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8. September 2011 um 18:31 Uhr #28413
AnonymInaktivNachdem ich den offenen Brief der ASP an Bobby Martinez gelesen hab, is mir klar geworden, wie weit es mit dem Sport schon gekommen ist. Nicht nur, dass hier eine Organisation Zensur ausübt und sich irgendwelcher schäbigen, total auslegbaren Regeln bedient, um einen Surfer mundtot zu machen, sondern, dass das so dermaßen geduldet wird.
WAS ZUR HÖLLE?!?! Was is aus uns geworden? „Sportler“?!?! Wie ekelhaft dieses Wort klingt. Wettkampfsportler sogar, ich muss kotzen bei dem Ausdruck. Schaut euch Skater an, was geht denn?! Jemand wird rausgeworfen wenn er sich beschwert und ein, zwei mal „fucking“ sagt? Was für ein weichgespülter, kontrollierter Scheissdreck is Surfen dann geworden? Ein Surfer darf, ein Surfer MUSS ab und zu mal dagegen sein und fluchen!
Mir kommt das nur noch wie ein konstanter Arschfick der großen Firmen vor. Wir sind alle Konzernschlampen geworden, unsere Surf“medien“ trauen sich kein Wort ehrliche Kritik mehr üben aus Angst vor Anzeigekundenverlusten. Surfen ist das Russland, das China der Boardsports geworden…8. September 2011 um 20:31 Uhr #125945
t0biGastWas genau hindert DICH (oder Bobby M.) denn jetzt daran OHNE die ASP, OHNE QuikBongCurl&Co. einfach nur surfen zu gehen?
Why do you give a flying fuck?
8. September 2011 um 22:38 Uhr #125946
meister-gGasthab das jetzt mal am rande mitverfolgt mit minimalen interesse, mag aber troztdem was dazu sagen:
– dass er suspendiert wird ist klar und hat nix mit paar „fuck“ zu tun, sondern er eh keinen bock mehr hatte. bevor er dann tut was er will, seinen startplatz missbraucht etc. „kündigt“ man dann halt offizell.
contests auszulassen war ja schon der halbe grund. find ich ja auch ok so. bei allen anderen wettkämpfen ist das auch nicht vorstellbar wg image/wettbewerbsverzerrung. kelly hat auch stress bekommen wg einem ausgelassenen contest.
– finde es ok, wenn die asp was gegen so ne sprache sagt und am image vom surfen arbeitet. so ne sprache muss echt nicht sein.
– schon bisl arm und eben gar nicht so cool wie er tut, wenn bobby erst nen dicken sponsor an land zieht und dann rumstresst. ist eben nicht das spiessig?
all den ruhm hat er ja der asp zu verdanken, wo er jahre im rampenlicht surfen konnte. und jetzt als badboy steigt er halt aus und findet natürlich n sponsor (-> wenns ne show ist um noch mehr bad boy zu sein, dann verkauft er sich eigentlich ganz gut.. aber er verkauft sich eben. mit soul hat das dann weniger zu tun als die asp selbst.
– hauptkritik die umstellung des contestssystems. die asp sagt die surfer wollten es so. wenn das stimmt ist die kritik peinlich. stimmt das denn oder nicht, dass die surfer das wollten?8. September 2011 um 23:00 Uhr #125947
götziGastall den ruhm hat er ja der asp zu verdanken, wo er jahre im rampenlicht surfen konnte.
nope. sein surfen hat ihn dahin gebracht wo er jetzt ist. die asp war nur die (einzige) plattform, wo er sich mit den besten messen konnte.
was ich so mitbekommen habe ist, das bobby nicht der einzige ist, der das jetzige system scheiße findet, geschweige den überhaupt kapiert (ich checks auch nicht).
ohne schmarn, aber es gibt schon einige knackpunkte am system. ein beispiel war das julian wilson nicht bei den pipemasters mitsurfen durfte, obwohl er die beiden triplecrown contests gerockt hat.8. September 2011 um 23:13 Uhr #125948
meister-gGastohne asp und damit footage all over the world wäre bobby sicherlich nicht annähernd so im business.
das jemand wo starten darf oder nicht… da ist die asp doch mit wildcards etc schon kulant. in anderen sportarten ist es vieeeel strikter.
wenn ein namhafter fussballverein irgendwo rausfliegt oder sich nicht qualifiziert isses halt so. geht ja nicht darum ectremsten surf zu sehen sondern sich technisch zu messen.dass in einer „demokratie“ einige surfer unzufrieden sind ist klar. aber das ist dann ärgerlich wenn die mehrheit für ein anderes system ist. würde mich eben wirklich interessieren ob es eine demokratische entscheidung war. weil wenn nicht labert die asp echt mist.
wenn ich als surfer auf den putz hauen würde dann mit der sache wegen den sponsoren die so tief drinnen stecken… aber genau das wollen die ja wieder nicht. weil wer nimmt schon jemanden unter vertrag der gegen sponsoren wettert.15. September 2011 um 15:40 Uhr #126088
rippendaleGastmeister-g, ich kann deiner argumentation zwar folgen, aber für mich is das trotzdem blödsinn. denn die große wahrheit ist ganz einfach die: nur weil es die ASP so macht wie sie es macht und die einzige möglichkeit für viele surfer ist, groß zu werden, heisst das nicht, dass man es nicht besser machen könnte und auch nicht, dass die ASP nicht einen komplett falschen weg geht.
„so eine sprache muss echt nicht sein“? was bist du, tennisspieler? golfer? Arm und „nur noch peinlich“ ist, dass anscheinend wirklich viele leute denken, dass sich surfer nur noch so anhören sollten wie profifussballer beim interview. bobbys ansage und sprache waren erfrischend gegenüber dieser ganzen weichgespülter marketingkacke die die anderen so von sich geben. „so stoked, so thankful to be here, bla bla bla.“ Vielleicht sollten sie sich noch ne Hawaiiblume hinters Ohr stecken, dann wirds noch romantischer…
Und auch wenn manche Surfer das vielleicht so gewollt haben – wovon ich noch nix gehört hab – dann kann und darf und soll der bobby da doch auch dagegen was sagen! was isn das für eine logik? weils die mehrheit will darf keiner mehr was sagen, sonst wird er raus geworfen und seine chance, zu gewinnen, wird ihm genommen.
Das ist Zensur und Diktatur und Mainstream-Sportler-Scheisse, das ist ganz sicher nicht das, was ich unter „Surfen“ verstehe. Ich mein, allein dass es ein Rulebook gibt, wie lächerlich ist denn das?! Gib Skateboardern mal ein Rulebook und wart ab, was passiert…
Alte Säcke mit dicken Geldbörsen und verweichlichten Arschbacken beherrschen den Sport und träumen von Prime-Time-Sportevents und der dicken Knete. Den Bezug zum Surfen an sich haben die doch schon lange verloren…15. September 2011 um 16:39 Uhr #126091
AmareloGastgähn*
15. September 2011 um 16:41 Uhr #126092
meister-gGastnein, ich bin kein golfer. ich habe mir auch ein tshirt drucken lassen „fuck golf – hang loose and save the nature“. aber egal ob golfer oder surfer. ich finde sprache sollte sich – gerade als sportler – in einem gewissen rahmen befunden. dass golfer ebenfalls ausschlagen – in die falsche richtung soll auch vorkommen.
zu bobby:
gut, anderer ansatz: ob es jetzt gut oder schlecht ist, dass man im funsport so ne sprache wählt, kann man ja streiten.
aber meinst du nicht auch, dass es bei einer seriöseren argumentation wahrscheinlicher ist für so einen oder mehrere surfer was zu ändern?ich will nicht sagen die asp ist cool. hab ich auch viel zu wenig wissen darüber. also nicht falsch verstehen. alles was ich in dem fred meinte ist grob a) sone aktion von bobby in meinen augen peinlich und b) stimmt das, dass das system, das er und andere kritisiert in einer art demokratie von den surfern hauptsächlich umgesetzt wurde. letztes fände ich immer noch interessant zu wissen.
dass die asp ein bisschen mehr punk-rock vertragen kann und teilweise pseudo seriösität verstreut – da bin ich ganz deiner meinung. aber so wie bobby (oder auch die irons) reden ist peinlich…. und man erreicht mit sowas nix. ausser n spezielles image… und das wie gesagt evtl sogar absichtlich… denke aber eher das bobby so ein interview nicht berechnend überassi gemacht hat.edit:
achja. wie kein rulebook? ich finde entweder man ist soulsurfer oder wenn man schon contests macht (nicht 4 ruhm und ehere sondern wo es um geld geht), dann muss es schon den anspruch haben möglichst präzise terminiert zu sein.
und im konkreten beispiel kontra zu geben: auch bei nem skatecontest, bei dem es um 100 tausende von dollars und maximalen fame geht (olympia, x-games) gibt es strikte regularien, rulebooks, kleidervorschrift etc).womit ich nicht sage, dass momentan bei der asp alles richtig ist (-> sponsoreneinfluss)
15. September 2011 um 20:35 Uhr #126104
LizzieGast@rippendale: ob es dir gefällt oder nicht, pro surfing ist nunmal ein sport wie jeder andere auch, da gibt es halt regeln und natürlich geht es ums geld, image und dergleichen dinge. das ist auch durchaus ok, ne menge leute stecken ihre zeit und energie da rein und wollen dafür geld sehen. ist in jedem job genauso.
verlangt ja keiner das man sich die pro tour anschaut, wenn es einem nicht gefällt.
im endeffekt ist am surfen nichts besonderes, der gleiche mix and netten und idioten wie im ‚richtigen‘ leben auch. problematisch wird es immer wenn menschen keine anderen ziele und interessen im leben haben und alle energie auf eine sache projezieren, dann kommen meist ziemlich ein-dimensionale persönlichkeiten dabei raus.
ach ja von wegen punk rock und surfen und so. ne schöne illusion. im free surfing gibt es wahrscheinlich mehr ungeschriebene regeln, verhaltensweisen und hierachien als in so manch anderem sport…ach ja, und bobby martinez ist nicht wirklich einer der smartesten surfer und im gefällt sein tough guy image, also spielt es ihm sogar zu, das er disqualifiziert wurde. Nun kann er sein fuck the world image richtig polieren…



16. September 2011 um 11:39 Uhr #126116
pigeonslocalGastfunsport
16. September 2011 um 14:31 Uhr #126118
surfista de espumaGastAlso wenn man sich mal die Webseite von Bobby’s neuem „sponsor“ anschaut wird aus dem ganzen Auftritt auf einmal ein Schuh… ging mir zumindest so.
bleibt für den guten Bobby zu hoffen das der „sponsor“ so lange lebt wie sein Vertrag besteht, oder er nicht wie bei den anderen zuvor auch nach nem Jahr wieder ausgmustert wird.
Und zum Thema ASP: Ich find die Sache mit dem Cut nicht so schlecht – also ich seh lieber nen Medina als nen Martinez wird mit Sicherheit aufregender…
Cheers
16. September 2011 um 15:28 Uhr #126120
holidayGastherrlich hier wieder die 3-groschen-rebellen, die krampfhaft anders sein wollen. immer wieder amüsant zu lesen.
fazit: tobi hat es auf den punkt gebracht.
16. September 2011 um 16:16 Uhr #126124
chopesGastmarketing for the win
2. Oktober 2011 um 15:08 Uhr #126327
pigeonslocalGastHahaha oh Bobby:
2. Oktober 2011 um 17:34 Uhr #126328
sisGast(…) b) stimmt das, dass das system, das er und andere kritisiert in einer art demokratie von den surfern hauptsächlich umgesetzt wurde. letztes fände ich immer noch interessant zu wissen.
(…)ich hab keine ahnung mehr, wo ich es gelesen oder gehört habe, aber es war meine ich auch ein bobby martinez interview, allerdings eine weile vor dem rauschmiss…
Auf jeden fall meinte er, soweit ich mich erinner, dass solche entscheidungen von einer gruppe surfer-vertretern abgestimmt werden. Aber er meinte auch, dass die ihre eigene meinung vetreten und nie mit den surfern selber geredet oder die befragt hätten.2. Oktober 2011 um 17:42 Uhr #28414
sisGastich glaube hier war´s her: http://cisurfboards.com/blog/2011/bobby-martinez-interview-making-the-uncut/ [17.August 2011]
“ (…)
TL: So is it the new tour that has you fired up?
BM: Yes. I just don’t agree with the halfway cut. Not only do those surfers that come on at the halfway point have no chance of winning a world title, which is pointless, but they barely get a taste of it and then they will probably fall right off it. Everyone deserves a whole year. I think it takes at least a year to really figure it out.TL: Are there other reasons?
BM: Oh yeah, I have a bunch. They said cutting it down to 32 means it would only take 3 days to run an event but I think it still takes 4 days anyway now. I think we need to be judged within our own ranks. You have an A+ tour(WCT) and you have a B+ tour (WQS). The A+ guys lose to the best guys in the world. Take Freddy P and myself for example, we lose to the best and aren’t re-qualifying as of now, but other surfers that aren’t on the WCT tour are surfing against ‘QS guys and are qualifying. I just think they should surf against themselves, keep it separate and the top guys get to come on tour. This year I’ve lost to Taj and Jordy, some of the best guys in the world and that’s fine if I don’t re-qualify. I can live with that, but who do they lose to? The One World ranking is just wrong. That’s why I hate it.TL: Essentially though, it’s you the surfers (via the surfers’ reps) that approved this tour change. The ASP doesn’t change the rules with out your guys’ vote. Do you think the surfer’s reps speak or are properly representing the surfers on the tour as a whole?
BM: They go to the board meetings and say that they do — but they don’t! They don’t speak for me that’s for sure. They speak for themselves. I’ve never got an email from anyone and I’ve gone to meetings and voiced my opinion before, but look, at the end of the day it is a majority vote. So nothing is going to happen unless there is enough of us that want it to change. It’s just too much politics. At least that’s what I see from the inside looking out.TL: Why do you think they want to do it this way?
BM: They think it will help grow the sport but I disagree. People don’t care about the One World tour; they don’t even understand it. They should rate the ‘QS guys on their tour and the ‘CT on theirs — it’s a different level and shouldn’t be combined. That’s just my feeling anyway.
(…)“ -
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