Schön, dass Du da bist Foren Surfcamps Surfcamp in Portugal für "Gemütliche"

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Dieses Thema enthält 15 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  mbphoto vor 1 Jahr, 2 Monate.

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  • #309748

    mbphoto
    Surfer

    Moin allerseits

    ich bin nun schon 30 und möchte endlich das Surfen erlernen.

    Powdern mit dem Snowboard (auch in Japan) ist kein Problem, SUP habe ich schon paar mal gemacht, aber Wellenreiten ergab sich leider noch nie.

    Was ich suche:
    ein Camp für “Erwachsene”, die gerne entspannen, reife Diskussionen führen, zusammen am Feuer sitzen und sich voll auf den Sport/das Meer konzentrieren. Habe nichts dagegen, wenn es das einzige Camp weit und breit ist und der Strand abends nicht von Saufgelagen heimgesucht wird.
    Ich möchte kein pubertierendes Teeniecamp mit allabendlichen Alkoholexzessen und primitivem Getue (als Lehrer auf der Gymnasialstufe habe ich davon mehr als genug während der Arbeit..)

    Ich erhoffe mir eigentlich eine steile Lernkurve, könnte aber auch meiner eigenen Selbstüberschätzung zum Opfer fallen. Wäre natürlich toll, wenn, sollte ersteres eintreten, das Camp Zugang zu Wellen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad hat.

    Zeitraum: ca 05. August bis ca 20. August
    Zeitdauer: sicher 1 ganze Woche, gerne auch ein paar Tage mehr (bis 2 Wochen total)
    Ich bereite mich physisch darauf vor, sodass ich nicht nach wenigen Tagen schon kaputt im Bett liegen bleibe.

    Kosten: sind relativ egal.. ich möchte nicht im Massenschlag wohnen, da mich schnarchende Menschen um den Verstand bringen und ich auf Schlafentzug zum Biest werde.

    Sprache: Deutsch und Englisch sind kein Problem, andere Sprachen spreche ich leider nicht. (Kann franz. lesen, aber nicht reden.)

    Was könnt ihr mir da so empfehlen?

    Cheers
    Mischa

    #309749

    olddude
    Surfer

    Ich fahre jedes Jahr nach Portugal, allerdings in kein Surfcamp, sehe aber den ganzen Tag Surfschulen (meist von Surfcamps) und die Teilnehmer sind rel. jung, mehrheitlich < 25, mit wenigen Ausnahmen.
    Das einzige Camp, in dem ich war, war das Ngor Island Surfcamp im Senegal, und genau zu dem würde ich Dir raten. Das Durchnittsalter bei beiden Reisen dorthin war eher um die dreissig, ich habe mich dennoch, mit 53, wohl gefühlt. Hier im Forum gibts auch einen Thread darüber.
    Die Wellen sind klasse und auch anfängertauglich, Flug 8 Std. ca. 500€ und das Wasser hat im September/Oktober noch bald 28 Grad, man brauch definitiv keinen Neoprenanzug, maximal einen Shorty….

    #309750

    Hab auch keine Empfehlung für Portugal, aber hab auch erst mit 30+ surfen gelernt und gute Erfahrungen hier gemacht
    http://www.elementsurf.de/
    Ist in Nordspanien, kleine Gruppen, maximal Doppelzimmer, Lagerfeuer ja, aber keine Parties/Saufgelage.
    Meist sind 1-2 Familien auch da, ansonsten um die 30 Jahre passt gut.
    Ich habe da gut 5 mal Urlaub gemacht. Würde ich auch immer wieder machen
    Alle Infos auf der Seite.
    Cheers
    Natalie

    #309751

    mbphoto
    Surfer

    Ngor klingt sehr verlockend, danke für den Hinweis, das schaue ich mir noch etwas besser an. Die Landessprache dürfte sich aber als Hindernis herausstellen..

    Galizien wurde mir jetzt vermehrt empfohlen. (Auch Nordspanien, scheinbar sehr ruhig und noch nicht überrannt von Touris..)
    Gibt’s dazu Empfehlungen?

    Für Portugal konnte ich bisher auch noch nix finden, was meinen persönlichen Wünschen entsprechen würde.

    #309752

    Wie oben geschrieben elenentsurf ist ein ruhiges Camp, soweit ich weiß in einem (Natur) Schutzgebiet in Nordspanien, Kantabrien mit Option auf einen Tagesausflug nach Asturien in die Picos de Europa, also super für Naturliebhaber.
    Ausschließliche Sprache im Camp ist deutsch.
    Ich war in 2 anderen surf camps woanders und würde immer elenentsurf vorziehen.
    Cheers

    #309753

    olddude
    Surfer

    “Ngor klingt sehr verlockend, danke für den Hinweis, das schaue ich mir noch etwas besser an. Die Landessprache dürfte sich aber als Hindernis herausstellen..”

    Der Campleiter, Jesper, ist Däne und spricht Dänisch, ein bisschen deutsch, englisch und französisch. Die Campsprache ist von den Gästen abhängig, in der Regel englisch. Die Surfguides reden Woloff, das willst Du nicht wirklich lernen, französisch und englisch.

    Ich hatte mal ein halbes Jahr französisch in der Schule, dass reichte für den Rest….

    Der einzige Nachteil in Dakar sind die Seeigel an den Riffen, am Strand von Yoff gibts keine. Surfschuhe sind am Riff Pflicht. Und keine Angst vor Riffen, die hatte ich zunächst auch.
    Schau Dir den Surfspot “Secret” (der bevorzugte Spot der Surfleherer fürs guiding) an, z.B. youtube. Wir hatten meist super abrollende Wellen zwischen Hüft und Brusthöhe. Und im Gegenstz zu Portugal Beachbreaks rollen die auch mal 50-100m, gerade für Anfänger und Intermediates hervorragende Bedingungen, da ein Riffwelle bei gleicher Höhe quasi immer am gleichen Punkt bricht. Die sind super berechenbar, dazu ist Secret selten “hollow”, sie bricht quasi gaaanz langsam. Ich hatte dort die besten Ritte meiner bescheidenen Surfkarriere.
    Apropo Youtube da gibts u.a. folgendes:

    #309754

    olddude
    Surfer

    Schei…e

    #309755

    mbphoto
    Surfer

    Ja, Seeigel und Riffe machen mir mächtig Angst. Fürs allererste Mal wage ich mich nicht auf solche Wellen, sorry. (Gerade wenn dann viele Leute sind und einige scheinbar nicht so “Acht” geben und dir dann im Weg stehen, dir ne Welle wegnehmen, etc. und du ausweichen musst/stürzt.)

    Ich hatte satte 7 Jahre lang Französisch (4+ Lektionen die Woche!) in der Schule, weshalb ich auch Zeitungen und Zeitschriften lesen kann, aber Reden?! nee..

    Mal schauen. Meine Partnerin wird mich für die 2. Woche besuchen und möchte nicht 5/6 Tage Surfkurs machen. Vielleicht wird Nordspanien fürs erste Mal die bessere Wahl sein und wenn’s mich packt geht’s ein ander mal nach Senegal.

    Die Preise fürs Camp sind jedenfalls 1. Klasse. (as in: super günstig!)

    #309756

    olddude
    Surfer

    Die Seeigel sind Mist, aber vor den Riffen brauchst echt keine Angst haben, die Guides wissen echt genau, was das Richtige für Dich ist….

    Die Mädels in meiner Gruppe hatten auch mächtig Respekt vor den Riffen, aber nach Einweisung waren alle restlos begeistert, selbst die blutigsten Anfänger. Und dein französisch würde Dir sicher reichen. Da im Camp quasi Vollverpflegung inklusive ist, reichts, wenn Du Dir ne Cola am Strand bestellen kannst, außerdem gibts ja noch Hände und Füße…
    Geh aber ruhig nach Nordspanien, ich fahre übernächste Woche auch wieder nach Portugal. Wassertemperaturen sind dann hoffentlich 19°, im Senegal wären sie schon deutlich über 24… Das ist für mich der wahre Grund in den Senegal zu fahren. Top-Wellen (Im ersten Video sind die Wellen übrigens für Secret im Herbst realtiv hoch, aber das wurde ja auch im frühjahr gedreht) und warmes Wasser, gut für meine Gelenke… Im Grunde ist Dakar, ähnlich wie Bali, nur viel näher, aber hier beginnt Afrika wirklich, darauf muss man sich schon einstellen (alles Nordlich sind für mich Mauren und Araber…)
    Dieses Jahr komme ich wahrscheinlich nicht runter, aber ich war letztes Jahr sicher nicht das letzte Mal dort.

    Schau Dich nochmal an der Costa de la Luz (also Küste Gibraltar bis Portugal) um, da gibts eventuell auch noch gute Camps, oder auf den Kanaren. Vielleicht gibts ja auch noch ein paar Tips.

    Ach ja, wegen Senegal günstig, eine Art Döner kostet am Strand von Ngor ca. 50C, ein Päckchen Zigaretten ca. ein € und wenn du mit Essen im Camp auskommst, brauchst Du eigentlich fast kein Geld zusätzlich. Von meinen 100 extra € hab ich regelmäßig wieder 50 mit nach Hause genommen, trotz Touriausflüge. Im Vergleich zu Portugal springt da bald der Flug wieder raus. Für 8 Tage alles inklusive 1000€ sollten reichen, in Abhängigkeit vom Flug. Und ab Frankfurt bist Du in weniger als 10 Stunden im Camp, das liegt keine 15min Autofahrt plus 5 min Fähre vom Flughafen weg. Falls Du jemals runter kommst, grüß Jesper von mir, von dem mit dem zerlegbaren Holzsurfbrett… 🙂

    #309757

    olddude
    Surfer

    Eines hatte ich noch vergessen, du schriebst:
    “Gerade wenn dann viele Leute sind und einige scheinbar nicht so „Acht“ geben und dir dann im Weg stehen, dir ne Welle wegnehmen, etc. und du ausweichen musst/stürzt”

    Unter der Woche sind die Wellen regelmäßig leer und die einzigen im Wasser sind die Mitglieder des Surfcamps. Wenn überhaupt, kommt noch eine andere Surfschule. Locals gibt es kaum und wenn kommen sie entweder spät nachmittags und/oder am Wochenende. Und deine Guides passen auf, dass niemand kommt, wenn Sie dich in eine Welle schicken. Senegal zur Hauptsaison ist etwa so wie Portugal am 24.12…. (zumindest unter der Woche… :))

    #309758

    olddude
    Surfer

    Unten ist Secret im Oktober, Wassertemperatur 28 Grad. Du siehst wie schön klein die Welle ist und wieviel Leute im Wasser sind…

    Der etwas hölzerne Surfer bin ich :), aber ich darf das, ich bin Altersklasse…

    Anhänge:
    #309761

    mbphoto
    Surfer

    Stichwort Kanaren:
    Was ist vom COSTANOROESTE camp auf Lanzarote zu halten?

    Und zu Galizien:
    Würdet ihr zu Caminosurf gehen, oder eher in ein klitzekleines, familiäres Surfhouse? (As Furnas)

    Werde mal noch nach Erfahrungsberichten schauen, denke aber dass es primär auf die anderen Gäste ankommt, ob mir der Aufenthalt gefällt.

    @Natalie: das Element klingt zwar toll, aber “1-2 Familien” löst in mir Fluchtreflexe aus. Ich kann kleine Kinder nicht leiden. 😀

    #309762

    Wenn du keine Kinder magst, dann musst du in Spanien die Schulferien Zeiten der Gäste strikt meiden, sprich bei vorwiegend deutschsprachigen Gästen die Ferien aller Bundesländer, ggf auch die von Schweiz und Österreich. Und selbst das ist keine Garantie denn kleine Kinder sind noch nicht schulpflichtig oder Eltern lassen ihre Kinder freistellen.
    Das caminosurf Galizien stellt sich auf deren Homepage eindeutig als kinderfreundlich dar inklusive Surf Unterricht für Kids.

    Camps in Europa die eben nicht auf die Party Teenager/Twens Klientel abzielen können es sich doch gar leisten Familien als Gäste auszuschließen.
    Viele Leute zwischen 30 und 40 die surfen haben nunmal Kinder (wie ich).

    Vielleicht tatsächlich dann eher Afrika statt Europa. Ich würde schätzen der Großteil der Surf Familien bevorzugt eher Europa.

    Endosurf in Marokko wäre zb ne Überlegung wert. Altersgruppe ist passend, ich hatte auch eher den Eindruck dass mehr 30+ Singles da waren als Paare und Kids unter den Gästen war zumindest vor ein paar Jahren Fehlanzeige.

    Achso und nur zu info, das kleinste Kind was zeitgleich mit mir im Camp war war 8, die anderen teenies oder Teenager. Was irgendwie sehr frustrierend war, denn die stellen sich zum ersten Mal aufs Board und ziehen dich nach 1 Woche total ab, LOL.

    Richtig kleine Kinder im Krabbelalter hatte ich bisher nur in einem Camp auf Bali. Aber meine persönlichen Erfahrungen müssen ja nicht die Regel sein. Wollte nur sagen dass es eine strikte no kids policy bei europäischen camps meines Wissens nicht gibt, da hilft nur beim Anbieter selbst fragen 😉
    Cheers Natalie

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 5 Monate von  NatalieInvers.
    #309764

    mbphoto
    Surfer

    Ferienzeit meiden? Das wäre ja Ende Juni bis Mitte September.
    Als Lehrer habe ich zwar viel unterrichtsfreie Zeit, aber leider nie dann, wenn man in Ruhe und “preiswert” Ferien machen könnte.

    Dennoch, dann gehe ich lieber in ein Camp mit Teens/Tweens als in eines mit schreienden, tobenden Kindern.

    Afrika geht leider dieses Jahr nicht. Meine Partnerin “besucht” mich für die zweite Woche und will nicht für 7 Tage nach Afrika reisen. Das kommt dann ein ander mal noch.

    Ich erhofe mir noch immer eine relativ steile Lernkurve. Beim ersten Mal auf dem SUP bekam ich auch einen Fish (der Instruktor wollte mir eine “Herausforderung” geben) und habe mich darauf sehr rasch zurecht gefunden, konnte sauber Kehrtwenden fahren und schaffte sogar (meistens) das geradeaus Paddeln mit dem Paddel nur auf einer Seite.

    #309772

    olddude
    Surfer

    “Ich erhofe mir noch immer eine relativ steile Lernkurve….”

    Die Technik ist an sich nicht so schwer erlernbar. Du kannst das ganze immens beschleunigen, wenn Du Dir die “Aufsteh”, oder besser “Aufspring”-Technik bereits daheim übst. Google, bzw. such Videos mit dem Thema Surfing “Pop-up”. Es gibt verschiedene Techniken aber am besten ist die Aufstehen in einem Schwung (gut machbar auf einem längeren Brett, wo insbesondere die Füße noch auf dem Brett liegen).
    Mir bereitete dazu das Paddeln extreme Probleme, was an völlig falscher Technik lag. Falls Du bereits ein guter Kraulschwimmer bist, sollte das aber ein geringeres Problem sein.
    Das schwierigste ist aber fern der Körpertechnik, das Einschätzen der Wellen und damit das Timing des Anschwimmens und des Pop-Up. Üblicherweise übt man das im Weißwasser, aber eigentlich willst Du die grüne, nicht gebrochene Welle abreiten. Wenn Dir der Start in der grünen Welle gelingt und du dazu noch auf die Wellenschulter gelangst und diese quer abfährst, dann hast Du bereits sehr viel erreicht. Erst dann kommen die Turns.
    Wenn Du die grüne Welle sicher erreichst, dann wirst Du Dir noch die Frage stellen müssen, ob Du lieber Shortboarder oder Longboarder werden willst. Aber das wirst Du selber merken.

    Ich wünsche Dir gute Fortschritte, aber gerade das grüne Wellen surfen-lernen hängt auch viel von der Welle ab. Schnell brechende Beachbreaks erschweren das Ganze leider. Aber es gibt zum Glück auch an Stränden kleinere, soft brechende Wellen. Lieber nur Hüfthoch und dafür lange abrollend (siehe Secret, Senegal an ruhigeren Tagen:)), schnell brechende Wellen mit sog. Close-Outs sind für den Anfänger Mist.
    Aber das ist dann die Natur….

    #310174

    mbphoto
    Surfer

    So, da bin ich wieder 🙂

    Auf Empfehlung eines Freundes waren wir in Galizien, aber im Westen.
    Das Surfhouse As Furnas stellte sich als das perfekte Surfcamp für mich heraus. Platz für maximal 12 Gäste und der Unterricht wird mit maximal 7 Personen pro Surflehrer durchgeführt.
    In der Nähe hat’s mehrere Strände (allesamt beach brakes), die höchstens von einer weiteren Surfschule besucht werden, sodass die Wellen stets ziemlich leer waren. Je nach Swell geht’s an einen anderen Strand, aber Wellen hatten wir jeden Tag in der “gewünschten” Grösse.

    Die Kathi, die Hausherrin aus Österreich, ist eine Wucht. Super freundlich, tolle Surferin und noch bessere Instruktorin. Ich bin gleich am ersten Tag schon gestanden und konnte ein halbes Dutzend Wellen reiten (nicht Weisswasser, richtige Wellen, wenngleich auch nur so 50cm hoch). Nach einer Woche waren wir bei 1 – 1,5+ Meter Brechern im Wasser. Das war für mich etwas hart, aber ich habe meine 4 Wellen in 3 Stunden (und unzählige schmerzhafte Wipeouts) gesurft und konnte zufrieden heimfahren.

    Das Essen im Haus ist super, Yoga vor oder nach dem Surfen war toll, Wetter war prima und das Wasser im 4/3er Neo erträglich.

    Für mich stehen gleich mehrere Dinge fest:
    1. Ich werde wieder Surfen gehen
    2. Ich werde ganz sicher wieder ins Surfhouse As Furnas fahren
    3. Ich kaufe mir jetzt ein gebrauchtes Brett um Paddeln zu trainieren

    Cheers

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