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Brolade aktualisiert.
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5. September 2006 um 12:34 Uhr #8805
Tobias EppleTeilnehmerGrüß Gott zusammen,
war jemand von Euch schon mal im Kamerun surfen? Gehe nächstes Jahr für ein paar Monate dort hin und überlege, meine Planke mitzunehmen. Das Internet meint, es lohnt sich schon; hätte aber gerne mal Eure Erfahrungen gehört, sofern vorhanden.
Grüßle
8. September 2006 um 3:32 Uhr #68128
SyltSurferGastHey…
hab noch keine erfahrungen, was surfen in kamerun angeht, wuerde aba einfach ma das internet durchforsten, oder in reisefuehrern gucken..Steht sowas oft drin…
3. Dezember 2008 um 15:39 Uhr #96869
HoosiGastMahlzeit!
So, da auf der Schaff gerade mal wieder nix los ist, möchte ich kurz mal meine Erfahrungen an alle weitergeben, die’s auch mal nach Kamerun verschlägt und dort vielleicht surfen wollen.
Generell gibt’s nur ein vernünftiges Revier im Land. Das liegt zwischen dem Ort Limbe und der nigerianischen Grenze. Limbe liegt nordwestlich von Duala, der größten, wirtschaftlich wichtigsten und auch kriminellsten Stadt des Landes. In Limbe selbst sind die Bedingungen wegen der Steilküste schlecht. Etwas außerhalb kommen dann jedoch die Strände, die je nach Entfernung Mile 6, Mile 8 oder Mile 11 heißen. Wegen der vulkanischen Aktivität in dem Gebiet, die Strände befinden sich unterhalb des noch aktiven Kamerunbergs, ist der Sand rotschwarz. Das Wasser hat meist um die 30 Grad und die Tropensonne hat mir damals böse den Rücken frittiert.
Mile 6 liegt direkt neben einer Raffinerie und bietet sehr gute Bedingungen. Über Felsen läuft eine konstante Rechtsbrechende, die bei entsprechendem Swell bis zu drei Meter hoch werden kann. Entgegen der Angaben unter globalsurfers.com (s.u.) ist das Ding jedoch keine Anfängerwelle.
Mile 8 liegt unterhalb und gehört zum Etisah-Hotel, deswegen müssen Hotelfremde hier Eintritt zahlen (etwa 2 Euro). Dafür kann man sich aber lecker einheimisches Essen für wenig Geld an den Strand bringen lassen. Direkt vor dem Hotelstrand gibt es schönen und konstanten Beachbreak. Hält man sich links und läuft etwa 500m kommt man zu einem linksbrechenden Pointbreak, der Trevvy’s left heißt. Bin sie nie gesurft, soll aber sehr gut sein. Sie bricht über Felsen.
Mile 11 ist der Strand am Seme New Beach Hotel. Auch hier kostet’s wieder Eintritt, dafür aber gute Infrastruktur und einen kühlen Mineralwasserteich, in dem man ohne Bedenken schwimmen gehen kann. Direkt am Strand gibt’s wie bei Mile 8 konstanten Beachbreak. Hier arbeitet auch einer der wenigen einheimischen Surfer als Rettungsschwimmer. Netter Kerl, freut sich immer über auswärtige Surfer.
Generell eignet sich das Revier gut für sowohl Anfänger und auch Fortgeschrittene. Ich habe damals dort den Sprung vom Malibu aufs Shortboard gemacht. Andere Europäer, deren Fähigkeiten erheblich besser als meine waren, hatten dort auch ihren Spaß. Die meisten von ihnen, vor allem Franzosen, leben in Duala und kennen auch noch gute, hier nicht genannte Spots. Weitere Infomationen gibt’s unter:
http://www.globalsurfers.com
http://www.africansurfer.com/?p=200
http://mixpeople.ifrance.com/_/limbe/accueil.htmlSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Es sei wohl auch möglich, im Südwesten des Landes, in der Gegend um Kribi zu surfen. Hab’s dort aber nie probiert. Informationen hierzu unter:
http://www.africansurfer.com/?p=228Ach ja, ein brauchbarer Reiseführer ist der von Reise Know-how. Flüge gibt’s nach Duala und Jaunde (Hauptstadt) mit Swiss, Brussels Airlines und Air France. Bin damals schon für 400 Euro nach Jaunde und zurück gekommen – bin aber in Paris gestartet.
So, das war’s mal. Bei Fragen einfach fragen 😉
Grüßle
4. Dezember 2008 um 11:32 Uhr #96879
BroladeGastcool, danke!
4. Dezember 2008 um 13:25 Uhr #8806
sebGastcool, danke!
das hört sich nen bisschen ironisch an, auch wenns nicht so gemeint ist 😉 ?
Also im Ernst, ich war zwar noch nie annähernd in der Ecke surfen und habs auch nicht geplant, aber so storys sind es doch, was wir brauchen! Sehr cooler bericht, so richtig schön im endless-summer stil. Obwohl die ja nur sch.. wellen in Zentralafrika hatten.
Macht auf jeden Fall Lust, mal was wirklich unkonventionelles ausuprobieren in sachen surftrip (indo und mittelamerika sind für den ein oder anderen ja schon fast ausgelutscht…) ! -
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