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Start › Foren › Surfer Geschichten › surflehrerschein

  • Dieses Thema hat 16 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 20 Jahren, 1 Monat von ans* aktualisiert.
Ansicht von 17 Beiträgen – 1 bis 17 (von insgesamt 17)
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    Beiträge
  • 17. April 2006 um 23:21 Uhr #6477
    el_luca
    Teilnehmer

    Ich denke viel werden mich verstehen wenn ich sage: ich hab mich in die Brandung verliebt und hab das Gefühl, dass ich nicht mehr mit den surfen aufhören kann seit ich das erste mal in einer welle gestanden habe.
    Leider hab ich erst im alter von 20 Jahren angefangen zu lieben und zu lernen und wie man weiß lernt man in frühen Jahren schneller als im alter. dazu kommt natürlich, dass ich in Deutschland leben muss und daher nur ca. 2-3 Wochen im Jahr aufs Wasser komme von denen 80% der Tage keine guten Bedingungen sind.
    Gut, um es richtig zu lernen bin ich 8 Monate nach Australien gegangen wo ich zwar, um den Trip zu finanzieren, mehr arbeiten musste als zu surfen aber auch Grundtechniken erlernen konnte. 2wochen Bali auf dem Rückweg haben mich dann aufs shortboard gebracht. Seit dem beschränkt es sich auf kurze Trips nach Spanien oder Frankreich.
    aber ich möchte mehr davon. ich richte mein Leben sehr stark aufs surfen aus, da ich nichts erlebt habe was mich so glücklich macht. All mein Geld und meine freizeit stecke ich ins surfen.
    Der Einzige Weg ist dieser Sehnsucht nach zu gehen, sich nicht mit 3 Wochen im Jahr zufrieden zu geben und zu versuchen am Strand zu leben.
    Surflehrer!, das wärs doch oder?
    Immerhin für ein paar Jahre, auch wenn das Geld knapp ist, was brauchst du mehr?
    Allerdings komme ich gerade aus Frankreich zurück und wurde dort auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Ich sehe einfach alt aus gegen die Lokals und wenn einem von 14 Jährigen Franzosen die Wellen weggeschnappt werden fragt man sich doch ob es nicht utopisch ist surflehrer werde zu wollen. Bei großen Wellen und perfekten Bedingungen bin ich fast abgesoffen.

    Meine Frage: wie gut meinst du muss man sein um als deutscher Lehrer zu werden? Was sind die Voraussetzungen für den Kurs? Wie kommt man hinterher an Jobs? Und wie läuft das alles ab mit dem Lehrerschein?
    Wie ist die Bezahlung, kann man davon leben oder zahlt man drauf?

    Kann mir da jemand helfen?

    18. April 2006 um 2:37 Uhr #62089
    T.R.
    Gast

    *** bye ***

    18. April 2006 um 20:06 Uhr #62102
    seppstar
    Gast

    du lebst also in syney,
    wie hast du es dorthin geschafft?

    ich denke auch, dass man als surflehrer nicht viele perspektiven hat aber vielleicht wärs was für ein paar jahre?

    18. April 2006 um 20:28 Uhr #62103
    clemens
    Gast

    Aber nur um dich über Wasser zu halten.
    Das Geld was du verdienst geht für Lebenshaltungskosten, Material und anreise drauf. Und im Winter isses dann nich mehr so easy ne Stelle zu kriegen.
    Lieber Kellnern oder so.

    18. April 2006 um 20:45 Uhr #62104
    lucky
    Gast

    ich finde Vorschlag 2 a) von T.R. das realistischste. Ich habe auch angefangen mein Leben dem surfen zu widmen und alles, ob Geld oder Zeit danach auszurichten (zwar noch Anfänger aber dennoch… das hast du ja bereits beschrieben, wie man sich dabei fühlt). Aber ich fühle mich auch hier in Köln sehr zu Hause. Auf Dauer würde ich hier ziehmlich viel vermissen und so ist die Zeit zwischen den Surftripps immer voller Vorfreude, was doch auch etwas schönes ist, oder? Andere füllen ihre Träume nachts mit nervigen Alltagsproblemen, ich träume nachts von Wellen, Meer und fehlerlosen Takeoffs 🙂
    Wenn dir 3 Wochen im Jahr nicht reichen (das tun sie mir auch nicht!), dann setz doch alles daran dir ein Leben zu ermöglichen, in dem du beruflich relativ frei bist und statt 3 Wochen 3 Monate im Jahr surfen gehen kannst. Klar, dass zu realisieren ist nicht einfach, aber was man wirklich will …. 😉

    wie alt bist du denn jetzt? und was machst du zur Zeit beruflich?

    18. April 2006 um 22:05 Uhr #62107
    seppstar
    Gast

    ja ja, Realismus, manchmal ist die Realität echt nervig. ich weiß halt nicht ob ich auf dem Boden bleiben und realistische Pläne machen oder nen extremeren Weg gehen soll. Ich will nicht aus Angst die Chance verpassen meine Träume zu verwirklichen, auch wenn viele Risiken dabei sind.
    Na ja, Grundsatzproblem.

    Ich bin 23 Jahre alt und mache gerade eine Ausbildung zum Schreiner. Ich habe mich trotz Abitur für die Ausbildung entschieden weil man im Handwerk flexibler ist. Man kann viel einfacher auch im Ausland jobben denn Holz und Werkzeuge sind überall gleich. Man kann auch flexibler die Arbeitsstelle wechseln ohne sich lange einarbeiten zu müssen.
    Ich habe daher schon bei meiner Berufswahl versucht flexibel zu sein. Ob das alles so gut war weiß ich nicht.

    Verrat mir doch mal wie man nen gut bezahlten Job bekommt in dem man 3 Monate im Jahr frei hat!

    Ich komme übrigens auch auf Köln. Mein Vorschlag mal ne Art „Surferstammtisch“ ins leben zu rufen um gemeinsam von wellen zu träumen und ein paar Infos auszutauschen ist bisher im Forum leider nicht so gut angekommen. Vielleicht hast du ja Bock? 😛

    18. April 2006 um 22:28 Uhr #62109
    humbuk
    Gast

    Komme auch aus Köln 😉

    Werd doch Arzt, zieh nach Costa Rica oder ähnliches und arbeite da.
    Sowas fänd ich ganz „lustig“.

    18. April 2006 um 22:32 Uhr #62110
    seppstar
    Gast

    auf costa Rika verstehe ich doch kein Wort wenn die Patienten mir was von Bronchitis oder so erzählen.

    18. April 2006 um 22:50 Uhr #62112
    humbuk
    Gast

    auf costa Rika verstehe ich doch kein Wort wenn die Patienten mir was von Bronchitis oder so erzählen.

    War ja nur ein beispiel. Gibt ja genügend andere Länder.
    Man kann Sprachen sogar lernen! toll nicht?

    18. April 2006 um 22:56 Uhr #62113
    seppstar
    Gast

    Ja, man kann Sprachen lernen. Aber wir haben doch gerade noch von Realismus gesprochen. Klar kann man sich einhängen und was lernen aber wie lange dauert es bis du einen komplexen Beruf (zB. Arzt) in einer fremden Sprache ausüben kannst?

    was machst du wenn ich fragen darf?

    18. April 2006 um 23:06 Uhr #62114
    Franzl
    Gast

    noch mal zur Ursprungsfrage:

    Norbert Hoischen von Wellenreiter bietet in Frankreich die Ausbildung zum Surflehrer an. Du fängst als Pratikant an, dann bist du Assistent und dann irgendwann Lehrer. Das Wellenreitkönnen als Praktikant muß nicht hoch sein. Wichtig ist:Verantwortungsgefühl und anpacken können.
    Verdienen tust du da erst einmal nix, dafür hast du da Kost und Logis und bekommst Kontakte, vielleicht kannst du auch für Norbert am Haus was schreinern ….

    18. April 2006 um 23:17 Uhr #62116
    seppstar
    Gast

    Hört sich interessant an!
    Irgendwie die übliche Ausbeuternummer, aber das kennt man ja…
    Ich dachte eher: man zahlt irgenteiner Organisation (dwv oder so) ein heidenGeld, fährt für 2-3 Wochen runter, macht den Kurs und ist dann ofizieller Lehrer (änlich wie bei snowboardlehrern).
    Was du beschreibst hört sich eher wie ne traditionelle Ausbildung an. Wie lange dauert so was? Hast du noch ein paar mehr Infos für mich? (nur um mal nen Überblick zu bekommen)
    Hat er auch ein camp oder nur ne Schule?

    19. April 2006 um 2:36 Uhr #62120
    T.R.
    Gast

    *** bye ***

    19. April 2006 um 13:03 Uhr #62128
    mr_gonzales
    Gast

    @ t.r

    mal ne frage auch wenns noch ewig hin is aber mich würd mal interssiern ob das so geht kann ich nach meinem studi sagen so jetzt mach cih work and travel in oz un während dem jahr versuch ich ein dauerhaften job zu finden un dann kann ich mit der unterstützung von dem arbeitgeber einfach dablieben dh muss nich so oder so lang ausreisen bis ihc das andre visum bekomm doer sowas ?=??
    verstehst du was ich mein ?

    mfg

    19. April 2006 um 16:06 Uhr #62134
    Franzl
    Gast

    bei http://www.wellenreiter.com mal reinschauen und anfragen.

    19. April 2006 um 16:48 Uhr #62136
    ans*
    Gast

    hey seppstar,

    bei wavetours im forum gibts es nen paar Sachen die dich interessieren könnten:

    http://www.wavetours.com/Forum/viewtopic.php?t=1943&highlight=surflehrer+schein

    http://www.wavetours.com/Forum/viewtopic.php?t=2368&highlight=surflehrer+schein

    hatte mich auch mal mit nem Teamer über das Thema unterhalten und bei denen läuft die Ausbildung zum Surflehrer über den britischen Surfverband, vielleicht ne Alternative für dich…

    Ansonsten ist es schon nen bischen komisch, daß die einzige vom deutschen Wellenreitverband anerkannte Surfschule, die des Verbandspräsidenten ist, find ich… aber vielleicht hat sich das ja auch mittlerweile geändert…

    Viel Erfolg!

    20. April 2006 um 13:27 Uhr #6478
    Dr. Surf
    Gast

    @seppstar
    Du bist Schreiner? Dann hab ich ne Story für dich, die zumindest Mut machen könnte: ein Freund von mir hatte die mutige Idee als Binnendeutscher ins Weltsurfhauptquartier nach Kalifornien zu gehen, um dort Surfboards zu shapen. Also hat er vor etwas über einem Jahr seinen Kram gepackt und ist nach Dana Point (45min nördlich von San Diego) zu einem Bekannten gezogen. Was soll ich sagen, die Einheimischen haben nicht unbedingt auf einen Deutschen gewartet, der ihnen erklärt, wie man Surfboards zu bauen hat. Die Sache ging voll in die Hose und dann hat er sich darauf besonnen, was er wirklich gut kann und was Amis eben nicht gut können: schreinern! Zur Erklärung: Amis lieben deutsche Handwerker, weil sie den Ruf haben, pünklich, organisiert und ordentlich zu sein. Manchmal sind Vorurteile eben doch gar nicht so schlecht… Mein Freund hat auf jeden Fall als erstes ein Holzdeck gebaut, ein Job bei einem Nachbarn. Dieser Nachbar war so hin und weg von der Arbeit, dass er all seinen Freunden und Bekannten erzählt hat, er hätte einen richtig guten Woodworker an der hand, falls sie mal was zu tun hätten. Seitdem steht sein Telefon nicht mehr still und er ist über Wochen im Voraus ausgebucht. Mittlerweile baut er nicht mehr nur noch Holzdecks, sondern auch Möbel, macht Innenausstattungen für irgendwelche Ausstellungen und ist in der ganzen Gegend als Carsten the German woodspecialist bekannt. Seine Zeit kann er sich frei einteilen, wenn also der Swell gut ist, fängt er eben erst mittags an zu arbeiten, geht morgens surfen und lebt seinen Traum. Er hat’s also innerhalb von nur einem Jahr von 0 auf 100 geschafft! Shapen tut er übrigens immer noch, aber in erster Linie für Freunde, Bekannte und Nachbarn.

    Wenn du meine Meinung hören willst: Laß die Sache mit dem Surflehrer. Dort lebst du nur von der Hand im Mund, schimmelst wenn’s dumm läuft in einem Zeltcamp ab und wirklich vorwärts bringts dich im Leben auch nicht. Konzentrier dich lieber darauf, etwas strategisch und mittelfristig zu denken und mach so etwas wie Carsten. Oder vielleicht gefällt dir ja auch mein Weg:
    Während dem Studium in einem Surf- / Snowboardladen gejobbt. Dort erstens die Zeit genutzt um ein Netzwerk aufzubauen (möglichst viele „wichtige“ Leute bei den ganzen Firmen kennenlernen). Zweitens die nötige Kohle verdient um jeden Sommer von Juli bis Oktober irgendwo hin ins Warme zum surfen zu fliegen (lieber 3 Monate im Jahr an einem 5* Spot, als das ganze Jahr auf einem französischen Campingplatz mit mittelmäßigem Beachbreak abhängen und auf die Gruppenverpflegung angewiesen zu sein). Über mein Netzwerk bin ich zu Nike gekommen, und hier arbeite ich nur, damit ich einen Kontakt zu Hurley bekomme (die gehören seit 4 Jahren zu Nike). Was soll ich sagen, so wie’s im Moment aussieht, arbeite ich demnächst in Irvine / Kalifornien, meine Freundin hat fast schon sicher einen Job in San Diego und wir ziehen beide irgendwo in die Mitte, z.B. nach Laguna Beach, Dana Point, San Onofre oder so. Dann hab ich’s auch geschafft und kann endgültig jeden Tag surfen gehen!! Reich werde ich dabei zwar nicht, aber es wird langen für ein kleines Häuschen am Meer mit Palme im Vorgarten. Mehr brauch ich nicht.

    Gruß Jan

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