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Anonym aktualisiert.
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6. Januar 2016 um 12:16 Uhr #40841
Daniel DietzMitgliedHi!
Weiß nicht ob ihr mir hier weiterhelfen könnt,aber ich versuche es einfach mal.
Meine Frau und ich würden gerne in den nächsten Jahren auswandern.Wo ist relativ egal,sollte aber in Europa bleiben.Frankreich,Portugal,Spanien so in der Richtung.
Wir würden dort gern unseren Lebensunterhalt(wir wollen nicht reich werden) mit einer Pension/Surfcamp verdienen.Da meine Frau Erzieherin ist war meine Idee warum nicht auch Kinderbetreuung anzubieten.Hinzu kommt das wir gut gesund kochen , und das auch eine Idee ist dies einfließen zu lassen.Also eher familiär das ganze auszurichten und keine Massenabfertigung.Da es natürlich eine Stange Geld kostet von jetzt auf gleich ein Surfcamp zu errichten war mein Gedanke über eine gute Lage, vorerst eine „Surf“ Pension zu führen und das ganze immer mehr auszubauen.
Wir sind wirklich über alle Tips dankbar.
Greetz
6. Januar 2016 um 13:31 Uhr #147094
AnonymInaktivHi,
welche der Sprachen der 3 genannten Ländern sprecht ihr denn? Ich würde es danach ausrichten, denn ohne solide Fremdsprachenkenntnisse wird es entweder a) nicht klappen oder b) eine Stange mehr kosten, weil man bei fast allen Behördengängen Hilfe benötigt und teure Gestorias beauftragen muss. Zumindest in Frankreich und Spanien habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mit Englisch sehr schnell an Grenzen kommt, weil es entweder nicht gesprochen wird oder man es man nicht will.
Ihr wollt mit einer Surf-Pension starten. Ihr müsst euch die Frage stellen, was unterscheidet euch von anderen Pensionen oder warum sollte ein Surfer zu euch kommen. Bietet ihr etwas was andere nicht haben. Eine Pension ohne Campcharakter bietet dann keine Kurse oder Leihmaterial. Damit scheiden schon mal alle Anfänger und Neulinge als Gäste aus. Die wollen ein Camp.
Als mündiger oder erfahrener Surfer suche ich mir dann eine Unterkunft nach Lage und nach dem Preis aus. Womit wir wieder beim Punkt der Lage wären…das ist m.E. das A&O, damit steht und fällt alles. Gute und konstante Spots sollten in der Nähe sein, wenn möglich auch noch nicht überlaufen. Zusätzlich noch eine relativ gute Erreichbarkeit per Flugzeug. Wenn es sogar noch lcc`s gibt, die dort hin fliegen, noch besser.Zum anderen sollte man sich bei der Lage sich Gedanken über die Saisonalität machen. Im Norden von Südeuropa hat man den Surftourismus eher im Sommer, im Süden und auf den Inseln eher im Winter. Soll heißen, das Geschäft kann zur Offseason radikal wegbrechen und man muss das bei der Auswahl berücksichtigen.
Ihr kocht gesund und familiär…das ist was anderes als für 10 Leute in einer Pension zu kochen. Auch das sollte berücksichtigt werden, das u.U. das Essen, dass ihr aus eurer Familie gewohnt seit nicht unbedingt das ist, was sich Surfer im Urlaub vorstellen. Anders ausgedrückt, das was die gelernten Köche meinen europäischen Camps bisher hingezaubert haben, war ein Grund für die gute Laune und auch fürs wiederkommen. Gutes Essen = glückliche Gäste, auch wenn die Wellen heute vielleicht nicht optimal waren.
Habt ihr Erfahrung im Bereich der Gastronomie oder Tourismus? Das wäre sehr von Vorteil. Ansonsten vielleicht mal eine Saison in einem Surfcamp arbeiten. Das gibt euch Einblick hinter die Kulissen von einem Camp und was so gefordert ist.
Eventuell macht es Sinn, die familiäre Pension erstmal nur für eine kurze Saison aufzumachen. 2-3 Monate zur Hauptsaison. Meine bekannten Surflehrer + der Koch haben in Portugal ein eigenes Surfcamp eröffnet. Sie haben alle davor zusammen in einem gearbeitet und so Erfahrung gesammelt. Im ersten Jahr hatte das Camp vielleicht 8 Wochen im Sommer offen, im nächsten Jahr dann entsprechend ausgeweitet. Das ganze Jahr werden sie nie aufmachen, denn der Touri-Surfer stürzt sich nur ungern im Winter bei 12 Grad Wassertemperatur in die Wellen.
Wie auch immer…es klingt einfach, aber das ganze kostet neben richtig viel persönlichen Einsatz eine Menge Geld. Überlegt es euch gut, ob ihr ein vielversprechendes Konzept habt bevor ihr tausende von Euro investiert.
Viel Erfolg!
6. Januar 2016 um 13:45 Uhr #147095
AnonymInaktivNachtrag…
Lese jetzt erst gerade in einem deiner Beiträge, dass Du das Surfen erst erlernen willst. Sprich selbst noch keine Erfahrung im Bereich Surfen hast. Ich sage mal, damit fehlen Dir die kompletten Grundvoraussetzungen für ein eigenes Camp oder eine Surf-Pension. Wie willst Du eine Entscheidung über die Lage treffen, wenn Du selbst nicht einschätzen kannst, was das für eine Surfregion ist, wie dort die Wellen sind etc. Da würden Dir ja nur die Surf-Hochburgen übrig bleiben, dort könntest Du Dir zumindest sicher sein, dass der Surf-Tourismus vorhanden ist und läuft. Nur wird dort die Konkurrenz auch am Größten sein und dann brauchst Du wiederrum ein Konzept, dass dich von den anderen abhebt. Sonst bist Du einer von vielen und dann noch jemand der die Belange von Surfern nicht kennt. Schlechte Voraussetzungen…Überlegt euch das lieber nochmal und sammelt entweder erst Erfahrung oder geht in einen normalen Tourismus-Bereich.
6. Januar 2016 um 16:24 Uhr #147098
kikerTeilnehmerGesagt…dem gibts kaum noch was hinzuzufügen.
Ich gönns jedem, der Erfolg damit hat aber die Hürden sind verdammt hoch.
Wie Marty schon sagt, Sprache steht ganz oben auf der Liste. Vorallem bei den Ämtern. Da gehts dann ins Eingemachte. Ich hab viel Zeit in Portugal verbracht und dadurch viele Leute / Austeiger kennengelernt. Und fast alle waren der Meinung, das Bürokratie in Deutschland garnicht so übel sei im Gegensatz zu Portugal.
Zum anderen ist der Surftourismusmarkt auch extrem überrannt worden in den letzten Jahren. Hinz und Kunz hat ein Surfcamp aufgemacht. Es wird schwer sich mit etwas klar abzuheben vom Rest der Masse und auch bezahlbar zu bleiben.
Um im kleinen und entspannten familären Stil was zu betreiben, müßt Ihr Euch teuer anbieten, ansonsten wirds für euch ´ne Nullnummer. Wenig Gäste = hohe Preise. Ihr wollt ja auch das ganze Jahr davon leben. Siehe Marty – Saison.
Aber wie gesagt, Marty hats eigentlich schon sehr gut auf den Punkt gebracht.
Und je länger ich darüber nachdenke umso mehr Dinge fallen mir ein, die es zu beachten gilt.Schreib doch mal unser Forenmitglied Thomas aka surfista-kanista an. Der betreibt doch schon länger sowas auf Gran Canaria. Vielleicht hat er ja Lust und Laune ein bißchen was von seinem Betriebsgeheimnis preiszugeben.
Viel Glück.
23. Januar 2016 um 22:04 Uhr #147227
Peter_LeeTeilnehmerHallo,
sehe das genauso wie meine Vorredner, bis auf einen Punkt!
Meiner Meinung vergessen viele Surfeinrichtungen, egal welcher Art, dass es auch viele (junge / 30-40 Jahre) Menschen gibt, die Geld haben und die gern viel Geld für ein Top Angebot bekommen.
Kohle macht man nicht mit Surfern, die in Camps gehen und im Zelt wohnen und auch nicht, die freiwillig in verschimmelten Zimmern schlafen :whistle:@ Marty: Wie läuft das Leben in Santander? Noch da?
24. Januar 2016 um 9:50 Uhr #147229
AnonymInaktiv@ Marty: Wie läuft das Leben in Santander? Noch da?
Ja, klar…vielleicht geht´s 2017 woanders hin oder wieder zurück. Aus meinen ursprünglich 12 Monaten aussteigen sind jetzt 8 Jahre geworden. Das spießige Kleinstadtleben hier wird langsam anstrengend 😉
27. Februar 2016 um 21:09 Uhr #147410
Max MustermannTeilnehmerJa, klar…vielleicht geht´s 2017 woanders hin oder wieder zurück. Aus meinen ursprünglich 12 Monaten aussteigen sind jetzt 8 Jahre geworden. Das spießige Kleinstadtleben hier wird langsam anstrengend 😉
Darf man fragen, was genau du dort machst, was dich dorthin getrieben hat etc.?
29. Februar 2016 um 12:03 Uhr #147417
AnonymInaktivJa, klar…schreib ich Dir aber per PM 😉
1. März 2016 um 18:53 Uhr #40842
Marco ManuelTeilnehmerGesagt…dem gibts kaum noch was hinzuzufügen.
….Vorallem bei den Ämtern. Da gehts dann ins Eingemachte. Ich hab viel Zeit in Portugal verbracht und dadurch viele Leute / Austeiger kennengelernt. Und fast alle waren der Meinung, das Bürokratie in Deutschland garnicht so übel sei im Gegensatz zu Portugal.
….
Viel Glück.Wer einmal im Ausland gelebt hat, vor allem im Süden, wird das nur bestätigen können. Wie sehr hat man doch über deutsche Ämter geschimpft, in meinen Jahren in Italien habe ich sie mir dann zurückgewünscht.
Ansonsten sollte man sowas meiner Meinung nach definitiv von der Sprache abhängig machen. Englisch kannst du dort nämlich vergessen. -
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