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Start › Foren › Surfboards und Zubehör › Surfboards und mehr … › Neue Surfboard-Schmiede

  • Dieses Thema hat 47 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 15 Jahren, 8 Monaten von matthias aktualisiert.
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  • 14. August 2010 um 10:38 Uhr #116194
    kwaizn
    Gast

    @peterlee

    also da ich hier in luebeck wohn komme ich schon ziemlich häufig ins wasser um meine boards zu testen. denke das das auch wirklich wichtig ist wenn man seine designs weiterentwickeln will. dieses jahr wars insgesamt eher schwach bisher mit dem nw und no, aber wir haben ja noch dänemark um die ecke……

    also ich mach grad meine diplomarbeit und wirklich geplant das ich irgendwann mal vom shapen leben kann ists nicht. vielleicht als kleiner nebenerwerb?? wir werden sehen. ansich mach ich das einfach weil es mir sehr sehr viel spass macht customboards zu shapen und später die leute auf dem wasser mit einem fetten grinsen im gesicht zu sehen…

    zum feedback von guten surfern.. ja und nein.. es kommt drauf an für wen man boards shapet, bei high performance shortboards ists sicherlich notwendig sehr gute surfer zu haben, aber das heist nich lange nicht das sie dir sagen was an dem shape gut ist und was nicht. das herauszufinden ist genau die aufgabe des shapers. und aus feedback von „schlechteren“ surfern kann man auch rückschlüsse auf den shape ziehen. und das ist meiner meinung nach genau so wichtig, denn fortgeschrittene haben einen anderen anspruch an surfboards..

    ich finde es vorallem wichtig das man selber surfen kann und vor allem ein gutes board gefühl besitzt. nur so kann man design merkmale mit fahreigenschaften verknüpfen und dies in den designprozess von jedem board mit einbeziehen.

    14. August 2010 um 14:18 Uhr #116196
    peterlee
    Gast

    @ kwaizn: verstehe, alles gute weiterhin. wer weiß ob boards shapen dann noch spaß macht, wenn man damit seine rechnungen bezahlen muss oder die chemie einen langsam fertig macht 😆

    hier ein netter thread mit unfassbar schönen surfboards.
    http://www2.swaylocks.com/node/1025644

    14. August 2010 um 16:03 Uhr #116201
    matthias
    Gast

    Find ich ja absolut interessant 😯
    Was haltet Ihr denn von den Meyerhoffer Boards.

    http://www.meyerhoffersurfboards.com/boards/
    http://www.tidemag.com/?p=461

    In der Tide 21 war ein toller Bericht. Alles was er erzählt und vor allem begründet ( was diese abartige Form betrifft )klingt , für mich, plausibel.
    Ich denke die funktionieren sogar richtig gut.
    Kann mir nur überhaupt nicht den Sinn des Tails erklären. Mit nem Pin kann ich das wohl gar nicht vergleichen?

    Nur der Ansatz“Ein Shortboard im Longboard“ ist für mich das eigentlich
    unnötige, weil ich Longboards surfe um eben kein Shortboardgefühl zu haben….
    Nach anfänglichem Wiederstand läuft das Geschäft aber wohl sehr gut an!
    Laut Homepage sind auch EPS/Epoxy Materialien, nur natürlich unglaublich leichter als das herkömmliche 😉

    Ach ja und zum Thema Shaper und Geld:
    Gerade durch Zufall in nem alten FAZ Artikel gelesen das nen Shaper bei ca. 600 verkauften Bretter im Jahr rund 200000 Umsatz macht, bei 4 Angestellten……Wenn ich da mal überschlage ich habe „nur“ 2 Angestellte
    und da würde es bei 200000 echt eng werden….. Das bestätigt wohl viele Aussagen hier!

    14. August 2010 um 23:50 Uhr #116215
    peterlee
    Gast

    Gerade im Swaylocks entdeckt, interessant bzgl. neuer Shapes und zeigt wie die Alaias weiterentwickelt werden …

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    16. August 2010 um 8:17 Uhr #116234
    Schwalbster
    Gast

    Hey Jungs,
    hab fuer die Bilder von der Sacred Craft mal einen eigenen Thread eroeffnet, weils echt supergeil war und das so vielleicht ja noch paar andere sehen, die nicht unbedingt diesen Thread verfolgen.
    Es gibt viel zu berichten, kommt die Tage an dieser Stelle!
    Ride On!

    17. August 2010 um 22:41 Uhr #116294
    Thyrome
    Gast

    peterle:

    Man müsste sich halt einmal mit Kunststofftechnikern oder mit Klebstoff / Dichtstofflaboren zusammensetzen, da gibts bestimmt mehr, als viele Shaper wissen, aber wer macht das schon.

    glaube ich nicht bzw. bezweifle, dass die kunststofftechniker noch viele tricks in der kiste haben. alles was billig zu produzieren und somit rentabel ist gibts es auf dem markt. polyester und fieberglas ist schon über hunder jahre alt. in den 50er jahre hat dann simmons angefangen diese materialien für surfboards zu benutzen. seine erfahrung mit polyester kam aus dem 2ten weltkrieg. evtl. gibt es wieder einen krieg in dem neue stoffe alte vom markt treiben. jedoch, wie wir an der entwicklung / industrialisierung erkennen, hat sie einen grossen einfluss auf den planeten und evtl verbauen wir uns ja schon mit der verschwendung von heute die chance auf die produkte von morgen.

    denke die entwicklung sollte nicht rückgängig gemacht werden, aber sinnvoller eingesetzt. sprich, alles plastik was „vermeidbar“ ist, sollte reduziert werden. ich kann mir schwer vorstellen krankenhausequipment aus holz und metall zu bauen dinge wie spritzen, butterflies, schläuche etc. aber positionen, wo eine ersetzung des plastiks durch holz oder andere umweltprodukte / nachwachsend möglich ist, die sollte man überdenken.

    für mich ist deshalb die umsetzung auf surfboards bezogen wichtig und machte mich zum holzimporteur für paulownia. ich sehe darin eine chance grundlagenvorschung durchzuführen und einen rohstoff für andere experimentierfreudige available zu machen .klar ist bei meinem holz noch der streitpunkt, carbonfootprint aus asien etc. andereseits benötigen die chemicalien ebenson einen carbonfootprint um von a nach b zu gelangen.
    an diesem topic zuzufügend kann ich hier erwähnen, dass ich mich intensiv mit der aufforstung von paulownia bäumen beschäftige.
    mein research project an der uni wird über die überwinterung junger bäumchen in cornwall gehen. meine 12 versuchspaulownien wurden am 17.4 gesäht und sind mittlerweile schon alle über 10 cm hoch 🙂

    meister g

    alaia… ist doch auch nur ein trend und für viele interessant aus dem kontext was anderes, finless, herausforderung etc als wegen öko.

    alaia ist ein trend der schon immer schlummerte. an den stränden cornwalls sieht man immer wieder alte menschen mit bellyboards aus plywood. teilweise sind diese holzbrettchen schon über 50 jahre alt.
    sie hatten einen festen bestandteil in der badeszene um 1900.
    das alaia ist im grunde nur ein vielseitigeres belly board.
    ich hatte in england auf dem bauch mit meinem alaia schon die allergeilsten sessions. da es erlaubt closeouts zu surfen und dann das weisswasser bis zum strand zu geniessen.
    hier ist das finnless besonders wichtig. mit meinen surfboards rutsche ich bis in 20 cm tiefes wasser, dann steig ich ab, aus fürsurge zu meinen finnen. das alaia kann man bis ins 5cm hohe wasser rutschen.

    wer von diesem spass angepeitscht seine ersten alaiaversuche starten, bekommt bald ein besseres gefühl und erkennt, dass das aufstehen eigentlich auch noch eine option ist. alaias passen auch in jeden shortboardbag rein, weil sie einfach klein sind d.h. zum einfach noch dabeihaben und als ersatz ideal.

    meister g

    apropos grün und boardentsorgung: was is eigentlich mit den abertausenden planken aus der hoch-zeit in californien geworden?

    diese blanks sind alle unter der erde oder wurden verbrannt.
    wer 1 und 1 zusammenzählen kann erkennt auch was bei clark foam eigentlich geschehen ist. soll ich entweder in usa unter strengsten auflagen und zu hohen löhnen ein produkt herstellen, oder lass ich es lieber herstellen an einem ort, wo ein veräzter arbeiter keine entschädigung bekommen muss, wo der abfall einfach weggekippt werden kann, wo die arbeiter fast kein geld kosten. US blanks ist quasi Clark Foam, vorstand etc. alles das alte, soweit ich das richtig weiss.
    mal ehrlich wer gibt denn schon eine fast monopolstellung auf dem markt auf nur weil etwas umweltschädlich ist. globalisierung heisst eben, dass wir den schmutz nicht ins eigene haus bringen. drum exportieren wir ihn.
    ebenso ist es mit der herstellung von neoprene und natürlich die bretter der cobra fabrik.

    PS: schöne diskussion

    18. August 2010 um 0:25 Uhr #116300
    meister-g
    Gast

    @ meister-g: Eine neue Technologie entwickeln? Haha, unmöglich ohne entsprechende Ausbildung, ohne Forschungslabor und überhaupt. Das einzige was ich machen kann, ist zu recherchieren was es nicht alles für Materialien und Stoffe gibt (Naturharze, Klebstoffe, …) und versuchen diese zu kombinieren und mit ihnen experimentieren.

    ja gut… ist das nicht eine neue technologie?!
    man muss kein neues surfbrett erfinden. aber wenn man auf nen shaper zugeht und sagt man hat mit demdemdem tests gemacht kein delaminieren, grüner etc was hältst du davon…

    Glaub aber kaum, dass sich ein Profishaper für meine Experimente jemals interessieren wird.

    … wieso sollte er sich nicht zumindest ein bisschen damit auseinandersetzen?
    er sitzt am meer, er shaped seit vielleicht 20 jahren polyesterbretter.
    aber du hast ggf das know how, du hast ggf den grünen antrieb.

    PS: Was hast du die denn für ein Sandwichboard gekauft, meister-g? Longboard, oder?

    watercooled surflite fusion 9.0
    ja, klar, cobra. aber ich brauch n haltbares board und wollte mal schauen was das surflite (angebliche weiterentwicklung tuflite) so macht.
    shape ist die bombe. ich hab noch nie vom tail so lang gezogene scharfe rails gesehen.

    18. August 2010 um 0:27 Uhr #116302
    meister-g
    Gast

    finde ich supa wie sich thyrome so langlebig mit solchen dingen auseinandersetzt.

    18. August 2010 um 6:05 Uhr #116311
    Schwalbster
    Gast

    AHHHHHHH! Hab hier gerade ne Stunde lang mal wieder den Megaaufsatz geschrieben und nu is mir alls floeten gegangen! FUUUUUUCK!
    Das hab ich davon immer so viel zu schreiben!

    25. August 2010 um 11:59 Uhr #116483
    peterlee
    Gast

    @ Schwalbster: Bitte nochmals tippen, eine Stunde lang, Wahnsinn! Kann mir gar nicht ausmalen, was uns da für ein genialer Artikel entgeht. Du solltest deine Post immer in einem Textverarbeitungsprogramm vortippen 😀

    Hier ein interessanter Link von der Sacred Craft. Der folgende Link passt sowohl hier als auch zum »Mal was zum Thema Sicherheit« Thread

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    Hoffe, dass das nicht ein neuer Schmäh hinsichtlich Öko usw. ist. Wär echt genial, wenn sich da was tun würden bald! Aber einfach keine Maske aufsetzen und gute Schutzhandschuhe weglassen, machen aus Harz noch kein Bioharz … 😉

    Ich hab relativ viel Kontakt mit Öl- und Naturharzherstellern gehabt und jeder hat mir bisher versichert, dass es zum heutigen Stand der Technik keine natürliche Aushärtung geben kann wie bei künstlichen Harzen. Aber wer weiß, die kochen auch nur mit Wasser …

    25. August 2010 um 12:02 Uhr #116484
    peterlee
    Gast

    finde ich supa wie sich thyrome so langlebig mit solchen dingen auseinandersetzt.

    Das stimmt und ist echt genial! Seine Post vor Jahren gingen schon in diese Richtung …

    25. August 2010 um 22:41 Uhr #116497
    peterlee
    Gast

    … Wenn wir jetzt mal innehalten, und überlegen was passiert, in Folge meiner vorangehenden Überlegung, wenn immer mehr kleine Shaper eine immer größere Nachfrage an PU-Brettern befriedigen müssen?! Folglich würden sich auch herkömmliche (PU) Materialien Forschung und Innovation unterziehen müssen, weil es den Herstellern lohnenswert wird. Thyrome & TR haben da schon Beispiele mitgebracht.

    … Nur das es momentan die bessere Alternative ist. Und ich bin auch kein Harzexperte, aber Polyester Harz ist meiner Meinung nach dabei unrelevant und veraltet zu werden.

    http://www2.swaylocks.com/forums/cyanide-gas

    26. August 2010 um 19:55 Uhr #116516
    Schwalbster
    Gast

    Hey thanx peterlee,
    war ein wenig traveln and the surf is up! Aber werd mich die Tage noch mal dran machen! Und ganz so viel wars auch nicht, also nicht zu viel erwarten, sw. hatte ich noch gefuttert und geduscht zwischendurch 😀
    Wollt nur mal so das Feedback von der Sacred Craft wiedergeben.
    Und werd definitiv in Word vortippen! 😆

    29. August 2010 um 8:06 Uhr #116559
    Schwalbster
    Gast

    jedoch, wie wir an der entwicklung / industrialisierung erkennen, hat sie einen grossen einfluss auf den planeten und evtl verbauen wir uns ja schon mit der verschwendung von heute die chance auf die produkte von morgen.

    denke die entwicklung sollte nicht rückgängig gemacht werden, aber sinnvoller eingesetzt. sprich, alles plastik was „vermeidbar“ ist, sollte reduziert werden. ich kann mir schwer vorstellen krankenhausequipment aus holz und metall zu bauen dinge wie spritzen, butterflies, schläuche etc. aber positionen, wo eine ersetzung des plastiks durch holz oder andere umweltprodukte / nachwachsend möglich ist, die sollte man überdenken.

    WORD!!!!

    So nu nochma! Also als erstes moecht ich auch noch mal loswerden das ich es supercool finde was Du machst Thyrome! Obwohl ich leider nicht denke das Alaias normale Boards jemals im grossen Still abloesen werden, so sorgt vielleicht doch jedes Alaia dafuer das das ein oder andere Chemieboard weniger konsumiert wird!!

    Und auch den Holztrend im allgemeinen find ich genial! More power to it! Ich moechte mir selbst irgendwann ein Hollow Wood Board bauen, so gruen wie moeglich. Doch auch hier denke ich das es eher was fuer Liebhaber ist!

    Man muss also grundsaetzlich mal sagen, das der breite Markt und Wood Hollows, chambered Balsas, Alaias und Custom Composite Woodies ala Danny Hess zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Alles sehr lobenswerte und sueperschoene und umweltfreundliche Boards und ich haette gerne einige davon ;), aber es sind Liebhaber Nischen ! Aber halt nicht das was die Masse haben will bzw. bezahlen will (ich wuerd mal sagen die Schmerzgrenze liegt so ungefaehr bei $800, und da zaehle ich mich auch dazu, mehr sitzt bei mir finanziell einfach nicht drin!)und/oder unter den Fuessen haben will weil zu schwer oder die Perfomance mit ihrem vertrauten Polyester/Polyurethane Board nicht gleichzieht oder besser ist.
    Und ich hab halt versucht mir da bei der Sacred Craft Expo und auch hier in den grossen Shops mal ein Bild zu machen (ist natuerlich klar das sich das halt nur hier lokal auf Suedkalifornien bezieht! Allerdings hat dieser Ort ja einen gewissen Stellenwert als Schmelztiegel der Surfindustrie).

    Also hier meine kleine Marktanalyse ohne Anspruch auf Korrektheit, Vollstaendigkeit und globale Gueltigkeit 😉 !!
    Im grossen und ganzen kann man sagen das es zum grossen Teil, nach den ganzen Turbulenzen nachdem Clark Foam zugemacht hat , wieder buisiness as usual ist. US Blanks hat den Markt uebernommen (all die vielen anderen Blankmarken haben wieder dicht gemacht). Und beim lokalen US Blanks Dealer war letztens gerade ein US Blanks Delivery Truck vorm Tor und die haben mir gesagt das die Blanks weiterhin in ihrer neuen Fabrik in Gardena (ist LA) Kalifornien hergestellt werden. Ob das wahr ist oder nicht weiss ich nicht!? Einzige positive Neuheit: Geen Foam Blanks, die massiven Mengen an PU Abfall und Foamdust der beim Shapen entsteht wird gesammelt und bei US Blanks recycled und zu neuen Blanks gepresst. Green Foam scheint wachsenden Zuspruch zu finden.
    Der Hauptgrund dafuer ist einfach: Poly/PU Boards lassen sich schnell und preiswert herstellen und es ist fuer die ganzen Shaper hier der einzige Weg preislich unter der Schmerzgrenze zu bleiben (standard Poly/PU Boards gehen hier so zwischen $500-$650) und damit mit dem Chinamarkt zu konkurieren. Diverse Leute haben mir versichert das fast alle Poly Boards zB. auch Al Merrick Boards komplett in Kalifornien gebaut werden (mal ab von den Surftech Modellen, ist klar).Ein weiterer Grund dafuer ist, das es schwer ist Verhaltensweisen zu aendern. Die meisten Surfer kaufen einfach immer wieder das was sie gewohnt sind und moegen.

    Ok das ist die eine Seite und macht angeblich so roundabout 70% in den Shops aus.
    Die andere Seite ist das Epoxy definitiv langsam aber sicher mehr und mehr an Boden gewinnt. Einige Brands (zB. Timmy Patterson) shapen mit PU Blanks da die wohl bei Shapern nach wie vor beliebter sind und glassen mit Epoxy. Schonmal ein kleiner Schritt da ja alles was laenger haelt und weniger toxische Gase in der Herstellung freigibt, zumindest ein bisschen umweltfreundlicher ist.Sowie gesuender fuer den Glasser. Da Epoxy laengere Haertezeiten hat, braeuchten die Glassshops viel neuen Raum mit mehreren Racks wo sie die Boards zum haerten ablegen koennen. Das koennen sich viele mittelgrosse Brands oft nicht leisten. Oder sie muessten ihre Stueckzahlen runterschrauben, was weniger Umsatz bedeutet und somit auch nicht in Farge kommt. Oder sie straeuben sich einfach vor Veraenderung!? Bei Rusty haben sie mir erzaehlt das Epoxy bei Custom Ordern wiederum mit ca.70% klar vorne liegt. Hier in der EPS/Epoxy Kombi.

    Die Epoxy Marke die sich im Markt absolut durchgesetzt hat ist Firewire (weit staerker als Surftech), weil die Boards funktionieren (gut flexen, den Flex auch lange behalten und leicht sind), aesthetisch aussehen und erschwinglich sind und lange halten. Und World Tour Credibility besitzten! Firewire wird in Thailand hergestellt! Hmmm!? Die Herstellung in USA ist einfach zu kostenaufwendig und die haben ihre San Diego Fabrik wieder dicht gemacht. An dieser Stelle braeuchte man ne Carbon Footprint Analyse: Firewire vs.lokal hergetslltes Poly/PU mit kurzer Lebensdauer!?
    Neu bei Firewire wird wohl bald sein das Custom Boards moeglich sind.
    Ich kann nur hoffen das sich der Wandel zum Epoxy mehr und mehr vollzieht! Evtl. wird der sogar bald erzwungen!? Ich hab naemlich auch mit Greg Loehr (Resin Research Inhaber der Epoxy Marktfuehrer fuer Surfboards und Epoxy ambassador seit vielen, vielen Jahren) quatschen koennen und der hat mir erzaehlt, das in 3 Jahren die kommerzielle verwendung von Polyester Harz gesetzlich verboten wird. Allerdings weiss ich nicht recht was das bedeuten wird, kann mir kaum vorstellen das Poly Harz komplett verboten wird, sondern das jede kommerzielle Firma entsprechende hochmoderne Filtenanlagen haben muss um es weiter verwenden zu duerfen!? Weiterhin sagte er mir das Resin Research absolut boomt!

    Was die Zukunft angeht, glaube ich das Holz einen groesseren Stellenwert bekommen wird, in diversen Formen in Composite Konstruktionen und da macht Sunova den Vorreiter. (hier mal kurz auf den Sacred Craft Thread verwiesen, damit ich mich nicht wiedeholen muss). Bert Burger hat meiner Meinug nach mit Firewire damals schon zukunftsweisende Bauweisen gross gemacht und Sunova sind auch wieder einen Schritt voraus.
    Und dann halt auch Bufo’s Hydroflex, die nun also in Kalifornien ihren Shop aufgemacht haben, mit ihrem meiner Meinung nach vielversprechenden Glassingkonzept, (die arbeiten mit Marco Foam zusammen, die recycelte EPS Blanks herstellen, obwohl ich nicht weiss ob exklusiv). Mann koennte also hergehen und ein Custom Shape von einem lokalen guten Sahper aus einem recycelten EPS Blank ordern und das in Hydroflex glassen lassen und haette damit ein Epoxy Board was verspricht lange zu halten, lange zu flexen und nicht zu delaminieren, und allein deswegen schon wesentlich gruener ist als vieles andere auf dem Markt. Und damit dem klassischen lokal gebauten Poly/PU Board den Rang streitig machen koennte.

    Natuerlich sind die von mir genannten Brands nicht die einzigen die da auf dem Vormarsch sind, da gibts noch einige andere zB. Fletcher Chouinard Designs.

    So wenn jetzt noch umweltfreundlicheres Epoxy wie Entropy mehr und mehr Credibility gewinnt und zur Anwendung kommt, dann kommen wir dem gruenEREN Surfboard fuer die breite Masse immer naeher!

    Abschliessend bleibt noch zu sagen, das das Interesse an denStaenden der innovativen Marken auf der Sacred Craft offensichtlich wesentlicher groesser war, als bei den same old, same old Marken! Kann allerdings auch an der Klientel liegen die zu der Messe geht!?

    apropos grün und boardentsorgung: was is eigentlich mit den abertausenden planken aus der hoch-zeit in californien geworden?

    diese blanks sind alle unter der erde oder wurden verbrannt.

    Versteh die Frage nicht so ganz, welche Planken sind gemeint? Und welche Planken sind unter der Erde oder verbrannt?

    Und allerdings interessante Diskussion, let’s keep it going or are we done? 🙂

    29. August 2010 um 16:31 Uhr #116563
    matthias
    Gast

    Hey Schwalbster
    100 Karmapunkte von mir 😀 😀

    Das Problem ist doch das eigentlich nur wir Konsumenten entscheiden
    was sich auf dem Markt einbringt und etabliert.
    Eigentlich haben das doch nur Firewire und Bufo geschafft, aber deren Markanteile sind immernoch seehr klein und am Ende ist es Business und
    der Gewinn zählt. Ich fand die S-Core Bretter waren auf einem gutem Weg
    und wurden dann aber „eingestellt“ weils für den neuen Besitzer nicht rentabel war.
    Warten wir mal ab ……..
    Ach so, zu Thema Haltbarkeit ( was für mich persönlich das einzige Argument – in Verbindung mit geringerem Gewicht – zum Kauf einer dieser Marken ist ) würde ich auch mal abwarten bzw. Kann jemand mal nen Feedback geben der ein Bufo oder Firewire länger als 2 Jahre bei entsprechender Nutzung hat. Mein erstes Polyboard ist mittlerweile auch schon 12 Jahre alt, sieht absolut abgefuckt aus aber funktioniert und ich liebe es einfach 🙂

    Ich wette die meisten Shaper nehmen Epoxy nur weil wir nachfragen
    und nicht weil Sie „dahinter“ stehen“ oder sich weiterentwickeln wollen.
    Ich habe leider nur Kontakt zu 3 Shapern, alle recht kleine Schmieden
    und von denen hörst du nix-„ahh Polyester Harz ist so ungesund für mich und ich würde ja lieber mit Epoxy glassen. Im Gegenteil, weiterentwickeln heist im Standard jetzt S-Glas von Hexel für die Decks nehmen.
    Da kann ich nur bestätigen was du schreibst. Epoxy im Standard bei allen Boards verlangt eine wesentlich größeres Zwischenlager und eben auch teurere Preise. Und an Experimenten mit anderen Blanks/Materialien ist auch erstmal nicht zu denken.

    Finde ja den „grünen Gedanken“ auch nicht verkehrt und das das nicht falsch rüberkommt, absolut im meinem Sinne aber am Ende ist es immer die Kombination aus dem Spiel ein, auf mich individuell abgestimmtes Board ( für mich egal ob mit Hand oder Fräse, hauptsache Custom )zu einem verträglichen Preis. Und überhaupt, vielleicht wird über das Harz zu viel Drama gemacht.
    Ich denke ansetzen sollte man in der Blankproduktion.

    Gruß

    8. September 2010 um 8:17 Uhr #116748
    Schwalbster
    Gast

    Na wenn ich weiterhin so viel Karmapunkte sammel, dann duerfte ja bald nix mehr schief gehen 🙂 Thanx!
    Ich versteh schon was Du meinst Matthias. Ich bin da genauso und surf meine Boards auch so lange wie moeglich. Allerdings seh ich das aus einer etwas anderen Perspektive, ich wuerd mal schaetzen das Californien und Australien die groessten Surfmaerkte weltweit sind und ich wohn hier mittendrin und seh wie viel Shortboards hier ueber den Tisch gehen. Ich glaube der Hardcore Shortboarder (und das macht hier bestimmt so 80% aus und wenn ich mich da so an die Shops in Hossegor entsinne siehts da auch nicht viel anders aus)) kauft so 1 bis 2 Boards pro Jahr. Und wenn er dann meint das das Board nicht mehr dieses „angeblich magische“ nagelneue Feeling eines Poly/PU hat, fliesst dieses dann in den 2nd Hand Markt( oder wenns gebrochen ist, dann direkt auf die Muellhalde.) Und klar hat ein anderer weniger anspruchsvolle Surfer da vielleicht noch jahrelang Spass dran. Frag mal nen richtig guten Skater wie lange er ein Deck benutzt und wann es seinen Pop verliert, ist das gleiche Prinzip. Und bei den Mengen die hier vertickt werden denke ich schon das Epoxy anstatt Polyester schonmal nen grossen Unterschied machen wuerde, und da stimm ich dir zu, genauso wichtig gilt das fuer Blanks!
    Aber ich meine einfach das man ganz oben ansetzten muss und Boards baut die dieses angeblich magische Feeling lange behalten und insgesamt laenger halten. (Und genau deswegen ist Firewire hier auch so populaer!) Das allein waere doch schon mal umweltfreundlicher. Es gibt Surfer die sind es leid so viele Boards durch zu jagen und mehr und mehr steigen auf Epoxy und neue Technologien um. Dann gibts natuerlich auch die die es geil finden staendig was neues zu haben und lieber zwei guesntige Boards kaufen als ein teures was dreimal so lange haelt.

    Ich denke wenn du Bufo und Firewire erwaehnst gilt das fuer den europaeischen Markt oder? Firewire hat hier naemlich einen sehr bedeutenden Markanteil! Bufo ist hier noch absolut in den Kinderaschuhen.

    Also ich hab mein Firewire jetzt 17 Monate im permanenten Einsatz und hab schon leichte Verschleisserscheinungen, das Board an sich ist total super, aber absolut ueberwaeltigt bin ich von der Qualitaet nicht, ist nicht so als waeren die unkaputtbar. Das geht noch besser! Aber definitiv besser als jedes Polyboard was ich bisher hatte.

    8. September 2010 um 23:12 Uhr #116773
    matthias
    Gast

    Hey Schwalbster,
    sorry, habe irgendwie nicht mitbekommen das du ein Firewire hast
    und 17 Monate ohne Groben verschleiß ist doch mal ein Richtwert.
    und sehr überzeugend ❗

    Das Firewire bei euch inzwischen einen großen Stellenwert haben,
    habe ich nicht gewusst aber finde ich dann richtig gut. Bei uns sieht man die kaum, eher noch Bufo ( bei Deutschen ), wobei die merkbar schon wieder echt weniger geworden sind.
    Aus der Sicht „Magic Board so lang wie möglich fahren zu können“, hab ichs auch noch gar nicht betrachtet und das finde ich, ist ein richtig gutes Argument und überzeugend, denn gerade die Babys gehen am schnellsten kaputt und so wirklich das gleiche noch mal Shapen lassen haut eigentlich nie hin. Eher bekommt man dann noch mal ein Magic Shape bei einem unverhofftem Gebrauchtkauf.

    Werd mir die Firewire noch mal genauer anschauen und bestimmt mal testen.

    9. September 2010 um 18:19 Uhr #24428
    Schwalbster
    Gast

    Psssssst, Sunova Surfboards! Ist quasi sowas wie Firewire 2.0! 😉

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