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Start › Foren › Surfer Geschichten › Allan Byrne/Surfen im Alter

  • Dieses Thema hat 35 Antworten sowie 15 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 12 Jahren, 11 Monaten von scientist aktualisiert.
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    Beiträge
  • 8. August 2013 um 22:37 Uhr #35449
    götzi
    Teilnehmer

    Allan Byrne, Surfer/Shaperlegende ist vor kurzem in Bali an den Folgen eines Verkehrsunfalles gestorben.
    Ich muss dazu sagen, ich kannte den Mann nicht, war lange vor meiner Generation, aber was ich so über den Typen so lese ist schon interessant.
    Was mich aber am meisten beeindruckt ist dieses Foto vom Pete Frieden mit den Worten „I wish I could do that with 62“

    Wenn das nicht Mut macht für noch unzählige Barrels in der Zukunft!!! Ich mein Slater ist schon eine gute Ermutigung das es noch lange nach den 40ern weitergehen kann, aber Leck, mit 62 noch in Padang Barrels zu ziehen ist mal echt super!

    Und wie fein wär so ein Ende: Nach einem hoffentlich erfüllten Leben am Heimweg von Padang Padang mit nem Grinser im Gesicht die Session Revue Passieren lassen und knips, aus isses. Glaub da hätt ich nix dagegen…

    8. August 2013 um 23:30 Uhr #139018
    paolopinkel
    Teilnehmer

    Wäre interessant zu wissen, ob er besonders darauf geachtet hat, gesund zu leben…Geht das überhaupt als Shaper?

    Jedenfalls sehr eindrücklich.

    9. August 2013 um 0:31 Uhr #139023
    Salli
    Teilnehmer

    das gesicht kenne ich aus älteren surf videos bei denen immer leute interviewt werden. hoffe es ging schnell ansonsten ist es echt ein scheiß gefühl auf einer indo-staubstrasse zu liegen und alles brennt,sticht, drückt…kennen denke ich einige von uns.

    9. August 2013 um 1:33 Uhr #139027
    search4waves
    Teilnehmer

    und vor allem würde keiner anhalten….

    9. August 2013 um 3:49 Uhr #139031
    Aqualife
    Teilnehmer

    Hi,
    Alan Byrne ist an einem Blutgerinsel im Gehirn nach einem Motorbike Crash in Bali gestorben. Erst dachten sie, er weare ok, nut etwas angedellt, das Gerinsel haben sie erst nachher festgestellt. Also hat er nicht an seine letzte Barrel gedacht und dann war es aus. Eher ein unschoener, unnoetiger Tod. In Australien ist ganz schon was los deswegen.

    Surfen im Alter: ich finde 62 nicht so alt. Mein Dad ist 73 und surft noch in Contests. In Australien surfen viele bis in die 80ger rein und es gibt auch in Indo auf dem Riff oft eine ganze Menge super Surfer in den 50gern and 60gern. Es ist ziemlich einfach, sich hier fit zu halten. Ich surfe in Noosa oft mit Leuten, die ueber 70 sind, gerade war eine ganze Crew auf Roti, Durchschnitt 64 Jahre.
    Ich war aussderm gerade auf Hawaii, die Uroma meiner Freundin ist 87 und surft ein altes Holz Longboard aus den 50s in Makaha bei locker Overhead. Sie sieht zwar aus wie ein verknittete Schildkroete, aber sie surft richtig gut.
    Natuerlich denken alle surfen ist ein Jugendsport, ist aber nicht so.
    Was soll man denn sonst machen, wenn man sein ganzes Leben gesurft ist und dann 40, 50, 60 oder 70 wird, alles noch funktioniert und man den Ozean libt genauso wie vorher.
    Deshalb kriegt hier jeder ja auch das T-Shirt OLD GUYS RULE zum big 40.
    Tommy Carroll ist mein Vorbild, er surft jeden Tag um 5 Uhr in Newport in Sydney, wenn er da ist, egal, wie das Meer aussieht. Er ist immer draussen mit 51.

    21. August 2013 um 12:27 Uhr #139224
    Juzi79
    Teilnehmer

    ich denke auch, dass surfen im hohen Alter geht.

    hab in Portugal auch einen über 60ig jährigen getroffen, der jeden tag surft. Er hat sich auch die Zähne schon kaputt gehauen (wie ich). Und jeden morgen nach der Nachtschicht im Hotel, geht er ins wasser.

    Wenn man will und körperlich fit ist, geht doch eigentlich alles. Wer rastet der rostet.

    in diesem Sinne, stay stoked ne 😉

    21. August 2013 um 15:18 Uhr #139225
    Dr. Surf
    Teilnehmer

    Genau DAS ist es, was mir in Kalifornien so gut gefällt. Von 6 Jähriger bis über 80 surft hier so ziemlich jeder. Alle freuen sich miteinander, wenn einer ne gute Fahrt hatte und man tausch sich im Line Up und auf dem Parkplatz aus. Berührungsängste gibt es überhaupt keine, denn letzten Endes wollen alle das Gleiche: ne gute, lange Fahrt in glassy conditions während die Sonne scheint, das Wasser warm ist und im Idealfall ein paar Delfine oder Seehunde für Unterhaltung im Line Up sorgen. Der Spaß dabei ist zeitlos, egal ob mit 10 Jahren und New School Manövern mit einem Sticker-übersähtem Board mit den Kumpels oder cruising mit über 80 und einem 10 Fuß Longboard.

    21. August 2013 um 16:47 Uhr #139229
    roots1976
    Teilnehmer

    Gibt’s auch in Deutschland, man denke nur an die Gebrüder Behrens, die in den 60er Jahren das surfing nach Sylt brachten und noch heute im fortgeschrittenen Alter auf dem surfboard anzutreffen sind. Sie und die vielen anderen Männer und Frauen mittleren und höheren Alters, die ungeachtet des Alters mit der größten Selbstverständlichkeit Wellen reiten, sind meine Inspiration. Ich werde, so körperlich unversehrt, auch so lange surfen wie es geht. Es ist eine Leidenschaft, die garantiert niemals erlöschen wird. Ich meine, nach selber fast 20 Jahren auf dem surfboard ist das ein unvorstellbarer Gedanke. Und ich bin mir sicher, ich werde nicht der einzige deutsche Opa in den lineups dieser Welt sein, denn grade in den letzten 10 Jahren sind in Deutschland viele surfer dazu gekommen, von denen sicherlich der/die eine oder andere ebenfalls dabei bleiben wird. Einmal surfer, immer surfer…

    21. August 2013 um 21:40 Uhr #139241
    markus
    Teilnehmer

    Ja ,seh ich genauso ! Ich bin zwar „erst“ 48 , aber immer noch ca. 200 Tage in Jahr auf dem Wasser. Natuerlich merkt man das Alter, mal zwackt es hier, mal schmerzt es dort,manchmal muss man auch fuer 2 Wochen aussetzen , aber die Lust aufs Surfen ist unvermindert da. Und da mein Sohn mit seinen 9 Jahren auch schon richtig abgeht und erschreckend schnell besser wird , ist das noch eine zusaetzliche Motivation , alles zu geben , damit ich da noch ein paar Jahre mithalten kann.

    In diesem Sinne : Keep on Riding !!!
    IMG_8847.JPG
    IMG_9083.JPG

    Anhänge:
    1. IMG_8847.JPG
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    22. August 2013 um 1:52 Uhr #139246
    Dr. Surf
    Teilnehmer

    Gibt’s auch in Deutschland, man denke nur an die Gebrüder Behrens, die in den 60er Jahren das surfing nach Sylt brachten und noch heute im fortgeschrittenen Alter auf dem surfboard anzutreffen sind. Sie und die vielen anderen Männer und Frauen mittleren und höheren Alters, die ungeachtet des Alters mit der größten Selbstverständlichkeit Wellen reiten, sind meine Inspiration. Ich werde, so körperlich unversehrt, auch so lange surfen wie es geht. Es ist eine Leidenschaft, die garantiert niemals erlöschen wird. Ich meine, nach selber fast 20 Jahren auf dem surfboard ist das ein unvorstellbarer Gedanke. Und ich bin mir sicher, ich werde nicht der einzige deutsche Opa in den lineups dieser Welt sein, denn grade in den letzten 10 Jahren sind in Deutschland viele surfer dazu gekommen, von denen sicherlich der/die eine oder andere ebenfalls dabei bleiben wird. Einmal surfer, immer surfer…

    Ich wink dann mal rüber. So in 40 Jahren.

    22. August 2013 um 8:25 Uhr #139248
    Aqualife
    Teilnehmer

    So eine Seite gibt’s dann auch fuer uns:

    http://www.surfingforlife.com/surfers.html

    Nur unsere Bretter werden dann ein bisschen laenger und breiter und dicker sein….;-)

    22. August 2013 um 9:58 Uhr #139250
    götzi
    Teilnehmer

    jaaaa, also irgendwie hab ich das anfangs anders gemeint. hätte vielleicht „rippen im alter“ schreiben sollen 😉 ich finds echt toll das man surfen ins hohe alter betreiben kann, das ist ja nichts wirklich neues, aber worum es mir eigendlich ging ist, das ich es schon krass fand wie mr. byrne in dem alter noch abging. also nix da mit gemütlich longboarden auf die letzten tage, sondern noch dermaßen in balis heftigster welle zu chargen!
    für mich ist das eben eine tolle aussicht, wenn man sieht das man auch später nicht nur surfen, sondern ordentlich gas geben kann. darauf wollte eigendlich hinaus! cheers

    22. August 2013 um 10:49 Uhr #139252
    paolopinkel
    Teilnehmer

    Und was macht man mit dem Gebiss vor der nächsten Session? Ich meine bei nem heftigen Wipeout geht das schnell mal verlohren…Und ohne Zähne im Mund am Lineup, da kann einem ja keiner wirklich verstehen…

    Gruss Pp

    22. August 2013 um 12:01 Uhr #139253
    Dr. Surf
    Teilnehmer

    Und was macht man mit dem Gebiss vor der nächsten Session? Ich meine bei nem heftigen Wipeout geht das schnell mal verlohren…Und ohne Zähne im Mund am Lineup, da kann einem ja keiner wirklich verstehen…

    Gruss Pp

    Sollst ja nicht labern, sollst surfen. B)

    22. August 2013 um 12:19 Uhr #139254
    Aqualife
    Teilnehmer

    Hatte das Privileg mit Peter Cole, als auch Fred van Dyke an der North Shore im Winter zu surfen, beides KEINE cruisenden Longboarder. Peter Cole mit ueber 70 in Waimea Bay chargen zu sehen ist unglaublich, besonders wenn sich die meisten da nicht mal mit 25 raustrauen. Und Ken Bradshaw ist ja auch nicht mehr so jung.
    Zaehne braucht man zum Surfen wirklich nicht. Mein Kumpel hat sich die Zaehne beim Skaten ausgeschlagen und laesst das Gebiss am Strand. Wenn er freundlich laechelt gehen alle im Line Up aus dem Weg, er sieht wie ein Schlaeger aus. Kriegt viele Wellen. Hat auch was!

    22. August 2013 um 12:52 Uhr #139255
    Walroß
    Teilnehmer

    Und was macht man mit dem Gebiss vor der nächsten Session? Ich meine bei nem heftigen Wipeout geht das schnell mal verlohren…Und ohne Zähne im Mund am Lineup, da kann einem ja keiner wirklich verstehen…

    Gruss Pp

    Da hilft nur die Leash fürs Gebiss! Die Frage ist nur wo man den Leashplug installiert. Im Zweifelsfall am künstlichen Hüftgelenk…

    22. August 2013 um 12:54 Uhr #139256
    Julian-4
    Teilnehmer

    sehr schöner post – das macht doch hoffnung auf noch ein paar jahrzehnte wellenfreuden!

    22. August 2013 um 12:59 Uhr #139258
    Juzi79
    Teilnehmer

    @Aqualife

    Dein Freund hat sich beim skaten so die Zähne zerschlagen, dass er ein Gebiss tragen muss? :blink: :blink: :blink: – arme Sau.

    aber ja grundsätzlich brauch man das gebiss nit im Wasser, ist ja kein Model contest 😉

    22. August 2013 um 12:59 Uhr #139259
    Julian-4
    Teilnehmer

    da haste recht! ist wirlich ne feine aussicht!

    22. August 2013 um 15:27 Uhr #139263
    roots1976
    Teilnehmer

    jaaaa, also irgendwie hab ich das anfangs anders gemeint. hätte vielleicht „rippen im alter“ schreiben sollen 😉 ich finds echt toll das man surfen ins hohe alter betreiben kann, das ist ja nichts wirklich neues, aber worum es mir eigendlich ging ist, das ich es schon krass fand wie mr. byrne in dem alter noch abging. also nix da mit gemütlich longboarden auf die letzten tage, sondern noch dermaßen in balis heftigster welle zu chargen!
    für mich ist das eben eine tolle aussicht, wenn man sieht das man auch später nicht nur surfen, sondern ordentlich gas geben kann. darauf wollte eigendlich hinaus! cheers

    Ist doch eh ein unsinniges Gerücht, daß man im Alter nach Jahrzehnte langem high performance ripping zwangsläufig zum Bummel-longboard greifen muss. Ich mein, mal ehrlich, wer sein Leben lang regelmäßig gesurft ist, dessen körperliche fitness entsprechend vorhanden ist, dessen skills sich über eine lange Zeitdauer stetig ausgebildet und gesteigert haben, der wird auch im mittleren oder hohen Alter noch in der Lage sein auf einem hohen Niveau anspruchsvolle Wellen zu surfen. Nur weil man älter wird, wird das surfing ja nicht schlechter. Im Gegenteil. Da läuft soviel technisches auf Grund von unzähligen Wiederholungen und jahrelangem Verinnerlichen so was von nebenbei und automatisch ab, daß das surfing von herausfordernden Wellen das natürlichste/selbstverständlichste der Welt wird. Wer nicht auf Grund von körperlichen Gebrechen behindert wird, der kann sich bis an sein Lebensende im Grunde stetig steigern bzw. sein Niveau halten. Je mehr Praxis desto besser. Da der gute Herr Byrne fast sein gesamtes Leben lang gesurft ist, wird im Wohl auch nicht mit 50 oder 60 plötzlich der Gedanke gekommen sein, jetzt mal einfach so mit dem aufzuhören, was er mittlerweile durch Jahrzehnte langes Üben und Perfektionieren auf hohem Niveau beherrscht, und anstatt mit seinem stick barrels in Padang zu chargen lieber freiwillig mit dem NSP-Boliden im Weißwasser von Kuta rumzueiern. Insofern erstaunt es mich überhaupt nicht, daß er bis zu seinem Tode mit Anfang 60 (und sicherlich noch lange darüber hinaus) noch anspruchsvolles surfing an den Tag legen konnte. Das musste zwangsläufig so sein.

    22. August 2013 um 19:57 Uhr #139271
    götzi
    Teilnehmer

    wenns so bei mir sein wird, dann bin ich superhappy! aber ich glaube das trifft nicht für alle zu. ich denke was so generell mit älteren menschen passiert könnte dem hard-charging im wege stehen. zum einem ist dieses „ruhiger treten“ ja so eine sache. die mehrheit der älteren haben keinen bock mehr auf halli galli und vieleicht sind barrels da auch davon betroffen? das eine oder andere körperliche gebrechen wird warscheinlich auch mitspielen…
    aber anyway, ich schau das ich einfach zu der sorte gehöre, die mit 100 noch tubes bekommt, ha!

    23. August 2013 um 0:51 Uhr #139277
    Aqualife
    Teilnehmer

    @Juzi79 – yep, hab den Kerl in San Clemente bei Trestles kennengelernt, hat mich angelaechelt und ich bin fast vor Angst vom Brett gefallen, Glatze, Tattoos und keine Vorderzaehne mehr, sah zum Fuerchten aus, dann hat er erzaehlt, wie er seine Zaehne losgeworden ist. Als wir dann am Strand waren, hatte er da seinen Rucksack mit einem Schild „If you want to steal my gear, can you please leave my teeth?“ In Indo haben sie ihm schon mal sein Gebiss geklaut und er hat dann von Banana Smoothies gelebt bis er nach Hause gekommen ist. Netter Kerl. Hat bloss ein paar Probleme mit den Maedels, die finden den Trick mit dem Rausnehmen der Zaehne nicht so toll….

    Ansonsten: wir treffen uns dann alle in Padang Padang an Goetzi’s 100sten…

    23. August 2013 um 1:16 Uhr #139278
    götzi
    Teilnehmer

    Ansonsten: wir treffen uns dann alle in Padang Padang an Goetzi’s 100sten…

    😆 😆

    23. August 2013 um 7:21 Uhr #139280
    Surfer_Ol
    Teilnehmer

    beneidenswert schön das es menschen gibt die im gesetzeren alter noch in harten wellen gut surfen können. aber das es zwangsläufig so ist, wenn man das ganze leben gesurft ist halte ich mehr als abwegig. zunehmendes gewicht (stoffwechsel), verschlissene knochen, muskelabbau und allgemein beeinträchtigte sinnesorgane usw. tun ihr übriges. von gicht, rheuma, athrose usw. will ich erst gar nicht anfangen. bedeutet weniger paddelpower, minimum kondition und langsamere bewegungsabläufe. ist ja nicht so, dass die retner hier in deutschland wir jan ullrich durch die stadt radeln oder den albatros im freibad machen. ottonormalverbraucher aus deutschland mit job, auch wenn er jahrzehnte surft, muss wahrscheinlich irgendwann seinem alter tribut zollen, leider.
    ich finde es aber auch toll und bewundernswert, wenn es andere beispiele gibt, sicherlich auch in bestimmten ländern mehr als hier. ausnahmen gibts bekanntlich ja immer, juppi hesters raucht auch noch kette mit 110 jahren;-)

    23. August 2013 um 9:40 Uhr #139285
    Juzi79
    Teilnehmer

    ich bin der meinung, dass mit hilfe von yoga, man auch im hohen alter, noch recht fit sein kann.

    23. August 2013 um 14:31 Uhr #139288
    tiill
    Teilnehmer

    Das Hauptproblem fast aller Deutschen ist wohl einfach die fehlende körperliche Betätigung gepaart mit einer grausamen Ernährung.
    Deswegen werden wohl von der breiten Masse „Alterserscheinungen“ wie extremer Muskelabbau und sonstige vermeidbare Krankheiten wie z.B. Arthrose akzeptiert und als normal angesehen.
    Mit regelmäßigem (nicht alle zwei Wochen) ordentlichem Sport (10 Minuten um den Block walken zählt leider auch nicht) kombiniert mit guter Ernährung (bitte keine 7x pro Woche Discounterfleisch mit Nudeln und einer halben Tomate) kann man bis in das hohe Alter fitter bleiben als es die meisten Deutschen mit vierzig sind.
    Man muss sich aber auch bewusst für solch ein gesundes Leben entscheiden und dementsprechend sein Leben ein wenig umstellen.

    23. August 2013 um 14:51 Uhr #139289
    roots1976
    Teilnehmer

    beneidenswert schön das es menschen gibt die im gesetzeren alter noch in harten wellen gut surfen können. aber das es zwangsläufig so ist, wenn man das ganze leben gesurft ist halte ich mehr als abwegig. zunehmendes gewicht (stoffwechsel), verschlissene knochen, muskelabbau und allgemein beeinträchtigte sinnesorgane usw. tun ihr übriges. von gicht, rheuma, athrose usw. will ich erst gar nicht anfangen. bedeutet weniger paddelpower, minimum kondition und langsamere bewegungsabläufe. ist ja nicht so, dass die retner hier in deutschland wir jan ullrich durch die stadt radeln oder den albatros im freibad machen. ottonormalverbraucher aus deutschland mit job, auch wenn er jahrzehnte surft, muss wahrscheinlich irgendwann seinem alter tribut zollen, leider.
    ich finde es aber auch toll und bewundernswert, wenn es andere beispiele gibt, sicherlich auch in bestimmten ländern mehr als hier. ausnahmen gibts bekanntlich ja immer, juppi hesters raucht auch noch kette mit 110 jahren;-)

    Ich bin jetzt 37 Jahre alt und bei weiterhin gesundem Lebenswandel, Muskel-, Ausdauer- und Beweglichkeit erhaltenden Leibesertüchtigungen, ausgeglichener Ernährung, positiver Lebenseinstellung und dem Quäntchen Glück, daß mich nicht die Gicht, der Krebs oder ähnlich Schlimmes heimsucht, sehe ich mich durchaus noch 30 oder mehr Jahre auf dem surfboard stehen. Und das nicht nur in waist high Holland wind chop, sondern z.B. auch weiterhin in hohlen Indo-Brechern. Der deutliche Leistungsabbau bei vielen Menschen im steigendem Alter liegt meiner Meinung nach nicht in der Veränderung des Stoffwechsels begründet, sondern in einem jahrelangen Sich-hängen-und-gehen-lassen, in zu wenig oder zu einseitiger körperlicher Bewegung/Belastung, in zu viel Alkohol, Rauchen, schlechter Ernährung, Lethargie, Depression, Mangel an Selbstachtung und Disziplin, etc. Wer seine Rückenschmerzen auf den Büro-Job schiebt, sollte vielleicht mal aktiv was für die Stärkung bestimmter Muskelgruppen und für die Körperhaltung tun, anstatt zu Hause gleich auf der Couch da weiter zu machen, wo man auf dem Bürostuhl aufgehört hat. Wer sich über seine Wampe aufregt, sollte vielleicht mal seinen Ernährungs- und (nicht vorhandenen) Fitnessplan optimieren (lassen). Und so weiter und so fort. Natürlich lässt sich so nicht die ewige Jugend gewinnen, aber man kann so deutlich seine Leistungsfähigkeit, Fitness und einen guten Gesundheitszustand bis ins Alter erhalten. Wenn ich mich hier so die letzten Tage in den line ups an verschieden spots rund um Bali umgeschaut habe, dann waren da immer auch Herren Ende 40 bis Anfang 60 dabei, die den Jungen eindrucksvoll gezeigt haben, was im Alter noch geht. Von trägem und steifem Gerutsche war da weit und breit nichts zu sehen. Und die haben sicherlich alle einen Job, eine Stoffwechselveränderung etc.

    23. August 2013 um 14:54 Uhr #139290
    roots1976
    Teilnehmer

    Das Hauptproblem fast aller Deutschen ist wohl einfach die fehlende körperliche Betätigung gepaart mit einer grausamen Ernährung.
    Deswegen werden wohl von der breiten Masse „Alterserscheinungen“ wie extremer Muskelabbau und sonstige vermeidbare Krankheiten wie z.B. Arthrose akzeptiert und als normal angesehen.
    Mit regelmäßigem (nicht alle zwei Wochen) ordentlichem Sport (10 Minuten um den Block walken zählt leider auch nicht) kombiniert mit guter Ernährung (bitte keine 7x pro Woche Discounterfleisch mit Nudeln und einer halben Tomate) kann man bis in das hohe Alter fitter bleiben als es die meisten Deutschen mit vierzig sind.
    Man muss sich aber auch bewusst für solch ein gesundes Leben entscheiden und dementsprechend sein Leben ein wenig umstellen.

    Zwei „Dumme“, ein Gedanke. Während des Tippens hast du im Grunde schon alles gesagt. Stimme dem völlig zu…

    23. August 2013 um 15:11 Uhr #139291
    Juzi79
    Teilnehmer

    @till und roots

    habt ihr sehr gut erkannt! ich bin genau der selben meinung (na das rauchen ist noch mein einziges ungesundes laster).

    Bin mittlerweile auch 34, hab keine zipperlein, hab trotz 1 cm unterschied zwischen linkem und rechtem bein sowie eines schiefen beckens (schwerer unfall als kind) und bürojob, davor körperlich anstrengende kellnerarbeit als student, einen top rücken und muss gott sei dank keine schuheinlagen tragen wegen den 1 cm unterschied. Das hab ich jahrelangem training zu verdanken.

    Wer rastet der rostet, da ist was dran.

    Es gibt so viele junge menschen die rückenprobleme haben, das ist schon sehr erschreckend, aber meistens sind es die, die sich zu sehr belastet haben und dabei kein sport getrieben haben.

    23. August 2013 um 17:04 Uhr #139292
    paolopinkel
    Teilnehmer

    Eine gesunde Lebensweise wie sie hier von roots etc beschrieben wurde ist auch zu empfehlen, wenn man nicht die Absicht hat, mit 60 Padang Padang zu surfen.

    Aber was noch zum Thema sagen wollte ist, dass Veranlagung schon auch eine nicht unerhebliche Rolle spielt, was Stoffwechsel, Stärke und Beweglichkeit der Gelenke und Knochen mit Zunahme des Alters, halt wie alles andere „anatomische“ auch anbelangt. Gesunde Lebensweise ist sicher generell zu empfehlen, aber die genetische Veranlagung kann man damit nicht übertrumpfen.

    Mein Kumpel war Halb- Profifussballer. Die hatten einen in der Manschaft, der ist nicht selten mit nem
    Bigmac und einer Cola in den Händen dahergekommen, hatte aber trotzdem eine der besten Konditionen und gehörte zu den besten Spielern.

    Dann spielt halt auch der Beruf, den man die meiste Zeit ausgeübt hat eine Rolle. Jemand, der sein Leben lang als Zimmermann, Bodenleger, Maurer etc gearbeitet hat, wird mit Sicherheit nicht Padang Padang bei 6ft surfen mit 60. Ein Physiotherapeut, Bürolist (mit Gesundheitsbewusstsein) oder Krankenpfleger schon eher denke ich.

    Gruss

    Pp

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