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Start › Foren › Surfer Geschichten › Wie erkennt ihr die richtige Welle?

  • Dieses Thema hat 10 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 19 Jahren, 7 Monaten von seiZe aktualisiert.
Ansicht von 11 Beiträgen – 1 bis 11 (von insgesamt 11)
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    Beiträge
  • 5. Januar 2007 um 12:07 Uhr #9847
    Anonym
    Inaktiv

    Hi ich ich wollte mal ein Thema eröffnen in dem wir darüber diskutieren wie man die richtige Welle erkennt.
    Ich war jetzt schon auf ein paar Surftrips und es klappt bereits wirklich super, nur meine Wellenausbeute ist noch ziemlich mies, da ich einfach zu oft die falsche Welle nehme!

    Ich sehe auch oft dass die Lokals draußen sitzen und aufs offene Meer starren und plötzlich irgendetwas sehen und einfach 50 Meter nach links paddeln und dann ein super Set vorfinden und ich das einfach zu spät gesehen hab. An was erkenne ich dass mich ein Set erwartet? Auf was muss ich da achten?

    Also danke für die Tipps!!!
    DerSteffler – KS, but not 8 – Time ASP Tour World Champion

    5. Januar 2007 um 12:32 Uhr #70822
    soul-grommet
    Gast

    mit der richtigen welle ist es so!! es heist man sollte nie die erste welle eines sets anpaddeln, aus dem grund wennn du die verhaust rollt das ganze set an dir vorbei.
    bei mir persönlich ist das ein gefühl das mir sagt welche welle ich nehmen soll!! kann ich nicht beschreiben! mancmal hat man auch nur einen schlechten tag wenns nicht immer klappt

    5. Januar 2007 um 12:45 Uhr #70823
    t0bi
    Gast

    Hi,

    am Anfang helfen einfache Regeln wie z.B. nie die erste und letzte Welle eines Sets zu nehmen und sich ganz einfach an jemanden dranzuhängen, der wie ein Local aussieht und/oder einfach eine sehr hohe Wellenausbeute hat.

    Dann: An einem Point ist’s klar, darüber brauchen wir nicht zu reden. An normalen Breaks versuche ich meist etwas weiter inside zu sitzen. Da gibts einfach mehr Wellen. Natürlich wird man da auch öfter gewaschen, aber das ist halt der Preis den man zahlen muss. Ich denke ein oft gemachter Anfängerfehler ist, dass man zu weit draussen sitzt in der Hoffnung, dass man eine Welle dann vor allen anderen erwischen kann. Aber es ist ja nunmal gerade der Untergrund, der unsere Welle, die hunderte oder tausende Kilometer durch den Ozean gelaufen ist dann tatsächlich zum brechen bringt, und dieser Untergrund streckt sich nicht über einen grossen zwei- oder gar dreistelligen Meterbereich vom Strand weg, sondern ist oft nur ein paar Meter „breit“. Darum kann 10 Meter weiter innen plötzlich eine Welle brechen, die man „draussen“ noch gar nicht so gesehen hat. Grössere Sets sehe ich immer ganz gut wenn ich aufrecht sitze und den Horizont angucke. Dabei darauf achten, dass die Wellen meist nicht von genau geradeaus angerollt kommen, sondern etwas quer, d.h. den Blick ruhig etwas zur Seite richten, denn das was 300 Meter vor dir ist, ist bis es auf deiner Höhe angekommen ist schon längst hundere Meter links oder rechts neben dir und damit uninteressant für dich.

    Ansonsten ruhig mal erst die Wellen von draussen beobachten und ausmachen, wo ungefähr eine schöne linke oder rechte bricht. Während man rauspaddelt auf Strömungen achten, damit man nicht plötzlich ein paar hundert Meter seitwärts liegt und „seine“ Welle nicht mehr findet.

    Dann: Im Line-Up je nach Break immer in Bewegung bleiben und nicht einfach nur sitzen und warten dass die Wellen auf einen zukommen. Dabei natürlich den Grat zwischen Wellen suchen und Reindroppen beachten. Ist ja auch nicht ok wenn man planlos hin und her paddelt und alles nehmen will, was nach Welle aussieht.

    Tjo, alles andere ist halt Erfahrungssache und Können. In Dominical / Costa Rica bricht eine suuuuuuper hohle Welle mit extremer Neigung zum Close-Out und am Anfang dachte ich, da würde ich keine einzige von nehmen können und dann im Line-Up hab ich neben Typen gesessen die schon länger dort waren und die haben Wellen angepaddelt, wo ich dachte: Nie im Leben, viel zu spät dran. Aber sie haben den Drop geschafft und wurden direkt gebarreled und von der Seite sah es dann auch sehr locker aus. Ich hab’s dann auch mal probiert und siehe da: Wo ich erst dachte, dass es auf keinen Fall geht, war es dann wirklich nicht sooooo wild.

    gruss

    5. Januar 2007 um 23:28 Uhr #70846
    götzi
    Gast

    und wie erkennst du das die welle keinen closeout macht, bzw. der laufende teil der welle bei dir is? ich mein, wenn ich am strand sitz versuch ich manchmal so einen wellenberg anzuschaun und vorauszusagen wo er, wie er, und wie schnell er bricht. aber ziemlich oft lieg ich da ziemlich falsch.
    am wasser is das dann ziemlich anstrengend wenn ich denk, ok, jetzt bin ich an der richtigen stelle, und dann fallt mir der ganze scheiß auf den kopf!

    6. Januar 2007 um 2:10 Uhr #70850
    t0bi
    Gast

    Hi,

    Close-Outs: Schwere Sache! Es gibt Wellen, wo ich denke, scheisse die klappt zu und ich paddel nur noch schnell weg vom Peak und wo dann gleichzeitig jemand weiter inside noch zum Peak paddelt und nicht gewaschen wird und es gibt Wellen, bei denen ich mir denke, wird total locker und beim anpaddeln bricht die Drecksau auf ganzer Front.

    Bei Points ist es was einfacher, da kann man sich von draussen wirklich die Sections merken, wo die Welle zum Close-Out neigt und einfach schauen, dass man vorher genug Speed hat und vorfährt oder erst nachher anpaddelt oder wenn man es denn kann (ich kanns nicht) ’nen schönen Floater hinlegt oder sich barreln lässt.

    Bei normalen Breaks habe ich kein Rezept dafür, ausser dass man sich halt an den Spot gewöhnt und die Wellen nach ein paar Tagen einschätzen kann ob sie eben out closen oder nicht ;).

    Genau zu wissen wann der laufende Teil der Welle bei einem ist, ist aber ja eigentlich auch nur bei extrem hohlen Wellen wichtig. Bei longboardigeren Wellen lass ich mich auch schonmal gerne vom Weisswasser anschieben oder (je nach Board) stehe schon bevor auch nur irgendein Teil daran denkt zu brechen.

    Tjo, mehr kann ich net dazu sagen, der Rest ist irgendwie Gefühlssache ob die nächste jetzt ne gute oder schlechte Welle sein könnte.

    gruss

    6. Januar 2007 um 15:20 Uhr #70857
    borInG
    Gast

    es ist einfach ein ungeschriebenes gesetz das links und rechts von einem immer die geilsten wellen laufen…paddels du dann dahin und freust dich is dein alter spot wieder am bomben^^…einfach immer schön aufs meer starren und mal vorher vom strand auschecken wo und wie die wellen laufen!

    6. Januar 2007 um 18:19 Uhr #70864
    Tom
    Gast

    Orientierungspunkte am ufer finden, damit man die position halten kann. Kucken, wo bricht was, da hin paddeln, immer wieder Standort checken um zu verhindern, dass man unbemwekt wegtreibt.
    Ansonsten viel beobachten und ein Gefühl für die Welle kriegen. Sich an locals hängen hilft, wird aber nicht gerne gesehen, vor allem, wenn man sich dann dazwischen drängt.
    sicherste methode: so viel wie möglich auf´s Wasser gehen, auch wenn die Bedingungen suboptimal sind.

    6. Januar 2007 um 18:34 Uhr #70865
    t0bi
    Gast

    Eine Sache noch: Ich würde jedem Anfänger raten sich am Anfang ganz bewusst KEINE Points auszusuchen. So wird das Auge für die richtige Welle schon beim ersten Wassergang geschult. Gibt bestimmt auch viele, die diesen Punkt ganz anders sehen, aber ich bin damit gut gefahren und würde es immer wieder so machen!

    7. Januar 2007 um 19:19 Uhr #70882
    Thyrome
    Gast

    fürs shortboarden am beachbreak:

    – nicht die grösse der welle ist entscheidend, sondern wie steil die welle reinkommt.
    also achte auch darauf, wieviel wasser vor der welle ist. manchmal
    haben wellen vor sich noch einen kleinen wasserberg, der macht, dass die welle evtl grösser ist als andere und man so denkt, wow die wird geil, aber dann relativ scheisse bricht.

    -zum festhalten deiner postition im wasser ist es am einfachsten wenn du dir 4 punkte merkst. zum beispiel links einen baum, der im hintergrund genau auf ne bergspitze
    zeigt, und rechts eine laterne die genau ne hauskante überdeckt.

    wenn du also 2 linien richtung strand hast, auf denen jeweils 2 dinge liegen, kannst du
    ziemlich sicher deine position halten. für points ist sowas sehr hilfreich, weil du so immer wieder zum point zurückfindest, auch wenn grad mal kein seit da ist.

    das closeout problem:
    an manchen tagen/ stranden ist es nun mal so, dass 99% closeout brechen.
    hier würde ich mal auf die kleineren wellen, was durchkommen achten.
    es ist manchmal der fall, dass die grossen closeout brechen, aber die kleineren
    sauber laufen.

    viele anfänger gucken oft nur auf das face der welle und ob sie nach rechts oder links wegbrechen und verfolgen dann so bisschen den curl, vergessen aber total auch mal auf den schaum zu gucken….da wo du eine relativ lange gerade im schaum siehst, läuft auch meisstens die beste welle.

    15. Januar 2007 um 17:41 Uhr #71112
    seiZe
    Gast

    wenn man gerade einen Beachbreak surft,
    ich gehe jetzt mal von dieser Situation aus,
    da es an Pointbreaks/Reefbreaks wohl weniger
    schwierigkeiten gibt eine Welle zu bekommen,
    als an Beachbreaks mit extrem shiftenden Peaks!

    Wenn man etwas besser ist, geht man natürlich
    eher nach ganz draußen, wo die großen Wellen
    CloseOut brechen, um nicht andauernd gewaschen
    zu werden (wenn manche diesen Preis gerne 8
    Stunden am Tag zahlen, sollen sie, mein Ding
    ist es nicht!) Jedenfalls wartet man dann auf eine
    Welle, die zwar auch groß ist, aber so aussieht als
    würde sie höchstwahrscheinlich NICHT Closeout
    brechen! Das erkennt man daran. daß die Welle sich
    nicht auf der ganzen breite gleichmäßig hoch
    aufbaut, sondern daß sie zum Beispiel nach links
    abfällt, und somit damit zu rechnen ist, daß man
    auf dieser Welle in Richtung dieser weniger hohen
    Stelle fahren kann.

    Anyway: Anpaddeln, dann im letzten Moment
    das nochmalige gucken nicht vergessen, dann
    takeoff und falls sie dann doch auf ganzer
    breite ‚runterkommt einfach an der welle
    hochfahren und über die Lip springen!

    15. Januar 2007 um 19:08 Uhr #9848
    t0bi
    Gast

    Hi,

    seiZe, du warst aber schonmal surfen 😉 ?

    Zum einen ist natürlich ein Beachbreak nicht das Gegenteil eines Pointbreaks und beide Formen schliessen sich nicht aus. Ein Beachbreak kann genau wie ein Reefbreak als Point brechen oder nicht. Aber darum geht es hier jetzt ja nicht.

    Was mich wundert ist deine Aussage, dass man weiter draussen sitzt wenn man „etwas besser ist“. Das verstehe ich nicht. Wer sagt sowas? Dann müssten die Pros mit denen ich im Wasser war, ja alle ziemliche Anfänger sein, weil sie super weit inside saßen und pro Session nur 20 mal so viele Wellen kriegen wie der Rest vom Line-Up. Und die ganzen Anfänger wären ja ziemlich schlau, weil sie es genau richtig machen wenn sie 50 Meter Outside sitzen um total auszukühlen und irgendwann aus Frust irgendeinen Scheiss anpaddeln ;). Nee, also da bleib ich bei, dass man als Anfänger immer zu weit outside sitzt und man mit steigenden Fähigkeiten automatisch immer eher inside sitzt. 8 Stunden gewaschen wird man dabei übrigens nur wenn man eben den Blick für die Wellen noch nicht hat. Ansonsten ist es in 95% der Fälle kein Problem rechtzeitig rauszupaddeln, wenn ein etwas grösseres Set anrollt oder man wird eben mal (!) gewaschen. Der Preis dafür, dass man wie gesagt 20 mal mehr Wellen kriegt als die, die outside sitzen.

    gruss

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