Soul-Surfers
Banner
  • Surf Forum
  • Surf Blog
  • Archiv
  • Kontakt

Start › Foren › Surf/Travel Länderinfos, Surfspots › Asien › Nias – Unterkunft, Malaria, usw

  • Dieses Thema hat 17 Antworten sowie 9 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 13 Jahren, 9 Monaten von fishYO aktualisiert.
Ansicht von 18 Beiträgen – 1 bis 18 (von insgesamt 18)
  • Autor
    Beiträge
  • 10. August 2012 um 13:19 Uhr #31852
    Paris1998
    Mitglied

    Hallo zusammen,

    würde in paar Wochen gerne ca. 3-4 Tage in Nias verbringen. Hat jemand aktuelle Tips wegen Unterkünften? Habt ihr Malariaprophylaxe / Standby verwendet?

    Ansonsten: Wo gibt es in der Nähe einen Hafen von wo aus man Tagesausflüge auf die umliegenden Inseln machen kann? Andere Spot tips außer Lagundri?

    Vielen Dank

    10. August 2012 um 14:26 Uhr #132454
    roots1976
    Teilnehmer

    – Ich rate dir unbedingt zur Malaria-Prophylaxe. Das Malaria-Risiko ist recht hoch, auf Pulau Nias selbst, aber auch und besonders auf den anderen Inseln. Malaria ist bitte nicht zu unterschätzen, nur weil irgendwelche Leute erzählen, sie hätten keine Prophylaxe gehabt und es wäre ja gar nichts passiert. Jährlich sterben viele Menschen an dieser Krankheit, deren für den Menschen gefährlichen Erreger sich ständig verändern/mutieren. Also, zum Tropenmediziner und nicht sparen!

    – Von Gunungsitoli aus kannst du die nördlichen Inseln wie Pulau Banyak Simeulue, etc per public boat ansteuern oder aber nach Sibolga auf Sumatra mainland übersetzen und von dort aus zu den Inseln weiterreisen. Letzteres nimmt aber ordentlich Zeit in Anspruch, wenn du per Schiff auf das Festland übersetzt anstatt zu fliegen. Tagestrips lohnen sich zum Beispiel nach Pulau Bawa. Von Pulau Nias aus kannst du mit dem public boat innerhalb von 1 1/2 bis 2 Stunden übersetzen. Egal welche Inseln du ansteuern wirst, es warten world class waves auf dich! Spot names suchst du dir aber bitte selber… 😉

    – Was die Unterkunft auf Pulau Nias angeht, so kannst du wählen zwischen einer stattlichen Anzahl surf camps und losmen, von denen die meisten sich in der Nähe oder direkt bei den bekannten spots rund um Lagundri Bay befinden. Preise variieren. Ab $5 pro Nacht kannst du in basic losmen absteigen oder aber $50+ in luxuriöseren lodges lassen.

    Gruß

    10. August 2012 um 19:46 Uhr #132460
    Paris1998
    Mitglied

    Danke für deinen Beitrag!

    Habe mir heute schon in Holland 2 Packungen Malarone geholt. Für Nias aufjedenfall und ggf. Lombok.

    Wielange fährt man nach Simulue und was muss man preislich einrechnen (ATM gibts in Lagundri nach wie vor keinen?)? Ists vor Ort denn einfach wieder jemanden zu finden, der einen mit zu den Spots nimmt bzw. Unterkünfte und überhaupt Spots finden? Gleiche Fragen gelten für Pulau Bawa (bis auf Fahrtzeit ;)). Bin aufjedenfall gespannt. Ggf. werden daraus auch mehr als 3-4 Tage, wenns nicht wesentlich teurer als Bali ist, dafür leerer.

    Danke nochmal.

    10. August 2012 um 22:24 Uhr #132461
    roots1976
    Teilnehmer

    Nix zu danken!

    Erstmal, gut das du dir schon Malarone gekauft hast. Ist echt ein muss die Malaria-Prophylaxe für diese Breitengrade. SurfAid International leistet unter anderem auf Pulau Nias und Simeulue eine tolle Arbeit für die Menschen, die dort leben und der ständigen Gefahr durch die Malaria ausgesetzt sind. Sehr unterstützenswert… http://www.surfaidinternational.org/

    Nias ist im Vergleich zu den Banyak Islands oder Simeulue sehr touristisch und auf Grund der weltweiten medialen coverage von Lagundri Bay auch recht voll. Surfer von charter boats treffen auf surfer, die auf Nias im surf camp oder in einem der losmen wohnen. Entsprechend voll ist es im lineup. The Point ist eine geile Rechte, keine Frage, aber von den crowds her hat es mich schon sehr an die anderen Verdächtigen auf Lombok und Bali erinnert. Simeulue und Pulau Banyak sind da schon wesentlich entspannter. Zwar trifft man auch dort gelegentlich auf den island hopping traveling surfer oder mal auf ’nen charter boat nebst surfers, aber bei weitem nicht in dem Maße wie auf Pulau Nias. Die Wellen sind weniger bekannt und ziehen (noch) nicht die Massen an wie die Hinako und Mentawai Islands. Was die Wellenqualität angeht, so findet sich dort alles von mellow beachbreak bis barreling reefbreaks. Sehr geile Wellen vor toller Kulisse mit wenigen bis gar keinen anderen Leuten im Wasser. Die Bevölkerung auf Simeulue ist fast ausschließlich islamischen Glaubens, entsprechend sollte man sich benehmen, d.h. nicht mit nacktem Oberkörper bzw als Mädel nicht zu aufreizend herumlatschen und keinen Alkohol trinken, welchen es dort auch gar nicht zu kaufen gibt. Alkohol einzuführen würde ich besser lassen. Herumkommen tut man per Motorrad. Unterkünfte sind (selten) ausgeschildert. Man kann, so habe ich’s gemacht, auch einfach Menschen anhauen und sie direkt fragen, ob man bei ihnen unterkommen kann oder ob sie eine Unterkunft vermitteln können. Habe so drei Tage bei einer netten Familie auf Simeulue gelebt. Allerdings ist es mit dem Englisch dort nicht so weit her, d.h. sprechen kaum Leute. Mit einer Mischung aus Englisch, Händen und Füßen und ein paar Sätzen Bahasa Indonesia aus dem Wörterbuch (ganz wichtig!) kommt man aber gut herum und kann mit den Menschen dort kommunizieren.
    Keine Ahnung, ob es ein ATM auf Pulau Nias gab, habe ich nicht drauf geachtet, da ich genug Bares (unauffällig) mit mir herumschleppte und jederzeit liquide war.
    Eine direkte Verbindung von Pulau Nias gibt’s nicht (mehr?). Public boat nach Singkil auf Sumatra mainland rüber, von dort mit der ferry nach Simeulue. Von dort kann man dann nach Pulau Banyak weiterhüpfen, entweder per public boat oder an Bord eines einheimischen Fischerbootes. Die Abfahrtzeiten der ferries und public boats sind ein wenig Glücksache, d.h. sie fahren oder nicht und wenn ja, dann nicht unbedingt zu einer festen Uhrzeit und auch nicht unbedingt jeden Tag, wenn überhaupt. Ist schon ein wenig abenteuerlich das Ganze und vielleicht nichts für die, die das durchgeplante und verlässliche Programm und die gut ausgebauten Infrastrukturen wie zum Beispiel auf Bali haben wollen. Gibt’s dort nicht! Schiffe gehen unter oder die Betreiber gehen Pleite oder die See ist zu rau oder, oder , oder. Was die Flüge angeht, sieht’s besser, aber auch nicht optimal aus. Man sollte entsprechend Zeit einplanen, wenn man sich in diesen Breitengraden bewegt. Klar gibt es auch charter boats, die man buchen kann (war ja selber schon zweimal so dort unterwegs), aber die kosten richtig Kohle und sind so sowieso nicht für jeden eine Option. Davon abgesehen fand ich jetzt diesmal die Inselhüpferei ohne charter boat auch ganz spannend. Ein bißchen back to the roots sozusagen…

    29. August 2012 um 19:31 Uhr #132873
    götzi
    Teilnehmer

    Nix zu danken!
    Sehr geile Wellen vor toller Kulisse mit wenigen bis gar keinen anderen Leuten im Wasser.

    super roots, dank solchen beiträgen wird sich das auch bald ändern, weiter so! depp.

    29. August 2012 um 21:49 Uhr #132880
    roots1976
    Teilnehmer

    Was’n Blödsinn. Erstens habe ich keine spot names, keine GPS-Koordinaten, noch sonst irgendwelche details genannt und zweitens trifft man so gut wie keine Deutschen in diesen Breitengraden, was sich auch zukünftig kaum ändern wird, weil wesentlich zeitaufwändiger und umständlicher zu erreichen und bereisen als Bali. Dann sind die meisten Wellen dort eher anspruchsvoll und gleichzeitig ist das surf niveau der Deutsch(sprachigen)en eher unterdurchschnittlich im Vergleich zur selben Anzahl surfer australischer Herkunft, was nochmal zusätzlich dazu beitragen wird, daß man kaum einen Deutschen, Ösi, Schweizer in den Wellen von Simeulue, Banyak, etc antreffen wird. Ich habe keinen getroffen. Die Wahrscheinlichkeit also, daß ich mit meinem post weiter oben unzählige Mitglieder aus diesem Forum in Richtung dieser Inseln manövriert habe und die Wellen dort plötzlich von Horden Deutscher überflutet werden, ist gleich null(0). Also entspann dich…

    30. August 2012 um 5:54 Uhr #132887
    götzi
    Teilnehmer

    Da muss ich dich ein bisschen auf den boden der realität bringen. ich weis ja nicht wann du in der gegend warst, aber fahr nächstes jahr wieder hin, und du wirst sehen das diese entwicklung viel schneller geht als du glaubst. es wird jedes jahr mehr und es kommen auch immer mehr deutschsprachige ohne plan (gesehen dieses jahr)
    das sind (waren) low key destinationen und es wäre angebracht infos per pm oder gar nicht weiterzugeben.
    wenn du schon hier so ausposaunst wie toll alles war, dann will ich nicht wissen wie vielen leuten du die selbe story in bars, cadfes etc. erzählt hast. meinst du die leute bleiben dann daheim?

    30. August 2012 um 10:38 Uhr #132890
    roots1976
    Teilnehmer

    Nochmals, götzi, ich kann deine Befürchtungen nicht nachvollziehen. Mein post weiter oben befindet sich hier in einem deutschen surf forum und nicht in einem der englischsprachigen, wesentlich stärker frequentierten und von wesentlich mehr fähigen surfers besuchten Seiten. DORT könnte ich deinen Einwand verstehen, denn DORT würde man tatsächlich Leute, für die die zum Größtenteil vorherrschenden surf conditions tatsächlich machbar und interessant sind, erreichen. Aber auch DORT sind Simeulue, Banyak etc schon sehr lange kein Geheimnis mehr. Charter cruises steuern diese Breitengrade schon seit Jahren an und bringen surfer mit sich. Und dennoch ist es auf diesen Inseln (ich war im Juni, Juli dort) nicht überlaufen, die Anzahl der Leute im Wasser hat 5, 6 nie überschritten, viel häufiger war’s menschenleer. Deutsche habe ich gar keine dort getroffen, weder an Land noch im Wasser. Auf Nias, alleine schon wegen all der coverage in videos und mags, ist es eine ganz andere Geschichte. Wie ich ja schon beschrieb, ist es dort wesentlich touristischer bzw. gibt es dort zu Hauf auf surfer ausgerichtete Infrastruktur und charter boats ankern gruppenweise in Nähe der besten breaks. Soweit zum reality check.

    Ach, und von wegen „in Cafes, Bars etc details über surf spots herausposaunen“, kann ich dir versichern, daß ich ebensolche Lokalitäten so gut wie nie aufsuche und mein näherer Freundes- und Bekanntekreis vielleicht zu 1% aus surfers besteht. Außer hier im Forum ist surfing kaum ein Gesprächsthema in meinem Alltag und zwischen mir und meinen surfenden Freunden/Bekannten werden details zu irgendwelchen surf spots wie selbstverständlich völlig low-key behandelt. Die restlichen 99% können mit dem Thema surfing sowieso nicht viel anfangen.

    Deutschsprachige und auch andersprachige ohne Plan wird’s immer und überall geben. Aber ich bin mir ganz sicher, daß auf Grund meines Reiseberichtes hier in diesem Forum, 99.9% der Mitglieder hier nicht auf die Idee kommen wird, jetzt dort mal eben kopflos hinzureisen. Viel zu aufwendig zu erreichen, im Vergleich zu Bali, viel zu remote für die meisten „2 Wochen Kima-Surfcamp-Anfängerkurs-Bucher“, viel zu wenig bis gar keine auf surfer zugeschnittene Infrastruktur, zu anspruchsvolle Wellen, keine bunten surf shops, Discos, Sauftempel, nur rudimentäre medizinische Versorgung, unzuverlässigere Transport-Optionen, kaum Englisch-sprechende Bevölkerung, undurchsichtigere kulturelle Eigenarten, etcpp. Nicht unbedingt das, was der durchschnittliche deutsch(sprachig)e surfer sich während seiner 2-3 Wochen Surf-Urlaub im Jahr vorzufinden wünscht. Darum halte ich die Befürchtung, daß in Zukunft BIC-Bomber die line ups der von mir aufgezählten Inseln verstopfen, für völlig abwegig. Selbst bei zunehmender auf surfer ausgerichteter Kommerzialisierung würde man dort kaum einen Deutschen, Ösi, Schweizer, sondern viel mehr Aussies, Japaner, Brasilianer, etc antreffen. Von denen haben einfach mehr die nötigen skills und auch das Keingeld, um sich wochen- und monatelang in teuren resorts, auf charter boats, etc einzubuchen. Dafür kann ich aber nichts…

    30. August 2012 um 11:41 Uhr #132891
    elchsfell
    Teilnehmer

    Ich seh das ähnlich wie roots, glaube auch nicht, dass mehr als ca. 10 Mitglieder hier im Forum schonmal auf Sumatra irgendwo (egal ob nun Nias, Mentawai oder Lampung) surfen waren.
    Es ist echt superaufwändig dorthin zu kommen… Hab von Bali bis nach Krui insgesamt knapp 15 Stunden gebracht mit fliegen, einchecken, auschecken, Busle, warten… Ich glaube nicht, dass das so viele 2-3-Wochen-im-Jahr-Surfer mitmachen. Und wie roots geschrieben hat, dort gibts dann nichts außer surf, was ich selbst geil finde…

    30. August 2012 um 12:21 Uhr #132892
    surfingdudeibk
    Teilnehmer

    roots ich glaub du siehst das etwas zu kurzsichtig. du magst vielleicht recht haben, dass die wellen für die meisten surfer im forum zu schwer sind. Jedoch werden einige hier herinnen auch besser werden und dann fahren sie hin und erzählen es wieder weiter. eine art schneeball prinzip.

    ich kenne genug österreicher, deutsche und schweizer die in sumatra waren. die meisten von ihnen nette leute die wissen wie schnell surfen ein abgelegenes dorf/gegend kaputt machen kann.

    großartig wird im forum immer von umweltfreundlichkeit, nachhaltigkeit etc geredet. Dass jedoch gerade die komerzialisierung von solchen standpunkten einen großen einfluß auf umweltverschmutzung und die ausbeutung der locals hat wird oft nicht gesehen. je mehr infos und fotos man in Foren herausgibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass andere dort hinfahren. je mehr leute dort hinfahren desto eher sieht jemand den schnellen dollar und schon steht das nächste surfcamp.

    ich glaube götzi weiß genau was er schreibt und weiß genau wie schnell etwas an die breite öffentlichkeit gelangt was man gar nicht wollte.

    klar ist mir bewusst, dass im zuge der globalisierung, dank surfmedien, stormrider guides und internet, google earth und wannasurf sowieso überkurz oder lang alles seinen weg läuft und man das nicht so einfach aufhalten kann. trotzdem denke ich man hat eine gewisse verantwortung gegenüber den einheimischen und muss nicht zwanghaft seinen teil dazu beitragen eine gegend zu promoten.

    roots ich will dich hiermit nicht angreifen sondern allgemein leute anregen nachzudenken. es geht mir hier auch nicht um die banyaks ansich sondern sie sollen für eine „remote surf destination“ stehen. ich finde, dass spot/gegend beschreibungen von abgelegenen surf destinationen nichts in foren egal welcher sprache zu suchen haben. wenn man bei den bekannten spots bleibt überlasst man das surfen der anderen den abenteuerlustigen die wirklich danach suchen.

    30. August 2012 um 22:12 Uhr #132904
    roots1976
    Teilnehmer

    Wie ich schon mehrfach sagte, diese Breitengrade sind einfach zu remote für 99% der Leute hier. Das 1%, welches vielleicht überhaupt mal in die Nähe kommt, wird mit Sicherheit nicht zur Zerstörung und Ausbeutung der Umwelt, der Kultur und Traditionen der dort lebenden Menschen beitragen. Ich habe während meiner Reise nicht anders gelebt und konsumiert, als der Großteil der dort ständig lebenden Bevölkerung. Ich bin auf’s Plumpsklo gegangen oder in die Büsche, ich habe in den kleinen Essbuden der Einheimischen gegessen oder zusammen mit der Familie, mit der ich mehrere Tage in dem selben „Haus“ gelebt und die Schlafstatt geteilt habe. Ich bin zu Fuß, mit’m Moped, per Anhalter oder auf ’nem kleinen Fischerboot rumgekommen. Mir wurde von allen Seiten mit großem Respekt, Freundlichkeit und ehrlichem Interesse begegnet. Ebenso habe ich mich den Regeln und Traditionen angepasst, bin immer respektvoll, höflich und freundlich auf die Menschen dort zugegangen. Ich habe keinen Müll irgendwo hingeschmissen, habe niemanden betrogen und belogen. Außer einem guten Eindruck, Geschenke und Geld für meine Gast-Familie, einem meiner t-shirts und einem Sonnenhut für einen der Fischer, der mich mit um die Inseln genommen hat, ein lycra, ein Päckchen wax und ein an der nose gesnapptes shortboard für den netten, dauergrinsenden Jungen, der oft mit seinem uralten bodyboard mit mir im Wasser die Wellen geteilt hat, habe ich nichts bei meiner Weiterreise hinterlassen. Mit Sicherheit würden sich die Menschen dort mehr positive Kontakte dieser Art mit Ausländern wünschen, diesen Eindruck hatte ich sehr stark. Das leider auch eigennützige und rücksichtlose Goldsucher kommen, das wird sich wohl kaum verhindern lassen. Dennoch halte ich es für richtig, über diese bereisten Orte zu berichten und sie und ihre Menschen nicht totzuschweigen. Sie existieren, sie sind interessant und sie verdienen es erwähnt zu werden. Man darf auch nicht vergessen, daß schon seit geraumer Zeit surfer diese Inseln bereisen, sei es an bord von charter boats, mit dem Flieger oder mit den public boats und Fähren. Ich war also nicht der erste surfer und Ausländer, den die Menschen auf den Inseln zu Gesicht bekommen haben. Ihre Existenz ist schon lange kein Geheimnis mehr, aber ihre eher abgelegene geographische Lage hat sie bisher vor Massentourismus bewahrt. Und selbst, wenn ein, zwei surf camps aufmachen, heißt das noch lange nicht, daß darunter zwangsläufig die Umwelt und die locals zu leiden haben. Solange sich alles in einem kleinen Rahmen befindet und nicht alles voll- und zugebaut wird wie auf Bali mit seinem Massentourismus, kann dies durchaus auch eine Bereicherung für die einheimische Bevölkerung sein.

    30. August 2012 um 23:49 Uhr #132907
    paolopinkel
    Teilnehmer

    Was soll denn die Aufregung hier? Wie Roots schon sagte, werden es kaum die Mitteleuropäer sein, die diese Orte kommerzialisieren, sondern die Aussies, für die ist das ganze kurz um die Ecke. Und die australische Surfgemeinde ist ein bisschen grösser als D, CH und AU zusammen. Aber nur ein bisschen :lol:.

    Wie viele deutschsprachige Surfer kennt ihr denn, die hohle, schwere Wellen mit einem 3m face so surfen können, dass sie niemanden unnötig gefährden (selbst gesehen)?

    Gruss Pp

    31. August 2012 um 13:10 Uhr #132922
    surfingdudeibk
    Teilnehmer

    ich hab keine ahnung wie es bei euch aussieht aber hier in Innsbruck gibt es genügend gute surfer. alleine in meinem bekanntenkreis kenne ich zumindest 40-50 österreicher die gut surfen. zugegeben viele davon sind snowboardpros oder arbeiten mittlerweile so, dass sie den schwerpunkt aufs surfen setzten. und praktisch alle von ihnen waren schon in abgelegnen teilen sumatras. einige davon sich auch hier im forum aktiv. und ich kann euch garantieren, dass diese surfer auch in einem lineup in Oz mithalten können, vielleicht nicht ganz an der spitze aber doch im guten mittelfeld (ich habe selbst in WA/VIC und NZ gelebt).

    ich hab das gefühl ihr unterschätzt die deutschsprachige surfszene oder ich bewege mich in anderen kreisen. auf meinen trips durch indo habe ich bis lang immer schweizer, deutsche und hin undwieder auch österreicher getroffen und das weit abseits von Bali und Lombok.

    Und wenn ihr behauptet, dass die surfcamps alle in Aussie händen wären: KIMA Surfcamp und Boattrips , Balicamp, Chillhouse, Stormrider Surfcamp, Symiosis, Sama Sama, surfcampbali.com, …..

    wir europäer sind nicht so unschuldig

    31. August 2012 um 18:49 Uhr #132928
    roots1976
    Teilnehmer

    ich hab das gefühl ihr unterschätzt die deutschsprachige surfszene oder ich bewege mich in anderen kreisen. auf meinen trips durch indo habe ich bis lang immer schweizer, deutsche und hin undwieder auch österreicher getroffen und das weit abseits von Bali und Lombok.

    Abseits von Bali und Lombok, zum Beispiel auf Java, Panaitan, oder in Richtung Osten auf Sumbawa habe ich schon deutschsprachige surfers getroffen, auf jeden Fall. Und nicht jeder schien von den Wellen überfordert. Während meiner zwei boat trips und jetzt dieses Jahr „per pedes“ habe ich kein deutsches Wort in den line ups der Inseln vor Nord-Sumatra vernehmen können. Was ja nicht heißt, daß es noch nie andere deutschsprachige surfer in diese Gegend verschlagen hat. Bin ja kein Einzelfall. Habe ja im Vorfeld auch schon mit Deutschen bzw. Schweizern gesprochen, die dort gewesen sind. Im Verhältnis zu den Scharen von Aussies, Japanern etc kann man uns Deutschsprachler, die sich dort gleichzeitig in der Gegend aufhalten, aber locker an einer einzelnen Hand abzählen. Und wenn man jetzt noch schaut wieviele gute, sichere surfer auf 100 Deutsche, Österreicher, Schweizer kommen, dann erklärt das nochmal zusätzlich die geringe Zahl an deutschsprachigen surfers in Gebieten, in denen die Wellen nunmal anspruchsvoller und herausfordernder sind, als z.B. am Kuta beach, in Baleal in Portugal oder sonstwo. Mit unterschätzen hat das also gar nichts zu tun. Gut surfende Aussies z.B. sind nunmal zahlenmäßig den gut surfenden Deutschsprachlern überlegen und das zeichnet sich dann auch bei der Zusammnesetzung der indonesischen line ups deutlich ab. So ist es halt. Schaut man sich dann noch an, wieviele surfer hier in diesem Forum regelmäßig in’s Wasser kommen und nicht nur zwei Wochen im Jahr an’s Meer fahren, auch anspruchsvollere surf spots bereisen und nicht nur immer bei 0.5m in Scheve im Wasser sind, dann versteht man auch, warum ich weiter oben in einem meiner posts anzweifel, daß sich die Zahl der surfer, die auch eine richtige Indo-Welle surfen können, wohl nicht so sehr vergrößern wird, jetzt nicht und in zehn Jahren nicht. Wer nicht regelmäßig surft, wird wohl kaum auf die Idee kommen, wenig fehlerverzeihende Wellen anzusteuern, in denen sie einfach (noch) nichts zu suchen haben, die sie überfordern und sich und andere in Gefahr bringen können. Hier sind zwar viel Mitglieder registriert, aber die meisten sind doch Karteileichen und von den übrigen würde ich mal den größten Teil als „zwei Wochen im Jahr“-surfer betrachten, die es lieben zu surfen, aber denen die Regelmäßigkeit und das training fehlt um tatsächlich kontinuierlich Fortschritte zu machen. Bleiben also nicht mehr viele übrig, von denen ich erwarte, daß sie mir auf Simulue oder auf einer der anderen Inseln über den Weg laufen könnten. Nicht mehr viel kann ja durchaus noch 50 Leute sein, aber das ist verschwindend klein im Verhältnis zu all den anderen surf nationen, deren surfer nunmal die line ups dominieren. In einer surf scene halte ich mich auch gar nicht auf, ehrlich gesagt. Vielleicht zwei Dutzend surfer in meinem engeren deutschen Freundes- und Bekanntenkreis. Die meisten surfen gut und reisen viel und weit. Aber darüber hinaus halte ich mich nicht mit weiteren Szene-Kontakten über dieses Forum hier hinaus auf.

    31. August 2012 um 20:06 Uhr #132932
    götzi
    Teilnehmer

    ich finde einfach man sollte grundsätzlich informationen zu lowkey spots für sich behalten. wenn du jemanden weiterhelfen willst, dann per pm. egal wie viele deutschprachige surfer jetzt mehr im lineup sitzen, einer ist vielleicht schon zu viel. der baut uns dann ein schönes camp, stellt die spots auf wannasurf und holt dann 10 aussies pro woche ins wasser. hab ich alles live miterlebt. ist zum heulen.
    es muss vielleicht nicht morgen, nächstes jahr oder in fünf jahren sein, aber irgendwann – und dann ist der spot zerstört. die infos sind hier nämlich für immer (oder solange es diese seite gibt).

    31. August 2012 um 21:02 Uhr #132934
    chick
    Mitglied

    ganz ehrlich: JEDER hat einen impact!
    Das ist so, wie wenn du deinen Müll in den Fluss wirfst. Weil was macht denn so ein Bisschen Plastik im Meer?
    (und nur um hier eines klar zu stellen: ich denk nicht, dass du Plastik ins Meer wirfst. Aber denk mal drüber nach!)

    roots1976 schrieb:

    Mit unterschätzen hat das also gar nichts zu tun. Gut surfende Aussies z.B. sind nunmal zahlenmäßig den gut surfenden Deutschsprachlern überlegen und das zeichnet sich dann auch bei der Zusammnesetzung der indonesischen line ups deutlich ab.

    und du meinst, nur weil wir deutschprachigen weniger am surfen sind (prozentuell) haben wir KEINEN ökologischen und kulturellen impact??? und hier im Forum sind nur weiße Schafe??? Hier sind weniger Prozente an schwarzen Schafen oder wie? Und ich mein jetzt nicht, dass du das schwarze Schaf bist. Aber jedes schwarze Schaf zählt (leider).

    1. September 2012 um 16:06 Uhr #132941
    fishYO
    Mitglied

    jetzt geht’s aber los. Er hat doch niemanden irgendetwas verraten. Und dass es in der Ecke surfbare Spots gibt, ist wohl kein Geheimnis.

    Sorgt ihr euch eigentlich eher um die Locals oder um „euren“ Spot?

    Surfnazis 😛

    3. September 2012 um 11:52 Uhr #31853
    kruisurf
    Mitglied

    Verzeihung, wenn ich mein Kommentar ebenfalls loswerden möchte. Zunächst, vielen Dank Roots! Du hast natürlich schon viel gesehen, Diskussionen mit Einheimischen geführt, etc. Ich sehe so wie Du hier geschildert hast. Die Diskussion hier, habe ich verstanden, dass die Spots nicht weitergegeben werden sollen, gut das verstehe ich. Aber ob durch Surftourismus ein Gegend, wie Krui z.B. zunichte gemacht wird? (oder auch wooanders) Das bezweifle ich…diese Diskussionen ist leider Einseitig! Frag uns doch mal, wie wir die ganze Situation finden?

    Hat jemand aber schon mal intensiv mit der Bevölkerung gesprochen? Entwicklung kann nur vor Ort geschehen. Viele Indonesier sind nicht so dumm, dass wir selbst unsere Umgebung durch Tourismus zerstören (nach Adat ist das ein frevel!). Meiner Meinung nach gehören hier viele Aspekte. Wir sind bemüht im Bereich der Tourismus zu verbessern. Die Behörden bzw. Amtsführer vor Ort passen mittlerweile auf, dass Grundstücke nicht allzu viel an ausländische Investoren verkauft werden. Aber bekanntlich sind wir alle scharf aufs Geld 😀

    Wie können wir aber hier die Mitte treffen, wo alle zufrieden sind. Deine Vorgehensweise finde ich super! Kultur respektieren, höfflich sein, etc, genauso, wie ich auch hier in Deutschland mich verhalte.

    Surfer aus aller Welt und Skills sind in Krui willkommen. Viele verhalten sich höflich, es entstehen regelmäßige interkulturelle Begegnungen. Erfahrungshorizonte werden ausgetauscht! Das wollen wir doch alle. Relax surfen, neue Leute kennenlernen.

    Ein Beispiel aus Krui:
    Der Besitzer eines Surfcamps (Australier), wird aus Krui bzw. Indonesien deportiert. Erstens, weil er selbst viele Europäer bzw. Australier beschissen hat. (Grundstücke verkauft, was ihm eigentlich nicht gehört!). Was ich noch viel schlimmer finde, die Leute vor Ort ebenfalls beschissen, sei es Geld oder ähnliches.

    Wenn Surfer bzw. Investoren ein Gegend kaputt macht, dann nicht durch crowd, oder surfcamps, sondern viel mehr im Bereich der Land grabbing (Landklauerei). Das nervt uns gewältigt! Da haben wir keine Chance uns zu ernähren und haben eigentlich nichts von dem Boom der Surftourismus. Stell mal vor, ich besuche euch und scheiss auf euerer Gastfreundschaft :D.

    Letztendlich ist es egal, ob Indonesier, Europäer oder sonstige Zugehörigkeiten in Indonesien sein Geld versucht zu verdienen. Wir müssen uns gegenseitig respektieren und die Chance geben.

    Gruß, Christian

  • Autor
    Beiträge
Ansicht von 18 Beiträgen – 1 bis 18 (von insgesamt 18)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
Anmelden

Forum Tags

Agadir Airline Anfänger Anfängerboard April August Australien Bali BIC Surfboard Boardtransport campen Dezember Frankreich Fuerteventura Hawaii Indonesien Irland Italien Januar Kanaren Kapstadt Kind Longboard Mai Marokko Mietwagen März Neo Neuseeland NSP Surfboards Oktober Peniche Portugal September Shaper Spanien Sri Lanka Surfboard Surfbuddy surfen Surftechnik Sydney Süd Afrika Taghazout Work&Travel
Soul-Surfers
  • Surf Forum
  • Surf Blog
  • Archiv
  • Kontakt
Soul-Surfers
  • Surf Forum
  • Surf Blog
  • Archiv
  • Kontakt