Start › Foren › Atlantik Europa › Hilfe!Suche Surfspot…
- Dieses Thema hat 27 Antworten sowie 1 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 20 Jahren, 9 Monaten von
Johnson aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
3. August 2005 um 16:08 Uhr #3886
AnonymousGastHallo!
Vielleicht kannst Du mir ja ein wenig weiterhelfen:
Seit ich vor zwei Jahren eine Surfschule (surf-house) in Sagres besucht habe, hat mich das Wellenreitfieber gepackt und bis jetzt nicht wieder losgelassenJ…Leider bin ich bis auf einen 2-wöchigen Surftrip im letzten Jahr nicht wieder dazugekommen. Ich habe jedoch auch gemerkt, dass man während eines so kurzer Trips die eigenen surferischen Fähigkeiten nur schwer verbessern kann. Man braucht 2-3 Tage man sich ans Paddeln (trotz Kraulschwimmen im Schwimmbad) gewöhnt hat, dann gibt’s mal keine Wellen, usw…
Da ich im Moment noch studiere habe ich für mich und mit 2 Freunden beschlossen, dass wir diese Zeit der „Freiheit“ noch für einen 1-2 monatigen Surftrip nutzen möchten, um später auch mal 2 (kurze) Wochen auf anständigem Niveau genießen zu können. Leider bin ich auf der Suche nach einem geeignetem Spot/Land noch nicht viel weitergekommen. Ich habe zwar noch ein Jahr Zeit aber davon zu träumen ist ja fast genauso schön und finanziell kann man wohl nie zu lange davor planen.
Vielleicht hast Du wenn Du meine nachfolgenden „Vorstellungen“ liest, ja den einen oder anderen Tipp oder weißt jemanden anderen der mir weiterhelfen könnteJ…
Zeitraum: zwischen Mitte Juli, August und Ende September (2006), für 1-2 Monate
Meine surferische Fähigkeiten: mit einem Longboard kann ich sicher im Weißwasser aufstehen und der eine oder andere Takeoff in einer kleinen grünen Welle ist mir auch schon gelungen. Habe jedoch nun ein kürzeres Brett (6´10) mit dem ein Takeoff in einer grünen Welle noch nicht geklappt hat.
Wellen: am besten ein Ort mit Beach-Breaks an dem die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es beständig gute „Anfänger Wellen“ gibt. Es wäre auch schön, wenn zum üben die Welle sauber bricht und nicht so ein Chaos wie teilweise am Atlantik herrscht. Aber wenn’s gut klappt darf auch mal ne „größere“ Welle reinrollenJ…
Kosten: Wenn der Flug teuer ist, dann sollten die Lebensunterhaltungskosten möglichst gering sein. Wenn Lebenskosten hoch, dann „billigere“ Anreise…ich weiß billig und teuer ist subjektiv aber es sollte halt den finanziellen Rahmen nicht sprengen. Denke ich könnte je nach Dauer so 3000 Euro aufbringen. Aber umso billiger, umso besserJ…
Länder: Festland Europa (Frankreich, Portugal, Spanien)?, Fuerte Ventura?, Süd-Amerika?, Indonesien?, Hawaii?,…
Würde mich sehr freuen, wenn Du mir nen Rat geben kannst…
Vielen Dank im Voraus.
Viele Grüße
Stefan
3. August 2005 um 16:31 Uhr #52375
nowayGastda findest du ale spots die gehn 😉
3. August 2005 um 16:42 Uhr #52379
wavehunterGastAlter Schwede, 3000 Euro! Da kannste aber in Südfrankreich echt ne Weile verbringen. Und geeignete Spots gibt es doch eigentlich genug dort. Entweder Suchfunktion oder mal die anderen Beiträge genauer unter die Lupe nehmen.
Viel Erfolg!3. August 2005 um 17:02 Uhr #52385
AnonymousGastalso meiner erfahrung nach:
Festland Europa (Frankreich, Portugal, Spanien? -> wirst du in folgenden jahren dann wohl noch zu genüge kennenlernen
Fuerte Ventura?-> die auswahl an beachbreaks ist dort nicht allzu groß
Indonesien? -> auch eher was für fortgeschrittene
Hawaii?-> teuer
Süd-Amerika?-> würde ich dir costa rica empfehlen. sicher, relativ preiswert und viel guter surf.3. August 2005 um 18:42 Uhr #52391
shakin_rogaGastDie Taktik ein bis zwei Monate am Stück zu Surfen und da soviel zu lernen, das man in Zweiwochentrips richtig Spass hat, hat zumindest bei mir nicht funktioniert.
Der erste Fehler war die 6 Wochen Surfen (bei mir nach Uni, vorm Arbeiten)ohne Lehrer ein Jahr nach dem zweiwöchigen Anfängerkurs zu verbringen. Entsprechend ist mir der Durchbruch nicht gelungen (und auch nicht in den nächsten Jahren in den jeweils zweiwöchigen Surfurlauben pro Jahr.
Das ist meiner meinung nach der zweite Fehler. Surfurlaube sollten entweder wesentlich häufiger, v.a. aber länger sein (so ab ca 4 Wochen). Und als Vorbereitung nicht nur schwimmen, sondern auf dem See mit Brett Paddeln.
ich habe daher Ende 2003 gekündgt und bin ein Jahr getravelt (und gesurft) Da ging was voran und jetzt surfe ich in wenigstens einigermaßen kurzen Abständen (mit Paddeltrainings auf dem Badese dazwischen), dass die Lernkurve konstant steigend ist.
Und meine Surfurlaube werden nun auch etwas länger (Ende August geht es mal für 5 Wochen nach Bali/Lombok) und hoffentlich auch häufiger.
Zu den Spots:
Bali und Rest von Indo: (im Sommer zu heftig)
Hawai’i: zu teuer
Australien: Ostküste z.B. die Gegend um Byron Bay wäre mein Vorschlag (warm genug Luft ca. 20 Grad und Wasser ca. 18 Grad) und mit 3000 EUR sollte man gut hinkommen)
Europa ist im Sommer nicht so konsistent und einfach zu voll.Südamerika und Südafrika: da kenne ich mich nicht aus, aber informier Dich dch mal
3. August 2005 um 19:09 Uhr #52394
ksn15GastIn Peru nördlich von Lima gibt es jede Menge schöne und leere Spots. Allerdings ist es vielleicht auch ein Nachteil als Anfänger, wenn keiner zum Aufpassen da ist. Vielleicht könntet ihr aber einen Local überreden euch (gegen Bezahlung) Tips zu geben und zu unterrichten. Die Peruaner sin supernett!
Flug kostet ca. 600 Euro und das Leben dort ist billig.
Viel Spaß, ich bin wirklich neidisch…
3. August 2005 um 21:07 Uhr #52412
TomGasthey hellfish,
wenn Du bis zu 2 Monate Zeit hast dann nutze die vollen 2 Monate und fahr in die Gegend Cote Basque, Pais Vasco, Cantabria, Asturias, Galicia und den Norden Portugals.
Tingel ruhig die ganze Strecke mit nem Bulli ab. Du wirst breaks aller Qualität finden, beachbreaks und das ein oder andere Riff. Gerade im nördlichen Spanien gibt es auch schöne breaks, die nicht gar so voll sind und durch die Nordausrichtung der Küste läuft auch im Sommer eigentlich immer was. Kauf Dir den Stormrider Europe, da findest Du genug Auswahl an passenden breaks beschrieben. Und die Gegend ist auch noch ziemlich spannend.
Der trip wird dich surftechnisch definitiv weiterbringen. Must nur sehen, daß Du auch konsequent auf´s Wasser gehst und nicht zu viel im lokalen nachtleben hängen bleibst.
Viel Spaß beim planenTom
3. August 2005 um 21:55 Uhr #52415
shakin_rogaGastich würde aber schon überlegen, am Anfang nochmal 1 bis zwei Wochen Fortgeschrittenenkurs zu buchen, gerade weil Dein letzter kurs schon lange zurück liegt. Ansonsten gewöhnst Du Dir Fehler an und lernst nicht so schnell. Anschließend bietet sich Toms Vorschlag an (und eben auch konsequent ins Wasser gehen).
4. August 2005 um 0:04 Uhr #52422
JSurfGastKurs ist Geschmackssache. Da muss der Lehrer schon verdammt gut sein damit das was bringt. Mir hat damals der Anfängerkurs so gut wie nix gebracht, mag auch daran gelegen haben, dass das eher eins dieser Party-Camps als Surf-Camp war. 1 Std Kurs am Tag vielleicht noch 1 Stunde so üben, das war mir zu wenig.
Die zweite Woche hab ich mir dann so ein Brett geliehen, war von morgens bis abends auf dem Wasser und schon hats ganz ordentlich funktioniert. Hab dann auch noch etwa 3-4 Jahre mit meinem uncoolen Bic-Anfängerbrett zugebracht, dafür oft viel mehr Wellen bekommen als die Kollegen, die zu früh aufs Kurze umgestiegen sind. roga, ich vermute du hast’s in den ersten 6 Wochen gleich mit ’nem kurzen Board versucht ?
Viele Dinge beim Wellenreiten sind meiner Meinung nach unheimlich schwer theoretisch zu vermitteln, da hilft nur selber ausprobieren
1-2 Monate, da geht doch was! ‚Time on water‘ ist entscheidend !
Regelmässikeit ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg aber eben nicht ganz so leicht umzusetzen4. August 2005 um 10:19 Uhr #52432
hase2Gastalso bei einem zeitraum von 1-2 monaten und einem budget von bis zu 3000 euro bist du eigentlich recht flexibel, was die ziele betrifft.
was die vorbereitung betrifft, kann ihc mich meinen vorrednern nur anschliessen.
am besten erstmal bei amazon den stormrider guide europe und bei bedarf auch world kaufen.
das sind so die standartwerke, wenns um surfspots und travel geht. spots, reiseinformationen und grobe kosten wreden da für so ziemlich jedes land erläutert. wenn dann n paar ziele in der engeren auswahl sind, mal auf wannasurf.com informieren.ansonsten kann ich dir empfehlen, so viel zeit wie irgend möglich auf dem wasser zu verbringen. seis holland, sylt, ostsee oder n schnöder baggersee.
paddeltraining spart dir im urlaub nämlich ne menge zeit, wiel du schon fit bist und nicht erst die muskeln aufbauen musst. grade bei den breiteren brettern benutzt man doch etwas andere muskeln, als beim schwimmen. daher bringt schwimmen nur bedingt was. (imo)wenn du noch fragen hast, schiess los.
4. August 2005 um 14:51 Uhr #52445
shakin_rogaGast@JSurf
ne hab mir nach dem Kurs brav ein 7’8 Minimal geholt. Ich behaupte nicht, dass ich keine wellen bekommen habe, aber ich habe es eben nicht geschafft den Bewegungsablauf sozusagen ins Blut zu kriegen. Natürlich gab es dann auch einige Flat Days falsch Spots (v.a. zu volle Spots mit zu vielen besseren Surfern). So kam eines zum anderen.Bei meinem Tip mit nem Kurs ging es primär nicht um die theoretische Vermittlung Bewegungsabläufe, sondern, dass man jemanden hat der einen beim üben beobachtet und einen auf Fehler hinweist. Eine Alternative zum Surfkurs seine eigenen Fehler zu entdecken ist sich filmen zu lassen. Da erkennt man meist auch selbst seine Fehler.
Und es geht wirklich nichts über üben,üben, üben. Durch ne gute Vorbereitung zu Hause (Paddeln auf nem See, allg. Fitness) kann man auch schon vorher was tun, um dann im Urlaub selbst wirklich lange auf dem Wasser sein zu können. Und Spots suchen, die nicht so voll sind, die Qualität der wellen ist am Anfang weit weniger entscheident als die QUANTITÄT.
4. August 2005 um 16:07 Uhr #52451
AnonymousGastHey Dudes!
Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!
Der eine oder andere hilfreiche Tip war ja schon dabei:-)…vorallem das mit dem auf dem See paddeln. Im letzten Trip in Portugal habe ich ungefähr 3 Tage verloren meine Muskeln ans Paddeln zu gewöhnen. Bei nur 2 Wochen Zeit ist das irgendwie blöd…
Auch die Idee mit nochmal ne Woche „unterricht“ zu nehmen find ich auch nicht schlecht. ich denke nach 2 Jahren Abstand zur Surfschule hat sich doch die eine oder andere schlechte „Angewohnheit“ eingeschlichen…nur ne Woche Kurs find ich echt zu lang. Man bräuchte nen Art „Privatcoach“ für 1-2 Tage. Nur ob das zu zahlen ist???
Nochmal zurück zum Spot/Land:
Ist das nicht so, dass man als Anfänger sich möglichst lange an einem Spot aufhalten sollte, um nicht jeden Tag stundenlang mit neuen Bedingungen beschäftigt zu sein bis man die Wellen erwischt oder gehört das zum unbedingt notwendigen Lernprozess auch für Anfänger???Was mich sehr z.B. in Portugal gestört hat, dass die Strände vorallem in der Ferienzeit der Einheimischen total voll waren und einen das schon sehr am üben gehindert hat. Braucht man da einfach mehr selbstvertrauen oder ist Spanien, Frankreich, Portugal einfach im Sommer der falsche Platz zum üben?
Also doch eher in Richtung Südamerika…???
Ach ja, ist mein 6´10´´x19 1/2´´x2 3/4 Brett für einen „Anfänger“ einfach zu klein??? Ist ein tolles, hand geschaptes Brett!Habe es geschenkt bekommen und würde mir nur ungern ein anderes zu legen…nur es hat mir schon einige Schwierigkeiten allein beim „Wellen-Catchen“ bereitet…
Grüße
Stefan
4. August 2005 um 16:33 Uhr #52454
TomGastHey Stefan,
behalte Dein kurzes Brett, vielleicht wirst Du es am Ende der 2 Monate schon fahren können.
Leg´ dir aber auf jeden Fall ein longboard zu. Hilft am Anfang ungemein und wird Dir auch mit größerem können in kleinen Wellen noch Spaß machen.
Zu den spots: Galizien ist so leer wenn Du Dich ein bischen von La Coruna entfernst, daß Du Dir öffters mal ein paar Mitsurfer wünschen wirst. Auch an der Küste zwischen Galizien und dem Baskenland / Frankreich finden sich unzählige nicht überfüllte spots. Check z. B. mal Playa Laga, ein Stück nördlich von der Flußmündung von Mundaka. Bestens zum Anfangen und Üben geeignet.
Es ist sicherlich gut, nicht jeden Tag an einem neuen spot rauszupaddeln, wenn man den maximalen Lernerfolg haben will. Aber die beachbreaks sind an sich bei kleinen Wellen immer ähnlich und wenn Du das Maximum an Wellenzeit rausholen willst, hilft es schon, sich ein bischen zu bewegen. Nur so hast Du ´ne chance, das jeweilige Optimum aus Wellen- und Windrichtung sowie Tide herauszuholen.
Ach ja, wegen crowds. Früh aufstehen hilft sehr. Meistens noch cleane Bedingungen und kaum Leute im Wasser.4. August 2005 um 17:00 Uhr #52457
JSurfGast@Roga guter Roga, braver Roga 😉
Stichwort Strandauswahl. Es ist eher sinnvoll länger an einem Strand zu bleiben da man sich doch an die Wellen dort gewöhnt und jeder neue Spot bedeutet dass man die Wellen dort neu kennenlernen muss Du brauchst auch am Anfang keine Super-Spots mit ewig laufenden Wellen, du wirst das Potential eh nicht nutzen können ausserdem werden Dir die ganzen guten Surfer die Wellen wegschnappen. Also lieber an einem etwas „schlechteren“ Spot mit weniger Leuten gehen. Langsame nicht ganz so sauber brechende Wellen sind häufig einfacher zu surfen als perfekte hohl brechende Granaten.
5. August 2005 um 13:54 Uhr #52516
hellfish89GastHey Stefan,
behalte Dein kurzes Brett, vielleicht wirst Du es am Ende der 2 Monate schon fahren können.
Leg´ dir aber auf jeden Fall ein longboard zu.Hey Tom, danke für Deine Tipps!
Wie „long“ soll denn ein Longboard sein? Ist dann nur blöd die ganze Zeit 2 Bretter durch die Gegend zu schleppen, bei Flügen doppelten Preis zu zahlen, usw…
Habe mit dem kurzen Brett einfach das Problem, dass die Füße nicht mehr (wie in der Surfschule gewohnt) hinten auf dem Brett liegen und man diese beim Aufstehn nicht mehr als Schwung Hilfe benutzen kann…gibts da nen Trick?Gruß Stefan
5. August 2005 um 15:14 Uhr #52527
shakin_rogaGastKlar sind mehrere Bretter unhandlicher auf Trips. Das Flug(preis)problem lässt sich durch Doppel- oder Tripleboardbags lösen, weil meistens zahlst Du pro Tasche, ansonsten erzähl einfach, es wäre nur ein Brett drin.
Wie lang Dein langes Brett sein soll, hängt von Deinen Wünschen ab. Longboarden ist halt auch ein ganz anderer Stil.
Bezüglich Aufstehen auf nem Shoartboard gibt es einen Trick:
Muskeltraining. Du musst beim Shoartboard die ganze Kraft für die Aufstehbewegung aus den Armen holen. Ich mach das aber auch beim längeren Brett genauso, ansonsten besteht die Gefahr, das man mehr aufkrabbelt, als aufspringt.5. August 2005 um 15:24 Uhr #52530
hellfish89GastIch hab das grad mal auf dem Fussboden ausprobiert…wie soll man den bitte 80kg nur aus den Armen so in die Luft katapultieren, dass man mit beiden Beinen auf dem Brett steht 😯 ???
5. August 2005 um 15:28 Uhr #52531
hase2Gastüben 🙂 die bewegung muss sitzen.
die aufstehübungen am strand (oder zuhause) sind im übrigen viel schwieriger.
im wasser drückst du dich ja nicht hoch (nur n bisschen) sondern das brett runter.
als shortboarder machste ja eh ehr n dropin als dass du die welle angleitest.
und beim longboard liegt das brett ja schief und du rutscht die welle runter. da drückste dich mehr nach vorne ab, als nach oben.ausserdem sollste ja nicht kerzengrade stehen, sonder erstmal tiiiiieeeeeeef in der hocke.
5. August 2005 um 15:48 Uhr #52535
hellfish89GastDann bin ich ja beruhigt…aufstehn üben auf dem Zimmerboden macht einen ganz schön fertig 😳 ,puuh…!!!
Außerdem tut Sand oder Wasser bei Fehlversuchen nicht ganz so weh wie so nen Parkett Boden 😆 …
Ach da hab ich noch ne Frage zum Thema „sich auf nen Surftrip vorzubreiten“:
Soll man auch Tauchen und die Luft anhalten üben oder reicht einem die Luft bei nem wipeout in 1-2m Wellen normalerweise von alleine???
5. August 2005 um 16:04 Uhr #52540
AnonymousGastDu musst Dir das so vorstellen, dass das Brett untere Dir durchrutscht und dann das Board in der Welle ja nach unten geneigt ist und dDu somit nicht Deine gesamten 80Kg nur aus den Armen einen Meter hoch katapulieren musst, aber übe das zu Hause, hilft den Bewegungsablauf zu automatisieren und hilft beim Muskelaufbau. Jeden Tag 2×15 Wellen trocken üben und es klappt auch im wasser 😀
5. August 2005 um 16:34 Uhr #52542
shakin_rogaGastneben der rein theoretischen „Luftanhaltdurchhaltzeit“ ist entscheident ruhig zu sein. In Panik brachst Du ein vielfaches an Sauerstoff. Blöderweise verleitet einen ein Wipe out sehr schnell zur Panik. Du mußt Dir das so vorstellen, jemand verbindet Dir die Augen (tief unter Wasser ist es dunkel) und Du wirst hinundhergeschupst in allen Richtungen. Das allein ist schon unangenehm und jetzt stellst Du fest. Du hast nicht nur keine Ahnung mehr wo oben und unten, hinten und vorne ist und v.a. hast Du keine Ahnung wie lange Du schon unter Wasser bist, i.d.R. bei weitem nicht so lange wie Du denkst, aber da ist die Panik schon in fortgeschrittenem Stadium.
Darum habe ich mir angewöhnt konsequent mitzuzählen. Hatte mal einen Wipe Out, da bin ich gerade mal bis 10 gekommen, aber schon paar hundert Meter unter Wasser weitergespült worden. Wenn ich die Dauer hätte schätzen müssen, hätte ich mindestens ne Minute gesagt.
5. August 2005 um 16:45 Uhr #52545
hellfish89Gastalso nicht üben??? Bis 10 sollte man ja wohl mit ner gesunden Lunge die Luft anhalten können:wink: …oder doch üben??? wenn man die gefahr bedenkt alle Luft aus Panik kurz davor auszuatmen oder ausversehen Wasser zu schlucken??? Ich mein, in meiner noch kurzen Surferlaufbahn hatte ich wohl ein paar Wipeouts in relativ kleinen Wellen und hab schnell Panik bekommen! Gibts da nen Trick (außer zählen) dagegen? Oder ist das reine Sache der eigenen Psyche!?
5. August 2005 um 16:53 Uhr #52546
shakin_rogaGastDoch üben, aber nicht auf dem Sofa, der Badwanne sondern am besten in möglichst chaotischer Umgebung. Im Schwimmbad schaffe ich ne Minute (wenn ich auf die Uhr schaue), wenn nicht schon deutlich weniger, weil ich halt einfach weiss, ne Minute geht und dann geht es auch.
Die Zählmethode ist da lange nicht so effektiv, und erst recht nicht im Vollwaschgang einer Welle.
Neben der reinen Ausdauer unter Wasser eben die Panikbekämpfung trainieren.
5. August 2005 um 16:57 Uhr #52547
hellfish89GastAch so, jetzt habe ich schon das Wasser in die Wanne eingelassen 😆 😆 😆 …
5. August 2005 um 16:58 Uhr #52548
JohnsonGastmoin!! extra luftanhalten ist in kleinen wellen meist nich so wichtig. da wirst du ja nich so tief runtergedrückt. da ist es viel entscheidender, dass du deinen kopf vernünftig mit den armen schützt, auch beim auftauchen nach deinem wipeout. so ein board kann auch in kleinen wellen bei nem wipeout ganz schön rumfliegen. und so ne finne im kopf tut ja nich so gut. und den kopf schützen bringt gleich auch noch was für die psyche. fühlst dich einfach sicherer. außerdem bringts auch was gegen angst, wenn du dir die wellen vorher (am besten von ner seebrücke, mole etc.) mal anguckst um zu sehen dass die echt nich soo groß sind, wie sie vom wasser aus aussehen. mfg, Johnson
5. August 2005 um 17:13 Uhr #52550
AnonymousGastDa hast Du wahrscheinlich Recht! Das Problem liegt wohl als Anfänger eher bei den durch die Luft fliegenden Bretter…waren letztes Jahr in Arifana/Portugal wo relativ kleine grüne Wellen zum üben reingelaufen sind. Nur diese Dinger sind total hohl in sehr flachem Wasser gebrochen, so dass der Gedanke sich bei jedem Fehlversuch (was desöfteren passiert) den Kopf am Boden oder am Brett anzuhauen schon sehr den Enthuasmus gebremst hat. Irgendwie braüchte man als „fortsgeschrittener“ Anfänger am besten sauber flach brechende grüne Wellen im tieferen Wasser!Nur wo gibts die???
5. August 2005 um 17:21 Uhr #52552
JohnsonGastgibts doch eigentlich überall.. muss man eben nen stück rauspaddeln. richtig nah am ufer wenns richtig flach wird is ja klar dass da der shorebreak reinknallt.
14. August 2005 um 15:53 Uhr #3887
AnonymousGastAlso ich hab selber in Südafrika während meines Auslandssemesters surfen gelernt, und kann das auch sehr empfehlen. Hab zuerst in PE (Port Elizabeth) gelernt, weil dort meine Uni war. Sind dort auch gute Anfängerbedingungen, nicht zu groß. Für später würde ich dann auf jeden Fall Jeffrey’s Bay empfehlen, ist gar nicht so weit und sicher jedem Surfer ein Begriff. Musst ja nicht gleich Super Tubes surfen (hab ich auch nicht gemacht), gibt auch ein paar nette Beachbreaks, oder Point hat zwar Riffe, ist aber trotzdem recht Anfängerfreundlich (trotzdem wegen Stürzen und rein- und rauslaufen langer Wetsuit und Booties zu empfehlen). Flüge nach Südafrika kosten zwar ca 800 €, aber Leben dort ist relativ billig, und Material ist auch vergleichsweise kostengünstig. Hab auch schon von welchen gehört, die in J’Bay ein Board gekauft haben, und es in Deutschland zum doppelten Preis weiterverkauft haben (halt auch weil Jeffrey’s Bay draufsteht). Wär also auch eine Überlegung, falls Du Dir ein Longboard zulegen willst, dass Du dann hinterher nicht behalten möchtest…
Achso und in PE hatte ich zum Ende hin Einzelunterricht bei Josh, für umgerechnet nicht ganz 20 € für 1 1/2 Std. Finde das ziemlich günstig, und hat mir auch viel gebracht. Der ist echt total nett und motiviert. Könnte Dir die Nr. geben, falls Du hinfahren möchtest 😉 So einer hat mir für J’Bay leider gefehlt, hätte mir dort glaub ich noch mehr gebracht! Er wollte eigentlich immer mal mit nach J’Bay kommen, hat aber leider nicht mehr geklappt, da er sein Auto noch nicht hatte…
Stimme jedenfalls auch zu, dass es für den Anfang besser ist, wenn man sich erstmal richtig an einen Spot gewöhnt, weil Du dann dort viel mehr Wellen kriegst, wenn Du den Spot lesen kannst, und weißt, unter welchen Bedingungen die Wellen wie brechen.
Zu den Wipe-Outs: Ich weiß, dass ich 1 1/2 Min. die Luft anhalten kann, das gibt mir schon viel Sicherheit, da man länger sicher eh nie unter Wasser sein wird. Neige aber eh nicht so dazu Panik zu bekommen. Aber noch ein Tip bei Richtungsverlust: 1. das Board schwimmt ja an der Oberfläche, also ist dort wo die Leash hinführt oben. 2. (nur zur Beruhigung) Du bist wie ein Korken im Wasser, tauchst also irgendwann von alleine wieder auf. 3. Hab auch schon gehört, dass zählen und Augen offen halten gegen Panik hilft.Südafrika ist auch ein tolles Land, auch Klima-mäßig angenehm. Obwohl dort natürlich um die Zeit Winter wäre… Fällt mir gerade so ein. Da sind die Wellen auch noch größer.
Wünsch Dir jedenfalls viel Spaß und Erfolg, egal wo Du hinfährst!
Lg, Katrin
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
