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Start › Foren › Surfboards und Zubehör › Surfboards und mehr … › Anspruch an Surfboardsymmetrie sinnvoll?

  • Dieses Thema hat 14 Antworten sowie 5 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 10 Jahren, 3 Monaten von Anton Schwaiger aktualisiert.
Ansicht von 15 Beiträgen – 1 bis 15 (von insgesamt 15)
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    Beiträge
  • 12. Februar 2016 um 21:10 Uhr #40911
    paolopinkel
    Teilnehmer

    Guten Abend

    Ich habe inkl. dem Brett meiner Frau 3 Bretter, welche alle vom gleichen Shaper custommade für mich und meine Frau sind. 2x 7.0 und 1x 7.4. Jetzt habe ich 2 von den Brettern bei einem lokalen Shaper in der Reparatur gehabt. Als ich die Bretter abholte, hat dieser mich über eine mangelhafte Symmetrie meiner Bretter informiert und hat mir dies auf einem seiner kalibrierten glassing-Tische demonstriert. Das heisst, das Brett liegt auf vier Punkten seitlich am Unterschiff auf (wenn das Brett wirklich symmetrisch ist), so dass alle vier Punkte genau gleich weit vom Stringer in der Mitte entfernt sind. Wenn dann das Brett nicht auf allen vier Punkten aufliegt- wie ein Tisch auf einem unebenen Boden-, dann besteht eine Asymmetrie. Bei beiden meiner Bretter war dies der Fall, bei einem bestimmt einen halben Zentimeter, konservativ geschätzt. Er hat mir dann eines seiner eigenen Bretter draufgelegt und demonstriert, wie es sein müsste. Liegt überall perfekt auf. Er hat mir dann gesagt, dass dies höchstwahrscheinlich darauf zurückzuführen sei, dass die Bretter in der CNC- Maschine nicht ganz genau eingespannt waren. Er selber shaped seine Bretter komplett von Hand. Ich weiss, dass der Shaper meiner Bretter mit CNC arbeitet.

    Ich persönlich finde es doch überraschend, dass da solche Toleranzen vorhanden sind. Ich kann selber nicht abschätzen, was das für Auswirkungen im Wasser hat. Könnt ihr was dazu sagen?

    Gruss Pp

    13. Februar 2016 um 14:13 Uhr #147335
    Anonym
    Inaktiv

    Welche Marke ist das denn oder willst Du das lieber nicht sagen?
    Ich habe keine Ahnung, ob sich das wirklich spürbar für uns „Normalos“ im Wasser auswirkt. Aber ich habe bei Full&Cas auch schon ähnliche Toleranzen gesehen. Bin öfters bei einem Freund, der professionell repariert und der hat mir ein Brett gezeigt, da waren die Finplugs auf einer Seite schief eingesetzt. Man konnte es mit dem bloßen Auge erkennen.

    War der Grund warum ich diese Marke nie näher in meine Boardauswahl bezogen habe.

    13. Februar 2016 um 15:35 Uhr #147336
    paolopinkel
    Teilnehmer

    Ja, ich will die Marke zum jetzigen Moment nicht sagen, weil ich nicht einen („kleinen“) Shaper unnötig schlecht machen will, mit einem Thema, dass ev. zu vernachlässigen ist und ziemlich üblich ist. So bleibt die Diskussion auch sachlicher.

    Auf der anderen Seite glaube ich immer mehr zu merken, dass gewisse kleinere lokale Shaper total gehyped werden, und zwar am meisten von den gleichen Leuten, welche die grossen Marken grundsätzlich verteufeln und nur schlechtes an denen sehen und ausserdem ein Surflevel haben, dass mich stark daran zweifeln lässt, dass sie all diese Eigenschaften an ihrem neuen „Alleskönner“-shape feststellen können. Auch die Qualität scheint mir nicht im geringsten besser als bei den Grossen zu sein. Oft trifft eher das Gegenteil zu. Und über die Shapes der grossen Marken finde ich durch die starke Verbreitung endlos viele Meinungen vor allem in englischsprachigen Foren. Ich kann dadurch viel besser objektiv abschätzen, ob dieser shape das ist, was ich suche und muss nicht ein paar wenigen Leuten glauben, im schlimmsten Fall nur dem Shaper. Ich will damit nur sagen, dass auch kleine Shaper keine Narrenfreiheit geniessen sollten. Genau so wie die grossen.

    13. Februar 2016 um 17:37 Uhr #147337
    Anonym
    Inaktiv

    Ich habe Boards von „großen“ Marken wie das Hypto und Boards von lokalen Marken, die sagen wir mal landesweit verkaufen, aber den größten Teil nur in ihrer Region absetzen. Ich habe weder mit dem einen, noch mit dem anderen schlechte Erfahrungen gemacht.
    Als üblich würde ich solche Abweichungen nicht ansehen. Es passieren immer mal wieder Fehler, ein guter Shaper bemerkt das und bügelt den Fehler aus. Auch wenn es bedeutet, dass man den blank wegwerfen muss. Bei einem meiner Customs gab es ein Missgeschick beim Design auf der Unterseite. Es stimmten die Proportionen nicht mehr, so dass eine Hand durch die unglückliche Gestaltung auch als Geschlechtsteil wahrgenommen werden konnte.
    Es ist dem Shaper erst aufgefallen, als ich es angemerkt habe. Einmal aber so gesehen, bekommt man das Bild nicht mehr aus dem Kopf. Er hat mir sofort angeboten, den blank wegzuwerfen und nochmal von vorne zu starten. Ich konnte das Bild aber mit etwas Kreativität in Photoshop abändern und retten.
    Andere Shaper bemerken es nicht oder sind wegen des Kostendrucks nicht in der Lage den blank auf eigene Kosten wegzuwerfen, da sonst mit dem Brett nichts mehr hängen bleibt. Bei Preisen zwischen 350 und 400 Euro bleibt beim Shaper sowieso nicht viel hängen, wenn er Qualitätsmaterial verwendet.

    15. Februar 2016 um 14:01 Uhr #147348
    Anton Schwaiger
    Teilnehmer

    @Pp: Hast du mit dem betroffenen Shaper Kontakt aufgenommen und nachgefragt?
    Würde mich echt interessieren was der zu dieser Sache sagt.

    15. Februar 2016 um 15:56 Uhr #147349
    paolopinkel
    Teilnehmer

    @Pp: Hast du mit dem betroffenen Shaper Kontakt aufgenommen und nachgefragt?
    Würde mich echt interessieren was der zu dieser Sache sagt.

    Hey Marlowe

    Ich muss dazu sagen, dass ich ein sehr misstrauischer Mensch bin. Wenn ich mit dem betreffenden shaper Kontakt aufnehmen würde, dann würde er ja wohl kaum zugeben, dass ihm da per Zufall derselbe Fehler bei zwei unterschiedlichen Bestellungen passiert ist, wenn es denn so ist, dass diese grossen Toleranzen in der Industrie unüblich sind. Auch könnte er mir sagen, dass dies durchaus normal ist und sich unmöglich beim surfen bemerkbar machen kann. Dann muss ich es einfach wieder glauben. Ich bin aber wie gesagt sehr misstrauisch. Am besten wäre die Meinung von 5 oder 10 verschiedenen Shapern…

    Ich habe das Thema hauptsächlich aufgemacht, weil ich dachte, dass da längst Fakten dazu bestehen, die viele kennen…

    Ich meine, 5mm an einem Punkt tönt erstmal nach wenig, aber das ist ja je nach Form des Unterwasserschiffs u.U. dann wieder ein gewisses Volumen ausserhalb der Symmetrie.

    15. Februar 2016 um 16:20 Uhr #147350
    amoc
    Teilnehmer

    ich kann mir nicht vorstellen, dass das in unserem Bereich (ich unterstelle dir jetzt mal kein Profitum ;-)) was ausmacht.
    Die größte aller Unsymmetrien kommt daher, dass du das Board frontside/backside fährst. Das macht imho mehr aus als 5mm Unterschied im Unterwasserschliff (oder der Outline oder oder). Das gibt ja einige Experimente, genau dies mit asymmetrischen Boards/Finnenkonstellationen auszugleichen!
    Zumal du ein Surfboards seltenst mit der kompletten Fläche plan auf dem Wasser auflegst (außer beim paddeln). Du fährst meist nur mit geschätzten 50% des Bottomshapes im Wasser, der andere teil hängt dann frei in der Luft (außer beim paddeln). Zudem kommen die relativ geringen Geschwindigkeiten beim normalen Surfen (und gerade beim paddeln).
    Was anderes ist das natürlich beim Windsurfen auf Flachwasser. Da liegt das Board mit nahezu 100% auf dem Wasser, die Geschwindigkeiten (relativ zum Wasser)sind deutlich höher und du hast das Frontside_Backside-Problem nicht (so). Nehme mal an, dein Reparatur-Shaper baut ansonsten hauptsächlich Kite/Windsurfboards?

    Ich würde mir da keine Gedanken drüber machen, so lange du mit dem Board gut klar kommst und keinen wirklich unfahrbaren Propeller bekommen hast (was man wohl auf den ersten Blick sehen würde).

    15. Februar 2016 um 17:18 Uhr #147351
    Anton Schwaiger
    Teilnehmer

    Grundsätzlich stimme ich dir zu, amoc.
    Trotzdem finde ich die Tatsache einer Abweichung als Laie erstmal erstaunlich. Schließlich werben die Shaper nicht zuletzt auch mit ihrer handwerklichen Qualität.
    Einerseits machen Surfer und Shaper ein ziemliches Bohei um Dimensions, Volumen und Unterwasserschiff, nach dem Motto jeder Zentimeter zählt. Profiboards werden bis ins letzte Detail ausgetüftelt. Und an anderer Stelle soll dann ein halber Zentimeter plötzlich keine Rolle mehr spielen. I don’t know…
    Hinzu kommt, dass eben eine CNC-Maschine im Einsatz war. Gerade hier erwartet man doch eine hohe Präzision. Und deshalb würde mich eine Erklärung hier schon sehr interessieren.

    15. Februar 2016 um 17:19 Uhr #147352
    paolopinkel
    Teilnehmer

    Hey amoc

    Danke für Deinen Input. Ich bin Lichtjahre entfernt davon, ein Pro zu sein. Der Reparaturshaper shaped nur Surfbretter (keine Windsurf) und mach dies schon seit Jahrzehnten.



    @marlowe
    : Zu 100% Deiner Meinung. Genau das mit der handwerklichen Qualität meinte ich auch. Wenn der kleine Shaper nicht mindestens so genau arbeitet, wie die grossen, warum sollte ich dann noch zu ihm gehen. Auch wenn es sich beim surfen für jemandem auf meinem level nicht bemerkbar machen sollte, erwarte ich vom kleinen die gleiche Qualität wie vom grossen. Ich muss ja sonst annehmen, dass er noch auf anderen Ebenen ungenau arbeitet und dies dann ev. zu unnötigen Ärgernissen führt, dessen Ursachen sich dann nicht mehr eindeutig herleiten lassen. Da ist man dann wieder beim Vertrauen.

    15. Februar 2016 um 17:31 Uhr #147353
    amoc
    Teilnehmer

    Grundsätzlich stimme ich dir zu, amoc.
    Trotzdem finde ich die Tatsache einer Abweichung als Laie erstmal erstaunlich. Schließlich werben die Shaper nicht zuletzt auch mit ihrer handwerklichen Qualität.
    Einerseits machen Surfer und Shaper ein ziemliches Bohei um Dimensions, Volumen und Unterwasserschiff, nach dem Motto jeder Zentimeter zählt. Profiboards werden bis ins letzte Detail ausgetüftelt. Und an anderer Stelle soll dann ein halber Zentimeter plötzlich keine Rolle mehr spielen. I don’t know…
    Hinzu kommt, dass eben eine CNC-Maschine im Einsatz war. Gerade hier erwartet man doch eine hohe Präzision. Und deshalb würde mich eine Erklärung hier schon sehr interessieren.

    Für die meisten Shaper gehört es ja zum Geschäft Bohei zu machen 😉 Man muss ja immer etwas neues bringen, dann wird halt mal hier und dort etwas dicke/Volumen/Concave anders Verteilt und das als Neuigkeit gepriesen.
    Ob unsereins das wirklich immer merkt (also objektiv, nicht durch die Marketing/ich hab das neueste Board/rote Boards sind die Besten Brille) wage ich zu bezweifeln.

    Nichtsdestotrotz würde ich ein Stück handwerklicher Qualität erwarten, dazu zählt auch Symmetrie.
    CNC kann dabei helfen, muss aber nicht. Wenn ich das neulich richtig gesehen habe werden die cnc-Blanks ja noch von Hand zu ende geshaped. Da kann was passieren. Oder vielleicht hat sich der Blank durch glassen bei ungünstigen Bedingungen verzogen. Die CNC war schlecht programmiert…Aber das ist letztlich alles Spekulation und hat nichts mehr mit der Frage nach den Fahreigenschaften zu tun.

    VG, Andi

    15. Februar 2016 um 22:32 Uhr #147355
    Anonym
    Inaktiv

    Ich bin der gleichen Meinung wie amoc im 2. Absatz. Ich finde es gar nicht so wichtig, ob ich so einen Fehler merke oder nicht…ich bezahle für ein Produkt und will, dass es dann auch in der Qualität geliefert wird wie es sein sollte.

    Beim Surfen sind viele Dinge auch oft nur Einbildung. Ich bezweifle, dass sich die gebrochene Spitze einer meiner Surfbretter groß auf die Fahreigenschaft auswirkt. Zumindest nicht so, dass ich es wirklich merke. Trotzdem ist das Vertrauen in das Brett nicht mehr so wie vorher. Eventuell kommen da auch irgendwann mal Zweifel, dass gewisse Probleme nicht nur am Surfer, sondern auch am Brett liegen könnten…

    18. Februar 2016 um 22:23 Uhr #147365
    sidiabed
    Teilnehmer

    Jedes Brett ist asymmetrisch.

    Wo genau sind denn die 5mm zu viel/wenig?

    19. Februar 2016 um 9:38 Uhr #147367
    amoc
    Teilnehmer

    Jedes Brett ist asymmetrisch.

    Das würde ich so nicht unterschreiben. Jedes von Hand geshapte Board vielleicht/wahrscheinlich.
    Aber die Boards aus der Presse (z.B. Bic & co.) dürften was Symmetrie und auch Wiederholbarkeit der Ergebnisse, wohl der Maßstab sein.

    19. Februar 2016 um 10:32 Uhr #147368
    Anton Schwaiger
    Teilnehmer

    …ich bezahle für ein Produkt und will, dass es dann auch in der Qualität geliefert wird wie es sein sollte.

    Genau das ist der Punkt, der mich interessiert: Wie sieht diese Qualität denn aus?

    Vielleicht sind 5mm Toleranzen ja wirklich Gang und Gebe im Surfboard-Business und im Normbereich. Vielleicht auch nicht und es ist ein schwerer handwerklicher Fehler.

    Ich kann mir vorstellen, dass die Planken die die Jungs sich in den 70ern selbst geshaped haben oft auch ziemlich krumme Gurken waren. Bei einer modernen CNC-Maschine erwartet man aber eigentlich was anderes. Auch wenn danach die Feinheiten noch von Hand gemacht werden. Aber ich bin nicht vom Fach und weiß es eben nicht.
    Erstaunlich, dass über solche Sachen so wenig bekannt ist, trotz dutzender Surfboard Buying Guides etc.

    19. Februar 2016 um 11:51 Uhr #40912
    sidiabed
    Teilnehmer

    Musst du nicht unterschreiben, aber auch (oder vllt gerade) diese Pressen sind sicher nicht 100% symmetrisch.

    Was CNC angeht, da fängt es schon beim stringer an. Diese sind in den seltensten fällen 1. schnurgerade und 2. haargenau mittig verklebt. Diese Ungenauigkeiten lassen sich per hand sogar besser angehen als in einer Fräse. Dann muss davon ausgegangen werden, dass die Fräse 100% eben steht und dass der blank 100% genau eingelegt wird.

    Für normale surfer ist das alles Wurscht.

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