Start › Foren › Surfer Geschichten › Alternative Lebensmodelle.Raus aus dem Hamsterrad?
- Dieses Thema hat 1 Antwort sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 11 Jahren, 11 Monaten von
Max Mustermann aktualisiert.
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4. September 2014 um 22:54 Uhr #38657
MacTeilnehmerHi Leute,
die Suche hat mir nicht großartig geholfen, deswegen starte ich mal diese Diskussion.
Meine langjährige Arbeitsstätte wird in absehbarer Zeit geschlossen. kein Trübsal blasen, ein Ende ist immer ein neuer Anfang. Und vor allem die Möglichkeit etwas anderes zu machen.
Ich hätte durchaus die Möglichkeit in einem anderen Standort zu wechseln, z.b. Belgien.Aber will ich das? Wieder Hamsterrad? (Die Belgier haben weniger Urlaubstage als die Deutschen)
Ich bin gewohnt lang und viel zu arbeiten, und packe auch gerne mal mit an. Aber ich hab auch für mich erkannt, das es mich nicht glücklich macht mein Leben für irgendwelche Aktionäre zu ver opfern. Ein kompletter Ausstieg liegt mir nicht im Sinn, aber vielleicht gibt es die Möglichkeit Job und Surf zu verbinden.
Ich bin schon auf den Bericht von Surfnomade gestossen, sehr interessant, aber ich bin kein ITler,
Ich komm aus der Kunstoffbranche, und bin Color Designer. Ich sorg dafür das die Bohrmaschine von Bosch immer gleich Grün oder Blau ist. Oder an dem revival von Neonfarbenen Sonnenbrillen beteiligt. Ich bin nicht dafür verantworlich das die Welt mit so unglaublich viel Plasti zu gemüllt ist, nur dafür das der Müll schön bunt ist *kotz*.
Sagt mir, was macht ihr so? Kann man davon leben? Auch noch in 20 Jahren? Sozial und Krankenversichert? Würde mich echt interessieren. Könnts mir gerne auch per PN erzählen!
Danke, gruß,
5. September 2014 um 17:02 Uhr #38658
Max MustermannTeilnehmerHej,
ich habe Wirtschaftsinformatik studiert und bis Juni 2013 acht Jahre lang (inkl. dualem Studium) bei nem IT-Riesen gearbeitet. Nach reiflicher Überlegung habe ich das – ohne Anschlussplan – hingeschmissen. Zum einen wegen des Hamsterrads, zum anderen, weil es mich fachlich einfach nicht mehr wirklich interessiert hat.
Ich bin mit meinem wenigen verbliebenen Hab und Gut wieder bei meiner Mutter „eingezogen“, habe direkt einen 7monatigen Bulli-Atlantik-Trip drangehängt und mich in diesem Sommer einfach daran versucht, freiberuflich in Bereichen zu arbeiten, die eher meinen Interessen entsprechen, beispielsweise als Segelskipper bei einer Teamevent-Agentur oder bei einem Wakesurf-Betreiber.Diese Zeit hat mir zwar noch nicht den ultimativen Lebensweg aufgezeigt, mir aber doch zumindest einige Ideen und Inspirationen beschert, wie ich Hobby und Beruf besser unter einen Hut bekommen und endlich mal Spaß an der Arbeit empfinden kann.
Von daher kann ich nur empfehlen, die Situation als Chance zu begreifen und sich einfach mal treiben zu lassen. Die Situationen, die mir neue Perspektiven eröffnet haben, kamen rein zufällig, ohne dass ich gezielt nach irgendwas gesucht hätte …
Ich habe es bisher jedenfalls keine Sekunde bereut 🙂Viel Glück!
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