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Start › Foren › Surfboards und Zubehör › Surfboards und mehr … › Neue Surfboard-Schmiede

  • Dieses Thema hat 47 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 15 Jahren, 8 Monaten von matthias aktualisiert.
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    Beiträge
  • 8. August 2010 um 23:13 Uhr #24427
    Anonym
    Inaktiv

    Entweder kommt mir das nur so vor, oder es ist wirklich so, dass immer mehr Surfboardschmieden, Shaper und Boardfirmen wie Pilze aus dem Boden schießen.

    Find die Surfboards und das Design von denen recht schön und ansprechend. Als Grafiker fall ich aber auch wohl leichter auf solche Surfboards und Designs rein, ob sie gut verarbeitet sind, ist eine andere Sache 😆 🙄

    http://www.we-are-if6was9.blogspot.com/

    9. August 2010 um 0:51 Uhr #116042
    konräd
    Gast

    nicht so voreilig! es gibt auch welche, die dichtmachen: http://barrelsurfboards.blogspot.com/

    es ist richtig schade … alexandre von barrel hat richtig feine bretter gebaut! seine fishe waren *top-notch* hier in europa! Und warum? billige plastik-bomber, massenproduktion und geiz-ist-geil-mentalität … ich hab schon häufiger dagegen gewettert – lasst euch den letzten post von google übersetzen und seht selbst!!!

    9. August 2010 um 1:37 Uhr #116046
    Dr. Surf
    Gast

    @konräd
    da bin ich doch mal so frei, aus dem euroglass thread zu zitieren:

    dasemu hat folgendes geschrieben:
    575€? sind die denn des wahnsinns. bei den mengen, die euroglass durchhaut kostet die das material gut hundert, der shaper, der glasser und der sander kriegen jeweils nen zwani und der rest ist in deren tasche.

    Damit war zwar eine sog. namebrand gemeint, aber grundsätzlich dürften viele hier die Einstellung haben, dass so’n bischen Schaum mit Harz drum doch eingentlich nichts kosten darf…


    @peterlee

    dieser retrostyle ist gerade riesengroß in Kalifornien. I f***in luv it!! Mal schauen, wie weit er nach Festlandeuropa rüberschwappt. Die Szene in Deutschland ist ja doch recht festgefahren, wenn andere namen als Bic, NSP und Fatum ins Spiel kommen.
    Meine favourite surfshops:
    http://www.thaliasurf.com/
    http://www.mollusksurfshop.com
    http://www.surfindian.com/

    9. August 2010 um 10:41 Uhr #116047
    peterlee
    Gast

    Schade, dass diese Barrelsurfboards nicht mehr existieren. Dürften auch (optisch zumindest) gute Arbeit geleistet haben! Das Problem ist aber auch, dass viele kleine Schmieden medial nicht so präsent sind. Ich für meinen Teil, entdecke diese Kunstshaper immer nur durch Zufall und weil ich zur Zeit ein Vollholzboard baue und ich durch diese Woodsurfboard Szene auf diese links stoße. Aber ich glaub nicht, dass die in Surfmagazinen so präsent sind. Diese Alaia Sache ist ja auch nicht sooft in den Medien wie z.b SUP´s. vermutlich weil einfach die großen Firmen keine Alaias oder Woodies ….

    @ Doc: Das sind ja mal Surfshops, vor allem der Mollusksurfshop. Dieser Retrostyle ist wirklich schön, die ganze Bewegung und das was daraus entsteht. Wobei die Shaper, Designer und Photographen eben nicht nur alte Boards neu interpretieren, sie machen einfach Kunst daraus oder mit dazu. Die Grafiken und Malereien auf Plakaten oder auf den Boards, die Surffilme oder mehr Surfdokus, dann wieder reduziertes 60iger Jahre Design, die Photographien dazu, die Websites usw. Das Kunsthandwerk tritt mehr in den vordergrund, denk ich mir halt.
    🙄 😀

    9. August 2010 um 11:36 Uhr #116050
    peterlee
    Gast

    @ doc: Jetzt seh ich´s erst, der Thalia Surfshop und seine Produkte sind ja auch ein Wahnsinn …

    9. August 2010 um 14:28 Uhr #116053
    konräd
    Gast

    @Doc et al.

    Keine Sorge, ich hab die Diskussion natürlich mitverfolgt, mich aber erst gar nicht eingeschaltet um keine Prügel zu beziehen. 575€ für ein liebloses, schlecht geglasstes, Stück Marketing der großen Namen finde ich persönlich auch zu viel! Natürlich geht es da nur um Profit und da darf man zurecht schmunzeln.

    Bei Barrel Surfboards, oder anderen kleinen Board-Schmieden (siehe unten) habe ich genauso viel und sogar oft noch mehr bezahlt. Dafür gabs dann keine Fräse, sondern Custom-Shape, 100% Handarbeit, großer Austausch zwischen mir und Shaper, meine Wunschdesigns & -Farben, 1A Blanks, superstarkes Glassing (da braucht man kein Epoxy-Brett IMHO) und eine Menge Liebe! Und das sind mir dann 550€+ wert.

    UND ich unterstütze damit eine Gruppe von Shapern, die genau solche Boards bauen, wie du sie in den kalifornischen Online-Shops findest! Fish, Bonzer, Stubby, Hulls usw. … solche Bretter bekommt man auch von europäischen Shapern. Schaut auch bitte mal auf die Preise in den kalifornischen Online Shops … plötzlich sind 500-700€, die vergleichbare europäische Shaper für ähnlich geniale Boards verlangen, bei viel heftigeren Abgaben als in Cali, gar nicht mehr übertrieben.

    Ich steh auch auf diese „Retro“-Bewegung. Schmale dünne Shortboards sind einfach nix für 80% aller Surfer. Aber man muss nicht immer nur über den Teich gucken. Ich finde man darf ruhig eine gewisse europäische Emanzipation unterstüzen!!

    Deswegen hier eine Liste von europäischen Jungs, die es wirklich drauf haben! Die haben sich nämlich alle das Handwerk von den großen Jungs aus Cali abgeguckt:

    http://www.royalsurfboards.com/
    http://royalsurfboards.blogspot.com/

    http://www.masonsurfboards.com/

    http://justbonzers.blogspot.com/

    http://www.paulojacintosurfboards.com/
    http://multigliders.blogspot.com/

    http://wavegliders.blogspot.com/
    http://wavegliders-showroom.blogspot.com/

    (Wavegliders lädt des öfteren namhafte Shaper zum Shapen in Europa ein. Zuletzt waren Malcom Campbell und Ryan von Point Concept Surfboards … wer also mal ein Board der Creme de la Creme haben möchte, muss nur aufpssen.)

    Ich werde einfach traurig und sauer, wenn dann eine Schmiede wie Barrel in Frankreich dicht machen muss. Das ist einfach schade für die europäische Surf-Szene. Unsere Surf-Szene. Wir sind doch Euro?! Da fällt mir ein, Barrel Surfboards ist bei der European Fish Fry letztes Jahr in Irland für den besten Fish gekürt worden. Royal’s Fish wurde auch ausgezeichnet (btw). Hier die zwei:

    Von wem?! Mit niemand anderem als Rich Pavel, dem „Godfather“ des Quad-Fish … der übrigens hinter Rainbow Surfboards steht und in Mollusk und Thalia seine Boards verkauft. Da tut das mit Barrel doppelt weh!

    Also mein Rat an alle, die meinen Gedanken folgen und zustimmen können, „support your local shaper“. Ob in Frankreich, Portugal oder England – Euro is local!

    9. August 2010 um 14:57 Uhr #116054
    konräd
    Gast

    Das Problem ist aber auch, dass viele kleine Schmieden medial nicht so präsent sind. Ich für meinen Teil, entdecke diese Kunstshaper immer nur durch Zufall und weil ich zur Zeit ein Vollholzboard baue und ich durch diese Woodsurfboard Szene auf diese links stoße. Aber ich glaub nicht, dass die in Surfmagazinen so präsent sind. Diese Alaia Sache ist ja auch nicht sooft in den Medien wie z.b SUP´s. vermutlich weil einfach die großen Firmen keine Alaias oder Woodies ….

    Ich denke das Problem liegt viel mehr in den Köpfen deutscher (und natürlich europäischer) Surfer. Natürlich kann sich eine kleine Boardschmiede kein ausgefallenes Marketing leisten. Es braucht Surfer, die kleine, individuelle mit Liebe anstatt Profit zur Sache geführte Board-Schmieden unterstützen. Da muss sich dann z.B. hier im Forum der Tenor ändern. Gegen *superleichte sandwich Massenbauweise, Hydroflex blabla, Epoxy Superstahl und Geiz ist Geil Mentalität*. Welcher deutscher Surfer braucht das schon?! Nur ein Board mit viel Liebe – mehr nicht!

    Oha, jetzt habe ich mich bestimmt zu weit aus dem Fenster gelehnt.

    PS: Find ich super dufte mit deinem Woodie! Baue mir gerade selbst ein paar Flex-Finnen 😉

    9. August 2010 um 15:03 Uhr #116055
    peterlee
    Gast

    Spitze Links udn gut fürs Archiv hier! Echt ein Surfboard schöner als das andere … und ich stimm dir da voll zu!

    Es ist aber leider auch so, dass man diese Shaperinnen auch entdecken muss. Ein BIC oder NSP Suchender wird in der Regel nicht auf diese Shaper stoßen, weil er beispielsweise all deine Begriffe wie Bonzer, Hull, Stubby, Egg, Channels usw nicht kennt und somit auch nicht eingeben kann in eine Suchmaschine, die in mit Glück zu diesen Shapern führen.

    Habe zwei bekannte (auch im Forum) Shaper (Namen lass ich mal weg) gefragt, wieviel sie für einen Bonzer und für ein Simmons nehmen. Die Antwort war bei beiden fast ident, „Was willst du denn mit diesen Surfboards, das Design und die Eigenschaften sind ja längst überholt und machen gar keinen Sinn, heute macht man solche Boards, oder schau dir mal das Modell auf meiner Seite an usw …!“

    Weshalb diese Antwort, auf eine Frage, die ich gar nicht gestellt hab!

    Vielleicht, weil dann diese Shaper bei diesen Designs wohl wieder volle Handarbeit leisten müssen, wozu sie einfach keine Lust haben.

    9. August 2010 um 15:15 Uhr #116057
    seb
    Gast

    Oh, finde das mit Barrel Surfboards auch sehr sehr schade und lese es erst jetzt gerade! Habe zwar nie ein Brett gesurft, die Marke war aber doch relativ präsent und man konnte die Bretter in vielen shops in Süd-F bewundern.
    Da wird es wohl einige geben, die ihrem Shaper mehr als nur eine Träne nachweinen!
    Zu der Diskussion Massenware vs. Handshaped würde ich mal gerne anmerken, dass meiner Meinung nach Bic/NSP usw. nicht in direkter Konkurrenz zu kleinen Board-Schmieden stehen, die haben ja ganz unterschiedliche Zielgruppen! Einem Sommer-Touristen würde man ja kein Surfbrett für 500,- aufschwatzen wollen/können…Massenware aus großen Betrieben stellt natürlich Konkurrenz, und auch Versuchung durch teilweise sicherlich ordentliche Qualität + unschlagbarer Preis dar.

    Stories wie der wirklich ergreifende Blog-Eintrag von Barrel werden mich aber in Zukunft auf jeden Fall sorgfältiger mit den Brettkauf-Thema umgehen lassen.

    9. August 2010 um 16:47 Uhr #116058
    konräd
    Gast

    Das ist wohl richtig, dass BIC/NSP etc. nicht in direkter Konkurrenz zu den kleinen Shapern stehen. Obwohl die auch gemerkt haben, dass sich mit „Retro-Boards“ bzw. dem Fish der bessere Reibach machen lässt. Nein, diese Boards haben Ihre Daseins-Berechtigung. Für jeden Anfänger/Gelegenheits-Grünwellensurfer ist das die beste Wahl. Aber darüber hinaus gibt es genügend Massenware, die es den kleinen Shapern, zu schwer macht. Und das vorzugsweise hier in Europa. In Kalifornien und Australien sieht das schon wieder ganz anders aus … siehe Mollusk und Thalia. Gerade deshalb sollten sich Surfer, die mehr als nur 1x im Jahr nach Frankreich fahren und richtig surfen, über die obigen „Luxusgedanken“ sinnieren. Wir mit unseren Kaufgewohnheiten sind immerhin verantwortlich wie sich das Geschäft entwickelt.

    Aber ich sollte mir weniger Sorgen machen – die Bewgung schwappt über den Teich und manche Art Board kann, wie peterlee richtig anmerkt, nicht allzu kommerziell hergestellt werden.

    Hier in Europa fehlen uns vielleicht einfach nur „Surf-Väter“, gestandene Surfer älterer Jahrgänge, die nicht mehr so empfänglich sind für den Hype, und uns in die richtige Richtung weisen. Dem Papa mit seinem Longboard im Nordseegebrabbel wird der kleine übercoole Wurm nicht widersprechen. *Nur so ein Gedanke*

    Ich finde auch, dass in den vielen deutschen Shops, mit der immer gleichen Auswahl an Massenbrettern, ruhig mal das eine oder andere alternative Top-Board, vielleicht sogar aus europäischen Shaper-Händen :roll:, stehen darf. Im Schaufenster als Blickfang und den Interessierten als Fingerzeig in eine andere, neue Richtung.

    9. August 2010 um 17:12 Uhr #116060
    pigeonslocal
    Gast

    Entweder kommt mir das nur so vor, oder es ist wirklich so, dass immer mehr Surfboardschmieden, Shaper und Boardfirmen wie Pilze aus dem Boden schießen.

    Find die Surfboards und das Design von denen recht schön und ansprechend. Als Grafiker fall ich aber auch wohl leichter auf solche Surfboards und Designs rein, ob sie gut verarbeitet sind, ist eine andere Sache

    http://www.we-are-if6was9.blogspot.com/

    Finde nicht, dass die wie Pilze aus dem Boden schiessen.
    Shaping Labels wie if6was9 gibt es schon lange, nur sind die wie schon jemand gesagt hat nicht überregional bekannt.
    In England z.B. gibt es viele kleine shaping labels, die super geile bretter bauen, aber schon ausserhalb des Counties nicht mehr bekannt sind.
    Aber ich finde, das macht gerade den Reiz beim Reisen aus. Viele kleine Labels die einzigartige Bretter bauen. Und irgendwann stösst man dann auf ein kleines Juwel. Zwar ein teures Hobby was wir da haben, aber das ist es definitiv wert!!

    Vergleichbar mit dem Stöbern in kleinen Recordshops nach Vinyl 8)

    9. August 2010 um 20:27 Uhr #116064
    matthias
    Gast

    AAHH was fühl ich mich jetzt wieder gut bei diesem Thread. Habe schon gedacht ich werde alt und verbittert weil ich dazu stehe das ein gutes altes, dick geglasstes PU Board vom kleinen Shaper für mich immer noch etwas tolles ist, was ich mir auch gern etwas kosten lasse.
    Genau das ist das Problem, Surfen als Hobby wird allgemein nur noch als Zeitvertreib
    neben anderen weiteren Zeitvertreiben gesehen. Und nicht mehr mit Leidenschaft und schon gar nicht soll es etwas kosten und Material sowieso nicht.
    Ich denke aber schon das Bic usw. in direkter Konkurenz zu kleinen Labels stehen. In Surfschulen isses völlig OK aber auch als Anfänger
    nach nem Kurs spricht doch nichts dagegen ein solides Minimal oder Funshape machen zu lassen was dich auf Jahre begleiten wird. Das unkaputbar Argument find ich auch nicht so dolle, weil ich dann nicht verstehe wie generationen von Surfen vor dem Plastik Hype nur klar gekommen sind. Außerdem lernt man aus jedem DING und ne eigene Boardreparatur is auch was feines wenn man schon beim Thema Hobby ist.

    Und wenn wieder mehr bei kleinen Shapern kaufen, können die auch wieder günstiger werden. 2002 habe ich in Spanien für nen Custom Malibu 380,-€ gezahlt und das das jetzt wesentlich teurer-egal bei welchen
    kleinem Shaper ich anfrage- ist liegt nicht nur am Euro und Inflation.
    Viele verstehen nicht das auch die nen Stoffwechsel haben und essen müssen und das das einfach nicht mit der Cobra Fabrik in Fernost zu vergleichen ist.

    Mein Verhältniss zu den großen Labels ( CI, Euroglass, Pukas, Rusty usw. )die in PU bauen ist aber auch irgendwie gespalten.Man muss ehrlich zugeben das viele Shapes von denen wirklich gut sind und seit Jahren (zehnten) funktionieren und auch wenn recht viel schlechte Quali rauskommt, der Großteil schon Top ist. Da isses eigentlich wie überall, mehr produzierte Stückzahl=auch prozentual mehr „Beanstandungen“ wobei ja auch viele das UL schildchen z.B. bei CI übersehen und sich freuen wie leicht das Dingen ist aber dann mosern wenn nach jedem härteren Sturz ne Delle drin ist.
    Problem ist nur das hierfür dann wieder unnütz viel Geld ausgegeben wird, was den kleinen Shapern auch fehlt und gerade diese Labels günstiger sein könnten.

    10. August 2010 um 1:15 Uhr #116068
    peterlee
    Gast

    Und nicht mehr mit Leidenschaft und schon gar nicht soll es etwas kosten und Material sowieso nicht.
    Ich denke aber schon das Bic usw. in direkter Konkurenz zu kleinen Labels stehen. In Surfschulen isses völlig OK aber auch als Anfänger
    nach nem Kurs spricht doch nichts dagegen ein solides Minimal oder Funshape machen zu lassen was dich auf Jahre begleiten wird.

    Seh ich auch so! Wichtig wäre einmal zu wissen, ob all die BIC, NSP und übrigen Massenwaren-Surfboards Surfer eine Art harmonische, leidenschaftliche Beziehung 😆 zu ihrem Material aufbauen. Ob sie sich eigentlich Gedanken darüber machen, dass jeder Billigboardkauf eventuell einer meisterlichen Surfboardschmiede schaden könnte und dadurch den Markt negativ beeinflusst. Ob sie wie ihr jemals denken, lieber ein Surfboard zu surfen, dass optisch einmalig ist, das technisch gut oder vielleicht innovativ ist, das mit Liebe und Leidenschaft gebaut wurde. Ein Board, nachdem es fertig war, sich der Shaper gedacht hat, sich dabei selbst übertroffen zu haben und zugleich hofft den Kunden damit zufrieden zu stellen.

    Die meisten Fragen hier im Forum bzgl Neukauf beziehen sich auf BIC, NSP und Southpoint. Wie kommt es überhaupt dazu, wieso kennen Newcomer nur diese Hersteller?

    Als wir zu surfen begonnen habe, sind wir in einen Surfshop (drei Freunde) und haben uns das schönste und ansprechendste Board ausgesucht und zu dritt!!! geteilt, weil es so teuer war. Wir haben uns ein Buch gekauft aus den 70iger Jahren, „Wellenreiten lernen“ und sind zum Strand. Grad dass wir nicht mit dem Buch in der Hand gesurft sind. Vom Flughafen direkt zum Grand Plage in Biarritz und da waren sie, die Wellen und die Surfer. Wir haben sofort gedacht, „das ist es, das wollen wir erlernen!“ Der erste Weg war in den nächsten!!! Surfshop und dort haben wir uns ein 6’4 er Shortboard gekauft, dass wir uns zu dritt geteilt haben. „Heather“ haben wir sie getauft und es war Liebe auf den ersten Blick. Es war eine soooo schöne Planke von Barland Surfboards (gibts die noch?) und hat alle anderen Boards überstrahlt. Wir haben uns ausgemacht, dass jeder 30 min. im Wasser sein darf und dann soll gewechselt werden. Und wir wollten streng nach Lehrbuch vorgehen, zuerst im Weißwasser üben und dann langsam weiter nach draußen. Das Problem war nur, dass sich niemand an die 30 min. gehalten hat und, dass dann zur Krönung der Hiasl am zweiten Tag!!! nicht im Weißwasser geblieben ist, sondern sofort ins Lineup hinaus ist. Und das bei 2 m Wellen am Grand Plage. Am schlimmsten war für uns beiden anderen aber am Strand zu zusehen, wie er eine große Welle angepaddelt hat und sie auch noch im Grünen abgeritten ist. Kein Spaß!

    Er surft leider nicht mehr sooft wie früher, war aber mit uns nach 5 Jahren Surfabstinenz jetzt wieder surfen in Galicien. Die ersten Tage hat er sich ein Bugz und ein BIC ausgeborgt, die ihm nicht zugesagt haben. Die Formen, die Designs usw. und nach einer Woche hat er sich wieder ein Board gekauft nach Jahren, einen Retrofish 6’0 in A Coruna und nach zwei Tagen am Praia Doninos eine kleine Tube gesurft, seine erste! Sie war nur kurz, aber immerhin. Als er mit einem Grinsen aus dem Wasser gekommen ist, war seine erste Meldung, „Ich hab gespürt, dass das ein geniales Surfboard ist …!“ Wir haben mit ihm darauf angestoßen.

    Laut einem Freund von mir, IGSA DFownhill Skater und bester Classic Luge Fahrer der Welt, kommt es immer aufs Material an und auf die persönliche Beziehung dazu und meine Frau meinte gerade, dass sie ihr NSP Board sehr mag, es erfüllt seinen Zweck, ein gutes Board aber wenn es mal kaputt geht, dann möchte sie sich ein schönes buntes Custom Made Egg von einem kleinen Shape Maestro machen lassen 😆

    Das unkaputbar Argument find ich auch nicht so dolle, weil ich dann nicht verstehe wie generationen von Surfen vor dem Plastik Hype nur klar gekommen sind.

    Hab schon erlebt, dass Prosurfer ihre Boards wie rohe Eier behandeln, was darauf hindeutet, dass sie ihre Boards wohl sehr gern haben im Gegensatz zu Surfschülern und auch Surfcampbetreibern, die mit ihren BIC Boards oft miserabel umgehen.

    10. August 2010 um 1:23 Uhr #116069
    konräd
    Gast

    aber dann mosern wenn nach jedem härteren Sturz ne Delle drin ist.

    Um mich meinen Vorrednern anzuschließen: Langlebigkeit/Haltbarkeit ist eindeutig mit eins der beliebtesten Themen hier im Forum. Also hier mein Senf:

    Die einschlägigen Meinungen zielen immer in die eine Richtung – Epoxy, Tuflite, Bufo usw.! Ich kann das Allgemeingut da einfach nicht teilen. Natürlich, wer ein 4oz geglasstes Shortboard, also eins von der Sorte „mehr Profit, weniger Liebe“ mit den entsprechenden günstigen Baumaterialien, als Standard nimmt, dem Glühen bei marketingtechnisch in Szene gesetzten Alternativen die Augen. Die Bretter, die die europäischen Jungs von weiter oben bauen, und die Bretter aus den oben angepriesenen amerikanischen Online-Shops, sind von solcher Qualität, dass sich für mich keine Diskussion stellt. Mein Go-To Board von Paulo Jacinto ist bei mir jetzt seit 3 Jahren im regen Einsatz und hat immer noch nur minimale Trittspuren. Auch die zwei Fatums, die ich vor Jahren mal besessen habe, waren nach mehreren Indotrips immer noch tiptop und haben sich Second-hand prima gemacht.

    Letztlich habe ich aus Jux die Bucht besucht und war erstaunt wie viele Bretter dort angeboten werden. Möglich, dass das Surfen in Deutschland mehr Anhänger gefunden hat. Ich bezweifle das da die Relation stimmt. Zumal viele der angebotenen Bretter einfach miese Ware sind. Zum Vergleich, der englische Markt bei Ebay, hat des öfteren einige Perlen zu bieten. Ich finde es hat mittlerweile zu viel Schrott.

    Da fällt mir ein, hier wird doch gerade ein gebrochenes Light-Board angeboten. Ich sehe da leider schlechte Qualität. Das Board sieht vom Shape nicht aus, als hätte es den Besitzer in 2m beachbreak-closeout oder in shallow reefbreak im Stich gelassen. Ich kenne die Umstände nicht, es lässt sich drüber streiten, tendenziell(!) gebe ich mir aber recht.

    Ach und was auch auffällig ist, wenn ich denn mal das World-Tour-Geschehen anschaue, dann fällt mir auf, dass keiner der Pros mit irgendwelchen besonderen Alternativen arbeitet. Durchweg, bis auf vielleicht eine Ausnahme, sind das alles normale PU Bretter. In den meisten Fällen dann in den letzten Prozessen vom Meistershaper per Hand gefertigt. Was kann also an den ganzen Flex- und Fahr-Versprechen dran sein, außer den Dineros durch Absatz.

    10. August 2010 um 1:26 Uhr #116070
    peterlee
    Gast

    PS: Find ich super dufte mit deinem Woodie! Baue mir gerade selbst ein paar Flex-Finnen 😉

    Aha interessant, wie und woraus genau? Kunststoff und Laminat? Welches Design machst du?

    10. August 2010 um 1:58 Uhr #116071
    konräd
    Gast

    @peterlee

    zum einen aus Glassfasermatten und Resin, zum anderen aus Holz. Meine Idee ist es exakte Replikas von den Finnen an meinem Longi und Egg zu bauen, und zwar mit dem exakt gegenteiligen Flex. Also wenn steif, dann nu richtig viel Flex. Ich hab zwar schon andere Finnen ausprobiert, hoffe mir damit aber zu erschließen, wie (!)detailliert(!) sich der Unterschied am Board bemerkbar macht. Wenn sich der Arbeitsalltag lichtet, komme ich hoffentlich dazu, loszulegen.

    Ich habe ne Menge Info zu Glass- und Woodfins auf Swaylocks gesammelt, message mich mal an!

    Hier schonmal Inspiration:

    http://pcprogress.blogspot.com/2010/07/unidirectional-fin.html

    PS: toller Blog!

    und:

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    Mehr Informationen

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    (hier werden die Schichten ca. 40xoz6 aufeinander laminiert)

    Wer Cooperfish Surfboards noch nicht kennt – http://cooperfishsurfboards.com/ ! Die Bretter sind einfach die Krönung. Mit so viel Liebe, Können und Preis, behaupte ich, sind das die haltbarsten Boards überhaupt. Haltbarer, weil kostbarer und weil besser gebaut (richtigkeitshalber muss man da eigentlich noch Volan-Glass ins Spiel bringen), als jedes noch so teure Tuflite, Bufo usw. Second-hand sind die Boards dann immer noch teurer als jedes noch-so-tolles Gebrauchtes. Die leben und surfen in 20 Jahren immer noch. Also PU kann mitunter richtig grün.

    11. August 2010 um 7:59 Uhr #116081
    Schwalbster
    Gast

    Hmmm, interessantes Thema hier. Ich muss ja sagen das ich mit vielen Aussagen hier übereinstimme, aber mit einigen auch nicht so ganz. Wenn ein Board hammer aussieht und sich dann auch noch geil surft, dann steht dem absoluten Glücksgefühl nicht mehr viel im Weg. Ersetze Board mit Girl/Boy (to be pc) und surft mit vög… lässt, im letzten Satz, dann wisst ihr welches Gefühl ich meine 😉 Kunstvolle Retroboards sind schon oft eine absolute Augenweide. Und bestimmt auch oft saugeil zu surfen, wenn man auf der Suche nach dem absoluten Glide ist. Die ganzen hier genannten Websites und Boards gefallen mir auch alle super und hätt ich die Kohle und die Zeit die Boards zu surfen hätt ich ein 100 Board Quiver! Am kommenden WE ist wieder Sacred Craft Expo und vielleicht krieg ich es ja gebacken ein paar Fotos zu schiessen und die hier zu posten, würde zum Thread passen.

    Grundsätzlich geht es ja hier um eine viel grössere Thematik: Die Entwicklung die sich seit einigen Jahrzehnten vollzieht oder in vielen Fällen bereits lange vollzogen hat. Der Tod des kleinen Familienbetriebs aka Tante Emmaladen, herbei gebracht von den gigantischen Ketten, die immer billigere Wegwerfprodukte ( sprich schlechte Qualität, bzw. von vorn herein für eine sehr begrenzte Haltbarkeit ausgelegt) verkaufen und ganz nebenbei die Umwelt zerstören. Siehe hierzu den bekannten 20min Internet Movie http://www.thestoryofstuff.com , und da macht die Surfindustrie halt keine Ausnahme, nur das wir da noch irgendwie mittendrin stecken. Ein trauriger Prozess, eine Menge Kultur geht dabei vor die Hunde.
    Die normalen Prinzipien von Angebot und Nachfrage beherrschen auch hier den Markt. Die dick geglassten, gloss polish Boards mit kunstvollen Paint oder Resinjobs und/oder Holzinfeatures sind da doch leider eher eine Nische, die der langjärige Surfer und Liebhaber von solchen Boards zu schätzen weiss! Aber die breite Masse dazu bewegen zum kleinen Shaper zu gehen und viel Geld für so ein Board hinzu legen!? Vergiss es! Not happening!

    Und Konräd, wo du gerade ansprichst, das PU Boards auch grün sein können, weil sie sich sehr lange halten, wollt ich doch mal folgenden Gedanken loslassen.
    Warum nicht einfach alles auf Epoxy umstellen? Du kannst alles genauso bauen (und auch aussehen lassen) wie mit Polyester. Moderne Epoxy Harze und Bauweisen haben nicht mehr die negativen Effekte wie früher (flex, farbe, delams etc. Problem Epoxy kostet mehr und viele Glasser wollen sich einfach nicht umstellen) Die Boards halten noch länger und bei der Herstellung werden wesentlich weniger giftige Dämpfe frei gelassen und man braucht auch diese scheiss Mengen von Aceton nicht mehr!
    Das ist übrigens auch so das einzige Problem das ich mit kleinen Surfboardlabeln habe, ich gehe davon aus das die meisten keine modernen Filteranlagen haben und somit ein wenig mehr Umweltsünder pro Board sind als die grossen Label. (Das soll keine Anschuldigung sein, hab ja schliesslich selber mal geshaped, was mir übrigens erstmal wirklich bewusst gemacht hat was das alles für eine Riesensauerei ist.) Natürlich sind sie das aufgrund ihrer sehr geringen Stückzahlen nicht wirklich, aber pro Board gesehen schon. Würden aber jetzt alle Surfer anfangen bei diesen kleinen Shapern zu kaufen, müssten die kleinen Firmen auch gezwungenermassen ihre Produktionszahlen drastisch erhöhen und dann würde bei denen bestimmt irgendwann der Flair und die mit Liebe (zu jedem) gebauten Boards auch drunter leiden. Und jetzt kann man natürlich argumentieren, das diese Mini Stückzahlen nicht schlimm sind und das die Massenproduktion das wirkliche Problem sind.

    Meine Einstellung ist folgende: Jeder Konsum, jedes einzelne Produkt was ich kaufe zählt. Die Tomate, genauso wie das T-Shirt, wie das Surfboard. Ich prüfe ob ich dieses Konsumgut wirklich brauche und ob es vielleicht eine umweltfreundlichere und langlebigere Alternative gibt, die vielleicht sogar lokal hergestellt wird und die ich auch noch bezahlen kann!? (Disclaimer: I’m not a Hippie, offensichtlich hab ich auch nen Computer, sowie Ipod, viel zu viele CDs und auch jede Menge sonstige typisch westliche Konsumgueter)

    Oh mann, es wird schon wieder zu lang.
    Was ich aber noch los werden will: Nicht jeder hat die gleichen Interessen.
    Und ich moechte mal behaupten, das die bedeutende Mehrheit der guten Surfer ein High Performance Board haben will, das ist zumindest das was ich ueberall wo ich bisher war im Wasser gesehen hab. Denen ist mit dickem unkaputtbaren Glassjob einfach nicht zu kommen, zu schwer, zu traege! Und von dem Standpunkt aus finde ich innovative neue Bauweisen wie Firewire, Surftechs Ultraflex, Aviso, Sunova, XTR etc. und halt auch Hydroflex gut und absolut die richtige Richtung. Bei den letzten zweien zB. sind auch lokal (hier in CA) gebaute Custom Ordern moeglich.
    Auch wo ich auch widersprechen muss, ist bzgl der Top 45. Tatsache ist das mehr und mehr Top 45 Surfer auf Epoxy Boards unterwegs sind oder zumindest sie probieren und das wird auch oft nicht mehr so an die grosse Glocke gehangen wie das bei Taj und Firewire der Fall war. Und das heisst das es mehr und mehr normal wird, was ich auch sehr begruesse! Unten ein kleiner interressanter Beweis dafuer. Kellys Jbay 2010 Quiver, schaut man genau hin sieht man bei drei von fuenf Boards das diese die FCS EPS Plugs haben was bedeutet das dies EPS/Epoxy Boards sind, ohne das dies speziell erwaehnt wird.

    Mein Schlusswort: Buy local if possible, buy as green as possible for a price that is affordable to you for a Board that speaks to you and that is promising to last for a long, long time!
    C-YA! 🙂

    Edit: Foto gelöscht. Keine Bilder über 700pixel Breite, Forenlayout funktioniert sonst nicht ohne scrollen
    Ups sorry Admins, nich aufgepasst! Hier der Link wens interessiert:
    http://blog.cisurfboards.com/wp-content/uploads/2010/07/kelly-slater-semi-pro-ci-quiver-jbay-2010-bottom.jpg

    11. August 2010 um 20:25 Uhr #116107
    Schwalbster
    Gast

    Korrektur bzgl. Kellys Boards: http://www.soul-surfers.de/wellenreiten_forum/viewtopic,p,98412.html#98412

    Die Frage waere nur warum 3 Board mit FCS Fusion Plugs und 2 mit Normalen?? Entweder es sind Epoxy Boards oder er will die zwei Plug Systeme vergleichen.

    Nichts desto trotz hab ich besonders Kelly, aber auch diverse andere Top 45 Pros bei den Webcast Interviews von ihren Epoxy Boards sprechen hoeren, was ich sehr positiv finde. Werd die FCS Leute mal fragen auf der Sacred Craft.

    11. August 2010 um 21:18 Uhr #116111
    matthias
    Gast

    Grundsätzlich geht es ja hier um eine viel grössere Thematik: Die Entwicklung die sich seit einigen Jahrzehnten vollzieht oder in vielen Fällen bereits lange vollzogen hat. Der Tod des kleinen Familienbetriebs aka Tante Emmaladen, herbei gebracht von den gigantischen Ketten, die immer billigere Wegwerfprodukte ( sprich schlechte Qualität, bzw. von vorn herein für eine sehr begrenzte Haltbarkeit ausgelegt) verkaufen und ganz nebenbei die Umwelt zerstören. Ein trauriger Prozess, eine Menge Kultur geht dabei vor die Hunde.
    Die normalen Prinzipien von Angebot und Nachfrage beherrschen auch hier den Markt.

    Wohl wahr ❗ Bin absolut deiner Meinung aber Konrad meinte, denke ich, primär wenn doch die Leute die Preise die aus genannten und nicht q
    ualitativen Gründen recht teuer sind, der Boards aus Serienproduktionen zahlen können, warum nicht bei ner kleineren Fabrik wos dann sehr individuell für dich gebaut wird.Alles Marketing??

    Denn/Und die Sparbrötchen die von Anfang an nur die günstigen/billigen Plastikbretter bzw. PU-Fernostbretter kaufen, wird man nicht bekehren können. Da zählt nur der Preis. Das Gute ist, das die dem surfen nicht lange erhalten bleiben und dann „reinigt“ sich der Markt von alleine, wie meine Freunde aus der Wirtschaft so sagen 😉
    Prolem ist nur das dann auch viele kleine Shaper dicht machen müssen.

    11. August 2010 um 21:27 Uhr #116112
    peterlee
    Gast

    Am kommenden WE ist wieder Sacred Craft Expo und vielleicht krieg ich es ja gebacken ein paar Fotos zu schiessen und die hier zu posten, würde zum Thread passen.

    Bitte unbedingt!

    Oh mann, es wird schon wieder zu lang.

    Das passt voll, mehr!

    Das ist übrigens auch so das einzige Problem das ich mit kleinen Surfboardlabeln habe, ich gehe davon aus das die meisten keine modernen Filteranlagen haben und somit ein wenig mehr Umweltsünder pro Board sind als die grossen Label.

    Damit könntest du durchaus recht haben und wenn das so ist, ändert sich die Perspektive. Das beste wären Paulownia Woodies und nicht laminiert (Spaß) …(aber bald is meins fertig) 😀 😀

    Kuntiqi Surfboards sollte man sich vielleicht einmal näher anschauen. Die sind hinsichtlich Performance-Verarbeitung-Qualität-Umweltbewusstsein (zwar nicht ganz 100% aber immerhin mehr als alle anderen Boards am Markt, außer Alaias) denk ich einzigartig! Bitte korrigieren, wenn das nicht stimmt.

    Tom Wegener hat ja in einem Interview mal gesagt, dass die Alaias und die Lawine die er damit losgetreten (diverse Paulownia Holzbauweisen) nur die Vorstufe zu einer neuen Boardgeneration sein werden (könnten). Hohle finnenlose Surfboards mit Multi Channel Systemen, oder Hull Shapes, oder Sidewingers und was es nicht noch alles gibt an Bottom- und Tailshapes. Klar werden die Pro´s und Spitzensurfer nicht auf solche Boards umsteigen, aber es ist schon ein (ökologischer) Erfolg, wenn diese Boards in deren Freeride Quiver einen Platz finden und überhaupt etablierter werden. Im Swaylocks Forum liest man immer öfter über Woodies, Experimente damit und auch immer mehr Woodie Blogs entstehen.

    Meine Einstellung ist folgende: Jeder Konsum, jedes einzelne Produkt was ich kaufe zählt. Die Tomate, genauso wie das T-Shirt, wie das Surfboard. Ich prüfe ob ich dieses Konsumgut wirklich brauche und ob es vielleicht eine umweltfreundlichere und langlebigere Alternative gibt, die vielleicht sogar lokal hergestellt wird

    Find ich gut!

    Du Schwalbster, wie ist denn die Wood Surfer Szene in Kalifornien, vermutlich weniger Surfer als ich glaube, oder. 1 von 50 Surfern 🙄

    @ Konräd: Danke für die Tipps bzgl. Finnbau! Muss mir in den nächsten Tagen eh Gedanken über mein Finnenkonzept machen und vor allem wie ich sie fixiere, da ja nicht umweltschädliches auf mein Board kommt und somit Kunstharz wegfällt. 😆

    11. August 2010 um 23:48 Uhr #116118
    T.R.
    Gast

    .. Die Entwicklung die sich seit einigen Jahrzehnten vollzieht oder in vielen Fällen bereits lange vollzogen hat. Der Tod des kleinen Familienbetriebs aka Tante Emmaladen, herbei gebracht von den gigantischen Ketten

    Ich werfe mal die Frage in den Raum, ob der Europaeische Markt nicht einfach zu klein und zu zersplittert (hinsichtl. location der Kunden, skill, locals vs traveller, cheap cheap vs customs, …) ist und deshalb die „grossen Marken“ mit industrieller Fertigung dominieren.

    Weiss nicht wie es zB in California ist? Ich schaetze mal das hier in Australien die „Industrie Boards“ inzwischen weniger als 50% ausmachen und viel beim local shaper bzw 2nd hand gekauft wird. Insbes. wenn es nicht das 1. Brett ist. Preislich sind customs aehnlich wie brand name boards, eher etwas guestiger (600-700A$). No name brands aus asien sind deutlich guensiger (300-400 A$).

    Die Wartezeit bei meinem local shaper ist zZ 3 Wochen. Der ist also ganz gut busy, obwohl im Winter idR weniger los ist. Und repairs muss ja schliesslich auch jmd machen.

    Umwelt: einer muss halt den Anfang machen. und die etablierte technologie hat idR deutliche kostenvorteile durch das groessere volumen. Angeblich waeren boards 25% guestiger und stabiler, wenn surfer nicht auf total weisse blanks bestehen wuerden (http://www.homeblown.co.uk/about/enviro.php).

    http://www.treehugger.com/files/2007/03/biofoam_surfboard_blanks_are_made_with_plants_.php
    http://www.homeblown.co.uk/biofoam.php

    12. August 2010 um 3:04 Uhr #116123
    Thyrome
    Gast

    das von homeblown stimmt so weit,
    ich kenne Tris ein bisschen und hab mit ihm über seinen biofoam gesprochen. das problem lag darin, dass in der regel alte boards vergilbt und bräunlich aussehen. der biofoam hatte auch eben dieses braun.
    die leute konnte diese assoziation nicht verdrängen.
    folglich verkaufte sich der biofoam nicht.
    momentan arbeitet er an einer formel die auf zucker basiert und
    weisser werden soll.

    dass in usa 50% aus handschmieden kommen mag ich bezweifeln.

    viele marken, wo man vermeintlich denkt, die produzieren lokal, stellen grosse teile ihrere bretterkollektion bei cobra her und den kleintel zuhause,
    so dass im laden eine mischung aus lokal und asien produzierten bretter steht. hat zur folge, dass das image von lokalen und globalen verschwimmt und es für den käufer eigentlich nicht erkennbar ist, wo das brett gebaut wurde. die asiatischen preise der cobra fabrik kann niemand toppen und die qualität der verarbeitung stimmt bei cobra brettern auch.
    da die verschiedenen produktionschritte von verschiedenen menschen ausgeführt werden. ein local shaper der das board vom blank bis zum polish herstellt macht eben auch fehler.

    aber diese fehler sind es, die manchen menschen vermitteln, ein brett hätte soul.

    wieviele eurer bretter sind denn custom geordert ?
    und wieviele sind stangenware ?

    ach ja, surfboardshaper sind arme schweine.
    hab in england viele kennengelernt und kann nur sagen:
    der job ist dreckig, klebrig, schlecht für die gesundheit,
    mein shapevater und mentor shaped seit über 30 jahren,
    und man sieht ihm die schäden an.
    oben drauf verdient man richtig schlecht.

    12. August 2010 um 6:23 Uhr #116124
    Schwalbster
    Gast

    ach ja, surfboardshaper sind arme schweine.
    hab in england viele kennengelernt und kann nur sagen:
    der job ist dreckig, klebrig, schlecht für die gesundheit,
    mein shapevater und mentor shaped seit über 30 jahren,
    und man sieht ihm die schäden an.
    oben drauf verdient man richtig schlecht.

    Jau, trifft den Nagel aufn Kopp!
    Und ich wuerd mal sagen, die Reihenfolge der krassen Gesundheitsrisiken sieht in etwa so aus, von am schlimmsten bis weniger Schlimm: 1. Glassing and Cleaning of Glassing tools, 2. Sanding (yiipiee, Polyester Resin Satub in die Poren, macht die Haut so richtig geschmeidig), 3. Shaping
    Und hier macht Epoxy fuer Punkt 1, einen sehr grossen Unterschied!!
    Besser fuer den Glasser, besser fuer die Umwelt (weniger giftige Gase bei der Herstellung und laengere Haltbarkeit, mit der Moeglichkeit leichte Boards zu bauen)

    Kuntiqi find ich absolut super. So ein Board haett ich saugern, das sind so ziemlich die fairsten Preise die ich bisher fuer Hollow Balsa Boards gesehen habe! Und die benutzten Linseed Oil Resin. Traum!
    Aber gleiches Dingen, geile kleine Boardcompany, aber was waer wenn da nu alle ihre Boards kaufen wollten!

    Und jau Homeblown haben hier in San Diego auch leider, leider dicht machen muessen. Auf der ersten Sacred Craft vor 2 Jahren hab ich noch mit Ned McMahon gequatscht und der hat mir sogar angeboten, vorbei zu kommen um mir die Feinheiten beim arbeiten mit seinem BioResin (auch Linseed Oil basierend) zu erklaeren und zu zeigen. Ich Arsch habs nie gemacht 😡
    Und auch hier das gleiche Problem, nachdem Clark Foam zugemacht haben, haben soviele versucht die Luecke zu fuellen und von denen die umweltfreundliche Alternativen gemacht haben, sind meines Wissens leider kaum mehr welche da (Ice 9 (der basierte uebrigens auf Zucker, wie die wohl schmecken?) und Biofoam/homeblown sind dicht). Mal sehen was ich auf der Sacred Craft rausfinden kann. Die einzige umweltfreundlichere Alternative die geblieben ist und sich mehr und mehr etabliert: EPS/Epoxy Boards.

    Zu deiner Frage peterlee: Alaias haben hier definitiv grossen Anklang und die tauchen auch in mehr und mehr in den Shops auf. Find ich auch supercool, obwohl ichs selber noch nicht ausprobiert hab (hoer immer nur das es sauschwer ist und ich hab schon genug damit zu tun meinen Bottom Turn zu perfektionieren :))
    Im Wasser seh ich die weniger, aber das liegt einfach daran, das ich an Spots surfe die fuer Alaias wohl nicht so richtig sind. Und Woodboards im allgemeinen ist definitiv auch ne Nische und ne absolute Seltenheit, das ich hier mal eins sehe. Orange County ist aber auch so’n bisschen fest gefahren, ich glaub in San Diego ist es bunter, aber da bin nicht im Wasser. Auf jeder Sacred Craft (ich bin Fan der EXPO, merkt man glaub ich oder, haha!, hier uebrigens der Link http://www.surfboardshow.com , das ist halt einfach der Traum wenn man sich fuer Shaping und Boards interessiert. Und da bekommt man halt auch einen sehr guten Eindruck, was am Markt so abgeht) quatsch ich mit den Jungs von Grain und die machen immer , zwar kleines aber stetes Business mit ihren Hollow Board Kits, auch wohl hier an der Westkueste.

    12. August 2010 um 13:47 Uhr #116131
    konräd
    Gast

    […] aber was waer wenn da nu alle ihre Boards kaufen wollten!

    Ja, was wäre wenn alle Leute plötzlich bei den kleinen Shapern einkaufen würden. Vielleicht bist du schon zu amerikanisiert (:lol:), aber genau in deinem Gedankengang spiegelt sich für mich Teil das Problems wieder. Wer sagt denn, dass die kleinen gezwungen sind, Ihre Produktionszahlen zu erhöhen, und dadurch ihren Flair und Liebe zu verlieren?! Die Shaper die ich z.B. zu Beginn des Threads aufgezählt habe, bei denen ist alles 100% „handshaped“ und wird es bleiben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass deren Wartezeiten bis mehr als 3 Monate betragen. Dasselbe gilt auch für viele ausgesuchte kalifornische Board-Schmieden. Die Cooper-Boards von weiter oben, da hab ich mal angefragt – da beträgt die Wartezeit nicht Monate , nein Jahre. Vielen geht es nicht darum zu expandieren. Sondern um ein hochqualitatives Surfboard für Liebe und Funktion. Und wenn diese kleinen Shaper die wachsende Nachfrage nicht erfüllen können bzw. wollen, würde (1.) der Preis bzw. die Wertschätzung steigen, (2.) dem kleinen Shaper dadurch die Lebensgrundlage gesichert und (3.) Platz und Raum für neue aufstrebende Shaper geschaffen werden.

    Natürlich steckt da ein Hauch Utopie drin. Die Natur des Menschen steht dem entgegen. Aber, die Bewegung ist im Gange. Es gibt genügend Beispiele. Ich finde nur, dass hier in Europa, in Deutschland und in diesem Forum mehr Akzeptanz und Interesse gewonnen werden darf. Um einfach nochmal den Fokus zurechtzurücken.

    In dem Zusammenhang möchte ich euch diesen Blog ans Herz legen: http://www.dailyshaka.com/

    Und dann auch noch auf die Epoxy Diskussion zu sprechen zu kommen. Natürlich hat diese Herstellung große Vorteile auszuspielen. Aber deswegen gleich vorzuschlagen, die komplette Produktion umzustellen find ich nicht richtig. Denn natürlich konzentriert sich Innovation und Entwicklung in Richtung Epoxy, wenn der Hersteller von Materialien, aufgrund von immer größeren Absatzmengen, mehr umsetzen kann. Im Wissenschaftsjargon nennt sich das dann „Economies of Scale“. Deswegen ist der Markt derzeit auch „überschwemmt“ von solchen Brettern, die jetzt sogar so günstig sind, dass der „kleine Shaper“ nicht überleben kann. Wenn wir jetzt mal innehalten, und überlegen was passiert, in Folge meiner vorangehenden Überlegung, wenn immer mehr kleine Shaper eine immer größere Nachfrage an PU-Brettern befriedigen müssen?! Folglich würden sich auch herkömmliche (PU) Materialien Forschung und Innovation unterziehen müssen, weil es den Herstellern lohnenswert wird. Thyrome & TR haben da schon Beispiele mitgebracht.

    Natürlich is das wieder weit hergeholt. Und abstrakt obendrein. Aber gar unmöglich finde ich das Szenario nicht. Zumindest für eine stetig wachsende Randgruppe, die ja auch schon mit Interesse diesen Thread verfolgt hat.

    12. August 2010 um 15:16 Uhr #116134
    Thyrome
    Gast

    gut, dass stangen wahre niemal custom werden kann.
    aber das macht die von uns als gut bezeichneten surfboards auch teurer.
    so ein cooper fish ist ja quasi das exquisiteste, dafür muss man zahlen.

    wer lokale shaper und auf naturbewusst steht kann auch http://www.yellowfoot.de
    mal anschaun. sind bekannte von mir die bretter ala kun tiqui bauen.

    ich selber werde mit meiner nächsten bestellung paulownia mir den traum eines eigenen hollowboards erfüllen. momentan gehen meine überlegung darum wie ich es vermeiden kann, das board zu glassen.

    epoxy als umweltfreundlicher zu bezeichnen ist meines erachtens richtig,
    aber man sollte es mit vorsicht verwenden.
    auch epoxy kann bleibende schäden verursachen und wenn man geschädigt wird ist es meisstens richtig schlimm.
    wie man es macht, wer surfen will muss epoxy oder poly im brett haben,
    deshalb arbeite ich eher daran die mengen zu reduzieren.

    das fantastische an den alaias ist für mich nicht der kult und der hype sondern der fakt, dass ich in der lage bin surfbretter zu bauen die als tool des stokes wunderbar funktionieren, aber zu über 99% aus holz bestehen.
    dann ca 0,75% leinsamen öl und nochmal 0,25% epoxy kleber.

    eine massive rosewood planke oder einen tom blake tanker sind eben nur in wellen wie waikiki beach fahrbar. im englische shorebreak könnte man so etwas nicht verantworten.

    12. August 2010 um 22:31 Uhr #116148
    peterlee
    Gast

    ich selber werde mit meiner nächsten bestellung paulownia mir den traum eines eigenen hollowboards erfüllen. momentan gehen meine überlegung darum wie ich es vermeiden kann, das board zu glassen.

    Hallo Thyrome! Das ist die einzig naturbewusste Möglichkeit! Ich experimente gerade mit so einem Holzboard, Maße 6’8″-23″-2 1/2.
    Hat nur 11 kg!!! Ich hab die Bretter verleimt und zwar mit einem Polymer Klebstoff, hochdruckgepresst und zusätzlich mit 4 Schrauben fixiert. Es ist bald fertig und wird dann noch mit einem speziellen Öl bestrichen, dass leicht aushärtet, 100% natürlich ist und das Holz widerstandsfähig macht. Im Prinzip ist es eine Mischung zwischen Alaia und Vollwoodie, wo ich dann Kammern ausgefräst hab, damit es leichter wird. Der Kleber hat einem 24 h Salzwassertest standgehalten. In den nächsten 3-4 Wochen wird es gesurft … es gibt sicher noch 1000 andere Möglichkeiten.

    13. August 2010 um 3:40 Uhr #116152
    Schwalbster
    Gast

    Hey Jungs,
    versteht mich bitte nicht falsch. Ich hab ja nie behauptet Epoxy waer die umweltfreundliche finale Loesung! It’s still a f*&%ing chemical. Nur das es momentan die bessere Alternative ist. Und ich bin auch kein Harzexperte, aber Polyester Harz ist meiner Meinung nach dabei unrelevant und veraltet zu werden.

    Und ich und amerikanisiert, ha ich bin doch gerad dabei mein Umfeld hier zu europarisieren 😆 Und mein Gedankengang ist Teil des Problems, Alter ich bin Teil der Loesung! Nein quatsch, mal Spass beiseite!
    Konraed, ich finde Deine Theorie schon prima, aber wie Du ja selber anmerkst steckt da ein Hauch Utopie drin. Ich weiss ja nicht ob Du Dir klar bist was fuer Stueckzahlen weltweit (und ich denke auch in Europa) ueber den Tisch gehen, Surfing ist in den letzten 10-15 Jahren nochmal so was von explodiert und es scheint ja auch kein Ende zu nehmen! Gut wuerde die Haltbarkeit und Wertschaetzung jedes Boards ansteigen, kaeme man mit weitaus weniger Boards klar, doch trotzdem sprechen wir von enormen Stueckzahlen. Die Zahl der kleinen Boardschmieden muesste also explodieren oder alle kleinen Boardschmieden muessten zu grossen werden oder beides um die Nachfrage zu decken. Oder wuerdest Du gerne 2 Jahre (oder auch nur drei Monate, wenn Du am Meer lebst) auf dein Custom Board warten, wenn dein jetziges gestern gebrochen ist??

    Glaubt mir mein Traum bzgl. Surfboards und dem Markt saehe ungefaehr so aus: Alle lokal angebotenen Boards werden lokal hergestellt aus komplett umweltfreundlichen, leicht erneuerbaren Materialien, die beim ende ihres moeglichst langen Lebens entweder leicht zu recyclen sind oder schnell biodegradieren. Der Shaper verdient gut daran, gebuehrend seinem (Kunst) Handwerk und bleibt gesund dabei. Und das Brett ist trotzdem fuer jedermann in der Region bezahlbar und performance maessig auf einem Level oder besser im Vergleich mit allem bisher dagewesenen!

    Das waer mein gruener Traum und ich hoffe es wird sich in die Richtung bewegen! Anfaenge sind da.

    Aber im Marktabdeckenden Stil ist das momentan leider zu unrealistisch! Ich bin da halt zu sehr Realist. Ich hab keinen Plan von Marktwirtschaft, aber ich find Globalisierung ja auch eher scheisse und im Prinzip ist deine Vorstellung ja die bzgl. Surfboards anzuhalten oder rueckgaengig zu machen. Ein nobler Gedankengang mit dem ich gleich ziehe! But: This World ist pretty fucked up and we gotta make the best out of it, with what we’ve got right now!

    Und der andere Knackpunkt: Wie Thyrome schon ganz richtig anmerkt, die exquisiten Boards sind teuer!
    Die Preise fuer Boards wuerden stark ansteigen und Surfen wird nur was fuer reiche Leute, denn so ein Board haette dann mit sicherheit einen ungeheuren Pricetag. So! 😉 😉

    Yellowfoot find ich auch sehr geil, superschoene Boards! Doch auch bei denen und Kuntiqi wird auch das ganze um die halbe Welt geshippert bevor es in Europa ankommt. Ecuador-Schwarzwald is nicht gerad um die Ecke.

    Ich bin grosser Fan von Woodboards, auch wenn ich bisher keines besitze und ich wuerde mir wuenschen das ihr mit Euren Ideen irgendwann Erfolg habt, die ohne Glassing hinzukriegen. Stellt doch mal ein paar Bilder rein!! Ist nicht auch die Alaia Welle genau aus dem Gedankengang vom Wegener entstanden?

    13. August 2010 um 11:07 Uhr #116155
    meister-g
    Gast

    interessante diskussion…

    green vs polyester etc.
    nunja, warum auch immer liegt es in der natur des menschen nach reinem zu suchen. nach langem „mich zwingen“ kaufe ich jetzt im supermarkt die äpfel, die hässlich sind, weil gerade die eben gut schmecken und nicht vernichtet werden weil sie nicht den qualitätsansprüchen gerecht werden. ich mein das jetzt in richtung keine weißen blanks.
    interessant aber generell warum gerade in der surfgemeinde öko schwer bis gar nicht ankommt. DAS wäre doch mal ein thema für eine diplomarbeit und nicht die x-te über irgendwelche brands.

    alaia… ist doch auch nur ein trend und für viele interessant aus dem kontext was anderes, finless, herausforderung etc als wegen öko.

    apropos grün und boardentsorgung: was is eigentlich mit den abertausenden planken aus der hoch-zeit in californien geworden?

    local vs global.
    klassiker-diskussion. aber wir führen diese diskussion ohne meer und ohne shaper kultur! will heißen für und ist nun mal 90% stangenware angesagt. völlig zurecht. selbst wenn bezahlbar würde ich mir 3x überlegen bei einem shaper um die ecke zu kaufen… wenn ich weiss oder vermute, dass er mit 20 angefangen hat zu surfen und seit 3 jahren shaped.
    hier gibt es bis auf kleine ansätze keine local shaper! für uns erübrigt sich die diskussion fast. hinzu kommt, dass bei deutschen in der regel die surfskills insoweit fehlen, dass ein custom board oder flex etc etwas bringt. da wir traveln MÜSSEN, ist einfach auch mehr durability gefragt. ich selbst hab mir jetzt auch wieder ein sandwichboard geholt.
    in anderen ländern ist es eben anders, da spricht meistens mehr zu local custommades… und der anteil ist sicher nicht gering (diplomarbeit?! hehe).

    ich resümmiere:
    im zweifel werden hoffentlich immer mehr surfer dazu angeregt, handgefertigtes und v.a. grünes zu kaufen, gleichzeitig wird es wohl immer mehr ideen (sieht man ja schon hier) und ideen geben. dann wird sich grün im surfbiz wohl langsam durchsetzen. der druck weil die erde aus dem letzten loch pfeifft wächst ja auch.
    wobei man auf uns bezogen ja sagen muss, dass das traveln an sich wohl die fiesere umweltsünde ist

    konstruktiver vorschlag an alle die hier selbst basteln:
    ich würde euch raten die techniolgien zu entwickeln und nicht die bretter. bretter shapen ist ein sooo langwieriger prozess und ich (und ich denke auch viele andere) kaufen nicht so schnell bei einer schmiede die keine erfahrung hat. aber wenn ihr eine technologie entwickelt und die mit einem großen shaper umsetzt oder industriell evtl schafft umzusetzen, dann ist was dahinter.
    schuster, bleib bei deinen leisten!

    13. August 2010 um 14:48 Uhr #116166
    kwaizn
    Gast

    jau sehr interessante diskussion,

    und ich find es super das man sich mitlerweile immer mehr darüber gedanken machen…

    bio wird surfen aber leider nie werden, denn die meisten surfer sind einfach nicht in der lage bzw wollen einfach den preis dafür nicht zahlen.

    es ist halt auch wirklich schwierig ein board aus biologischen materialen zu bauen und gleichzeitig den performance anspruch der breiten masse zu befriedigen. boards aus holz sind schwer, und bretter aus bio harz und bambus“glasfasermatten“ sollen nicht sehr stabil sein…. ist halt die frage inwieweit man gewillt ist kompromisse einzugehen.

    ne technologie zu entwickeln ist leider nciht ganz soo einfach , denn dafür braucht man echt ne menge erfahrung. nicht umsonst ist z.b firewire von greg loehr mitentwickelt worden. jemand der seit gut 30 jahre eps epoxy weiterentwickelt und vorrantreibt. bufo hat auch jahre gebraucht bis ihre technologie gut funktioniert hat, und jetzt soll sich ein hobby shaper mal ne neue technologie aus den fingern saugen….

    ich finde das ist sehr viel schwieriger wie ein paar boards zu shapen!

    und wenn du schon kein interesse/vertrauen hast in ein paar kleine shaper, wieso soll dann ein großes unternehmen das haben?

    ich fände es gut wenn jeder surfer zumindest darauf bestehen würde das das board nicht in pu sondern in eps epoxy gefertig sein würde und auch noch zumindest aus europa kommen würde. es gibt wirklich genug shaper in europa die gute boards bauen können…

    hauptsache weg von massenproduktionen aus taiwan china und co….

    greets

    klaus

    14. August 2010 um 0:18 Uhr #116189
    peterlee
    Gast

    konstruktiver vorschlag an alle die hier selbst basteln:
    ich würde euch raten die techniolgien zu entwickeln und nicht die bretter. bretter shapen ist ein sooo langwieriger prozess und ich (und ich denke auch viele andere) kaufen nicht so schnell bei einer schmiede die keine erfahrung hat. aber wenn ihr eine technologie entwickelt und die mit einem großen shaper umsetzt oder industriell evtl schafft umzusetzen, dann ist was dahinter. schuster, bleib bei deinen leisten!

    @ meister-g: Was mich betrifft, shape ich nur (1 halbfertiges und ein fertiges Boards bis jetzt), weil ich einfach mein eigenes Board surfen möchte, das ist alles. Eine neue Technologie entwickeln? Haha, unmöglich ohne entsprechende Ausbildung, ohne Forschungslabor und überhaupt. Das einzige was ich machen kann, ist zu recherchieren was es nicht alles für Materialien und Stoffe gibt (Naturharze, Klebstoffe, …) und versuchen diese zu kombinieren und mit ihnen experimentieren. Das macht mir auch Spaß, da ich doch ein Funken Forschergeist in mir trage. Allein durch mein aktuelles Board bin ich auf Stoffe gestoßen, die unweltfreundlich sind und ihren Zweck erfüllen. Aber mal sehen wie lang sie wirklich halten. Glaub aber kaum, dass sich ein Profishaper für meine Experimente jemals interessieren wird. Aber um mich gehts ja bei diesem Thread ja nicht. Es wäre auch mal interessant die Meinung von einem Profi Shaper zu hören wie z.B von einem der oben erwähnten Geheimtipps …

    Ich versteh dich auch meister-g, wenn du Landratten-Shapern nicht vertraust; insofern, weil ich mir denke, dass sie nicht mal um die Ecke ans Meer gehen können und das Material nicht auf Anhieb testen können. Ich hab jetzt zwei Boards fertig und warte bis im Mittelmeer endlich was geht, um zu testen. Genauso wenig haben die von dir erwähnten heimischen Shaper vermutlich (kann mich irren) kein entsprechendes Feedback von verda… guten Surfern, praktisch Testpiloten, die äußerst sensibel auf jedes spezielle Shape reagieren und analysieren können. Wie ist das bei dir kwaizn. Machst du das aus Spaß oder willst du vom Surfboardshapen leben? Deine Board sehen sehr gut aus, was man so sehen kann!!! Aber wie oft kannst du deine Boards testen usw.?

    Jeff Ho und das Zephyr Team hat doch mal eine Anzeige in den 70iger geschalten, wo drauf stand als Überschrift, „Can your Shaper surf?“… zwar provokant, aber sagt einiges aus.

    alaia… ist doch auch nur ein trend und für viele interessant aus dem kontext was anderes, finless, herausforderung etc als wegen öko.

    Glaub ich gar nicht und nach Tom Wegeners Aussagen denk ich, wie schon gesagt, dass die Alaias erst einen neuen Stein ins Rollen gerbracht haben. Da sei vor allem auf den Woodensurfboard Blogspot verwiesen. Da bewegt sich soviel mittlerweile hinsichtlich leichter Holzkonstruktionen. Irgendwann einmal werden sie wie Thyrome daran arbeitet und gesagt hat, kein Glassing mehr verwenden und dennoch leicht, hohle Woodies bauen. Woodies sind wirklich ziemlich unzerstörbar und leicht zu reparieren. ABER egal wie man es dreht und wendet, die alternativen natürlichen 100 % umweltfreundlichen Varianten wiegen zuviel. Hat ja kwaizn eh schon gesagt.:lol:

    ne technologie zu entwickeln ist leider nciht ganz soo einfach , denn dafür braucht man echt ne menge erfahrung. nicht umsonst ist z.b firewire von greg loehr mitentwickelt worden

    Man müsste sich halt einmal mit Kunststofftechnikern oder mit Klebstoff / Dichtstofflaboren zusammensetzen, da gibts bestimmt mehr, als viele Shaper wissen, aber wer macht das schon.

    LGPL

    PS: Was hast du die denn für ein Sandwichboard gekauft, meister-g? Longboard, oder?

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