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Start › Foren › Surfer Geschichten › Den Luxus eines Fernstudiums nutzen…

  • Dieses Thema hat 11 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 15 Jahren, 6 Monaten von a.n.n.a aktualisiert.
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  • 16. Januar 2011 um 1:25 Uhr #25818
    Anonym
    Inaktiv

    So liebe leute.. da ich surfmässig mittlerweile auch gefesselt bin (aber noch nicht sehr gut bin – muss ich dazu sagen) war für mich, als ich mich für fernstudium entschieden habe, eigentlich gleich klar – da such ich mir ne bleibe irgendwo am Meer!!
    War bisher eigentlich noch nie in Europa surfen aber das wäre halt eigentlich ganz gut zwecks Visum etc.. mich würden aber auch alle möglichen anderen Destinitionen wie Australien, Brasilien, Kalifornien, etc reizen.. nur zum Teil, v.a. in den USA könnte ich mir das eben mit Aufenthaltsgenehmigung relativ schwierig vorstellen wenn es mehr als nur verlängerter Urlaub sein soll.. aber wie gesagt ich bin momentan null festgelegt und mich würds einfach mal interessieren was ihr in so einem Fall machen würdet?
    Es wäre halt eigentlich auch recht schön wo zu sein wo man nicht einsam wird und der Freundeskreis ständig wechselt weils nur ein Touristenort ist oder so.. also irgendwo wo man schnell Fuss fasst und Anschluss findet..
    Sprachenmässig sollte das alles relativ einfach sein.. Englisch spreche ich sehr gut, Französisch auch recht gut, Portugiesisch geht und Spanisch nur ein bisschen..

    Hab auch schon überlegt ob ich mich einfach auf gar nicht festlege und einen laaangen studierenden Round the World trip mache.. Aber ich habe eigentlich die letzten Jahre doch sehr viele Monate mir Reisen verbracht und befürchte, dass vor allem wenn ich das ganze alleine mache, ich mir schnell einsam vorkomme, zumindest was tiefere Kontakte betrifft.. also nicht nur diese Backpackerkontakte, von daher würde ich das denke ich nur begrenzt machen wollen, und statt dessen schon eine Wohnung suchen und mehr oder weniger an einem Ort bleiben

    so bin gespannt aus statements..

    16. Januar 2011 um 1:59 Uhr #119796
    chopes
    Gast

    Und wieso moechtest du nicht die Hochschule an deinem neuen Wohnort besuchen?

    Vergiss nicht, dass das Campusleben und Alumni-Netzwerke sowie direkt geknuepfte Studienbeziehungen einen beinahe unbezahlbaren Mehrwert mitbringen!

    Und wie du richtig erkannt hast, kommt ausserhalb der EU ganz schnell die Visageschichte auf, du wirst Probleme haben einen langfristigen Wohnsitz in so ein Land zu verlegen, wenn du dort kein Studenten- oder Arbeitsvisum hast.

    16. Januar 2011 um 9:12 Uhr #119797
    lua
    Gast

    Danke für die Antwort erstmal. Das was du da sagst stimmt natürlich, aber ist halt auch eine Kostensache
    Die englischsprachigen Länder kosten halt nun mal massig Geld und wenn mans billiger haben kann..
    Zum Beispiel fände ich ein Jahr Australien auch okay. Also es muss nicht gleich kompletter Wohnsitz sein, und so ein Work and Travel Visum wär hier ja zum Beispiel die Möglichkeit.

    Und dann wäre da das Sprachproblem.
    Bei so Geschichten wie Kanaren, Portugal, Brasilien, etc kommt das dann eben dazu. Auch wenn ein Basiswissen da ist und man sich so unterhalten kann und sicherlich sehr schnell lernt sobald man in der Umgebung ist, würde ich mir ein Studium (handelt sich übrigens um Master) nicht so einfach zutrauen.

    16. Januar 2011 um 11:16 Uhr #119798
    a.n.n.a
    Gast

    Ich finde es ist schon mit festem Wohnsitz und Studium in einem anderen Land schwer genug richtig feste Freundschaften zu finden.

    Oft bleibt man halt irgendwie ein Auslaender, man lernt zwar viele Leute kennen, aber eine Sprache, die nicht die Muttersprache ist, gibt einem nun mal eingeschraenkte Kommunikationsmoeglichkeiten.

    16. Januar 2011 um 12:48 Uhr #119799
    Benedikt Haller
    Gast

    @ chopes: wie verdienst du dir eigentlich deine Brötchen in Australien?

    16. Januar 2011 um 15:58 Uhr #119803
    chopes
    Gast

    Zum Beispiel fände ich ein Jahr Australien auch okay. Also es muss nicht gleich kompletter Wohnsitz sein, und so ein Work and Travel Visum wär hier ja zum Beispiel die Möglichkeit.

    Okay 1 Jahr geht natuerlich in dem Fall, sogar die kosten kannst du dir langfristig relativ leicht kalkulieren.

    Auch wenn ein Basiswissen da ist und man sich so unterhalten kann und sicherlich sehr schnell lernt sobald man in der Umgebung ist, würde ich mir ein Studium (handelt sich übrigens um Master) nicht so einfach zutrauen.

    wie ist das jetzt, ich dachte Fernstudium deutschsprachig und nur den Wohnsitz im Ausland? Wenn das Studium dann auch in der jeweiligen Fremdsprache ist, sollte man unbedingt komfortabel im Gebrauch sein, sonst lernst du doppelt und dreifach!

    @ chopes: wie verdienst du dir eigentlich deine Brötchen in Australien?

    Lebe erstmal von Ersparnissen plus familiaerer Unterstuetzung, wenns ins Studium sinnvoll reinpasst, suche ich mir einen Nebenjob, sollte irgendwas mit surfen zutun haben das waer schon was 😉 darf immerhin 20h die Woche arbeiten nebenher..

    16. Januar 2011 um 16:57 Uhr #119805
    lua
    Gast

    nein nein das mit dem Sprachproblem war nur bezogen darauf wenn ich eben wie du meintest in dem Zielland direkt an einer Hochschule das Studium machen würde. Mit dem Fernstudium ist das natürlich nicht das Problem

    17. Januar 2011 um 0:58 Uhr #119812
    endorfin
    Gast

    Die meisten haben das glaube ich als „Studium in der Ferne“ verstanden, du meinst jedoch ein Fernstudium im sinne von du bekommst das Lernmaterial online etc…?

    Klausuren müssen doch normalerweise vor Ort geschrieben werden, oder? Wie soll das denn funktionieren?

    17. Januar 2011 um 20:41 Uhr #119829
    kaisen
    Gast

    hey, ich studiere seit einigen jahren an der Fernuni Hagen. Wenn du genaue Tipps brauchst, schreib mir eine PN.Unterschätz mal nicht, wieviel Selbstdisziplin du brauchst. Mach dir Pläne, wieviel Std du am Tag und in der Woche du am Lernkram verbringst. Meine Erfahrung ist, so lange man alleine im Bus unterwegs ist oder irgendwo eine Wohnung hat und genug an Literatur dabei ist, ist das machbar. Beim backpacken in Hosteln hast du aber bald ein Problem, alleine wegen dem Gewicht der Reader und Bücher.
    Ich würde folgendes empfehlen:
    1.in Europa irgendwo dir einen schönen platz suchen mit einer Bibliothek in der nähe, zb Las Palmas, Lissabon, figueira da Foz, Santander, Bilbao, Bayonne, Brest oder UK, dort eine Wohnung und Job holen und Leute kennenlernen. Vorteil: du kannst auch mal schnell zu Wochenendseminaren und Freunden nach Deutschland jetten
    2. Einen schönen großen Bus holen und darin leben, ist aber nicht jedermanns sache. man lernt dort aber schnell Leute kennen, die ebenfalls dauerhaft unterwegs sind
    3.1 Jahr work and travel Neuseeland, anschließend 1 jahr work and travel Australien, in beiden Ländern dir einen kleinen Bus holen. Die Sozialkontakte bleiben dann halt meist auf Backpackerebene
    Auf dem langen rtw trip wirst du studientechnisch echt Probleme bekommen, wen du noch auf Skripte angewiesen bist. Einige der meinen sind auf dem Postweg verlorengegangen und ich kann mich in den Tropen auch tagsüber nicht gut konzentrieren.
    ich hab übrigens mir auch noch zwei Auslandsemester in kapstadt organisiert, das war aber ein papierkrieg
    Was studierst du denn?

    19. Januar 2011 um 1:40 Uhr #119873
    MoltoCaldo
    Gast

    krass krass…. ich hab auch überlegt, ein fernstudium an der uni hagen zu beginnen – Psychologie. Ist die einzige möglichkeit an einer deutschen (fern-)Uni für mich.
    Wie oft muss man denn da in etwa nach Hagen für Klausuren?
    Mache mir auch etwas Sorgen was die Organisation und Disziplin betrifft, und tendiere eher zu einem Studium im NC-freien Holland. Aber reise-mäßig ist es sicherlich reizvoll…

    19. Januar 2011 um 9:45 Uhr #119884
    a.n.n.a
    Gast

    Was Kaisen geschrieben hat, klingt nach nem recht anstrengenden Studium.
    Da habe ich ja fast mit einem normalen Studium weniger zu tun 😉

    Wenn man waehrend des Semesters fleissig ist und keine Klausuren hat in den Vorlesungsfreien Wochen, hat man theoretisch fast das halbe Jahr frei 😆

    19. Januar 2011 um 17:02 Uhr #25819
    kaisen
    Gast

    Über die genaue Studienorganisation im bachelor kann ich nicht sagen, da ich noch Magisterstudent bin, aber klausuren können bei rechtzeitiger Anmeldung in allen Deutschen Schulen, Konsulaten oder Botschaften in Ländern, die nicht direkt an Deutschland angrenzen, geschrieben werden. Ich hab Klausuren zb in neuseeland und Südafrika geschrieben. Für mündliche Prüfungen musste man bisher nach Hagen, bald sollen dafür Video-Streams verwendet werden. Das Studium ist unter anderem auch für Leute zugeschnitten, die im Ausland wohnen. Der VErsand der Reader auch ins Ausland kostet nicht extra
    Für den Bachelor wird der Fokus gerade aufs Online-Studium verlagert, zu einigen Kursen gibt es recht lebhafte online-plattformen und auch Lerngruppen.
    Es gibt noch Wochenendseminare, die unter anderem für die vorbereitung von Hausarbeiten dienen. Wenn man aber im Ausland lebt, ist die Teilnahmen nicht zwingend, ich würde aber schon mal zur gelegentlichen teilnahme raten. Wer schon mal versucht hat, per E-mail ein Hausarbeitsthema abzusprechen, versteht, was ich meine.
    Ich bereue es auf keinen Fall, das Fernstudium zu machen. Ich war jahrelang immer den Großteil des Jahres unterwegs, konnte bei lukrativen Jobs lange arbeiten und kann mir relativ spontan einen neuen wohnort aussuchen. Das rumsitzen in öden Seminaren spar ich mir gerne und setz mich dafür lieber im Bus oder in der Hängematte unter Palmen nach einer entspannten dawn patrol für einige stunden an die reader.
    Der reale Arbeitsaufwand ist meiner meinung und Erfahrung nach (ich hab auch zuerst 2 Semester an einer normalen Uni studiert) etwas geringer, aber man wird halt nicht so an der Hand genommen bei dem Erlernen wissenschaftlichen Arbeitens und durch den normalen Ablauf eines Semesters strukturiert. ich hab an der Fernuni einige Semester verschenkt durch das Verpennen von Klausurfristen, Hausarbeiten und Klausuren, die am Thema vorbei gingen weil ich auf Reisen niemanden hatte, mit dem ich über das Thema reden konnte. Ich würde empfehlen, wenn man bei der Fernuni sein Studium anfängt, zuerst 1-2 Semester in Deutschland zu bleiben, viele Einführungsveranstaltungen an den Studienzentren, die es in jeder größeren Stadt gibt, zu besuchen, sich an die selbstständige Studiumsoragnisation zu gewöhnen und vielleicht eine Lerngruppe zu besuchen. So Sachen wie das richtige Benutzen einer Bibliothek oder das Schreiben einer Hausarbeit lernt man nicht so schnell aus einem Reader.
    ich hab auch Jahrelang ohne eine klare Strukturierung vor mich hin studiert, jetzt gegen Ende des Studiums geht das nicht mehr so einfach

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