Start › Foren › Surfboards und Zubehör › Surfboards und mehr … › Boardbau und Material
- Dieses Thema hat 5 Antworten sowie 1 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 20 Jahren, 11 Monaten von
Anonymous aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
12. Mai 2005 um 11:20 Uhr #2658
AnonymousGastMein gott wenn man hier so ließt was einige zum Thema Material zum besten geben wird einem ganz anders.
Hier mal eine paar Statements zum Thema Epoxy, Polyester und Surftech. Diese Sachen können an vielen Stellen im Web nachgelesen werden und sind auch in Modellbau und Bootsbau Standard.
Es gibt nur sehr, sehr wenige Gründe warum es sich lohnt Polyester zu benutzen.
1. Billig – ist halb so teuer wie gutes Epoxy Harz
2. Lässt sich besser schleifen und verbraucht weniger SchleifpapierDiese beiden Gründe sind dafür verantwortlich wieso so viele Shaper und Glas Shops das Zeug benutzen. Handfeste wirtschaftliche Gründe. Das der Kunde dabei evt. auf der Strecke bleibt ist nicht so schlimm, weil Surfer entweder tuffige Nostalgiker oder einfach dumm sind und es garnicht merkt. Weisbruch kann mann auch als Indiz von Radikalität werten. Außerdem ist Geiz bei Surfern anscheinend noch geiler – und was nichts kost das bringt halt auch nichts.
Die Bessere UV-Stabilität ggü. Epooxy war mal ein Argument. Von SP Systems oder bei Bacuplast gibt es aber sehr UV bewährte Epoxy Harze.
Nachteile:
1) Es ist spröde – Ursache ist z.B. Weißbruch und eine äußerst geringe Schlagfestigkeit. Kein Profi würde auf die Idee kommen und hochwertige Fasern wie Dyneema, Carbon oder Kevlar mit Polyester verarbeiten, weil die Eigenschaften dieser Fasern mit so einem Harz gar nicht zur Geltung kommen können. Seht Euch mal ein Tech.Spezifikation an.
Jeder der was von besserer Flexibilität faselt hat Scheisse im Hirn oder denkt das Sandwich die einzige Art ist mit Epoxy um zu gehen.
2) Polyester hat osmotische Eigenschaften. Es lässt über längere Zeit Wasser durch das Laminat. Ein Grund warum das Zeug nur noch selten bei Segelbooten verwendet wird.
3) es kann nicht mit Styropor oder Styrofoam verarbeitet werden, wg. der Lösungsmittel.
Die die Sagen werden, das das Zeug nicht für Surfboards taugt, liegen zum Teil falsch. Namhafte Shaper sagen in Interviews, das Sie sich über die Vorteile der Kombination im klaren sind, es aber entweder keine Glasshops, die mit Epoxy arbeiten können, oder der Aufwand beim Shapen zu hoch ist – da es keine Close Tollerance Blanks gibt.
4) Gegenüber Epoxy müssen Glasfasern mit deutlich mehr Harz getränkt werden, sa es sonst zu spröde wird. Dies resultiert in schwereren und schwächeren Laminaten. (je mehr Harz im vergleich zu Glasfasern desto schwächer das Laminat. Harz ist nur der Kleber für die Fasern.)
5) Für alle Garagenbauer
– Es stinkt!!!!!!
– Man kann nur alle Lagen auf einmal laminieren. Den Profi interessiert das nicht. Wer selber mal laminiert hat und dann einem Profi dabei zu gesehen wird staunen.
Wer jedoch nicht die Routine hat wird seine Liebe not haben, blasenfreie Laminate zu erzeugen.Vorteile Epoxy
1) Aus eigener Erfahrung halte ich Epoxy für wesentlich einfacher zu verarbeiten. Es klebt nicht so. Man kann Lage nach Lage auflegen, verbraucht weniger Harz. Das mag aber individuell anders sein.
2) Keine große Geruchsentwicklung – GIFTIG sind beide Harztypen
3) Elastizität – Ist ungleich größer. Bei gleicher Menge Glas kann man mit weniger Harz ein Laminat erstellen, das Schlagfester, Zugfester und elastischer ist. Es hat besser Rückstelleigenschaften, bildet keinen Weissbruch, wird nicht so schnell mürbe.
Es ist von seinen Mechanischen Eigenschaften das bessere Harz.
Die Leute die behaupten, das es steifer ist verwechseln die Bauweise (Sandwich) mit dem eiegenltich Material. Laßt Euch einen normalen Blank oben und unten mit 2 160er Lagen laminieren und vergleicht das Ergebnis…. Ihr werdet sehen, dass das Epoxyboard nicht nur wiederstandsfähiger ist sondern wahrscheinlich sogar mehr Flex hat.
4) Kann mit Styropor oder Styrofoam verwendet werden. Beide Materialien sind für Surfer, in fetten Wellen rausgehen völlig ausreichend. Die Gewichtsersparnis beim Blank kann wiederum für ein stärkeres Laminat verwendet werden. Beide Materialien nehmen genauso wenig Wasser auf wie PU. (Siehe Materialnormen) Viel wichtiger ist, das die Verbindung zwischen Laminat und Kern Dicht ist (Kern vorher verspachteln). Das Wasser dringt sonst durch seine Kapilareigenschaften an dieser Schnittstelle in das Board ein. Das gilt auch bei PU Brettern. Jeder der mal eine Delle 2 Wochen lang offen lassen hat kennt das. Das Wasser breitet sich unter dem Laminat aus.
5) Besonders für Selbstbauer: Epoxy hat wesentlich längere Verarbeitungszeiten als Polyester. Das von Bacuplast angebotenen UV-stabile Harz biete zB- mind. 45 min. Ein unschlagbarer Vorteil für alle, denen die Routine beim Laminieren fehlt.(Angebliche) Nachteile Epoxy:
1) Preis – Ist es wirklich ein Nachteil, wenn man 10-20 € mehr für ein Brett ausgeben muss, dass um ein vielfaches stabiler ist.
2) Verarbeitung – Ja, bei der Verarbeitung von Epoxy muss man etwas diszipliniert sein. Es gibt ein fixes Mischungsverhältnis, das es unbedingt einzuhalten gilt. (Ich frage mich aber, was daran so schwierig sein soll. Man braucht nur eine gute digitale Küchenwaage)
Es ist empfindlich gegenüber Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Man braucht also einen trockenen Raum, den man heizen kann. Mehr nicht.Noch ein Wort zum Thema Laminataufbau.
Das was Surftech anbietet ist seit über 10 Jahren bei Windsurfbretten standard und bewährt und seit Jahrzehnten in der Luftfahrtstandard. Und hat nichts, oder nur am Rande mit der Frage Epoxy oder nicht zu tun.Das Laminat wird hier mit einer Zwischenschicht – meist PVC-Schaum, versehen. Man nutzt hierbei die Tatsache aus, dass bei Schubbelastung die Dicke des Laminates wichtig ist, bei Zugbelastungen jedoch nur die äußeren Lagen des Laminates beansprucht werden.
Das kann jeder detailliert in den Unterlagen von Bacuplast oder R+D nachlesen.
(Beste Materiallieferanten in D)Dadurch bekommt das Board grundsätzlich andere Flexeigenschaften. Vor allem die Rückstellkräfte sind stärker. Dadurch macht die ganze Sache einen „steiferen“ Eindruck.
Jeder der in St. Cruz mal auf dem Wasser war wird jedoch erstaunt darüber sein wie viele Leute Dort mit Surftech unterwegs sind. Besonders Longboards, da hier der Gewichtsvorteil der Verarbeitungsweise richtig zutragen kommt. Ob das einem Gefällt ist eine ganz andere Sache.Diese Verarbeitungsweise ist für ein Customboard sehr aufwändig und entsprechend teuer, was sich zum Beispiel in den Preisen von Hönscheidts NorthShore Brettern widerspiegelt. Surftech und Konsorten haben hier einen riesigen Vorteil – mit dem Preis, dass das Custom Flair futsch ist.
16. Mai 2005 um 20:37 Uhr #48050
AnonymousGastHallo, ich baue mir gerade ein Board mit styroporkern. Ich habe Styropor aus dem Fassadenbau verwendet. Das ist geringfügig fester als dies normale weiße styropor. Ich will das Board mit 163 g/m² laminieren. reicht da eine schicht unten und zwei oben? Kann man zur Not auf eine trockene schicht noch eine Schicht laminieren?
Gruß Frank18. Mai 2005 um 10:49 Uhr #48081
supergreenGastHe Meister Fischkopf,
wie baut man denn dann Wellenreiter aus Styrofoam? Wird da ein Stringer reingeklebt oder nicht? Kommt Airex/ Honeycomb drauf? Oder laminiert man einfach direkt auf den Blank? Ich stelle mir das shapen ganz schön schwierig vor, wenn die Blanks nicht irgendwie verstärkt sind, das Zeug bricht doch viel leichter als Clark o.ä.?? Und Wellenreiter sind ja wesentlich dünner als Windsurfer…SG
18. Mai 2005 um 13:16 Uhr #48083
AnonymousGastSurftech-Board sehen einfach zu sehr nach „Plaste und Elaste“ aus … gibt grobe Abzuege an der Style-Front …
8)
22. Mai 2005 um 15:15 Uhr #48191
AnonymousGasteinen Holzstringer in den Styroprkern einzulaminieren halte ich am einfachsten. Vorteil ist hierbei, dass man auch gleich die Scoop Rockerlinie und Dicke bestimmen kann.
Z.B. auf eine alten Corel Draw Version Entwerfen als kacheln ausdrucken und dann als Schablone benutzen (für den Stringer und eine aus Pappe). Beide Schablonen an die Seiten des Baumarktblockes kleben und mit einem Heizdraht ausschneiden. Dauert etwas, aber ist schön präzise. Den Stringer dann mit der linken und rechten Hälte verkleben.
Aufpassen muß man schon – besoders bei Styropor. Das Styrofoam, das ich kenne ist härter – ähnlich PU
Ich würde oben und unten 3 Lagen verwenden. Der Standbereich sollte zusätzlich verstärkt werden.
Was, wie ich finde ganz gut geht ist, Abreissgewebe zu benutzen.
Einfach auf das fertige frisch getränkte Laminat legen und mit einem Neopren oder Fellroller anpressen. Es saugt dann überschüssiges Harz auf. Trockene Stellen kann man nach harzen.Häufig werden Bretter unten dünner laminiert. Ich verstehe nicht so recht warum. Wenn man gewaschen wird und das Brett an der Leash häng und den Grabstein spielt, hat man keinen Einfluss darauf wie rum es liegt. Eine Lage halte ich in jedem Fall für zu wenig.
nach dem Aushärten kann man das Zeug abreissen und hat eine schöne saubere raue Fläche. Da kann man entweder eine Harz- oder Lackschicht auftragen, mit Füller ran. Das Risiko die Glasfaserlagen anzuschleifen ist dann geringer.
PVC Sandwich ist natürlich ideal, ist aber teurer, zeitaufwändiger und komplizierter. Anleitungen gibt es mit Web zu hauf. Das Risiko schrott zu produzieren ist aber hoch – habe da selber viel Lehrgeld bezahlt.
27. Mai 2005 um 14:55 Uhr #2659
KotlettenBandeGastMoin jungs und Mädels,
suche Adressen, wo man sich preisgünstig und schnell
Blanks bestellen kann!
in ewiger Dankbarkeit eure KotlettenbandeP.S.: für jede Anwort die ich erhalte
blocke ich und meine famose Bande
euch jede Welle in MV
Aloha -
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
