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surfer aktualisiert.
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2. Dezember 2012 um 15:37 Uhr #32912
SnapperTeilnehmerHeyho hat jemand hier schon Erfahrungen gemacht, Boards aus den USA zu bestellen? Haydenshapes sitzt neuerdings auch in Californien und Lost auch. Hab mir vor nem 3/4 Jahr nen Haydenshape in FutureFlex Technology shapen lassen als ich noch in Australien war. Geile Bauweise, bin restlos begeistert und versuch in Zukunft nurnoch Boards in der Bauweise zu bekommen. Firewire ist auch ganz nett aber extrem scheisse zu reparieren.
Überlege 1 Board von Haydenshapes und eins von Lost zu ordern. In Europa gibts Futureflex ja leider kaum, max. über Shops in UK aber dann immer mit Futures. Deswegen meine Frage an euch:
Wie teuer ist es Boards nach Europa schicken zu lassen? Worauf muss ich achten?
Hier leben doch auch einige in CA oder? Dr. Surf?!2. Dezember 2012 um 20:05 Uhr #134384
ScrippsTeilnehmerIn diesem Thread wurde das Boardverschicken von CA nach DE vor kuzem erst diskutiert. Ich hab’s nicht wirklich verfolgt, aber ich glaube so richtig kennt da niemand ne gute/kostengünstige Möglichkeit.. Ich hab leider auch immer noch zwei Boards in CA stehen, die ich gerne hier hätte. Hatte auch mal überlegt mir noch eins shapen und herschicken zu lassen. Versand sollte aber $250 kosten.
Soweit ich weiß werden doch die Lost Surfboards für den europäischen Markt sowieso in Europa hergestellt. Vielleicht kannst du da ja regeln, dass die dir eins mit FCS machen.
2. Dezember 2012 um 20:11 Uhr #134386
SnapperTeilnehmerJa das is ja auch net so viel beim rumgekommen.
Die idee hatte ich auch schon, das Problem ist nur, dass bei Lost in Europa keine Boards in FutureFlex bauen, da sind die Amis was alternative Bauweisen angeht ja schon ne ganze Ecke weiter. Hab einfach kein Bock mehr auf gammelige PU-Boards und find die FutureFlex Bauweise fühlt sich gut an, ist stabil und hat ne gute Performance. Würde man die hier in Europa bekommen würd ich ja net so nen Aufwand betreiben2. Dezember 2012 um 20:27 Uhr #134387
Fabian-8TeilnehmerFalls jemand einen kostengünstigen Weg findet, wäre es super wenn ihr ihn mir mitteilen könnten. Ich suche nämlich immer noch einen Weg, mein Shortboard von CA nach Deutschland zu bringen..
2. Dezember 2012 um 22:05 Uhr #134388
benediktdehaaseMitglied„gammelige PU- Boards“
haha
wird ja fast wie beim snowboarden wenn die Leute anfangen diesen „neue Technologien“ Dreck zu fressen und dabei noch glauben es würde ihnen mehr „Performance“ bringen…
wenn du an sowas glaubst kann ich nur das hier empfehlen:
3. Dezember 2012 um 16:12 Uhr #134393
SnapperTeilnehmerKurze Frage ohne dich damit direkt angreifen zu wollen;)
Wie lange surft du und was hast du für Boards in verschiedenen Bauweisen gesurft bei verschiedenen Bedingungen?Ich habe nicht behauptet, dass ich mir davon einen riesen Performanceschub erhoffe, jedes Board ist nur so gut wie der Surfer der es surft;)
Aber ich hab lang genug verschiedene Bauweisen gesurft um zu wissen warum ich die FutureFlex Bauweise mag und bevorzuge.
Hab etliche Polyesterboards gesurft, nen Epoxy Board selbst geshaped, und in in den letzen 1,5 Jahren jetzt alternative Bauweisen, oder in deinem Sinne „Technologie-Dreck“ gesurft:
Gekauft hab ich mir: (hab jedoch etliche andere in Australien getestet)
Firewire Lost Subscorcher 5’10 x 19 1/2 x 2 3/8 – Hüfthoch bis 1,5x Overhead, Beachbreaks und Points; bis Kopfhoch Riff
Haydenshapes Ando Allstar 6’0 x 18 5/8 x 2 1/4 – Kopfhoch- 1,5x Overhead Beachbreak und Points, und Kopfhoch bis knapp 2x Overhead Riff.Beide gesurft in Frankreich, Australien und Indo, wie schon gesagt in fast allen Bedingungen
Find das Firewire vom Gefühl super, jedoch gehts mir auf den Sack, dass es scheisse zu reparieren ist, gerade was die Rails angeht, deswegen werd ich mir nicht nochmal ein Firewire kaufen.
Was mich an der FutureFlex Technology begeistert ist das Verhältnis Performance/Lebensdauer.
Ich habe keine Einbußen was das Fahrverhalten angeht im Vergleich zu Polyester bei passendem Quiver, ist halt logisch, dass man nen Board in FuturFlex nur dick glasst, wenns für kraftvolle Wellen und gute Bedingungen gedacht ist, entsprechend nen dünneres Glassing bei Bumpy Conditions und kleineren Wellen.
Das allgegenwärtige Vorurteil, Epoxyboards würden sich nur steif anfühlen und nicht flexen, muss ich widerlegen. Das mag auf Pop-outs und Billigepoxy zutreffen aber nicht auf gut geshapte Boards.
Mein Ando Allstar FF flext unter Druck gut ist aber gleichzeitig super stabil. (Das Flexverhalten spürst du sogar beim Duckdiven) Das Board ist extrem leicht, trotz dickerem Glassing und fühlt sich super an, als hätte man kaum was unter den Füßen, das Board macht was es soll ohne dass ich groß Nachdenken muss (definitiv durch das geringe Gewicht und den größeren Auftrieb bei gleichem Volumen) – einziger Nachteil hier, dass man wirklich arbeiten muss auf der Welle, einfach einmal Geschwindigkeit haben und durch die Trägheit behält das Board diese länger bei funktioniert hier nicht mehr. Wobei „Nachteil“ hier relativ zu sehen ist, wenn man eh auf passendem Level surft.
Den Flexvorteil bei Polyesterboards merkst du nur wesentlich bei Teamglassing, da der Stringer an sich schon extrem wenig Flext und du nur so einen starken Flex erreichen kannst, wenn du das Glassing noch weiter reduzierst.
Das das für den normalverdienenden Surfer, der keinen Sponsor und unbegrenzt Nachschub im Rücken hat nicht die beste Wahl ist dürfte auch dir klar sein.
Ich hab relativ wenig Lust mich mit andauernden Reperaturen oder gebrochenen Boards rumzuschlagen oder mir bei kritischen Wellen Gedanken zu machen ob ich reinzieh oder nicht.Was die Haltbarkeit der FST Bauweise bei Firewire angeht ist sie definitiv besser als bei PU Boards, aber auch nicht Bombenfest wie gerne Behauptet wird. Das Deck ist nahezu unzerstörbar, aber die Rails sind genauso empfindlich wie bei Polyesterboards. Hab in 1 Jahr fast jeden Tag surfen 3 Dings reparieren müssen, eins davon weil nen Trottel reingedroppt ist und sein Board gegen meins gekickt hat, das hält keine Bauweise aus.
Zur Futureflex Bauweise hab damit heftige Wipeouts in Australien (Snapper Rocks, D’bah, Kirra etc) und Indo (Uluwatu, Impossibes, Bingin etc) gehabt und kein einziges Ding drin. Riffkontakt hat sich an der Nose dadurch geäußert, dass kleine Kratzer drin sind nichtmal Cracks sonder oberflächliche Kratzer. Ein Sturz mit dem Knie auf den Bottom hat ne 2mm flache Delle hinterlassen. Nen Polyesterboard würde da definitiv anders aussehen.Klar werden neue Technologien immer gehypt und jeder hat andere Meinungen dazu, aber man muss sie auch testen, sonst ist klar, dass alle beim altbewährten Polyester bleiben.
Ich hab Boards in den selben Dims in verschiedenen Bauweisen gesurft und verglichen, Firewire fühlt sich mindestens gleich gut wie Polyester an, dafür stabiler. Futureflex fühlt sich meiner Meinung nach wesentlich besser an, wie oben schon ausgeführt.
Was für mich einfach ausschlaggebend ist, ist das m.M.n überragende Verhältnis von Performance/Haltbarkeit/Preis.Firewire kommt auch aus Thailand wie ja viele große Brands und sind dafür vom Preis m.M.n. nen bisschen zu teuer.
Futureflex ist einfach nur genial. Nen Stockboard kostet z.B. von Haydenshapes in Polyester ca. 750AUD, das gleiche Board als Custom in Polyester auch bei 750AUD, der Aufpreis auf 850AUD für nen Custom in FutureFlex ist das definitiv wert. Vorher kannste mit Hayden persönlich telefonieren und er gibt sich richtig Mühe. Der Preisunterschied zu nem gängigen Stock-Polyester ist es also definitiv wert.
Also solang du nicht verschiedene Bauweisen getestet hast, vor allem auch gleiche Shapes in verschiedenen Bauweisen um vergleichen zu können, is so ein Kommentar wie deiner verdammt engstirnig & sinnfrei;) Wenn du natürlich beides kennst und dir Polyester eher zusagt, is das natürliche deine absolut berechtigte eigene Meinung.
Die Empfehlung für Powerbalance seh ich jetzt einfach mal als schlechten Scherz;)
So um zum eigentlichen Topic zurückzukehren:
Hab mich mal mit Haydenshapes in den USA in Verbindung gesetzt und hab nach wenigen Stunden ne Antwort bekommen, dass das prinzipiell möglich ist, ich meine Adresse & den nächst gelegenen internationalen Airport angeben soll und die sich dann mit nem Angebot melden.
So muss guter Kundenservice aussehen;)
3. Dezember 2012 um 20:13 Uhr #131746
Dr. SurfTeilnehmerHm, ich befaß mich schon ne Weile mit dem Thema. Sperrgut von USA nach D zu transportieren ist natürlich grundsätzlich möglich, allerdings sollte man in dem Zusammenhang niemals gleichzeitig das Wort „günstig“ in den Mund nehmen.
Die kostenschonenste Variante ist mit Spedition, aber auch die wird dir ca. $150-200 abknöpfen. Preis hängt von einer ganzen Reihe Faktoren ab, z.B. ob du alles nach Hause geliefert haben willst, oder ob du es selbst am Hafen / Flughafen abholst und durch den Zoll bringst. Da wären wir gleich beim nächsten Thema: Zoll. Bei einem Paket kommt man nicht darum, Einfuhrabgaben zu zahlen. Das wären in jedem Fall 19% deutsche Mwst + evtl. ein paar Prozent Einfuhrzoll. Wie es mit kalifornischer Salestax aussieht weiß ich nicht. Taxfree shoppen (d.h. am Flughafen die Mwst wiederkriegen) geht hier nicht, wie es beim Verschicken von Ware aussieht, weiß ich nicht.
Solltest das Ganze daher vorsichtig durchrechnen, damit die Überraschung nicht gar zu böse wird. Ich flieg selbst Weihnachten nach D, muß aber leider selbst noch einen Coffin für meine Boards organisieren, da ich keine Ahnung habe, wie ich meinen eigenen Scheiß transportieren soll. Hätte ich nicht selbst schon so viel, würde ich anbieten, was mit nach D zu nehmen.
3. Dezember 2012 um 20:43 Uhr #134394
SnapperTeilnehmerJa das das günstig ist kann man sich eh abschminken, mir gehts darum einfach Boards in der Bauweise zu bekommen, aus Australien ist halt auch teuer und der AUD ist auch stark deswegen die Überlegung, ob man da vllt. zu 2. mehrere Boards aus den USA bestellt, Transportkosten teilt und mit Zoll bei dem normalen Boardpreis rauskommt. Will net versuchen iwie günstig Boards zu shoppen, das kann man halt gut machen wenn man eh in CA unterwegs ist, sondern einfach nur um die Shapes.
Haste mal nen Board in FutureFlex gesurft?
Danke erstmal für den guten Willen;) bin mal gespannt was die Jungs zurückschreiben3. Dezember 2012 um 21:02 Uhr #134396
Dr. SurfTeilnehmerHab ich selbst noch nicht gesurft. Ist das aber vom Reparieren her nicht genauso beschissen wie die Holzrails beim Firewire?
3. Dezember 2012 um 21:06 Uhr #134397
SnapperTeilnehmerHabs noch nicht reparieren müssen, aber da haste halt nur eine Lage Carbon. Was mich beim Firewire so genervt hat, is das man so viele versch. Schichten hat, gerade wo an den Rails die enden der lagen aufeinandertreffen und es nervig ist, das z.B. zu schleifen wegen der untersch. Härtegrade. Hast den Kern darüber dieses Compositematerial, dann Glasfaser mit Epoxy, das trifft auf den ultra weichen Balsastringer, die Pinline ist net Farbe sondern ein weiches Plastikband. Super nervig zu fixen. Vor allem kannste die Materialien net alle kaufen. Bei FF haste halt nen normalen EPS-Kern und eine Karbonband… stell ich mir wesentlich leichter vor. Einfach carbon auf schneiden, auffüllen neues Carbon drüber Matte drüber fertig
4. Dezember 2012 um 12:06 Uhr #134401
Dennis-4MitgliedDein langen Text habe ich jetzt nicht gelesen, aber wenn ich Dir folgen kann, dann gibt es deine gewünschten Shapes mit Futures und Du willst sie aber trotzdem in den USA bestellen, weil sie es dort mit FCS gibt?
Ich surfe schon eine Weile und habe den Umstieg auf Futures nicht bereut, im Gegenteil ich kann es nur empfehlen. Was ist so schlecht an Futures, dass Du solche Transportkosten auf Dich nehmen würdest? Allein von der Bauweise und im Shapeprozess hat Futures schon Vorteile. Genau deswegen sind ja die FCS Fusion Finnenkästen rausgekommen (habe ich noch nicht getestet). Ganz nebenbei habe ich in heftigeren Swell auch keine Finne mehr verloren.
Ich an deiner Stelle würde mir die Boards in UK mit Futures bestellen und fertig.
4. Dezember 2012 um 14:42 Uhr #134404
surfingdudeibkTeilnehmerFrag mal beim Waimea Surfshop in Anglet / Frankreich nach. Ich hab dort wenn ich mich nicht irre auch FF mit FCS gesehen.
Ich persönlich surf meine Firewire Boards schon seit ein paar Jahren. Hab ein einziges Ding bis jetzt gehabt und das 3-4 mal die Woche Surfen für 1,5 Jahren. Das Rail ist wie bei dir auch durch einen anderen Surfer kaputt gegangen der mir sein Board ins Brett gesurft hat. Wär auch jedes andere Brett kaputt gewesen. Ich hab’s mir aber ganz easy selber reparieren können da nur ein Riss im Balsa war. Riss aufgefüllt und Fieberglas drüber. Sonst haben die Boards trotz Riff Kontakt und nach gesnappter leash in die boulders etc nichts abgekriegt.
Mit tuflite Boards hatte ich da weniger Glück. Da hab ich ständig Dings gehabt und 2 gesnapped.
FF hab ich noch nie getestet aber viel gutes gehört. Nur bei einer bekannten von mir hat das Board nach kurzer Zeit recht übel ausgeschaut. Aber das muss ja nichts heißen.
4. Dezember 2012 um 17:54 Uhr #134405
konrädTeilnehmer… der Cargo-Transport aus CA nach DE geht auch günstiger. Abhängig davon wie viel Erfahrung die Jungs oder Mädels damit vor Ort haben: Das Board wird vom Shop gewachst, verpackt und dann mit einer zweiten :whistle: Rechnung, sagen wir mal für ein gebrauchtes, gewachstes 😉 Board in die Welt verschickt!
4. Dezember 2012 um 20:00 Uhr #134406
ScrippsTeilnehmerWarum sollte es ein Shop vorsätzlich darauf anlegen Probleme mit dem Zoll zu bekommen?? Außerdem ist ein gebrauchtes Board immer noch genauso sperrig wie ein neues ^^ Wie soll da der Versand, also der Transport, günstiger werden??
4. Dezember 2012 um 20:10 Uhr #134407
SnapperTeilnehmerdeshalb nicht FCS, weil alle meine Boards FCS Finnen haben, ich einige Sets hab die ich mag und gut je nach Bedingungen kombinieren kann und hab keine Lust bei 2 versch. Finnensystemen mehr Zeug mit mir rumschleppen zu müssen…
Naja das Firewire hat an größeren Tagen in D’bah und Kirra gut was abbekommen;) 1 Ding durch nen den Deppen das war an der Nose, bei einem weiß ich nicht wos herkommt und bei einem hats mir nach ner Barrel in Kirra das Rail mit Wucht gegen den Hüftknochen geballert. Hab das Gefühl, dass die Rails im Vergleich zum Rest des Boards echt extrem empfindlich sind. Bei Futureflex hab ich auch schon Boardkontakt gehabt und da ist nichts dran. Nochmal zu den Finnen Futures hatte ne zeitlang nen Vorteil, da über die Plugs geglasst wurde. Bei FCS war ja das Probelm bei den einzenlnen Plugs, dass sie nach einiger Zeit eingesunken sind und nicht sonderlich stabil sind. Bei FCS Fusion hab ich das bislang nicht beobachten können, aber auch nicht unkaputtbar. Frag mich immernoch, wie Air Asia es geschafft hat, bei meinem Firewire was in ner Socke in nem Boardbag mit Polsterung und Packmaterial war soviel Druck auf die Plugs zu bringen, dass das Glassing Risse bekommen hat-.- Und bevor das jemand fragt, nein ist nicht durch zu viel Scherkräfte z.b. durch ne zu große Finne entstanden;)4. Dezember 2012 um 21:43 Uhr #134409
konrädTeilnehmerAm Versand ändert der „Zustand“ des Boards natürlich nada. Aber die 19% Zoll schlagen auf diese Weise weniger heftig zu Buche. Ob der Versender dadurch Ärger bekommen kann, möchte ich nicht beantworten. Solche transnationalen Angelegenheiten werden von Juristen gern und viel diskutiert … ein guter Aufhänger für eine Bachelor-/Masterthesis. Die große Frage ist: Wann ist das Brett gebraucht? Mit Wachs, ohne Wachs? Deutsches Recht, englisches Recht?!
Jedenfalls lässt sich auf diese Weise eventuell so viel einsparen, dass der finanzielle Schaden durch Versand und Zoll gerade so tragbar ist. Für den ganzen New School Kram ist das IMHO unerheblich, für die gibt es weltweit genügend Händler, aber für viele „handshaped“ Bretter ist das die einzige Möglichkeit. Denn dIe gibt’s nun mal nur in CA.
Ich möchte niemand zu illegalen Machenschaften anstiften, sondern nur auf mögliche Schlupflöcher aufmerksam machen. Letztlich hab ich meine Boards teuer im Flieger mitgenommen. Und mich gefreut, dass die Boards in Philly liegengeblieben sind. Wurden tags drauf geliefert.
5. Dezember 2012 um 0:31 Uhr #134413
Dr. SurfTeilnehmerAm Versand ändert der „Zustand“ des Boards natürlich nada. Aber die 19% Zoll schlagen auf diese Weise weniger heftig zu Buche. Ob der Versender dadurch Ärger bekommen kann, möchte ich nicht beantworten. Solche transnationalen Angelegenheiten werden von Juristen gern und viel diskutiert … ein guter Aufhänger für eine Bachelor-/Masterthesis. Die große Frage ist: Wann ist das Brett gebraucht? Mit Wachs, ohne Wachs? Deutsches Recht, englisches Recht?!
Jedenfalls lässt sich auf diese Weise eventuell so viel einsparen, dass der finanzielle Schaden durch Versand und Zoll gerade so tragbar ist. Für den ganzen New School Kram ist das IMHO unerheblich, für die gibt es weltweit genügend Händler, aber für viele „handshaped“ Bretter ist das die einzige Möglichkeit. Denn dIe gibt’s nun mal nur in CA.
Ich möchte niemand zu illegalen Machenschaften anstiften, sondern nur auf mögliche Schlupflöcher aufmerksam machen. Letztlich hab ich meine Boards teuer im Flieger mitgenommen. Und mich gefreut, dass die Boards in Philly liegengeblieben sind. Wurden tags drauf geliefert.
OK. Eine Scenario Analysis (wozu hat man studiert… 😉 ) dieses Vorschlags bringt folgendes zu Tage: involviert sind ein Kunde und ein Händler, nachgeordnet Zoll, nachgeordnet Rechtsanwälte die transnationale Angelegenheiten ausdiskutieren möchten.
Ausgangssituation: Kunde will Board, Händler will Board verkaufen.
Variante 1: Händler verkauft Board vollpreisig, legt ordnungsgemäße Rechnung bei, füllt Zolldokumente aus und versendet das Ganze anschließend.
Resultat: Händler hat zwar gegenüber einem Kunden, der in seinen Laden kommt oder innerhalb der USA kauft einen leichten zeitlichen Mehraufwand (Zolldokumente), der seine Marge etwas drückt, dem steht aber ein vollpreisiger Verkauf gegenüber.
Variante 2: Händler verkauft ein Board vollpreisig, legt aber Fakerechnung bei und muß trotzdem Zolldokumente ausfüllen. Anschließend löscht er die Fakerechnung aus seinem System und legt sie nochmal neu und richtig an. Das muß er, da seine Lagerhaltung sonst nicht stimmt (weil er für die Fakerechnung ein neues zu einem gebrauchten Board umdeklariert hat) und seine Buchhaltung auch nicht stimmt (weil er zumindest auf dem Papier bislang einen niedrigeren Preis stehen hat, als er tatsächlich erzielt hat). Zusätzlich beschäftigt sich ein Lagerarbeiter eine Stunde damit, das vom Shaper perfekt verpackt angelieferte Board auszupacken, einzuwachsen, das Ganze irgendwie etwas dreckig aussehen zu lassen (Zollbeamte sind ja nicht vollkommen verblödet) um es anschließend wieder für den Versand sicher zu verpacken. Der Kunde ist eine unbekannte Person aus Übersee, die weder zum Stammkunde werden wird, noch zu der irgendein persönlicher Bezug besteht. Eine Arbeitsstunde Lagerarbeit fließt mit $60, eine Arbeitsstunde in der Buchhaltung mit $100 Gesamtkosten in das Balance Sheet ein.
Resultat: Dem Händler entstehen $160 Mehrkosten, er setzt sich dem Risiko aus, bei einer Straftat ertappt zu werden. Der Erlös bleibt der gleiche.
Und nun ganz objektiv:
Bitte niemand angegriffen fühlen. Das Durchspielen verschiedener Szenarien um seine Entscheidung besser abwägen zu können gehört zum Grundzeug jeder Business School (und vermutlich auch jedes BWL Studiums). BWL im Zusammenhang mit surfen ist zwar vollkommen „unsoulig“, letzten Endes zählt aber auch für den Händler in den USA, wieviel Geld am Monatsende in der Kasse ist. Denn davon zahlt Miete, Angestellte und seine Surftrips.
So, ich pack dann mal. In Steamer Lane sind 4 Fuß Südswell bei fast Windstille und 14sec Periode gemeldet 😛
5. Dezember 2012 um 2:04 Uhr #134414
konrädTeilnehmer@DrSurf: Find ich gut, deine Scenario-Analyse! Ehrlich, aber in meiner Business-School kommst du damit nicht so einfach durch 😉 Selbst wenn wir Bretter bei Wal-Mart kaufen würden, könnte ich dir nicht vollumfänglich zuprosten.
Ohne detailliert auf die Szenarien einzugehen, ist es doch so, dass der Kunde aus dem Ausland viel bequemer ist. Während der im Internet bestellt, mit Kreditkarte bezahlt, muss der Shopkeeper 30 min mit der Laufkundschaft schnacken, ehe die sich überhaupt für ein Board entscheidet. Dem Inshop-Kunden legt der Shopbesitzer womöglich noch eine Leash und 2 bar wax obendrauf. Und mit ein wenig Übung geht das Ausfüllen der Zollpapiere auch easy von der Hand. Bleibt eigentlich nur das verpacken … aber richtig ausgerüstet geht auch das in 15min über die Bühne.
Wer hier die bessere Marge darstellt ist IMHO unerheblich. Du sagst selbst, dass am Ende nur zählt, wie viel Geld am Monatsende in der Kasse steckt. Die Rechnung ist ganz easy: Szenario 1 + 2. Wenn ich neben der Laufkundschaft noch 10 Bretter je Monat nach Übersee verschicken kann, nehm ich die auch noch mit!
Die entscheidende Frage bleibt, speziell für deine Argumentation: Ist das eine Straftat?! Also ein neues Board einzuwachsen, d. h. den neuwertigen Zustand mit dem Anbringen von Wachs aufzuheben? Immerhin setzt du das als „Given“ voraus. Und gerade als BWLer solltest du wissen, das diese Frage nicht einfach zu beantworten ist. Vor allem nicht im Case Law der Amerikaner. Solltest du dich auskennen, entsprechende Präzedenzfälle kennen, ich bin gespannt!
Natürlich bleibt das Problem mit der Buchhaltung. Wie man damit kreativ umgeht, das übersteigt akut meine Vorstellungskraft :silly: Aber auch diese Problematik hat eine Prämisse, die ich hiermit gern infrage stelle. Bei uns muss eine Zollausfuhr dokumentiert werden! Klar. Aber ist das ebenso der Fall in den Staaten bzw. in CA? Und inwieweit dringen diese Angaben an die Steuerbehörden durch?
Am wenigsten Sorge bereiten mir indes die deutschen Behörden. Die kriegen eine Rechnung für ein „Gebrauchtes“ und einen Surfer, der bereit ist 19% auf die ausgewiesene Summe zu zahlen. Selbstverständlich sind Zollbeamte nicht dumm, aber ihr Handlungsspielraum einen etwaigen „Fraught“ aufzudecken sind marginal. Papiere sind da … ein Artikel der zwar neu aussieht, andererseits mit Wachs zugeschmiert ist, aber von amerikanischer Seite als „Gebraucht“ deklariert wird … 19% einkassieren und Stempel drauf! Ob wir aus deutscher Sicht bei vorhandenen originalen Papieren überhaupt von Täuschung reden dürfen, ist für mich wiederum eine Grauzone. Was ich weiß: Transnational bestehen zwar ein paar Handelsabkommen, die dem internationalen Handel einen Rahmen geben, ein International Trade Law, das dieser und vielen anderen Formen der „Arbitrage“ den gar ausmacht, existiert nicht. Dazu kommt, dass wir uns hier auf einem Terrain bewegen, dass für den Staat zwar nicht unerheblich, jedoch zu klein um sich damit ernsthaft zu beschäftigen ist, wenn zeitgleich viele amerikanische Multinationals ihre Steuern geschickt ausweisen, so dass die europäischen Länder erhebliche Steuersummen entgehen.
Nur blöd wenn ich am Ende meinem Board entgegenfiebere, im Büro des Zollbeamten möglicherweise meine Hand schon über den Hobel streichen durfte, doch ins stottern gerate, wenn mir der Beamte tief in die Augen schaut und langsam, fast zärtlich flüstert: :pinch:
Auch an dieser Stelle: Ich möchte niemanden zu unrechten Machenschaften anstiften! Nur so viel: Mit ein paar Tricks und den richtigen „Businesspartnern“ lassen sich beim Brettversand ein paar Euro sparen. Wer beim Zoll am Lügendetektor sitzt: Stay Cool! B)
@DrSurf, danke für den Schlagabtausch.
5. Dezember 2012 um 10:08 Uhr #134415
surferTeilnehmerhm
@konräd
@drsurf
ich hab schon einiges an neuen und gebrauchten golfmaterial aus den usa bestellt .so wie ihr es darstellt ist es nicht .
was den zoll im grunde interessiert ist der preis und die versandkosten.
dazu nehmen sie die rechnung , den paypal beleg , den kredikartenbeleg , oder auch einen ebayausdruck .
eins davon hast du vorzulegen .wenn du den verkäufer überredest dir eine fakerechnung auszustellen die 20% günstiger ist als die eigentliche preis den du bezahlt hast ist das zwar betrug , aber schwer nachzuweisen . sollte ihnen der rechnungsbetrag aber zu gering vorkommen (neues iphone für 50$)kann es sein das nachgeforscht wird .
aber ob das brett oder der golfschläger (in meinen fall) neu oder gebraucht ist ist denen egal .
surfer
taghazout6. Dezember 2012 um 0:31 Uhr #32913
konrädTeilnehmerGuter Einwurf Thagazout! Ich hab selbst ähnliche Erfahrungen gemacht. Allerdings mit einer alten analogen Kamera aus Japan. Auch hier hat den Zoll Zustand, Alter usw. nicht im geringsten interessiert.
Unterm Strich gibt es Mittel und Wege ein paar Dineros zu sparen. Das wollte ich in die Diskussion einbringen … Ob es das Wert ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Versand aus Übersee ist und bleibt teuer. Aber es gibt Bretter jenseits den Performance-Zahnstocher, die nur über diesen Weg erhältlich und den Versand wie Zoll extra wert sind!
Peace!
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