Don’t surf naked

Juma’s Profil „Don’t surf naked“ ist mir bei Instagram aufgefallen. Neben einem sehr aktiven Profil mit Bildern und Stories über das Surfen und Snowboarden, fand ich ihre Zeichnungen mit starkem Bezug zur Surf-Szene in München sehr ineteressant.
Juma hat in ihrem comic-artigen / line-art Stil, unsere Logos netterweise neu interpretiert und stand für folgendes Interview bereit.


Wie bist Du zum Surfen und zum Illustrieren gekommen?

Ich hatte das große Glück, längere Zeit in Kalifornien zu leben, hauptsächlich in Santa Cruz.
Meine Wohnung damals lag direkt am Strand, sodass ich nur über die Straße laufen musste, um zu surfen. So hat alles begonnen.
Die Verbindung zum Meer, zum Surfen und der kreative Vibe Kaliforniens hat mich tief geprägt.
Zeichnen war schon immer meine Leidenschaft, also entschied ich mich, Kunst zu studieren.
Irgendwann habe ich dann begonnen, meine Illustrationen rund ums Surfen zu kreieren. 

Was hat es mit dont surf naked auf sich?

Was als kleines Projekt begann, entwickelte sich ziemlich schnell zu einer echten Leidenschaft.

In der Zeit, als ich begann, mich mit Fashion zu beschäftigen, war der Markt für Surfbekleidung noch recht überschaubar. 

Diese Lücke wollte ich füllen und begann, meine eigenen Entwürfe zu entwickeln. Anfangs steckte ich unglaublich viel Zeit und Energie in jedes einzelne Stück – ich entwarf, designte und nähte alles selbst.


Wie kommt der Name zustande?

Der Name DON’T SURF NAKED ist beim Feiern mit Freunden entstanden. 

Doch mit der Zeit wurde mir bewusst, dass es schwierig ist, dieses Arbeiten mit meinen Lifestyle zu vereinbaren. Irgendwann musste ich mich entscheiden, worauf ich meinen Fokus lege. So reduzierte ich mich schließlich auf Illustrationen und Siebdruck.

Nach ein paar Bieren und vermutlich sehr tiefsinnigen Gesprächen (wie das eben so ist) kam plötzlich dieser Name auf. Keine Ahnung, wer genau ihn in den Raum geworfen hat, aber irgendwie fand ich ihn gut – also blieb er.

Das Witzige daran: Ich werde ständig gefragt, warum mein Label so heißt und ob da eine tiefere Bedeutung dahintersteckt. Die Wahrheit ist aber, dass es einfach eine spontane Idee war, die geblieben ist. 

Wie entstehen Deine Zeichnungen? Malst Du auf Papier oder digital?

Am Anfang habe ich ausschließlich auf Papier gezeichnet. Irgendwann habe ich dann angefangen, digital zu zeichnen.
Das war für mich ein echter Gamechanger! 
Auf der Couch abhängen und Zeichen macht echt Laune.
Mit Papier und Stift brauchst du fast immer einen Tisch oder zumindest eine stabile Unterlage.
Mittlerweile male ich sogar ausschließlich digital.
Die meisten meiner Ideen entstehen völlig spontan. Oft sehe ich im Alltag irgendwelche Gegenstände und überlege dann, wie ich sie mit dem Surfen in Verbindung bringen kann.

Der Großraum München hat sicherlich die größte aktive deutsche Surfszene. Wie sieht es da mit dem kreativen Bereich aus? Gibt es Deiner Sicht eine nennenswerte Kunstszene rund um den Boardsport?

Ja, in München gibt es tatsächlich eine riesige und stetig wachsende Surf-Szene, nicht zuletzt durch das neu gebaute Surftown. Surfer aus der ganzen Welt kommen hierher, was eigentlich ziemlich verrückt ist, wenn man bedenkt, dass wir super weit vom surfbaren Meer entfernt sind. 

Diese Entwicklung beeinflusst natürlich auch den kreativen Bereich. Ich denke, dass sich in der Kunstszene rund um den Boardsport in München noch einiges tun wird. Mit der wachsenden Community entstehen neue Impulse, sei es in der Illustration, im Design oder in der Mode. „

https://www.dontsurfnaked.com

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