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- Dieses Thema hat 16 Antworten sowie 9 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 12 Jahren, 8 Monaten von
Thierry aktualisiert.
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8. Mai 2013 um 18:44 Uhr #34265
surfer-bTeilnehmerHallo zusammen,
ich habe mal eine Frage an die Profis…
Wann und vor allem wieso fährt man ein 3 oder 4 Finnen Set Up?
Ist es nur eine reine Geschmacksache oder Hat es auch was mit dem Shape des Boards (Tail) zu tun…?
Wie sehen die Finnendimensionen aus?Wäre super wenn mir einer von euch eine einfache Antwort geben könnte.
Lieben Gruß
8. Mai 2013 um 19:19 Uhr #137243
ThierryTeilnehmerHi,
also es gibt dverse unterschiede:
4 Finnen bedeuten – mehr Speed und Wendigkeit
3 Finnen wiederrum sind sehr viel Steifer und schneiden sich durchs Wasser
Soll heißen dass z.b ein Fisch mit 4 Fin Setup in kleineren Wellen wesentlich schneller ist und super viel spaß macht auch in schlechteren Bedingungen.
http://www.surfscience.com/topics/surfboard-design-and-anatomy/fins/quads-offer-speed-and-more
http://custom.surfboardshack.com/quad-fin-surfboards-the-next-best-thing-why-four-is-better/8. Mai 2013 um 19:58 Uhr #137247
AnonymInaktivHmmm, mal ne blöde Frage….mehr Speed UND Wendigkeit? Wozu gibt es dann überhaupt noch Thruster?
Ich hätte die Wendigkeit eher dem Thruster zugeordnet, besser für new school surfing und den Quads den Speed, eben für große Wellen, Barrels oder jede andere Welle in der man Speed und viel Halt an der Wand benötigt.
8. Mai 2013 um 21:05 Uhr #137252
ThierryTeilnehmerhier nochmal bisschen ausführlicher:
http://frontshoresurf.com/quad-vs-thrusters-fin-setup
Also der Große Vorteil vom Thruster ist einfach die Speedkontrolle und die Steifigkeit,
das Quadfin Setup wiederrum ermöglicht schnellere Turns und viel Speed, weil die beiden Finnen keinen Zog hinter sich herziehen sondern mit den Rails zusammenarbeiten.9. Mai 2013 um 8:58 Uhr #137254
AnonymInaktivUnd hier steht das Gegenteil 🙂
http://www.surfnation.co.uk/2009/03/are-quads-better-than-thrusters.html
Bei Dir:
Also another benefit over the thruster is its more maneuverable and turns quicker and feels more “skaty”, or loose, due to the lack of a center stabilizer fin.
bei meinem Link:
In comparison, the thruster’s relatively inefficient fin-set-up makes its tail much freer…
🙂
Jetzt fehlen halt die Urgesteine wie roots oder Rainer 😉
9. Mai 2013 um 9:27 Uhr #137255
kikerTeilnehmerHi marty,
check doch bitte mal deine PN. hab dir was geschrieben und bin mir aber nicht sicher, obs wirklich angekommen ist. falls nicht, kannste ja hier später mal kurz info geben.
danke, kiker9. Mai 2013 um 10:29 Uhr #137256
AnonymInaktivHi kiker,
habe leider nichts bekommen. Das PN System bleibt ein graus. 😉
Falls Du es noch gespeichert hast, dann schicke es mir doch nochmal.Danke!
9. Mai 2013 um 10:37 Uhr #137258
kikerTeilnehmerSo,
jetzt müsste es geklappt haben. nachricht wurde zumindest schonmal gesendet.9. Mai 2013 um 10:41 Uhr #137259
AnonymInaktivIst angekommen…antworte Dir gleich demnächst 🙂
So..geantwortet…ist echt schlimm, dass man die Threads für sowas missbrauchen muss, aber anders geht es eben nicht ohne Benachrichtigung.
13. Mai 2013 um 23:25 Uhr #137335
Michel-2TeilnehmerHi,
eins vorweg: ich bin ein mäßig erfahrener Surfer, deshalb kann ich auch nicht über eigene Erfahrungen bezüglich den verschiedenen Setups berichten. Aber kein ganz schlechter Wissenschaftler. Daher habe ich mal gesucht, ob es neben dem frei erfundenen Marketinggelalle von weiter oben (meine persönliche Einschätzung der geposteten Links) auch ernstzunehmende Wissenschaft zum Thema gibt. Es gibt.
Hier sieht man in Figure 8, dass die Gleitzahl der Thruster-Anordnung praktisch über den gesamten Anstellwinkelbereich höher ist als diejenige der Quad-Anordnung. Das bedeutet, dass von zwei identischen Brettern, die identische Bahnkurven fahren und von denen eines Thruster-setup hat und eines Quad-setup das Thruster-Brett schneller wird (für den Fall, dass die 3 Thruster Finnen den gleichen Flächeninhalt haben wie die 4 Quad-Finnen).In diesem Satz steckt auch schon die Erklärung für gegenteilige Erfahrungen einiger Surfer: selten werden identische Bahnkurven mit unterschiedlichen Finnensetups gefahren. Selten werden unterschiedliche Finnensetups an sonst identischen Brettern umgesetzt. Und zu allem Überfluss versucht man hier feine Unterschiede des Finnenwiderstands zu erkennen, die im Einfluss des fünfmal höheren Brettwiderstands ziemlich untergehen dürften. Das eröffnet den Surfern (und Marketingfuzzis) tausend Möglichkeiten, sich und andere absichtlich oder unabsichtlich zu belügen.
Gruß,
Michel14. Mai 2013 um 0:30 Uhr #137337
Peter_LeeTeilnehmerFür mein bescheidenes Wissen, ist das nur logisch, denn ich war immer der Meinung, dass mehr Finnen, mehr Widerstand bieten und somit mehr bremsen. Salopp ausgedrückt 🙂
Das PDF ist interessant, aber mühsam zu lesen :whistle:
14. Mai 2013 um 11:58 Uhr #137345
Anton SchwaigerTeilnehmerGenau das Gleiche hab ich mir auch gedacht, dass 4 Finnen doch mehr bremsen müssten als 3.
In einem der verlinkten Artikel wurde das aber so erklärt, dass die bremsende Wirkung beim Thruster vor allem durch die Center-Finne entsteht, die praktisch als Hindernis mitten in der durch die Mitte gebündelten Wasserströmung unter dem Brett sitzt.
Beim Quad dagegen kann das Wasser ungehindert durch die Mitte fließen.
Das fand ich dann logisch.Dass das trotzdem alles irgendwie Marketing-Blabla ist, mag ich nicht ausschließen 😉
14. Mai 2013 um 13:07 Uhr #137348
AnonymInaktivAlso mein Englisch ist schon lange eingerostet und vielleicht interpretiere ich auch was falsches in den Schlussabschnitt. Aber in der conclusion lese ich doch was anderes:
The results from this investigation imply that if a surfer desires a greater degree of manoeuvrability (ideal in regular surfing), then the three fin configuration would be more appropriate in comparison to the four fin configuration. This is because the three fin design is more efficient at generating lift during smaller angles of attack compared to the four fin design.
However if stability and speed in the surfboard is preferred (favourable in big wave surfing), then the utilisation of the four fin configuration would be more suitable, due to the design having less lift and drag at smaller incidence angles.Thruster = wendiger
Quad= schneller:blink:
Oder soll das nur die zu beweisende These sein? Aber dann hat es ja nichts in der Schlussfolgerung zu suchen.
14. Mai 2013 um 13:35 Uhr #137350
Michel-2TeilnehmerIn einem der verlinkten Artikel wurde das aber so erklärt, dass die bremsende Wirkung beim Thruster vor allem durch die Center-Finne entsteht, die praktisch als Hindernis mitten in der durch die Mitte gebündelten Wasserströmung unter dem Brett sitzt.
Für diese Behauptung gibt es keinerlei Nachweis. Eigentlich ist die gegenteilige These hier nachgewiesen worden. (in figure 18)
Es ist auch nicht klar, was eine „gebündelte Strömung“ sein soll. So einen Begriff gibt es meiner Meinung nach in der Strömungsmechanik nicht. Es gibt (beispielsweise an Doppeldeckerflugzeugen) das Phänomen, dass eine Auftriebsfläche die Strömung um eine zweite Auftriebsfläche, welche zu nah zur ersten angebracht wurde ungünstig beeinflusst. Das würde in unserem Fall aber eher vermuten lassen, dass die Quad-Anordnung weniger wirksam Auftrieb produzieren kann als die Thruster-Anordnung. Wenn ich die merkwürdigen Worte in den Erfahrungsberichten richtig deute wird das auch so beobachtet. Die Quad-Anordnung scheint weniger sensibel auf Steuereingaben des Surfers (=Anstellwinkeländerungen der Finnen) zu reagieren.
Zur Conclusion in „A Finite Element Analysis of the Hydrodynamic Performance of 3‐ and 4‐Fin Surfboard Configurations“ möchte ich noch sagen, dass ich sie genauso verstehe wie Du Marty. Sie erscheint mir deshalb wie eine sehr gewagte Auslegung der vorher gewonnen Ergebnisse oder sogar ein Widerspruch zu diesen. Ich bin der Ansicht, dass die Autoren ihre eigenen Ergebnisse falsch interpretiert haben und die von ihnen gemachte Aussage Thruster = wendiger und Quad= schneller falsch ist.
Was selbstverständlich sein kann ist folgendes (Spekulation von mir): durch Wechsel von einer Thruster- zu einer Quad-Anordnung verschiebt sich der Druckpunkt (ein gedachter Punkt, an dem die hydrodynamischen Kräfte angreifen) in Längsrichtung auf dem Brett, also entlang des Stringers. Wenn der Surfer sich nun an die gleiche Stelle stellt wie vorher wird das Brett entweder leichter oder schwerer zu drehen sein, jedenfalls gibt es eine Änderung der „Wendigkeit“. Das liegt aber weniger am Finnensetup, sondern daran dass der Surfer „an der falschen Stelle steht“.
Gruß,
michel14. Mai 2013 um 16:53 Uhr #137351
Surfer_OlTeilnehmerkann doch jeder mit nem quad ausprobieren, mal als thruster surfen und dann als quad. viell bemerkt jemand den unterschied!
16. Mai 2013 um 3:13 Uhr #137396
ThierryTeilnehmerkann doch jeder mit nem quad ausprobieren, mal als thruster surfen und dann als quad. viell bemerkt jemand den unterschied!
Genau das hab ich gemacht, an vielen Tagen mit stabilen Bedingungen, und das Quad setup läuft Grade in kleineren Bedingungen schneller, und skatier. Und pros wie slater, experimentieren schon Jahre mit den setups. Im Stab magazine war in der januar Ausgabe ein Artikel über die setups, und dort wurde gerade die Stromlinienförmigkeit mit geilen Bildern aus der Welle gezeigt, und dort sieht man eindeutig dass die quads keinen Strudel hinterherziehen. Naja da ich kein pro bin will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich hab’s oft ausprobiert und ich mag die quads, ist vll auch ne gefühlssache 🙂
16. Mai 2013 um 17:47 Uhr #34266
BastiTeilnehmerJeder der sich fragt, was der Unterschied zwischen nem Quad und nem Thruster ist, sollte bei bei seinem Thruster einfach mal die Center-Finne rausnehmen.
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