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Henning-2 aktualisiert.
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25. Juni 2012 um 12:23 Uhr #31122
amocTeilnehmerHallo,
habe gerade die neuen Buster-Holzboards (z.B. link) gesehen.
Was mich beim durchlesen des Aufbaus stutzig macht: welchen Sinn haben denn die „sehr dünne Glasfasermatte“ (Innenlage) und die Glasfaser-Außenlage?
3mm Bambusfurnier sollten doch eigentlich genug Festigkeit mit sich bringen?
Oder hat das gar nichts mit der Biege/Bruchfestigkeit zu tun, sondern mit der Ding-Festigkeit?Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ich mit den zwei Epoxy-Glas-Schichten so viel gewinne im gegensatz zu der Konstruktion, die kwaizn neulich gezeigt hat.
Oder sehe ich was nicht bzw. falsch?
LG
Andi
25. Juni 2012 um 16:28 Uhr #131355
jack1TeilnehmerAlso ich finde, 3mm Bambus ist alles andere als fest…ist ja kein Hartholz. Die 2 Lagen Glasfaser sind denke ich sinnvoll was Festigkeit und Flex angeht.
26. Juni 2012 um 18:50 Uhr #131388
frittMitgliedund glaßfassermatten mit harz getränkt machen das ganze dann auch noch wasserdicht:)
26. Juni 2012 um 19:12 Uhr #131389
dirkMitgliedDie Buster-Boards haben ja einen EPS Kern und der saugt halt Wasser.
XPS und Bambus wäre auch zu Dünn und nicht Stabil für so ein teures BoardNur auf Xps Surfen das wäre es;)
Die Umwelt hat in keinem fall was davon 🙁26. Juni 2012 um 19:35 Uhr #131390
surferTeilnehmerhi
ich hab hier noch ein noch ein frankmcwilliams liegen , der bamboo pioniern aus australien .
das brett ist komplett mit bamboo laminiert ,auf glassmatten wurde komplett verzichtet (ausser an einer geinsteten stelle) .
und da liegt auch das problem mit den bambuslaminat . das zeug ist recht stabil und druckfest , bei überlastung bricht es aber sehr schnell .
ich vermute das bei buster und allen anderen aktuellen anbietern dieser bambusbretter das glas dazu dient die bruchfestigkeit des brettes zu erhöhen .
nur um das richtig auszudrücken . das bambooboard das ich habe ist hart . wo andere bretter ne delle bekommen lacht das drüber , ahnlich wie ein tufflight . nur irgendwann bricht es halt .und dann ist es nicht einfach zu insten wenn man es mit bambus machen will .
surfer
leider gibts die firma nicht mehr
IMAG0396.jpgAnhänge:
27. Juni 2012 um 8:20 Uhr #131395
amocTeilnehmermoin surfer,
das hört sich doch mal sinnvoll an, mit der Matte die „Zähigkeit“ des Boards zu erhöhen.
Zum Thema „Dichtigkeit“:
Wenn man dafür Glasfaser & Epoxy auf Holz benötigte, dann wären ja bis in die 50er Jahre keine dichten Holzboote möglich gewesen…27. Juni 2012 um 10:17 Uhr #131397
fonasurfTeilnehmeres scheint ein eher weiches bambusmaterial zu sein, wenn die dicke von 3mm verwendet wird. DAnn ist der aufbau auch verständlich, das ist nämlich der typische sandwich-aufbau: innen ein leichter kern, dann eine schicht glas, ein etwas schwereres sandwich-stützmaterial (in diesem fall bambus) und dann die äußere glasschicht. Es gibt auch Bambusfurnier von höherer dichte, das verwendet man mit ca. 1- 1,5mm dicke, ist bei uns aber schwer erhältlich.
27. Juni 2012 um 10:42 Uhr #131398
spongeMitgliedAlso ich finde, 3mm Bambus ist alles andere als fest…ist ja kein Hartholz. Die 2 Lagen Glasfaser sind denke ich sinnvoll was Festigkeit und Flex angeht.
Keine Ahnung woher du diese Info hast aber Bambus zählt unter den Hölzern schon zu den ganz harten und zugfesten.
http://www.bambusparkett24.de/qualitaet/die-haerte.htmlWer Interesse an Bambusmatte hat bekommt sie hier
http://greenlightsurfsupply.com/glassingsuppliesbamboofiberglass.aspx
http://greenlightsurfsupply.com/bamboo-fiberglass.aspx
Hab aber auch noch keine Erfahung damit ob es dann wirklich so gut ist wie versprochen.27. Juni 2012 um 10:48 Uhr #131399
fonasurfTeilnehmerhi sponge,
bambus ist absolut hart, sehe ich auch so. bambus ist der grundstoff für verschiedene werkstoffe, einmal furnier, dann sandwichmaterial oder auch gewoben als direkter ersatz für glasfasern, das hast du gerade bei greenlightsurf gefunden.27. Juni 2012 um 19:24 Uhr #131407
olaf poserTeilnehmerBambus ist vor allem in längs-richtung extrem zugfest und auch ziemlich (relativ) druckfest. sowohl zugfestigkeit als auch steifigkeit sind sehr nahe an carbon-faser.
quer zur faser sieht das schon anders aus. schon mal auf bambus draufgetreten? es spaltet sich der länge nach – wenn es nicht gerade 5mm wandstärke hat und über dein gewicht lacht.
die lage unter dem laminat braucht man also hauptsächlich zur druck-/ bruchstabilität.
die lage aussen gegen das wasser. bambus hat wie viele andere holzarten ein kapilarsystem um feuchtigkeit vom boden in die spitzen zu tranzportieren. wenn ein solches surfbrett erst mal angekratzt ist zieht es wie hexe wasser. ev schon mal gesehen.
wenn buster es mit 0° und 90° funieren würden und dann noch wachsen wäre das ne andere sache. aber sowas bekommt man in fernost noch nicht
28. Juni 2012 um 10:14 Uhr #131416
amocTeilnehmerdie lage unter dem laminat braucht man also hauptsächlich zur druck-/ bruchstabilität.
die lage aussen gegen das wasser. bambus hat wie viele andere holzarten ein kapilarsystem um feuchtigkeit vom boden in die spitzen zu tranzportieren. wenn ein solches surfbrett erst mal angekratzt ist zieht es wie hexe wasser. ev schon mal gesehen.
Alles klar, so wird der berühmte Schuh draus. Danke!
30. Juni 2012 um 14:22 Uhr #131452
Henning-2Mitglieddie lage unter dem laminat braucht man also hauptsächlich zur druck-/ bruchstabilität.
Das ist eigentlich eher umgekehrt. Die äußersten Laminatlagen sehen bei der Durchbiegung des Bretts die höchste Zug-/Druckspannung. Deshalb ist diese Lage bei den meisten Sandwich-Brettern auch die mit dem höheren Flächengewicht. Die innere Lage macht die Außenhaut zu einem Sandwich, aber sie hat noch eine wichtigere Funktion: Der EPS-Kern saugt – wenn er nicht vorher gespachtelt wird – viel Harz auf. Würde man das Bambus-Furnier direkt auf den EPS-Kern kleben, riskiert man eine schlechte Klebeverbindung. Natürlich kann man das Harz andicken oder PU-Klebstoffe verwenden, das führt aber zu anderen Problemen. Die innere Glaslage „hält“ während des Vakuumprozesses das Harz zwischen Kern und Bambusfurnier. Das macht die Herstellung einfacher und schneller.
30. Juni 2012 um 15:40 Uhr #31123
olaf poserTeilnehmer@ _h: da hast du wohl was falsch verstanden, bzw du vermischst eine zug-/ druckspannung mit einer druck-/ bruchstabilität. die bruchstabilität exestiert auch bei einwirkung von aussen, also schlagfestigkeit.
dabei wird die untere lage des sandwich auf zug belastet, weil dort die dehnung ( zugspannung) entsteht. ohne unterfaser bricht der sandwichschaum dann spröde weg. so wie bei firewire ( jedenfalls bei meinem alten). bei bambus macht das in längsrichtung nix aus. aber in querrichtung.
extreme schlagstabilität erreicht man durch schichtstärke und am besten matte mit faserausrichtung in möglichst viele richtungen ( oder dickeres festeres sandwich). sowas findet man vor allem im boots-/ kanubereich. ist für surfboards meist zu schwer. ich hab allerdings mal von voss chemie ein 50er vlies gefunden, das fand ich ganz interessant.
richtig ist : die grossen spannungen verlaufen immer auf der aussenfaser, wobei die fasern besser zug als druck aufnehmen können. bei druck möchte die faser zur seite ausweichen und das tut sie auch. siehe stauchbruch.
um das bambus auf das eps zu bringen kann man auch wunderbar angedickten harz mit zahnspachtel aufbringen und dann verpessen. geht wunderbar. die glaslage ist für den klebprozess selber nicht notwendig. wie ober schon erwähnt hab ich schon einige andere firewire repariert und bei denen war der verarbeitungprozess genauso. halte ich allerdings für totalen mist.
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