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Start › Foren › Surfer Geschichten › Allan Byrne/Surfen im Alter

  • Dieses Thema hat 35 Antworten sowie 15 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 12 Jahren, 11 Monaten von scientist aktualisiert.
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  • 24. August 2013 um 8:33 Uhr #139298
    surfingdudeibk
    Teilnehmer

    @ Till & @ roots : Arthrose bekommt man durch Belastung von Gelenken, also leichter durch Sport. Des weiteren ist euer Gedanke leider nicht richtig, auch wenn es schön wäre wenn es so einfach ginge. Altern ist ein multifaktorieller Prozess der nur zu einem Teil durch Ernährung, gesundem Lebensstil und Bewegung verbessert werden kann. Genetische Vorbelastung und normale degenerative Vorgänge sind allerdings nicht so einfach beeinflussbar. Es ist absolut ignorant zu behaupten, dass alte gebrechliche Menschen daran selbst Schuld sind, da sie laut eurer Argumentation :sich jahrelangen Sich-hängen-und-gehen-lassen, in zu wenig oder zu einseitiger körperlicher Bewegung/Belastung, in zu viel Alkohol, Rauchen, schlechter Ernährung, Lethargie, Depression, Mangel an Selbstachtung und Disziplin, etc.

    Ich behandle jeden Tag sehr viele alte Patienten und kann euch garantieren, dass die Faktoren die ihr nennt zu einem gewissen Maß Einfluss haben, jedoch im Allgemeinen sicher nicht den Unterschied machen ob jemand „Barrel“ fähig bleibt oder aufs Longboard ausweichen muss.

    @Juzi 1 cm Beinlängen unterschied ist absolut normal. Bei fast allen Menschen sind die Beine nicht gleich lang und 1 cm liegt beim Erwachsenen da absolut in der Toleranz.

    24. August 2013 um 11:14 Uhr #139299
    Surfer_Ol
    Teilnehmer

    wie gesagt, ein schöner und erstrebenswerter gedanke. beim ottonormalbürger in deutschland sieht das in der regel anders aus. ich weiß ja nicht, wie eure berufliche oder private situation ist, aber die spielt eine extreme rolle. ich schätze mich selbst sportlich ehrgeizig und fit ein, bin aber weit davon entfernt davon auszugehen, dass es automatisch bis ins hohe alter so weitergeht.
    wenn man hier den gutbürgerlichen weg wählt, dann wird viel zeit mit arbeit, familie, häusle baue usw drauf gehen. da bleibt nicht mehr viel zeit und manchmal auch die lust, um sich nur für die barrels fit zu halten. ich glaube der altersprozess wird dadurch sogar noch beschleunigt und die körperliche einschränkung auch. vor allen dingen wenn man überwiegend urlaubssurfer ist. das fällt dem australier oder californier viell leichter, weil er zwischendurch mal ins wasser springt oder alleinstehender hippie ist, der im bus lebt und jeden morgen beim yoga die sonne begrüßt.
    wie es schon angesprochen wurde, kann natürlich jeder persönlich seinen teil dazubeitragen, dass er im hohen alter noch auf guten niveau surfen gehen kann. ich wünsche es allen!

    24. August 2013 um 11:42 Uhr #139300
    Aqualife
    Teilnehmer

    Haette nicht gedacht, dass sich so eine Diskussion daraus entfacht – interessant!!!

    Ein paar interessante Links:

    Laird Hamilton (ist nun fast 50):

    http://www.menshealth.com/fitness/shape-40

    Tommy Carroll & Ross Clarke-Jones – Film ist supersehenswert.

    http://www.reuters.com/article/2013/07/22/entertainment-us-stormsurfers-idUSBRE96L0EE20130722

    Und wenn’s es dann ueberhaupt nicht mehr geht, gibt’s es auch noch:

    http://www.oldshittysurfer.com/

    http://www.oldfartsurf.com.au/

    Viel Spass noch!

    24. August 2013 um 18:01 Uhr #139302
    Dr. Surf
    Teilnehmer

    @surfingdudeibk, Surfer_Ol et al
    Ich gebe euch zwar Recht bei dem was ihr sagt, dennoch sollte die Frage erlaubt sein: Das ist ja keine schwarz/weiß Frage, bei der es nur die Wahl zwischen Leistungssportler und verfettetem Wrack mit Bluthochdruck und kaputten Gelenken gibt, sondern es ist viel Platz für Grauschattierungen dazwischen. Ich denke, das Ganze hat viel mit Prioritätensetzung zu tun. Natürlich hat kein 60jähriger die körperliche Fitness eines 25jährigen. Allerdings sehe ich auch viel Tranigkeit, auch in Teilen meines Bekanntenkreises. Natürlich wird vieles etwas komplizierter, wenn man Familie hat und einen Hauskredit abbezahlen muß. Bei allem Zugeständnis an genetische Veranlagung und stressigen Lebenswandel: Ich habe schon den Eindruck, dass so mancher eine ganze Liste eigentlich ganz willkommener Gründe vor sich herträgt, um das Wochenende auf der Couch zu verbringen zu können. Und ich denke, viele wollen es sich selbst auch nicht eingestehen, dass sie recht bequem geworden sind. Gegenbeispiel: ein guter Freund von mir, Mitte 30, verheiratet, kleine Tochter: Triathlon Leistungssportler. Steht samstags um 5.30Uhr auf, um mal schnell 20km zu laufen. Wenn er zurückkommt, hat er frische Brötchen dabei, die Familie frühstückt zusammen und anschließend macht seine Frau das gleiche wie er zuvor. Das Ende vom Lied: wenn andere am Wochenende vormittags langsam aus dem Bett fallen, haben er und seine Frau schon eine Trainingseinheit abgespult, die Tochter war trotzdem nicht alleine und den restlichen Tag kann die Familie zusammen verbringen. Das erfordert natürlich ein Level an Disziplin, das die wenigsten von uns haben (ich eingeschlossen)…

    Ich habe vor einiger Zeit mal ein Video gepostet, was zumindest mich recht nachdenklich gemacht hat. Denke, das paßt auch hier ganz gut hin.

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    Der Thread dazu ist hier:
    http://soul-surfers.de/forum/7-surf-talk/126914-what-is-your-desire.html

    24. August 2013 um 19:01 Uhr #139306
    scientist
    Teilnehmer

    Das Video ist schon nicht schlecht, aber auf der anderen Seite auch ziemlich schwer umzusetzen. Den so läuft das moderne Leben heute einfach nicht. Natürlich ist es nicht richtig sein Leben komplett darauf auszurichten das große Geld zu verdienen und sich dabei mit Sachen zu quälen die man nicht mag.
    Auf der anderen Seite geht es ohne Geld einfach nicht oder nur sehr schlecht bzw. macht Geld vieles leichter. Insbesondere wenn man dann irgendwann nicht mehr nur für sich selbst verantwortlich ist, sondern sich um eine Familie kümmern möchte. Man will schließlich, dass es den Kindern gut geht und es keinen an was fehlt. Wenn man die ganze Zeit finanzielle Sorgen hat, macht es das das Leben bestimmt auch nicht glücklicher und leichter.

    Um auf das Video zurück zu kommen: Natürlich würde jeder von uns gerne mehr surfen und weniger arbeiten. Aber ohne Geld, wird das auch mit surfen schwieriger. Zusätzlich kann ich mir auch noch was anderes vorstellen, was hier im forum ja auch schon diskutiert wurde: Wenn man jeden Tag surfen kann, ist man dann auf Dauer noch so begeistert von der Sache wie in der momentanen Situationen, wo Surfen was besonderes ist? Oder: Kann surfen wirklich der alleinige Lebensinhalt sein der uns glücklich macht.

    Ich denke, dass der richtige Weg einfach ein Kompromiss sein muss. Sicherlich kann man auch gutes Geld mit Jobs verdienen, die einem Spaß machen (natürlich nervt einen jede Arbeit irgendwann mal). Die Work-Life-Balance muss einfach stimmen, aber das ist leichter getan als gesagt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man einem „ich mach nur was mir spaß macht“ Konzept auf Dauer finanziell über die Runden kommt und glücklich wird.

    Ich wäre auch dann froh, wenn ich mit 40-60 nur noch longboard surfe. Das ist immer hin besser als gar nicht surfen. Optimal wäre es natürlich wenn sich nichts verändert und man von gesundheitlichen Gründen nicht daran gehindert wird, genauso weiter zu machen/zu surfen wie bisher.
    Ganz abgesehen von allen genetischen Faktoren die man nicht beeinflussen kann, geht es mir persönlich auch im alltäglichen Leben (abseits des surfens) viel besser, wenn ich mich fit halte und gesund ernähre auch wenn das schon jetzt nicht immer einfach für mich ist.

    25. August 2013 um 14:38 Uhr #35450
    Surfer_Ol
    Teilnehmer

    viell gibt es das forum ja noch in 20-30 jahren, dann kann ja jeder mal seinen ist-stand darstellen;-) pro surfer oder mitte dreißig-jährige als beispiele heranzuziehen hinkt für mich ein wenig. bereits innerhalb von 10 jahren kann sich soviel verändern, so dass der vorher superfitte und diziplinierte mittdreißiger plötzlich ganz anders darsteht. wenn man einen 9 to 5 job hat, sich im herbst/winter um 5.30 am woe aus dem bett quälen und erst einmal einen marathon bei minusgraden im schnee oder schmuddelwetter laufen, nun ja….da muss man schon pro oder fanatisch sein, finde ich. aber jedem das seine.
    wir sprechen uns in 30 jahren wieder und hoffen mal, dass wir bis dahin gesund, fit bleiben und eine menge geiler wellen surfen. bis dahin…..;-)

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