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Hoschi aktualisiert.
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6. Juni 2005 um 23:11 Uhr #2916
AnonymousGastHi!
Mir wurde vor zwei Jahren schon mal erklärtwie das mit der Wellenentstehung ist und wie man die Wetterkarte liest. Ist bestimmt auch für die Interessant die es noch nicht erklärt bekommen haben. Also könnt ihr bitte wieder auf die Sprünge helfen.
mfg6. Juni 2005 um 23:20 Uhr #48857
shakin_rogaGastWind entsteht durch unterschiedliche Luftdrücke. Grob gesagt ist alls unter 1000 Hektopascal ein Tief und drüber ein Hoch. Je größer der Unterschied zwischen Hoch und Tief ist und je näher hoch und Tief dabei sind, dest stärker ist der Wind.
Der Wind bläst Wellen auf die Wasseroberfläche. Dabei wird ein Impuls ausgelöst und nicht Wasserteilchen physisch bewegt. Ein Wasserteilchen stößt dabei das nächste an und so bewegt sich die Welle vorwärts. Je länger die Wellen dabei gen Küste reisen, deste mehr Zeit haben sie dabei sich zu ordnen und sets zu bilden.
Und wenn dann am Strand noch ein leichter Offshore (landauswärtiger) Wind die Wellen weiter ordnet und beim Auftreffen auf den Strand noch eine kurzen Moment am brechen hindert, baut sich die Welle schon auf.
Und jetzt genüg geträumt
Gruß Roga
6. Juni 2005 um 23:25 Uhr #48858
maddeGastJe weiter das Tiefdruckgebiet von der Küste entfernt ist desto mehr zeit haben die Wellen sich zu ordnen, richtig oder flasch?
Sind die Wellen schoen geordnet spricht man so weit ich weiß von einem „ground swell“.
By the way:
Was meinen die Franzosen eigentlich immer mit „houle solide“ heisst das soviel wie fetter Swell?
Houle heisst ja Dünung/Swell….6. Juni 2005 um 23:30 Uhr #48860
shakin_rogaGastJe weiter das Tiefdruckgebiet von der Küste entfernt ist desto mehr zeit haben die Wellen sich zu ordnen, richtig oder flasch?
richtig
Hätte da aber auch noch eine Frage an Wettertheoretiker. Warum sind es eigentlich immer Tiefdruckgebiete, die uns Swell bringen. Ein fettes Hoch müsste es eigentlich auch brigen. Liegt dasdaran, das Tiefs gegen die Uhr drehen und Hochs mit der Uhr?
7. Juni 2005 um 18:25 Uhr #48909
mr_gonzalesGast@ roga
„Ein fettes Hoch müsste es eigentlich auch brigen. Liegt dasdaran, das Tiefs gegen die Uhr drehen und Hochs mit der Uhr?“das müsst man ja eigeltzihc leicht kontrolliern können obs daran liegt weil wenns so wäre müssten ja auf der südhalbkugel die hochs die fetten wellen machen weils da ja genau umgekehrt is mit der richtung !!!!!!
7. Juni 2005 um 18:27 Uhr #48910
mr_gonzalesGastoh vll sollte ich noch hinzufügen dass cih nicht weiß obs wirklcih so is
wäre ne weiterführende frage =)7. Juni 2005 um 18:33 Uhr #48912
mr_gonzalesGastähm okay hab short gestöbert hab was was vll ein grund sein könnte
bei hochs strömt ja die luft aus dem gebiet raus —> kein wind —> keine wellen
bei tiefs ja ins gebiet rein –> wind –> wellen
?!??!?!?!?!?!?7. Juni 2005 um 20:42 Uhr #48921
AnonymousGastDa war doch mal was auf der EPICSURF Seite……ja stimmt.
8. Juni 2005 um 0:13 Uhr #48927
shakin_rogaGastLaut der Epicsurfseite strömt bei einem Tief Luft von unten herein. Wo kommt diese Luft her? Eigentlich ja von einem Hoch. Von daher muss es eigentlich ein Zusammenspiel von einem Hoch und einem Tief sein.
Die Drehrichtung könnte aber schon noch relevant sein, da in Europa Strände mit genügen wellenaufbau- und Ordnungspotenzial überwiegend nach westen ausgerichtet sind.
❓ ❓ ❓
8. Juni 2005 um 11:01 Uhr #48936
AnonymousGastHey Super genau solche Erklärungen hab ich gesucht!!!!!!!!!!!! Bei welchem Gezeitenstand ist es denn am besten kann man da was fest sagen oder ist das Spot abhängig??? Und die Tiefs kommen doch meisten oben aus der Ecke Schweden etc. oder, dann müsste sich also ein hoch da in der Ecke treffen um für den Atlantik einen schönen Swell zu produzieren.
8. Juni 2005 um 13:38 Uhr #48940
AnonymousGastAlso mit der Rotation von Hochs und Tiefs is das glaub ich so: Nordahalbkugel-H (mit dem uhrzeigersinn) -T gegen den Uhrzeigersinn und auf der Südahalbkugel dementsprechend andersherum. Da die lage von Hs und Ts Jahreszeitenabhägig ist sieht es im Nordsommer in sachen swell in europa immer ein bisschen mau aus, da sich während der sommermonate ein grosses stationäres hochdruckgebiet über dem nordatlantik aufbaut und nur selten gestört wird. im winter verlagert sich dieses stationäre hoch weiter nach süden, damit wird der weg frei für zyklonen die sich über der karibik aufbauen und dann aufgrund der erdrotation entlang der amerikanischen ostküste über den atlantik wandern. diese tiefdruckgebiete können sich aufgrund von erheblichen temperaturunterschieden zwischen karibik und dem amerikanischen festland zu hurrikans weiterentwickeln. also hurrikan in usa bedeutet auch immer guten swell an der europäischen atlantikküste.
der zumeist sehr konstante swell auf der südhalbkugel kommt dadurch zustande das sich zwischen der antarktis und den nördlicher gelegenen kontinenten keine landmasse mehr befindet, die die bildung von stürmen behindert. somit befindet sich bei etwa 50°S eine Tiefdruckgebietzone, die auch „roaring 50s“ genannt wird. diese Tiefdruckzone wandert im südwinter so weit nach norden, das man auf den südkontinenten im winter immer einen soliden SW swell hat.8. Juni 2005 um 13:48 Uhr #48941
AnonymousGastin einem hochdruckgebiet können sich keine starken winde bilden, da die luft aus dem H herausfließt (hoher luftdruck!), dies geschieht aber aus einer großen Fläche heraus.
Die luft in einem T steigt im zentrum senkrecht auf (niedriger luftdruck am boden hoher in der atmosphäre) und strömt in höheren luftschichten in richtung hochdruckgebiet. dies bedeutet das sich die luftmassen, anders als beim H in einem punkt am boden konzentrieren (starker wind!). beim aufsteigen der warmen und feuchten luftmassen kondensiert wasserdampf zu wasser, dabei wird energie frei (wärme), welche den ganzen prozess noch beschleunigt (warme luft steigt nach oben!)!wer dann noch was zu wetter, wind, wellen und so wissen will…..
immer gerne! 😉
8. Juni 2005 um 13:55 Uhr #48943
kopernikusGasthallo gast,
was hast du studiert? hast du? was arbeitest du?
8. Juni 2005 um 17:20 Uhr #48961
AnonymousGast@ kopernikus
bin klimatologe
8. Juni 2005 um 17:55 Uhr #48964
mr_gonzalesGasthi
hät da wirklcih ne frage also wenn du se beantworten willst wäre coool
irgendwer hier im forum hat mal gesagt das vll ein el nino jahr werden könnte un dasses dann wellenreich wird !?!??!?!kannst du evt mal erklären was das genau is bzw wies zustande kommt
( glaub el nino is son sturm oder sowas kp =) )thx
8. Juni 2005 um 21:01 Uhr #48976
AnonymousGastzu el nino (southern oscillation).
in el nino jahren kommt es zu einer abschwächung des SE-passates (vorherrschende windrichtung) im bereich der südamerikanischen westküste (chile, peru..). dieser SE-passat sorgt im normalfall dafür das an der westküste südamerika starke ablandige winde wehen. diese ablandigen winde drücken die oberflächennahen wasserschichten von der küste weg was dazu führt das kalte (!) tiefenwässer an die oberfläche befördert werden. diese kalten wassermassen sorgen dafür das die luftmassen entlang der küste sehr trocken sind (wüsten!), wenn diese sich erwärmen und aufsteigen entstehen also keine wolken und es wird auch keine energie durch kondensation freigesetzt (also können auch keine starken stürme entstehen).in el nino jahren vermindert sich der SE-passat so stark das es zu einem „zurückschwappen“ der warmen oberflächenwassermassen kommt, dadurch kommt es zu einer wesentlich stärkeren verdunstung und erwärmung der luftmassen. hervorgerufen durch diesen effekt kann es dann zu erheblichen unwettern (stürmen) kommen. natürlich hat dieses phänomen an der südamerikanischen westküste auch einfluss auf andere systeme unseres planeten und kann so z.b. zu einer anhäufung von wetterphänomenen führen, die für die betroffene region nicht dem normalfall entsprechen.
habs versucht einfach zu machen und hoffe es ist verständlich 😉
8. Juni 2005 um 22:16 Uhr #48980
maddeGastSE Passates = South East Passates also Süd Ost Passat, oder sind das andere Passat Winde?
9. Juni 2005 um 9:58 Uhr #48992
AnonymousGast@ madde
SE-passat= süd ost passat
9. Juni 2005 um 9:59 Uhr #48993
AnonymousGastoder im englischen south eastern trade winds genannt
9. Juni 2005 um 10:01 Uhr #48994
AnonymousGasttschuldigung fehler
es muss southeast trade winds heissen 😉
9. Juni 2005 um 13:11 Uhr #49005
Dr. SurfGast@ Gast
sehr interessante Ausführungen! Wenn du mir jetzt noch erklären könntest, warum das El Nino Phänomen zyklisch auftritt, wäre meine Neugier vollends befriedigt.
Gruß Jan
9. Juni 2005 um 14:02 Uhr #49015
TomGastHey Doc,
der Zyklus des El Nino kommt angeblich daher, daß durch den ständigen transport von warmen Wasser Richtung Westen (Australien, Neuseeland) dort die Oberflächentemperatur des Meeres so ansteigt, daß die Windpumpe Passat für einige Zeit die Arbeit einstellt (2 Grad mehr Oberflächentemperatur reichen. Und als Windsurfer weiß ich auch, daß in El Nino Jahren der Passatwind teilweise ganz die Arbeit einstellt). Dann dominieren westliche Winde, die warmes Wasser Richtung Westküste Südamerika schaufeln und Unmengen von Regen bringen. Das läuft so lange, bis im westlichen Pazifik wieder die passenden Temperaturen erreicht sind und der Passat wieder anspringt.
Aber ich glaub den Metereolügen sowieso nicht. In Wirklichkeit sitzen in allen großen Meeren häßliche Monster, die die Wellen anschieben. Und diese Monster arbeiten am Wochenende nicht und machen immer dann Urlaub, wenn ich im Urlaub bin. Daher hab´ ich nie vernünftige Wellen.9. Juni 2005 um 14:13 Uhr #49017
AnonymousGastwas eine glatte lüge ist
13. Juni 2005 um 15:04 Uhr #49129
JuliaGastEl nino:
der el nino kommt durch eine ganze Reihe von Faktoren zu Stande: zu erst einmal ist da im Süd-Winter ein Hochdruckgebiet vor der Westküste von Südamerika, das ja bekanntlich im Gegenuhrzeigersinn dreht und somit konstant „Wasser nach Westen (sprich vor den Asiatischen Pazifik-Raum) schaufelt“ (Passatwinde). Dadurch ensteht vor der Südamerikanischen Westküste ein „Wasserdefizit“, welches dadurch ausgeglichen wird, dass kühles Wasser aus unteren Wasserschichten an die Oberfläche kommt (sog. „upwelling“ – > nährstoffreiches, kühles Wasser). Die Wasseroberfläche ist, wenn man sich das bildlich vorstellen will – also im asiatischen Pazifikraum ein paar Meter höher als vor der Westküste Südamerikas.
In einem ElNino-Jahr wird nun dieses ausgeprägte Hoch vor W-Südamerika so abgeschwächt, dass es nicht mehr stark genug ist, das Wasser nach Westen zu drücken. Ohne die treibende Windkraft der passate übernehmen die Westwinde die oberhand. Somit „schwappt“ der ganze Wasserüberschuss (im asiatisch-pazifischen Raum) nach Osten (weil er im Westen durch die Landbarrieren nicht abfliessen kann). Infolgedessen wird die sogenannte Isokline (Sprungschicht zwischen „Warm-und Kaltwasser“ in der Wassersäule) vor W-Südamerika nach unten gedrückt (weil da das ganze warme Wasser draufschwappt), was das Upwelling unterbindet -> Wasser wird viel wärmer als normal ->Fischsterben, da zu warm und zu wenig Nährstoffe -> Westwinde können über dem erwärmten Wasser mehr Wasserdampf aufnehmen -> bringen mehr Feuchte ins Land -> beim Anstieg über die Anden regnet sich das ganze aus und es folgen auf der Westseite der Anden schlimme überschwemmungen, auf der ostseite hingegen Dürre und Trockenheit.
Weil das ganz Phänomen oft um die Weihnachtszeit auftritt, hat es den Namen El Nino (das weihnachtskind/Christkind) erhalten.So, ich hoffe, meine Ausführungen stimme einigermassen, ist schon ne weile her, dass ich das lernen musste! =)
Julia15. Juni 2005 um 14:21 Uhr #49249
HoschiGastUnd warum gibts El Nino erst seit dem letzten Jahrhundert und unserer mangelnden Liebe zur Natur?
23. Juni 2005 um 9:55 Uhr #2917
AnonymousGastIch glaube, El Nino gibt es schon länger als letztes JH. Waren es nicht die peruanischen Fischer, die aufgrund ihrer regelmässig wiederkehrenden bescheidenen Fangquote dem Kind einen Namen gaben. Immerhin gibt es schon seit 20000 Jahren Menschen dort. Es ist halt erst seit letztem JH aufgrund der wachsenden Leistungskapazität von Computern bzw. durch ein immer enger werdendes Messnetz möglich, modes wie El Nino zu erfassen.
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