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Surf_Ruhrgebiet aktualisiert.
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4. Dezember 2010 um 16:19 Uhr #25576
AnonymInaktivDer gemeine deutsche Surfer steht offensichtlich (hoffentlich) mehrere male im Jahr vor der Aufgabe, sein board heil durch die lieblosen Hände der Gepäckmenschen an den Flughäfen dieser Welt zu bringen. Ich hatte leider schon einige negative Erfahrungen (bösartig zerschmetterte rail, kompressionen auf dem deck und sogar eine abgebrochene Finne) – alles trotz zwei verschiedener, als flugtauglich vermarkteten Travelbags. Schade vor allem, wenn man sogar viel für den Transport bezahlen musste und nichtmal etwas erstattet bekommt.
Die Gepäckbestimmungen sind zwar von den Airlines festgelegt, der Umgang mit den Gepäckstücken ist jedoch sache des Bodenpersonals, weswegen einem nicht viel mehr bleibt, als sein bestes zu tun um seine Schätze zu schützen.
Wichtig ist hohe Polsterung und dabei niedriges Gewicht.
Wer mit 2 oder mehr boards reist…
muss sich nicht gleich einen luftgepolsterten luxusbag leisten, sondern kann gebrauch relativ günstig einen double(+) boardbag erstehen. Hier empfiehlt es sich dann, zwei dieser billig Luftmatratzen zu kaufen (unter 5Euro) und nur halb aufgeblasen oberhalb und unterhalb der boards zu platzieren. Wenn der bag keine Zwischenlagen für die boards besitzt, dort auf alle Fälle nochma ein wenig bubble wrap zwischenlegen. Die empfindlichen Stellen und Hohlräume lassen sich gut mit Neo/Rashguards/Kleidung stopfen.
wer nur 1 board oder mehrere boards separat transportiert…
kann sehr günstig wegkommen, sogar mit einem 30 Euro daybag und kostenlosem puffer. Bag sollte natürlich 3-4“ größer sein als das zu verpackende board. Sammelt dafür generell über das Jahr verteilt Verpackungsmaterial (v.a. Styropor und bubble wrap). Beispiel:

Bild 1: Styropor v.a. an den Rails und auf dem Deck, unterstützt auch den rocker des boards durch entsprechende Styroporklötze, damit Druck auf die nose das board nicht snapt, sondern das board direkt aufliegt.
Bild 2: bubble wrap, irgendwelche Folien und Verpackungszeug großzügig auf den noch ungeschützen Flächen anbringen, wichtig: Rails, nose, tail und der Mittelbereich von bottom und deck.
Bild 3: optimal ist es, das board danach mit einer Folie oder wie hier, Styropormatte, einzuwickeln. Das gibt zusätzlichen Schutz und hält das ganze Paket kompakt zusammen. Ich wickle dann noch die leash um das ganze und ziehe rashguards über nose und tail, dann ist alles surfartige mit dabei.
Bild 4: den ganzen Spaß dann in ein billigcover pressen und ihr werdet sehen, wie unbesorgt ihr selbst mit dem Paket umgehen könnt. Das ganze wiegt kaum mehr als sonst.
Da ich das cover geschenkt bekommen habe und das Material aus dem Keller ist, kostet dieser flugtaugliche boardbag genau 0€ (mal abgesehen von der halben Rolle Gaffa)
Wer kein Material sammeln konnte, findet im Baumarkt Luftbläschenfolie, Bodenschutzmatten und Rohrisolierungen (längs halbieren und auf die rails stecken).
Trick 17:
Holzplatten einbauen!
Wenn es kompakter sein soll (so viel Verpackung wie oben bläht das ganze schon sehr auf), kann man dünne/leichte Holzplatten an die kritischen Stellen des boards tapen. Zwischen board und Holz eine dünne Lage puffer und schon ist euer stick gegen Stöße gewappnet. Die Platte verteilt punktuellen Druck auf eine große Fläche.
Macht euer board nicht nur flugtauglich, sondern absturzsicher.
4. Dezember 2010 um 17:04 Uhr #119030
greenpigGastSehr schön!
Hier mal kurz mein Verpackungs-1×1:
1. Rohrisolierung um die Rails und auf’s Board
2. Anschließend Board in Luftblasenfolie einwickeln
3. Schaumstoff um Nose und Tail
4. In den Boardbag lege ich dann noch Pappe hinein um Stöße zu dämpfen
5. Zum Abschluss klebe ich noch einen großen „Fragile“-Sticker auf das BoardbagSiehe auch: http://www.wikihow.com/Pack-a-Surfboard-for-Travel
4. Dezember 2010 um 18:12 Uhr #119033
pstarfishGastSieht sehr gründlich aus! 🙂
Bin bald mit Ryanair unterwegs und will ein robustes BIC Naturals Surf 7’9 mitnehmen. Eig. braucht dieses Board ja keine Verpackung, aber setzen die Airlines ne Verpackung voraus, bzw. ist ne Verpackung Bedingung zur Beförderung?4. Dezember 2010 um 20:33 Uhr #119035
chopesGastSieht sehr gründlich aus! 🙂
Bin bald mit Ryanair unterwegs und will ein robustes BIC Naturals Surf 7’9 mitnehmen. Eig. braucht dieses Board ja keine Verpackung, aber setzen die Airlines ne Verpackung voraus, bzw. ist ne Verpackung Bedingung zur Beförderung?In den meisten Gepäckbestimmungen liest man, wie das board verpackt sein sollte, ob die Leute am Sperrgepäckschalter das interessiert, ist eine andere Frage. Letztendlich bleibt es an einem selbst hängen, die Vorgaben einzuhalten, wenn es um Schadensersatzforderung geht.
Bei Emirates recht detailliert:
For surf boards, the following precautions must be taken:
*
Fins should always be removed, or, if they cannot be removed, should be firmly packed with polystyrene foam.
*Both nose and tail should have bubble-wrap or neoprene foam attached for protection.
*The rails (sides of the board) should have cardboard down the sides to absorb shock.
*The board should be packed in a properly padded surf-bag.
am besten du schaust bei deiner Airline nach deren Vorgaben, auch ein BIC würde ich zumindest in einem 5mm bag befördern, die schmeißen alles rum.
4. Dezember 2010 um 22:30 Uhr #119036
BuckelGastglassed-on fins sind eh unpraktisch, nehmen beim transport unnoetig platz wech und sind ja quasi ne sollbruchstelle am board. ansonsten bin ich nach wie vor der meinung, dass alles schicke packen nix hilft, wenn der liebe gepaeckmensch vor der arbeit schlechten oder keinen sex hatte. fragil-aufkleber kitzeln da in meiner negativen weltanschauung auch eher die dunklen seiten dieser mitmenschen hervor… ein bissken schutz mit luftpolsterfolie und evt diesen rohr-isolierungs-dingern fuer die rails, und danach zu dem gott eurer wahl beten. oder in der check-in-schlange zwecks karma noch schnell nem alten muetterchen ihren koffer n paar meter weiterschieben. notfalls auch in die falsche richtung… der wille zaehlt.
die moral von der geschicht, aus dem board-einpacken keine doktoarbeit machen, wie es hier immer und immer wieder getan wird, und ab dafuer. meistens sinds kleine dings, easy zu reparieren, und wenns richtig fett kaputt is, dann haette eh nur n hardcase geholfen.
achja, also n bic wuerd ich nun wirklich nich grossartig einpacken. einfaches daybag reicht, is auch zum tragen etc angenehmer und die anderen passagiere ham kein wax auf ihren koffern…5. Dezember 2010 um 15:25 Uhr #119044
kikerGastda wird hier aber auch gut ´ne wissenschaft draus gemacht.
ich verreise immer mit boardbag im boardbag. wetsuits an nose und tail umwickelt und gut ist. und wenn´s das gewicht erlaubt noch klamotten und handtücher dazu. bis jetzt noch keine schlechten erfahrungen gemacht, auch nicht mit ryanair, bei denen bin ich vielflieger.5. Dezember 2010 um 16:16 Uhr #119046
chopesGastFlieg mal mit einer ungünstigen Verbindung, bei der man mehrmals dein Gepäck in den nächsten Flieger umcheckt und die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, dass du an einen Vollidioten gerätst. Flieg dann noch mit einem Wert von 2000€ an boards und schon lohnt sich die „Wissenschaft“ aber sowas von.
Die meisten verlassen sich ja doch auf ihre bags, FCS Explorer z.B., taugt nix.
5. Dezember 2010 um 16:54 Uhr #119047
matthiasGastIch liebe meine Babys auch und schütze lieber immer etwas sorgfälltiger.
Bei Direktflügen gehts in der Regel immer gut, auch mit wenig Schutz,
aber wie Chopes schon sagt, muss man umsteigen, dann ist es immer ein Risiko, auch wenn am Ende nur Dellen bei „rauskommen“, würde ich mich trotzdem ärgern. Mann kann das meist schön beobachten wie das eigentlich separat zu transportierende Sportgepäckt immer schön zwischen und vor allem unter den Koffern auf dem selben Wagen transportiert werden.Beim Flug mit nur einem Board, stimme ich kiker zu und gönne mir den Luxus
Bag in Bag zu Fliegen. Ist bisher nie etwas passiert.5. Dezember 2010 um 17:22 Uhr #119049
Dr. SurfGast@chopes
Danke für die Mühe, die du dir gemacht hast!Das ganze kann man aber auch etwas schneller gestalten. Ich selbst habe ein super heavy duty Surfboardbag von Destination Surf mit 1/2inch (= knapp 13mm!) Polsterung. Meine Boards haben rausnehmbare Finnen (hier teile ich Buckels Meinung, dass glassed on Fins nur bedingt für Flugreisen taugen und außerdem stecken alle Boards in Boardsocken von Madness. Da gibts nämlich ein Modell, wo nochmal extra ein Rail- und Nosepolster eingenäht ist. Kosten um die 40,- und somit ca. 10 Euro mehr als normale Boardsocken. Mein Boardbag habe ich seitdem aber in 3 Minuten gepackt, statt ne Stunde lang rumzutapen und Dellen gehören auch der Vergangenheit an.
Wofür ich ungefähr 10 Jahre und unzählige Flüge gebraucht habe um es zu lernen: Leash, Wax und Repairstuff im Boardbag transportieren ist scheiße. Genau der Kram ist nämlich hart und drückt in die Boards rein. Idee ist mir gekommen, seitdem ich mal beim wiederauspacken nachm Flug ne „Leashspur“ quer übers Board entdeckt hab.
Außerdem mit den Jahren gelernt: leichte Boardbags werden von Gepäckfuzzis pfleglicher behandelt als Bags mit 4 Boards, 3 Neos, nassen Handtüchern und anderem Scheiß, der das Gewicht auf weit über 20kg hochschnellen läßt. So schwere Boardbags kann man nämlich nicht mehr entspannt tragen, deswegen werden sie von Flughafenmitarbeitern übern Boden geschleift und umhergetreten.5. Dezember 2010 um 17:38 Uhr #119050
matthiasGastWas ich als „first Layer“ im Bag noch empfehlen kann, sind diese featherweight Boardcover
von O&E und Dakine. Haben ne gepolsterte Nose und 3mm Dämmung.
Sind quasi wie ne Socke nur mit Tragegriff, Vorrichtung für einen Tragegurt und fürn Strand einfach sehr praktisch.@Doc
Eine Socke mit gepolster Nose UND Rail??
Habe da auf den ersten Blick nix gefunden im Netz.
Hast einen Link oder ein Bild?5. Dezember 2010 um 18:56 Uhr #119054
chopesGast(hier teile ich Buckels Meinung, dass glassed on Fins nur bedingt für Flugreisen taugen..
ich schätze ihr kommt auf glass-ons, weil auf dem Bild oben welche zu sehen sind. Habe sonst auch abnehmare und natürlich ist es dann sicherer zu transportieren. Aber ich habe das board auf dem Bild ja nicht als Reiseboard gekauft..
Das Einpacken der boards auf diese Weise macht sowieso mehr Sinn, wenn man zwischen den Flügen längere Zeit vor Ort bleibt und nicht nach 4 Tagen wieder heimfliegt, denn wenn man kurztrips macht, und am Ende auch noch viele davon, lohnt sich die Anschaffung eines hardcase oder luftgepolsterten bags sowieso!
Aber das board gescheit einzuwickeln macht irgendwie Spaß, in Antizipation auf den trip – genau wie das Heißwachsen der Ski zu Saisonstart 😉
6. Dezember 2010 um 1:29 Uhr #119060
kaisenGastda ich meist auf meinen surftrips zelte (portugal zb), pack ich die boards immer in den Schlafsack(den nur auf links und das board gründlich entwachst), die Isomatte halb aufgeblasen um ein rail, um das andere Neo oder zelt. Nose und tail noch zusätzlich mit klamotten umwickelt. Ich hab auf die tour noch keine ernsthaften Dings, obwohl meine Boardbags auf mal an die 30kg wiegen (danke, easyjet..) oder schon einmal gut über 40kg auf dem rückweg nach einen jahr Südafrika (danke, SAA, kein Übergepäck dafür verlangt!). Hab dem typen am Sperrgepäckschalter dann aber auch einen Zehner in die Hand gegeben, sowas trägt man nicht freiwillig..
6. Dezember 2010 um 21:21 Uhr #119066
Dr. SurfGast@Doc
Eine Socke mit gepolster Nose UND Rail??
Habe da auf den ersten Blick nix gefunden im Netz.
Hast einen Link oder ein Bild?Müßte es eigentlich hier geben: http://www.oceansurf.de auch wenn ich selbst gerade nix im webshop finden konnte. Bilder habe ich keine, die Dinger sind auch nicht sonderlich spektakulär. Sind aus dem gleichen Material wie normale Boardsocken, nur dass Rails & Nose eben fette Polster eingenäht haben. Kosten je nach Länge zwischen 38 und 45 Euronen (wenn ichs richtig in Erinnerung habe).
7. Dezember 2010 um 16:01 Uhr #119074
SurfmannGastSo grützi,
genug selbstmitleidiges „Mein Brettli geht beim reisen immer daputt“ Geheule und diese umweltverschmutzenden, zeitraubenden Brettverpackungsanleitungen im Zwiebelschichtstyle.:D
Zum Glück gibt es ja den futuristischen Surfmann, der immer was in Petto hat für die Hilfesuchenden da draussen.
Hatte das schon einmal in nem anderen thread gepostet.
Schaut mal hier rein:http://www.airbagdesigns.com/home
und hier
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habe selbst zwei bags von denen und kann nur bestes berichten.Top Bags, da geht nix mehr kaputt.
Also unterstützen und kaufen.
Die bags kosten auch nicht mehr wie die FCS dinger.War mir ein Vergnügen helfen zu können.
Bis dann
Beste und sichere Grüsse
Der Sörfmann
8. Dezember 2010 um 12:56 Uhr #119083
Surf_RuhrgebietGastBei 0:48 müsste einoch einer auf dem Brett liegen…
11. Dezember 2010 um 21:41 Uhr #25577
Warrel52GastMeine Lösung ist:
-Rohrisolierung an die Rails
-Als Layer habe ich aus Umzugskartons mir 4x die Boardform meines 6.8ers geschnitten. Je 2 Layer mit Bubble-Folie dazwischen zusammengeklebt mit Panzerband. Hält bestens und passt in meinen Daily Boardbag.
Zum Schluss dann vorne und hinten inkl. Rohrisolierung an den Rails zusammengeklebt mit Panzerband verpacken und ab ins Boardbag.
-Finnen natürlich vorher rausIst ein super schutz und es passten noch Handtücher, Boardshorts, Finnen, etc. rein.
😀
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