Startseite Surf Forum Surf Anfänger Schon das eigene Surfboard kaufen?

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  • #314590
    zinjo
    Surfer

    Moin moin alle miteinander und danke erst einmal, dass man sich hier so fix anmelden und einen Beitrag schreiben kann. Hoffentlich komme ich dadurch weiter.

     

    Ich befinde mich gerade in der Nähe von Mimizan am Atlantik und hatte letzte Woche einen Surfkurs. Der hat mich natürlich super angefixt und es hat auch wirklich gut geklappt. Hab ab dem zweiten Tag bei cleanen Bedingungen viele grüne Wellen vom Lineup bis zum Strand abgesurft, hab erste „Tricks“ gestanden (hin und herlaufen auf dem Brett) und kam auch mit verschiedenen Boards klar, als meines mal nicht da war.

    Nun habe ich mir etwas Kohle sparen wollen und das wahnsinnige Triboard vom Decathlon für 80€ gekauft. Das ist ja 7‘ Lang und hat 55L Volumen wobei ich mit dem Teil (mit eigener Leash) sogar ein paar echt coole Wellen die Tage erwischt habe.

    Das Wahre ist das aber natürlich absolut gar nicht und es soll dann auch das Geburtstagsgeschenk für den 10 Jährigen Schwager werden…

    Einen 3‘2er Neo von Alder habe ich mir auch im Outlet gekauft.

    Nun zu mir.

    Ich bin 22, 1,82m groß, wiege knapp unter 70Kg und wohne in Unterfranken.

    Ich bin berufsbedingt gut durchtrainiert und habe Kraft-Ausdauertechnisch keine Probleme im Wasser.

     

    Ich lese hier seit ein paar Tagen einige Threads über Fatums, NSP‘s und wie sie alle heißen und stelle mir die Frage: Macht es nicht vielleicht Sinn, sich etwas ordentliches anzuschaffen?Und wie sollte ich weiter machen?

     

    Ich habe super viel Spaß an diesem Sport gefunden und weis nicht so Recht, wo dee Weg hin führen soll. Ich habe eine junge Frau und ein kleines Baby, kann mir vorstellen in Zukunft evtl mit einem Camper öfters ans Meer zu fahren und auch mal übers Wochenende oder länger mit Freunden nach Dänemark oder sonstwohin zu fliegen um weiter zum Surfen zu kommen.

    Die Leihbretter (8‘ Softboards, MiniMals) taugen mir auch nicht mehr wirklich. Ich komme damit natürlich gut klar, aber ich habe das Gefühl damit auch etwas eingeschränkt zu sein wenns raus ins Lineup gehen soll und ich möchte gerne weiter kommen.

     

    Was könnt ihr mir empfehlen? Ich wohne ja nicht an der Küste.

    Was würde Sinn machen?

    Weiter Boards ausleihen? Eigenes Board kaufen?

    Die Größe würde da bei meinem derzeitigen KfZ (VW Golf) und zukünftigen Flügen natürlich auch eine Rolle spielen.

    Über jeden Tipp der mir eine Richtung gibt wäre ich dankbar!

     

    Sportliche Grüße

     

    Johannes

    #314594
    surfbabe
    Surfer

    Zu Hause surfspezifisches Training,carverskateboard,weiter boards mieten und ausprobieren ,vorzugsweise noch ein paar surfkurse in ner guten surfschule absolvieren.

    Wenn du dir jetzt ein board kaust ist das entweder zu klein(ja das gibt es) oder es ist bald zu gross,

    lg

    surfbabe

    ps: zu diesem thema gibt es hier ellenlange beitraege im forum

    #314595

    Ich hab von der soul-surfers Startseite aus auf Zinjos Frage geantwortet – und er hat auch zurück geantwortet. Allerdings wird diese Konversation nicht öffentlich im Forum angezeigt, sondern nur wenn ich auf mein Profil gehe unter Aktivität? Ich glaube da hab ich irgendetwas falsch gemacht. Damit der Dialog nicht im Nirvana weiterläuft hab ich ihn HIER mal reinkopiert:

    Hallo Johannes,
    Was genau meinst du mit “etwas Ordentliches” anschaffen? Statt dem Tribord (ist das ein Softboard?) ein Fatum oder NSP? – würde ich auch so sehen. Oder meinst du etwas anderes damit?
    Wie auch immer, vor dem Kauf das Board evtl in verschiedenen Längen ausleihen wäre natürlich ideal! Das könntest du evtl mit dem nächsten Surfurlaub verbinden? Manche Surf schools/camps sind eigentlich ganz gut ausgestattet.
    Es ist aus der Ferne nicht leicht einzuschätzen und zu dem Thema gibt es bestimmt so viele Meinungen wie Surfer, aber ich denke, in deinem jetzigen Stadium ist die oberste Priorität in möglichst vielen (einschließlich oft nur mittelmäßigen Bedingungen) so viele Wellen wie möglich zu bekommen, also wave count und “performance” ist eher zweitrangig.

    Mit Fatum kenne ich mich nicht aus, aber NSPs sind sehr robust und sowohl neu als gebraucht recht preiswert, mit einem 7.2er NSP funshape würden viele Anfänger noch eine gute Weile weiter surfen (genug Volumen, wenig Rocker ect) und man kann damit auch “weit” kommen – also sicher Wellen sowohl forehand als auch backhand absurfen, aus eigener Kraft Geschwindigkeit auf der Welle generieren, ein forehand und backhand bottom turn. Das wären so grob die ersten Ziele. Ich denke, wer ne kleine Planke turnen kann, der kriegt das auch auf einem kleineren Board hin (ob die Wellenausbeute genauso gross ist , ist ne andere Frage) – und bis dahin wirst du auch besser wissen welcher shape zu deinem Stil passt. Du sagst zwar, du konntest auf deinem Board hin und her laufen, aber irgendwie lese ich nicht daraus, dass du Richtung cross steps/noseriding auf nem longboard möchtest?
    Wieso denkst du dass 8 ft softboards und Mini Mals dich auf dem Weg ins Line up eingeschränkt haben?
    Ich surfe vorwiegend beachbreaks, aus Zeitgründen oft unter wirklich shitty Bedingungen, insbesondere an einem Strand der nur sehr flach ansteigend ist und noch vor dem line up (sehr weit draussen) kleine Sandbänke hat die einem eine Weisswasserwand nach der anderen bescheren.
    eigentlich solltest du mit einem längeren Board schneller paddeln und somit leichter ins line up kommen. Ein 8 foot foamie gibt einem auch genug Auftrieb um Weisswasser bis zu eine gewissen Größe mit floating zu überwinden statt turtle roll/Durchtauchmanöver anzuwenden. Ich sehe es tagtäglich an den SUP Surfern. Ich krieg die Krise wenn ich das sch… Weisswasser sehe und die “schwimmen” da einfach drüber.. Ich besitze boards von 5.10 bis 9.6 foot und die Planken bringen mich einfacher ins line up. Wenn es mal einen gescheiten channel geben sollte, dann ist es mit einem längeren Board immer noch leichter weil jeder Paddelzug einen weitertreibt als auf einem kleinen Board.
    Also vielleicht lag es an der Technik dass du dich mit größeren boards auf dem Weg zum Line up eingeschränkt fühltest?
    Hoffe das was ich schreibe macht Sinn.
    Cheers,
    Natalie

    Zinjo antwortete:
    Hallo Natalie, vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Ich meine damit wahrscheinlich wirklich genau das, was du beschreibst. Noch zu ineffiziente Technik! Ich werde jetzt in DE im Baggersee mal nach YT Anleitung an meiner Technik feilen.

    Die Softboards konnte ich teilweise sehr schlecht durchdrücken bzw gar nicht. Das Weißwasser hat mich wirklich heftig weggespült, aber ich glaube auch es lag teilweise an den bis zu 40kmh Wind?

    Etwas ordentliches anschaffen meine ich auch, genau. Ich habe von einigen gelesen das sie sich als Anfänger ein ordentliches Board gekauft haben (welches natürlich zu ihnen passt) und damit bis heute am mit zufriendensten sind!
    Einer davon, müsste sogar ein Admin von hier sein mit einem Fatum Board.

    Ich frage mich nun gerade sehr, wie ich das alles am besten angehe überhaupt an Strände zu kommen an denen man Surfen kann.

    Wie machst du das? Fährst du alle Wochen mal für ein paar Tage extra nach Südfrankreich? Oder fliegst du lieber nach Dänemark oder so? Und wie spontan planst du solche Trips bezgl. Forecast? Der sehr starke Wind hat mir die letzten Tage in Mimizan ziemlich vermiest, das wäre natürlich blöd wenns beim nächsten Mal wieder durchgängig so bläst.

    Ich hab einfach zu viele Fragen im Kopf 😄
    Danke und liebe Grüße

    Achja und noch als Anhang. Ich frage mich natürlich was bei meiner Größe Gewicht so für Shapes in Frage kommen. Und dann dazu noch das Volumen.
    Auf Facebook findet man ja alles alles mögliche gebraucht genau wie hier und alle schreiben rein „auch für fortgeschrittene Anfänger“, aber ob das dann tatsächlich stimmt steht für mich in den Sternen.

    #314596

    Hallo Johannes,
    zu “Das Weißwasser hat mich wirklich heftig weggespült, aber ich glaube auch es lag teilweise an den bis zu 40kmh Wind?”:
    40km/h ist heftig, das ist mit einem softboard tatsächlich sehr schwierig

    zu “Ich habe von einigen gelesen das sie sich als Anfänger ein ordentliches Board gekauft haben (welches natürlich zu ihnen passt) und damit bis heute am mit zufriendensten sind!
    Ich frage mich natürlich was bei meiner Größe Gewicht so für Shapes in Frage kommen. Und dann dazu noch das Volumen.”

    Funshapes zwischen 6.8 und 7.2 in etwa sind gute Allrounder und die können dich jahrelang begleiten, auch später noch als Ersatzboard für kleine schlappe Wellen. Probiere doch beim nächsten Surfurlaub welche aus! Eggs erfüllen einen ähnlichen Zweck, ich würde am Anfang nur nicht zu kurz gehen. Wenn du dich zwar anstrengen musst eine Welle anzupaddeln, es aber trotzdem meist gut klappt, dann ist das Volumen in Ordnung. In deinem Stadium und in der Größenordnung machen 3,4 Liter mehr oder weniger nicht viel aus – ich würde an deiner Stelle boards zwischen 40 und 50 litern ausprobieren bevor du etwas kaufst.

    Mein erstes Funboard (7.2 NSP) habe ich zwar nach ein paar Jahren verkauft, aber wie bereits erwähnt, die Dinger sind sehr robust. Meine PU boards (fish und fun shapes) habe ich auch seit gut 6, 7 Jahren und surfe die weiterhin. Ich bin halt nicht so fit und letztendlich werde ich bei diesem Typ surfboard bleiben und so lange weiter benutzen bis sie auseinanderfallen – eines hat schon 2 finbox Reparaturen hinter sich, aber es läuft wie geschmiert.

    Zu “Fährst du alle Wochen mal für ein paar Tage extra nach Südfrankreich? Oder fliegst du lieber nach Dänemark oder so? Und wie spontan planst du solche Trips bezgl. Forecast? Der sehr starke Wind hat mir die letzten Tage in Mimizan ziemlich vermiest, das wäre natürlich blöd wenns beim nächsten Mal wieder durchgängig so bläst.”

    Als ich noch im Ruhrgebiet gewohnt war bin ich mindestens einmal im Jahr im Surfurlaub gewesen, meist in Kantabrien – da kann man noch gut mit dem Auto hinfahren für 2 Wochen. Am Wochenende bin ich am Anfang ziemlich oft nach Scheveningen rüber, waren 2.5 Stunden Fahrt. Hab den Forecast gecheckt, aber es war auch hilfreich dass Scheveningen ne surf webcam hat und man unter der Woche forecast mit dem tatsächlichen Ergebnis vergleichen konnte um ein Gefühl zu entwickeln. Forecasts richtig lesen ist eine Wissenschaft für sich. Ich hab hier vor Ort leider nur eine gescheite Boje und kombiniere deren Daten mit der App Windy. Letztendlich hilft manchmal aber nur morgens aufstehen, hinfahren und gucken. Ich kann durch Erfahrung von den Bedingungen an meinem “Hausstrand” auf die Bedingungen an zwei weiteren Spots schließen und mir so evtl eine 40 minütige Autofahrt ersparen/ oder rechtfertigen.
    Ich hatte in Deutschland das Gefühl dass ich mich von Urlaub zu Urlaub hangelte und immer wieder fast bei Null anfangen musste, allerdings war ich auch schon 30 Jahre alt als ich anfing. Und auf Tage mit schlechten Bedingungen muss man sich immer einstellen, gibt halt keine Garantie.
    Ansonsten, weitere Möglichkeiten in Deutschland sind Flusswellen oder künstliche stehende Wellen, kenn mich da aber nicht aus.
    Manche Anfänger machen gute Fortschritte indem sich aus den wenigen Wochen Surfurlaub das Beste rausholen, auch entferntere Destinationen mit häufig perfekten Wellen und dann 3 mal am Tag ins Wasser in 3-4 Wochen, boom!
    Bei anderen brachte es eher was den Lebensmittelpunkt zumindest für eine gewisse Zeit ans surfbare Meer zu verlegen, sei es über Studium, Work and Travel, Auszeit, digitale Nomaden.

    Ich bin vor 4.5 Jahren unter anderem fürs Surfen umgezogen und hab es nicht bereut, vor Ort muss man dann aber auch Strategien entwickeln damit man nicht nur der weekend warrior ist, ich arbeite z.B. deutlich weniger als vorher, verzichte aber seit einer Weile und für die nähere Zukunft auf Fernreisen. Indo ist für mich gestrichen.
    So kann ich 3 bis 4 mal pro Woche 1 bis 2 Stunden ins Wasser kommen, kann mich mit meinem Mann um 2 kleine Kinder kümmern und meine Familie versorgen.

    Cheers,
    Natalie

    #314605
    zinjo
    Surfer

    Hallo Natalie und Surfbabe, danke für die Antworten.

     

    Natalie, die vor allem vielen Dank für die so ausführliche und offene Auskunft, das bringt mich auf ganz andere Zukunftsgedanken.

     

    Warum nicht mal woanders wohnen für eine Zeit, da hast du Recht! 🙂

    Ich werde das alles mal verinnerlichen und mir da gut Gedanken drüber machen und dann baldmöglichst weiter loslegen.

    Vielleicht sieht man sich ja mal im Wasser! Vielen Dank und liebe Grüße

    1 Benutzer dankte dem Autor für diesen Beitrag.
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