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Gomorrha aktualisiert.
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24. Oktober 2007 um 13:34 Uhr #13485
AnonymInaktivDienstag, 23. Oktober 2007
Kinder in Strömung geraten
Eltern sterben bei RettungBei dem Versuch, drei Kinder vor dem Ertrinken im Atlantik zu retten, sind ein Deutscher und drei britische Urlauber in Tonnel / Sagres ums Leben gekommen.
Die Kinder Sie wurden von Wellen erfasst, ins Meer gezogen und von der Strömung mitgerissen. Die Hilfeschreie der Kinder alarmierten die Eltern und andere Badegäste. Mehrere Erwachsene stürzten sich ins Meer, um Hilfe zu leisten.
Die Kinder konnten wohlbehalten an Land geholt werden. Doch vier der Retter – ein Ehepaar und eine Frau aus Großbritannien sowie ein 55 Jahre alter Deutscher – bezahlten ihren Einsatz mit dem Leben. Sie ertranken und konnten von den Rettungsdiensten nicht wiederbelebt werden.
Der Strand von Tonel ist bei Surfern bekannt für seine Wellen.Warnschilder weisen darauf hin, dass der Strand weder von Strandwärtern noch von Rettungsteams bewacht wird, da die Badesaison seit Ende September beendet ist.
Da stellt sich mir die Frage:
[color=red]1. wo waren die vielen Surfer (welche dort eigentlich IMMER im Lineup liegen) – um die Leute rauszuziehen???
2. wer von euch war schon einmal in solch einer / aehnlichen Situation-und hat (sich selbst ) oder andere gerettet ??
24. Oktober 2007 um 13:59 Uhr #8106124. Oktober 2007 um 14:35 Uhr #81064
zeabeaGastich denke schon, dass die surfer keine schuld trifft. sie haben es anscheinend versucht, aber scheinbar nicht rechtzeitig geschafft…aber das muss ja dann eine extreme strömung gewesen sein. ich konnte aus dem artikel nicht entnehmen ob es strudel oder eine sog nach draußen war.
ich fahre nächste woche dahin, aber ich weiss nicht ob ich dort ins wasser gehe…ja, ein wenig angst, aber ich hätte auch ein anderes schlechtes gefühl dort zu surfen.
in frankreich hab ich mal einen schwimmer mit wadenkrampf an land gebracht, aufs brett gepackt und dann geschwommen. war zwar anstrengend aber nicht wirklich gefährlich, die wellen waren nicht sehr hoch
24. Oktober 2007 um 14:53 Uhr #81066
scoobyGastich denke nicht das man ueber eine solche situation urteilen sollte wenn man nicht dabei gewesen ist.
Ich hab mal nen kleinen jungen rausgezogen, das war aber auch aus einem pool.
Man glaubt aber garnicht wie lange die leute erstmal gucken ob da jetzt wirklich einer ertrinkt bevor sie sich bewegen. unglaublich manchmal, aber das nen anderes thema.24. Oktober 2007 um 23:03 Uhr #81091
SurfistaGast……..was lernern wir daraus, es gibt immer mehr menschen an allen stränden in europa. ich war 79 mit meinen eltern das erste mal in frankreich am atlantik da haben sie in den 4 wochen wo wir da waren 7 leute tot aus dem wasser gezogen!
und in amado haben surfer 2 schwimmer im sommer kurz vor dem ertrinken
gerettet .
es sollen in sagres aber auch 2 b-border mit ihrem zwiback die kinder gerettet haben
trotz dem sehr heftig24. Oktober 2007 um 23:15 Uhr #81092
AlohaMustDieGastHab mal in Italien jemanden vorm ersaufen gerettet. Die Leute unterschätzen gerade kleine Wellen oft. Vor allem besoffene Strandgänger.
25. Oktober 2007 um 0:12 Uhr #81096
search4wavesGastschlimme Sache! Beide Eltern ertrunken…
Ich bin mal fast vor Fuerte Ventura abgesoffen. Zu der Zeit bin ich noch nicht gesurft, hab aber ziemlichen Spaß beim Bodysurfen gehabt. Dann bin ich zu weit rausgeschwommen und die Strömung hat mich rausgezogen, noch bevor ich überhaupt merkte was passiert. Im ersten Moment dachte ich, naja einfach zurückschwimmen. Nach 1 Minute Brustschwimmen ohne vom Fleck zu kommen dachte ich mir, dann halt mal volle Pulle kraulen und dann hast du’s geschafft. Ich glaub nach 30 Sekunden Kraulen war meine Puste weg und ich war immer noch nicht näher am Strand. Ich war nicht mal bei den brechenden Wellen. Da hab ich Panik gekriegt und zu meinem Vater am Strand gewunken. Der hat die Situation gar nicht begriffen und mir nur zurückgewunken, dass ich aus dem Wasser kommen sollte. Um nicht zu viel Energie mit winken zu verschwenden, hab ich wieder angefangen ruhig zu schwimmen. Bin dann endlich in die brechenden Wellen gekommen. Allerdings hat es so rausgezogen, dass die Wellen einen einfach nur angesaugt haben und dann kräftig gespült haben, ohne vom Fleck zu kommen. Nach einer langen Zeit in der ich den Strand entlang getrieben bin, kam ich schließlich näher an den Strand. Konnte den Sand schon mit meinen Zehenspitzen spüren. Konnte spüren, wie den Sand vor den Wellen raussaugt, und mit letzter Kraft war ich dann endlich irgendwann mal im hüfthohen Wasser und hab mich an den Strand geschkeppt und in den Sand fallen lassenl. Seit dem geh ich nicht mehr ohne Board ins Wasser (schon gar nicht kurz vor der Low Tide).
Beim Surfen ist es mitlerweile schon 5 mal vorgekommen, dass wir Touristen aus dem Wasser gezogen haben, die sonst abgesoffen wären.
25. Oktober 2007 um 2:27 Uhr #81098
AlohaMustDieGastMich hat es in Amado (ich fands so herrlich dass Amado erwähnt wurde) erwischt. Ich dachte nur die ganze zeit: „Mann, der Felsen hier im Center war nicht immer so groß. Und Er wird immer noch größer. fuck, ich habe ein problem.
Es war ironisch, an dem tag wurde mir eingebläut, wie ich mich in einer strömung zu verhalten hab. Aber erstaunlicher war, dass ich an diesem tag jemandem zugehört hab. ich war jung, da macht man sowas eigentlich nicht. und Ich schaffte es an den Strand. Mann, die guten alten Grommet-Zeiten!
Danke D.!!!25. Oktober 2007 um 7:02 Uhr #81099
maroubraGastVersuch erst gar nicht gegen das Rip zu paddeln oder schwimmen. Kühlen Kopf bewahren, Panik bekämpfen und entweder warten bis es einen rausgezogen hat und dann wieder zurückschwimmen oder eben rechtwinklig zur Strömung schwimmen – Hat man uns im Surfkurs eingebläut. Vielleicht sollte es doch sowas wie einen Mini „Badeführerschein“ geben. Oder in den Schulen sollte das Thema vor den Sommerferien mal kurz angesprochen werden.
Mein Beileid für alle Betroffenen – das ist wirklich eine schreckliche Tragödie.25. Oktober 2007 um 13:23 Uhr #81115
TomGastja, eine schlimme Sache.
wenn man aber sieht, wie bescheuert sich viele badegäste jedesmal wieder am meer verhalten ist das zumindest nicht überraschend. ohne die life savers an der französischen atlantik küste würden da wohl jedes jahr hunderte von menschen ertrinken.
und wenn du dich hin stellst und den eltern sagst, sie sollen ihre kinder nicht so weit auf die sandbank raus lassen – an dem tag hatte es gut 3 meter wellen und flussartige strömungen in dem hier meistens nur knietiefen wasser – kucken sie dich nur blöd an.
selbst mit dem meer unerfahrene menschen sollten mit einem minimum an intelligenz in der lage sein, solche situationen besser beurteilen zu können.
aber da ist es am meer wie im gebirge, die leute informieren sich nicht und haben null respekt vor den naturgewalten
weiss jetzt nicht, ob das in tonel ähnlich war, aber in 90% der badeunfälle ist eine mischung von ignoranz und unbelehrbarkeit die ursache für die unfälle.25. Oktober 2007 um 13:40 Uhr #81116
stoke.d.cologneGastselbst mit dem meer unerfahrene menschen sollten mit einem minimum an intelligenz in der lage sein, solche situationen besser beurteilen zu können.
das kann man so nicht stehen lassen, denke ich.
ich habe auch schon so meine erfahrungen mit rips und wenn ichs nicht am eigenen leib erfahren haette, kaeme ich nicht drauf, welche power dahinter stecken kann.
manchmal liegen die theoretische weisheit und das, was man erfaehrt einigermassen auseinander.
bevor du dich als kind zum ersten mal verbrannt hast, war die heisse herdplatte auch nur eine theoretische groesse.
da kann man als erfahrener schwimmer/surfer/kletterer nur die augen offen halten.
mit dem zepter der weisheit zu wedeln ist nicht angesagt.25. Oktober 2007 um 14:59 Uhr #81131
DaiquiryGastwie schon gesagt Tonel ist eigentlich ziemlich gut Beschildert und so arschig das jetzt auch klingt, aber ich verstehe Eltern nicht, die Kinder an solchen Ständen allein baden lassen!
Dadurch das dem Otto-Normal-Menschen der Restpekt vor den Naturgewalten flöten gegangen ist passiert sowas leider!Tragisch ist dieser Vorfall aber in jedemfall.
Ich war noch nicht selbst in so einer Notlage mit Strömung oder Studel …oder habe es irgendwie bewältigt… Vielleicht hilft mir dabei eben aber genau der Punkt das ich im/am/auf dem Wasser aufgewachsen bin …dazu auch eine Weile im DLRG gewesen bin und die Übungen dort wirklich sehr hilfreich sind Nerven und Ruhe zu bewaren und richtig zu reagieren. aber wer weiss vielleicht krachts bei mir auch bald mal fies.
@zeabea ich hab mir Tonel verkniffen …aber ich bin auch Anfänger… wegen der Brocken die da im Wasser liegen, war mir persönlich zu gefährlich. Ausserdem muss man ja den locals nicht jede Welle verhageln…hab da lieber am Strand gesessen und zu geschaut27. Oktober 2007 um 13:54 Uhr #81236
didoGastoh shit… das ist eine absolute tragödie. mir ist fast schlecht geworden beim lesen des spiegel-artikels, ich war im frühjahr dort. ich finde es übrigens echt total daneben in einem solchen zusammenhang hier einen auf „die leute sind doch selber schuld“ zu machen. da sind kinder zu waisen geworden verdammt, auf eine art und weise, die an tragik nicht schiimmer auszumalen ist!!! wie man bei sowas kein mitgefühl haben kann versteh ich überhaupt nicht. wahrscheinlich nur, wenn man sich nicht vorstellen kann, wie sich so eine situation anfühlt, wenn man das live mitkriegt. ich hab mal in frankreich einen toten familienvater rausgezogen, der ertrunken war. am strand die in panik schreienden frau und die verstörten kindern, die die (erfolglose) reanimation mit ansehen mussten… ich hatte danach einen totalen weinkrampf.
und wer von uns war noch nicht in einer brenzligen situation? ich kenne das meer von kleinkindalter an und wär trotzdem schon (mindestens) einmal fast abgesoffen, als die leash gefetzt ist und ich in panik geraten bin. dann kann das nämlich sehr sehr schnell gehen. der rip zieht raus, von hinten kommt eine weisswasserwalze nach der anderen, der strand in sichtweite, das wasser voller luft und schaum, da kann die erste (falsche) entscheidung, die ja reflexhaft kommt („nur zum strand!“), fatal sein.
mich hat damals in letzter sekunde eine surferin rausgezogen, nur ein paar meter vom strand entfernt. danach konnte ich mich 2 tage nicht bewegen.
tonel ist einer meiner lieblingsspots. mir ist rätselhaft, wie es sein konnte, dass die surfer die leute nicht retten konnten. vermutlich waren es anfänger oder bodyboarder, denk ich mal. anders kann ich mir das nicht vorstellen. 😥
27. Oktober 2007 um 17:07 Uhr #81238
TomGast@dido:
glaub´ mit, ich hab´ Mitgefühl mit den Opfern. Kenne auch den genauen Hergang des unfalls nicht und wollte mit meinem Comment da keine Wertung des aktuellen Falls abgeben.
Leider ist es aber so, dass sehr viele Menschen sich am Meer völlig falsch verhalten, und das trotz Anweisungen von liefguards oder Hinweisen am Strand. Zu diesen Menschen, die sich oft fahrlässig bis mutwillig falsch verhalten gehören übrigens nicht selten auch Surfer. Hab´ da z. B. letztens in porthleven / Cornwall einen absolut blutigen Anfänger gesehen, der meinte bei gut 3 Meter Welle zu Englands bester – und auch einer der heftigsten – Riffwellen rauspaddeln zu müssen. Sieht ja so einfach aus, weil durch die Hafeneinfahrt ein breiter Channel da is. Zum Glück hatte er schon in der Strömung der Hafeneinfahrt nach 10 Metern die hosen voll. Er ist dann in panik geraten und hat sich einen abgekrampft um die paar meter im wellenlosen Hafenwasser zurück zu paddeln.
Was ich damit sagen will – gerade auch mit Anlass dieses Unfalls in Tonel:
Das Meer ist eine Naturgewalt mit immensen Kräften. Und wenn´s im Fernsehen oder vom strand aus noch so einfach aussieht, wer sich da nicht auskennt, kann da auch sterben.
Also verdammt noch mal liebe Touristen:
Informiert Euch über die Gefahren, seid im Zweifel lieber vorsichtig, haltet Euch an die Anweisungen der lifeguards oder an die Warnungen der Locals und, ja, gebt der natur den Respekt, den sie braucht.
Wenn ihr das nicht tut, bringt ihr nicht nur euch in Gefahr sondern oft auch diejenigen, die euch retten müssen.28. Oktober 2007 um 13:00 Uhr #81247
didoGast@tom: was mich einfach enorm (ver)stört, ist das „aber“ in beiden deiner posts, in daiquirys erstem satz steckt es auch drin. „schlimm schlimm die sache, aber…“. was drückt dieses „aber“ aus? doch einen widerspruch, eine relativierung. „…aber sie waren ja selbst schuld, hätten sich halt informieren müssen“. bedeutet das, dass man also weniger mitgefühl haben muss / braucht / darf? du hast ja inhaltlich soweit recht mit dem, was du schreibst. nur das herstellen des zusammenhanges mit dem „aber“ macht mir bauchschmerzen. ich finde, manche geschehnisse ertragen keine relativierung durch ein „aber“. spalte ich haare? wenn ja, sorry…
28. Oktober 2007 um 14:07 Uhr #81251
Steffen29Gasteine traurige geschichte mein beileid an alle beteiligten.
und man kann auch darüber diskutieren das die leute wissen müßten das der antlantik größer ist als ein badesee und ganz ander strömung produziert
die fur leihen nicht immer eindeutig sind.
meine erfahrungen zu diesen thema sind. ich lebe arbeite und surfe auf fuerteventura und habe sehr viel mit turisten zu tun, und rate ihnen immer geht nie in einer starker brandung oder bei starken ablandigen-wind baden
so verlockend es auch dort ist oder zu scheinen seind.
aber viele leute lassen sich nichts sagen oder neigen zur selbstüberschätzung.LEIDER (und oft bekommt man für einen gut gemeinten ratschlag nur dume antworten)
sied dem ich hir lebe ist jedes jahr mindestens einer in La Pared ertrunken zulezt anfang oktober (erst 22 Jahre) und das ist nur ein gefählicher strand von fuerte.@waren da keine surfer im wasser
richtig ist das man automatisch immer hilft und helfen sollte wenn es um das leben eines meschen geht, man sollte aber auch immer sein eigenes risiko dabei gut abschätzen um sich nicht selbst in GEFAHR zu bringen.nicht das jezt jemand denkt ich sei ein arsch oder so, aber ich war dieses jahr im märz in glass-beach (fuerte) surfen und es hatte gut 3 bis 3,5 meter welle und dort ist immer starke strömung als 50 meter entfernt zwei engländer an mir vorbei trieben.
da ich der einzige im wasser war padelte ich sofort zu ihnen hin, und als ich ihnen in die augen schaute sah ich die blanke todesangst wie noch nie zuvor in meinen leben völlig apartisch krallten sie sich an meinem board fest. 6.2 und die jungs je 75 kilo.
es dauerte ca 40min bis wir an land waren und viel länger hätte ich auch nicht mehr durchgehalten.
also auch immer die eigene gesundheit berücksichtigen auch wenn es sich blöd anhört.28. Oktober 2007 um 14:12 Uhr #81253
DaiquiryGastEreignisse haben immer zwei Seiten, das wollte ich mit meinem post nur ausdrücken.
Mitgefühl ist toll wenn man es wirklich fühlt aber geheuchelt nichts wert.
Ich find es tragisch was dort passiert ist…aber mein Mitgefühl hält sich in Grenzen und ich brech jetzt nicht in Tränen aus und bin völlig bestürzt.
Vielleicht ist das in deinen Augen kalt und nicht zu verstehen…aber ich bin lieber ehrlich als für das gute Bild zu heucheln (damit mein ich hier jetzt niemanden persönlich!!!!).
Ich hab im meinem Leben schon mehr als eine Leiche gesehen trotzdem oder gerade deswegen berühren mich persönlich eben andere Dinge mehr.29. Oktober 2007 um 0:33 Uhr #81282
TomGast@Dido
das aber, dass du bei mir raushörst, liegt darin begründet, dass viele Menschen einfach unbelehrbar sind. Und sie bringen nicht nur sich, sondern auch andere fahrlässig in Gefahr. Ich habe das am Meer und im Gebirge einfach zu oft erlebt.
Und manchmal hilft es vielleicht, anhand eines aktuellen Beispiels, Menschen die sonst vielleicht nicht erreichbar sind, Dinge verständlich zu machen.
Klingt jetzt vielleicht ein bisschen pathetisch.
Im übrigen finde ich es zum Kotzen, wie ignorant sich manche Erwachsene in der „wilden“ Natur verhalten.
Hab´ auch schon Kinder aus der Gefahrenzone am französischen Atlantik rausgeschickt, weil sie zu nahe an den 2 Meter shorebreak kamen (und im übrigen außerhalb der von den lifeguards freigegebenen Zone waren). Deren Eltern stand untätig daneben und haben mich auch noch blöd angekuckt. Bei soviel Ignoranz habe ich dann auch kein Mitleid mehr (mit den Erwachsenen, mit den Kindern schon).29. Oktober 2007 um 22:21 Uhr #81320
DaveGast1. wo waren die vielen Surfer (welche dort eigentlich IMMER im Lineup liegen) – um die Leute rauszuziehen???
Ganz rechts bei Tonel ist ein fetter Channel, wo nix bricht, und passend dazu ein kleiner netter abgelegener Strand. Jede Wette dass das dort passiert ist. Die nächsten Surfer liegen im Normalfall so 250m weiter weg.
12. November 2007 um 0:55 Uhr #81683
miitGastich denke auch dass erlebnisse dieser art einen ganz schön mitnehmen. an dieser stelle auch mein beileid.. -.- dennoch muss ich Daiquiry recht geben.
denn es kann nicht sein dass eltern so verantwortungslos ihre kinder anscheinend „unbeaufsichtigt“ schwimmen lassen. denn mit dem normalen menschenverstand hätte man das ganze einfach garnciht soweit kommen lasse n müssen. mir wurde früher immer eingebläut ich solle nicht „hinter die wellen schwimmen“ oder mit meinem bodyboard hinpaddeln und noch dazu war immer ein bekannter mit im wasser und in der nähe. also mit „NACHdenken“ ist es meistens zu spät.
man solte sich also schon gut überlegen was man macht–im vorraus. dann ist es natürlich eine ganz normale reaktion dass leute auf hilfeschreie reagieren und sich selber dafür in gefahr bringen und helfen wollen. ich wäre auch einmal fast abgesoffen und n kumpel hat schnell genug reagiert.
also auch an die bodyboarder kein vorwurf die es anscheinend wirklich versucht haben…und wegen schlichter „unachtsamkeit“ sind diese kinder jetzt verwaist…
sowas muss nciht passieren. man sollte mit mehr respekt dem meer gegenübertreten.
tragisch =(13. November 2007 um 20:19 Uhr #81743
Julian_175GastSowas ist echt übel.
Meine Frage: Was passiert, wenn surfer in so eine Strömung geraten?
Zwar handelte es sich bei dem Vorfall bestimmt um eine Unter-Überströmung (oben störmt das Wasser in die eine Richtung unten das Wasser in die andere Richtung = Sog nach unten ) aber ich mein grade bei Shortboards oder Bodyboards wo man tiefer im Wasser hängt kann das doch auch passieren. Reichen die Dinger dann wirklich aus um sich fest zu halten? Oder selbst wenn man auf einen größeren Brett sitzt und aus Meer getrieben wird was kann man in so einer Situation machen außer auf irgend nen Rettungsboot hoffen?13. November 2007 um 20:23 Uhr #81745
Julian_175Gastdenn es kann nicht sein dass eltern so verantwortungslos ihre kinder anscheinend „unbeaufsichtigt“ schwimmen lassen. denn mit dem normalen menschenverstand hätte man das ganze einfach garnciht soweit kommen lasse n müssen. mir wurde früher immer eingebläut ich solle nicht „hinter die wellen schwimmen“ =(
Das stimmt so nicht ganz. Die Kinder saßen am Strand/ Ufer und wurden von einer Welle erfasst, die sie dann ins Meer rausriss. Niemand würde damit rechnen, dass Kinder z.B. Knietief im Wasser sind auf einmal ins Meer rausgetragen werden.
14. November 2007 um 10:10 Uhr #81761
DaiquiryGastDas stimmt so nicht ganz. Die Kinder saßen am Strand/ Ufer und wurden von einer Welle erfasst, die sie dann ins Meer rausriss. Niemand würde damit rechnen, dass Kinder z.B. Knietief im Wasser sind auf einmal ins Meer rausgetragen werden.
ähem!
wem hier sind bitte noch nie die Beine (Knöchel- bis Knietief) durch den Rücklauf der Welle weggerissen worden bzw musste nicht arg kämpfen um nicht hinzufallen?19. November 2007 um 23:18 Uhr #81960
GomorrhaGastMeine Frage: Was passiert, wenn surfer in so eine Strömung geraten?
Oder selbst wenn man auf einen größeren Brett sitzt und aufs Meer getrieben wird was kann man in so einer Situation machen außer auf irgend nen Rettungsboot hoffen?Jeder Strand mit fetten Wellen hat starke Ströumgen. Einfach weil das viele Wasser -stelle mal Dir eine Welle in LKW Ladungen vor- ja irgendwo einfach wieder zurückfliessen muss.
Das tut es in den „Channels“. Die erkennt man am kabbeligen Wasser, und daran, dass sich dort kaum mehr Wellen brechen.
Wenn du in einen Channel gerätst -und viele Surfer gehen genau da rein um leichter nach draussen zu kommen- schwimme auf KEINEN Fall dagegen an, sondern 90Grad quer dazu wieder raus. Der kürzeste Weg zum Strand ist NICHT der schnellste.
Channels reichen immer nur bis maximal hinter die Brandungslinie, sind also nur nahe am Strand richtig heftig, da man zudem auf dem Surfbrett sitzen sich auruhen kann es damit sowieso niemals gefährlich werden.
Gefärhlich wirds nur, wenn du Panik bekommst und das Brett wegwirfst.Meine Meinung zu dem ganzen Vorfall, es ist sehr tragisch und die Kids tun mir richtig leid.
Was ich mich seit längerem echt frage, und ich war mit 10 Jahren das erste mal am Atlantik, und danach echt oft an Stränden mit fieser Brandung (Galicien, Bretagne etc), bin selbst mal im in Kuta fast ersoffen und hab an fast jedem Ort fast jeden Sommer von Ertrunkenen gehört.
Warum hab ich vor meinem Surfkurs noch NIE davon gehört, das es überhaupt Channels gibt, geschweige denn wie einer aussieht ?
An jedem Strand in Portugal sind Schilder ohne Ende von wegen Wasserschnepfen und grüner Algenralle – aber nirgendwo steht nix von Channels – und ich kein Touri weiss darüber Bescheid. Allerhöchstens denken sie „der Strand“ oder „das Meer“ wäre gefährlich – das ist so falsch wie „die Autobahn“, denn es sind ganz bestimmte Stellen bei ganz bestimmten Verhältnissen, und die sind sogar leicht zu sehen wenn man weiss wie sowas aussieht.
Das Nichtaussschildern von dieser Gefahr ist das wahrhaft tragische, den Unwissenheit kann töten …
26. November 2007 um 18:47 Uhr #13486
FranzlGastich habe im Sommer gesehen, wie ein gestandener Surfer und zwei Rettungsschwimmer einen in notgeratenen Schwimmer aus einem Channel retten wollten, es war unmöglich, es musste erst der Rettungshubschrauber kommen, einer der Rettungsschwimmer wurde einen kilometer weiter draußen rausgeholt, manchmal ist der Sog extrem stark, da können auch Surfer nur bedingt helfen, indem sie ihr Board zum ausruhen zur Verfügung stellen und auf Hilfe warten …
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