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Start › Foren › Surfer Geschichten › tuberiding a.k.a. how to exit if things go wrong

  • Dieses Thema hat 14 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 15 Jahren, 6 Monaten von Horst-Günther aktualisiert.
Ansicht von 15 Beiträgen – 1 bis 15 (von insgesamt 15)
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    Beiträge
  • 6. April 2010 um 14:07 Uhr #22889
    Anonym
    Inaktiv

    hey ho! hab mal ne kleine frage an erfahrene tuberider (frontside reicht 😉 ):

    ich komm rein in die tube, nicht so chefmässig sofort nach dem takeoff direkt ins barrel, sonder bei ner welle mit ner schönen langen wand, ein bisschen stallen und sich einholen lassen.

    schön und gut, jetzt bin ich drin, voll gestoket, verlier die balance, und mich waffelts wie nichts gutes…

    wenn ihr nicht genug speed drauf habt bzw. nicht generieren könnt, was macht ihr dann? ab durch die hintertür? mit oder ohne brett? brett nach vorne mit dem fuss schleudern und ankermässig senkrecht nach unten wegtauchen?

    würd mich über eure erfahrungen sehr freuen, da es bei mir den sommer nach sumatra geht, und da wirds dann wieder hohl wie nichts gutes 😆

    6. April 2010 um 15:15 Uhr #112335
    götzi
    Gast

    also in die wand durchstechen is natürlich die eleganteste variante, aber man muss schon schauen bei welcher welle du das machst sonst kanns dir passieren das du beim auftauchen böse over the falls gehst. viele sagen, der sicherste ort ist die barrel. also so lange wie möglich in der barrel bleiben. meistens is das dann nach vorne springen. was dann passiert ist eigendlich nicht vorhersehbar, weil absolutes chaos und immer anders.
    ich machs so: welle nicht zu groß, ab durch die wand (fast ein bischen bergab) unter wasser mit voller kraft gegen die welle schwimmen um nicht zurückgesaugt zu werden.
    welle groß und krass: nach vorne springen, eintauchen und schauen das mein arsch immer unten is. mich hats da schon öfters mit dem hintern auf riff geklatscht. ich weis nicht ob das das gescheiteste is aber ich glaub die eingebaute airbagfunktion hat mir da schon so manche schnitte erspart…
    naja aber oft is ja sowieso alles out of control und da hilft nur die embriohaltung bzw. mit händen fuchteln das du nicht aufn boden ballerst.
    viel spass beim üben 😀

    6. April 2010 um 15:21 Uhr #112336
    götzi
    Gast

    da fällt mir noch ein, wenn ich merk mich hauts auf ein extrem seichtes stück dann am besten bauchklatscher und ja nicht eintauchen. da wird man zwar wieder hochgesaugt, aber ich denke mir immer dann schlagt mal eine gute portion lippe zuerst aufs riff und ich lande sozusagen auf der ‚weichen‘ explosion. angabe ohne gewähr…
    viel spass in sumatra, vieleicht läuft man sich ja über den weg..

    6. April 2010 um 16:16 Uhr #112341
    paranuss
    Gast

    Danke für die Tips!
    Bei dem Nach-Vorn-Springen: hauts dir da nicht das Brett um die Ohren, oder hast du so ne lange Leash?

    6. April 2010 um 20:30 Uhr #112345
    qualle
    Gast

    würd mich über eure erfahrungen sehr freuen, da es bei mir den sommer nach sumatra geht, und da wirds dann wieder hohl wie nichts gutes 😆

    Ja, da wird’s hohl vom feinsten – aber sobald du dich daran gewöhnt hast, kannst du in eine Barrel nach der anderen ziehen. Wurde in Sumatra zum ersten mal richtig gebarrelt mit allem was dazu gehört – reinziehen, das Ende des Tunnels im Blick durchziehen und völlig stoked wieder rausschiessen . Und das meist fast aufrecht stehend und nicht dermaßen extrem in den Knien hockend, so wie man es ja auch in Holland oft tut um in die Mini-Barrels zu kommen und drin zu bleiben (rauskommen ist da ja eher seltener möglich, weil Close-out).
    Wenn ich merkte, daß ich mich „ein wenig sputen“ musste, um noch rauszukommen, dann hat es meist gereicht, kurz das inner rail etwas zu entlasten und damit ein wenig höher in der Wellenwand und näher an den brechenden Teil der Welle zu steigen (das muss man sehr feinfühlig tun, sonst saugts einen an und man geht unvermeidbar over the falls) und dann sofort wieder mehr Druck auf das Rail zu geben, Frontfoot mehr Druck, die Nose in Richtung Wellental im untersten Teil des Barrel-Ausgangs zu richten und mit neuen Speed noch rauszuschießen. Ist manchmal fast schon ein Blindflug gewesen, wenn man vor lauter Gischt und blinzelnden Augen fast auf Verdacht die Wellenwand entlang flog und fast überrascht noch rechtzeitig den Ausgang fand und aus der hinter einem dicht machenden Barrel herauskam.

    War man mal zu langsam und konnte nicht mehr rechtzeitig entsprechend reagieren oder man verlor die Kontrolle über das Board, dann habe ich immer versucht, in den wellenabgewandten Teil der Barrel zu fallen, sprich dahin, wo die gebrochene Welle in’s Wellental krachte. Damit konnte ich weitestgehend vermeiden, von der Welle nach oben gesaugt und aus größerer Höhe auf mein Board oder das Riff geworfen zu werden. Dabei schauen, einigermaßen flach zur Welle zu bleiben und nicht zu spitzwinkelig und damit zu tief in’s Wasser einzutauchen, da es sonst unangenehmen Riffkontakt geben kann. Habe meinen Kopf immer mit den Händen und Armen vor einem möglichen Aufprall auf mein Board oder Riff geschützt – mir ist nie etwas passiert…

    6. April 2010 um 20:50 Uhr #112346
    götzi
    Gast

    Bei dem Nach-Vorn-Springen: hauts dir da nicht das Brett um die Ohren, oder hast du so ne lange Leash?

    eigendlich nicht, du springst ja vom brett weg. sieht man bei den pros auch ab und zu:

    18. Mai 2010 um 17:02 Uhr #113774
    meister-g
    Gast

    😉

    hi leuts… ich bin auch mal wieder da.

    und aufgrund aktuellem anlass schmeiss ich was in den älteren thread.

    war mal wieder in indo, mit dem ziel ultimativ gebarrelt zu werden. d.h. 100% sauber, kein kopfwaschgang, keine doggydoor. ist leider nicht aufgegangen.
    soll nicht heissen ich hätte keine cover ups und übelst gute wellen gehabt.

    zum thema.
    am meisten hab ich den versuch bei ulus-racetracks versucht. d.h. nicht nach dem takeoff oder über nen bottomturn und bremsen rein sondern komplett backdooren (wer die welle nicht kennt: sie hat meistens 2 üble schwer zu machende sections).
    1,2 mal bin ich anfangs wenn ich merkte ich bin zu spät/zu langsam auf die bremse und hab gerade rausgezogen, rückwärts fallen lassen. wurde mir dann von nem aussie geraten lieber reinzuziehen da schance auf doch irgendwie machen und weil man eben sagt in der barrell ist man sicherer.

    beim backdooren und zu spät durch die wand ziehen ist wohl das beste… mit meinem 9,0er stick oder ultra low tide mein voluminöses 6,8er gibt aber meistens auf die fresse da schwer durchzustechen und bei mir fehlende skills.

    einmal drin in dem lappen hab ich beides gesehen und gemacht: also wie schon gezeigt köpper vorab – oder eben flach nach hinten fallen lassen und board in die closeout-section flutschen lassen. bei letzterem ist der waschgang wahrscheinlicher, da man tiefer ist, dafür bekommt man 100% das board nicht ab.

    die position und die feinheiten speed zu machen oder tiefer zu gehen kann man glaube ich kaum lehren oder beschreiben… einfach machen. leider hat man selten genug oft hintereinander die chance dazu.

    18. Mai 2010 um 18:04 Uhr #113776
    peterlee
    Gast

    cool wieder was vom meister-g zu hören und dann gleich sowas! 😀

    Das ist mal genial, stell mir das sehr stilvoll vor, mit dem 9er Longboard in der Uluwatu Section.

    Bist du Goofy Surfer?

    18. Mai 2010 um 18:12 Uhr #113777
    meister-g
    Gast

    mitm longboard in indo ist man defintitiv exot.
    leider muss man auch wenn man sicher die breaks surft bei extremen crowds weg oder den kleinen stick wählen da zu gefährlich.

    /me ist goofy, ja

    backside barreln lassen wäre bei mir absolutes zufallsprodukt, da ich das pushen backside mal gar nicht drauf habe.
    wobei die position backside mit griff ans rail eigentlich sogar besser wäre.

    jetzt wo ich wieder im büro gefangen bin werde ich auch wieder fleissig mitposten und mitrreden… brauch auch mal wieder boardempfehlungen.

    19. Mai 2010 um 2:00 Uhr #113800
    Lizzie
    Gast

    hab seit ca. nem jahr ne neue haltung mit einigen grundregeln eingenommen die ich versuche (fast) immer (>90%) einzuhalten, und mein surfen hat es echt ziemlich verbessert:

    – immer in der barrel bleiben bis zum letzten moment. daher meist keine zeit noch kontrolliert abzupringen. einfach board wegkicken und runter, haende vor den kopf
    – vor jedem grossem wipeout und hold-down aktiv versuchen in eine euphorische stimmung zu geraten (yeee-haw rufen und grosses grinsen bevor es rund geht). hoert sich daemlich an, hilft aber enorm nicht in panik zu geraten und man verbraucht subjektiv gesehen viel weniger energie und luft beim hold-down. letzte situation in der es echt viel geholfen hat war der letzte grosse swell in indo, 8+ fuss ocean swell und ne locker double-overhead+ lippe bricht direkt vor dir runter. yee-haw rufen und ins verderben duckdiven und hold-down war gar nicht schlimm sondern eher noch vergnueglich (hab mich selber gewundert)
    – immer einen fetten alles-oder-nichts turn an der letzten section probieren wenn die welle zu macht (floater, top turn to whitewater snap, wasauchimmer) anstelle ueber die lippe auszusteigen.

    so das war surfen 101 😀

    19. Mai 2010 um 2:03 Uhr #113801
    Lizzie
    Gast

    der sicherste ort ist die barrel.

    100% zustimmung. viel angenehmer dort nen wipeout zu haben als vor die runterkrachende lippe zu fahren und 20m ins halb-trockene riff gespuelt zu werden

    3. Februar 2011 um 14:15 Uhr #120457
    TheRookie
    Gast

    Warum fahren die ganzen Pros dann immer in letzter Sekunde noch raus vor die Welle, anstatt in der Barrel zu fallen?

    3. Februar 2011 um 14:24 Uhr #120459
    meister-g
    Gast

    die rede war bei „in der barrel bleiben“ eigentlich von einem _sicheren_ wipeout.
    erste option ist das barrell sauber zu nehmen, zweite eben die doggy-door (also unter der lippe durch nach vorne).
    wenn beides unmöglich scheint (oder doggydoor ungern, da scharfes riff wenn mans doch nicht schafft), dann eben drin bleiben.
    im contest versuchen die pros natürlich oft auf biegen und brechen die welle stehend zu beenden, ist doch klar. außerhalb von contests und/oder wenns saugefährlich ist bleiben sie auch drin.

    kann man auch noch sagen: wenns nicht alzu groß ist und die welle zumacht kann man auch in der barrell versuchen durch die wand nach hinten zu kommen. kleines brett, viel speed und können allerdings erfordert. wenns nicht klappt geht man schön over the falls.
    das passiert meistens eben nicht wenn man in der mitte bleibt… hier schließt sich der kreis.

    3. Februar 2011 um 18:31 Uhr #120472
    Horst-Günther
    Gast

    Warum fahren die ganzen Pros dann immer in letzter Sekunde noch raus vor die Welle, anstatt in der Barrel zu fallen?

    bei nem contest gibs punkte für maneuver. wenn in die barrel kommst, aba nich wieder raus, ist das maneuver nicht komplett und es gibt so gut wie keine punkte dafür. die grenzen sind relativ fließend. wenn du also dein cover hast und wieder ausm cover raus kommst, is das en komplettes maneuver, wenn de dann direkt wieder in en coverup kommst beginnt damit das zweite maneuver…

    3. Februar 2011 um 18:33 Uhr #22890
    Horst-Günther
    Gast

    Zitat:
    Bei dem Nach-Vorn-Springen: hauts dir da nicht das Brett um die Ohren, oder hast du so ne lange Leash?

    eigendlich nicht, du springst ja vom brett weg. sieht man bei den pros auch ab und zu:

    dazu mal tajs buch vom heissen surfen lesen. genau so nämlich nich. niemals mitm kopf zu erst….

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