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26. Juli 2011 um 5:50 Uhr #27852
AnonymInaktivHi,
meine Freundinn und ich (beide mitte zwanzig) fahren Anfang August runter nach Toulouse und möchten danach weiter an die Antlantikküste um das Meer zu sehen!
Bei dieser Gelegenheit würde ich mir gerne einen Traum erfüllen und endlich mal auf einer Welle reiten dürfen.Nach Toulouse werden wir gefahren, danach gehts weiter mit dem Bus oder es wird getrampt.
Vielleicht kann uns jemand von euch einen günstigen Campingplatz empfehlen und einen Strand an dem man sich Boards leihen kann. Optimal wäre es, wenns ein ruhiger und kein überfüllter Touristenstrand ist.
Ich fahre seit zehn Jahren Skate-/Longboard und bin der Meinung auch ohne Surflehrer nach einiger Zeit eine Welle erwischen zu können.
Was meint Ihr dazu?Vielleicht ist jemand dort zu dieser Zeit selber unterwegs…
Wir sind jedenfalls für jede Hilfe dankbar!
MFG
26. Juli 2011 um 9:23 Uhr #125033
surfberndGastHi,
generell eine gute Idee, aber das mit den günstigen Campingplätzen könnt ihr in der Hochsaison meiner Ansicht nach knicken. Boards leihen kann man überall, ist ja nicht so als ob Surfen jetzt der neue Underground-Sport wäre. Eigentlich gibt es sogar auf fast jedem – ausser den Camping Municipals – eine Bude mit Boardverleih oder eine angeschlossene Surfschule.Die Übertragbarkeit von Skate/Longboard/Snowboard auf Surfen stelle ich generell in Frage… Ist ja nicht so, dass man dann den Take-Off sofort kann und sich dann erstmal auf Airs konzentrieren kann. Macht schon Sinn zumindest einen Schnupperkurs zu besuchen, gibt halt viel was man verpeilen kann (Trim, Beine auseinander, Timing, Surfetiquette, bla).
Es ist garantiert „jemand“ zu dieser Zeit dort unterweg und zwar von morgens bis abends an jedem Peak und bei jedem noch so kleinen Swell.. 😉
Trotzdem viel Spass!
Gruß,
Bernd26. Juli 2011 um 10:46 Uhr #125034
suddenGastbei einem Surfkurs wäre m.M. nach das wichtigste:
Surfetiquette, Strömungen, Rip Currents, Wellenverhalten, Tides also mehr die allgemeinen Basics und Gefahren des Ozeans.
Erst anschließend geht es um Bewegungsabläufe die ihr euch nicht von Anfang an falsch aneignen sollt sondern unter Aufsicht.
Du kannst natürlich ohne Surflehrer anfangen surfen zu lernen. Lass dich aber bitte von einem erfahrenen Surfer aufklären über Tides, Rip Currents, Strömungen allgemein und vor allem die Surfnetiquette, also Vorfahrt, wo man rauspaddelt um niemanden zu gefährden wie man sich verhält wenn ein großes Set anrollt etc. und dann natürlich noch so kleinigkeiten wie richtig paddeln, duckdive, turtle roll etc. und wichtig ist auch, dass ihr locals vor Ort über die örtlichen Gegebenheiten befragt. Also nach Strömungen speziell an dem Tag, die Beschaffenheit des Untergrundes, Gefahren am Boden (Felsformationen im Untergrund) oder Höhlen, bei welcher Tide ihr am besten Surfen geht (Lowtide kann mancherorts sehr flach werden oder lässt die Wellen closeout sein – ein Anfängerfreundlicher Reefbreak mit soften Wellen bei Hightide wird zur Lebensgefahr bei Kopfhohen, ultraschnellen, hohlen Barrels nur knapp über Messerscharfem Riff), Channels in denen ihr rauspaddeln könnt usw. usf…. ein Erfahrener Surfer sieht sowas wenn er sich 5-10 Minuten einen neuen Surfspot anschaut und das Verhalten der anderen Surfer studiert. Als Anfänger ist das dann doch nicht so ganz einfach, vor allem wenn man mit nem Soft/Longboard plötzlich von der Strömung Richtung Meer rausgezogen wird und nicht wirklich weiß wie man wieder zurück kommt und die Arme anfangen zu brennen.
Also, sucht euch nen „touristischen“ Strand an dem viel los ist und auf dem auf jeden Fall ein Lifeguard Wache hält! Das ist wirklich wichtig. Ihr glaubt gar nicht wieviel Schwimmer und Surfer jedes Jahr ertrinken weil sie den Ozean unterschätzen oder raus/runtergezogen werden!
Surft nur zwischen den Schwimmerfahnen, wo der Lifeguard sein Auge drauf hat an den ersten Surfversuchen! Wenn ihr später ohne Probleme Grüne Wellen anpaddelt und Erfahrung habt mit den Wellen könnt ihr auch woanders surfen gehen.
26. Juli 2011 um 11:08 Uhr #125036
meister-gGasttheorie bzw sich vorher mit der marterie auseinanderzusetzen ist wirklich wichtiger als die meisten denken. nicht nur aus gefahrgründen, sondern auch dass man schneller lernt.
von fiesen höhlen und messerscharfen riffen würde ich jetzt nicht reden, wenn jemand in frankreich am strand surfen will aber strömungen und fliegende surfbretter können echt sehr sehr fies sein!günstige campingplätze geht nix?!!? wie?! alle camping municipals die küste hoch und runter haben fast immer ein plätzchen. und wenn man ne nacht wildcampend warten muss oder freundlich fragt ob man in der hässlichen ecke nicht noch ein wenig platz bekommt oder allerletzte backdoor auf den platz gehen, freundliche leute suchen und mit denen dann eine parzelle teilen – je nach preisstruktur (pauschale parzelle) sparen die auch ne menge. geht natürlich nicht wenn man sich beim ersten schild „voll“ oder noch moderner „internetseite sagt voll“ abschrecken lässt.
26. Juli 2011 um 11:24 Uhr #125038
suddenGast@meister-g: Ja, du hast Recht. Komm gerade aus Bingin wieder. Dort war’s bei Hightide recht ungefährlich, bei Mid-Tide hatte man supergeile Pits, Barrels und ne schöne kurze Speedwelle und bei Low Tide war’s dann echt nur noch Lebensgefährlich wenn Overhead Barrels auf nem 50cm Riff + Höhlen gebrochen sind. Haben dort auch viele richtig schwere Verletzungen gesehen (Beinbruch, Rückenprellungen, Reefcuts ohne Ende). War vielleicht etwas weit hergeholt 😉
und ja, fliegende Surfbretter können extrem fies sein wenn vor einer 7ft. Bombe zwei Typen ihr Longboarder wegschmeissen und nen dritter die Welle nimmt und man genau dazwischen an der Inside hockt.
Aber das ist wieder nen anderes Extrembeispiel.
Das generelle Problem als Surfanfänger ist aber, dass man meist gar nicht weiß wonach man suchen muss, weil man die Materie nicht kennt. Ich habe mir viel durch Learning by Doing angeeignet und auch dadurch, dass ich nach Sessions gemerkt habe, dass ich in bestimmten Disziplinen noch Schwächen habe. Internet Videos (Youtube) hat mir weitergeholfen, unter anderem auch dabei mir falsch angeeignete Bewegungsabläufe wieder abzugewöhnen. Allerdings muss man dann schon wissen, wonach man sucht.
Für den Anfang halte ich am wichtigsten:
– Richtig paddeln
– Turtle Roll
– Duckdive– Surf Vorfahrtsregeln
– Richtig rauspaddeln
– Wohin paddeln wenn ein Surfer in ner Welle auf einen zukommtund dann noch:
– Strömungen
– Rip Currents
– Channels
– Gezeiten / Tides
– Winde (On Offshore)
– Wellenarten (vorgelagerte Sandbank, Onshore, abländiger Wind, aufländiger Wind, verschiedene Wellenformen etc…)alles andere könnt ihr euch vor Ort aneignen oder auch schon vorher anschauen:
– Welle anpaddeln
– Gleiten/Gleitphase
– Richtig aufstehen
– Turnsetc… pp…
aber die oben genannten Basics halte ich für am wichtigsten, da man sich diese wirklich gut im Netz aneignen kann. Das richtige anpaddeln, gleiten und aufstehen kommt dann später schon von alleine. Und nach den ersten 1-2 Sessions einfach mal paar Vids bei Youtube anschauen hilft ungemein!
26. Juli 2011 um 11:30 Uhr #27853
meister-gGasthäh?! bingin?! pits?! 7ft?!… darum gehts hier doch null.
da wo der poster hin will gibts nur sand und wenns 7ft ballert kommt er nicht annäherd raus ins lineup.ein buch übers surfen (zb wave culture) vorher genehmigen; nachdenken und man kann schon selbst planschen (immer mind. zu zweit und auf andere acht geben).
ein kurst ist aber immer zu empfehlen, und wenn es nur ein intro für die ersten beiden tage ist.
btw: wenn man material leiht bekommt man es mit 1,2 tagen kurs ggf. billiger oder gar einen längeren kurs im gesamptpaket mit equipment für nen preis der sich nicht viel vom nur leihen unterscheidet. -
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