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Start › Foren › Surfer Geschichten › Epilepsie und Surfen

  • Dieses Thema hat 6 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 10 Jahren, 1 Monat von uep aktualisiert.
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  • 6. April 2016 um 19:39 Uhr #41065
    Mr.Mavericks
    Teilnehmer

    Hallo,

    und zwar schaffe ich es mit meiner Freundin dieses Jahr mal gemeinsam in den (Surf-)Urlaub zu gehen. Da sie natürlich auch gerne surfen lernen möchte, ist jetzt die Frage wie das ist mit Epilepsie. Sie hat sehr selten Anfälle (ca. alle 1,5 bis 2 Jahre) und ist sonst eigentlich gut auf ihre Tabletten eingestellt.

    Meine Frage ist nun ob es hier auch ein paar Epileptiker gibt die surfen und wie Ihr das dann macht.

    Hab jetzt mal gelesen, dass es mit Begleitung kein Problem wäre (kommt natürlich auch hier immer auf die Situation an).

    http://www.epilepsie-gut-behandeln.de/leben-mit-epilepsie/epilepsie-im-alltag/epilepsie-und-sport

    Hatte vielleicht schonmal jemand einen Anfall beim surfen?

    Natürlich werde ich auch noch einen Rettungsschwimmer machen, nur um die Grundlagen wirklich zu können falls doch etwas sein sollte.

    Falls ihr selbst betroffen seid, oder mit Epileptikern surfen geht, wäre es nett wenn ihr mir eure Erfahrungen schildern könntet. Gerne natürlich auch als PN.

    Vielen Dank

    7. April 2016 um 6:34 Uhr #147584
    Jan Goeran
    Mitglied

    Moin,

    Ich kann mich natuerlich nicht dazu aeussern, ob jemand ueberhaupt in’s Wasser gehen sollte. Das solltet Ihr am besten zusammen mit einem Arzt entschieden.

    Ich frage mich ob es geeignete Schwimmwesten gibt, die man zum Surfen tragen kann? Weiss da jemand was? Als Anfaengerin muesste Deine Freundin nicht duckdiven und so koennte man immerhin sicher stellen, dass der Kopf im Falle eines Anfalls ueber Wasser bleibt.

    Ertrinken geht leider schneller als man denkt. Selbst in einem vollen Lineup und bei gemaessigten Wellen koennen Surfer ertrinken, wenn sie nur kurz das Bewusstsein verlieren.

    Ausserdem wuerde ich Acht geben, dass sie fit und ausgeschlafen ist wenn Ihr Euch in’s Wasser wagt. Oft bleibt beim Reisen einiges an Schlaf auf der Strecke und man steigt muede und dehydriert aus dem Billigflieger, was das Anfallsrisiko erhoeht.

    Ich war selbst von Epilepsie betroffen weiss wie frustrierend es ist, sich in vielen alltaeglichen Situationen einschraenken zu muessen obwohl man 99.9999% der Zeit ueberhaupt keine Symptome verspuert.

    7. April 2016 um 20:42 Uhr #147586
    Mr.Mavericks
    Teilnehmer

    Vielen Dank,

    wenn du sagst du warst selbst betroffen, heißt das dann auch, dass du trotzdem surfen gehst oder? Oder lässt du es bleiben? :ohmy:

    8. April 2016 um 7:10 Uhr #147588
    Jan Goeran
    Mitglied

    Ich bin operiert worden und es besteht kaum noch ein Anfallsrisiko. Also bin ich wieder uneingeschraenkt im Wasser. Insbesondere in den Zeitraeumen, in denen ich als fahruntauglich eingestuft war bin ich wenig gesurft.

    8. April 2016 um 12:31 Uhr #147590
    Mr.Mavericks
    Teilnehmer

    Vielen Dank

    8. April 2016 um 17:27 Uhr #147591
    uep
    Teilnehmer

    Ich habe mehrere Jahre als Übungsleiter eines Reha-Sportvereins verschiedene Sportgruppen betreut, in deinen sehr viele Teilnehmer Epilepsie haben.

    Das Thema Epilepsie wurde auch in der Übungsleiterausbildung (Rehasport mit Schwerpunkt geistige Behinderung, B-Lizenz über BSNW) gesondert behandelt.

    Die große Gefahr bei Epilepsie und Schwimmen liegt darin, dass es im Anfall oftmals dazu kommt, dass auch Reflexe ausgeschaltet werden, insb. auch der Tauchreflex. Gerät die Person mit Anfall unter Wasser, besteht die große Gefahr dass Wasser in die Lunge kommt.

    Einem Kollge von mir hat bspw. mal jemanden aus einem Teich ziehen müssen, weil der in einem fokal komplexen Anfall einfach ins Wasser gelaufen ist. Er war letztlich nur wenige Sekunden (!!!) unterwasser, musste anschließend aber wochenlang mit einer schweren Lungenentzündung im Krankenhaus liegen. Das Aussetzen der Reflexe beschränkt sich also nicht auf „Grand Mal“-Anfälle.

    In der Konsequenz werden Menschen, die häufig Anfälle bekommen, bei uns nur mit einem sog. „Schwimmkragen“ ins Wasser gelassen – diese verhindern zwar effizient, dass der Kopf unter Wasser gelangt, surfen lässt sich damit aber nicht.

    Ansonsten sorgen viele Schwimmwesten dafür, dass der Körper auch bei Bewusstlosigkeit in Rückenlage gedreht wird (nutzen wir bei Leuten, die nur sehr selten Anfälle bekommen) – ich wäre mir aber nicht sicher, wie das in Verbindung mit dem Auftrieb durch den Neo nach wie vor gewährleistet ist.

    Zusätzlich kommt noch hinzu, dass im Fall der Fälle auch noch die Brandungswellen hinzukommen.

    Als potenzieller Ersthelfer wird dir dadurch nicht nur erschwert, zu ihr zu kommen, sondern du musst zusätzlich bei der Rettung darauf achten, dass wenn ihr überspült werdet kein Wasser in die Atemwege kommt (wie übrigens generell beim Bergen einer bewusstlosen Person).

    Das stelle ich mir gerade im laufenden Anfall schwierig vor, wenn die betreffende Person dabei krampft. Die Impact Zone ist eben nochmal was ganz anderes als ein Schwimmbad.

    Meiner Meinung nach solltet ihr euch bewusst machen, dass der Fall der Fälle eine akut Lebensgefährliche Situation darstellt. Verrät ja auch dein Link:

    Allerdings ist Schwimmen und anderer Wassersport für Menschen mit Epilepsie mit besonders hohen Risiken verbunden. Ertrinken ist die mit Abstand häufigste unnatürliche Todesursache von Menschen mit Epilepsie!

    Ob ihr bereit seid, dieses Risiko hinsichtlich der geringen Wahrscheinlichkeit trotzdem einzugehen, ist eine Entscheidung die ihr für euch treffen müsst.

    Spürt deine Freundin wann sie einen Anfall bekommt?

    15. April 2016 um 15:26 Uhr #41066
    surfingdudeibk
    Teilnehmer

    Als Arzt kann ich dir sagen, dass man bei Epilepsie klar von Sportarten wie tauchen oder surfen abraten muss.
    Viele Vereine/Schulen schließen Epileptiker aus, da das Risiko zu hoch ist.

    Wenn man im Wasser einen Anfall hat, dann ist das Risiko zu ertrinken extrem hoch.

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