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chopes aktualisiert.
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18. April 2011 um 12:21 Uhr #26648
AnonymInaktivMein Beitrag beruht auf einer Anleitung, die Surfautor Nick Carroll vor einiger Zeit in einem austr. Forum gegeben hat und dort auf sehr viel Dank und Beifall gestossen ist – zu recht, wie ich denke.
Ich lege jedem nahe, seine Paddeltechnik zu ueberdenken, aktiv im lineup beobachtet erkennt man, dass viele durchaus sehr routinierte surfer eine anstrengende und eventuell sogar auf lange Zeit verletzungsgefaehrdende Paddeltechnik besitzen.
Ich wurde vor kurzem von einem Freund angesprochen, dass ich paddeln wuerde „wie ein Affe, mit viel Rueckeneinsatz“ und nachdem ich ihm erklaert habe wieso, haben wir nun zwei Affen im lineup.
Da surfen zum groessten Teil aus paddeln besteht, ist eine Diskussion dahingehend sicher mal wieder angebracht.
Um das ganze einzudeutschen, habe ich den Beitrag von NC minimal zusammengefasst uebersetzt:
–
Die meisten surfer fuehren den Grossteil der Bewegung ueber das Schultergelenk aus und sind von reinem Kraftaufwand abhaengig. Sie schwingen den Arm in einem weiten Bogen von hinten nach vorne und konzentieren die groesste Anstrengung auf die Mitte des Paddelzuges, formen die Haende zu „Schoepfkellen“, ermueden relativ schnell und muessen mehrere Pausen auf dem Weg ins lineup einlegen.Tausende von surfer litten deshalb an Verletzungen der Rotatorenmanschette.
Die korrekte Ausfuehrung nimmt die Belastung aus Schultern und Armen und verlagert sie in die wesentlich groesseren Muskeln des mittleren und oberen Ruecken.
Der Punkt, an dem die Hand auf das Wasser trifft und die ersten 15-30cm der Bewegung, sind die wichtigsten Bestandteile des Paddelzuges.
Die Hand sollte flach gehalten werden, die Finger leichtgespreizt und die Hand sollte in einem 45 Grad Winkel aufs Wasser treffen (so, dass weder der Daumen noch der kleine Finger zuerst das Wasser beruehren, sondern die Fingerspitzen der 3 mittleren Finger). Nimm dir den Bruchteil einer Sekunde Zeit etwas Wasser unter der Handflaeche zu sammeln und zieh den Paddelzug durch.
Der Paddelzug sollte relativ gerade vom Eintauchen bis Austauchen durchgezogen werden (vergesst diesen S-form quatsch).
Der m.E. effektivste und wichtigste Teil:
Nachdem die Hand die Schulterlinie ueberquert hat (sprich in der Mitte des Paddelzuges, an der tiefsten Stelle), ist die , an diesem Punkt sollte die Anstrengung beendet werden, der zweite Teil des Paddelzuges dient alleinig dazu die Hand geschmeidig wieder aus dem Wasser zu bringen.
(!) – etwa auf Huefthoehe, maximal.
Statt die Hand aus dem Wasser zu heben, (!).Halte den Ellenbogen erhoben und ziehe die Hand in einer moeglichste geraden Linie wieder nach vorne zum Eintauchpunkt.
Reduziere die Anzahl der Paddelzuege pro Minute und achte auf korrekte Ausfuehrung, 40 korrekte Paddelzuege sind effektiver als 80 inkorrekte.
–Wenn ihr das naechste mal im Wasser seid und diese Schritte befolgt (v.a. 45 Grad Winkel, Anstrengung 50% des Paddelzuges, Ellenbogen statt Hand auf Huefthoehe aus dem Wasser) werdet ihr ein garantiertes Erfolgserlebnis haben!
Die Schultern sind wunderbar entlastet, die fuer die Vorwaertsbewegung so unnuetze Bewegung des Hand wieder nach vorne bringens wird komplett von den wesentlich staerkeren Rueckenmuskeln uebernommen und die Armmuskulatur konzentriert sich gaenzlich auf den effektivsten Teil des Vorwaertsschubs.
Sieht dann eben aus wie ein Affe, aber ein schnelles Exemplar!
Original:
Most surfers paddle with a fairly stiff elbow, rotating most of the movement through the shoulder joint and relying on sheer grunt to get the job done. They swing their arms wide on the return and put a lot of effort into the middle of the stroke. Often they cup their hands. They tire fairly quickly, within 50 strokes or so, and have to take little rests all the way out to the lineup. Sound familiar?
You think this is OK, fine, but I’ve got a thousand surfers with rotator cuff injuries I can introduce you to who’ll tell ya otherwise.
Correct technique takes the effort out of the arms and shoulders and transfers much of it into the larger muscles of the upper and middle back.
I’m not gonna do a tutorial here — if you want one of them you’re gonna have to pay for it. But here’s some tips:
The „catch“ — the initial sliding your hand into the water and the first six to 12 inches of movement — is the most important part of the paddle stroke.
Put your hand in soft and flat — fingers slightly apart, wrist tilted at 45 degrees, neither the thumb or the little finger going in first, but nice and flat — take a fraction of a second to gather some water under the palm of your hand, and pull through.
Keep the hand relaxed and the stroke pretty much straight from „catch“ to release — don’t twist your hand under the board too much.
Once your’s hand’s past the line of your shoulder, effective transfer of power is finished. At that point, cut the straining and relax. The back end of the stroke — the „release“ — is all about bringing the hand out smoothly.
Bring it out earlier than you think — about at the hip line, max.
Instead of lifting the hand out, lift the elbow. The hand will follow.
Keep the elbow high and track the hand up to the „catch“ in as straight a line as you can.
Keep the strokes per minute down and focus instead on correcting the stroke. 40 spm done right will ruin 80 spm done wrong. (As the actress said to the bishop.)
And … consciously … relax.
18. April 2011 um 13:12 Uhr #122542
silver_surferGastDas sollte ja dann 1:1 aufs schwimmen übertragbar sein und das ist es sicherlich nicht…
Warum sollte ein gerader Zug der auch noch auf der Hälfte beendet wird effizienter sein als ein S-Zug der bis zum Schluss ausgeführt wird? Wers kann bekommt auf dem letzten 3tel nochma richtig Druck!
Auch die Zugfolge wird bei der Ausführung von NC zwangsläufig erhöht! Da nach der Zugphase abgebrochen wird, wird die wichtige Druckphase schlicht weg übergangen.
Vielen fehlt aber eben die Kraft für die Druckphase, die enormen Vortrieb bringen kann und kaum die Schultern beansprucht.
http://www.youtube.com/watch?v=ADMPHkCRHBI&feature=related
Hier sieht man schön, wie der S_Zug und der „letzte“ Druck ausgeübt wird und nicht irgendwo nach der Zugphase abgebrochen weil die Kraft fehlt. Wenn es anders effizienter wäre, würde er es schon lange so machen…
Ich denke, dass NC bis zum Teil über Wasser recht hat da sind sicherlich einige „Nichtschwimmer“ sehr technikarm, aber beim Unterwasserteil liegt er daneben, er unterbricht den Zug und nutzt nur den Teil den er mit guter Schulter und Rückenmuskulatur nutzen kann…
Lass mir aber gerne das Gegenteil beweisen.
Post ma en Video von euch, dass ich mir das vorstellen kann. 😉
Am besten in nem Pool aufgenommen mit deiner GoPro…18. April 2011 um 14:14 Uhr #122544
chopesGastEs ist nicht 1:1 aufs Schwimmen uebertragbar, da du eine viel tiefere Position im Wasser hast als auf dem board.
Es geht hier auch nicht um Maximalschub beim anstarten einer Welle sondern um ausdauerndes Paddeln.
Selbst wenn es dir gelingt, beim 2. Teil des Paddelzuges, wenn die Hand an der Schulterlinie vorbei ist, noch Kraft zu uebertragen ist es dennoch sehr energieaufwaendig den Arm von weit hinten wieder nach vorne zu ziehen.
Dadurch, dass du dich beim Kraulen im Wasser um deine Koerperachse drehst, kannst du deinen Ruecken ueber einen groesseren Teil der Kraulbewegung einbeziehen. Dein Arm ist ja noch im Wasser, waehrend er schon laengst ueber Wasser waere, wenn du gerade auf dem board liegst. Auf dem board geht da rein winkelbedingt viel mehr ueber die Schulter, die es zu schonen gilt.
Beim Kraulen ziehst du ausserdem durch die Drehung deines Oberkoerpers den Arm aus dem Wasser, beim paddeln musst du ihn bei geradem Oberkoerper mit Muskelanstrengung aus dem Wasser heben.
Ist die Hand auf Huefthoehe und du hebst den Ellenbogen, erledigt das dein oberer Ruecken, ist die Hand weit hinten, muss das deine Schulter machen!
18. April 2011 um 14:27 Uhr #122546
silver_surferGastOk, das kann sicherlich so sein, aber der gerade Zug unter Wasser…
Du hast sicherlich weniger Druck auf der Schulter, erkauft durch weniger Effiziens. Für langes langsames paddeln kann es sicherlich von Vorteil sein, aber wenn es um max. Vortrieb geht ist es dem S-Zug unterlegen. Du müßtest/solltest ja dann beim Anstarten deine Technik ändern, sehe ich das so richtig?18. April 2011 um 14:38 Uhr #122547
chopesGastUnterschaetze die Geschwindigkeit nicht, es ist niedrigfrequentiertes Paddeln mit kraftvollem Paddelzug bis auf Huefthoehe, das sind ueber 2/3 des vollstaendigen Bewegungsablaufes, wenn man die Hand ganz hinten aus dem Wasser heben wuerde. Bei diesem letzten drittel schiebst du kaum noch Wasser nach hinten und hast aufgrund des Winkels so gut wie keine Kraftuebertragung mehr.
erkauft durch weniger Effiziens
eben nicht, es ist effizient. Was du dadurch erlangst ist konstante Geschwindigkeit, – und da liegt der Unterschied zum Anstarten der Welle.
Wenn du in Position sitzt, dann paddelst du ja keine Langstrecke Richtung Strand, bis dich die Welle mitnimmt, sondern knallst 5-10 Zuege rein und ab gehts. Da ziehen nach wie vor die schnellen sehr anstrengenden kurzen zaehnezusammenbeissenden speed Zuege! Aber mit denen paddelst du ja nicht raus oder umher!
Paddeln, und diesen Standpunkt vertrete ich sehr ueberzeugt, ist mehr Technik und weniger Kraft. Umso mehr Technik, desto weniger Kraft benoetigst du und vor allem desto spaeter spuerst du diese Kraft dann schwinden.
18. April 2011 um 14:49 Uhr #122548
silver_surferGastIch werd es mal testen, bin in 4 Wochen in Ericeira….
Wobei ich seit 30Jahren nen S-Zug mache, da werd ich mir den nich mehr abgewöhnen.18. April 2011 um 16:25 Uhr #122551
uepGastBei diesem letzten drittel schiebst du kaum noch Wasser nach hinten und hast aufgrund des Winkels so gut wie keine Kraftuebertragung mehr.
Das ist so nicht ganz richtig. Gerade beim letzten Stück sorgt vor allem der Trizeps für Vortrieb, der ansonsten kaum beansprucht wird und dementsprechend ordentlich Reserven haben sollte 😉
Sehe hier keinen Unterschied zum Schwimmen, wo der Enddruck ein entscheidendes Kriterium ist ❗erkauft durch weniger Effiziens
eben nicht, es ist effizient. Was du dadurch erlangst ist konstante Geschwindigkeit, – und da liegt der Unterschied zum Anstarten der Welle.
Ich denke, wenn man das so diskutiert, ist die Effizienz im Sinne vom erzeugten Vortrieb- und vor allem die Dauer des Vortriebs pro Armzug im Vergleich zur klassischen Technik geringer.
Effizienter mag es dagegen in der Beanspruchung der schwachen Schulter-/Rückenmuskulatur sein.Zur S-Form-Technik:
Die S-Form des Armzugs wird beim Schwimmen dazu genutzt, um die Dauer des Vortriebs in Schwimmrichtung zu erhöhen: Mit dem Arm das „S“ zu ziehen dauert länger, als ihn einfach gerade durchs Wasser zu ziehen, und ich habe aber immer eine Vorwärtskomponente im Armzug.
Sinnvoll ist das, damit der eigene Körper länger am gleiten ist: wenn ich gleite, ist der Widerstand geringer, somit schwimme ich ökonomischer.
Dies sollte so ohne weiteres auch gelten, wenn ich auf dem Brett liege.Fraglich ist dann, inwiefern man die Kombination mit der Rückführung des Armes, die ja über Wasser und beim Paddeln anders als beim Kraulen geschieht, (überhaupt?) ökonomisch gestalten kann (Stichpunkt Schonen der Schulter).
Probleme und Verletzungen der Rotatorenmanschette ist übrigens auch ein ewiges Thema bei Schwimm- und Wurfsportlern.
Wichtigste Präventivmaßnahme für’s Paddeln wäre aber meiner Meinung nach ein ausgiebiges Aufwärmen (allgemein und – wenn man schon ärger damit hat – anschließend auch speziell für die Innenrotatoren.) und moderates Krafttraining für die Innenrotatoren (Thera-Band).
18. April 2011 um 17:10 Uhr #122553
silver_surferGastHeute mittag war ich mal ein paar Runden schwimmen, der gerade Armzug ist ein NoGo. Damit bleibt man ja im Vergleich zum S-Zug fast stehen. Dafür muss man die Zugfrequenz erhöhen um einigermaßen schnell zu bleiben. Ohne S-Zug kann man nicht von ökonomischem Vortrieb reden.
18. April 2011 um 17:16 Uhr #122555
uepGastDas ist beim Schwimmen ja wohl klar, auf dem Brett ist es ja wohl schon ein bisschen anders 😉
18. April 2011 um 17:25 Uhr #122556
silver_surferGastVortrieb bleibt der selbe oder?
18. April 2011 um 17:27 Uhr #122557
chopesGastbitte vergleiche paddeln nicht mit schwimmen, ich habe den S-Zug haeufig ausprobiert und mir sowie vielen anderen bringt er nichts. Solange man mit einem normalen Zug das Wasser unter das board Richtung Finnen „channelt“ indem man nahe genug am rail paddelt, komme ich mit der kuerzeren Bewegung wesentlich besser zurecht.
Das ist so nicht ganz richtig. Gerade beim letzten Stück sorgt vor allem der Trizeps für Vortrieb, der ansonsten kaum beansprucht wird und dementsprechend ordentlich Reserven haben sollte
Da braeuchte ich jetzt eine Demonstration, denn ich paddle grundverschieden dazu. Ich versuche den Paddelzug so tief wie moeglich auszufuehren und nach diesem tiefsten Punkt beugt sich der Arm wieder (Bizeps) und kommt aus dem Wasser. Das einzige was der Trizeps macht, ist den Arm wieder zu strecken, wenn er ueber dem Wasser nach vorne geht um wieder einzutauchen.
ist die Effizienz im Sinne vom erzeugten Vortrieb- und vor allem die Dauer des Vortriebs pro Armzug im Vergleich zur klassischen Technik geringer.
Um den erzeugten Vortrieb einzuschaetzen, muesstest du das mal testen (bitte mit board, nicht schwimmend). Dass die Dauer des Vortriebs pro Armzug kuerzer ist, stimmt.
18. April 2011 um 17:35 Uhr #122558
silver_surferGastIch werds aufm Board testen, bis nach meinem Urlaub sach ich da nix mehr zu! 8)
19. April 2011 um 11:00 Uhr #122576
uepGastDas ist so nicht ganz richtig. Gerade beim letzten Stück sorgt vor allem der Trizeps für Vortrieb, der ansonsten kaum beansprucht wird und dementsprechend ordentlich Reserven haben sollte
Da braeuchte ich jetzt eine Demonstration, denn ich paddle grundverschieden dazu. Ich versuche den Paddelzug so tief wie moeglich auszufuehren und nach diesem tiefsten Punkt beugt sich der Arm wieder (Bizeps) und kommt aus dem Wasser. Das einzige was der Trizeps macht, ist den Arm wieder zu strecken, wenn er ueber dem Wasser nach vorne geht um wieder einzutauchen.
Ist dein Arm komplett gestreckt wenn du am tiefsten Punkt bist?
Wenn ich paddle ist er auf Schulterhöhe im Ellenbogen etwas über 90° gebeugt. Daher ist danach noch eine Streckung möglich.ist die Effizienz im Sinne vom erzeugten Vortrieb- und vor allem die Dauer des Vortriebs pro Armzug im Vergleich zur klassischen Technik geringer.
Um den erzeugten Vortrieb einzuschaetzen, muesstest du das mal testen (bitte mit board, nicht schwimmend). Dass die Dauer des Vortriebs pro Armzug kuerzer ist, stimmt.
Ja, ist ja auch nur meine Vermutung. Kenne das nur vom Schwimmen, kann es erst im Sommer wieder probieren 😉
bitte vergleiche paddeln nicht mit schwimmen, ich habe den S-Zug haeufig ausprobiert und mir sowie vielen anderen bringt er nichts. Solange man mit einem normalen Zug das Wasser unter das board Richtung Finnen „channelt“ indem man nahe genug am rail paddelt, komme ich mit der kuerzeren Bewegung wesentlich besser zurecht.
Sorry, komme aus dem Schwimmsport und habe bisher nur vergleichweise wenige Wochen auf dem Brett verbracht 😆
Mir gings auch nicht darum das direkt gleichzusetzen, ich frag mich nur warum die genannten Vorteile des S-Zuges beim Schwimmen nicht auch aufs Paddeln zu übertragen sind!
Habe gemerkt dass mir das gerade beim Paddeln unglaublich geholfen hat und ich mit dem S-Zug eben auch auf dem Brett ganz gut zurecht komme. Insofern finde ich die Aussage „vergesst diesen S-form quatsch“ etwas problematisch, bzw. es fällt mir halt schwer zu verstehen warum das jetzt so falsch sein soll.Nächsten Monat geht’s wohl mal an die Wakeboard-Anlage. Werde dann dort dann auch nochmal ein wenig Probe-Paddeln 😉
19. April 2011 um 11:53 Uhr #122577
gnarfGastdanke chopes für den post, werd das beherzigen.
20. April 2011 um 3:42 Uhr #122596
KevinBGastich bekomm öfters durchs paddeln schmerzen im linken ellbogengelenk, wenn ich mich jedoch darauf konzentrierte ruhiger zu paddeln, und mehr auf die technik zu achten bleiben die schmerzen aus. werde das ganze mal im nächsten urlaub testen, vielleicht hilfts mir ja weiter.
20. April 2011 um 7:31 Uhr #122598
chopesGastIst dein Arm komplett gestreckt wenn du am tiefsten Punkt bist?
Wenn ich paddle ist er auf Schulterhöhe im Ellenbogen etwas über 90° gebeugt. Daher ist danach noch eine Streckung möglich.Ich war grad kurz im Wasser und hab mal sehr genau darauf geachtet. Habe den Arm auf Schulterhoehe so, dass ich so tief wie moeglich nach unten komme, also fast komplett durchgestreckt, der Trizeps hat keinen Spielraum mehr.
Wenn ich den Paddelzug nach ganz hinten durchziehe, muss ich viel hektischer paddeln um das board am gleiten zu halten.
Wenn die Hand vorne aufs Wasser trifft, ist sie relativ locker, die Finger ausseinander (ich glaube die dabei entstehenden Verwirbelungen bewirken mehr Wasserwiderstand als eine geschlossene Hand, die viel leichter (und damit ineffizienter) durchs Wasser schneidet als eine leicht gespreizte.
Die Hand kommt auf Huefthoehe raus, der Unterschied, ob man die Hand selbst oder den Ellenbogen hebt, ist erheblich.
Ich weiss nicht ob es daran liegt, dass ich mir das so eingewoehnt habe und die anderen Varianten ungewohnt und untrainierter sind – aber Paddeln nach obiger Anleitung ist fuer mich die deutlich ueberlegene Technik.
Und zum S-Zug habe ich mir gedacht, dass es vielleicht am board liegt, ob und wie viel Sinn diese Variante macht. Ein Longboard mit laengerer Gleitphase paddelt sich mit einem dementsprechend laengeren Zug einfacher als ein shortboard, bei dem du bestenfalls schnell aufeinanderfolgend viel Kraft uebertragen musst.
Erstaunlich aber, wie viel Unterschied verschiedene Techniken ausmachen und wie wenig man normalerweise darueber nachdenkt.
20. April 2011 um 9:46 Uhr #122599
silver_surferGastIst dein Arm komplett gestreckt wenn du am tiefsten Punkt bist?
Wenn ich paddle ist er auf Schulterhöhe im Ellenbogen etwas über 90° gebeugt. Daher ist danach noch eine Streckung möglich.Ich war grad kurz im Wasser und hab mal sehr genau darauf geachtet. Habe den Arm auf Schulterhoehe so, dass ich so tief wie moeglich nach unten komme, also fast komplett durchgestreckt, der Trizeps hat keinen Spielraum mehr.
Wenn ich den Paddelzug nach ganz hinten durchziehe, muss ich viel hektischer paddeln um das board am gleiten zu halten.
Wenn die Hand vorne aufs Wasser trifft, ist sie relativ locker, die Finger ausseinander (ich glaube die dabei entstehenden Verwirbelungen bewirken mehr Wasserwiderstand als eine geschlossene Hand, die viel leichter (und damit ineffizienter) durchs Wasser schneidet als eine leicht gespreizte.
Die Hand kommt auf Huefthoehe raus, der Unterschied, ob man die Hand selbst oder den Ellenbogen hebt, ist erheblich.
Ich weiss nicht ob es daran liegt, dass ich mir das so eingewoehnt habe und die anderen Varianten ungewohnt und untrainierter sind – aber Paddeln nach obiger Anleitung ist fuer mich die deutlich ueberlegene Technik.
Und zum S-Zug habe ich mir gedacht, dass es vielleicht am board liegt, ob und wie viel Sinn diese Variante macht. Ein Longboard mit laengerer Gleitphase paddelt sich mit einem dementsprechend laengeren Zug einfacher als ein shortboard, bei dem du bestenfalls schnell aufeinanderfolgend viel Kraft uebertragen musst. Erstaunlich aber, wie viel Unterschied verschiedene Techniken ausmachen und wie wenig man normalerweise darueber nachdenkt.
Da könnte durchaus was dran sein…. 💡
20. April 2011 um 12:41 Uhr #122603
uepGaststimmt, klingt sehr einleuchtend 🙂
Auch das mit der Fingerhaltung und der Rückführung des Ellenbogens.
Mich wundert nur das mit der Eintauchtiefe. Wenn ich den Arm beim Eintauchen gestreckt ins Wasser führe und dann gestreckt in die Senkrechte führe erzeuge ich doch gerade am Anfang weniger Vortrieb, als wenn ich mich am imaginären Unterwasser-Balken nach vorne ziehe.
Hab mal aufgemalt ( 😆 ) wie ich das in etwa meine:

Gruß
uep20. April 2011 um 13:01 Uhr #122605
chopesGast
so mein ichs, den Arm von ganz hinten nach vorne zu bringen ist unverhaeltnismaessig viel anstrengender als gewinnbringender, da man ihn nicht wie beim schwimmen durch die Koerperdrehung aus dem Wasser bekommt, sondern nur ueber die Schulter.
In meiner Variante siehst du in Bild 3, wie der Ruecken den Arm aus dem Wasser holt, das ist hinter der Huefte nichtmehr moeglich, da du den Ellenbogen nicht hoch genug bekommst.
20. April 2011 um 13:28 Uhr #122606
silver_surferGastHab ich mir gleich mal ausgedruckt, werds auf jeden Fall mal testen.
Fingerhaltung ist ganz klar, lockere Handhaltung leicht offene Finger.
Wird auch in Schwimmerkreisen so praktiziert….P.S. klasse Skizze ❗
20. April 2011 um 13:46 Uhr #122607
uepGastok, got that 🙂
Werd‘ beim nächsten mal darauf achten, wie weit ich intuitiv den Arm ziehe, und dann auch mal bewusst nur bis auf Schulterhöhe aktiv ziehen. Wird aber noch ne weile dauern bis es soweit ist 😀20. April 2011 um 15:50 Uhr #122609
baracudaGast„Das ist so nicht ganz richtig. Gerade beim letzten Stück sorgt vor allem der Trizeps für Vortrieb, der ansonsten kaum beansprucht wird und dementsprechend ordentlich Reserven haben sollte 😉
Sehe hier keinen Unterschied zum Schwimmen, wo der Enddruck ein entscheidendes Kriterium ist ❗ “also mein trizeps fängt nach ein paar duckdives schon manchmal an zu zwicken, grad bei ner kurzen wellenperiode.
denke, dass man den enddruck beim surfpaddeln nicht so effizient hinbekommt wie beim schwimmen und man den vorteil hat, dass eine frühzeitige beendigung des paddelzugs, im gegensatz zum schwimmen, nicht mit mehr wasserwiderstand korreliert.
die meiste kraft kann ein muskel in leichter vordehnung entwickeln, was auch wieder für die kurzen paddelzüge spricht, da dort die effektivste phase benutzt wird.
zudem kann man in der gleichen zeit mehr paddlezüge machen, was die „neue“ technik effektiver machen würde.
das argument mit der kürzeren hebelwirkung beim früheren auftauchen scheint mir auch überzeugend, gerade weil die koordinativen fähigkeiten die beim arbeiten mit nem langen lastarm gebraucht werden bei ermüdung nachlassen und dadurch die versch. strukturen über/fehlbelastet werden.
wär echt mal interessant das ganze praktisch gegenüberzustellen.20. April 2011 um 17:07 Uhr #122610
n400GastDas Paddeln hat sehr wenig mit Schwimmen zu tun. Gerade, wenn man über Jahre an der Schwimmtechnik und Wasserlage gearbeitet hat, ist die Umstellung auf eine ganz andere Technik schwer. Und das was man beim Schwimmen als effizient gelernt hat, ist beim Paddeln völlig ineffizient.
Ich probier das beschriebene demnächst mal aus.
21. April 2011 um 0:45 Uhr #122612
KevinBGastmacht auch alles sinn wenn man sich das so vorstellt. ich finde man merkt auch, dass es unverhältnismäßig anstrengend ist nach längerer zeit im wasser den arm wieder nach vorne zu bringen für den nächsten paddelzug. das fällt mir zumindest immer am schwersten.
in der theorie hört sich das ganze sehr logisch an, schade das es noch etwas dauert bis ichs testen kann 🙁
21. April 2011 um 23:57 Uhr #122617
ThyromeGastjungs, spitzendiskussion… im ernst.
ich paddel eher mit angewinkelten armen als mit durchgestreckten, werde das aber die tage mal ausprobieren.
die hebung mit dem ellenbogen muss ich mal bewusst verfolgen.
meine einwürfe wären noch die bretttypen.
ich könnte mir vorstellen, dass es für verschiedene boardas verschiedene technicken gibt.momentan surfe ich oft und wechsel regelmässig zwischen alaia, shortboard, singlefin und longboard.
beim alaia liegt man sehr tief im wasser, es gibt keine gleitphase des boards, sobald der durck aufhört steht man schon fast wieder.
hier finde ich kurze kraftvolle züge am angenehsten. beim rauspaddeln versuche ich diese mölichst ruhig und konzentriert auszuführen.
shoartboard und singelfin bringen mehr volumen und kommen ins gleiten
und mein longboard kann ich auf so hohe geschwindigkeiten bringen, dass es wenn ich aufhöhre zu paddeln noch für 2-3meter von alleine weiterrutscht. von meinem gefühl her würde ich sagen, dass man bei einem longboard, welches so schnell losgleitet, lange ruhige züge machen kann, angenehm find ich es auch, wenn man sich pro zug aus den bauchmuskeln herraus zu den rails bewegt. quasi seine wirbelsäule richtung zu paddelndem arm verbiegt.die gespreizte finger technik muss ich mal auf ihre wirkung beobachten.
bin gepsannt auf eure erfahrungsberichte.
gibt es evtl einen link zu der australischen diskussion?
22. April 2011 um 4:37 Uhr #122618
chopesGastgibt es evtl einen link zu der australischen diskussion?
10. Mai 2011 um 12:54 Uhr #122984
suddenGastwar gestern mal paddeln aufm See und hab das ausprobiert.
Da ich mitm Bodyboard unterwegs bin ist die Gleitphase noch geringer als beim sehr kurzen Shortboard. Man muss eigentlich permanent paddeln um sich fortzubewegen.
Ich finde die hier beschriebene Technik wesentlich angenehmer zu paddeln, da man seine Schulter nicht belastet. Mit der normalen Technik (voll durchziehen bis ganz nach hinten) muss man sein Schultergelenk dazu nutzen um die Arme wieder nach vorne zu kriegen. Mit der Ellbogentechnik fällt dieser Teil weg.
Da der Paddelweg kürzer ist bin ich auch der Meinung, dass es nicht so anstrengend ist.
Beim Speed konnte ich keinen Unterschied merken. Dadurch, dass man die Arme wieder schneller vorne hatte bin ich der Meinung, dass man im Zweifel sogar seine Frequenz und damit auch den Speed erhöhen kann. Bei gleichbleibender Geschwindigkeit finde ich die Ellbogentechnik etwas entspannter.
Hab mir darüber nie Gedanken gemacht, werd das die nächsten Wochen noch etwas trainieren und dann geht’s ohnehin in den Atlantik
10. Mai 2011 um 13:07 Uhr #122985
chopesGastfreut mich zu hoeren, habe mittlerweile viele surfkollegen auf die Technik hingewiesen und der Grossteil konnte es gut umsetzen und berichtet von kurzzeitigem Muskelkater im oberen Ruecken und anschliessend von einer spuerbaren Steigerung der Ausdauer.
das ist so wichtig, wie schade ists, wenn man an einem tollen Tag irgendwann aus dem Wasser muss, weil nichtsmehr geht.. oder wenn man an grossen Tagen nur mit grosser Anstrengungen ins lineup kommt und kaum mehr Luft hat die Wellen anzustarten.
Momentan erprobe ich eine Technik des duckdives, die einen wesentlich tiefer bringen soll, dabei neigt man das board seitlich sobald es ganz unter Wasser ist, sodass es aufgrund geringeren Widerstandes schneller herabsinkt, das scheint mit meinem duenneren board sehr gut zu funktionieren, das fette ist etwas schwerer zu kontrollieren..
Wer duckdives und paddeltechnik perfektioniert, ist anderen lichtjahre voraus! Mehr Kraftreserven, mehr Wellen, mehr Spass.
Ich hatte immer das Gefuehl, dass der Fortschritt beim surfen nicht schleichend sondern ruckartig kam – es hat klick gemacht und dann war man ein level besser als zuvor, irgendwann stagnieren diese Erfolgserlebnisse und es ist wunderbar zu entdecken, dass es noch Technikfeinheiten gibt, an die man nie dachte, die einen aber immer und immer weiter bringen.
10. Mai 2011 um 13:19 Uhr #122988
suddenGastjep, nochmals danke! Wobei man beim Bodyboarden ja noch den Vorteil der Flossen hat. wenn die beine schlapp machen paddelt man mit den armen weiter und umgekehrt.
Hast du nen Link oder kannst du das noch etwas weiter ausführen mit dem Duckdive?! Denke das kann man mit nem Bodyboard auch gut umsetzen.
Ansonsten fällt mir noch ein, dass es noch eine Technik gibt ne Welle anzupaddeln. Klappt mit nem Shortboard gut, gerade wenn die Wellen etwas steiler sind. Anstatt einfach nur in die Welle zu paddeln zieht man das Board an der Nose unter sich tief ins Wasser kurz bevor die Welle bricht. Durch den Auftrieb des Boards hat man genügend Speed um gleich den Take Off zu machen. Dürfte aber wahrscheinlich hinlänglich bekannt sein.
10. Mai 2011 um 13:40 Uhr #122990
chopesGastNein gibt kein Link zum duckdive, muss man selbst erproben, bis jetzt hab ich, sogar als ich dachte ich haette die Technik gut drauf, immer wieder einen Weg gefunden noch tiefer zu kommen. Hat erstmal gedauert das timing bei verschiedenen Wellen richtig hinzukriegen, v.a. wenn sie ewig fette weisswasserstrudel hinter sich herziehen, frueher hat es mich da oft wieder zurueckgezogen und mittlerweile sehe ich, dass ich meistens weiter vorne wieder rauskomme als manche die parallel zu mir duckdiven. Ein aha-effekt war eine kleine verzoegerung einzubauen, also kurz in der Abwaertsbewegung wenn man die Brust ans board zieht innehalten, statt sofort das tail tiefer zu druecken, diese halbe Sekunde verhindert schon, dass man im wischwasch hochkommt. Momentan probiere ich damit rum, abwechselnd das linke und rechte rail tiefer zu druecken, wie gesagt, mit einem 18“ breiten board ganz erfolgreich, mit einem 20“er echt tricky.
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