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hannes aktualisiert.
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15. Juni 2006 um 12:09 Uhr #7347
AnonymInaktivMoin!
Also ich habe folgendes Problem: Ich surfe schon recht lange und – wie ich finde – mittlerweile auch annehmbar gut (= sicheres fahren in fast allem, was spanien im herbst an surfbarem swell abbekommt, sichere turns, fs/bs floater, kleine ollies/airs,…). Bisher hab ich immer im urlaub gebrauchte boards (shortboard zw. 6.1 und 6.3 Foot) gekauft, die sich dann je nach glück mal als besser und mal als schlechter geeignet herausgestellt haben. Da ich immer ein billiges Gebrauchtes genommen habe, musste ich mir noch nie über material gedanken machen. Dieses Jahr möchte ich mir aber unbedingt ein neues Brett kaufen, undzwar eines, dass zu mir passt. Ich hab aber genau garkeinen Plan von Material.Ich bin 195cm groß und wiege ca 95 Kilogramm. Ich fahre (s.o.) eher technisch und in (s.o.)“normal-großen“ Wellen. Wenn ich mit Boards Probleme hatte, dann haben sie mich meistens nicht gut getragen, d.h. paddeln war ne qual und ich war trotz pushen immer sehr langsam in der welle, ausserdem konnte ich wellen, die kleiner als 1m waren, quasi nicht surfen.
Hier also nun die Frage: Auf was für ein Board gehöre ich? was sind die entscheidenden kriterien, auf die ich beim kauf achten muss? und warum?Mit allerbestem Dank im Voraus für eventuelle Antworten und dem freundlichsten Gruß überhaupt!
oldschool_joe15. Juni 2006 um 12:57 Uhr #64412
holidayGastdie boards zw. 6’1 und 6’3 hast du wohl gefahren als du noch am heranwachsen warst.
wir haben ungefaehr die gleichen masse. ich wuerd dir zu einer standardschnitte um die 6’10 raten. dabei aufpassen, dass das board kein gun ist oder eher in richtung minimal geht. shortboards in der groesse von der stange zu bekommen, ist nicht ganz leicht, da die nachfrage doch sehr begrenzt ist. also im zweifelsfall shapen lassen.
mal rein aus interesse, was fuer eine wetsuit nutzt du?
15. Juni 2006 um 13:35 Uhr #64416
oldschool_joeGastalso erstmal besten Dank für die schnelle Antwort. Ich hab einen Ripcurl Mittelklasse Wetsuit Stärke 3.2. Allerdings friere ich auch echt selten, und wenn, dann an den füssen. Kommt also vor, dass ich an der Westküste von Spanien in Shorts, Lycra und Booties reingehe (gibt auch style-points!!! :-), der wetsuit ist nur für ganz fiese tage oder sehr lange sessions, und da reicht er auch voll aus. achso: falls du wegen der Größe gefragt hast: Xl, und sitzt top.
aber nochmal zum board: ehrlich gesagt bin ich das letzte 6.1er Board im letzten Jahr gefahren(sprich: voll ausgewachsen), und das gehörte auf jeden fall zu den boards, auf denen ich mich am wohlsten gefühlt habe. ich hab auch zwischendurch das 6.10er von nem Kumpel probiert. Klar, man bekommt mehr und kleinere Wellen, aber es ist krass unwendig und recht schwer, ollies gehen bei der größe fast gar nicht mehr, und schnell in der welle war es auch nicht, weil es eher träge beschleunigt hat, auch beim anpaddeln. also insgesamt fast minimal fahreigenschaften, und auf die stehe ich überhaupt nicht. Das kam mir vor, wie mit nem downhill-long(skate)board in ner minirampe zu fahren. Ausserdem waren bei dem Auftrieb die Dives echt bescheuert. das einzige was echt besser war, war das catchen von kleineren wellen.
Muss das Board denn automatisch größer sein, wenn der fahrer größer bzw. schwerer ist?lG.
oldschool_joe15. Juni 2006 um 14:17 Uhr #64417
holidayGastein durchschnittsshortboard ist meist um die 5 inch laenger als ein normal gebauter surfer. kuerzer als der surfer selbst, faehrt den stick noch nicht mal einer auf der tour – hier im detail nachzulesen: http://64.78.18.131/asp2005/2006profiles.asp?ID=1&rfilename=Slater,Kelly&rname=Slater,Kelly
(und dabei immer bedenken, dass 12 inch ein ft sind)jo, hab wg. der groesse gefragt. hab mir gerade eine ripcurl xxl gekauft und die ist eigentlich ein tick zu klein. such dementsprechend nachwievor nach etwas passendem.
16. Juni 2006 um 8:56 Uhr #64439
SchwalbsterGastHi Oldschool Joe,
keine einfache Angelegenheit. Surfboards bestehen aus vielen Designvariablen! Und im Endeffekt ist natürlich persöhnlicher Geschmack entscheident. Denn 6,1 und 6,3 ist schon ganz schön kurz bei deiner Grösse und Gewicht, aber gut, alles fahrbar, wenn der Rest passt! Was in deinem Fall bestimmt ein guter Anfang wäre, wenn du dir deine alten Boards mal genauer anschauen könntest (falls du noch irgendwie Zugang zu den Boards hast) und dann diejenigen die dir gefallen haben, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Zuerst die Maße checken (stehen meistens drauf), Länge, Breite, Dicke wenn du Glück hast auch noch breite je einen Fuss von der Nose und vom Tail. Das bestimmt schon mal in etwa das Volumen und Shape. Und dann kommen noch die Designfeatures dazu, die bei deinem hohen Level auch schon eine ganz schöne Rolle spielen könnten. Rockerline, Tailform, Bottomshape, Railshape, Finnensetup usw..Check das mal ab und dann könnte man weiter sehen!?
16. Juni 2006 um 10:13 Uhr #64440
oldschool_joeGastokidok, die maße sind selbst bei meinem öetzten board fast nicht mehr rauszukriegen, weil der shaper ne sauklaue hat und die einzige reperaturstelle sich bei den massen befindet 🙁
dafür ist dieses letzte board auch dasjenige gewesen, mit dem ich am besten zurechtgekommen bin. alle anderen waren größer (bis 6.6), waren aber auch in deutlich schlechterem Zustand und das größte (mein erstes shortboard) war wohl irgendwie eher auf big waves oder aber sehr kräftige wellen ausgelegt hat man mir gesagt. es war mit 6″6′ recht groß, aber super dünn und hatte gefühlt höchstens so viel auftrieb wie mein letztes 6.1er board.
SO. hab mal versucht, die maße von dem 6.1er zu entziffern.
Da steht sowas wie 7/2 oder 712 oder 112, dann 6’1″ (ist klar), dann 18′ 1/16, dann 2′ 8/16.
Zu allen anderen fragen: keine Ahnung! Tail ist wie im BIld („abgerundete gerade Kante“)
und ich hab drei finnen. Mehr kann ich nicht sagen, weil ich nicht weiss, was rockerlline, tailform, bottomshape und finnensetup genau meint, oder wie ich das volumen rauskriege. Wie gbesagt: kein plan von material.
wie genau wirken sich denn volumen und shape aufs fahrverhalten aus? (mehr volumen = mehr auftrieb vermute ich mal 🙂 ?Wenn es nach meinem persönlichen Geschmack ginge, hätte ich mir dieses jahr ein 6’1″er geholt, das etwas mehr volumen als mein altes hat (ich hätte darauf geguckt, dass es ezwas breiter und etwas dicker ist). nach euren freundlichen sachkundigen antworten ist dieser plan erstmal auf eis gelegt 🙂
bei einem neuen, besseren plan bräuchte ich aber noch etwas mehr hilfe.liebe Grüße
16. Juni 2006 um 11:48 Uhr #64448
T.R.Gast*** bye ***
16. Juni 2006 um 12:40 Uhr #64450
SchwalbsterGastHey Joe (!!)
Da schliess ich mich TR an! Das ist der Weg! Du brauchst nicht alles über Boards zu lernen um zu wissen was du möchtest! Finde einen guten Shaper, rede mit ihm, zeig ihm dein Board usw. Testen ist natürlich super! Und der sollte dir dann was optimales für dich bauen können.
7/2 oder was immer ist bestimmt Seriennummer oder Datum oder so was.
18 1/16 ist die Breite, 2 8/16 die Dicke in Inch. So ein Tail nennt man Rounded Square Tail und ist eine feine Sache weil grosser Einsatzbereich!Rockerline ist die Kurve der Brettunterseite und hat sehr viel mit Fahrverhalten und Paddeleigenschaft zu tun! Kurz: Mehr Rocker>Board wendiger, schlechter Paddeln und umgekehrt, Rockerline flacher, Board schneller, aber weniger wendig. Aber jetzt nicht verwirren lassen: Ist die Rockerline schön abgestimmt, kann dein Board schnell, wendig und gut zu paddeln sein! Schöner Widerspruch oder?
Tailform haste ja! Und Bottomshape kannst du sehen, wenn du das Brett auf die Nose setzt und dann von hinten die Unterseite entlang schaust, ob es einfach ganz gerade flach oder ob da eventuelle Wölbungen oder ein sogenanntes V (in der Mitte am höchsten zu den seiten gerade abfallend) oder soagr eine Kombiantion aus den Shapes ist. Finnenset Up heist die Position der Finnen auf deinem Board und das Shape der Finnen selbst, brauchst du dir keine Sorgen drum zu machen, das wird vom Shaper (oder Boardfimra) eh auf das Board abgestimmt.
Und ansonsten ist dein persöhnlicher Geschmack ja schon gar nicht so schlecht. 6.1 mit Tacken mehr Volumen durch Breite und Dicke klingt nicht verkehrt. 2 Inch länger schaden auch nicht.
Falls du tiefer in die Materie eintauchen möchtest ist das hier ein gutes Buch:Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
16. Juni 2006 um 13:46 Uhr #64452
holidayGastgute uebersicht ueber unterschiedliche boardtypen und empfohlene masse findest du hier:
http://www.diversesurf.com.au/models.php
bin von den boardmassen her sehr erstaunt – sicher, dass die so stimmen? bspw. wuerde man 2 8/16 eher als 2 1/2 schreiben. ich habe mal notgedrungen uebergangsweise ein 6’4er gefahren, was noch 0.25 inch breiter war. da schaut dann fast nur der kopf aus dem wasser, wenn man im line-up sitzt. viel zu kleinen fuer meinen taste. 😆
16. Juni 2006 um 14:11 Uhr #64453
SchwalbsterGastDiverse ist echt klasse find ich, hatt ich auch schon mal gesehen. Was der Typ an Designs (optisch) zaubert find ich sehr geil! Schöne Kunst!
Ha, 2 8/16 hab ich nicht ma drüber nachgedacht! Joe, waren es evtl. 9/16? Weil wär wirklich komisch.16. Juni 2006 um 14:32 Uhr #64455
holidayGasthab beim lesen eher an 2 3/16 gedacht – 2 1/2 waer schon ganz schoen dick fuer ein 18 1/16 breites board. auf der anderen seite wird das board dadurch noch kleiner 😯
jo, diverse ist eine feine geschichte. haett mir da neulich fast einen fish machen lassen (war mir aber einen tick zu teuer – kostet A$640). der typ ist 1a drauf und kennt sogar die flusswelle in muenchen.
16. Juni 2006 um 19:39 Uhr #64462
oldschool_joeGastOkidoki: Allerbesten Dank an alle für die Zeit und die Mühe!!! Ich glaub, ich bekomme so langsam ne bessere Übersicht.
Aber es geht weiter:
Warum sollte ich mir einen Fish kaufen (oder: warum sollte ich mir keinen kaufen)?
Wo sollte ich mir mein Board kaufen ? Urlaub oder Deutschland (=Berlin oder Göttingen oder Oldenburg)?
Sollte ich eins „von der Stange“ nehmen, oder mir eins shapen lassen?
Sollte man lieber ein „allround-board“ (=kompromiss für kleine und größere wellen) oder eher gleich zwei boards (eins für 150cm+ und eins für 149- Wellen) haben?
diverse klingt gut. Kann mir eventuell jemand mal n konkreten und kurz begründeten vorschlag für eines der shapes machen? Ich fühle mich vom Angebot und den Optionen und den bewerbenden Texten ein wenig erschlagen.Oh Mann, bin ich doof 🙂
liebe Grüße an alle!16. Juni 2006 um 21:05 Uhr #64465
KaltduscherGastAlso, der Vorschlag, Dir einen Shaper Deines Vertrauens zu suchen, kommt mir schon ganz gut vor.
Bei Deiner Könnensstufe darf es ja auch schon ein Board sein, was ein paar Jahre benutzt werden soll von Dir, da nicht so große Sprünge im Können zu erwarten sind.
Da fällt mir z.B. Tomahawk-Customs in der Nähe von Kiel ein (guck hier mal bei den Links), die beraten einen, wenn man Interesse hat, sich sein Board dort bauen zu lassen, wie alle Shaper, und haben auch die Sandwich-Epoxy-Bauweise für vertretbares Geld im Petto, was für Dich von Leistung und Haltbarkeit denke ich kein rausgeschmissenes Geld ist.Mit einer anständigen Beratung vom Shaper und einem für Deine Könnensstufe+ Kleiderschrankmaße angpaßten Board bist Du bestimmt besser dran, als mit nem Board von der Stange. Vorteil, es in D’land bauen zu lassen, ist weniger Zeitstress als im Urlaub+ einige Boardschmieden, die nicht nur die antike PU-Schaum/Polyesterbauweise anbieten.
Meine Meinung17. Juni 2006 um 14:05 Uhr #64481
SchwalbsterGastIch persoehnlich denke, ab einem gewissen Level (also ab deinem schoen ganz bestimmt), macht es definitv Sinn so langsam mehr als ein Board zu haben! Da laesst sich einfach bei den jeweiligen Bedingungen mehr Spass haben! Ich liebe mein 6′ Fish in kleinen Wellen, wo ich mit meinem 6’6 Shortboard schon kaempfen wuerde! Und mein Fernziel ist es ein nettes Quiver mit noch nem Egg, Retrofish, Roundtail Shortboard usw. zu haben.
Ist doch eine geile Sache verschiedene Rides zu haben!Tomahawk waer schon mal einen gute Idee http://www.tomahawk-customs.de/
hab auch schon mal mit ihm telefoniert und er ist ein netter Kerl!23. Juni 2006 um 19:30 Uhr #64668
hannesGastich werde nicht so ganz schlau aus deinen angaben…
aber du solltest dir dann auf jeden 2 verschiedene shortboards holen:
für kleine (30-150cm) wellen n 6’1-‚4, breit so um die 19+, und so 2nhalb dick+, swallow oder square tail.
für grössere wellen (1,5-2,5m) eigentlich das gleich nur n tacken schmaler 18nviertel oder so und auch so 2nhalb dick oder dünner und round tail oder so.
ich wiege 70kg und fahre ein 6’0. 18nviertel breit und 2 drei achtel dick oder so was.
von daher kann ich mir kaum vorstellen wie du auf soeinem brett flüssig fahren kannst mit 25 kilo mehr. profis fahren solche bretter auch mit 85kilos aber das ist dann die grenze, behaupte ich jetzt einfach mal.
mein tip kauf n brett von einem grossen shaper und teste vorher mal n paar bretter
24. Juni 2006 um 18:44 Uhr #7348
oldschool_joeGastErstmal wieder allerliebsten Dank für all Eure Mühen bei den ausführlichen Antworten. Ein letztes Problem hab ich dann noch.
Mir scheint es am besten zu sein, mir ein(oder zwei) deutsche Custom(s) zu kaufen. Aber die kann ich dann ja vorher garnicht testen. Bei Shapern in Spanien hab ich n bisschen Angst, dass die Kommunikation an meinem schlechten Spanisch bzw. dem dort verbreitetem Nicht-Englisch-können scheitert. Man kann sich ja mit händen und füssen, „spanisch“ und „englisch“ irgendwie verständigen, aber ob ich da ein präzises Gespräch über meine Wünsche führen kann…? Ausserdem hab ich irgendwie die Befürchtung, dass man dort evtl. spezielle Touri-Konditionen (mehr Geld für weniger Quali) bekommt. Was denkt Ihr?
Grüße,
oldschool_joe -
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