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Soulfly aktualisiert.
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16. April 2012 um 1:35 Uhr #30297
sillwelleMitgliedHallo allerseits…
bin neu und möchte sogleich eine grosse Frage an Experten der stehenden Wellen richten. Wie viele von euch wissen, wird in Innsbruck mit gehörigem Aufwand versucht, im Innzufluss Sill eine stehende Welle zu fabrizieren, bis jetzt mit eher bescheidenem Erfolg:
Die Welle wurde im Rahmen einer Diplomarbeit wissenschaftlich betrachtet, berechnet und im Maßstab 1:25 abgebildet.
Im wesentlichen soll hier Wasser an einer Absturzkantante horizontal in ein etwa 1,8m tiefes (Wunsch der Kajakfahrer) Becken einschiessen womit der noch weitgehend laminare Strahl aufgrund von physikalischen Gegebenheiten sich hebend auf das Wasser aufgleitet und eine Wellenberg bildet. , sprich das Wasser bewegt sich in Bodennähe „flussaufwärts“(!). Nebenbei wurde in Innsbruck auf Wunsch der Kajakfahrer seitlich viel Wasserrückfluss ermöglicht was das Gesamtsystem ebenso beeinflusst (was beim Eisbach mit den Eisenbahnschwellen orographisch links bewusst verhindert wurde, afaik?).
Problem dieses komplexen Wellenmodells ist, dass sehr (zu?) viele Parameter sehr genau harmonieren müssen, damit sich überhaupt eine stehende Welle ausformt. Was in einem Jahr probieren eigentlich nie gelang…Meine Frage: ?
Gibt es derartige Vorbilder als surfbare Welle überhaupt?Floßlände und auch Eisbach(?) funktionieren wenn ich es richtig checke ziemlich anders, sie ist geometrisch simpler und damit besser beherrschbar. Hier wird im wesentlichen die kinetische Energie (Geschwindigkeit) des Wassers irgendwann hinter dem „Knick“ zur horizonztalen in potentielle Energie (Stehende Welle) umgesetzt. Das Wasser wird in einfachen Worten zusammengestaucht und muss somit in die Höhe ausweichen (und bäumt sich auf dort auf wo beträgt). Schwache Rotoren sind allenfalls bedingt durch die unterschiedliche Wassergeschwindigkeit in Bodennähe und am Oberfläche, sind aber kein „Systembestandteil“.
Die Salzburger Welle mit dem Spoiler ist nochmal ein anderes Prinzip…
Ich fürchte, dass alles viel komplizierter ist, dass das nur Domäne von sehr hoch geadelten Geheimexperten ist….
Dennoch würde ich mich über Antworten mit Haus- und Sachverstand sehr freuen. Wellen sind tolle Teile, eben weil diese Dinger so fies komplex sind. Nicht nur am Meer… 🙂Vielen Dank aus den Bergen vom
kris
– ewiger Surfanfänger mit Biss 😀Das Schaubild des Wellensprungs sei zitiert aus:
Rudolf KANDLER, Masterarbeit
HYDRAULISCHER MODELLVERSUCH SILLMÜNDUNG
UND ANALYSE DER STEHENDEN SURFWELLE (Dipl. Arbeit ist online zu ergoogeln).
sillwelle.jpg
Theorie_RudolfKandler.jpg16. April 2012 um 2:37 Uhr #130193
götziTeilnehmereine surfbare welle, die nach solch einem prinzip funktioniert, kenn ich nicht (bin aber auch kein experte in der geschichte).
aber mein surfhausverstand sagt mir, das dieses konzept nur schwer für surfbare wellen greignet ist. alle künstlichen- und flusswellen (und eigendlich jede welle auf diesem planeten) funktionieren auf dem prinzip das wasser auf ein festes hindernis stösst, ausweichen muss und sich dadurch aufbäumt -> eine welle ensteht.
wenn ich das hier richtig verstanden habe, dann stößt hier die sill in ein wasserbecken von 1.8m tiefe. da kann doch nur schaum rauskommen!?
was dazukommt ist, das die ganze konstruktion vom pegelstand des inns abhängt, und der ist jeden tag anders.
ich finds toll das es leute gibt, die sowas umsetzten wollen, nur isses extrem schade das hier offenbar ein paar leute am werk sind, die von surfwellen nicht wirklich ne ahnung haben. ich würde empfehlen sich mit den leuten aus bispingen zusammenzusetzen, oder vieleicht mit eisbachsurfern.8. Februar 2013 um 0:23 Uhr #135523
SoulflyMitgliedIch würde mal sagen, zu wenig Wasser und das Becken evtl. zu tief?
Habe vor kurzem bei uns eine Welle entdeckt evtl. ist das ne Hilfe:

Da sieht man schön dass richtung Mauer die Welle steiler wird, weil das seitlich einfließende Wasser auch einen gegendruck dar stellt. und somit das Wasser hoch genug ist um die Welle steil zu bekommen. im Fordergrund ist die Welle zu Flach.

So sieht das Wehr ohne Wasser aus:

Eventuell fällt das Wasser nicht steil genug ab? Weil die Rampe zu lang und flach ist?
Oder das Wasser im Becken bieten keinen groß genugen Widerstand und Fließt zu schnell ab?8. Februar 2013 um 0:53 Uhr #135524
SalliTeilnehmergötzi hat schon recht mit dem „hindernis“, auf den fotos von soulfly ist das hindernis das zu langsam abfliessende wasser, welches die welle produziert. der winkel ist ebenfalls steiler als bei krisu´s bildern.
8. Februar 2013 um 1:29 Uhr #135526
SoulflyMitgliedAlso ich bin ja kein Wellenphysiker, aber evtl. Wäre es besser mit einem Flacheren Becken und einem Hinderniss am Ende des Beckens, dass es nicht so schnell abfließen kann. Und dann wie du schon sagst sollte das Becken nicht breiter sein wie der Zufluss evtl sollte es sich sogar verjüngen. Aber hier haben wohl zu viele Köche den Brei verdorben? Wo anderst, hat man doch schon Wellen hin bekommen?! Aber wahrscheinlich kommt man bei änderndem Pegelstand um ein Steuerbares System nicht herum?!
8. Februar 2013 um 17:03 Uhr #30298
AnonymInaktivHi Kris,
also der erste gedanke den ich hatte, als ich deine Foto gesehen hatte, war ein Riversurfvideo aus Bratislava!
https://www.facebook.com/photo.php?v=10151098755159133
Vielleicht hilft di das ja weiter!
lg aus Wien
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