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  • #40951
    yoshi
    Surfer

    Hey alle hier zusammen!

    Es ist mein erster Beitrag hier also erstmal ein herzliches Hallo an alle. Freu mich hier zu sein 🙂

    Zu meinem Anliegen: ich war vor ca einem Jahr für ein halbes Jahr in Portugal und habe dort mit dem Surfen begonnen. Danach folgten weitere Kurztrips nach Marokko und Sri Lanka. Ich würde sagen ich bin kein totaler Anfänger mehr, schaffe meist den Take off, Paddeln kann ich auch ordentlich und wenns n Pointbreak ist kann ich auch meist die Welle bis zu Ende fahren. Jedoch möchte ich mich genau darin noch verbessern und so langsam kleinere Turns einbauen.

    Dieses Jahr werden wir nach Frankreich und Spanien fahren, also eher nicht so leicht zu catchende Wellen. Und dafür möchte ich mir nun ein Board holen. Zu mir selbst: 181cm, 77km und ich möchte eigentlich nur Wellen bis Kopfhöhe surfen. Alles darüber ist mir hier in Europa meistens zu krass bzw zu steil.

    Angefangen habe ich auf einem 6´8 x 21 x 2 5/8 Fish-/Funboard und bin nach 2-3 Wochen damit auch ganz gut zurecht gekommen. Ich hatte mir aber nun überlegt etwas zu kaufen, das ein wenig drehfreudiger ist, aber es genauso leicht macht Wellen zu kriegen (sprich wahrscheinlich ähnliches Volumen). Achja und Duckdiven sollte auch möglich sein damit.

    Zu was würdet ihr mir raten? Doch ein kürzeres Minimal? Fish? Langes Shortboard?
    Auf ein Shortboard wollte ich eigentlich (noch) nicht umsteigen.

    Habe das Forum schon durchgeschaut aber nichts gefunden das auf mich passen würde, da die meisten ja etwas für den Umstieg von Anfängerboard zu Minimal suchen…Hoffe ihr könnt mir deshalb weiterhelfen.

    Danke soweit schonmal und liebe Grüße!

    #147374
    marlowe
    Surfer

    Hallo Yoshi,

    Du suchst ein bisschen die eierlegende Wollmilchsau, in irgendeinem Bereich wirst du aber Abstriche machen müssen.
    Kürzeres Minimal als 6,8? Ich glaube nicht, dass es so kurze Minimals im eigentlichen Sinn gibt. Ist dann wohl eher ein Funshape.
    Meine Meinung ist, jedes Inch kürzer wirst du merken beim Anstarten der Welle (auch bei gleichem Volumen). Desto kürzer das Brett, desto exakter muss man positioniert sein um die Welle erfolgreich zu erwischen. Zu weit vorne -> nosedive, zu weit hinten -> Welle rollt unter einem durch bzw. late-drop. Ob das Mehr an Drehfreude diesen Nachteil ausgleicht ist die Frage.

    Klassische Fische gelten aufgrund der Kürze (s.o.) und wegen des flachen Nose-Rockers, der Nosedives begünstigt, auch nicht als die geeignetsten Anfängerboards.

    Mit einem (auch langen) Shortboard wird es dir sicher am allermeisten Mühe machen Wellen zu erwischen. Weniger Volumen, instabilerer Shape, da schmaler. Dafür lässt es sich wahrscheinlich am besten Duckdiven. Aber nachdem ein Shortboard genau für die Wellen gedacht ist, die du nicht surfen willst (kopfhoch+, steil, schnell), macht das für dich sowieso keinen Sinn.

    Ich kann dir also zu keiner deiner genannten Alternativen raten. Ich denke, du solltest auf einem etwa gleich dimensionierten Board wie bisher deine Skills ausbauen, bevor du kürzer gehst bzw. selber kaufst.

    Willst du dir trotzdem unbedingt ein eigenes Board zulegen würde ich empfehlen einen Shaper deines Vertrauens zu kontaktieren, diesem ehrlich (!)deinen Könnenstand zu schildern und dir eines bauen zu lassen. Das sollte dich vor einem größeren Fehlkauf bewahren. 😉
    Alternativ kannst du natürlich eines von der Stange kaufen wenn dich der Verkäufer ehrlich und gut berät. Aber da habe ich so meine Zweifel.

    #147375
    Anonym
    Inaktiv

    Willst du dir trotzdem unbedingt ein eigenes Board zulegen würde ich empfehlen einen Shaper deines Vertrauens zu kontaktieren, diesem ehrlich (!)deinen Könnenstand zu schildern und dir eines bauen zu lassen. Das sollte dich vor einem größeren Fehlkauf bewahren. 😉
    Alternativ kannst du natürlich eines von der Stange kaufen wenn dich der Verkäufer ehrlich und gut berät. Aber da habe ich so meine Zweifel.

    Dem würde ich nichts mehr hinzufügen. Die umfassende Beratung die Du suchst, wirst Du nicht in einem Forum, sondern nur bei einem Shaper finden…

    In der Region FR/ES/P gibt es massig saugute Shaper, die Dir so ein Brett machen können.

    #147378
    yoshi
    Surfer

    Ok vielen Dank für die ausführlichen Antworten!

    Kennt ihr denn Shaper die einigermaßen gute Preise haben? Ich will eigentlich jetzt nicht 500€ ausgeben für ein Board das ich nur 2 oder 3 Jahre fahre.
    Natürlich wäre aber eins shapen zu lassen der Wahnsinn….

    Anderweitig hätte ich gerade ein gebrauchtes Fanatic Diamond Bamboo in 6´3 am Start. Was haltet ihr von dieser Art von Shape? Wäre der Schritt zu groß?

    Diamond

    #147379
    Anonym
    Inaktiv

    Ich würde den Shaper anhand deiner Reiseroute wählen. Ich kenne keinen in Frankreich, dafür einige im Baskenland und restlichem (Nord) Spanien die ich empfehlen kann. Preislich ist Spanien und Portugal relativ gut, für 400 Euro (+-50) bekommt man schon ein sehr vernünftiges Custom-Board.

    Andererseits würde ich so ein Umsteiger-Brett nicht unterschätzen. Das fährst Du garantiert länger als 2 Jahre. Ich komme mittlerweile auch gar nicht mehr mit einem einzigen Brett klar…warum soll ich mich in manchen Bedingungen mit einem vermeintlichen Allrounder-Brett abmühen, wenn ein anderes viel besser passt. Ich fahr meine Spots mittlerweile mit 2 oder 3 Brettern an und nehm dann spontan das was zu den Bedingungen passt.
    Dein Umsteiger-Brett kannst Du, selbst wenn du mal auf dem Shortboard unterwegs bist, immer wieder auspacken und wirst eine Menge Spass damit haben.

    #147380
    marlowe
    Surfer

    Ok vielen Dank für die ausführlichen Antworten!

    Anderweitig hätte ich gerade ein gebrauchtes Fanatic Diamond Bamboo in 6´3 am Start. Was haltet ihr von dieser Art von Shape? Wäre der Schritt zu groß?

    Shape ok, aber mir wäre der Schritt zu groß. Verlangsamt m. E. deinen Lernfortschritt.

    Ansonsten gilt was Marty sagt. Normalerweise behält man eh seine alten Bretter und hat irgendwann ein Quiver aus dem man je nach Bedingungen das richtige Board auswählen kann. Oder man verkauft eben auf dem Gebrauchtmarkt.
    Darüber hinaus, einem Funshape entwächst man in der Regel als deutscher Urlaubssurfer eher nicht.

    #147381
    yoshi
    Surfer

    Vielen Dank euch, dann werd ich mich mal nach Shapern umsehen…

    #147383
    blue-bottle
    Mitglied

    Moin Yoshi,

    meiner Meinung nach ist es nicht verkehrt sich relativ frueh ein kuerzeres Brett zu zulegen. Besonders in europaeischen Beach Breaks, in kleineren, kraftvollen, steilen Wellen. Hier passen kuerzere Bretter deutlich besser in die “pocket” und reduzieren das Risiko eines Nosedives. Gerade wenn’s im Wasser etwas voller wir, hilft es sehr ein Brett zu haben, das man duckdiven kann, um anderen Leuten nicht in den Weg zu kommen (hilft natuerlich auch beim Rauspaddeln).

    Trotzdem solltest Du versuchen, ein Modell mit genug Volumen zu finden. Ich bin sehr ueberzeugt von den Brettern in der Lost domesticated series oder dem Average Joe von CI. Ich hab selbst ein Lost LayZ Boy in 5’9. Unfassbar einfach zu fahren und speziell designed, um mit mehr Volumen gefahren zu werden. Ich halte nichts davon (im weiteren Sinne) Performance Bretter viel groesser zu kaufen, um mangelndes Fahrkoennen zu kompensieren. So sind die Shapes nicht gemeint.

    Viel Erfolg!

    #147384
    marlowe
    Surfer

    Moin Yoshi,

    meiner Meinung nach ist es nicht verkehrt sich relativ frueh ein kuerzeres Brett zu zulegen. Besonders in europaeischen Beach Breaks, in kleineren, kraftvollen, steilen Wellen.

    Blue bottle, kraftvolle und steile Wellen waren genau das was der Threadstarter surfen will!

    Yoshi,
    Du siehst, es gibt auch andere Meinungen. Nichtsdestotrotz sprechen Erfahrungen der meisten Surfer und praktisch aller Surfschulen eine andere Sprache. Sprich nicht zu früh zu kurz, Minimalibu oder gutmütiger Funshape als Board mit der schnellsten Lernkurve.
    Manche vermuten dahinter aber auch eine Verschwörung der Minimalibu-Industrie. 👿

    Das Schöne ist, Surfen ist so individuell, dass du es machen kannst wie du willst. Auch als Anfänger auf einem 5,9 weitermachen. Es gibt keine Regeln, nur Erfahrungswerte.
    Im Endeffekt wirst du es durch trial&error selber rausfinden.
    Have fun!

    #147385
    Anonym
    Inaktiv

    Marlowe hat absolut recht. 10 Leute, 5 Meinungen…jeder muss hier selbst seine Erfahrungen machen. Nur kostet trial&error bei Boards meistens etwas Geld 😉

    Ich kann jedem nur empfehlen, bevor er einen größeren Schritt in der Brettgröße macht, sich vorher etwas ähnliches zu leihen und mal ein paar Sessions damit zu fahren. Dann merkt man schnell, ob man mit so einem Brett Spass haben wird oder nicht. 10% mehr oder weniger Volumen können schon über Spass oder Frust entscheiden.

    Habe das erst wieder selbst hier im Bekanntenkreis erlebt. Eine zeitlang mein Hypto 5.6er immer mal wieder ausgeliehen, war eigentlich super begeistert, wenn man mal ne Welle bekommen hat. Aber viel ging halt nicht. Dann das gleiche Brett in 5.8 gekauft, und ja…die 3l mehr merkt man wie die Sau, und es paddelt sich deutlich besser (hab das 5.8er dann auch mal ein paar Wellen selbst gesurft und somit den direkten Vergleich in einer Session). Und schon war das glückliche Gesicht wieder da.

    Surft halt nicht jeder á la Craig Anderson 😉

    #147386
    paolopinkel
    Surfer

    Blue bottle hat schon recht damit, dass diese Planken in kleinen steileren Wellen sich so sperrig anfühlen, als ob man einen Ikea Schrank im grossen Karton durch einen engen Hausgang die Treppe hoch befördern muss.

    Auf der anderen Seite kann man sich auch fragen, ob es die richtige Absicht für den TO zum jetzigen Zeitpunkt ist, “kleine, steile, kraftvolle” Wellen zu surfen. In Europa dürfte es doch auch genug kleine rollende Wellen geben, wo die Länge des Bretts nicht mehr so stört…. Ist meine wahrscheinlich wichtigste Erkenntnis um bei den Skills voran zu kommen, dass man zur richtigen Zeit (Könnerstufe) das richtige Surfziel aussucht. Mir ist natürlich auch bewusst, dass nicht jeder die gleichen Möglichkeiten hat.

    #147387
    Anonym
    Inaktiv

    hmmm…wir reden hier ja nicht von einem 8.0er Minimalibu. Meine Erfahrung sagt mir eher, mit einem größeren Brett komme ich früher in die Welle und dann ist auch nicht so steil.

    Davon mal abgesehen, das empfohlene Lazy Boy von Lost ist jetzt auch nicht meine erste Wahl für einen Drop in steilen Wellen 😉

    #147392
    blue-bottle
    Mitglied

    Sicher, Laenge laeuft, ist aber nicht alles. Flacher Rocker, viel Breite und Volumen vorne hilft genauso beim Wellen “catchen”. Ich komm mit meinem 5’6er Hypto frueher in die Welle als mit meinem 5’11er Shortboard bei fast gleichem Volumen.

    Den Lazy Boy hab ich mir urspruenglich fuer kraftlose Wellen im australischen Sommer geholt, funktioniert auch wunderbar. Ich war sehr erstaunt, wie gut das Brett aber auch in kleineren steilen Wellen funktioniert, sogar in kleinen Barrels. Da haette ich persoenlich mit nem Malibu keine Chance. Ich denke, das hat viel damit zu tun, dass das Brett noch verhaeltnismaessig kurz ist. Und Marty, wenn die Wellen gut sind greif ich natuerlich wieder zu den Shortboards, aber es geht ja hier darum nen Kompromiss in EINEM Brett zu finden.

    Ich denke, was viele Leute die mit dem Surfen anfangen (Stadium: gruene Wellen surfen, aber noch keine Turns) zurueck haelt, ist die Angst vor dem Nosedive beim Take-off und nicht Duckdiven zu koennen. Nen kleineres Brett hilft da einfach und dreht auch noch besser.

    Ich stimme Euch voll und ganz zu, dass in vielen Bedingungen ein groesseres Brett fuer Einsteiger besser sind aber es gibt genau soviele Bedingungen/Situationen wo Laenge einfach im Weg ist. Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen, sich nen kurzeres Brett zuzulegen (sollte natuerlich immernoch gut Volumen haben). Hinzu kommt, dass es sich mit nem kurzen Brett leichter Reisen laesst und man sich Malibus sowieso ueberall leihen kann, wenn die Bedingungen entsprechend sind.

    #147393
    Rick-Ola
    Mitglied

    @blue bottle

    Meine Rede. Aber hier haben sich einige völlig darauf eingeschossen, von kurzen Brettern abzuraten. Argumentativ lediglich untermauert mit Aussagen wie “Du glaubst doch nicht etwa, daß alle Surfschulen der Wellen falsch liegen.” Und dann kommt immer ein gönnerhaft hinterher geschobenes “Ausnahmen gibt’s natürlich immer, ABER…bla…bla…”.

    #147394
    Rick-Ola
    Mitglied

    @blue bottle

    Meine Rede. Aber hier haben sich einige völlig darauf eingeschossen, von kurzen Brettern abzuraten. Argumentativ lediglich untermauert mit Aussagen wie “Du glaubst doch nicht etwa, daß alle Surfschulen der Welt falsch liegen.” Und dann kommt immer ein gönnerhaft hinterher geschobenes “Ausnahmen gibt’s natürlich immer, ABER…bla…bla…”.

    #147395
    Littoral
    Surfer

    Ich kann zumindest bestätigen, dass das Lazy Boy ein echt geiles Brett. Fahre es in 6,6, d.h. knapp 50l Volumen, wollte ein Brett < 2m wegen Transport mit viel Volumen aber eben keinen agressiven Groveler und bin echt begeister von dem Teil. Ist für mich – und ich bin meist in französischen Beachbreaks unterwegs – z.B. deutlich einfacher zu fahren und wellen zu catchen als ein Fatum Moby in 7,2" welches ich vorher hatte. Nur duckdiven gelingt mir mit dem Brett (noch) nicht. Aber ganz ehrlich, bei der wellengröße und shape wo ich um duckdiven nicht herumkomme benutze ich wahrscheinlich auch kein 6,6" mit 50l Volumen mehr.

    Die Aussage "länge läuft" stimmt natürlich irgendwo, aber gerade in nicht so cleanen Bedingungen mit kurzen wellen, shifting peaks, ist so ein handliches Brett mit viel Volumen auch was wert. Man muss halt drauf achten dass der Sweet spot tortz der kürze des brettes recht groß ist (bei den kurzen grovelern meist nicht der Fall.

    #147396
    Anonym
    Inaktiv

    @blue bottle
    Ich glaube du lässt hier ein paar Dinge außer Acht…zum einen schreibst Du vom australischen Sommer und kannst keine Umlaute tippen. Also gehe ich mal davon aus, dass Du von dort schreibst. Würde auch zur Uhrzeit passen…hier reden wir aber von landlocked surfern in Mitteleuropa die das nicht mal kurz am Nachmittag machen können, sondern sowas max. 3-4 Wochen im Jahr praktizieren können. Und das nicht mal am Stück, dazwischen sind oft Monate der Pause. Da muss man von anderem Fitnesslevel, Lernfortschritt und Erfahrung ausgehen. Allein die Selbsteinschätzung des TO “schaffe meistens den Takeoff”, sollte zum Denken geben.

    Zum anderen will ich Dir gar nicht aberkennen, dass das lazyB ein geiles Brett ist. Auch nicht, dass Länge völlig überschätzt wird und Breite oder sogar Dicke noch viel mehr das Brett beeinflussen. Aber im ersten Post schreibst Du was von steilen Wellen und im zweiten von flachen Rocker…passt irgendwie nicht als Empfehlung für einen Beginner / Aufsteiger. Schon gar nicht wenn er angeblich in Europa nur kleine, steile Wellen fährt 😉 Ich sollte mein Brett für die überwiegende Wellenart ausrichten, die ich surfe und nicht danach, dass ich diese noch nebenbei gerade noch so abdecken kann.

    Ich habe selbst das Hypto in 5.6 und ein klassisches Shortboard in 5.11 mit gleichem Volumen. Und die beiden paddeln sich definitiv nicht gleich, aber ich kann nicht pauschal sagen, dass ich mit dem Hypto besser in die Wellen komme. Es kommt hier nämlich stark auf die Bedingungen an. Lass es mal nicht glassy sein, sondern choppy, dazu vielleicht noch starken Wind und dann schaust du mit dem Hypto schon wieder doof aus. Ein klassisches Polyester-Shortboard spielt jetzt seine Vorteile aus und du kommst wiederum damit besser in die Wellen.

    @Ricky
    Ich habe es Dir schon im anderen Thread versucht zu erklären…das ist ein deutsches Forum, dementsprechend “hoch” ist das Profi-Beratungsniveau. Hier basiert alles auf der eigenen Erfahrung von ca. 90% Urlaubssurfern, in deinen Worten…argumentativ ist das hier durch die persönlichen Erfahrungen untermauert und nicht wegen den Surfschulen. Du redest Stuss und Du bist derjenige der sich gönnerhaft aufführt.
    Der größte Teil hier hat auf größeren Brettern angefangen, damit gelernt und gute Erfahrungen gemacht. Ein kleinerer Teil hat auf kurzen Brettern angefangen, schlechtere Erfahrungen gemacht und die raten auch mal gerne zu einem größeren Brett. Dann kommt der kleinste Teil, zu dem auch Du gehörst, die haben mit dem Shortboard gelernt, haben es vielleicht gut hingebracht und können sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass andere nicht solche Profis von Geburt an sind.

    Wenn jemand eine wirklich professionelle Beratung möchte, dann ist er hier im Forum falsch. Dann sollte man sich an seinen Shaper oder Surflehrer des Vertrauens wenden. Jemand der einen persönlich kennt und schon mal surfen sehen hat, kann eine viel bessere Einschätzung abgeben.
    Ich bin der Meinung (weil man die Leute hinter dem Nick eben nicht kennt) man sollte hier eher konservativer beraten. Das ist nur fair.

    PS: Ich bin wirklich verrückt nach Surfen, komme mindestens 2-3 die Woche aufs Wasser, egal ob gut oder schlecht. “Die schlechteste Session die ich hatte, war die in der ich nicht im Wasser war.”
    Ich kann Dir sagen, ich sehe hier am Touristen-Spot so viele Jungs und Mädels mit völlig ungeeigneten Brettern. Und es tut mir wirklich leid für die Jungs und Mädels, weil sie den anderen eigentlich nur beim Surfen zu schauen. Das habe ich bei meinen Empfehlungen immer im Hinterkopf und rate deswegen gerne zu etwas mehr Volumen und klassischen Anfängershapes, obwohl ich selbst bei 1.87m Bretter deutlich unter 6ft und mit um die 27l surfe. Aber das ist nunmal meine Erfahrung und die gebe ich auch so weiter.

    #147397
    yoshi
    Surfer

    Ok bitte nicht die Köpfe einschlagen^^

    Ich will hier keine Grundsatzdiskussion loseisen. Natürlich gibt es verschiedene Menschen denen manche Sportarten besser und manche schlechter liegen.

    Wie gesagt ich hab meine ersten Schritte auf einem 6´8er gemacht. Klar wars zu Beginn nicht immer einfach aber so nach 3 Wochen (wir waren in dem halben Jahr aber auch min 3 mal die Woche im Wasser) war es für mich schon wirklich deutlich angenehmer und ich habe Fortschritte gemacht. Und es war möglich nen Duckdive damit zu machen, was in den teilweise schrottigen Wellen und kurzen Zeiten zwischen den einzelnen Sets schon angenehm war.

    Trotzdem möchte ich mich natürlich nicht selbst überschätzen und einen zu großen Schritt machen. Ich werde mir sicher kein Riesenschiff mehr holen aber eben auch keine Nußschale. Möchte einfach was dazwischen finden mit dem ich bei den Bedingungen hier in Europa (wenn ich weiter weg vereise kann ich mir immer noch ein anderes holen) Spaß und Fortschritt haben kann….

    Hab nun aber vom nem Kumpel n Shaper in Mimizan empfohlen bekommen und den werd ich mal anschreiben.

    Danke an alle!

    #147398
    Anonym
    Inaktiv

    haha…mach Dir darüber keinen Kopf. Die Diskussion wird hier immer wieder geführt und es wird auch nicht das letzte Mal sein.

    Es wäre klasse von Dir, wenn Du mal hier postest was der Shaper Dir für ein Brett machen würde. Nicht um es in Frage zustellen, sondern einfach interessehalber.

    #147399
    blue-bottle
    Mitglied

    Moin Marty, alles easy. Da gehen unsere Meinungen halt auseinander. Das ist ja in Ordnung, waer auch langweilig wenn nicht. Bin ja hier hier um was zu lernen.

    Witzig, dass Du bei Chop dem Hypto das Shortboard vorziehst. Bei mir ist es genau andersrum. Ich finde, dass das rolled V im Hypto Chop deutlich besser verarbeitet als ein Single Concave. Und mit den stylischen Carbon Rails sehe ich mit meinem Hypto ohnehin nie “doof” aus B)

    Ich habe genug Leute kennengelernt die in Deutschland wohnen, gut surfen und auf kleinen Brettern unterwegs sind. Ich denke, fuer jemanden der einigermassen fit und motiviert ist, lohnt sich der Umstieg auf nen kuerzeres Brett (wir reden ja nicht mal von Shortboards) sobald entsprechendes Grundlagen im Fahrkoennen da sind. Du packst das schon Yoshi, ich glaub an dich! :woohoo:

    #147400
    Anonym
    Inaktiv

    Witzig, dass Du bei Chop dem Hypto das Shortboard vorziehst. Bei mir ist es genau andersrum. Ich finde, dass das rolled V im Hypto Chop deutlich besser verarbeitet als ein Single Concave. Und mit den stylischen Carbon Rails sehe ich mit meinem Hypto ohnehin nie “doof” aus B)

    Da gehörtst du dann eher zu den Craig Andersons als zum Rest der “Normalos” 😆

    Check this out:

    Haydenshapes Hypto Krypto Review

    ” Plus, the lightness of the EPS construction makes the board more difficult to manage in strong winds and on bumpy wave faces”

    Deckt sich mit meiner Erfahrung, dass sich hier ein klassisches Polyester-Brett einfacher und besser surfen lässt. Und diesen Winter hat es hier bei mir kontinuierlich richtig stark offshore geblasen. Da gab mir mein Nexo ein deutlich besseres Gefühl. Aber eigentlich offtopic hier…

    PS: Die Leute aus D die kennengelernt hast und die ein kurzes Brett surfen…haben die auch wie Yoshi letztes Jahr mit Surfen angefangen 😉

    #147401
    blue-bottle
    Mitglied

    Haha genau. Das Brett ist natuerlich sehr windanfaellig, wenn man es vom Dachgepaecktraeger nimmt. Aber wenn man draufsteht geht’s eigentlich, man steht ja drauf. :silly:

    #147402
    Anonym
    Inaktiv

    Jo…und schickst Du uns davon dann auch ein Bild? Kook of the day auf instagram wäre Dir sicher mit deinem 5.6er auf dem Dachgepäckträger.
    Und mit deiner 2. Aussage haftet Dir so langsam ein “Troll-Geschmack” an…nichts für ungut, aber ich bin hier raus.

    #147403
    miwi
    Surfer

    Moin zusammen.
    Ich habe etwa den gleichen Lernstand wie der threadersteller (takeoffs und timing stimmen fast immer, fahre Kurven auf der Welle die quasi langgezogene turns sein könnten, zumachenden Sektionen kann ich mit bottomschwüngen ausweichen und wieder hoch in die pocket ziehen).
    Ich hab erst 4 Wochen Surfurlaub aufm Buckel und will nicht schlau daherreden.
    Sicher ernte ich wildes Kopfschütteln, aber ich schildere mal kurze meine Erfahrungen.

    Ich bin 1.91 und hab so um 100-105kg. Also nen Brocken.
    Die Surfschule in Frankreich drückte mir für den 3 Tage Beginnerkurs nen 8er in die Hand mit den Worten “naja, besser wäre wohl nen 9er”.
    Dann nen Urlaub später habe ich mich 2 weitere Wochen Urlaub an der Algarve selber mit nem 8er Minimal rumgeplagt und irgendwie ziemlich abgekotz weil ich zu blöd war das Ding in steilere Wellen einzudrehen und dort dann richtig zu platzieren.
    An Wellen war es die typischen Beachbrakes, vorzugsweise mind. Hüfthoch, am liebsten Schulterhoch, maximal knapp über Kopfhoch. (hab keine Angst vor Waschgängen, bin Apnoetaucher)
    Hab dann beschlossen einfach alles zu testen, was mir unter die Finger kam.
    Drei 7ern funshapes (7.2 NSP, Hydrofish und nen light) geliehen. Hatten z.T. einfach noch zu wenig Volumen (42l für nen 105kg Anfänger sind abslut nix) oder fühlten sich irgendwie immer noch zu sperrig an. Jetzt denkt jeder: Was labert der Typ, kann nix und findet 7.2 zu sperrig. Keine Ahnung, war irgendwie so nen Gefühl.
    Dann hab ich noch mit nem Joyas Egg (6.8 oder so), nen Blunt 6.4 und nem winzigen Dominator (um 30Liter, absurd klein) gespielt.
    Sprich nur gepaddelt, angestartet und ganz kurz gestanden, brauchen wir nicht dürber reden, dass 30-40l bei nem 2 Wochen 105kg Anfänger grober Unfug sind.
    Ich wollte halt einfach Erfahrungen sammeln, lernen, nen Gefühl kriegen irgendwie.

    Ich bin besessener “Sachen verstehen Woller und dann selber macher”
    Also hab ich zu Hause angefangen zu shapen. Ja, haha, nen Kook der shapen will….. Ich weiß. Witzbold.

    Hab mir nen kleinen Quiver geshaped mit kurzen Bretter mit breiter outline und viel Volumen.

    Dann bin ich mit den eigenen Brettern zurük an die Algarve für 10 Tage.

    Das Brett was ich am liebsten (und im Grunde ausschließlich) surfe ist nen 6.2er , so ne Art Tomo Evo möchtegern Clon mit relaxteren rails und mehr Volumen bis zu den rails geführt (so 50l, ich sitze bis zum Bauchnabel im Wasser)
    Das Brett war liebe auf den ersten Blick (die erste Welle) und hat mir und meiner Lernkurve so gut getan.
    Ich kriege damit Wellen ab knappen 2 Fuß und bis knapp über Kopf hoch (darüber spinnt es beim bottom turn aus, bzw. ist meine Technik dafür zu schlecht).
    Das Brett geht sofort noch während des popup passend quer in die Welle, minimalst hochziehen und man ist drin in der pocket. Ich empfinde es als unfassbar viel leichter damit sowas wie “ne hohe oder tiefe line zu wählen” und auch das “speed aufbauen auf Vorderfuß” und das rausnehmen aufm Hinterfuß ist so so viel reaktiver als es für mich mit den längeren boards war.
    Alles natürlich in dem Maße wie ein Anfänger wie ich das so macht, also grob, ungeschickt und weit weit davon entfernt wie es erfahrene Surfer machen.

    Aber all das merke ich mit dem 6.2er plötzlich ganz leicht, plötzlich ist da feedback vom board. Das Brett sagt mir was ich falsch mache und es belohnt mich wenn ich es richtig mache. Mit den 8er Minimals war ich einfach zu blöd sowas zu merken.
    Dass ich ne zumachende Sektion vor mir sehe und das Minimal runter ziehe, drum herum und wieder hoch, da war bei mir mit den 8ern nichtmal im Leben dran zu denken.
    Mit dem 6.2er passierte das von alleine. Ein kleiner Impuls und das Brett reagiert da drauf.

    Fazit ist: Ich bin einfach zu blöd, nen Minimal artgerecht zu bewegen (weil ich ja auch genug Leute gesehen habe, die darauf komplett steil gehen).
    Und auch wenn jeder den Kopf schüttelt, mir hats total viel gebracht andere und kürzere Bretter durchzutesten.
    Jeder Jeck is anders.
    Oder ich glaube: Jeder kook ist anders.

    Probiers also aus, teste dich vielleicht durch so viele Bretter wie geht vorher, du hast nix zu verlieren.

    Gruß, Michael

    #147404
    Anonym
    Inaktiv

    Ja, geil!!! Das Grüne von deinem Vergleichsfoto? Sieht super aus was Du da geshaped hast. Wenn Du mal durch Nordspanien tingelst, dann schreib mir mal PM. Wir müssen dann mal für ein paar Wellen die Bretter tauschen 😉

    #147405
    miwi
    Surfer

    Hi Marty.

    Nee, das grüne ist nen groveler. Das hat viel zu viel tail und nose Fläche.
    Das ist für Nordsee und saubere 1-2ft groundswell in Wales und so, also Longboardwellen.

    Das 6.2er Tomo-möchtegern Clon Brett ist das blau weiß gestreifte hier ganz rechts.

    Das hat mit dem Bottom, insbes. dem tail viel mehr halt als das Grüne wenns mal mehr push hat.
    Ist nen leichter single concave auf ganzer Länge, 2 channels mittig mit virierender Tiefe und Kontour, rails chined damits besser rail to rail geht (was ich noch nicht kann), hinten raus alles schön hart und tief. Für mich nen geiler Allrounder. Habs schon in Holland in 2ft slop und auch in knapp über Kopf hoch mit Druck in Portugal genutzt.



    (Beliche hatte jetzt z.B. an Weihnachten jetzt gut gefeuert, das war fürs blaue schon die Grenze, fürs grüne wäre das viel zu viel gewesen, aber auch dafür hab ich jetzt Bretter gebaut.)

    Bretter tauschen super gerne. Ich suche ja noch jemanden in meiner Gewichtsklasse, der im Gegensatz zu mir ordentlich surfen kann und mir mal sagt, was ich da fürn Scheiß verzapfte mit meinen shapes.

    #147406
    Anonym
    Inaktiv

    Bin leider nicht in deiner Gewichts aber fast Körperlänge-Klasse 😉
    Ordentlich surfen kann ich auch nicht, zumindest nicht nach meinem Maßstab…wenns bei Dir mit dem Surfen und/oder Beruf irgendwann nicht mehr klappt, eine Alternative hast Du ja schon gefunden. 😉 Hochachtung!

    #147407
    Rick-Ola
    Mitglied

    Ein 105kg schwerer Anfänger mit 4 Wochen Erfahrung hat mit einem nur 6’2″ langen, aber entsprechend voluminösen Board eine steilere Lernkurve und mehr Spaß als mit der langen Gurke, die man ihm in der Surfschule aufdrängen würde.

    Hmmm, merkst du was, Marty? Die Schlinge zieht sich langsam zu…

    #147408
    Anonym
    Inaktiv

    Stimmt, ich weiß jetzt gar nicht mehr was ich sagen soll. Ich bin jetzt auch voll deiner Meinung. Das ist garantiert eine Verschwörung der Surfboard-Industrie die uns ihre langen und unbrauchbaren Planken aufzwingen wollen. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen…lass uns doch eine Petition starten, für ein Verbot von allen Surfbrettern über 6 Fuss Länge oder so…

    Du bist und bleibst ein Troll…Sorry.

    #147409
    marlowe
    Surfer

    Rick Ola, was laberst du für einen Quark?

    Weder Marty noch ich haben jemals gesagt, dass ein Minimal das einzig Wahre für Anfänger ist, noch verschwiegen, dass es Ausnahmen und andere Meinungen gibt.
    Das ändert nichts daran, dass es nach den gängigen Erfahrungen für die meisten Urlaubssurfer nicht die kurzen Boards sind auf denen man am besten oder schnellsten lernt.

    Der Sachverhalt, dass die meisten mit Option A die besten Erfahrungen machen, einige aber auch mit Option B und ganz andere wieder mit Option C, scheint für dich schwer zu verstehen zu sein. Entweder bist du ignorant oder nicht sehr…öhm…smart.

    Da lob ich mir den MiWi, der ist auch anderer Meinung, aber kann das anschaulich darstellen und trollt nicht herum.

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