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Start › Foren › Surfboards und Zubehör › Surfboards und mehr … › Boardbau – Harze+UV

  • Dieses Thema hat 14 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 15 Jahren, 1 Monat von Horst-Günther aktualisiert.
Ansicht von 15 Beiträgen – 1 bis 15 (von insgesamt 15)
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    Beiträge
  • 1. Juni 2011 um 12:58 Uhr #27144
    Anonym
    Inaktiv

    Hey,

    ich beschäftige mich in der letzten Zeit immer öfters mit dem Boardbau und hab mal eine Frage an die etwas erfahreneren was Epoxy betrifft: Epoxidharz vergilbt ja bekanntlich durch UV-Strahlung, was tut ihr dagegen? Additive dagegen konnte ich auf dem deutschen Markt keine finden und lackieren wollte ich nicht, da eine saubere Lackschicht fertigungstechnisch für mich komplizierter ist als eine saubere Harzschicht… also – wie löst ihr das Problem?

    Und noch eine Frage bzgl. Harzen: Hier wird ja z.b. öfters R+G als Händler erwähnt, allerdings habe ich einen eBay-Händler gefunden der 10 KG-Weise das Harz+Härter zum Dumpingpreis (89€) rausgibt. Immerhin „Made in Germany“ und in der Artikelbeschreibung ein ausführliches Datenblatt… Was ist von dem Zeug zu halten, besser Finger davon lassen oder hat jemand von euch vielleicht schon mal da bestellt oder ähnlich günstige Quellen?

    1. Juni 2011 um 13:40 Uhr #123724
    wannasurf
    Gast

    hi,

    also das uv problem kannst du lösen indem du entweder auf ein harz zurückgreifst, welches direkt einen uv-stabilistator hat, oder du mit einem „normalen“ laminierst und dann als deckschichtharz etwas nimmst was uv-stabil ist…gibt es beides…

    grüße
    chris

    1. Juni 2011 um 17:03 Uhr #123728
    Dudedude
    Gast

    hallihallo

    soweit ich weiß gibt es kein epoxid, das total uv resistent ist. auf lange sicht werden alle epoxyboards etwas gelb, wobei manche es bedeutend langsamer werden.
    ein uv stabiles topcoat wird das darunterliegende harz auch nicht davor schützen können (so zumindest meine erfahrung).
    so günstige harze wie bei ebay habe ich noch nicht probiert, vielleicht hat man ja glück und es ist was brauchbares dabei.
    ansonsten kann ich einfach nur harz von r&g empfehlen – harz und härter sind hier annähernd farblos und die boards sind deutlich weißer.

    1. Juni 2011 um 21:35 Uhr #123731
    dasemu
    Gast

    das resin research epoxy, das von seabase vertrieben wird zusammen mit dem additive F (uv stabilisator und macht auch das sanden leichter, den epoxy sanden kann die hölle sein) sieht mir ganz gut aus. ein kollega hat ein paar boards damit gebaut, die teilweise schon über ein jahr alt sind und praktisch noch komplett weiss. der surft aber auch nicht jeden tag. die meisten boards wurden aber mit polyester getopcoated, um eben arbeit mit dem schleifen zu sparen. epoxy muss dafür aber komplett hart sein, sonst kann es komische reaktionen geben und das polyester härtet nie aus!

    das epoxy von seabase ist übrigens auch eins der wenigen, die nicht höllengiftig sind. es enthält kein formaldehyd und keine phenole. was die von rg etc fast alle tun. muss bei jedem harz dabeistehen in dem gefahrenblatt, was drin is. lest euch ma durch, was für super sachen zb phenole machen (von wikipedia). und dann sagt mir noch einer, dass es umweltfreundlicher wäre…

    Phenol wirkt sowohl lokal, als auch systemisch stark toxisch; bei dermaler Exposition besitzt es eine reizende bis ätzende Wirkung auf Schleimhäute, Haut und Augen. Die Augen können Schäden in Form einer Trübung der Hornhaut, Schwellungen und Verwachsung der Lider bis zur Erblindung erleiden. Hautkontakt führt zuerst zu Hautrötung, später zu einer Weißverfärbung; längere Einwirkungszeit verursacht eine Dunkelfärbung bis zur Bildung von Nekrosen.[1]
    Phenol wird vorwiegend über die Haut resorbiert, aber auch inhalative oder orale Aufnahme ist möglich. Im menschlichen Organismus schädigt die Substanz akut Nieren, Blut, Zentralnerven- und Herz-Kreislauf-System. Bei chronischer Exposition sind auch gastrointestinale und nervale Störungen, weiterhin Schädigung von Leber, Nieren und Hautveränderungen bekannt. Bei Inhalation wurden als Vergiftungssymptome Schwindel, Kopfschmerz und Störungen der Ohren, Erbrechen, Schlaflosigkeit und Nierenreizung beschrieben. Die Aufnahme hoher Mengen führte innerhalb weniger Stunden zu massiven Nierenfunktionsstörungen bis zu akutem Nierenversagen. Orale Aufnahme bewirkt Verätzungen im Mund, Rachen, Speiseröhre und Magen; weiterhin sind Schluckstörungen und Störungen im Magen-Darm-Trakt bekannt.[1]
    Die Toxizität wird auf reaktive Metaboliten des Phenol zurückgeführt, die an die DNA und andere Makromoleküle binden und dabei Brüche in den Chromosomen und mutagene Effekte auslösen können. Eine orale Dosis ab 1 g kann vereinzelt für einen Menschen tödlich sein; individuell wurden aber auch wesentlich höhere Dosen überlebt.[1] Der orale LDLo-Wert für den Menschen liegt zwischen 140[6] und 1400 mg/kg Körpergewicht; bei Kindern beträgt die orale minimale letale Dosis 10 mg/kg Körpergewicht.[5]

    1. Juni 2011 um 21:37 Uhr #123732
    dasemu
    Gast

    und n bisschen blau im harz macht jedes baord weisser. is auch in vielen polyesterharzen drin, bzw wird meistens dazugemischt. schaut ma die letzten boards von pukas (al m. + lost) an. die sind teilweise schon zu blau…

    1. Juni 2011 um 21:55 Uhr #123733
    dasemu
    Gast

    ah, sorry, das additive F hat überhaupt nichts mit uv schutz zu tun. dachte ich immer. und scheint leider auch gar nicht so ungiftig zu sein.

    1. Juni 2011 um 22:06 Uhr #123735
    Horst-Günther
    Gast

    jau, hätta sebbo ma mich gefragt…

    ne, quatsch. mit dem billigharz von ebay hab ich mal vor 4 jahren en normalen pu-blank geglasst und getopcoated unter den schlechtesten bedingungen. starke raumfeuchte. keine waage und harz und härter nach strichen auf der wasserflasche gemischt. ist aber alles top geworden und is nach locker 300 surfgängen noch immer in ordnung. sehr gelb ist es allerdings schnell geworden, obwohls halt am anfang perfekt durchsichtig war. lag aber auch häufig am strand in der sonne.

    das l-harz von r-g kann ich persönlich nicht empfehlen. hab ich schon häufiger was zu geschrieben. (2 bretter damit gebaut. wird nicht wirklich fest, wie mans von epoxy erwartet. und ist extrem unverträglich mit polyesterharz. vielleicht ists besser, wenn mans en jahr lang aushärten lässt, aba eine woche aushärten, schleifen und schrubben hats trotzdem nicht dazu gebracht mit dem polyestertopcoat nicht zu reagieren, was dazu geführt hat, dass der auch nach einem jahr nicht hart geworden ist.).

    mit dem harz von behnke hab ich sehr gute erfahrungen gemacht.(4 bretter damit gebaut. teilweise auch als topcoat benutzt und teilweise anderes epoxy als topcoat benutzt und teilweise polyester als topcoat benutzt, alles gut gegangen).

    das additiv-f ist nach dem was ich bei swaylocks gelesen habe eigentlich nur dazu da, um, wie sebbo schon schreibt, die verarbeitung zu erleichtern, aber nicht, um das ganze uv beständiger zu machen. ein glasser hier vor ort, meinte aber, dass es das ganze auch uv-beständiger macht.

    mit epoxy topcoaten is ne bitch. vor allem beim schleifen. aba schon beim topcoaten selber kann einem epoxy immerwieder auf die eier gehen, wenn dem epoxy gerade irgendwas an raumtemp oder luftfeuchte oder sonstirgendwas nicht passt.

    das resin research epoxy scheint zum surfbrettbau somit das beste zu sein und ist auch relativ uv beständig.

    schönen gruß und viel spaß beim rumprobiern, rainer

    1. Juni 2011 um 22:21 Uhr #123738
    endorfin
    Gast

    Ich höre sowohl hier als auch auf diversen Internetseiten raus, dass auf das Epoxy-Laminat ein Topcoat aus Polyester zwecks UV-Schutz soll… allerdings ist doch die Polyesterschicht auch transparent, wodurch die UV-Strahlen letzten endes doch auf das Epoxid treffen… zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass das Polyester die UV-Strahlen „filtert“?

    3. Juni 2011 um 12:26 Uhr #123774
    n400
    Gast

    @endorfin

    Ich hab mal mit dem Harz von dem von dir genannten Händler miese Erfahrung gemacht – ist trotz richtigem Mischungsverhältnis nicht hart geworden. Ich würd von dem die Finger weglassen. Immerhin hat er das Zeug dann getauscht.

    3. Juni 2011 um 18:55 Uhr #123785
    Horst-Günther
    Gast

    at n400: meinste das von rg oda das von ebay?

    at endorfin: daran, ob etwas durchsichtig ist, kann man nicht festmachen, obs uv filtert oda nich. mir ist aber nur bekannt, dass man polyester topcoat einfach benutzt, weils viel einfacher zu verarbeiten ist, wenn man denn ne epoxy/polyester combo gefunden hat, die sich halbwegs miteinander verträgt.

    wo haste denn die info gefunden, dass man polyester benutzt, um uv zu blocken?

    schöö

    4. Juni 2011 um 7:57 Uhr #123787
    n400
    Gast

    Ich meine diesen von endorfin genannten Hamburger Ebay-Händler. (der erzählte mir, dass er Qualitätsprüfung für Epoxidharze mache. Den Rest verkauft er dann wohl)

    4. Juni 2011 um 11:21 Uhr #123788
    H
    Gast

    Als Topcoat wird gern Polyesterharz genommen, weil sich das im Gegensatz zu Epoxy viiieeel leichter polieren lässt. Bei Epoxy muss man mehr Aufwand treiben, um einen vergleichbaren Glanz zu bekommen. Außerdem spielt die Aushärtezeit eine Rolle. Epoxy ist erst nach 12h ausgehärtet (im Temperofen), Polyesterharz kann man schon nach 2h schleifen (oder weniger beim Einsatz von UV-Härtern). Und – wie dasemu schon geschrieben hat – Epoxy reagiert empfindlicher auf die Arbeitsumgebung. Zu niedrige Temperaturen oder zu hohe Luftfeuchtigkeit beeinflussen die Qualität der Harzoberfläche („blush“).

    UV-Inhibitoren gibt es sowohl für Polyester- als auch für Epoxidharze. Das sollte beim Harz dann ausgewiesen sein. Alternativ kannst Du natürlich auch deckende Pigmente einmischen, die Vergilben kaum.

    Achso, noch etwas: Man sollte berücksichtigen, dass PU-Schaum unter Sonneneinstrahlung sehr stark vergilbt (auch durch das Laminat). Ich habe vor Jahren mal einen Test gemacht und PU-Schaum (noch der originale Clark-Foam :P) und EPS gleich lange in die Sonne gelegt – das Ergebnis sieht man unten.

    4. Juni 2011 um 15:17 Uhr #123792
    Dudedude
    Gast

    hallihallo,

    also mein epoxy gelcoat von hp ist nach 3-4 stunden easy schleifbar und UV-stabil ist es auch von haus aus. ich weiß nicht, warum so viele leute probleme mit epoxidharzen haben. wenn man sich einfach mal die zeit nimmt die richtigen bedingungen zu schaffen und angemessene mengen benutzt (stichwort gelcoaten) bekommt man auch gute ergebnisse. hier werden harze unterschiedlicher firmen bemängelt, mit denen ich seit jahren gut klarkomme. auch wenn sich jetzt manche auf die füße getreten fühlen sollten denke ich, dass 99% der fehler ihren ursprung in der falschen anwendung haben.
    Zur Gesundheitsgefährdung: im allgemeinen denke ich auch, dass man die giftigkeit vom epoxid durch sichere anwendung bis auf ein sehr geringes niveau bringen kann, mit dem man im umfang eines hobbysurfboardbauers auch ohne folgeschäden – und somit gesund – bleiben kann.

    klar sind weiße boards schöner als vergilbte.. aber spielt das eine große rolle bei boards, die warscheinlich eh nur 1-2 saisons halten..?

    Thorsten

    4. Juni 2011 um 19:27 Uhr #123794
    Horst-Günther
    Gast

    angemessene mengen benutzt (stichwort gelcoaten)

    was meinstn damit?

    wenn man sich einfach mal die zeit nimmt die richtigen bedingungen zu schaffen

    haben doch alle gemacht, oder? nur ich beim ersten mal halt nicht. danach aber noch knapp 10 brtter gebaut mit epoxy(und noch mehr mit polyesterharz) in professioneller umgebung und die mit dem grammgenau abgewogenen und mit megarührer verrührtem l-harz von r-g sind nunma scheisse geworden. ganz zu schweigen von der unverträglichkeit mit polyesterharz. das harz von hp sieht dem von rg sehr ähnlich, aber keine ahnung, das hab ich noch nie gehabt.

    die schlechten erfahrungen mit dem harz von ebay kann ich nicht bestätigen.

    dass 99% der fehler ihren ursprung in der falschen anwendung haben.

    jau, das könnte stimmen, aba wenn ein harz solch hohen ansprüchhe hat, dass es nicht reicht, dass man die raumtemperaturempfehlungen und das mischngsverhältnis perfekt einhält, dann ist es meiner meinung nach scheisse und nicht für den hobbybastelbedarf.

    Zur Gesundheitsgefährdung: im allgemeinen denke ich auch, dass man die giftigkeit vom epoxid durch sichere anwendung bis auf ein sehr geringes niveau bringen kann, mit dem man im umfang eines hobbysurfboardbauers auch ohne folgeschäden – und somit gesund – bleiben kann.

    das könnte stimmen. dem hat, glaube ich, auch keiner widersprochen.

    klar sind weiße boards schöner als vergilbte.. aber spielt das eine große rolle bei boards, die warscheinlich eh nur 1-2 saisons halten..?

    warum halten deine bretter denn nur 1-2 saisons? dann ist das harz vielleich doch nich so gut 😀

    schöö, ich geh ma surfen

    6. Juni 2011 um 3:32 Uhr #27145
    Thyrome
    Gast

    verarbeite am liebsten resin research und west system.
    hatte da noch nie probleme mit.

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