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Start › Foren › Surfboards und Zubehör › Surfboards und mehr … › Hilfe bei der Boardauswahl benötigt

  • Dieses Thema hat 34 Antworten sowie 13 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 10 Jahren, 4 Monaten von paolopinkel aktualisiert.
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  • 23. Januar 2016 um 0:26 Uhr #147220
    Sietmann
    Teilnehmer

    Hey Lion,
    hier nochmal nen Statement von einem Surfanfänger. Ich habe zum ersten mal in NZ auf nem Brett gestanden, war nen Softboard und hatte irgendwo ne Länge von 8″0′.

    Im Surfcamp auf Fuerteventura hatte ich dann ein Softboard mit einer Länge von definitv 8″0′.
    Nachdem Surfcamp stand für mich fest, das ich den Surfsport weiter betreiben möchte.

    Bei einem kleinen Urlaub in den Niederlanden (Domburg) habe ich mir vor Ort zum ersten mal nen normales Board geliehen, ein 9″0’er. Dieses Brett war super, mega easy die Wellen anzupaddeln und der Take off glückte auch jedes mal in den kleinen grünen,ähm braunen Wellen.

    Im November habe ich mich dann auch mit dem Thema eigenes Board beschäftigt und hatte ein 7″6’er Minimalibu anvisiert von Norden (185cm, 85kg). Bin dann irgendwann nach Frittboards gefahren und habe mich auch dort nochmal beraten lassen. Geworden ist es am Ende ein 7″10’er Minimalibu von Norden und es war definitiv kein Fehler.
    Bin mit dem Board nun schon ein paar mal in Hoak van Holland und Scheveningen gewesen und muss sagen das der Lernprozess super ist. Starten in den Wellen und der Take off wurden von mal zu mal besser.
    In Hoak van Holland habe ich einen Niederländer getroffen, der auch blutiger Änfänger war bzw. wahrscheinlich noch ist. Der war mit nem Shortboard unterwegs. Ich glaube der hat den ganzen Tag nicht eine Welle bekommen.

    Nun bin ich aktuel in Sydney und war nun auch schon auf dem Wasser hier. Geliehen habe ich mir hier nen 7″6’er, wollte aber eigtl. was größeres, gabs aber nicht.
    Was ich aber sagen kann, das ich den unterschied zwischen 7″10′ und 7″6′ definitiv gemerkt habe. Das 7″6er‘ war schon viel wackeliger als das 7″10er.

    Ich kann dir nur raten, fang nicht mit einem zu kleinen Board an. Denn das wichtigste ist doch das man Spaß auf dem Wasser hat und wenn man wie der gute Herr aus Holland den ganzen Tag nicht steht wird einem der Spaß schon etwas genommen. Mein 7″10’er war auf jedenfall kein Fehler und an Tagen mit kleinen Wellen kannst du trotzdem Fun haben und dein können verbessern.

    Gruß Siddi

    26. Januar 2016 um 11:13 Uhr #147237
    NatalieInvers
    Teilnehmer

    Hi folks,

    um auf die Beantwortung der eigentlichen Frage zurückzukommen, ich möchte mich einem der Kollegen anschließen und aus der Sicht eines intermediate surfers mit nur mäßig steiler Lernkurve bestätigen – lass dir Zeit mit dem Kauf deines ersten Surfboards. Surfcamps oder -Schulen haben meist mehr als nur Soft-Planken zum ausprobieren, man kann vielerorts für einen akzeptablen Preis Boards für einige Stunden ausleihen und direkt austesten. Wir haben uns damals zu zweit zusammengetan und haben unterschiedliche Boards ausgeliehen und innerhalb einer Session ausprobiert. Wenn man die Größenschritte zwischen den Boards übersichtlich hält, (beim Kauf) ist die Umstellung von groß auf kleiner auch nicht so hart.

    Wie auch immer – ich misch mich hier eigentlich nur ein, weil diese Diskussion bei mir den Eindruck erweckt Shortboarden sei das Nonplusultra und das natürliche Endziel eines jeden Surfers.

    Aber mal ehrlich Leute – surfen ist ein wundervoller Sport der in erster Linie Spaß machen soll. Und shortboarden ist nur eine Facette davon.

    Ich lebe seit einem Jahr am Meer. Die Surfer die ich hier kenne und die schon seit Jahren und Jahrzehnten auf dem Brett stehen, die paddeln auch mal mit ihrem Malibu in 2-3 m face Wellen, weil sie es eben können und auch weil sie sich vielleicht nur ein einziges Board leisten können und das muss eben die meisten Konditionen abdecken – ich hab auch genug Leute gesehen die mit ihrem Performance Longboard echt geile und überraschend radikale Cutbacks fahren.

    Wer hat schon dauernd perfekte shortboard Wellen vor der Nase? Wenn mellow longboard waves in sanften Lines anrollen – wer will da nur zugucken, nur weil man nichts länger als 6.0 zur Verfügung hat?

    Ich finde man sollte das Beste aus den Surfbedingungen und den eigenen Fähigkeiten machen, warum nicht auch mal dem Longboard ne Chance geben, das sanfte Gleiten ist unnnachahmlich. Und von laaaangen Rides mal ganz zu schweigen.

    Ich finde es spricht nichts dagegen sich ganz dem Shortboarden zu verschreiben, aber – nur meine Meinung- einige sehr schöne Facetten des Surfsports verpasst man so, und wurde einige „kleine“ Tage so ungenutzt verstreichen lassen.

    Und ja, mit einem Longboard oder selbst Malibu kann man schlecht Flugreisen machen. Meist gibt es aber genug Leihmöglichkeiten vor Ort. Aber im Bulli nach Frankreich oder Nordspanien klappt bestens, auch mit „Planken“ 😉

    Die, ich sag mal technisch gesehen „beste“ Surferin die ich kenne, Neuseelands South Island Surf Champion, habe ich nach ihrem Lieblingsboard gefragt, und sie konnte mir kein bestimmtes nennen. Sie surft seit über 20 Jahren alles, von Shortboard, über Fish, Malibu und SUP, eben das Board was bei den hier unsteten und nicht immer idealen Bedingungen am meisten Fun macht.

    Das war leider etwas sehr lang, aber ich freu mich wenn die message ankommt. Ansonsten, nix für Ungut, ich gönn euch ja den Spaß mit euren Shortboards, aber es kommt halt immer drauf an, was man draus macht – und ein Board, das dann doch nicht das Richtige war, bekommt man ja meist wieder ganz gut verkauft, ne? 🙂

    Cheers,
    Natalie
    (Surfe je nach Bedingungen von 6.8 evolution board über fish bis 9.0 Longboard und fühle mich auf meinem 5.8er fish zugegebenermaßen noch nicht ganz sicher – gibt Schlimmeres im Leben :silly: )

    26. Januar 2016 um 14:50 Uhr #147239
    Anonym
    Inaktiv

    Hi Natalie,

    natürlich hast Du vollkommen recht, dass Longboarden ein Teil des Surfens ist. Wenn auch shortboarden wirklich das Nonplusultra ist 😉 😉 Mein längstes Brett ist 6.2 und das benütze ich eher in größerem Swell. Mir machen kurz Bretter eben viel mehr Spass, ich liebe den Drop in supersteilen Wellen, das Duckdiven und überhaupt gibt mir ein Shortboard ein super vertrautes Gefühl. Etwas was ich beim Longboard bisher nicht hatte. Das kommt vielleicht noch wenn ich 60+ bin und dann nicht mehr in der Lage bin ein kurzes Brett in die Wellen zu paddeln 🙂
    Ich surfe auch im Sommer den kleinsten Swell mit einem Shortboard und meine Erfahrung sagt mir eher, dass die mellow Longboards-Waves an einem anderen Spot dann auch anders brechen. Draußen bleiben musste ich deswegen noch nie.

    Generell darf man sich aber nicht wundern, dass jeder Anfänger ein Shortboard will. Schau Dir mal die Surfzeitschriften an oder nur die WSL Tour. Das was die meisten Leute anspricht ist das radikale Surfen, Airs und eben das ganze New-school Gehabe wo die Skate-Manöver aufs Surfen übertragen wurden. Das finden eben viele sehr gut und wollen dem nacheifern…irgendwie verständlich. Nur kann man eben mit so einem high-peformance Brett nicht so gut lernen wie mit einem Anfängerbrett. Frag mal die deutschen Surfer am Strand nach dem aktuellen Longboard-Champion. Die Wenigsten werden dir einen Namen sagen können. Mick, Kelly, Gabriel oder Adriano werden den Meisten etwas sagen oder sie haben den Namen zumindest schon mal gehört.

    Dein Vergleich mit deiner Profi-Freundin hinkt etwas. Sie hat kein Lieblingsbrett, weil sie vermutlich ein riesiges Quiver zur Verfügung hat. Alle anderen haben eigentlich schon ein Lieblingsbrett, nämlich genau das was sie sich im Moment leisten können odder wollen. Du sagst ja selber…nicht jeder hat das Geld oder die Möglichkeit mit einem Quiver am Strand aufzuschlagen und das Brett nach den momentanen Bedingungen auszuwählen.

    Aber ich denke deine Message „eine Lanze für das Longboarden zu brechen“ ist angekommen. Die Message im Thread ist aber für mich „fange nicht mit einem Shortboard das Surfen an“ 😉

    26. Januar 2016 um 18:06 Uhr #147241
    paolopinkel
    Teilnehmer

    @Marty: Aber nervt Dich das für kleine Wellen notwendige „Gehacke“ nicht manchmal? Ich würde mich da durch die Wellen gehetzt fühlen… Muss ja nicht unbedingt ein Longboard sein, aber vielleicht ein schnelles singelfin hybrid oder so….

    Im Zusammenhang was mit Shortboard in kleinen Wellen möglich ist, finde ich dieses Video von Kelly Slater immer interessant:

    pPhjv4uS1sE

    26. Januar 2016 um 20:44 Uhr #40876
    Anonym
    Inaktiv

    Da haste schon recht, manchmal ist es eine zähe Geschichte auf kleinen Wellen. Aber ich habe extra ein Sommer-Shortboard für die kleinen kraftlosen Wellen…wenig Rocker, etwas mehr Volumen und damit lässt es sich schon ganz gut durch den August surfen. Ich sag mal wenns dann wirklich nur noch 20cm reinkommen, dann muss ich auch nicht mehr ins Wasser.
    Das Problem bei solchen Wellen ist ja dann eher, dass nur noch wenige Peaks brechen und sich dort der ganze Mob versammelt. Dann prügeln sich 20 Leute um Miniwellen und machen sich gegenseitig an. Das ist dann sowieso nicht mehr mein Ding und ich kann den Surf nicht genießen. Bleibe ich lieber draußen und schaue mir das von außen an 🙂

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