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Lizzie aktualisiert.
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30. Juli 2013 um 19:33 Uhr #35330
götziTeilnehmerhttp://www.surfermag.com/features/reunion-island-bans-surfing/
kommt grad auf FB rein, das sind mal Interessante News.
Einerseits wird Surfen, Schwimmen und Bodyboarden verboten, und weiters werden 90 Haie getötet. Die Bevölkerung ist gespalten darüber.
Mir kommts so vor als ticken die Haie in Reunion echt ein wenig anders als z.b. in Indo, Malediven oder Sri Lanka…
War schon jemand da? Gibts dort einfach mehr Menschen im Wasser oder sind die Fische langsam auf den Geschmack gekommen?30. Juli 2013 um 20:02 Uhr #138863
AnonymInaktivDas Problem ist nicht der Hai sondern der Mensch.
Ich halte solche Nachrichten für völlig übertrieben, aber damit lassen sich eben Quoten generieren (bezogen auf die Berichterstattung in vielen anderen Medien zu diesen Vorfällen). Laut sharkattackfile gab es in den letzten 100 Jahren (bzw. seit Aufzeichnungsbeginn) 55 Haiunfälle auf Reunion. Von überhaupt nicht verletzt bis tödlich. Wegen zwei tödlichen Unfällen in 2013 (und soviel ich weiss bis jetzt auch die einzigen) jetzt diese sowieso schon vom Aussterben bedrohten Tiere weiter zu verteufeln und zu jagen ist schon sehr traurig.Im übrigen sind dieses Jahr schon mehr als 150 Leute von Nilpferden getötet worden, darüber konnte ich aber nichts in der Presse lesen…
Bevor irgendjemand diese Tiere verurteilt sollte er sich ein wenig in die Materie Hai und Auswirkung auf unser Ökosystem einlesen und wird festestellen wie wichtig der Hai für unser eigenes Überleben auf dem Planeten ist.
Ich kann ein Buch von Erich Ritter empfehlen wo auch auf einigen Seiten auf die Risikogruppe Surfer eingegangen wird. Sehr interessant sind auch die Feldversuche mit diversen Attrappen, menschlichem Blut etc. Es wird mit vielen veralteten Ansichten aufgeräumt und sehr gut erklärt warum es zu Haiunfällen kommen kann…und es ist nicht weil sie auf den Geschmack gekommen sind 😉 Das Beuteschema der Haie ist über Millionen von Jahren geprägt worden, der Mensch ist noch nicht lange genug auf diesem Planeten (und im Wasser) um darin vorzukommen und vermutlich werden wir es auch nicht lange genug sein wenn wir weiterhin hunderte Millionen Haie jedes Jahr töten.
So genug den Moralapostel rausgehängt 😉
Wen es genauer interessiert:
Haie – Menschen- Begegnungen
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30. Juli 2013 um 21:39 Uhr #138868
götziTeilnehmermarty, lies bitte den artikel, es geht nicht um ne attacke sonder ums surfverbot.
auf diese omnöse file würde ich mich auch nicht verlassen, ich bezweifle stark das hier die realität wiedergegeben wird.
zum thema milionenaltes beuteschema: es wurde in ausralien (glaub ich) ein giftiger frosch eingeschleppt. die local störche fressen gerne frösche und haben auch diese gerne mitgegessen – sind daran gestorben. es hat gerademal zwei storchgenerationen gebraucht, bis die störche erkannt haben, das der magen des frosches der giftige teil ist. sie snacken die viecher bis heute, nur verschmähen sie die mägen und leben glücklich weiter – überleben derer die sich am besten anpassen.30. Juli 2013 um 22:05 Uhr #138870
AnonymInaktivIch habe ja geschrieben, dass es mir um die Gesamtberichterstattung zu dem Thema geht, und nicht nur um diesen Artikel.
zum thema milionenaltes beuteschema
Wenn Du glaubst, dass Du besser Bescheid weisst wie führende Haiwissenschaftler die ihr Leben der Aufklärung und Erforschung dieser Tiere gewidmet haben, dann brauchen wir hier nicht weiter diskutieren. Und ich habe so fast alles gelesen was in den letzten Jahren als Hai-Literatur herausgekommen ist, daher glaube ich dass ich momentan sehr gut informiert bin was dieses Thema angeht. Wenn es Dich wirklich interessiert…oben habe ich einen Link gepostet zu einer sehr guten deutschsprachigen Literatur die sich ausschliesslich mit dem Thema Mensch und Hai beschäftigt. Und das nach den wirklich aktuellem Stand der Wissenschaft und nicht die Mythen aus den 80ern und 90ern wiederholt. U.a. glaube ich dass Erich Ritter einer der renommiertesten Haiforscher der heutigen Zeit ist und vorallem auch nach seinem eigenen Haiunfall weiß wovon er redet.
Für mich ist das teilweise ein emotionales Thema…daher bin ich lieber raus aus dem Thema.
30. Juli 2013 um 22:22 Uhr #138871
götziTeilnehmerok, du bist super informiert. dann klär mich auf:
der hai wird also sein verhalten nicht verändern, auch wenn über jahrzente hinweg vergleichsweise leichte beute im wasser schwimmt?ich weis echt nicht wie es wirklich vor ort ist, aber wenn leute zu protestieren anfangen und dann solche konsequenzen folgen, dann ist schon was im busch. anscheinend ist die situation nicht soo easy
30. Juli 2013 um 22:26 Uhr #138872
AnonymInaktivWenn es Dich wirklich interessiert…oben habe ich einen Link gepostet
Für mich ist das teilweise ein emotionales Thema…daher bin ich lieber raus aus dem Thema.
….außerdem habe ich den Eindruck dass Du schon eine sehr zementierte Meinung hast und die Zeit verschwendet wäre. Nimms mir bitte nicht übel.
30. Juli 2013 um 22:29 Uhr #138873
paolopinkelTeilnehmerAlso ich habe meinen Stormriders Guide vor 10 Jahren gekauft. Und da steht bei Reunion bei den minus auch „shark threats“….Ist also nicht ein Problem das erst seit wenigen Jahren da existiert…
Und wenn die auf Reunion 100 Haie töten um zu sehen, ob das die Situation verbessert, dann ist mir das allemal lieber als die Chinesen, in deren Auftrag ein x-faches an Haien jeden Tag dran glauben müssen…Die Behörden haben wenigstens einen respektablen Grund. Weil wenn der Tourismus da irgendwann zusammenbricht, weil die Leute Angst haben von einem Hai gebissen zu werden, dann verarmt das Land noch mehr und das führt wieder dazu dass weniger Geld da ist, um die Haie zu schützen…
Aber der TO wollte ja eigentlich nur wissen, ob jemand weiss, warum die Haie an gewissen Orten mehr agro zu sein scheinen. Würde mich auch interessieren…
Gruss Pp
30. Juli 2013 um 22:32 Uhr #138874
roots1976TeilnehmerDieses Interview mit Jeremy Flores, der auf La Reunion geboren und aufgewachsen ist, nebst der Kommentare zu dem Interview zeigen ganz deutlich auf, wo die Ursachen für den drastischen Anstieg bestimmter Haiarten-Populationen zu suchen sind…
30. Juli 2013 um 23:21 Uhr #138878
search4wavesTeilnehmerEin Freund von mir hat die letzten Jahre auf Reunion gelebt und gearbeitet. Seine Schilderungen decken sich mit der Erzählung in dem Interview mit Jeremy Flores.
Das Haiproblem ist keine medial geschaffene Phobie sondern sehr real. Die Naturschutzgebiete an den Riffen locken größere Fische und auch wieder viele Wasserschildkröten an, und damit auch die Haie.
Eigentlich wollte er nach kurzem Aufenthalt in Festland Frankreich wieder zurück nach Reunion. Aber als frischgebackener Vater und mit den gesperrten Stränden überlegt er sich das vielleicht nochmal.31. Juli 2013 um 12:34 Uhr #138887
surfingdudeibkTeilnehmerhey götzi, wenn dich das thema interessiert dann meld dich mal bei mir.
ich schreib gerade ein paper zum thema shark attack- managment (aus medizinischer sicht) dazu hab ich echt viel hintergrundinfos zu solchen themen.13. August 2013 um 13:25 Uhr #139072
TheFuryMitgliedBevor irgendjemand diese Tiere verurteilt sollte er sich ein wenig in die Materie Hai und Auswirkung auf unser Ökosystem einlesen und wird festestellen wie wichtig der Hai für unser eigenes Überleben auf dem Planeten ist.
das ist so nicht ganz richtig. also nicht, dass ich der meinung wäre, dass man alle haie abschlachten sollte, aber so funktioniert evolution nicht, das ist eine recht simplifizierte vorstellung von: oh ich nehme ich glied raus und dann fällt alles zusammen.
würde es keine haie geben, würde sich eine andere spezies in diese evolutionslücke schieben. tierarten sterben ständig aus, jeden tag und das auch schon bevor es den menschen gab. ja ganze weltpopulationen hats schon hingerafft. die natur gibt es immernoch und wird es auch noch geben, da sollte man also nicht so viel panik schieben. the planet is fine. (the people may be fucked 😀 )
14. August 2013 um 0:14 Uhr #139087
Peter_LeeTeilnehmerhallo götzi, meine antwort betrifft nicht deine frage, aber ich habe gelesen, dass gerade auf reunion, die haie über einen langen zeitraum gefütter wurden (fischer) und das hat auf lange sicht die haie angelockt, hinzu kommen die naturschutzgebiete, wo haie noch viele fanggründe vorfinden. hab den artikel auf einer amerikanischen naturwissenschafts-website. ich hoffe, dass ich den artikel wieder finde.
was die anderen antworten betrifft. einige sollten sich mit diesem sehr komplexen thema mehr auseinandersetzen, bevor sie irgendetwas schreiben. ich habe die plattform surfer for sharks gehabt und mich zwei jahre mit dem thema auseinandersetzt und mit zwei namhaften haischutzorganisationen zusammengearbeitet, nur leider wurde die seite zweimal gehackt.
tierarten sind seit jeher ausgestorben, das stimmt, nur der hai, ist einer der wenigen arten, die seit urbeginn der meere existieren. das alleine sollte zum nachdenken anregen. der hai als oberster jäger im meer, kann sich klarerweise nur langsam vermehren, gilt für alle jäger. in gegenden, wo die haie extrem dezimiert vorkommen, veralgen meere/riffe/usw. mehr, was extreme folgen hat. folgen sind zum beispiel extreme vermehrungen von quallenarten, beispiel japan, philippinen. und riesenquallen oder würfelquallen und co sind gerade für surfer wesentlich unangenehmer als haie und der tod der regulierten fischerei. ich bin ohnehin der meinung, dass surfer haie schätzen sollten, immerhin sind sie ein wichtiger faktor für das ökologische gleichgewicht der ozeane.
und, dass haie ihr verhalten ändern können/sollen/werden, mag schon stimmen, nur gibt es keine dauerhafte strategie gegen die jagdstrategien des (vermeintlich klugen) menschen.
😉 lg
14. August 2013 um 0:36 Uhr #139088
TheFuryMitgliedmag ja sein, ich finde es nur interessant, dass oftmals die „haiverteidiger“ vom festland kommen. sehr oft wenn ich leute treffe, die täglich im „fadenkreuz“ sind, etwa australier oder amis, sind deren meinungen nicht ganz so politisch korrekt. man kann auch die kommentarseiten von lokalen zeitungen, wenn man wieder irgendwo jemand getötet wurde.
ich stehe der sache recht neutral gegenüber, aber wenn es keinen ernsthaften grund gibt und diese menschen gefährlich werden…naja dann schlägt halt die evolution zu. wölfe und bären in mitteleuropa hat es auch schon erwischt und der kontinent ist noch nicht explodiert. genauso geht es vielerorts anderen jägern, die „seit millionen von jahren“ bestehen, etwa krokodile.
letztendlich wollte ich nur einwerfen, dass artenschutz für sich kein legitimer zweck ist, solange dadurch gefahr für menschen bestehen kann.naja, vielleicht gibt es in ein paar jahren einfach einen bissfesten neo, dann wird die ganze geschichte wesentlich harmloser 😀
14. August 2013 um 10:13 Uhr #139094
götziTeilnehmerhallo götzi, meine antwort betrifft nicht deine frage, aber ich habe gelesen, dass gerade auf reunion, die haie über einen langen zeitraum gefütter wurden (fischer) und das hat auf lange sicht die haie angelockt, hinzu kommen die naturschutzgebiete, wo haie noch viele fanggründe vorfinden.
ja das ist ja schon mal was. anscheinend hat der mensch da schon seit langem zum verhalten beigetragen. weisst du warum die haie gefüttert wurden?
könnte ja die antwort sein, warum auf den malediven, oder den seychellen, die jetzt nicht sooo weit weg sind die situation komplett anders ist.dass artenschutz für sich kein legitimer zweck ist, solange dadurch gefahr für menschen bestehen kann.
naja. bei sowas gibts immer viel kontroverse, wie z.b. indische siedlungen mitten im dschungel vs. tiger. aber die situation ist hier anders. der mensch muss nicht ins wasser, er wohnt nicht da und eigendlich gäbs keine probleme, würde er nicht surfen.
ein interessanter beitrag zu dem thema gabs jetzt übrigens von einem wissenschaftler. er sagt, dass surfer dazu tendieren mehr risiko in kauf zu nehmen als andere. und viele surfer gehen/gingen auf reunion mit vollen bewustsein der situation ins wasser. quasi mit dem motto: „wenns passiert, dann passierts mir halt.“ aber es passiert nicht nur dem attackierten, sondern allen auf der insel. so ne attacke hat einen impact auf die ganze insel (und darüber hinaus), was die ganze gesellschaft/tourismus, etc. betrifft.
http://www.surfline.com/surf-news/french-government-bans-surfing-hunts-sharks-in-response-to-reunion-island-attacks_100330/
mit dem gedanken im kopf würden glaube ich ein paar surfer aus dem wasser bleiben, zumindest für ne weile 😉14. August 2013 um 10:52 Uhr #139095
Peter_LeeTeilnehmer@ götzi: leider nicht genau, nur eben, dass sie auch angefüttert wurden (tourismus, taucher, haifangmethode, …?).
@ TheFury: Der unterschied zu einem natürlichen artensterben ist aber, dass haie gezielt gejagt werden. Ich verstehe ja, wenn Fischer, beispielsweise in der Karibik, Haie jagen, weil sie selbst nichts zum essen haben und damit geschäft betreiben. das problem ist halt der konsument und vorallem china. dass haie nur wegen ihrer finnen gejagt werden, verschlimmert das ganze nur. hinzu kommt, dass haifleisch hohe giftwerte aufweist. in vielen ländern wird schwangeren sogar davor abgeraten, haifleisch zu essen.
wie kommst du darauf, dass haiverteidiger meist vom festland kommen. beispielsweise südafrika. da lieben surfer, biologen, taucher, usw. den great white. in australien ebenso. die meisten marine society organisationen kommen aus den usa, australien, darunter viele surfer. ich habe damals ein t-shirt design gespendet bekommen, vom new jersey surfclub. die menschen, die vom festland kommen, sind halt meeresbiologen und engagierte leute, die einen näheren bezug haben, z.b taucher, zum teil surfer.
14. August 2013 um 11:23 Uhr #139096
paolopinkelTeilnehmerLetztendlich muss für Reunion eine Lösung gefunden werden. Ich finde es immer wieder lustig wie z.B. wir Mitteleuropäer den Moralapostel gegenüber Drittweltländern spielen wollen. Die wenigstens von uns scheinen sich bewusst zu sein, was früher mal alles in unseren Seen, Flüssen und Wäldern existiert hat und dies heute nicht mehr tut, zumindest nicht annähernd in der Zahl wie früher. Reunion wird eine Lösung suchen damit der Tourismus dem Land weiterhin ein Einnahmequelle bietet, vielleicht sogar die wichtigste. Und Reunion wird dabei sicher nicht Rücksicht auf die Empfindlichkeiten von Idealisten aus der ersten Welt nehmen und das zu Recht. Auch wenn es bedeutet Haie zu töten. Wir reden hier nur von den Surfern. Die Surfer sind wahrscheinlich noch die geringste Sorge der Regierung. Es sind die kaufkräftigen normalen Touristen, die man nicht verlieren will.
Was bringt es Reunion, wenn sie als „Haischützer des Jahres“ in die Geschichte eingehen aber nicht genug zu Essen auf dem Teller haben?
Gruss Pp
14. August 2013 um 12:19 Uhr #139099
Peter_LeeTeilnehmerDie wenigstens von uns scheinen sich bewusst zu sein, was früher mal alles in unseren Seen, Flüssen und Wäldern existiert hat und dies heute nicht mehr tut, zumindest nicht annähernd in der Zahl wie früher.
vollkommen richtig!
14. August 2013 um 15:31 Uhr #139102
TheFuryMitgliedLetztendlich muss für Reunion eine Lösung gefunden werden. Ich finde es immer wieder lustig wie z.B. wir Mitteleuropäer den Moralapostel gegenüber Drittweltländern spielen wollen. Die wenigstens von uns scheinen sich bewusst zu sein, was früher mal alles in unseren Seen, Flüssen und Wäldern existiert hat und dies heute nicht mehr tut, zumindest nicht annähernd in der Zahl wie früher. Reunion wird eine Lösung suchen damit der Tourismus dem Land weiterhin ein Einnahmequelle bietet, vielleicht sogar die wichtigste. Und Reunion wird dabei sicher nicht Rücksicht auf die Empfindlichkeiten von Idealisten aus der ersten Welt nehmen und das zu Recht. Auch wenn es bedeutet Haie zu töten. Wir reden hier nur von den Surfern. Die Surfer sind wahrscheinlich noch die geringste Sorge der Regierung. Es sind die kaufkräftigen normalen Touristen, die man nicht verlieren will.
Was bringt es Reunion, wenn sie als „Haischützer des Jahres“ in die Geschichte eingehen aber nicht genug zu Essen auf dem Teller haben?
Gruss Pp
ganz genau meine meinung!
@peter leeich sehe nicht wirklich einen unterschied zwischen „auf natürliche weise ausgestorben“ und „vom menschen ausgerottet“. weg ist weg. allein, das letztere geht wahrscheinlich schneller. wie gesagt: ich sehe keinen grund, warum es auf einmal eine ausnahme von der evolution geben sollte und ein loch in der nahrungskette entsteht, wenn haie weg wären. irgend eine andere spezies wird sich in diese lücke einfinden, so wie in jedem anderen ökosystem.
14. August 2013 um 16:15 Uhr #139104
Peter_LeeTeilnehmerstimmt schon, unterm strich sind die haie weg. aber was gibt dem mensch denn die berechtigung mal grob gesagt, eine art auszulöschen? noch dazu eine art, die weder sonderlich gesund ist zu verzerren, noch sind die potenzfördernden heilkräfte der finnen nicht bewiesen. die jagd auf den hai ist so ziemlich eine der sinnlostesten, weil der hai nicht verzerrt wird, sondern hauptsächlich der finnen wegen gejagt wird. dann kommt noch die brutalität der jagd hinzu. jagt man eine andere art aus gründen der ernährung, stehe ich vollkommen dahinter, alles andere ist sehr fragwürdig. wie götzi auch gesagt, das meer ist nicht der lebensraum des menschen.
wenn du mit der ökologischen meerespyramide anfängst, kannst du gleich sehr weit ausholen, denn die problematik betrifft nicht nur haie, sondern auch viele andere jäger. schwertfische, thunfische, … usw. hol dir mal vom mare verlag den ocean review. eine zusammenführung von jährlichen wissenschaftlichen erkenntnissen die meere und deren zustand betreffend. und wie gesagt, derzeit sind quallen im vormarsch, weil immer weniger jäger im meer flächendeckend ausbalanciert unterwegs sind.
14. August 2013 um 16:21 Uhr #139105
TheFuryMitgliedder mensch braucht keine berechtigung, das ist halt evolution in purster form. dominante tierarten verdrängen alle anderen tierarten, die ihnen entweder schmackhaft oder gefährlich sind. entweder das balanciert sich dann aus oder führt zum aussterben der dominanten art selbst.
versteh mich nicht falsch, ich beziehe da gar keine position. ich meine nur, dass aus „moralischer sicht“ die erhaltung einer rasse kein wirklicher grund ist etwas zu jagen oder nicht, denn dem hai selbst ist es wurscht ob er der letzte seiner art ist, er weiß es im zweifelsfall nicht. wenn man so weit ausholt kann man generell darüber diskutieren ob es richtig ist tiere zu töten oder nicht usw. usf.
mein punkt bzw. eher eine frage war: ist es wissenschaftlich erwiesen, dass bei ausrottung aller dem menschen gefährlichen haiarten, ein für den menschen spürbarer schaden im ökosystem der meere entsteht? oder könnte es sein, dass sich das system entsprechend ausbalanciert, so wie es das auch an land tut? (letzteres erscheint mir dabei plausibler, da haie auch nicht die ersten meeresjäger wären, die aussterben. und auch nicht die ersten die von der spitze der nahrungskette verschwinden.)
14. August 2013 um 16:48 Uhr #139106
Peter_LeeTeilnehmerdominante tierarten verdrängen alle anderen tierarten, die ihnen entweder schmackhaft oder gefährlich sind
welche tierarten sollen das denn sein? normalerweise ensteht ein sich selbst regulierendes gleichgewicht. dominante tierarten (jäger) sind zahlenmäßig immer geringer, da sie ja sich schnell vermehrende tierarten kontrollieren sollen und nicht die oberhand gewinnen sollen.
entweder das balanciert sich dann aus oder führt zum aussterben der dominanten art selbst.
dominante tierarten (jäger) sind, meines wissen nach(!!!) und das ist gering 🙁 , deswegen ausgestorben, weil ihr fressverhalten / jagdverhalten nicht effizient genug war, weniger, weil eine andere tiertart sie ausgelöscht hat. hinzu kommen noch äußere (theoretische) faktoren, wie umweltkatastrophen.
versteh mich nicht falsch, ich beziehe da gar keine position. ich meine nur, dass aus „moralischer sicht“ die erhaltung einer rasse kein wirklicher grund ist etwas zu jagen oder nicht, denn dem hai selbst ist es wurscht ob er der letzte seiner art ist, er weiß es im zweifelsfall nicht. wenn man so weit ausholt kann man generell darüber diskutieren ob es richtig ist tiere zu töten oder nicht usw. usf.
ich verstehe dich nicht falsch, jeder kann seine meinung / ansicht haben und man soll sich austauschen können. die moralische sicht ist aber wichtig. naturvölker, die noch keinen supermarkt gekannt haben und nicht solche „weicheier“ wie wir waren, die sich ums töten keine gedanken machen müssen, haben ihre jagdbeute sehr wohl geschätzt und nie eine art ausgerottet. die hatten soviel verständnis, dass es ja keinen sinn macht, sein futter selbst auszuradieren. das schafft nur der gewissenlose, ethisch ignorante moderne mensch.
es geht zwar im thread um haie, aber wir beide bewegen uns schon viel zu weit in andere, weit größere problembereiche hin. überfischung der meere. und genau hier, schneidet der mensch sich ins eigene fleisch. ganze regionen sind arbeitslos, weil sie nichts mehr zu fischen haben.
: ist es wissenschaftlich erwiesen, dass bei ausrottung aller dem menschen gefährlichen haiarten, ein für den menschen spürbarer schaden im ökosystem der meere entsteht?
angeblich schon, wobei ich selbst als haifreund, diese fakten mit vorsicht genieße. über den hai und sein verhalten weiß man noch wenig, es gibt zu wenige langzeitstudien, aber dennoch sind viele zusammenhänge plausibel. vor allem was die ökologie der riffe betrifft. australische studien haben ergeben, dass riffe auf lange sicht sterben, wenn der hai fehlt. sollten diese apokalyptischen aussagen stimmen, können alle ozeane veralgen und somit wäre der ganze planet betroffen. wir erleben es sicher nicht mehr und können in noch halbwegs sauberen meeren unsere wellen surfen 😉
aber wie gesagt, bestell dir den kostenlosen world ocean review (jedes jahr) über den mare verlag, sehr interessant und direkt von den universitäten für meeresökologie. vergiss irgendwelche seiten von haifreunden und deren infos.
14. August 2013 um 17:42 Uhr #139107
TheFuryMitgliedwelche tierarten sollen das denn sein? normalerweise ensteht ein sich selbst regulierendes gleichgewicht. dominante tierarten (jäger) sind zahlenmäßig immer geringer, da sie ja sich schnell vermehrende tierarten kontrollieren sollen und nicht die oberhand gewinnen sollen.
meines wissens nach kommt es durchaus vor, dass sich raubtierpopulationen zu stark vermehren und somit die balance aus dem gleichgewicht gerät. in den usa etwa werden bestimmte raubkatzen von zeit zur zeit zur jagd freigegeben, weil sich ihre population so stark erhöht, dass sie eine gefahr für die population der beutetiere und für die viehzucht werden.
aber du hast natürlich recht,dass sich das ohne den menschen insoweit von alleine reguliert, als dass die raubtierpopulation bei reduktion der beutetiere ebenfalls reduziert.dominante tierarten (jäger) sind, meines wissen nach(!!!) und das ist gering , deswegen ausgestorben, weil ihr fressverhalten / jagdverhalten nicht effizient genug war, weniger, weil eine andere tiertart sie ausgelöscht hat. hinzu kommen noch äußere (theoretische) faktoren, wie umweltkatastrophen.
ich meinte eher, dass sich jäger gegenseitig ausgelöscht haben, weil sich die eine art bei der nahrungssuche gegen die andere durchgesetzt hat. es gab ja bekanntlich auch mal wesentlich größere haie als die „läppischen“ haiarten, die wir heute haben.
angeblich schon, wobei ich selbst als haifreund, diese fakten mit vorsicht genieße. über den hai und sein verhalten weiß man noch wenig, es gibt zu wenige langzeitstudien, aber dennoch sind viele zusammenhänge plausibel. vor allem was die ökologie der riffe betrifft. australische studien haben ergeben, dass riffe auf lange sicht sterben, wenn der hai fehlt. sollten diese apokalyptischen aussagen stimmen, können alle ozeane veralgen und somit wäre der ganze planet betroffen. wir erleben es sicher nicht mehr und können in noch halbwegs sauberen meeren unsere wellen surfen
wie gesagt, wenn dem so wäre, dann müsste man haie schützen. wenn sie entbehrlich wären, würde ich als verantwortlicher auf reunion alles was nach hai aussieht und größer als 1m ist zum abschuss freigeben. im zweifelsfall ist auch aus evolutionärer sicht die unversehrtheit der eigenen art wichtiger als die einer anderen.
aber wie gesagt, bestell dir den kostenlosen world ocean review (jedes jahr) über den mare verlag, sehr interessant und direkt von den universitäten für meeresökologie. vergiss irgendwelche seiten von haifreunden und deren infos.
vielen dank, habe ich gerade gemacht. „haifreunde“ sind mir ohnehin suspekt, ich persönlich finde haie weder schön noch faszinierend. sie sind perfekte killermaschinen und letztlich einfach nur fische, welche nicht gerade zu den aufregensten tierarten gehören 😀
14. August 2013 um 18:18 Uhr #139108
surfingdudeibkTeilnehmer@TheFury: Rein darwinistisch kannst du die ganze Sache nicht sehen. Ausserdem ist der pure Darwinismus in der Wissenschaft schon seit einiger Zeit nicht mehr „state of the art“.
Wissenschaftler sind keine Hellseher und daher können sie nur Szenarien vorhersagen und nicht im Vornherein beweisen. Dennoch gibt es deutliche Hinweise darauf, dass eine Ausrottung von Haien gewaltige Auswirkungen für das gesamte Ökosystem und Konsequenz auch auf den Menschen haben wird. Wenn du die gängigen wissenschaftlichen Suchmaschienen und Journals durchsuchst kannst du genug Papers zu diesen Themen finden.
Aber du siehst schon, dass kleine Veränderungen, zB Shark Cage diving, Anfüttern, etc. das Verhalten ändert. Wie glaubst du schaut der Effekt denn erst aus wenn eine ganze Spezies verschwindet?
14. August 2013 um 18:24 Uhr #139109
TheFuryMitglieddeswegen frage ich ja, ich wüsste gerne, was da die gängige meinung in der wissenschaft ist. ich sage ja nicht, dass man haie ausrotten sollte. ich frage mich nur, welche auswirkung es auf das ökosystem hätte. dannach ließe sich nämlich mE nach beurteilen wie schützenswert die art ist.
14. August 2013 um 20:30 Uhr #139110
LizzieTeilnehmerder mensch braucht keine berechtigung, das ist halt evolution in purster form. dominante tierarten verdrängen alle anderen tierarten, die ihnen entweder schmackhaft oder gefährlich sind. entweder das balanciert sich dann aus oder führt zum aussterben der dominanten art selbst.
sorry aber das ist absoluter schwachsinn. beschaeftige dich mal ein wenig mit den grundlagen der Biologie. dieses menschliche verhalten als „pure evolution“ ist quatsch – aufgrund seiner technologischen Errungenschaften ist der mensch nicht mehr teil der natuerlichen evolution. ein extrem beispiel: technologisch waere es dem menschen möglich wahrscheinlich fast alle arten auf der welt auszurotten mit seinem arsenal an nuklear Waffen. es waere ziemlich merkwuerdig das als „natürliche“ selektion zu betrachten, denkst du nicht? unsere technologie hat uns eine hoehere Verantwortung gegenueber anderen spezien und oekosystem eingebracht.
14. August 2013 um 20:36 Uhr #139111
LizzieTeilnehmerLetztendlich muss für Reunion eine Lösung gefunden werden. Ich finde es immer wieder lustig wie z.B. wir Mitteleuropäer den Moralapostel gegenüber Drittweltländern spielen wollen. Die wenigstens von uns scheinen sich bewusst zu sein, was früher mal alles in unseren Seen, Flüssen und Wäldern existiert hat und dies heute nicht mehr tut, zumindest nicht annähernd in der Zahl wie früher. Reunion wird eine Lösung suchen damit der Tourismus dem Land weiterhin ein Einnahmequelle bietet, vielleicht sogar die wichtigste. Und Reunion wird dabei sicher nicht Rücksicht auf die Empfindlichkeiten von Idealisten aus der ersten Welt nehmen und das zu Recht. Auch wenn es bedeutet Haie zu töten. Wir reden hier nur von den Surfern. Die Surfer sind wahrscheinlich noch die geringste Sorge der Regierung. Es sind die kaufkräftigen normalen Touristen, die man nicht verlieren will.
Was bringt es Reunion, wenn sie als „Haischützer des Jahres“ in die Geschichte eingehen aber nicht genug zu Essen auf dem Teller haben?
Uebrigens, La Reunion ist kein „Dritteweltland“ sondern Teil Frankreichs! Oder sind unsere Nachbarn ein Dritteweltland???
14. August 2013 um 20:49 Uhr #139112
LizzieTeilnehmerdeswegen frage ich ja, ich wüsste gerne, was da die gängige meinung in der wissenschaft ist. ich sage ja nicht, dass man haie ausrotten sollte. ich frage mich nur, welche auswirkung es auf das ökosystem hätte. dannach ließe sich nämlich mE nach beurteilen wie schützenswert die art ist.
Probier mal Google Scholar. Manchmal findest du pdf Reprints von den Journal Artikeln auf Uni Seiten, z.b.:
http://wormlab.biology.dal.ca/ramweb/papers-total/Ferretti%20et%20al%202010_Ecol_Lett.pdf
http://www.fmap.ca/ramweb/papers-total/Heithaus_etal_2008.pdfWenn du auf Artikel direkt bei den Journals zugreifen willst, brauchst du meistens eine Subskription durch eine Uni Bibliothek o.ae.
14. August 2013 um 20:50 Uhr #139113
paolopinkelTeilnehmerUebrigens, La Reunion ist kein „Dritteweltland“ sondern Teil Frankreichs! Oder sind unsere Nachbarn ein Dritteweltland???
Und wenn man eine annektierte Kolonie Frankreichs ist, dann muss es einem ja blendend gehen.
Wikipedia: „Die Arbeitslosenquote belief sich 2008 auf mehr als 30 % und stellt damit die höchste Arbeitslosenzahl Frankreichs dar. (Noch 10 Jahre zuvor betrug die Rate 40 %.) Zudem lag 2012 die Jugendarbeitslosigkeit auf der Insel bei ca. 60 %“
14. August 2013 um 21:13 Uhr #139114
TheFuryMitgliedkommt drauf an was du als natürlich definierst. ich würde sagen, dass alles was in der natur vorkommen natürlich ist. der mensch nutzt ja keine materia, die er aus dem nichts erschafft. alles was er tut und hat entsteht durch verarbeitung natürlicher rohstoffe.
natürlich ist der mensch auch nach wie vor teild er evolution, man kann die evolution nicht umgehen oder einfach nicht mitmachen. wir passen uns immer an. beispielsweise hat man festgestellt, dass in den letzten 100 jahren junge männer immer weniger bartwuchs haben (im durchschnitt). möglicherweise haben männer in ein paar hundert jahren gar keinen bart mehr. die evolution findet immer statt.
14. August 2013 um 23:49 Uhr #139121
LizzieTeilnehmerUebrigens, La Reunion ist kein „Dritteweltland“ sondern Teil Frankreichs! Oder sind unsere Nachbarn ein Dritteweltland???
Und wenn man eine annektierte Kolonie Frankreichs ist, dann muss es einem ja blendend gehen.
Wikipedia: „Die Arbeitslosenquote belief sich 2008 auf mehr als 30 % und stellt damit die höchste Arbeitslosenzahl Frankreichs dar. (Noch 10 Jahre zuvor betrug die Rate 40 %.) Zudem lag 2012 die Jugendarbeitslosigkeit auf der Insel bei ca. 60 %“
Ich habe nirgendwo gesagt das alles dort blendend laueft. Aber Reunion ist gleichberechtigter Bezirk in Frankreich und nicht ein „Dritteweltland“, das ist nunmal Fakt. 30% Arbeitslosenquoten gibt es bestimmt auch in einigen Vorstaedten Paris oder Marseiles.
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