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Start › Foren › Surfer Geschichten › Billabong Mundaka pro 2006 jetzt live

  • Dieses Thema hat 31 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 19 Jahren, 10 Monaten von clemens aktualisiert.
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  • 13. Oktober 2006 um 16:31 Uhr #69026
    clemens
    Gast

    scheiss auf kelly.
    BOBBY rules!
    Zieht auf der ersten (richtigen) Welle im Heat nen 180° Aerial und rippt die noch weiter, saugeil…

    …. und kriegt ne 9.40. Wow!

    15. Oktober 2006 um 18:56 Uhr #9126
    Marc
    Gast

    aus vollstandigkeitsgründen, hier noch die infos zum letzten tag:

    Billabong Pro Mundaka 2006 – Tag 12 / Finale

    Kelly Slater gewinnt seinen achten Weltmeistertitel und Rookie Bobby
    Martinez gewinnt den Billabong Pro Mundaka

    Billabong Pro Mundaka
    Association of Surfing Professionals (ASP)
    2006 Foster’s Men’s World Tour
    Mundaka, Euskadi-Spain
    October 3 to 14, 2006
    $US 280.000,–

    Ein wunderschöner Morgen, den uns das Baskenland an diesem Freitag den 13.
    bescherte. Keine einzige Wolke am Himmel, Temperaturen um die 10 Grad und
    eine Herbstsonne, die sich gerade so über die umliegenden Hügel von
    Mundaka erheben kann. Ein Tag für Champions!!!

    Bereits zum 09.00Uhr Call konnte man die einlaufenden Sets deutlich
    erkennen. Das Hochwasser verhinderte allerdings ein Brechen der Wellen
    über der Sandbank am Eingang der Flussmündung. Das einsetzende
    Niedrigwasser sollte die Bedingungen leicht verbessern, auch wenn es nicht
    so stark ausfallen sollte, wie an den vorherigen Tagen. Der Swell kam
    heute nicht ganz 100 prozentig aus der richtigen Richtung (WNW bis NNW),
    sollte aber stark genug sein, um bis zu 1,5m Wellen zu produzieren. Mit
    dem leichten Offshore-Wind standen ein paar feine Mundaka-Wellen bereit,
    um ein standesgemäßes Ende des Billabong Pro Mundaka zu erleben.

    Der Headjudge und Contest Director Mike Parsons zögerten die Fortsetzung
    des Billabong Pro Mundaka mit dem letzten Heat des Viertelfinales
    möglichst weit nach hinten hinaus, um beste Bedingungen für den Showdown
    zu garantieren. Idealerweise sollte das Finale möglichst gleichzeitig mit
    dem Tiefstand des Niedrigwassers um 15.55Uhr aufs Wasser geschickt werden.

    Kurz nach 14Uhr wurde der erste Heat des Tages zwischen Taj Burrow (AUS)
    und Dean Morrison (AUS) gestartet. Für Burrow, der rechnerisch noch die
    Chance auf den WM-Titel hatte, ging es folglich nicht nur um den Sieg in
    Mundaka, sondern um einen möglichen Weltmeistertitel. Während des gesamten
    Heats kamen kaum gute Wellen in die Flussmündung, so dass die Auswahl der
    richtigen Wellen entscheidender den je für den Ausgang des Heats sein
    sollte. Bei kleinen 0,5m bis 1m Wellen konnte Burrow nur insgesamt fünf
    Wellen während des 35-minütigen Heats surfen und dabei lediglich insgesamt
    12,00 Punkte erreichen. Das sollte gegen einen sehr konzentriert surfenden
    Deam Morrison mit 13,50 Punkten am Ende nicht ausreichen. Nach Ende des
    Heats schlug Burrow wütend die Fäuste ins Wasser und liess sich von einem
    Jetski an Land bringen. Dieser Freitag der dreizehnte bewahrheitete sich
    als Pechtag für Burrow, da die besseren Wellen definitiv für seinen
    Landsmann Dean Morrison brachen. Ein sichtlich enttäuschter Taj Burrow
    verliess noch vor dem Ende des zweiten Halbfinales das Contestgelände mit
    seiner Freundin Cheyenne.

    Mit Burrows Niederlage im Viertelfinale blieb nur noch Joel Parksinson
    (Coolangatta, Australien) als letzter Verfolger von Kelly Slater übrig. In
    diesem ersten Halbfinale hatte Kelly Slater also frühzeitig die
    Möglichkeit sich den Titel zu sichern, wenn er den Australier schlagen
    würde. Ähnlich wie im Viertelfinalheat zuvor, präsentierte sich die
    Wellensituation auch jetzt nicht gravierend besser. Gleich zu Beginn
    erwischte Slater eine kleinere Welle, die ihn mit 2,67 Punkten in die
    Wertung brachte. Parksinson konterte wenig später mit einer sehr lang
    laufenden Welle, die ihm immer wieder neue Sektionen eröffnete. Mit 6,67
    Punkten ging der Australier kurzzeitig in Führung. Jetzt war Slater
    gefordert, und wie man es von ihm kennt lief er unter dem Druck und mit
    dem Titel vor Augen zu Bestform auf. Ziemlich genau zur Mitte des Heats
    holte sich Slater die Führung zurück und gab sie bis zum Ende nicht mehr
    aus den Händen. Gerade als Parkinson noch mal angreifen wollte und er nur
    um 0,02 Punkte den Score verfehlte, der ihm die Führung zurückgebracht
    hätte, punktete Kelly mit einer 9,17. Der Heat und somit auch der Wettlauf
    um den Weltmeistertitel war entschieden.

    Als Slater mit dem Jetski zurück an Land gebracht wurde, empfingen ihn
    Freunde, Kollegen und Fans mit riesigem Jubel und die ersten T-Shirts mit
    einer grossen Acht auf der Vorderseite machten die Runde. Aus Slater wurde
    Sl8er (engl. eight).
    „Im Vergleich zu den letzten Jahren war es dieses Jahr irgendwie weniger
    Stress. Ich hatte einen guten Lauf, die Ergebnisse haben gestimmt und ich
    habe mich eigentlich nicht zu sehr drum geschert. Aber jetzt bin ich nur
    noch glücklich! Ich habe früher mit mir selber dieses Spiel gespielt.
    Immer wenn ich eine Welle angepaddelt habe, dann habe ich mir gesagt, wenn
    ich die bekomme, dann gewinne ich so und soviele Weltmeisterschaften. Ich
    weiss nicht mehr welche Nummern ich da reingebracht habe, aber acht klingt
    für mich jetzt ziemlich gut. Dann noch hier vor diesen tollen Leuten alles
    klar machen zu können, ist doppelt schön“, kommentierte ein sichtlich
    entspannter und relaxter Slater direkt nach seiner Titelverteidigung
    seinen fantastischen Erfolg.

    Im zweiten Halbfinale bewies der Amerikaner Bobby Martinez, dass er ein
    ganz heisser Anwärter auf den Titel Rookie (erstes Jahr auf der WCT) des
    Jahres ist. Martinez hatte bereits gestern den dreimaligen Weltmeister
    Andy Irons besiegt und sich so in dieses Halbfinale gesurft. Auch vor Dean
    Morrison machte der Kalifornier aus Santa Barbara keine Halt. 15,57 Punkte
    waren zuviel für Morrisons 11,60 Punkte. Das rein amerikanische Finale
    lautete also Slater gegen Martinez.

    Auch im Finale, das beide Surfer mit einer Partie Schere-Stein-Papier im
    Line Up eröffneten, schrieb Martinez seine Erfolgsgeschichte fort. Im Mai
    hatte er bereits den Billabong Pro Tahiti gewonnen und auch hier in
    Mundaka sollte er als Sieger aus dem Wasser kommen. Unabhängig von den
    Titel-Feierlichkeiten wenige Minuten zuvor versuchten beide Athleten alles
    zu geben. 8,83 Punkte und 7,57 Punkte mit seiner letzten Welle waren eine
    deutliche Ansage und eine Demonstration von exzellentem Surfen durch Bobby
    Martinez, dem der frisch gebackene Weltmeister kein Mittel entgegen zu
    setzen hatte. Das Ergebnis: Slater Weltmeister und Martinez Sieger des
    Billabong Pro Mundaka. „Ich kann es noch garnicht glauben. Ich bin so froh
    überhaupt hier zu sein. Ich habe so lange in der WQS rumgemacht und dann
    habe ich endlich die Chance bekommen hier dabei zu sein, und dann will ich
    bei jedem Contest halt auch das Beste geben. Für mich geht es nur darum
    mich für das nächste Jahr wieder zu qualifizieren, und das von einem Event
    zum nächsten. In meinen Träumen hätte ich niemals daran geglaubt einen
    solchen Event gewinnen zu können, und jetzt ist es schon wieder passiert.
    Ich kann es echt noch nicht glauben. Kelly ist mein Held seitdem ich das
    erste Mal von ihm gehört habe und seit ich ihn surfen gesehen habe. Heute
    dann gegen ihn im Finale da draussen zu sitzen, nachdem er Weltmeister
    geworden ist, war cool. Wir haben uns unterhalten und rumgealbert und
    dabei noch ein paar gute wellen gesurft.“

    Bobby Martinez hatte sich in den Tagen hier in Mundaka mit seiner
    freundlichen Art und seiner positiven Ausstrahlung zu einem
    Publikumsliebling entwickelt. Als ihn der Jetski entlang der Steilküste,
    an der alle Zuschauer standen, vorbei fuhr, wurde er mit Jubel und
    frenetischen „Bobby!“-Rufen von den Basken beglückwunscht. „Ich geniesse
    die Unterstützung der Leute hier in Mundaka sehr. Vielleicht liegt es an
    meinem spanischen Nachnamen, aber sicher nicht an meinen miserablen
    Spanischkenntnissen, das mich die Leute hier so mögen!“ Nach der
    Siegerehrung war es dann Zeit für eine spezielle Tradition: der Sieger
    wird von der Bühne wenige hundert Meter zum Hafen getragen und dort von
    der Kaimauer ins Hafenbecken von Mundaka geworfen. Diese Ehre war zuletzt
    Luke Egan 2004 zuteil geworden und heute gingen nicht nur der Sieger
    Martinez, sondern auch der frisch gebackene Weltmeister Kelly Slater
    „baden“.

    Trotz seiner bitteren Niederlage gegen Slater im Halbfinale, verliess Joel
    Parkinson den Billabong Pro Mundaka dennoch mit einem grossen Lächeln auf
    dem Gesicht. Er war heute um eine $US 10.000,– teure Uhr, beim Nixon Tube
    Time Award, reicher geworden. 4,56 Sekunden hatte Parkinson in einer Tube
    verbracht und konnte so den einmaligen und exklusiven Preis für sich
    verbuchen.

    Das war es somit vom Billabong Pro Mundaka 2006. Es gab Gewinner, ja sogar
    Weltmeister zu sehen, es gab Niederlagen und Enttäuschungen und es gab
    insbesondere fantastisches Surfen der 45 besten Surfer (und drei
    Wildcards) der Welt. Mundaka ist nach einem Jahr Pause definitiv zurück
    und hat seine Ausnahmestellung innerhalb der WCT abermals bewiesen. Sollte
    irgendwer einen der Heats des Billabong Pro Mundaka verpasst haben, dann
    gibt es unter http://www.billabongpro.com die Chance jeden Heat, jede Welle und
    all die Aktion immer und immer wieder anzusehen. Vielen Dank für die
    Unterstützung und bis zum Billabong Pro Mundaka 2007 in einem Jahr! Besos!

    Viertelfinale:
    Quarterfinal 1: Joel Parkinson (AUS) 16.34 def Mick Fanning (AUS) 15.33
    Quarterfinal 2: Kelly Slater (USA) 13.23 def Tom Whitaker (AUS) 7.93
    Quarterfinal 3: Bobby Martinez (USA) 12.40 def Andy Irons (HAW) 11.40
    Quarterfinal 4: Dean Morrison (AUS) 13.50 def Taj Burrow (AUS) 12.00

    Halbfinale:
    Semifinal 1: Kelly Slater (USA) 16.50 def Joel Parkinson (AUS) 14.14
    Semifinal 2: Bobby Martinez (USA) 15.57 def Dean Morrison (AUS) 11.60

    Finale:
    Bobby Martinez 16.40 def Kelly Slater (USA) 14.27

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