Start › Foren › Atlantik Europa › Surfen in Portugal/Spanien?
- Dieses Thema hat 10 Antworten sowie 7 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 12 Jahren, 2 Monaten von
Floyd Bale aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
25. Mai 2014 um 15:02 Uhr #37735
RickMitgliedHi, also ich hab jetzt schonmal paar Beiträge gelesen, aber eigentlich gings da immer nur um Surfcamps..
Mein Anliegen: Ich hab letztes Jahr nen Anfängerkurs gemacht. Hab dann mit dem Surflehrer mal wegen fortgeschrittenen Kursen gequatscht und der meinte, dass des sich nicht wirklich lohnen würde. Weil, der dir ja in Anführungszeichen auch nix neues beibringen kann. Ich soll einfach ans Meer fahren und die Grunddinge üben. Hab dann mal bisschen den fortgeschrittenen Kurs beobachtet und muss sagen, viel anderes ham die nicht gemacht/gelernt, ausser mal an nem tag mit ziemlich hohen Wellen. Da wurd denen gezeigt, wo und wie sie hinter die Brecher kommen.
Soviel zur Grundstory..jetzt kurz und bündig!
Welche Spots könnt ihr denn in Portugal/Spanien empfehlen, in denen es Weißwasser sowie auch bissi anspruchsvolleres zum surfen gibt?Hab die Algarve mal angeschaut, weils da auch Surfkurse zu buchen gibt, aber vllt wisst ihr ja aus Erfahrung gute Spots.
Danke schonmal im vorraus 🙂
25. Mai 2014 um 15:27 Uhr #142818
SalliTeilnehmerhi rick, ich habe damals einen 2 wochen kurs in frankreich gemacht und bin ein jahr drauf nach bali auf eigene faust ins wasser. war alles ganz easy, ein bisschen weißwasser zum reinkommen dann die grünen und eh ich mich versah saß ich in einer strömung und hab von hohlen overhead closeouts aufs maul bekommen und wäre fast ersoffen. ein paar tage später war ich auf lombok und hab mawi „gesurft“….ebenfalls strömung, nur das dort niemend war, weder an land (da gabs nichts und niemanden weit und breit). ich hatte nicht die geringste chance die stömung war so stark und schnell. zum glück kamen 2 ältere australier in wasser und haben mir aus sicherer entfernung (damit sie nicht auch in die strömung kommen) gezeigt wohin ich paddeln soll. mit hilfer dieser typen (meine lebensretter) habe ich es nach 30 min raus geschaft. ich hatte todesangst!!! zurück auf bali wollte ich erstmal nur beachbreak surfen. leider bin ich auch mehrmals ordentlich gewaschen worden und hatte dabei kontakt mit meinem (zu kleinem) board….naht mit 6 stichen war das resultat. bei der kollision habe ich fast das bewustsein verloren und ein local hat mich blutüberströmt an land und in eine local „praxis“ gebracht wo ich versorgt wurde…
was ich damit sagen will, mir fehlte es an erfahrungen und das hat mich in lebensgefährliche situationen gebracht. nur durch die hilfe anderer bin ich gut davon gekommen. ein surflehrer hat ein auge auf dich, auch wenn er dir deiner meinung nach nichts mehr beibringen kann (was ich nicht glaube). inzwischen würde ich behaupten, dass ich einigermassen erfahren bin und dennoch ist mit vor ca 2 jahre ähnliches passiert: spot shipwrecks (nusa lembongan) niemand war im wasser (hätte mich stutzig machen müssen). habe mich von einem fischer rausfahren lassen. nach 10 min hat mich die strömung in offene mehr gezogen, die insel wurde immer kleiner. im vergleich zu damals auf lombok war ich relativ cool nach 20 min (die insel längst nicht mehr zu erreichen) sah ich ein boot in der ferne. ich habe mirt dem board gewunken. die besatzung (taucher) hat mich gesehn und zurück zur insel gefahren. so erfahren man auch ist es kann immer was passieren. lerne aus meinen/unseren fehlern und nimm noch ein paar stunden oder guiding!
zur location: ich fand peniche super anfänger freundlich!
25. Mai 2014 um 15:38 Uhr #142819
RickMitgliedah okay…
ja mit dem wenig lernen,kam ja von ihm, nicht von mir 😀
weil er meinte, dass nen forteschrittener Kurs halt „unnötig“ viel Geld verspeist.
Aber nach deinen Erfahrungen, is das wohl eher nicht der Fall^^25. Mai 2014 um 15:47 Uhr #142820
SalliTeilnehmerwenn ich die zeit zurück drehen könnte, würde ich lieber ein paar kröten mehr ausgegeben und auf die scary erfahrungen verzichten, vor allem auf die hässliche narbe am hinterkopf 🙂
25. Mai 2014 um 16:08 Uhr #142821
AnonymInaktivMal vorweg…für Spot oder Regionempfehlung wäre der Reisezeitraum auch ganz hilfreich.
Ansonsten kann ich Salli auch nur zustimmen. Neben dem Sicherheitsaspekt, habe ich noch andere Erfahrungen gemacht:
Ich surfe jetzt einige Jahre, lebe 20 min von Surfspots weg und mache immer noch bei jeder Gelegenheit (oder sagen wir eher wenn der Geldbeutel es zulässt) einen Surfkurs mit. Meine 2 Wochen im Februar auf Bali mit Videoanalyse und Tipps haben mich auf der Backside nochmal einen großen Schritt machen lassen. Ich war selber wieder überrascht, wie schnell der Fortschritt kommt, wenn man eine gute und professionelle Anleitung hat. Was ich in 2 Wochen + ca. 2 Monate danach in der Umsetzung zu hause gelernt habe, hat mich sonst locker ein halbes Jahr gekostet. Es dauert ewig bis man selbst eigene Fehler findet oder mal jemand hat, der einen vom Strand aus filmt.
Und hat man mal eine schlechte oder falsche Angewohnheit dauert es lange bis man sich diese wieder abtrainiert hat.
Das finde ich nämlich noch einen großen Vorteil von guten Surfkursen: vielleicht bringt er Dir erst mal keine neue Technik bei. Oder Du wirst in der Zeit keine Riesensprünge machen und denkst, dass Du auch alleine im Wasser üben kannst. Aber eine Fehlerkorrektur während oder nach der Session und vielleicht noch eine Videoanalyse sind Gold wert und es zahlt sich später aus, wenn Du eine solide und vernünftige Basis hast.Kommt natürlich auch darauf an, was deine inviduellen Ziele beim surfen sind und ab welchem Niveau man sich zufrieden gibt. Die Hauptsache ist sowieso man hat Spass, egal wie gut man ist.
Viel Erfolg!
26. Mai 2014 um 17:37 Uhr #142826
jobuTeilnehmerHallo,
prinzipiell ist etwas Wahres dran, mit Kurs lernt man eventuell schneller, sicherer.
Aber Salli, du kannst doch Spots auf Bali die nur für erfahrene Surfer geeignet sind nicht mit einem Anfänger-Beachbreak, vielleicht noch im Sommer, in Europa vergleichen.
Such dir einen Spot aus wo du nicht alleine im Wasser bist, das ist sowieso eine wichtige Regel, vielleicht wo eine Schule auch unterrichtet, nimm 1-2mal die Woche eine Stunde, das reicht.
An allen Spots die ich mit meinem bescheidenen Können gesurft bin war ich auch immer baden-schwimmen. Wenn du dich ohne Brett nicht reintraust, dann geh auch nicht mit Surfboard rein.
Ich war leider noch nie zum Surfen in Portugal, kann dir deswegen nichts dort empfehlen,
in Galicien gibt es genug Möglichkeiten im Sommer, kannst du auf msw und wannasurf recherchieren, auch die Bretagne ist im Sommer für Anfänger sehr gut geeignet.
(Gegend um Lorient, Baie Audierne, Crozon)
Für mehr Infos schick doch eine PN.27. Mai 2014 um 10:04 Uhr #142832
SalliTeilnehmerselbst auf sylt gibt es gefährliche strömungen die schon einige leben gefordert haben. legian und kuta beach sind anfänger spots in denen in der high season wöchentlich menschen sterben, oft anfänger die sich “ mal eben“ ein board leihen. habe dort schon oft änfanger aus den strömungen helfen müssen. zum thema nicht alleine ins wasser…. selbst wenn 60 leute sammt surfschulen im wasser sind, ist es keine garantie das jemand mitbekommt wenn man in not ist (die surflehrer sind zu sehr mit ihren eigenen schülern beschäftigt).
17. Juni 2014 um 17:21 Uhr #143006
Nikole GehringMitgliedHeyho!
Frage noch akut? Egal, mag meinen Senf dazu geben 🙂
Also Algarve is halt abgesehen von der Westküste schwer swell-eingeschränkt bzw. fahrintensiv, da is der Rest schon vorteilhafter. Vila do Bispo/Arrifana wäre südlich und soll toll sein, war ich leider aber noch nicht:( Ericeira mit Ribeira d’Ilhas & Co. würde ich jetzt schon mal als für Fortgeschrittene einstufen, Lissabon (Carcavelos) ist früher im Jahr wenns noch kracht und häufig Nordwind ist cool, ausserdem sind die Locals dort „von Welt“ – aber halt auch Stadt.
Peniche und alles drumherum von down-south PAB bis hoch nach Foz do Arelho (Obidos) bietet immer was, gleich welcher swell oder Wind…
Figueira da Foz (Höhe Coimbra)? Kein Plan!
Mir persönlich gefällt auch der Norden um Porto supi 🙂 Espinho erinnert an Mohlo Leste, Matosinhos ist einfach abgefahren, Vila Praia da Ancora kann auch was und Affife naja, was soll ich dazu sagen. Wenns noch Weiswasser braucht ab Richtung Peniche – im ganz ähnlichen Norden hat man hingegen den ganzen Zirkus nicht und seine Ruhe… camps gibts in beiden Gegenden genügend, that’s it. Ach ja, in Spanien war ich noch nie 😆17. Juni 2014 um 22:59 Uhr #143020
Peter_LeeTeilnehmerhallo,
interessant für deine zwecke ist die gegend um salinas in asturien und galicien hat auch anfängerfeundliche spots wie valdovino (unbedingt bei caminosurf fragen wegen fortgeschrittentraining) und auch pantin ist sehr fein. meiner meinung nach solltest du dir spots und buchten aussuchen, wo du auch geschützte ecken hast. da kann es mal in der mitte einer bucht gute 6 fuß haben und in der geschützten ecke sanfte 2 fuß mit sauberen wellen. dort treffen sich auch öfter die surfschulen und die surfer, die weniger „wums“ haben wollen. wenn du nach peniche fährst, rate ich dir die dudes vom surfguiding peniche.
selbst auf sylt gibt es gefährliche strömungen die schon einige leben gefordert haben. legian und kuta beach sind anfänger spots in denen in der high season wöchentlich menschen sterben, oft anfänger die sich “ mal eben“ ein board leihen. habe dort schon oft änfanger aus den strömungen helfen müssen. zum thema nicht alleine ins wasser…. selbst wenn 60 leute sammt surfschulen im wasser sind, ist es keine garantie das jemand mitbekommt wenn man in not ist (die surflehrer sind zu sehr mit ihren eigenen schülern beschäftigt).
dass mit den strömungen sollte man meiner meinung nach nicht so dramatisieren bzw. mystifizieren. strömungen sind nicht irgendwelche grundsätzlich gefährliche erscheinungen, sondern einfach physik.
ich surfe bevorzugt nur allein, muss aber jedem nicht erfahrenen surfer (auch ich :whistle: ) nahelegen, dass er / sie sich einen spot unbedingt näher und länger ansehen sollte, bevor er / sie surfen geht. ich bin gerade vom genialsten vierwöchigen trip zurück (asturien) und war nur allein und jeden tag im wasser, habe aber jeden spot bis zur vollen ebbe beobachtet und bin erst bei rising tide ins wasser. das sollte jeder surfer tun, bevor er irgendwo ins wasser geht, wenn er / sie alleine ist. es ist meiner meinung nach essentiell und das lernen die wenigsten im surfkurs (weiß es von erzählungen), das meer und die tidenhubs zu verstehen, die sandbänke / riffs / stein und untergrundverläufe zu erkennen, die bildung der strömungen zu verstehen und auch im vorfeld zu wissen, wo muss ich hin, wo kann es zu problemen kommen. mit der energie des meeres eins zu werden, ist oberste gebot beim surfen.
dort, wo viele surfer im wasser sitzen, muss es auch nicht gut sein. die surfer dort können anfänger sein oder unbekümmerte, die keine ahnung haben, was sie tun oder sehr gute surfer, die erfahrung haben und bei noch so unsauberen und strömungsstarken bedingungen eine welle bekommen, mit der sie wieder an land kommen. ich finde, dass jeder surfer sich sein eigenes bild machen sollte, indem er die situation analysiert hat und verstanden hat.
liebe grüße!
18. Juni 2014 um 13:30 Uhr #143027
Floyd BaleMitgliedHeyho!
Frage noch akut? Egal, mag meinen Senf dazu geben 🙂
Also Algarve is halt abgesehen von der Westküste schwer swell-eingeschränkt bzw. fahrintensiv, da is der Rest schon vorteilhafter. Vila do Bispo/Arrifana wäre südlich und soll toll sein, war ich leider aber noch nicht:(Also ich war schon einige Male in Arrifana/Monte Clerigo. Beides Spots, welche nur wenige Kilometer auseinander liegen. Leider gerade in den Sommermonaten dermaßen von Surfschulen überlaufen, dass ich selbst Anfang Mai schon teilweise Schwierigkeiten hatte in Ruhe zu surfen. Von der Fülle mal abgesehen sind die beiden Strände aber wirklich Top! Das Wetter ist eigentlich konstant gut, das Wasser ebenfals angenehm warm. Sollte dir natürlich nur klar sein, dass die Wellen gerade im Sommer eher klein ausfallen. Über die Surfschulen selbst kann ich nichts sagen, da ich dort nie Unterricht genommen habe.
19. Juni 2014 um 12:55 Uhr #37736
Nikole GehringMitgliedHey, danke für die Info!!!
Werde es (Arrifana) mir in Kürze anschauen, am Sonntag geht’s los und ich freu mich schon dermaßen.
Und kleine Wellen… is schon klar, mag aber grad die sehr sehr gern, vergibt man sich nich soviel 😆
http://surfersmag.mpora.de/video/der-sommer-in-portugal-ist-nichts-fuer-normale-menschen.html -
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
