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shakin_roga aktualisiert.
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13. Februar 2010 um 11:59 Uhr #22411
AnonymInaktivHallo,
bisher habe ich mir immer Longboards (meist von BIC) ausgeliehen, aber da das Mieten auf Dauer ganz schön ins Geld geht möchte ich mir endlich ein eigenes Brett zulegen. Es sollte eher ein Noserider als Performer sein…
Zu welchem Material würdet ihr mir raten?
Ich kann mich noch nicht zwischen den teureren Tuflite-Boards und klassischen Longboards (Bsp.: das Rincon von Light mit 3 Stringern) entscheiden.
Ich bin 183cm groß und wiege so 78kg.Merci
13. Februar 2010 um 19:04 Uhr #111053
Dr. SurfGastIst eigentlich mehr so ne Philosophiegeschichte: ich persönlich finde ja bei einem Longboard geht nur klassische Bauweise. Weniger, weil’s mehr taugt, eher weil ein schwammiges Gefühl im Bauch mir sagt „Real Boards got more Soul“ Jeedenfalls mehr, als so ein Bic oder Tuflite Plastikbomber. Auch wenn ich selbst auch ein Tuflite Shortboard besitze: mein Baby ist nach wie vor mein 7’10″er Speedegg, was ich mir mal in San Diego hab shapen lassen. Da steht mein Name drauf, es hat meine Graphics und ich habs schon fast überall auf der Welt dabeigehabt. Mittlerweile ist es 10 Jahre alt und einigermaßen gelb, aber ich kann zu jedem größeren Ding ne Geschichte erzählen und finde, dass erst die ausgebesserten Stellen und der Gelbstich des Boards ihm Charakter gegeben haben. Ein Bic und auch ein Tuflite Board sehe ich eher als „Gebrauchsboard“. Es ist ein wenig wie ein Golf Kombi: praktisch und gut, aber nicht sonderlich aufregend. Wie du siehst, argumentiere ich eher ausm Bauch raus.
Zu den Fakten: Bic = schwer + träge, Tuflite = superleicht und daher sehr aggressiv zu fahren, ein geshaptes Board liegt irgendwo dazwischen. Den höheren Anschaffungspreis macht bei einem Tuflite übrigens die längere Lebensdauer wieder wett.
13. Februar 2010 um 20:14 Uhr #111057
peterleeGastHallo Squirl,
da möchte ich mich dem Doc anschließen! 😀 Ich persönlich würde grundsätzlich nie zu einem Board raten, das aus einer Massenproduktion kommt; auch nicht bei reinen Anfängern.
Wenn ich mir ein Board kaufe, möchte ich auch eine kleine Manufaktur unterstützen und kann auch zum Teil den Entwicklungsprozess mitverfolgen und ich bekomme mein maßgeschneidertes Board.
Man wartet halt etwas länger darauf, aber man hat doch Zeit. Es kann leichter verletzt werden, dann muss ich halt mehr acht geben, aber es ist das Board, das nur ich fahre, welches auf meine Bedürfnisse abgestimmt ist. Das Design habe ich mir dann auch noch selbst ausgesucht. Ob es dann eine Seele hat, kann ich nicht sagen, ich denke aber schon 😀 Auch wenn gerade Al Merrick sagt, dass kein Surfboard eine Seele hat, sondern nur der Surfer und seine individuelle Technik. Aber wer ist schon Al Merrick, der laminiert auch nur mit Harz 😆
An deiner Stelle würde ich mir Bücher besorgen oder im Internet recherchieren, wie die Entwicklung der Longboards ausgesehen hat und welche Modelle (Surfboard Anatomie) was können. Da gibt es viele Varianten und Möglichkeiten. Dann einen Shaper wie Gero von Fatum oder Axel Lorentz von Lorentz Shapes in Bidart (meine Favoriten halt) kontaktieren und mir ein Longboard bauen lassen und es dann behüten wie einen Schatz. Du kannst von Shapern sehr viel erfahren über Boards und ihnen auch Ideen liefern hinsichtlich des eigenen Surfboards. Ein Brett dann noch hart laminiert kann dich die nächsten zehn Jahre+ begleiten.
Du kannst aber auch so verrückt sein wie ich und andere KollegInnen hier und dir selbst ein Board bauen. 😆
Grüße PL
13. Februar 2010 um 20:41 Uhr #111058
matthiasGastHallo,
bei mir stellt sich die Frage auch
und gerade bei Longboards in der herkömmlichen Bauweise ist das ja mit der „Empfindlichkeit“ so eine Sache. Da sind die Tuflite schon besser.
Ich für meinen Teil kann mich mit diesen Dingern aber nicht anfreunden
und dendiere wie die letzten Jahre auch zu einem Custom Polyesterboard
Nun wurde mir aber als Kompromiss für ein Longboard aus besserer Haltbarkeit bei besserem Fahrgefühl ( und Optik ) die E-Comp Baureihe von Bic empfohlen. Hat damit jemand schon Erfahrung ??? ❓
Bzw. sind Longboards aus Polyester wirklich so anfällig ❓ ( mal von Chrashdings abgesehen )13. Februar 2010 um 21:05 Uhr #111060
n400GastDie Tuflitedinger sind sicherlich viel stabiler und praxistauglicher.
… und wenn du das Polyesterbrett nicht direkt bei nem ganz kleinen Shaper in Auftrag gibst, sonder es so von der Stange kaufst, kommt das mit 80% Wahrscheinlichkeit auch aus der Massenproduktion. Die Gewinnspannen sind bei den Polyesterbrettern sicherlich am größten und die Haltbarkeit eher kurz.
Spätestens nach dem ersten Flug wirst Du die Vorteile von dem Tuflite/Surftech-Sandwichboard kennen.
Mittlerweile kannst Du ja auch von allen namhaften Shapern Shapes in Tuflite oder Surftech kaufen..
(möchte jetzt allerdings keine Glaubensdiskussion führen)
14. Februar 2010 um 8:44 Uhr #111065
MolengespenstGastIch habe mal gehört, dass…
– klassische Longboards um so besser funktionieren, je schwerer sie sind.
– Tuflite-Boards zwar kaum Dings o.ä. kriegen, dafür aber gerne mal brechen14. Februar 2010 um 15:10 Uhr #111071
Dr. SurfGastIch habe mal gehört, dass…
– klassische Longboards um so besser funktionieren, je schwerer sie sind.Das kommt drauf an, wie man „besser funktionieren“ definiert. Ein schweres Longboard liegt sehr ruhig im Wasser und in der Welle und pflügt auch durch kappeliges Wasser, als wäre es superglassy. Nachteil ist aber, dass man Longboards von vornherein wegen der Länge nicht aggressiv fahren kann (wenn man nicht gerade Beau Young heißt). Ein leichtes Board dreht einfacher, dafür ist es eben nicht mehr ganz so laufruhig.
– Tuflite-Boards zwar kaum Dings o.ä. kriegen, dafür aber gerne mal brechen
hab ich noch nicht mitgekriegt. Fahr ja selbst eins und auch in meinem Bekanntenkreis gibts einige. Ärger gabs da noch nie.
14. Februar 2010 um 15:40 Uhr #111073
shakin_rogaGastWas hier noch gar nicht genannt worden ist, ist Flex.
Auch wenn einige die Diskussion um Flex für überbewertet halten spielt er m.M. nach bei einem Longboard ein wichtige Rolle. Ein Tuflite ist einfach steifer als ein Polyesterboard. Ich habe mir ein Polyboard von nem Freund in Carbon/Kevlar-Sandwich nachbauen lassen. Dass Ding ist superstabil und in kleinerem Surf stört mich der geringere Flex auch nicht. Wenn es größer Choppy wird, finde ich aber ein Brett mit mehr Flex ruhiger, es springt quasi nicht so über die Bumps. Gewicht spielt sicher auch eine Rolle, aber ich habe mein Board bewusst nicht superleicht bauen lassen, denke da ist der Unterschied nicht so groß.
Trotz 1:1 Nachbau ist es durch die andere Bauweise ein anderes Board.
da ich bei größeren tagen eh ein kürzeres Board surfe ist für mich die stabile Bauweise von Vorteil.14. Februar 2010 um 22:41 Uhr #22412
n400Gast@roga:
Hat das Carbonkevlar gar keinen Flex mehr? Wie hat denn der shaper das Teil untern Laminat aufgebaut, und mit welchem Gewicht der Matte?Dafür hats aber bestimmt jeden Flug überlebt …
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