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Start › Foren › Surfer Geschichten › Surfer die Sponsoren verloren haben

  • Dieses Thema hat 5 Antworten sowie 3 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 10 Jahren, 5 Monaten von Manoa aktualisiert.
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  • 8. Januar 2016 um 20:11 Uhr #40815
    Ricardo
    Mitglied

    Hallo Leute,

    ich hoffe der ein oder andere kann mir vielleicht ein wenig behilflich sein. Ich überlege eine Hausarbeit zu schreiben über das Abspringen von Sponsoren am Beispiel des Surfsports.
    Für die Beispiele aus dem Surfsport bräuchte ich eure Hilfe. Kennt ihr Surfer die ihre Sponsoren verloren haben? Kennt ihr vielleicht sogar den Grund warum der Sponsor den Athleten gekickt hat?
    Bitte lasst es mich wissen.
    Falls jemand noch Literatur Tipps für mich hätte wäre das auch Spitze.
    Lieben dank

    Mister rrr

    9. Januar 2016 um 17:47 Uhr #147112
    Scripps
    Teilnehmer

    Ich denke es ist schwer viele Infos darüber zu finden. Die Pros von der World Tour sind meistens seit dem Teenageralter bei ihren Hauptsponsoren und haben langfristige Verträge. Bei unterklassigen Surfern ist sicher mehr Bewegung, jedoch ohne große öffentliche Aufmerksamkeit.

    Einzig Quiksilver scheint seit Jahren nicht zur Ruhe zu kommen. Da wurden vor ein paar Jahren mal einige Surfer (u.a. Marzo, Stack) gekündigt. Lag wohl auch daran, dass man ja einige Marken eingestampft hat und die dazugehörigen Surfteams gleich mit. Ansonsten hat sich Kelly Slater letztes Jahr von Quik getrennt, um sich auf seine eigene Marke zu konzentrieren. Sally Fitzgibbons auch. Ganz aktuell sind auch Dane Reynolds (eigentlich Vertrag bis 2017) und Craig Anderson nicht mehr bei Quik unter Vertrag, was sicherlich mit der Insolvenz von Quiksilver US zu tun hat.

    Nike hatte sich vor ein paar Jahren auch komplett aus dem Sport zurückgezogen. Evtl. sind die Surfer dann zu Hurley übergegangen – ich weiß nicht. Ich erinnere mich, dass Redbull mal so eine Serie hatte, wo Surfer auf dem Weg in die World Tour begleitet wurden. Dabei waren auch ein paar Veteranen, die versucht haben, sich aus der Versenkung zurück zu kämpfen. So etwas ähnliches hatte man glaube ich auch mit dem deutschen Marlon Lipke gedreht. Ich meine bei ihm sah es auch nicht mehr so gut mit den Sponsoren aus. Schau auch mal bei Bruce Irons oder Bobby Martinez. Könnte mir bei beiden am ehesten vorstellen, dass sie vielleicht schon mal Stress mit ihren Sponsoren hatten. Wühl dich vielleicht auch mal durch die Seite von Transworld Business, wo viele News aus der Actionsports Szene veröffentlicht werden.

    9. Januar 2016 um 17:48 Uhr #147113
    Scripps
    Teilnehmer

    Doppelpost

    9. Januar 2016 um 20:50 Uhr #147115
    Manoa
    Teilnehmer

    Hallo M rrr

    Zusätzlich zu den oben genannten Surfern, die im Verlauf ihrer Karriere ihre (Haupt-)Sponsoren verloren haben, sind: CJ und Damien Hobgood, Ry Craike, Dion Atkinson, Heitor Alves, Granger Larson, Asher Pacey, Heath Joske, Laurie Towner, Silvana Lima…
    Vermutlich haben in vielen Fällen mehrere Gründe (wie persönliche Differenzen, unterschiedliche finanzielle Erwartungen, Verletzungen, „unbefriedigende“ Resultat/Performance, sinkende „Vermarktbarkeit“…) zusammengespielt, welche zum Verlust eines Sponsors führten. Ein Grund der viele gemein haben könnten, sind die (verzögerten) Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise 2008. Die meisten Surfbrands waren in finanzielle Schieflage geraten. (Quiksilver war bereits davor schon angeschlagen, nachdem sie 2005 den maroden französischen Skihersteller Rossignol aufgekauft hatten.)Bei den Restrukturierungen der Surf-Konzerne mussten auch die Surf-Teams Federn lassen und so wurden die Verträge gewisser Athleten nicht mehr verlängert oder aufgekündigt.
    Vielleicht könnte dir Phil Jarratt’s Buch „Salts and Suits“ (ISBN 9781740667401, erschienen 2010)
    weiter helfen. Der Author zeigt auf, wie die heutige Millionen-Dollar-Surfindustrie enstanden ist und sich entwickelt hat. In den 60er und 70er haben einige einfallsreiche Surfer (Salts) mit dem Verkauf von heimgefertigten Shirts, Bordshorts, Wetsuits… ihren Lebenstil finanziert und beinahe unbewusst weltweit bekannte Unternehmen erschaffen. Mehr und mehr wurden die Salts von den Suits (Managern) aus den Chefetagen vertrieben, die Firmen gingen an die Börsen, der Druck der Aktionäre wuchs…und dann kam die Finanzkrise. Deren Auswirkungen auf die einzelnen Firmen geschildert werden. Leider werden keine Einzelschicksale von gefeuerten Surfern aufgezeigt, was für deine Arbeit wohl interessant wäre! Dennoch ein interessanter Einblick in die weltweite Surfindustrie.

    Vielleicht hilft es dir weiter…

    MfG
    Manoa

    9. Januar 2016 um 21:38 Uhr #147116
    Manoa
    Teilnehmer

    Nachtrag

    Habe in einem Interview mit Clay Marzo gelesen, „dass Quiksilver wollte, dass er mehr an Contests
    teilnehmen sollte und, dass er sich nicht verstanden fühlte“.
    Hat vielleicht etwas mit seinem diagnostizierten Asperger-Syndrom zu tun?!?

    In einem Magazin gelesen. Vielleicht sind die Aussagen auch online zu finden mit Mr. Google…

    11. Januar 2016 um 12:58 Uhr #40816
    Ricardo
    Mitglied

    Das hilft mir auf jeden Fall schonmal weiter, Dankeschön.

    habt ihr vielleicht noch ein paar Lektüre Tipps?

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