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paolopinkel aktualisiert.
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28. Oktober 2013 um 15:09 Uhr #36263
Mari-2MitgliedWisst ihr, ob bei den großen firmen wie quiksilver, volcom etc auch jobs (praktika/ausbildungen) vergeben werden, für welche man keine berufserfahrungen oder ein dem job entsprechendes studium braucht? ich lese andauernd nur, dass man das und das studieren oder studiert haben sollte etc.
würde gern mal wissen ob das überhaupt möglich ist 🙂29. Oktober 2013 um 22:31 Uhr #140386
AqualifeTeilnehmerHey,
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen ‚it’s not WHAT you know but WHO you know‘ – die Surf Industrie ist eigentlich superklein, man kennt sich im Grunde, zumindest regional, aber auch international. Generell hilft ein Studium – kommt drauf an, was du machen willst ( zum Beispiel Marketing), aber das hilft dir trotzdem nicht zu einem Job. Jobs werden selten ausgeschrieben und gehen fast ausschliesslich unter der Hand weg. Du musst in den Zentren wohnen, wo die Firmen angesiedelt sind, in Australien sind das die Gold Coast/Torquay/Newport/Margarets und da surfen und Leute kennen und dann noch unglaublch viel Glueck haben. Du kriegst immer eien Job in einem Surfladen im Verkauf, aber alles, was in den HQ passiert, sind ziemlich verschlossene Tueren. Die meisten, die da arbeiten haben Kontakte. Ist einfach so. Keine Ahnung, wie das in Deutschland ist, aber im Ausland wirst Du kein Glueck haben, einzusteigen, nicht mal unbezahlt, zumindest nicht bei den grossen Firmen. Manchmal laeuft es so, dass du am richtigen Ort bist, jemanden kennenlernst, der dich mag und der dir einen Job besorgt. Manchmal ist es gut, bei kleinen Labels/Shapern zu arbeiten und Dir die Industriekenntnisse anzueigenen, aber wenn Du nicht in Australien/Cali/SA direkt wohnst, sieht es nicht so gut aus. In Australien surft statistisch jeder 6. in irgendeiner Form, Du hast also ueber 6 Millionen Surfer und nur wenige Jobs.
Ich habe mal in Byron gesessen und per email einen Job in Hossegor angeboten bekommen. Anstelle lokal zu suchen, hat mich ein Typ gefragt, den ich seit Jahren aus dem Wasser kenne. Meine Freundin war auf der Tour und sie hat allen Freunden/Familien Jobs verschafft bei Billabong. So laeuft das. So arbeiten die meisten Maedels, die mit Pros befreundet sind auch bei den grossen Labels…
Sorry. Ich meine, versuch es, aber hanege nicht alle Traeume dran.
Good luck!!29. Oktober 2013 um 22:35 Uhr #140387
AqualifeTeilnehmerOh, Rip Curl hatte mal ein Management Trainee Program fuer Leute, die gerade ein Business Studium absoliert hatten. Heiss begehrte Plaetze, dazu kam dann noch richtig gut surfen koennen, Insider Knowledge von Surf & Skate & Snow haben und die 3 Bosse davon ueberzeugen….
30. Oktober 2013 um 7:21 Uhr #140391
Mari-2MitgliedAlso an Deutschland hab ich eh nicht gedacht..da gibt es ja eh eher wenige jobs in der surfindustrie, eher an Portugal oder Frankreich.
Hm, mal sehen … aber danke auf jeden fall für deine antwort, hat mich die Sache mit ganz anderen augen sehen lassen ! 😀
das heißt, im nächsten surfurlaub ganz viele gute kontakte knüpfen 🙂30. Oktober 2013 um 10:25 Uhr #140394
benniTeilnehmervielleicht hilft dir das weiter
30. Oktober 2013 um 11:00 Uhr #140397
paolopinkelTeilnehmerAlso an Deutschland hab ich eh nicht gedacht..da gibt es ja eh eher wenige jobs in der surfindustrie, eher an Portugal oder Frankreich.[…]
Mal abgesehen von all den Hürden für einen ohne Vitamin B die Aqualife aufgezählt hat, hast Du Dir mal Gedanken über die momentane wirtschaftliche Situation von Frankreich und Portugal und deren Arbeitslosenzahlen gemacht? Wieso sollte Dich als Deutsche jemand in der Surfindustrie in Frankreich oder Portugal einstellen? Kannst Du ausgesprochen gut französisch+englisch, oder portugisisch+englisch so wie es bestimmt unzählige hochmotivierte arbeitslose locals mit guter ausbildung können? Ich meine blos, ohne Vitamin B musst Du ja etwas bedeutend besser können als die Massen an arbeitslosen Franzosen und Portugiesen.
Hier hast Du noch ein anderes Thema, wo Du sehen kannst, wie schlecht es den grossen Surfbrands im Moment geht, auch nicht gerade zum Vorteil von Leuten, die in der Surfindustrie arbeiten wollen.
Gruss Pp
2. November 2013 um 14:33 Uhr #140460
Dr. SurfTeilnehmerAlso an Deutschland hab ich eh nicht gedacht..da gibt es ja eh eher wenige jobs in der surfindustrie, eher an Portugal oder Frankreich.
Mit „eher an Portugal oder Frankreich“ kommste nicht weiter. Restlos alle Dependancen der großen internationalen Surffirmen (egal ob Boards, Neos, Klamotten, Sonnenbrillen, Zubehör etc.) sitzen in Hossegor in Frankreich. In den einzelnen Ländern gibt es nur einen Außendienst und manchmal noch ein sehr kleines Backoffice, was ausschließlich lokale Aktivitäten koordiniert. Ein „richtiger“ Job in der Industrie bedeutet also fast automatisch Umzug nach Hossegor. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es exakt so abläuft, wie von Aqualife beschrieben. Hinzufügen möchte ich noch ein paar Punkte, die Aqualife nicht erwähnt hat:
1. Ordersaison für Sommerware ist in Europa Juli & August. Wenn du also irgendeinen Job hast, der auch nur ansatzweise mit Sales zu tun hat, ist genau dann, wenn alle Urlaub machen Peak Season für dich mit 70h die Woche und mehr (hängt auch ein wenig von der Firma ab).
2. Grundsätzlich gilt (und nicht nur für die Surfindustrie): je cooler der Job, desto niedriger das Gehalt. Ganz einfach weil die Leute für die Jobs Schlange stehen und das die Gehälter drückt. Ein Product Manager bei sagen wir mal Procter & Gamble vermarket zwar uncoole Rasierklingen und Zahnpasta, sein Job ist aber nicht so extrem saisongetrieben, er hat eine geregelte Arbeitswoche mit allen Annehmlichkeiten, die es in einem Großkonzern gibt und hat am Ende des Jahres auch noch bestimmt €20k mehr verdient, als ein vergleichbarer Job in der Surfindustrie bringt. Auch hier gibt es natürlich Unterschiede zwischen den Firmen, grundsätzlich mußt du dir aber im Klaren darüber sein, dass du den coolen Job mit deutlichen Abstrichen bei Gehalt, Urlaubstagen und Sozialleistungen, dafür deutlich mehr Überstunden „erkaufen“ mußt.2. November 2013 um 14:45 Uhr #140461
paolopinkelTeilnehmer[…]dass du den coolen Job mit deutlichen Abstrichen bei Gehalt, Urlaubstagen und Sozialleistungen, dafür deutlich mehr Überstunden „erkaufen“ mußt.
Ich kapier irgendwie nicht, was an so einem Job cool B) sein soll. Kann man da manchmal mit Kelly etc. am Telefon quatschen 😆 ? Ich will niemandem die Freude nehmen, aber würde mich einfach interessieren….
Gruss Pp
2. November 2013 um 14:51 Uhr #140462
amocTeilnehmerNach allem was ich da so an Kommentare lese frage ich mich wirklich, warum man unbedingt nen Job in der Surfindustrie haben will.
Besteht da evtl. die romantische Vorstellung, wenn Swell ist bleibt die Arbeit liegen und alle gehen surfen?
Kommt mir ein bisschen so vor wie der Run auf die Jobs bei den werbe-Firmen in Hamburg.
Die Jobs sind heiß begehrt, aber wenn ich mir das so anschaue mit meinem geregelten 40h Job! dann habe ich definitiv mehr Freizeit und nicht weniger Kohle. kann halt im Umfeld nicht mit nem „coolen“ Job punkten…2. November 2013 um 15:14 Uhr #140463
Dr. SurfTeilnehmerNa ja, grundsätzlich ist die Vorstellung ja schon ganz nett, dass man sich den ganzen Tag mit Dingen beschäftigen kann, die einen auch privat interessieren. Dass manchmal nicht alles Gold ist, was von außen glänzt, stellt man erst fest, wenn man sich etwas mehr damit befasst.
Kommt halt einfach drauf an, was einem persönlich wichtig ist. In einem Großkonzern hat man zwar viele Annehmlichkeiten, dafür geht es aber eben auch zu wie in einer Behörde und Entscheidungsprozesse dauern elend lang und sind ätzend kompliziert.2. November 2013 um 16:03 Uhr #140464
Mari-2MitgliedAm Ende macht doch jeder dass was er für sich als am besten empfindet… und lieber hab ich einen job wo ich weniger verdiene und Spaß dran hab, als einen Job wo man viel verdient aber den ich nicht gerne mache
und es ist mir auch klar dass die Jobs im surfbereich heiß begehrt sind und auch kein zuckerschlecken sind, ich wollte ja nur mal fragen:-D
2. November 2013 um 19:34 Uhr #140470
amocTeilnehmerMal ne kritische Bemerkung: was hat man denn mit dem Surf-Lifestyle am Hut wenn man, zugegeben extrem betrachtet, als Lagerist die T-Shirts versandfertig macht? Oder als Admin das Firmennetzwerk am laufen hält. Dann bleibt doch nur noch der Name der Firma für die man arbeitet. Schätze mal, dass 80% der Jobs in Firmen einfach nichts kreatives surf-mäßiges haben.
Vor allem, wenn man nen Job in Surf-INDUSTRIE sucht. Sollte man immer mit bedenken…2. November 2013 um 19:51 Uhr #140472
Peter_LeeTeilnehmer@ Supertubos12: grundsätzlich finde ich deinen wunsch, im gegensatz zu den vorrednern, nicht schlecht. nur was sind deine qualifikationen sind. zuerst die frage, was kann ich, weshalb soll mich diese firma nehmen wollen, spreche ich die sprache ausreichend gut. ich schätze aber, dass die konzernsprachen alle englisch sein werden. jede firma, egal ob billabong, quiksilver usw. haben auf ihren websites die jobs ausgeschrieben. einfach bewerben.
ich denke, dass höchsten die nähe zum meer interessant ist, weniger die firma. du stehst auf, gehst arbeiten und siehst mit glück zwischendurch die spots. nach oder vor der arbeit eine session einlegen 🙂 klingt eigentlich gut. selbst als lagerist lebt man dann in st. jean de luz, kann sich seine wohnung (wg) leisten und lebt dann eine nette zeit im ausland. musst halt abwägen, ob die nähe zum meer und eine ggf schlechte bezahlung besser ist, als deine leben jetzt, mit freunden, familie, beziehung usw :whistle:
ich glaube, dass höchsten die abteilungen marketing / event / design interessant sind, da ja die kreativität (unter druck) voraussetzen. bist du ein top marketing profi oder designer, kannst du wohl viel geld abstauben, sogar dein gehalt unter, aufführungszeichen, aussuchen. dr. surf hat da schon recht. red bull z.b zahlt extrem wenig, weil sie es als privileg sehen, dass man dort überhaupt arbeiten darf.
hier die aktuellen jobs von quiksilver:
http://ch.tbe.taleo.net/CH02/ats/careers/searchResults.jsp?org=QUIKSILVER&cws=3
2. November 2013 um 22:39 Uhr #140476
Mari-2Mitglied@Peter_Lee danke für deinen post, endlich mal was motivierendes 😀 🙂
ich werd mich einfach mal umsehen und umhören …3. November 2013 um 0:00 Uhr #140477
benniTeilnehmerAm Ende macht doch jeder dass was er für sich als am besten empfindet… und lieber hab ich einen job wo ich weniger verdiene und Spaß dran hab, als einen Job wo man viel verdient aber den ich nicht gerne mache
und es ist mir auch klar dass die Jobs im surfbereich heiß begehrt sind und auch kein zuckerschlecken sind, ich wollte ja nur mal fragen:-D
ich stimme dir voll und ganz zu. wenn man sich für etwas nicht begeistern kann fällt es auch schwer es zu erlernen.
die frage ob guter oder weniger guter, aber spannenderer job stellt sich aber erst garnicht wenn du an letztere jobs garnicht dran kommst 😉
wenn sich die gelegenheit ergeben sollte klar, aber ich denke auf einen job in der surfindustrie sollte man einfach nicht zu verbissen hin arbeiten.je geiler dein job, desto weniger wirst du im wasser sein. lies dir mal den artikel über den chef von label park durch. (aktuelles surfersmag)
3. November 2013 um 23:10 Uhr #140496
AqualifeTeilnehmerHi,
Ich klinke mich hier noch mal ein.
Vielleicht muss man noch mal 3 Schritte zurueckgehen und fragen, warum Du eigentlich in der Surf Industry arbeiten moechtest – wirkliches Interesse am Inhalt (welcher das auch sein mag) hast oder eben, um an einem Ort zu wohnen, wo das taegliche Leben surfen beinhaltet. Das sind zwei ganz unterschiedliche Sachen.
Ausserdem ist auch die Frage, willst Du nur mal schnuppern und eine Auszeit haben oder wirklich einen Beruf in dem Bereich machen und permanent auswandern, auch wieder unterschiedliche Dinge.Es gibt zig Jobs in allen moeglichen Sparten bei Surf Labels, e.g. Sales/Marketing/Produkt Design/Research & Development/Finance/Event Management/Shaping/Film/Journalismus etc etc etc, also waere es schon gut, Dein Interesse zu wissen, um zu helfen.
Die Leute, die wirklich nicht im Buero sitzen, sind der Event Staff/die im Coaching und die Journalisten und Film Crews. Alles andere ist ziemlich buero und nicht reisebezogen oder surfbezogen.
Wenn die Ideee nur ist, ich kriege nen Job bei XYZ und dann wohne ich irgendwo, wo ich surfen gehen kann und in Boardshorts arbeite, dann ist es besser, sich eher einen Job zu suchen, der einen ans Meer bringt, wo man hin will, ob es nun IT-Fachmann in Sydney ist oder Rezeptionistin in einem Resort auf den Kanaren.
Wenn Du am Meer wohnst, wird das Surfen zum Lifestyle, ob Du fuer ein Surf Label arbeitest oder nicht. Es surfen durch die Bank alle Berufe und Altersklassen, egal ob Zahnarzt oder Putzfrau und die Menschen, die am meisten Zeit zu surfen haben, werden am meisten beneidet, ob sie nun bei Billabong arbeiten oder nicht.
Wenn man langfristig am Meer wohnen und surfen will, dann sollte man sich den Job suchen, der eine Kombination aus Spass machen, Bezahlung/Benefits und vor allem FREIE ZEIT bringt.
Es gibt auch viele Firmen, die Zeit einraeumen zum Surfen oder sogar ansaessig sind, wo es Wellen gibt. Ein Kumpel arbeitet als Ingenieur hier an der Sunshine Coast, alle, die da arbeiten sind Surfer und lassen die Bretter im Buero stehen. Mittags werden Streichhoelzer gezogen und were gewinnt, geht surfen. Wenn es 6′ Foot ist, macht das ganz Buero zu. So was gibt’s auch, muss man halt finden.
Ein anderer Bekannter hat als Grafiker einen Job bei einem Portugiesischen Surf Mag gehabt, war toll, aber so schlecht bezahlt, dass er bei Wasser und Brot gerade noch hinkam. Jetzt wohnt er in Berlin, ist selststaendig und surft 3 Monate im Jahr (und isst mehr!).
Ein anderer Freund arbeitet fuer Billabong in J-Bay und bedruckt T-Shirts for 3 Euro Stundenlohn in einer Fabrik. Das Meer sieht er nicht, aber er ist in JBay und kann nach 6 Tagen Arbeit am Sonntag surfen gehen…
Man muss halt suchen, welcher Deckel passt….
Ach ja und mir Kelly Slater quatschen ist wirklich nicht so interessant – er ist zwar der beste Surfer der Welt, aber nicht gerade der Schlauste… 🙂
3. November 2013 um 23:28 Uhr #140497
LizzieTeilnehmerAch ja und mir Kelly Slater quatschen ist wirklich nicht so interessant – er ist zwar der beste Surfer der Welt, aber nicht gerade der Schlauste…
und dabei ist kelly noch mit der intelligenteste unter den pros 🙂
3. November 2013 um 23:42 Uhr #140498
paolopinkelTeilnehmerAch ja und mir Kelly Slater quatschen ist wirklich nicht so interessant – er ist zwar der beste Surfer der Welt, aber nicht gerade der Schlauste…
und dabei ist kelly noch mit der intelligenteste unter den pros 🙂
Das habe ich echt auch schon gedacht. Auch auf Reisen, gerade bei den Aussies habe ich manchmal das Gefühl, dass sie je besser sie surfen umso beschränkter sind sie…Soll nicht heissen, dass sie böse sind, aber einfach langweilig vom Horizont her….
4. November 2013 um 10:31 Uhr #140499
svhaTeilnehmer… naja das liegt doch auf der Hand. mal ganz unabhängig vom Surfen: wenn man irgendwo was bis zum absoluten Top-Niveau erreichen will, gibts keinen Raum für was anderes >> „beschränkt“.
4. November 2013 um 12:14 Uhr #140501
paolopinkelTeilnehmerSurfen ist halt wie Schach, nur ohne Würfel. 😆
4. November 2013 um 12:22 Uhr #36264
svhaTeilnehmer… wir könnten uns ja mal zum Schachspielen treffen – bringst Du die Würfel mit? 😉
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