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Start › Foren › Surfer Geschichten › The Search: Allerdings beruflich…

  • Dieses Thema hat 11 Antworten sowie 11 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 14 Jahren, 2 Monaten von Phil Valentine aktualisiert.
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  • 23. Mai 2012 um 16:38 Uhr #30709
    Poritz
    Teilnehmer

    Nach meiner kaufmännischen Ausbildung, BWL Studium in Holland und einem Auslandssemester in Portugal bin ich nun leider wieder im Landesinneren gelandet und sitze fest! Karrieretechnisch läuft dem Anschein nach alles gut und Mutti ist beruhigt. 😉

    Doch ich merke immer mehr, dass mir mein Büro-Job beim namhaften, aber doch recht steifen und langweiligen deutschen Unternehmen zu schaffen macht. Soetwas ähnliches hatte ich schon während meiner Ausbildung gemerkt, jedoch erfolgreich verdrängt. Nun, da der Ernst des Lebens begonnen hat und ich seit knapp einem Jahr festangestellt im Büro hocke und Dinge tue die mir keinen Spaß machen muss eine Veränderung her!

    Die Überlegung: Was erfüllt mich? Surfen! -> Irgendwas Hobbynahes zu finden ist aber leider leichter gesagt als getan. Die Surfbranche in Europa konzentriert sich wohl größtenteils auf Hossegor und ich habe die Befürchtung, dass mein Schul-Französisch und die eventuelle Antipathie der Franzoesen gegen Deutsche nicht gerade förderlich sein könnten.

    In Deutschland habe ich bisher nur von einer Handelsgesellschaft in Kiel gehört, die FCS importiert. Andere Marken werden wohl von diversen unabhängigen Importeuren vertrieben.

    Habt ihr Ideen was es noch geben könnte? (außer ans Meer auszuwandern und Surflehrer zu werden…)

    Gruß

    23. Mai 2012 um 18:55 Uhr #130915
    herthapaule
    Teilnehmer

    PN!

    24. Mai 2012 um 1:41 Uhr #130919
    götzi
    Teilnehmer

    ja das problem hab ich auch, doch bin ich vielleicht eine erfahrung weiter:

    die surf- (und jede andere boardsport-)branche wird dich vermutlich nicht glücklicher machen, als irgendein größeres whatever-unternehmen.
    die branche ist total unterbezahlt und mit überstunden, zeitausgleich etc. schauts auch nicht immer rosig aus. und wofür das ganze? damit du trotzdem 9 to 5 (wenn du glück hast) in einem büro sitzt, dort aber boardsportrelevante themen behandelst. schau dir mal an wer da arbeitet. nur junge. und warum? weils jedem mit der zeit ankotzt sich für ne brand den arsch aufzureisen und mit „lifestyle“ bezahlt zu werden. ich bin jetzt immer skeptisch unternehmen gegenüber, die es schon lange gibt, wo aber nur junge arbeiten. des heisst nix gutes.

    ich hab mir auch gedacht, ja, boardsportthemen interessieren mich total und da macht mir auch ein bürojob nix aus. denkste. vor allem wenn man sich mit anderen branchen (und deren gehälter) vergleicht wird man dann nicht happy. und öfter auf den berg oder ans meer kommst du durch den job auch nicht – und darum gehst doch! da bin ich lieber anonym in nem multikonzern, schaufel mir ordenlich überstunden an, und bin dann mal durch zeitausgleich am meer.

    hossegor wäre da was anderes, aber des kommt ja mit ans meer ziehen gleich. dann finde lieber ein pharma unternehmen an der küste und du hast surf, kohle, geregelte arbeitszeit.
    könnte ich französisch wär ich vieleicht auch schon da unten. berg und meer knapp beieinander…

    das ist jetzt vieleicht keine lösung des problems, aber glaub mir, ich such selber händeringend nach einem vernünftigen weg!

    gefundene optionen:

    selsbtändig werden – trau ich mich (noch) nicht
    ans meer ziehen – mag die freundin nicht
    online job finden – gibts sowas überhaupt?
    zur berufsfeuerwehr gehn…

    24. Mai 2012 um 10:11 Uhr #130921
    Max-2
    Teilnehmer

    Sehr schönes Thema! Mir geht es derzeit fast genauso, nur ohne Studium. Käufmännische Ausbildung, danach gut bezahlter Job im Vertrieb, aber es hat mich einfach angekotzt. Hab dann etwas Kohle angesammelt und dem Laden Servus gesagt. Jetzt bin ich fast jeden Tag auf dem Wasser, allerdings mache ich mir auch meine Gedanken wie es weitergeht. Aller Voraussicht hänge ich auch noch ein Studium an, um danach eigentlich immernoch genauso planlos zu sein. Da ich ein paar Kontakte zu sehr gut laufenden Brands besitze, habe ich schon einiges gehört..Es ist genauso wie Götzi sagt, da tauscht du Lifestyle gegen Kohle und viele Brands sitzen trotzdem weit weit weg vom Meer! Meiner Meinung nach ist der Sprung in die Selbstständigkeit die beste Alternative. Ich reiße mir lieber den Arsch für was auf, worauf ich stolz sein kann. Aber noch ist keine Idee in Sicht, aber dafür genug Partner 😀

    24. Mai 2012 um 10:22 Uhr #130922
    Soeren
    Teilnehmer

    Auch für mich ein großes Thema!

    Ich hab für mich folgende Lösung gefunden:
    Nach einem technischen Studiengang schiebe ich gerade eine Bachelor in Technischer Informatik hinterher, um auf lange Sicht dank Internet räumlich unbahängig arbeiten zu können.
    Die Krönung wäre, in D versichert zu sein, per home office in den USA zu arbeiten und dann überall auf der Welt, wo es günstig und schön ist, zu leben…

    Mal sehen, ob sich dieser etwas naive Traum in den nächsten Jahren verwirklichen lässt!!

    Viel Glück!!

    24. Mai 2012 um 11:12 Uhr #130925
    Dr. Surf
    Teilnehmer

    Alle relevanten Surffirmen oder die, die auf Boardsport-Lifestyle machen sitzen in Frankreich. Einige haben ein Büro in D, von dem aber fast nur mit einer handvoll Leute von anderen ausgedachte Marketingprojekte koordiniert werden. Ansonsten gibts natürlich die ganzen Agenturen, über die Händler in D ihre Ware beziehen. Die sind tatsächlich logischerweise alle in Deutschland, sind aber reine Verkaufsbüros. Etwas besser sieht es bei Snowboard & Co aus. Allerdings stimmts: viel Arbeit, wenig Kohle.

    Ich selbst mache zur Zeit einen MBA in Kalifornien. Mindestens 1 Jahr Aufenthalt + Abschluß in USA qualifizieren einen automatisch für sogenanntes OPT (=Arbeitserlaubnis). Ist ja vielleicht auch ne Idee…
    Ich hab jedenfalls seit letztem Jahr Kolibris in den Zitronenbäumen im Garten, immer (!) Sonne, nur Kohle hab ich weniger als je zuvor. Studiengebühren + Lebenshaltungskosten sind nicht ganz ohne…

    24. Mai 2012 um 11:38 Uhr #130927
    Anton Schwaiger
    Teilnehmer

    Cooles Thema! Ich bin auch so ein landlocked Bürosklave, das nächste Meer ist > 500km weg.

    Ich bin ebenfalls der Meinung, die Surf- Branche ist nicht so wichtig. Lieber einen gescheiten Job, mit vernünftigen Arbeitszeiten und besserem Gehalt. Dafür aber mit Standort wenigsten einigermaßen nahe am Meer.

    Es müsste doch einige Unternehmen geben, die ihren Sitz nahe irgendeiner surfbaren Küste haben. Es gibt ja nicht nur Frankreich. Wenn du gut Englisch kannst, warum nicht einen int. Konzern in Großbritannien, Irland, Dänemark oder Norwegen. Oder falls lieber muttersprachlich, dann halt in good old Germany an die Küste. München wäre auch ne Option mit seinen Flußwellen (+Berge).

    Falls das auch nicht klappt kann man noch schauen, ob man in eine Firma kommt, bei denen Sabbaticals möglich sind. Dann kann man sich wenigstens von Zeit zu Zeit ne längere Auszeit am Meer nehmen.

    24. Mai 2012 um 11:47 Uhr #130928
    götzi
    Teilnehmer

    zwei alternativen, die mir noch eingefallen sind:

    – saisonal arbeiten
    – kriminell werden, es ist unglaublich wie unfähig die cops manchmal sind

    25. Mai 2012 um 2:16 Uhr #130941
    search4waves
    Teilnehmer

    oder in die Politik gehen. Am besten als Abgeordneter ins EU-Parlament und kräftig Reisespesen und für jeden eingetragenen Sitzungstag Kohle verdienen, auch wenn man sich nur um 9h Früh eingetragen hat und um 9h30 abgereist ist. Wenn man sich so manche Politiker anschaut, muss man auch nicht besonders intelligent sein, oder gar die eigene Doktorarbeit geschrieben haben. Also kommt es wohl so ziemlich aufs gleiche raus, ob man kriminell wird, oder in die Politik geht 😉

    25. Mai 2012 um 5:24 Uhr #130942
    soulrider
    Mitglied

    Bin vor einem Jahr in den Sueden von Australien gezogen und kann dir/euch das (bis auf das relativ kalte Wasser) nur empfehlen:

    – Sehr gute und wachsende Economy mit vielen offenen Jobs in und um Melbourne
    – Gute zukunftsperspektiven eines rohstoffreichen Landes und einer sehr schnell wachsenden Stadt
    – Sehr gute, viele verschiedene und aeusserst konstante Wellen in Victoria
    – Relativ „uncrowded“

    Und wenn du unbedingt in der Surfindustrie arbeiten willst, dann ist Torquay mit all den „big brands headquarters“ (z.b. Rip Curl) der „place to be“. Halt auch ein wenig unterbezahlt, dafuer scoren die Jungs da auch immer perfekte Wellen, denn wenn Bells laeuft, arbeitet niemand bei Rip Curl! 🙂

    28. Mai 2012 um 21:39 Uhr #130984
    Phil Valentine
    Teilnehmer

    Schickst du mir diese PN auch bitte?! 🙂

    29. Mai 2012 um 16:05 Uhr #30710
    Anonym
    Inaktiv

    Schickst du mir diese PN auch bitte?! 🙂

    Mir bitte auch :woohoo:

    Bei mir stehen noch 1,5 Semester an, bin auch Werkstudent mit Jobmöglichkeit mit großer Int. Reisebereitschaft, bei dem ich viel Unterwegs wäre.

    Im Sommer 1 Monat Cali und nach dem Studium erst mal 4-5 Monate Indo+AUS (mehr ist nicht drin, wegen der Jobmöglichkeit). Aber ich denke, solange es eben nicht anders geht, zwei Mal im Jahr relativ lange Urlaub machen und hoffen, dass man irgendwann die Chance bekommt, mit einer brauchbaren Perspektive langfristig ans Meer zu kommen. Bei irgendwelchen Surffirmen für ein Hungergehalt anzuheuern halte ich für keine langfristige Perspektive …

    Und geht Studieren wenn ihr könnt :D, so viel frei nehmen am Stück kann man sich selten (vorausgesetzt man büffelt ordentlich während dem Semester).

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