010 um 11:51 Uhr #111207
peterleeGast@ lizzie: vielleicht baut dir jemand ein Holzboard zum Preis für ein Polyester-Surfboard. Hier im Soul Surfers oder im Surfatoll Forum gibt es ja einige Leute. Mir fehlt leider noch die Routine, um dir so etwas anbieten zu können.
Ich weiß jetzt nicht, welche Boardtypen du gern fährst, aber beispielsweise bei einem 6’2″ Board sind die Materialkosten an sich nicht hoch, nur die Arbeitszeit ist halt wesentlich länger als bei einem Schaumkern, der eben „nur“ geschliffen werden muss. Laminat benötigt man in der Regel auch nur eine kräftige Lage. Überschlagsmäßig gerechnet, liegen die Kosten mit Arbeitszeit bei circa € 400,00-500,00
LG PL
23. Februar 2010 um 5:09 Uhr #111234
LizzieGast400-500 euro ist auf jeden fall nen fairer preis (wenn der shape auch was taugt). In den USA gehen holz bretter teilweise fuer bis zu 2,000 $ ueber den tisch. Bin aber wohl mind. die naechsten jahre nicht mehr in deutschland ansaessig. mal schaun. ein bekannter von mir aus australien baut auch holzbretter, aber nur fuer seinen eigenbedarf. schade, da sind echt ein paar schicke bretter dabei, die ich ihm gerne abluchsen wuerde 🙂
23. Februar 2010 um 10:28 Uhr #111239
spongeGastHier ist noch eine Alternative, Carboard mit Karton-Core – ist ja im weitesten Sinne auch Holz. Sieht auf jedem Fall abgefahren aus:
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23. Februar 2010 um 21:54 Uhr #111262
n400GastIst ja auch ne geniale Idee, das Pressen mit Pflastersteinen zu machen. Pressen mit Sand hab ich auch schon mal gesehen.
@peterlee
Planst Du schon an nem Board mit EPS-Kern und Furnier?
Die Kosten fürs Holz (Furnier und Balsa für die Rails) dürften nach meiner Recherche so bei 45 € liegen, plus EPS, plus Harz und Glasmatte.Ich such auch noch Platz, um nen 9′ 6″ zu bauen. Falls jemand Lust und Platz hat.
23. Februar 2010 um 23:23 Uhr #111265
peterleeGastGenial diese Pappkarton Konstruktionen, vor allem weil ich mir noch vor zwei Tagen gedacht habe, ob so etwas nicht möglich wäre, als ich Bücher in Umzugskartons gepackt habe. 😀
@ n400: Ich glaub auch, dass du keine Mehrkosten haben wirst. Planen ist vielleicht übertrieben, nur mal drüber nachgedacht; ich muss erst einmal meine derzeitige Arbeit vollenden, rechtzeitig vor Galizien. Ich mach ja gerade ein hohles Board mit Sperrholzplatten oben und unten, die Verstrebungen aus Paulownia Holz und EPS Zwischenfüllungen. Muss jetzt nur noch die Oberplatte verleimen und dann werden die Rails gemacht. Ich nehm dünnes Sperrholz und kombiniere es mit Korkstreifen. Finnenkasten ist shcon vorbereitet. Zum Schluss lass ich es mit Epoxy laminieren. Bis jetzt ist nichts verzogen laut Wasserwaage 😆 Dokumenation folgt!
Wie siehts bei dir aus? Furnier EPS Kombination willst du angehen? Klingt gut, sowie diese Timberline Surfboards, oder? Top Geräte …
17. August 2010 um 18:03 Uhr #116286
samuel thobenGastKann man auch welche aus komplettholz bauen, also nich hohl, sondern aus einem stück?(balsa)
wenn ja kann man dann diese maße nehmen oder muss man zu jedem maß noch ein bisschen dazutun weil ja bei einem Plastikbrett noch die harte schale draukommen würde? und womit lackiert mann das holzboard dann?
samuel
17. August 2010 um 19:01 Uhr #116291
peterleeGastHallo Samuel,
willkommen im Forum! Das ist ja das zweite Posting von dir seit gestern bzgl. Surfboardbau. Du solltest dir einmal in erster Linie im klaren sein, welches Board genau für dich richtig wäre und dann erst welches du gern hättest (Aussehen usw.)! Aber deine Auswahl ist ja ohnehin ein Allrounder, also passt das schon. Im ersten Post von dir wolltest du dich an einem Buster Egg orientieren und fragst nach den Maßen. Die stehen rechts oben! 😀 nur die Rockermaße hast du leider nicht. Also wirst du das Board nicht ganz genauso nachbauen können, außer du fragst bei Buster nach oder du eignest dir etwas Theorie an und findest heraus, wie üblicherweise die Rockerkurve bei dieser Art von Surfboards aussieht. Oder du kannst es dir einfacher machen und z.B diese Website ansehen und die Boards, als Beispiel das Moby von Fatum, wo du einerseits die Außenlinie von deinem gewünschten Board siehst und dann noch andererseits die dazugehörige Rockerlinie (Kurve, Biegung, …) Hat in diesem Fall der Shaper Maestro Gero festgelegt.
http://www.fatumsurfboards.com/boards/hybrids/moby/
Du hast nun dein Traumboard gefunden. Der ncähste Schritt ist danbn , dass du die angloamerikanischen Maße nimmst und sie einmal für deinen Zwecke umrechnest, z.B über diese Seite, außer du hast Fuß und Inch lieber als cm:
http://www.reckenpferd.de/tools/m_ft_in.html
Und fängst dann an dein Board einmal auf Papier zu bringen. Du kannst dir Kurvenschablonen machen oder in einem CAD Programm das gesamte Board designen. WENN:!: dir die Sache wirklich ernst!!! ist und die auch eine genaue!!! Boardvorstellung hast, biete ich dir an, dass ich dir „umsonst“ dein gewünschtes Board (z.B Fatum Link) als Vektordatei zeichne, wenn du selbst keine kreativen Möglichkeiten hast. Die Datei wäre dann ein PDF, dass du in jedem Copyshop 1:1 ausplotten lassen kannst für 3-5 Euro, dann hast du das Board in Originalgröße und kannst deinen Schaumkern oder deine Holzplanke danach formen. Den Rocker (Kurve, Biegung) kann man von Fatum übernehmen.
Du kannst auch ein Board aus Vollholz machen und vor allem aus Balsa, klar, aber Balsa ist sehr teuer in dieser Menge und dann musst du das Board erst laminieren, andere Hölzer wie Fichte, Kiefer usw. werden zu schwer! Paulownia Holz ist die günstigere Variante als Balsa und auch sehr leicht. In diesem Fall kannst du das Board zwar komplett aus Fichte schnitzen, hobeln, schleifen usw und dann musst du es wieder auseinandersägen und innen aushöhlen.
Wie du siehst, gibt es soviele Varianten ein Surfboard zu machen und deswegen solltest du dich einmal richtig einlesen. Du hast vermutlich bisher auch deswegen keine unzähligen Antworten bekommen, weil man bei der Beantwortung deiner Fragen einmal enorm weit ausholen muss …
Schau dir auch einmal dieses Forum an, ist bzgl. Surfboardbau die erste Anlaufstelle. Dann treffen sich Hobbyshaper mit Profis und tauschen sich dennoch miteinander aus und helfen einander bei jedem Arbeitsschritt!
Wenn du ein Board bauen willst, musst du dir theoretisches Wissen über die Anatomie von Surfboards aneignen.http://www2.swaylocks.com/forum
Hau rein, Gruß!
17. August 2010 um 23:27 Uhr #116295
christoph2601GastIch wollte auch mal mein absoluten Favoriten präsentieren, nur weiß ich nicht mehr, woher ich das Bild habe:)

nach meinem XPS/EPS shapes werde ich mich jetzt auch mal an so etwas versuchen:)
n400 ich brauche INFOS, INFOS und noch mehr INFOS:) THX for all!!!!
18. August 2010 um 0:00 Uhr #116296
n400GastDas Brett sieht ja ganz genial aus.
Ich würd mir das Furnier dann ganz genau aussuchen, sollte 1,5 – 2mm dick sein.
So wie es aussieht, sind die Rails aus 4 – 5 mm Stirnholz aufgebaut. Mit Balsa geht das ohne Vorbiegen.
Kauf Dir ne Vakuumpumpe, den Mehr-Schicht-Vakuumschlauch und alles wird gut. 😉
… und denk daran, dass die ersten ein bis zwei Bretter mit Holzsandwich vielleicht nicht ganz so gut werden.
18. August 2010 um 0:13 Uhr #116297
christoph2601Gasthast du ein Plan, was das für ein Furnier ist?
18. August 2010 um 0:40 Uhr #116305
n400Gast@christoph2601
Nö. bin kein Holzexperte. Ich hab mir zwei Rollen 3 m x 60cm x 1,6 mm gekauft. Für die Rails gibts bei mir Balsastirnholz in 4 mm Stärke. Habs günstig bei http://www.balsabar.de gekauft – die machen auch Anfertigungen nach Wunsch, einfach fragen.peterlee hat augenscheinlich aber auch viel Holzerfahrung, vielleicht kann er was sagen.
Ohne Vakuumpressen gehts bei den Sandwichboards allerdings nicht (außer exotisch im Sandbett).
Ne ganz gute Vakuumgrundausstattung gibts bei http://www.r-g.de. Die haben nen guten Vakuumschlauch aus PE-PA-PE. Hält lange und ist superdicht. Die eine Seite machst Du mit dem Vakkumdichtband dicht, die andere mit nem alten Stück Isomatte, zwei Holzlatten und vier Leimklemmen.
… mit der Vakkumtechnik kannst Du sogar beim Laminat hohe Faserdichten erreichen.
18. August 2010 um 0:44 Uhr #116307
spongeGastDie Rails scheinen mir mit Kork gemacht zu sein, zumindest teilweise, so wie Paul Jensen das macht
http://www.hollowsurfboards.com/how_to.htm18. August 2010 um 0:50 Uhr #116308
n400GastKork lässt sich auch einfach aufpressen, weil sehr biegsam. Das sollte sich dann ja fast in einem Arbeitsgang machen lassen.
18. August 2010 um 11:11 Uhr #116317
peterleeGastpeterlee hat augenscheinlich aber auch viel Holzerfahrung, vielleicht kann er was sagen.
Bin absolut kein Experte, weder Holz- noch Tischlerexperte! Theoretisch weiß ich schon etwas bzgl. Woodboardbau, aber nur auf hohle und Vollwoodies bezogen. Diese Sandwichvariante und Furnierlagen sind doch dein Gebiet n400 :D! Ich tausch mich halt im swaylocks permanent aus, habe aber leider nur wenig praktische Erfahrung, weil ich die Boards (2) immer versuche über umweltfreundliche Lösungen zu bauen und arbeite eher im „Pfusch und Russisch“ 😆 (aber sie sind stabil und ist ausbalanciert)
hast du ein Plan, was das für ein Furnier ist?
Vielleicht findest du das passende Furnier selbst:
Die sind in Ö zumindest die Furnierprofis
http://www.frischeis.at/furniere/holzarten/alphabetisch/Wenn du genau das Holz suchst, würde ich das Foto im Swaylocks Forum posten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit meldet sich sogar der Shaper dieses Boards! Danny Hess macht viel mit Korkrails! http://www.hesssurfboards.com/
Kork lässt sich auch einfach aufpressen, weil sehr biegsam. Das sollte sich dann ja fast in einem Arbeitsgang machen lassen.
Stimmt!
18. August 2010 um 14:07 Uhr #116322
spongeGastAlso das Board auf dem Bild muss kein Furnier sein. Wenn ich Massivholz sorgfältig auswähle, entsprechend aufschneide und aneinanderlege bekomme ich auch eine gleichmäßige Fladerung wie man sie vom Furnier kennt.
Wenn man sich für Furnier entscheidet sollte man dickeres Säge- oder Messerfurnier nehmen, das könnte dann so um die 2mm dick sein und ist nicht gleich durch geschliffen wenn man die Rails verschleift. Dickere Furniere werden weniger verwendet als das Standartfurnier (0,5 mm Dicke) Dementsprechend ist es in kleinen Mengen wohl eher schlecht zu bekommen, am besten Schreinereien und Furniergroßhandlungen abklappern und schauen ob die kleine Restmengen haben oder kleinere Mengen rausrücken.
http://www.tischler-ole-welzel.de/Holzwerkstoffe/1%20Furnierarten-Herstellung%2012Juli04.pdf
Wenn man Furnier für die Hollow Bauweise verwendet ist zu beachten, dass ich ein Sperrholz welches ich auf einer Seite mit Furnier belege auch auf der anderen Seite furniert werden muss damit keine Spannung entsteht. Für die Rückseite kann man ja dann minderwertigeres Furnier nehmen (wenn möglich kein Tropenholz!)
Also z.B. 5 mm Birkensperrholz (wasserfest verleimt) auf beiden Seiten mit 2 mm Sägefurnier belegen. Dazu braucht es aber eine Furnierpresse (Schreinerei) Danach habe ich eine 9 mm dicke Platte die auf den Frame leimen kann.Das mit den Kork-Rails ist so ne Sache. Mir persönlich gefallen die nicht, sieht so Birkenstockmäßig aus. Vielleicht kann man da mit dunkler Beize Abhilfe schaffen. Kork ist halt recht leicht und einfach zu bearbeiten.
2. Januar 2011 um 16:34 Uhr #119351
joeychickenGastHey ich habe mir vorgenommen dieses Jahr einen Woodie zu „basteln“
ich bin gerade in der Planungsphase eines ~6’8″ funshapes und bin auf ein paar Fragen gestossen die ich gerne klaeren moechte bevor ich wirklich anfange das werkzeug auszupacken 😀
Ich hab mir ueberlegt das Ganze ueber ein Gerippe aus Sperrholz aufzubauen, welches an Heck und Bug durch ein stabileres „Vollholzrail-element“ ergaenzt wird. Dazwischen will ich Korkrails anbringen. Und dann Deck und Bottom Stueck fuer Stueck zu-planken.
Soweit mein bisheriger Plan. Meine Fragen betreffen hauptsaechlich den Bereich Material.
– Inwiefern eignet sich Sperrholz fuer sowas in Anbetrach von Gewicht und Stabilitaet? Hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht? Und koennte ich evtl. sogar Deck und Bottom aus duennen Lagen Sperrholz aufbauen?– Ich habe in einigen Blogs gesehen das Entlueftungsschrauben mit eingebaut wurden aehnlich wie bei Windsurfboards, weiss jemand ob so etwas zwingend erfordelich ist?
– Macht es sinn fcs finplugs zu verwenden oder gibt es bessere Alternativen?
– Auch macht mir das Glassing Sorgen weil ich eigentlich keine Lust habe meine Arbeit dann durch meinen ersten Glassingversuch zu zerstoeren…
😀
Alledings befuerchte ich das mir das nicht erspart bleibt!?
😯
So ich glaub das sind erstmal genug Fragen.. Ich wuerde mich freuen wenn ihr ein bischen Wissen mit mir teilen koenntet 😀
greetz Johannes2. Januar 2011 um 17:04 Uhr #119354
peterleeGastSchönes neues Jahr an Alle!
Hallo Johannes, im Prinzip kannst du über viele Wege an die Sache herangehen, bei Wooden Surfboards ist auch Kreativität gefragt.:D) Ich habe zwar erst einen Vollwoodie fertig gemacht und zwei hohle Boards zu 3/4 fertig (kann einfach seit Monaten nicht mehr Zeit aufbringen), aber ein paar Tipps kann ich dir gern geben.
Sperrholz ist natürlich optimal (Bob Simmons hat in den Sechzigern nichts anderes gemacht :D) und dein Plan müsste funktionieren! Du kannst Deck und Bottom entweder als komplette Platten auflegen und einzelne Teile, egal. Gewicht-Preis-Leistung sind bei Sperrholz optimal. Wichtig beim Auflegen von ganzen Platten ist, dass du die Unterseite länger machen musst, aufgrund des Rockers, der Weg ist um ein paar Zentimeter länger. So ein Gurushaper namens Dewey Weber hat ein Woodie aus ein paar hundert oder mehr einzelnen Holzresten zusammengesetzt.
Laminieren sollte man ein hohles Board auf jeden Fall, zumindest eine Lage (wenn meine Boards endlich fertig werden, lasse ich sie für 50 Euro inkl. Material von einem Bootsbauer in der Nähe laminieren). Üblich ist derzeit Epoxyharz, da es das Holz weniger aggressiv angreift als Polyesterharz.
Für den Stringer würde ich ein etwas stärkeres Sperrholz verwenden, die Rails können ruhig dünn bleiben. Ich habe für den Stringer Paulownia Holz verwendet und für die Hauptverstrebungen auch Paulownia und für die Zwischenräume XPS Schaumverstrebungen. Das zweite Board besteht komplett aus Sperrholz. Gerippe, Verstrebungen, Deck, Bottom und Rails zu 50 %, die anderen 50 % sind aus Kork, woran ich gerade arbeite bzw. wo ich zuletzt aufgehört habe.
Für die Korkrails brauchst du einen Zwei Komponenten Kleber (z.B von Pattex) und unbedingt Presskork verwenden!!! In sieben Minuten hält das Zeug und zwar ohne Zwingen und sonstigen Einspannwerkzeugen. FCS Finplugs sind ebenso in Ordnung wie andere Systeme. Wichtig ist nur, dass du vorher schon weißt, wo dein(e) Finnenkästen liegen, weil du an diesen Stellen das Holz verstärken musst (z.B durch dickere Balsaplatten oder Paulwonia), da ja ausgefräst wird und bei einem Hollow Woodie gibt es nicht viel zu fräsen 😆
nach Jack Young, einem Woodiebauer aus Kalifornien und auch laut Leuten im Swaylocks Forum sind Entlüftungen nicht notwendig …
Alles Gute, PL
3. Januar 2011 um 20:45 Uhr #119387
ThyromeGastfrohes neues allen
ich hab auch endlich wieder Paulownia Holz
2000mm x 150mm x 30mm
2500mm x 150mm x 30mm
und wollte mich dieses Jahr an die Herstellung eines Hollow Fishs wagen 🙂Hat jemand von euch Erfahrung mit Gripox von
http://www.grizzlyleim.de ?
Gerade mal eine Probepackung bestellt.3. Januar 2011 um 23:29 Uhr #119393
spongeGast– Inwiefern eignet sich Sperrholz fuer sowas in Anbetrach von Gewicht und Stabilitaet? Hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht? Und koennte ich evtl. sogar Deck und Bottom aus duennen Lagen Sperrholz aufbauen?
Ich habe fürs Gerippe 9mm Birke Multiplex, wasserfest verleimt aus dem Baumarkt genommen. Werde aber auch ein 9mm massiv Deck und Bottom drauf machen.
Wenn du Sperrholz für Deck und Bottom nimmst würde ich den Stringer aus 10 mm dickem Massivholz machen. Am besten Kiefer oder Fichte, astfrei. Das Sperrholz für Deck und Bottom sollte auf jedem Fall wasserfest verleimt sein, min. 8mm stark und dreilagig sein, also 2 Außen- und 1 Mittellage. Sperrholz ist nicht leichter als Massivholz, es besteht ja auch aus Massivholzschichten + Holzeim.– Ich habe in einigen Blogs gesehen das Entlueftungsschrauben mit eingebaut wurden aehnlich wie bei Windsurfboards, weiss jemand ob so etwas zwingend erfordelich ist?
nach Jack Young, einem Woodiebauer aus Kalifornien und auch laut Leuten im Swaylocks Forum sind Entlüftungen nicht notwendig …
In seiner Anleitung schreibt Jack aber folgendes:
Ein Ventil würde ich dir empfehlen, du hast in dem Board ordentlich Hohlraum. Auch eine gute Idee sind die Dinger hier
http://www.surfinggreen.com.au/store/bio-plastic-goretex-vented-leash-plug/– Macht es sinn fcs finplugs zu verwenden oder gibt es bessere Alternativen?
Ja, Future Fins obwohl es an FCS auch nicht viel auszusetzen gibt.
– Auch macht mir das Glassing Sorgen weil ich eigentlich keine Lust habe meine Arbeit dann durch meinen ersten Glassingversuch zu zerstoeren…
😀Dann lass es doch glassen, so mach ich das auch. Ich hab keine Lust auf die Schmiererei, und Harzreste die vor sich hingammeln.
Schau dich hier mal um, da gibt es eigentlich zu jedem Problem eine Lösung und auch jede Menge Bilder die das veranschaulichen.
http://woodensurfboards.blogspot.com/
http://www.grainsurf.com/forum/viewforum.php?f=114. Januar 2011 um 0:56 Uhr #119399
n400Gast@Thyrome: Wenn Du das Zeugs ausprobiert hast, schreib mal was dazu. Der Preis von dem Gripox ist zwar etwas höher, ist aber, wenn man sich dann diese ganzen Nebenwirkungen u. ä. erspart, ein echter Fortschritt.
Kommst Du noch bei Seabase vorbei und hast mal deren neue Kombi-Finplugs ausprobiert?
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