Startseite Surf Forum Surfcamps Stehen aufm Brett oder Geld zurück

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    Anonym

    Hi Leute,

    hab letztens ein Video gesehen von ner Surfschule, die folgendes verspricht:

    “am ersten Tag aufm Brett stehen oder Geld zurück”

    Find ich gut – das sollten sich viele Surfschulen auch mal vornehmen, wobei wahrscheinlich viele schnell bankrott machen würden…

    Was haltet Ihr davon?

    #127356

    Hodsen

    Find den Slogan Schwachsinn…

    Jetzt beim Surfschulendiscounter… Geld zurück Garantie.

    Wenn mans am ersten Tag nicht hinbekommt, könnte das auch an mangelndem Bewegungstalent, Fitness oder ähnlichem liegem.

    Und wenn ich den Surfschüler auf einen Brotzeittisch mit SUP-Volumen setze, steht auch die bewegunglegasthenischste Fettgondel am ersten Tag auf dem Brett.

    Bin der Meinung Wellen surfen zu können, muss man sich erarbeiten, und der wichtigste Punkt ist die eigene Motivation.

    #127359

    svha

    … kann Deine Meinung grundsätzlich nachvollziehen – weshalb ich aber den Ansatz nicht schlecht finde: jeder der einen Surfkurs besucht gibt schließlich Geld dafür aus, und ich finde da kann man auch etwas dafür erwarten. Und wenn ich mir viele Surfschulen anschaue, dann ist das reine Abzocke. Achja: und um Discount gehts deswegen gar nicht.

    #127361

    miri

    Ich finde auch, dass viele Surfschulen Abzocke betreiben. Jedoch schlage ich eher die Hände über dem Kopf zusammen, wenn die Leute auf 10ft Foamies gesetzt werden, am Strand für 2-3 Minuten eine Einweisung bekommen und dann im Weißwasser in die Wellen geschubst werden, nur damit sie schnell auf dem Brett stehen und die Leute den Surfkurs toll finden. Eine am ersten Tag stehen oder Geld zurück Garantie geht da doch völlig in die falsche Richtung. Ist man dann auf sich allein gestellt, hat man weder von Wellen, Vorfahrtsregeln noch von Paddeln eine Ahnung und kann sich von dem einmal auf der Planke hochkriechen auch nichts kaufen.

    Den besten Anfängersurfkurs, den ich je gesehen habe, machte der Gerrit im endo-Surfcamp damals in Kapstadt. Der hat die Anfänger auf ein normales 7.10 NSP gesetzt, hat ausführlich alles erklärt und die Leute 2-3 Tage erst einmal nur paddeln und gleiten lassen, ohne dass sie aufstehen durften. Hat ziemlich gut funktioniert bei den Anfängern.

    #127362

    svha

    naja wenn ich an mich selbst denke ist es natürlich auch toll, wenn man sich den Erfolg auch selbst erkämpft hat. Und klar ist ja auch, dass selbst wenn Surfschüler am ersten Tag aufm Brett stehen sie noch lange nicht surfen können. Für deren Motivation aber sicher nicht schlecht. Auf der anderen Seite läuft man dann auch Gefahr zu denken Surfen kann ja jeder und die Lernfortschritte gehen im gleichen Tempo weiter…

    Aber mich würde ja die Meinung von Surfcampbetreibern interessieren!

    #127364

    Horst-Günther

    wir haben zwar ne surfschule und kein camp, aber dennoch:

    Den besten Anfängersurfkurs, den ich je gesehen habe, machte der Gerrit im endo-Surfcamp damals in Kapstadt. Der hat die Anfänger auf ein normales 7.10 NSP gesetzt,

    ich finds überhaupt nicht gut, wenn man einen totalanfänger auf ein hardboard setzt. 1. gefährdet man den schüler damit selbst und 2. wenn andere in der nähe sind, die auch.

    und die Leute 2-3 Tage erst einmal nur paddeln und gleiten lassen, ohne dass sie aufstehen durften.

    ist grundsätzlich der richtige ansatz, aber den meisten surfschülern nur schwer zu vermitteln, wenn sie einen 5 tägigen surfkurs gebucht haben. wir machen das z.B. in der regel nur die ersten 2 stunden so, dass noch aufstehverbot besteht(die ersten 20 minuten geh ich mit den beginnern meist sowieso erstma bodysurfen).
    die sache ist ganz einfach, dass nicht jeder gleich schnell lernt und in einem kurs mit mehreren schülern muss man sich ungefähr derem durchschnitt anpassen, dass niemand hardcore überfordert wird, aber auch dass niemand hardcore unterfordert ist.
    das ist relativ simpel zu erreichen in dem man ein gewisses basistraining macht, aber auch einzelne schüler, die vielleicht niht so schnell lernen, noch mal die letzte oder vielleicht vorletzte übung machen lässt. hingegen dem schnelllerner immer kleine extraübungen machen lässt.

    “am ersten Tag aufm Brett stehen oder Geld zurück”

    ja, dann wären wir pleite und das, obwohl ich glaube, dass unser surfkurs im vergleich zu den meisten surfcamps seinesgleichen sucht.

    ich kenn viele solcher schulen in australien, hawaii, usw, die sowas anbieten und dann gehts tatsächlich mit dem 12″x30″x4″ softboard raus, aber bei aller liebe, dann kann man auch am strand bleiben. da wird dann auch in keinster weise auf takeoff technik oder ähnliches geachtet. angleiten muss man damit auch nicht üben, weil das ding eh von allem mitgenommen wird und im übrigen, selbst darauf kommt nicht jeder direkt zum stehen. ich glaub ja, dass das ganz lustig ist mit so nem ding, aber mit surfen hats halt wenig zu tun und vorbereiten auf das, was man ja eigentlich lernen will, nämlich ma ne grüne welle zu surfen, tuts halt leider auch ma garnicht.

    Für deren Motivation aber sicher nicht schlecht.

    da muss ich leider ganz hart sagen, wer kein bock hat, der hat kein bock.

    genau deswegen haben wir unsere surfschule gegründet, weil wir eben kein bock mehr auf bespaßungssurfcamp hatten, wo die hälfte der schüler eh nich zum surfen da ist, sondern für das drumherum.

    meine aufgabe als surflehrer besteht nicht darin, jemand davon zu überzeugen, dass surfen spaß macht, sondern ihm surfen beizubringen.

    wenn jemand kein spaß am surfen hat, dann zwing ich ihn nicht dazu. man muss aber sagen, dass so knapp 95% der surfschüler tatsächlich spaß haben. die 5% sind dann meist die partner in beziehungen, wo einer surfen wollte und der andere halt einfach mitgekommen ist, obwohl er u.U. panische angst vor wasser hat. und auch so leuten versucht man natürlich ein bissl zu helfen, um ihre angst vor wasser zu nehmen, aber für ne tiefenpsychologische behandlung sind wir dann doch nicht wirklich ausgebildet;-)

    schöö, rainer

    #127366

    maximum

    off topic:

    body surfen als Einführung in der ersten stunde des Anfänger Kurses: eine von uns praktizierte Technik, seit 1996!
    auf diese Idee werden bestimmt schon x anderen surfcamps/ schulen auch vorher schon gekommen sein, also ist dat nix neues …

    zum topic:

    dieses unterrichtssystem ist von den watermen auf ohau entstanden.
    die wurden von den großen hotels in honolulu angeheuert um den Ami Touristen am waikiki beach Wassersportaktvitäten wie zb. “stand up on your first lesson” als tagespektakel einfach und unkompliziert beizubringen.
    für jemanden der einfach mal ein bisschen spaß haben will bestimmte auch eine gute Sache!
    genau so wie der Tandem Sprung beim Fallschirm springen!
    adrenalin pur, unkompliziert und sicher!

    allerdings hat das mit surfen & unterrichten nix zu tun ….

    #127370

    chopes

    Wie schafft man es als surfcamp/schule eigentlich die Stimmung bei den Lehrlingen oben zu halten, wenn es doch kein Geheimnis ist, dass die meisten Surfanfaenger koerperlich schwach und unbeholfen sind und bei den aller aller aller meisten nach anfaenglicher Motivation – wenn man sich ein paar Kelly videos angeschaut haut und ein paar surfermarkensachen vorsorglich gekauft hat – schnell Dr. Frust vorbei schaut?

    Hier rennen dauernd Austauschstudenten rum die alle irgendwie meinen bald surfer zu sein, kaufen sich ein board (hier gibts nen laden der glaub nur davon ueberlebt ein paar chinesische epoxy 7’2 und 7’6 an diejenigen zu verschachteln) und werden dann durchgewaschen und lassens dann doch sehr schnell bleiben – trotz eingaenglicher Motivation und monatelangem Zugang zum Meer…

    Man koennte sagen, dass ein gebuchter Kurs aus rein finanzieller Ueberlegung eine Art Zusatzverbissenheit verschafft, allerdings eine $200-400 Investition in so ein beginner board doch auch? Sollte man meinen. Kenne jedoch viele, die es nur 2-3x benutzt haben.

    Ausserdem sieht man auf den ersten Blick ob jemand das “zeug” zum surfer hat oder nicht. Irgendwelche Weiber die wie Stoerche im 20cm Wasser rumstaksen oder koerperlich unfitte oder unkoordinierte Personen, wie soll das denn was werden? Ich glaube schon daran, dass man an seinen Aufgaben waechst, aber die ein oder andere Grundvoraussetzung kann nunmal nicht innerhalb weniger Tage erworben werden.

    Also klar ist es eure aufgabe dann doch den bestmoeglichen Unterricht zu geben aber es muss doch im Hinterkopf eine gewisse traurige Einsicht geben, dass man da gerade versucht einem Affen autofahren beizubringen. Oder sehe ich das falsch?

    #127373

    svha

    naja es gibt ja nicht nur Affen, oder? Und vielleicht kann man ja dem talentierten Affen sogar das Geradeausautofahren im ersten Gang mit Automatikgetriebe beibringen – und er hat sogar Spaß daran…

    Ich hab mal ne interessante Erfahrung in einer anderen Sportart gemacht, wo ich an der Stelle des Lehrenden war und nicht der Lernende. Ich hätte dem jungen Studenten nach 5 Minuten von dem Sport abgeraten, habe noch nie einen so unbegabten in der Sportart gesehen. Und genau dieser kam regelmäßig zu jeder Veranstaltung mit einer wahnsinnigen Begeisterung so lange der Kurs gelaufen ist. Erstaunlich, oder?

    #127378

    peterlee

    body surfen als Einführung in der ersten stunde des Anfänger Kurses

    bodysurfen find ich genial, ein gute übung, um mit dem meer vertraut werden … wer nicht weiß, was bodysurfen ist 😀

    persönlich finde ich, dass surfschulen oder surfcamps mit den schülern mal »leashrisse« simulieren sollten. an einem tag mit 4-6 ft und dann im line up die schüler ohne board draussen lassen und sie schwimmend zurückkommen üben lassen. im notfall sollten die surflehrer natürlich parat sein. denn, ich trau mich wetten, dass die meisten landratten-surfer, aber vermutlich auch viele am meer lebende surfer, sich das nicht zutrauen, ohne board zurückzukommen.

    #127382

    svha

    … ja das kann ich mir vorstellen – gehe selbst auch gerne mal ohne Brett ins Wasser um zu sehen wie sich das anfühlt.

    #127384

    shamous

    Wenn’s sogar ne Ziege auf’s Bord schafft, dann doch wohl ein Homo sapiens innerhalb von einem Tag 😀

    Aber im ernst: ich bin selbst Anfänger im Surfen, aber kenne von der Leichtathletik die Seite des Lehrenden (ähnlich zu svha). Es gibt nun mal verschiedene Lerntypen und -tempi und gerade beim Surfen sind die Motivationen wohl sehr verschieden warum man anfängt. Da haben dann eben auch “Partycamps” oder reines Surfguiding oder was auch immer ihre Berechtigung.

    Drei Tage Surfen ohne Aufstehen hätten mich persönlich bestimmt nicht motiviert weiterzumachen. Und erstmal bodyboarden ebensowenig. Da spielt bestimmt Geduld, Geschick und Geschlecht mit eine Rolle. Aber zumindest bei mir hat das kurze auf-der-Welle-stehen am ersten Tag hat die Leidenschaft geweckt.

    #127385

    chopes

    Es ist nicht die Rede von bodyboarden (des Teufels werk) sondern von bodysurfen und da muss ich wirklich zustimmen, was ein Gefuehl fuer Wellen angeht, ohne als Anfaenger den Stress eines zu kontrollierenden boards zu haben, ist das nicht zu uebertreffen.

    An extrem kleinen Tagen (=die letzten 8 Wochen) gehe ich wenn das Wetter gut ist mehrere male am Tag bodysurfen und “planschen” oder etwas herumschwimmen und man kann viel spass haben einfach mal ein paar shorebreak faces entlangzusurfen und in den Sand zu knallen.

    Es ist erstaunlich, wie unbeholfen viele selbst in dieser Umgebung sind und unser Einschaetzungsvermoegen bzgl. wann Wellen wo brechen was zur angebrachten Positionierung fuehrt ist bei Anfaengern absolut nicht vorauszusetzen.

    Ich sage allen newbies, dass die grosse erste Huerde im Lernprozess das richtige Einschaetzen des Meeres und eine gekonnte Positionierung ist, ohne die laeuft absolut garnichts und man muss nichtmal an einen takeoff denken, wenn man nicht weiss, wo er stattfinden soll.

    Lieber eine ordentliche Einfuehrung als der Versuch, alle schnellstmoeglich auf die Beine zu kriegen und ihnen das Gefuehl geben, das waers jetzt im Prinzip schon gewesen.

    Am meisten nerven mich diejenigen, die zwei mal im whitewash aufgestanden sind und abends auf der hausparty im eck stehen und den weibern erzaehlen was fuer geile surfer sie sind 😆

    Es ist wert, jedem klarzumachen, dass das ganze ein elendig langer (ich behaupte lebenslanger) Weg ist. Wer meint es mal eben so hinzukriegen faellt auf die Fresse.

    #127387

    shamous

    Haha, da hab ich mich wohl verraten… Bodysurfen… natürlich. Habe schon das Zweifeln bekommen 🙂

    Gebe dir Recht, mit dem lebenslangen Prozess und der Wichtigkeit des Einschätzen des Meeres. Mein Punkt ist hier vor allem, das trotz alledem auch bei einem blutigen Anfänger diese ersten Erfolgserlebnisse extrem wichtig sind, auch (und gerade wenn) sie seine eigentlichen Möglichkeiten überschreiten.

    Ein anderes Bsp. fällt mir vom Gitarrenunterricht ein: Glaube kaum das viele dran bleiben würden, wenn man sie erstmal wochenlang mit Musiktheorie und Metronom quälen würde. Wenn du sie aber mit ein paar Akkorden begleitest und das (zugegebenermaßen etwas eintönige) “Come as you are”-Bassriff spielen lässt, kannst du gleich beobachten wie sie dieses fette Smile ins Gesicht bekommen… danach kannst du sie wochenlang mit Musiktheorie quälen 😀

    #127390

    omg

    dieses unterrichtssystem ist von den watermen auf ohau entstanden.
    die wurden von den großen hotels in honolulu angeheuert um den Ami Touristen am waikiki beach Wassersportaktvitäten wie zb. “stand up on your first lesson” als tagespektakel einfach und unkompliziert beizubringen.

    Oh ja, das kenne ich. Hier mal ein kleiner Eindruck, gefilmt am Waikiki Beach. Ich war sichtlich ungläubig.

    http://vimeo.com/32863804

    Der “Unterricht” begann übrigens wirklich in dem Moment, in dem die Aufnahme beginnt und direkt danach sind die Herrschaften dann ins Wasser zum “surfen”. Schlappe €150 für 2 Stunden. 😯

    #127391

    peterlee

    der waterman im video hat aber wohl auch nicht mehr die spritzigkeit seiner früheren tage. so wie das aussieht würde er lieber mit den mädls auf der softboard-liege chillen 😆 😆 😆

    #127392

    Horst-Günther

    an einem tag mit 4-6 ft und dann im line up die schüler ohne board draussen lassen und sie schwimmend zurückkommen üben lassen.

    is das dein ernst?

    #127393

    peterlee

    is das dein ernst?

    4-6 ft. swell, starke sturmwellen und am besten noch, wenn viel wasserdruck herrscht mit vielen rip currents … 😆

    ok, war nur spaß, aber dass mit der notfallssimulation war mein ernst. vielleicht nicht bei 4-6 ft swell, aber doch einmal bei wellengang rauspaddeln mit den schülern, ihnen die boards wegnehmen und dann mal zurückschwimmen lassen.

    findest du (ihr) das nicht gut?

    #127394

    chopes

    Aehnlich dem Video kam mir zu Ohren, dass irgendeine surfschule in Byron Gay ihren schuetzlingen einen take off in 6/7/8 (was genau die Zahl auch immer war, sie war hoch) Schritten beibringt.. was zur Hoelle hat es damit auf sich?

    #127395

    Horst-Günther

    mein problem sind die 4-6 fuß! ansonsten ist die idee garnicht schlecht für den intermediate kurs. in nem anfängerkurs würde ich das nicht machen, die paddeln, wenn überhaupt ja eh erst am letzten tag raus(bis auf wenige ausnahmen). 2. problem ist, das man da nur machen kann, wenn man einen peak für sich alleine hat, sonst kann da ja keiner mehr surfen, weil 4 jungs plus surflehrer da rumtreiben;-) und auch da muss ich sagen, dass ich das ungern mit 4 leuten gleichzeitig würde machen wollen. ich überlegs mir mal, vielleicht, wenn man en übermotivierten schüler hat, kann man zum abschluss mal ne runde schwimmen gehen, aber ich glaub mit mehr als einer person ist mir da das risiko zu groß, dass echt mal einer absäuft.

    die sache ist ja auch noch, dass ausserhalb der schwimmerzonen/offene küste ja eigentlich en schwimmverbot herrscht.

    ich sag im kurs immer, wegen der sache mit der leash, dass man die ersten monate ganz einfach nicht alleine surfen gehen soll, dass immer en buddy in der nähe ist. und strömungskunde macht man sowieso.

    #127396

    search4waves

    boah, wie oft mir schon die Leash gerissen ist, bzw. sie jemand mit seiner Finne duchtrennt hat. Da waren echt ein paar unangenehme Erlebnisse dabei bei brutalen Wellen, mit viel Luft im Wasser und einem ordentlichen Schwimm und Tauchpensum bis man wieder am Ufer war. Ich glaube auch, dass man das in kontrollierten Bedingungen einmal erlebt haben sollte. Aber das ist echt schwierig einzuschätzen, weil es soll den Schwimmenden ja fordern, aber nicht überfordern. Und in den seltensten Fällen kann man genau einschätzen, wie sich jemand verhält, wenn er ohne Board einen längeren Holddown hat und einige Schwimmzüge mehr als erwartet braucht um wieder an die Wasseroberfläche zu kommen. Wenn dann noch eine ordentliche Strömung herrscht, dann gibt es sicher genug, die richtig Panik bekommen und die Situation wird schnell gefährlich. Und sollte wirklich etwas passieren, was macht dann der Surfcoach? da hat er dann doch “Erklärungsbedarf”

    #127397

    Horst-Günther

    der takeoff im video ist einfach en takeoff über die knie. ist bei den surfschulen, die tageskurse mit takeoffgarantie auf 10er softis machen so üblich. ist meiner ansicht nach absolut kontraproduktiv, weil wenn jemand sich einma angewöhnt hat den takeoff übers knie zu machen, brauchen wir meist ne ganze woche, um das der person wieder abzugewöhnen. nrrrg. ansonsten ist der takeoff übers knie halt die absolute notlösung für leute, die es am strand nichtmal schaffen en frauenliegestütz(liegestütz über die knie) zu machen.

    en 2oda3 schritt takeoff istn normalen takeoff wobei man aber ohne schwung aus den armen arbeitet und sich über den hinteren fuß hochdrückt. hat den riesen vorteil, dass der hintere fuß von anfang an schon an der richtigen stelle ist und sich der vordere daran orientieren kann.

    #127399

    Horst-Günther

    Ich glaube auch, dass man das in kontrollierten Bedingungen einmal erlebt haben sollte. Aber das ist echt schwierig einzuschätzen, weil es soll den Schwimmenden ja fordern, aber nicht überfordern. Und in den seltensten Fällen kann man genau einschätzen, wie sich jemand verhält, wenn er ohne Board einen längeren Holddown hat und einige Schwimmzüge mehr als erwartet braucht um wieder an die Wasseroberfläche zu kommen. Wenn dann noch eine ordentliche Strömung herrscht, dann gibt es sicher genug, die richtig Panik bekommen und die Situation wird schnell gefährlich. Und sollte wirklich etwas passieren, was macht dann der Surfcoach? da hat er dann doch “Erklärungsbedarf”

    also, ich werde generell nicht mit nem surfkurs(bis auf ganz wenige ausnahmen) irgendwo rauspaddeln, wo sie, egal, ob mit oder ohne brett, einen längeren holtdown erleben könnten(vielleicht haben wir da auch verschiedene vorstellungen von “langem holtdown”). wenn man die leute da ohne brett reinwerfen würde, wäre das ganz eindeutig fahrlässige körperverletzung, wenn was passieren wüürde, und unsere versicherung, würde uns auslachen bei ner schadensregulierung.

    der surfcoach hat die bedingungen so auszuwählen, dass er problemlos in der lage ist, wenn einem schüler die leash reisst, diesen aufzufischen und sicher an land zu bringen. auch wenn ne surflehrerausbildung generell kurz ist, bekommt man da doch schon beigebracht, dass man mit nem surfkurs in wellen deren face über 1,5m ist, nichts zu suchen hat. wenn ihr meint, dass wäre eine unzureichende vorbereitung aufs surferleben, dann bitte.

    ich regel das für mich so, dass wenn ich nur wenige schüler hab, die alle fortgeschrittene sind und unbedingt auch mal wellen mit mehr power surfen wollen, dann erkläre ich denen vorher, dass ich ihnen natürlich helfe, wenn was passiert, aber ich meine haftung für etwaige schäden ausschließe, da die bedingungen untauglich für einen sicheren surfkurs sind. das muss ich einfach machen, weil da keine versicherung zahlt, wenn was passiert. mag sein, dass ich da ein bissl zu deutsch bin, aber das ist es mir echt nicht wert.

    #127400

    Horst-Günther

    so und weil ich gerade son schreibflash habe:

    Haha, da hab ich mich wohl verraten… Bodysurfen… natürlich. Habe schon das Zweifeln bekommen 🙂

    bodyboarden ist eigentlich auch ne super sache zum einstieg(wenns halt nicht bodboarden wäre) aus genau diesem grund:

    Ich sage allen newbies, dass die grosse erste Huerde im Lernprozess das richtige Einschaetzen des Meeres und eine gekonnte Positionierung ist, ohne die laeuft absolut garnichts und man muss nichtmal an einen takeoff denken, wenn man nicht weiss, wo er stattfinden soll.

    #127401

    peterlee

    wenn was passiert. mag sein, dass ich da ein bissl zu deutsch bin, aber das ist es mir echt nicht wert.

    find ich nicht zu deutsch, sondern schlicht und einfach verantwortungsvoll! den aspekt hinsichtlich sicherheit und zu großes risiko leash risse zu simulieren, hab ich als außenstehender nicht berücksichtigt und es ist verständlich, wenn du, also die Surfguiding Peniche, so etwas aus genannten gründen nicht riskieren wollt; würd ich auch nicht!

    zumindest sollte jeder surfer, einmal bei wellengang schwimmen gehen, mit oder ohne flossen / schwimmboje, da diese erfahrung in einer realen notsituation wie leash riss von vorteil sein kann. man hat zumindest schon mal so etwas erlebt und wird im ernstfall nicht soooo plötzlich überrascht werden.

    ich sag diese sachen nur, weil ich einmal in den genuss gekommen bin, das board zu verlieren und die schwimmerei war kein spaß. hab schon eine grenzerfahrung gemacht und es war erschreckend, wie langsam man vorwärts kommt und das land einfach nicht näher kommt, dann noch eine raue see, usw.

    #127406

    miri

    Da ich inständig hoffe, dass kein Anfänger in 4-6 ft Wellen allein surfen geht, bringt es auch nicht wirklich viel, das in solchen Bedingungen zu simulieren. In einem Surfkurs, wie ja schon angesprochen, auch wirklich nicht machbar. Zudem wurde hier ja ein paar Mal das Stichwort Motivation gebracht; ich bin zwar nicht der Meinung, dass man seine Surfschüler ständig zum Surfen motivieren muss (deswegen bleibe ich auch dabei, dass diese erst einmal eine Weile nicht aufstehen dürfen sollten), aber wenn man mich als Anfänger in 4-6ft Wellen ohne Board ausgesetzt hätte (und ich nicht vorher Windsurfer gewesen wäre), wäre meine Surfkarriere damit beendet gewesen, ganz sicher. Das kann ja nun nicht wirklich nicht der Ansatz sein, optimale Lernkurve hin oder her.

    Und Hand aufs Herz: Wenn die Bedingungen wirklich so übel sind, dass man trotz Strömungswissen und Paddelfitness nicht mehr ohne Board den Strand erreichen kann, werden die meisten schon gar nicht versuchen rauszupaddeln oder eben am Rauspaddeln selbst scheitern.

    Die Methode ist, wie Horst schon sagte, wirklich eher was für Leute, die die Gefahren im Meer unterschätzen und nicht für die breite Masse.

    #127407

    search4waves

    mit längerem Holddown meine ich natürlich nicht Zeiten, wie BigWave Surfer sie erleben :). aber 10 Sekunden können sich auch schon lang anfühlen, gerade wenn mann 5 Sekunden davon Schwimmzüge an die Oberfläche macht, und man spürt wie die Luftblasen im Wasser jeden Vortrieb verhindern…

    #127408

    Horst-Günther

    keine ahnung wo du surfen gehst, aber ich hatte noch keinen 10sek holtdown. und ich hatte schon en paar, wo ich mir gedacht hab: “uiuiuiuiui”

    #127409

    search4waves

    also 10sek. ab dem Zeitpunkt wo man reinfällt und der Spaß los geht. Hatte ich in Amado, letzten Winter bei gar nicht so großen Wellen (3m face) aber sehr kraftvoll und hoch. Weiß die Zeit auch nur genau, weil meine goPro den Spaß aufgezeichnet hat 🙂
    so wie hats mich aber auch noch nie gewaschen, nicht mal bei deutlich größeren Wellen am Riff. hab beim takeoff schon gemerkt, dass ich zu spät bin, hab aber trotzdem versucht aufzustehen. War aber nicht 100% zentriert über dem Board, deswegen ist das beim Landen sofort zur Seite weg und die Welle hat mich gleich gefressen. So schnell und brutal hats mich noch nie rumgewirbelt. Hab das Gefühl gehabt, dass mich 2 riesige unsichtbare Hände am Kopf und an der Hüfte festhalten und dann gegeneinander hin und her drehen. War dann einige Minuten lang recht benommen nachher. aber sonst ist nix passiert

    #127410

    search4waves

    kraftvoll und hohl wollte ich schreiben

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